Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nessabo:
Über vier Leben von Pauline Hatscher
Nicht mein Favorit in der Reihe derartiger Geschichten
Dass dies Pauline Hatschers Debüt ist, ist schon beeindruckend. Sie hat eine herausstechende Art ihre Worte zu verbinden und schafft es, diese komplexe Geschichte zu einem Ganzen zu verbinden. Dennoch gibt es für mich bessere Romane, die transgenerationale Weitergabe zum Thema haben.
Die teils extrem kurzen Kapitel lassen sich flott lesen und das kann ich auch nur empfehlen, denn mit vier Generationen und ebenso vielen Zeitebenen braucht die Lektüre doch auch etwas Fokus und Kontinuität.
Ich fand es schon verhältnismäßig fordernd, stelle mich bei derartigen Büchern aber auch darauf ein. Nach einer Weile hatte ich die Reihenfolge der Generationen verstanden und konnte mich mehr auf die Figuren einlassen.
Ich habe schon einige Romane gelesen, die sich mit transgenerationaler Weitergabe beschäftigen und mittlerweile wirklich eine Vorliebe für derlei Geschichten entwickelt. Damit habe ich eine gute Vergleichsmöglichkeit und muss feststellen, dass Hatschers Werk trotz ihres Talents für mich nicht so gut funktioniert hat.
Und ich denke, das liegt fast ausschließlich an der doppelten Fiktionalisierung. Mirabell schreibt als jüngste der vier Frauen die Geschichten ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter - teilweise ohne Wissen über die tatsächlichen Gegebenheiten. Somit konnte ich mir nie sicher sein, was in der fiktionalen Welt wirklich so passiert ist und was wiederum vom Mirabell erfunden wurde, um die Lücken zu füllen. Die Autorin adressiert zwar auch genau dieses Lückenfüllen, aber für mich passt es einfach nicht richtig.
Damit hängt sicherlich auch zusammen, dass ich mich den Figuren nicht so nähern konnte, wie ich es gern getan hätte. Abgesehen von Mirabell wusste ich nie mit Sicherheit, ob die Portraits der anderen so stimmen und das hielt mich insgesamt auf Distanz, obwohl bspw. Depressionen und Su!zidgedanken beeindruckend authentisch behandelt werden.
Ich verbleibe damit ohne konkrete Empfehlung. Es ist kein schlechtes Werk, sondern hat wirklich starke Momente, aber in diesem Bereich gibt es für mich Romane, die ich dann mehr empfehlen würde.
3,5 Sterne
Rezensionen von _Le4_:
Red Star Rebels von Amie Kaufman
Kevin allein auf dem Mars
Cleo, blinde Passagierin auf dem Mars, kennt sich auf der UN-Station aus wie in ihrer Westentasche. Als eine Evakuierung ausgerufen wird, ist sie darauf vorbereitet. Hunter Graves, Sohn einer Milliardärin, ist hingegen nicht vorbereitet. Dank Cleo überleben die beiden. Aber damit enden ihre Probleme noch nicht.
Söldner verschaffen sich Zugang zur Station und plötzlich ist die angebliche Evakuierung ihr geringstes Problem.
Das Buch hat mir gut gefallen. Die Beschreibungen der Station waren charmant, irgendwie faszinierend, aber auch etwas runtergekommen.
Cleo und Hunter kommen aus zwei ganz unterschiedlichen Milieus, was ihrer Beziehung eine spannende Reibung verschafft. Hunters privilegierter Blick wird dabei klar dargestellt und die Probleme, die das für Cleo bedeutet, sind ganz eindeutig. Die Abhandlung davon war jetzt nicht überragend innovativ, aber trotzdem gut gemacht. Insgesamt hat mir gefallen, dass es für ein Jugendbuch klare Kapitalismuskritik enthält.
Am allerbesten hat mir der Teil des Buches gefallen, wo beide Hauptcharaktere den Söldnern jede Menge Fallen stellen. Das hat mich auf witzige Weise irgendwie an “Kevin allein zu Haus” erinnert.
