Kunden em pfehlungen
Rezensionen von _ich.lese_:
Darkly von Marisha Pessl
Einfach toll
Die siebzehnjährige Dia hat sich um einen begehrten Praktikumsplatz bei der Lousiana Veda Foundation in London beworben und muss dazu eine ungewöhnliche Frage beantworten. Wofür würdest du töten?
Unter tausenden Bewerbern wird Dia zusammen mit sechs anderen Jugendlichen ausgewählt und kaum in London angekommen, beginnt das Spiel .
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Ein Psychothriller für junge Erwachsene. Und daran würde ich mich auch halten. Das Cover scheint jüngere anzusprechen, aber der Inhalt hat es in sich.
Es klang so spannend, ich wollte es lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Thriller gehören normal nicht zu meinen Favoriten, aber dieser könnte ein Jahreshighlight werden. Absolut spannend und fesselnd geschrieben, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Spannungsbogen war durchweg hoch. Es kam zu einigen Plottwists, einige hätte ich so erwartet, viele kamen für mich völlig überraschend.
Dia war mir von Beginn an sehr symphatisch, aber auch die anderen Mitbewerber waren durchweg interessant und vielseitig aufgestellt. Fpr junge LeserInnen ab 17, 18 Jahren durchaus zu empfehlen, aber man sollte Spannung gut abkönnen.
Ich mochte das Spiele-Setting sehr gerne, es passte für mich so ziemlich alles gut zusammen. Große Leseempfehlung.
Rezensionen von _ich.lese_:
Das Internat für magische Talente. Unruhestifter willkommen! (Band 1) von Nicki Pau Preto
Internatsgeschichte
Das Internat der magischen Talente sammelt Kinder, die an anderen Schule eher für Unruhe sorgen. So kommt auch die zwölfjährige Vin auf diese Schule, da sie an ihrer alten versehentlich einen Klassenraum in Brand gesetzt hat.
In dem Internat lernt Vin jede Menge andere Kinder kennen, denen es ähnlich geht wie ihr.
Denn Vin ist keineswegs ein Unruhestifter, sie hat magische Talente und die werden in dem besonderen Internat unterrichtet und deren Umgang gelehrt.
Ein kunterbuntes Cover, das neugierig macht. Internatsgeschichten gehen es immer und dann noch Magie, das kann nur gut werden. Dachte ich zumindest. So ganz konnte uns die Story aber nicht überzeugen. Wobei Vin eine ganz wunderbare Kinderbuchheldin ist. Sie ist nämlich weit entfernt von perfekt. Sie ist chaotisch, unsicher, manchmal etwas vorlaut, sie sehnt sich einfach nach einem Ort, an dem siw zur Ruhe kommen kann, nicht besonders ist und nicht aös Unruhestifterin abgestempelt wird. Sie möchte so gerne normal sein.
In dem Internat scheint es zunächst so, als käme sie zur Ruhe, aber da ist etwas, was ihr und anderen gedährlich werden kann.
Eine gelungene Mischung aus humorvoller Spannung mit einem Hauch Magie. Dennoch hat mir das gewisse Etwas, die Spitze gefehlt. Aber trotzdem eine tolle Story, die zu lesen richtig Spaß gemacht hat. Gerne mehr davon..
Rezensionen von gabiliest:
Die heimlichen Heldinnen des Stoffwechsels von Stephan Barth
Wunderwerke Mitochondrien
Dr. Stephan Barth ist ein ausgewiesener Fachmann auf den Gebieten der Medizin, Zellbiologie, Ernährungswissenschaft und Toxikologie. In seinem neu erschienenen Buch “Die heimlichen Heldinnen des Stoffwechsels” beschreibt er das Wunderwerk der Mitochondrien, die in jeder Körperzelle nicht nur als Kraftwerk fungieren, sondern auch Auswirkungen auf Nerven, Hormone und Gene haben.
Der Autor bezeichnet die Mitochondrien als Superheldinnen- ja, die weibliche Formulierung passt, denn die Mitochondrien werden ausschließlich von der mütterlichen Eizelle beigesteuert.