Das Buch ist kein Highlight, aber sehr lesenswert. Der Schreibstil ist witzig und unterhaltsam und ich hatte auf jeden Fall eine Menge Spaß mit dem Buch.
Rezensionen von C. P.:
Au revoir und tschüss von Gudrun Lochte
Roman mit Blick nach vorn statt zurück
Seit Jahren im Alltagstrott zwischen Job, Haushalt und Kindererziehung gefangen erfüllt sich Caro ihren Herzenswunsch: ein mehrwöchiger Sprachurlaub in Frankreich. Ein Urlaub, in welchem sie nicht nur die Sprache lernt, sondern vor allem auch erkennt, was sie wirklich will, um in Zukunft glücklich zu sein.
Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Zum ersten Mal seit Langem fühlte sie, dass etwas Neues begann. (Zitat S. 111)
Bevor man mit Caro ins wunderschöne Frankreich reist, erfährt man anhand eines Extrembeispiels, wie ihr aktuelles Leben aussieht: nach dem Job Haushalt und Garten in Schuss halten, den Familienhund versorgen und alles möglich machen, wenn ihr Ehemann spontan seinen Chef samt Partnerin zum Abendessen einlädt. Alles bleibt an ihr hängen, alles ist hektisch, Partner und Söhne halten ihre Arbeit für selbstverständlich. Und zu allem Überfluss reagiert ihr Gatte regelrecht abweisend, als sie mit dem Urlaub endlich was für sich tun will.
Caros Reise liest sich anschließend sehr angenehm, sie erlebt Einiges und es wird einfach nicht langweilig. Im Austausch mit anderen Frauen sowie ihrer besten Freundin wächst sie während dieser Zeit in ihre Entscheidung hinein, etwas in ihrem Leben zu verändern.
Was mir dabei sehr gefallen hat: das Buch kommt ohne Schuldzuweisungen und erhobenem Zeigefinger aus. Statt zu grübeln, wer an ihrer unglücklichen Situation die Schuld tragen könnte, hat die Autorin sich entschieden, Caro nach vorn statt zurück blicken zu lassen. Das nimmt dem Thema den emotionalen Ballast und ersetzt diesen durch die Freude, Neues zu planen und zu wagen.
Das Buch hat mich positiv überraschen können, insbesondere durch Gudrun Lochtes Erzählstil, der emotional und lebhaft, dabei jedoch sehr zielorientiert ist. Wie bereits erwähnt verzichtet sie darauf, nach Fehlern in der Vergangenheit zu graben, sondern lässt die Protagonistin mit Mut auf neue Sichtweisen und Veränderungen aus dem sich drehenden Hamsterrad ausbrechen. Auch die Aufmachng des Hardcovers ist wunderschön mit bedrucktem Cover, hellblauem Farbschnitt, Leseband und einer Farbillustration im Buch, welche den Marktplatz des französischen Urlaubsortes zeigt.
Das Buch ist hervorragend geeignet für alle, die Mut sammeln, den Absprung aus dem Hamsterrad des Alltags zu schaffen; oder für alle, die einfach ein paar schöne Momente in Frankreich erleben möchten.
Rezensionen von Philiene :
Und mittendrin der Birnbaum von Ute Mank
Verdrängte Schuldgefühle
Und mittendrin der Birnenbaum ist ein Roman der lange nachhalt. Er erzählt die Geschichte einer Freundschaft die in der dunkelsten Zeit des zwanzigsten Jahrhunderts nicht sein durfte. Er erzählt von einer Dorfgemeinschaft die einfach beschlossen hat Unrecht zu vergessen und zu verdrängen. Und von einer jungen Frau die gegen das Vergessen arbeitet.
Die Protagonistin ist allerdings nicht jene junge Frau, ihr Name ist übrigens Pina, sondern Dora, Dora ist am Ende ihres Lebens angekommen und zieht jetzt zurück in den Ort ihrer Kindheit. Durch Pina wird sie auf vier Stolpersteine aufmerksam gemacht, die an die Familie von Doras Kindheitsfreundin erinnern. Aber Fanny fehlt, es sind nur vier Steine obwohl die Familie fünf Mitglieder hatte. Im Dorf scheint das niemanden aufgefallen zu sein, aber ist das wirklich so? Es leben noch Menschen die Fanny gekannt haben, kann es sein das alle sie vergessen haben?