Das Buch überzeugt mit seinem klaren Aufbau. Teil eins und zwei beschäftigen sich in amüsanter und wissenschaftlich fundierter Weise mit der Entstehung der Mitochondrien und verblüffen mit ihrer schier unglaublichen Zahl von 100 Billiarden (der Autor gibt uns eine Hilfe: Das ist eine Eins mit siebzehn Nullen). Man könnte auch sagen: Alle Mitochondrien eines menschlichen Körpers hinter einander gelegt ergeben eine Strecke von der Erde bis zur Sonne. Für mich waren diese Zahlen erstaunlich, denn man bedenkt gar nicht, welche unglaublichen Stoffwechselprozesse unter der Oberfläche im ganz normalen Alltag ablaufen. Auch war mir bisher nicht bewusst, dass Mitochondrien erschöpft sein können, ein Grund für Müdigkeit und Krankheit. Kernelement des Stoffwechsels ist also nicht Energieerzeugung, sondern Energieumwandlung durch die Mitochondrien. Zudem verfügt der Körper über die für Laien unerwartete Fähigkeit, Mitochondrien zu regenerieren. Genau das ist die Aussage des Buches: Pflege deine Mitochondrien, um lange gesund zu leben. Diese Teile des Buches sind für Laien vielleicht etwas schwierig, aber es lohnt sich, sie auch ein zweites Mal zu lesen. Unterstützt werden die Ausführungen durch sehr gelungene und anschauliche Illustrationen von Lea Hümbs.
In den Teilen drei und vier fand ich sehr hilfreiche Tests, um den eigenen Energiestatus zu überprüfen. Diese bieten einen guten Anhaltspunkt, welche Problemstellen im Alltag vielleicht verbessert werden sollen. Im letzten Teil finden sich konkrete und detaillierte Anleitungen, was man selbst zur Mitochondriengesundheit beitragen kann. Dabei habe ich festgestellt, dass sich einzelne Schritte im Alltag sehr leicht umsetzen lassen, zum Beispiel Kakao zu trinken und Nüsse zu essen. Auch die Bewegungseinheiten beginnen mit kleinen “Snacks” von einigen Minuten, die mit der Zeit je nach persönlichen Möglichkeiten ausgeweitet werden können.
“Die heimlichen Heldinnen des Stoffwechsels” ist ein Buch, das für Laien wie für Fachleute einen sehr guten und wissenschaftlich fundierten Überblick über das Thema Mitochondriengesundheit bietet. Im Text finden sich “ deep dive” Abschnitte, wo man einzelne Zusammenhänge sehr detailliert erklärt bekommt. Wer das zu kompliziert findet, liest einfach darüber hinweg. Am Ende des Buches befindet sich zudem ein ausführliches Quellenverzeichnis.
Ich habe das Buch fordernd, aber auch sehr hilfreich gefunden. Einerseits erklärt es Zusammenhänge aus wissenschaftlicher Sicht, die wirklich erstaunen lassen, andererseits bietet es aber auch für Laien eine gut verständliche Anleitung zur Verbesserung der eigenen Gesundheit und Langlebigkeit. Daher gebe ich gerne eine Leseempfehlung ab und bewerte das Buch mit fünf Sternen.
Rezensionen von _ich.lese_:
Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden von Lynn Painter
Warmherzige Geschichte über Wünsche
Monatelang hat sich Emma auf den Sommer ihrer Wünsche vorbereitet, hat akribisch den Rat ihrer Oma verfolgt und das alles nur, damit ihre Wünsche endlich in Erfüllung gehen. Beliebt,cool und schön möchte sie sein, ihre Mama soll endlich einen Mann kennenlernen, einfach ein schönes, zufriedenes Leben.
So hat Emma es sich ausgemalt, aber es kommt anders. Irgendwas scheint schiefgegangwn zu sein, denn nciht ihre Wünsche werden erfüllt, sondern die den neuen, extrem nervigen Jackson
Alleine schon das Cover ist so vielversprechend, der Klappentext machte neugierig und so wollte und durfte ich es lesen. Und es hat mir gefallen, abet so richtig. Humorvoll, berührend und am Ende siegt die Freundschaft. Genau was ein Kinder-/Jugendbuch braucht. Die Story nimmt mich als Leser mit, die Kapitel haben eine gute Länge und der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Für mich und meine kleine Schwester war es gute Unterhaltung, wir haben mirgefiebert und uns prima amüsiert.
Ein Abenteuer fürs Herz, für LeserInnen ab zehn absolut zu empfehlen.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Pina fällt aus von Vera Zischke
Berührende Geschichte über Menschlichkeit
Nach dem erfolgreichen Debüt "Ava liebt noch" von Vera Zischke hat der List Verlag nun "Pina fällt aus", den neuen Roman der Autorin, veröffentlicht.
Pina Luxen ist Mitte vierzig, gelernte Floristin und arbeitet in einem Callcenter. Seit 20 Jahren kümmert sich die Alleinerziehende liebevoll und aufopfernd um ihren Sohn Leo, der autistisch ist und in seiner eigenen Welt lebt, zu der nur seine Mutter Zutritt hat.
Sein Alltag besteht aus festen Routinen und Ritualen. So steht er morgens erst auf, wenn eine grüne Blase in seiner Lavalampe aufsteigt, als Frühstück akzeptiert er nur Frosties. An jedem Werktag wird er vom Busfahrer Harry abgeholt, der ihn zur Werkstatt fährt, in der Schrauben und Muttern miteinander verdreht werden. Einmal pro Woche kauft Pina für ihre 86-jährige Nachbarin Inge ein, währenddessen passt diese auf Leo auf. Bei einem dieser Einkäufe bricht Pina mitten auf der Straße zusammen und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Ihre Nachbarin macht sich Sorgen, als sie nach 1 1/2 Stunden immer noch nicht zurück ist, und auch Leo wird zunehmend unruhig. Als die Polizei ihr mitteilt, dass Pina sich einer Notoperation unterziehen musste und noch lange im Krankenhaus bleiben muss, stellt sich die Frage, wer sich um Leo kümmert.
Außer Pina und Leo lernen wir die drei Nachbarn kennen, die ganz plötzlich einer neuen Aufgabe gegenüberstehen. Da ist die 86-jährige, des Lebens müde gewordene Inge Russeck, die seit fünf Jahren verwitwet ist und das Haus nicht mehr verlässt, und da ist der eigenbrötlerische Wojtek Borszcykowski aus dem Erdgeschoss, der sich im Internet in die Russin Jurika verliebt hat und ihr überteuerte Kristalltiere abkauft. Eine wesentliche Rolle spielt die 16-jährige Zola Sentheimer, die eigentlich Alina heißt. Sie hat die Schule abgebrochen und ihre Ausbildung im Backshop gar nicht erst angetreten. Ganze Nächte hindurch spielt sie Computerspiele in der Wohnung, in die sie ihr wohlhabender Vater, dem das Mietshaus gehört, einquartiert hat.
Die Geschichte ist in schöner klarer Sprache mit viel Empathie und feinem Humor erzählt und liest sich sehr flüssig. Die Autorin, die selbst ein autistisches Kind hat, beschreibt liebevoll ihre Protagonisten mit all ihren Eigenarten und Sehnsüchten. Es war schön zu lesen, wie die Hausbewohner über sich selbst hinauswachsen und sich ihrer neuen Aufgabe stellen, nachdem sie anfangs abweisend und hilflos reagiert haben. Jeder bringt sich auf eine andere Art ein, sie ergänzen sich und wachsen immer mehr zusammen. Ich hatte großes Mitgefühl mit Leo, der ganz plötzlich aus seinem gewohnten Alltag herausgerissen wird und lernen muss, ohne seine Mutter zurechtzukommen. Die Entwicklung der Figuren ist großartig dargestellt, ganz besonders die von Leo und der rebellischen und zornigen Zola.
Das Buch, in dem es um Nächstenliebe und Fürsorge, Zusammenhalt, Inklusion und Verantwortung geht, hat mir sehr gut gefallen. Es hat mich von Beginn an gefesselt und berührt, und es zeigt einmal mehr mit aller Deutlichkeit auf, wie belastend pflegerische Tätigkeiten innerhalb der Familie sind und welche gravierenden Lücken unser Versorgungssystem aufweist.
Absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Lesemama:
Cruel Sin – Sein Besitz, seine Regeln | Enemies to Lovers Dark Mafia Romance von Mira Bates
Vertraue niemanden
Zum Buch:
Georgia lebt bei ihrem Onkel, aber sehr im Verborgenen, denn niemand darf ihren echten Namen erfahren. Dann stirbt ihr Onkel, Luca Ombriani kommt um Schutzgeld abzuholen und plötzlich schwebt Geogias in Gefahr ihr Geheimnis zu verlieren.
Meine Meinung:
Normalerweise lese ich Mafia-Dark-Romance zwischendurch mal ganz gerne, auch wenn es natürlich nicht meinem Lebensstil und meiner Meinung entspricht, wie mit den Frauen umgegangen wird, aber es ist fiktiv, es entspricht nicht dem wahren Leben.
Dieses hier konnte mich aber überhaupt nicht mitnehmen.
Die ersten 80 Seiten passierte gefühlt nichts. Goergia hat ihr Geheimnis und große Angst das Luca es entdeckt und taucht daher in sich selbst, was Luca extrem stört. Und das war es schon? Es wird dermaßen um den heißen Brei drumrum geredet, das für mich keine Spannung aufkam. Auch Lucas Vergangenheit wird nur angedeutet. Kurzum, die Story hätte durchaus Potenzial, wenn ein wenig in die Tiefe gegangen wäre. Es wird nichts richtig auserzählt und das tatsächlich bis zum Ende nicht, bei dem es immerhin zu einem großen Showdown kommt. Aber letztendlich konnte mich die Story einfach nicht unterhalten und blieb weit hinter meiner Erwartung zurück.
Rezensionen von saskia13120:
Red Star Rebels von Amie Kaufman
Tolle Grundidee mit viel liegen gebliebenen Potential
"Red Star Rebels" ist ein Scince Fiction Roman von Amie Kaufman, von dem ich nach Klappentext und Leseprobe dachte, dass er Potential zu einem Jahreshighligt haben könnte. Leider wurden meine Erwartungen jedoch nicht erfüllt und ich blicke mit gemischten Gefühlen auf dieses Buch zurück.
Begeistert haben mich von Anfang an das schöne Cover, welches einen atmosphärisch direkt auf den Mars fliegen lässt.
Auch die Aussage, dass das Setting und die Umstände von NASA-Wissenschaftlern als glaubwürdig eingestuft wurden und durchaus in der Zukunft so passieren könnte, fand ich sehr interessant und ließen mich gespannt auf das Buch blicken.
Die ersten 50 Seiten haben einen dann auch direkt mitten in die Geschichte geschmissen. Die Basis auf dem Mars muss evakuiert werden und durch unglückliche Umstände werden Cleo und Hunter zurückgelassen und bangen direkt mal ums Überleben. Der Einstieg ist gut gelungen und lässt einen zwar zügig in die Geschichte eintauchen, aber nicht das Gefühl haben mit dieser überfordert zu sein.
Danach geht es dann aber los mit Längen, dann wieder viel zu viel Hektik die das technische Verständnis außen vor lässt und zum Schluss ein Ende, welches hastig in viel zu wenig Seiten abgearbeitet wird.
Ich kam teilweise echt nicht hinterher, es wurde sich einfach viel zu wenig Zeit für die technischen und baulichen Gegebenheiten genommen und meiner Meinung nach zu viel als Gegeben vorausgesetzt.
Über die Protagonisten erfährt man zwar im Laufe der Geschichte einiges, auch was ihre Vergangenheit betrifft, trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sie mir beide eher fremd geblieben sind.
Auch die Liebesgeschichte der beiden wirkte auf mich eher erzwungen, die Wendung von Abneigung zu völliger Zuneigung kam sehr plötzlich.
Was mich beim Lesen leider extrem gestört hat ist das Gendern mit Gendersternchen. Ich Zitiere hier einmal kurz:
"Mir ist gerade klar geworden, dass wir hier (...) über unsere Zwei-Personen-Rebellion gegen ein Top-Söldner*innenteam reden und dabei Kekse essen. Wir sind keine Actionheld*innen."
Ich hoffe wirklich, dass sich das nicht auf Dauer in Romanen durchsetzt. In wissenschaftlichen Texten mag das ja seine Berechtigung haben, aber in der Unterhaltungsliteratur stört es einfach ungemein den Lesefluss.