Dora und Pina beginnen in der Vergangenheit zu graben, wobei Pina die treibende Kraft ist und Dora sehr zurückhaltend.
Eine spannende Suche beginnt. Und damit wird eine Geschichte aufgedeckt wie sie wohl überall in Deutschland vorgekommen sein könnte. Es geht um Verblendung und Verdrängung. Es geht um ein Dorf das gemeinsam schweigt, es geht um eine Kinderfreundschaft die plötzlich verboten war. Vor allem aber geht es um alte Schuld. Und die Frage was aus Fanny wurde.
Ein wahnsinnig gutes Buch das im Gedächtnis bleibt.
Rezensionen von Lori:
Drowning Sorrows in Raging Fire 1 von Priest
Urban Fantasy
Asiatische Fantasygeschichten lese ich eher selten, aber auf jeden Fall sehr gerne. Sie sind anders und glänzen vor allem mit
Diese hier ist ein packender, aufregender Urban-Fantasy-Roman, der das moderne Leben mit dunkler, uralter chinesischer Mythologie verbindet.
Anfangs ist es etwas schwierig sich hineinzufinden, was nicht nur an den ungewohnten Namen liegt.
Aber zum Glück gibt es am Ende des Buches eine Auflistung der Namen und Charaktere.
Die Handlung ist sehr komplex und man muss sich schon etwas konzentrieren beim Lesen.
Aber wenn man erstmal drin ist, dann nimmt einen die Geschichte mit und besticht vor allem durch ihre verschiedenen Charaktere.
Die Chemie die zwischen den Figuren wurde gut eingefangen. Besonders Xuan Ji gefällt mir richtig gut, mit seiner Art und seinem bissigen Humor.
Es ist ein wilder und chaotischer Lesespaß, auf dessen Fortsetzung ich mich schon sehr freue!
Rezensionen von Bücherwurm78:
Was sie nicht weiß von Shari Lapena
Spannend bis zum Schluss
Bryden Frost holt ihre Tochter Clara nicht vom Kindergarten ab und es fehlt von ihr jede Spur. Was ist mit ihr passiert? Und wer könnte etwas mit ihrem Verschwinden zu tun haben?
Die Inhaltsbeschreibung zu diesem Thriller klang sehr interessant und vielversprechend. Und ich wurde auch nicht enttäuscht.
Ich hatte das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen, was auch an der flüssigen Schreibweise lag. Ich fand es ab der ersten Seite an sehr spannend, es gab keine langweiligen Passagen im Buch. Die Spannung hat auch nicht nachgelassen, ich bin immer neugierig geblieben wie es wohl ausgehen wird. Es gab mehrere Verdächtige, natürlich an erster Stelle der Ehemann Sam, aber auch der Mann, mit dem sie wohl eine Affäre gehabt haben soll. Das Ende hat mir dann auch sehr gut gefallen. Die Story war gut durchdacht und umgesetzt.
Das Cover des Thrillers und auch der Farbschnitt finde ich ansprechend und passend gestaltet.
Fazit: Eine klare Leseempfehlung für Thriller-Fans.
Rezensionen von Danshi:
Kleine Lieblinge von Michèle Brunnmeier
Kreative Begleiter durch Frühling und Sommer
Ich mag Kreativbücher, bei denen schon beim Durchblättern die Lust entsteht, selbst etwas auszuprobieren. Hier gibt es zahlreiche Ideen passend zu Frühling und Sommer, bei denen mit unterschiedlichen Materialien und Techniken gearbeitet wird. Unter anderem wird gefilzt, gestrickt und gehäkelt. Die Projekte reichen von kleinen Figuren bis zu dekorativen und praktischen Dingen für Kinder.
Besonders schön finde ich, dass vieles auch für den Jahreszeitentisch gedacht ist. Die Anleitungen sind verständlich beschrieben und werden durch zahlreiche Bilder ergänzt. Ganz ohne Vorkenntnisse ist allerdings nicht jedes Projekt geeignet, denn beispielsweise beim Stricken und Häkeln sind Grundkenntnisse hilfreich. Wer schon viel Handarbeitserfahrung besitzt, könnte manche Ideen dagegen eher einfach finden. Mir gefällt gerade die Auswahl an unterschiedlichen Anregungen. Auch die Gestaltung des Buches mit den vielen Bildern spricht mich an. Ich habe beim Durchsehen einiges entdeckt, das ich gerne selbst ausprobieren möchte. Für mich ist es ein schönes Ideenbuch, das ich im Frühling und Sommer sicher öfter hervorholen würde.
Rezensionen von Danshi:
Autumn Secrets von Sarah Fulmar
Zwischen Cornwall und dem eigenen Lebensplan
Bei einer als cosy Slow-Burn-Romance angekündigten Geschichte hatte ich vor allem mit viel Herbststimmung und einer langsamen Annäherung gerechnet. Penelopes Ausgangssituation fand ich dabei interessant. Eigentlich lebt und arbeitet sie als Unternehmensberaterin in London, wird von ihrem Chef aber zu einer Auszeit gezwungen und landet in St Ives.
Dort übernimmt sie die Organisation der Herbstwanderung und trifft dadurch immer wieder auf Nathan, für den sie bereits als Teenager geschwärmt hat. Er ist dreizehn Jahre älter als sie, Farmer und fest mit St Ives verbunden. Gerade der Gegensatz zwischen ihren Lebensentwürfen gibt der Liebesgeschichte für mich ihren interessantesten Konflikt. Penelope möchte schließlich nicht für eine Beziehung ihr bisheriges Leben aufgeben, während Nathans Lebensmittelpunkt in Cornwall liegt.
Die beiden als Figuren mochte ich grundsätzlich, allerdings hätte ich mir für ihre Geschichte etwas mehr Raum gewünscht. An einigen Stellen ging mir die Entwicklung zu schnell, wodurch mir gerade bei den Gefühlen etwas Tiefe fehlte. Auch insgesamt hätte ich der Geschichte an manchen Stellen gern etwas mehr Zeit gegeben. Der Schreibstil hat das für mich ein gutes Stück aufgefangen, denn er liest sich angenehm, locker und unkompliziert. Auch die angekündigte Herbststimmung war für mich weniger ausgeprägt, als ich zunächst erwartet hatte. Bei mir stand St Ives stärker im Vordergrund als das eigentliche Herbstgefühl. Optisch hat mich das Buch dennoch angesprochen und auf eine gemütliche Geschichte eingestimmt. Ich habe Penelopes und Nathans Geschichte gern gelesen, auch wenn ich mir an manchen Stellen mehr Tiefe und eine ruhigere Entwicklung gewünscht hätte.
Rezensionen von FlipFlopLady007:
Vier Hexen und ein Zufallszauber von Marie Braner
Vier Freundinnen, vier magische Kräfte und jede Menge Chaos
„Vier Hexen und ein Zufallszauber“ von Marie Braner ist eine fantasievolle Geschichte über Freundschaft, Magie und ein großes Abenteuer.
Tessa, Devi und Cleo sind seit ihrer Geburt beste Freundinnen. An ihrem 13. Geburtstag lernen sie Liv kennen, die ausgerechnet am selben Tag Geburtstag hat.
Doch dieser Zufall bleibt nicht der einzige: In der Nacht wird ein alter Bannzauber gebrochen und plötzlich besitzen die vier Mädchen magische Fähigkeiten. Leider können sie diese zunächst überhaupt nicht kontrollieren. Als dann auch noch das Böse in ihrer Heimat auftaucht, müssen sie lernen, ihre Kräfte zu beherrschen und zusammenzuarbeiten.