Und wenn es schon Gendergerecht sein soll, warum schaut man dann nicht, dass man eine Lösung ohne unnötige Sonderzeichen sucht? Statt Geldeintreiber*innen könnte man z.B. Geldeintreibende nutzen und ansonsten erfüllt das generische Maskulinum meiner Meinung nach immernoch seinen Zweck.
Insgesamt hat mich "Red Star Rebels" zwar nicht schlecht unterhalten, die Geschichte hatte aber definitiv ihre Schwächen und hat ihr Potential bei weitem nicht ausgenutzt. Sehr schade, denn die Grundidee und Storyline zusammen mit den wissenschaftlichen Hintergründen ist echt klasse!
Rezensionen von Streiflicht:
Glitch - Entkommst du dem Spiel? von Petra Felsner
Gelungener Quereinstieg
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, auch wenn ich die Reihe und Nora bisher nicht kannte. Da bin ich dann immer im Zweifel, ob ich noch gut reinkomme. Hier ist mir der Quereinstieg aber bestens gelungen und ich würde sagen, dass man dieses Buch sehr gut lesen kann, ohne die Vorgänger zu kennen. Auch wenn mich das Buch gleichzeitig neugierig darauf gemacht hat, was Nora bisher so alles erlebt hat.
Aber das kann ich ja noch nachholen.
Der Titel sagte mir nichts, ergibt sich dann aber aus dem Inhalt des Buchs und das hat mir sehr gut gefallen. Ich mag es, wenn Cover, Titel und Inhalt so schön zusammenpassen, wie es hier gelungen ist. Ich selbst bin keine große Gamerin, aber durch meinen Bruder kenne ich einiges und da war es natürlich umso spannender, hinter die Kulissen zu schauen.
Ich bin selbst altersmäßig eher nicht die Zielgruppe, aber aus meiner Perspektive, ist das Buch toll geschrieben. Die Jugendsprache passt gut, scheint nicht übertrieben oder seltsam und passt auch zum Inhalt bzw. Thema. Ich fand es etwas seltsam, dass Nina hier eher eine Randfigur ist, aber wirklich gestört hat mich das nicht. Die Geschichte selbst ist spannend und ein bisschen verschlungen, sodass man nicht sofort kapiert, was alles im Hintergrund wirklich passiert. Das fand ich toll und spannend bis zum Ende. Auch eine Prise Humor und ein bisschen Lovestory sind dabei, sodass man einen tollen Gegenpunkt zur actionreichen Hauptgeschichte hat. Für mich rundum gelungen, gerne möchte ich mehr von Nora erfahren!
Rezensionen von Streiflicht:
Was dein Leben leichter macht von Sina Haghiri
Sollte jeder lesen
Wie schon beim ersten Buch dieses Autors habe ich immer und immer wieder beim Lesen gedacht, dass jeder dieses Buch lesen sollte. Es hat soviel Wissenswertes, Weises und Hilfreiches in sich - da wird der Alltag auf jeden Fall einfacher. Manchmal wünschte ich mir, wir hätten in der Schule solche Themen behandelt oder solche Bücher gelesen.
Es wäre so wichtig zu verstehen, wie wir und unsere Mitmenschen ticken, warum man manchmal auf der falschen Fährte ist, und wie es so einfach sein könnte, wenn man manche Mechanismen kennt und umschiffen oder austricksen kann.
Mir hat auch die Aufmachung des Buchs sehr gut gefallen. Das sehr persönliche Vorwort des Autors, die vielen praktischen Beispiele, die leicht verständlich erklären, worum es genau geht. So kann man schnell verstehen, was gemeint ist. Unter den Überkapiteln Alltag, Psyche, Gesellschaft und Gesundheit finden sich so viele Tipps, dass man das Buch immer wieder zur Hand nehmen kann. Man muss es nicht chronologisch lesen, sondern kann sich das Kapitel heraussuchen, das einen gerade am meisten interessiert, oder das hilfreich sein könnte.
Fasziniert hat mich eigentlich alles, auch wenn ich natürlich manche Abschnitte ganz besonders genossen und regelrecht aufgesaugt habe. Mein Interesse für die menschliche Psyche besteht schon lange und ich habe sogar im Nebenfach Psychologie studiert, das aber nie beruflich weiter verfolgt. Dafür begeistern mich solche Bücher umso mehr.
Für mich ein absolutes Highlight, das ich nur empfehlen kann. Gerade wenn es um Nachsicht mit sich selbst und anderen, um Verständnis und Verantwortung, aber auch ein angenehmes Leben geht, kann dieses Buch viele hilfreiche Tipps geben. Vieles spielt sich in unserem Kopf ab und da können wir dann immer ein bisschen Hilfestellung gebrauchen. Ich freue mich schon jetzt darauf, das Buch nochmal zu lesen!
Rezensionen von Igela:
Der Tag, an dem ich sterbe von Federico Axat
Zurück in die Zukunft
Anna de Marchi ist verliebt in ihren Freund Oliver Cohen und trotzdem ermordet sie ihn im Haus seiner Eltern. Nach dem Mord verschwindet die junge Frau, hinterlässt nur eine Notiz mit einem Datum.
Zwei Jahre später und genau an dem notierten Datum wird sie gefunden. Bewusstlos am Ufer eines Sees.
Ihr fehlt die Erinnerung an den Mord, überhaupt kann sie sich nicht mehr an die Vergangenheit erinnern.
Anna wird in die psychiatrische Klinik Lavender Memorial eingewiesen. Doch die behandelnde Ärztin, Dr. Julia Katz, ist überzeugt, dass die Antwort, weshalb Anna gemordet hat, ausserhalb der Klinik zu finden ist. Dr. Katz schafft Anna auf eine Farm, was Annas Erinnerungen beeinflusst.
Ich benötigte 200 Seiten bis ich den Plot einigermassen verstanden habe. Die ersten 200 Seiten empfand ich als wirr und undurchschaubar. Ich hatte ständig das Gefühl, der Geschichte nicht folgen zu können. In diesem Teil musste ich mich ganz schön durchbeissen. Ich mag es nicht, wenn die Zeitebenen nicht klar sind oder ich ganze Passagen nicht einordnen kann. Ohne zu viel zu verraten, liegt genau hier das Zentrum dieses Psychothrillers, wie ich dann Mitte Buch begriffen habe. Was dann kommt, ist genial und habe ich so noch nie gelesen in einem Thriller. Aber eben, bis ich an diesem Punkt angelangt war, musste ich mich durchkämpfen. Es lohnt sich allemal.
Vorahnungen, Erinnerungen, Realität, Träume, Zukunftsvisionen, Einbildung: damit spielt der Autor und als Leser ist man ständig damit beschäftigt, alles entsprechend einzusortieren. Es geht leicht in die Richtung Fantasy und man sollte sich auf Grundthema Vorahnungen einlassen können. Es vermischen sich Passagen, die Anna im Jetzt erlebt mit Szenen aus der Vergangenheit und Erlebnissen in der Gegenwart. Das konnte ich nicht immer klar einreihen und manchmal war die Verwirrung gross.
Die Figuren, die im Mittelpunkt stehen, konnte ich sehr lange nicht einschätzen. Allen voran Anna, die ihren Freund ermordet haben soll und sich nun in der psychiatrischen Klinik befindet. Spielt sie ihrem Umfeld etwas vor oder hat sie wirklich keine Ahnung, was vor zwei Jahren geschah?
Ebenfalls ein Mysterium für mich war Dr. Julia Katz. Was verbirgt sie vor ihrer Patientin? Was steckt hinter der Beziehung zu ihren drei Kindern? Carla, die aus der ersten Ehe ihres Mannes stammt. Der neunjährige Martin, der spürt, dass seine Mutter zu ihm auf Distanz geht. Oder dem Nachzügler, Baby Aaron, dem sie die meiste Aufmerksamkeit schenkt. Sachen, die erst beim "Blick in die Zukunft" nachvollziehbar werden und ein Highlight der Geschichte sind.
Federico Axat spielt in diesem Psychothriller mit den Zeitebenen. Wo die Geschichte in der Handlung steckt, war mir nicht immer ganz klar. Dazu hätte ich mir, anstelle dieser kryptischen Zeitangaben, klare Ansagen bei Kapitelbeginn gewünscht.