Besonders gut gefallen haben mir die vier Hauptfiguren. Jede der Mädchen hat eine eigene Persönlichkeit und wirkt dadurch sehr authentisch. Sie haben nicht nur mit der magischen Welt zu kämpfen, sondern auch mit ganz alltäglichen Problemen wie Eifersucht, Streit mit Geschwistern oder familiären Sorgen. Dadurch wirken sie sehr nahbar und ein bisschen wie aus dem echten Leben gegriffen.
Auch die Geschichte hat mir gut gefallen. Sie ist spannend, fantasievoll und an einigen Stellen durch die noch nicht beherrschten Zauberkräfte der Mädchen sogar ziemlich lustig. Besonders interessant fand ich, dass die magischen Fähigkeiten etwas Besonderes sind und nicht einfach jeden Wunsch erfüllen können.
Der Schreibstil ist detailreich und bildhaft. Die vielen Beschreibungen haben mir gut gefallen und lassen die Welt lebendig werden. Gleichzeitig sind die Sätze teilweise recht lang und komplex. Die Altersempfehlung ab 9 Jahren finde ich deshalb passend. Für jüngere Kinder könnte der Text stellenweise etwas zu anspruchsvoll sein; auch einige der gruseligeren Elemente würde ich eher älteren Kindern zutrauen. Die wenigen Schwarz-Weiß-Illustrationen haben mir ebenfalls gut gefallen.
Eine große Botschaft steht für mich nicht im Mittelpunkt. Am ehesten vermittelt die Geschichte, dass man gemeinsam Dinge schaffen kann, die alleine nicht möglich wären. Im Vordergrund steht aber ganz klar das Abenteuer.
Das Ende hält einen großen Cliffhanger bereit. Die Fragen der aktuellen Geschichte werden zwar beantwortet, gleichzeitig wird aber eine neue Frage aufgeworfen, die neugierig auf einen weiteren Band macht.
Fazit: Eine spannende und fantasievolle Geschichte mit sympathischen, authentischen Hauptfiguren und einer schönen Mischung aus Magie, Abenteuer und Alltag. Mich hat das Buch wirklich gut unterhalten, auch wenn es mich nicht ganz vom Hocker gehauen hat.
Rezensionen von Anjulia :
The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro
Über dem Fluss
Die Wahlgeschwister Toshiko, Jun und Mei Kawakami kämpfen im Untergrund von Rainshadow City um Gerechtigkeit. Ihre Tante Reiko, die sie als Kinder adoptiert hat, wurde von der kriminellen Organisation, den Lucky Crows ermordet. Ausgerechnet mit diesen macht die Kaiserin des Archipels Geschäfte. Als Toshiko eine geheimnisvolle Perle stiehlt, setzt sie Ereignisse in Lauf, die Rainshadow City verändern.
Das Setting, in dem The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro spielt, ist sehr japanisch angehaucht. Dabei trifft moderne Technik auf Sonnengeister, magische Artefakte und übernatürliche Fähigkeiten. Die Geschichte wird dabei aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen sind da die Geschwister Kawakami, die sich für Hüterkinder im Elendsviertel außerhalb der Stadtmauer einsetzen. Dann ist da noch das Lucky Crow Mitglied Theo, mit besonderen Fähigkeiten und einem skrupellosen Auftrag, und schließlich der junge Kronprinz Haru, der Sonnengeister sehen kann und die Entscheidungen seiner Mutter bezweifelt. Die Charaktere sind glaubhaft gestaltet. Man merkt die Liebe, die die Autorin ins Worldbuilding und in die Figuren investiert hat. Trotzdem blieb für mich das ganz große Mitfiebern aus, vielleicht weil ich nicht wirklich eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Die Handlung findet innerhalb eines kurzen Zeitraums von wenigen Tagen statt. Es passiert eigentlich viel und die Protagonisten müssen mit wenig Schlaf auskommen. Trotzdem liest sich das Buch eher zäh und langatmig. Letztendlich ist das Buch größtenteils in sich abgeschlossen, bietet aber offene Anknüpfungspunkte für eine Fortsetzung.











