Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gute_Laune:
Insel der Ratten von Jo Nesbø
Du hast die Wahl
Eine unvergleichliche Pandemie hat alles verändert. Es herrscht gnadenlose Endzeitstimmung. Jeder versucht, notfalls auch mit Gewalt, zu überleben. Jeder gegen jeden, selbst Familie zählt fast nichts mehr. So erlebt Colin Lowe, der sich auf die Insel der Ratten zurückgezogen hat, wie sein eigener Sohn Brad Mitglied einer Bande ist und selbst Colins besten Freund Will und dessen Tochter nicht verschont.
Und als Will auf Rache sinnt, ist klar, dass es um Leben und Tod gehen würd. Endgültig steuert alles zurück auf die Steinzeit zu.
Die Story ist knallhart und schonungslos. Das muss man verkraften können. Sie wird im Wechsel von Will und Yvonne, einem Mitglied der Straßengang Chaos, erzählt. Beide sind extrem unterschiedlich und haben doch so viel gemeinsam. In beiden Strängen gibt es überdeutliche Schilderungen brutalster Szenen. Mir gefällt das nicht. Ich finde es wesentlich besser, wenn es nur Andeutungen gibt und das Kopfkino arbeitet. Zudem wirkt diese Art der Schilderung einfach nur billig und reißerisch.
Die Psychospielchen einiger Figuren sind raffiniert. Gut und Böse vermischen sich im Endzeitszenario extrem und die Übergänge sind fließend. Ich hatte immer so ein wenig die Mad Max Filme vor Augen. Muss man im richtigen Moment und Kontext genießen, dann macht es auf gewisse Weise Spaß, ist großartige Unterhaltung. Schon aufgrund der vielen Gewalt kann ich mich mit keiner Figur wirklich intensiv anfreunden. Will ist da schon speziell. Er will Rache, bleibt aber durch und durch Jurist. Da mag man schon fast Winkeladvokat denken. Entsprechend läuft dann auch die Story auf einen ganz bestimmten Punkt zu. Absehbar? Vielleicht nicht so ganz. Überraschend? Auch nicht wirklich. Auf erschreckende Weise ist die Story einfach nur logisch.
Der Einband des Buches ist auffällig. Es ist diese Pappe, wie sie oft bei Kinderbüchern verwendet wird. Ehrlich gesagt gefällt mir das nicht. Dann lieber ein Taschenbuch. Der Preis für die 208 Seiten ist auch mutig, wie ich finde!
Oliver Siebeck und Jenny Laura Bischoff machen als Sprecher in der Hörbuchfassung einen guten Job. Gerade nordische Autoren höre ich oft lieber, als sie zu lesen. Hier hatte ich mal wieder die Gelegenheit, beide Varianten genießen zu können. Insgesamt kann ich doch noch vier Sterne geben, weil das Ende schon schlau eingefädelt ist.
Rezensionen von Katrin:
Red Star Rebels von Amie Kaufman
Reise zum Mars
Das Cover sieht genauso aus, wie ich mir den roten Planeten und Raumfahrerinnen als Kinder immer ausgemalt hatte. Mir gefällt es daher sehr gut.
Story:
Hunter reist, ohne es Irgendjemanden gesagt zu haben zum Mars. Sein Ziel die GravesUP Industries.
Zwischenstopp auf Pax, einer UN-Orbitstation.
Als er gerade registriert werden sollte, erfährt er, dass der Weitertransport aufgrund Sandstürme sich verzögern wird.
Plötzlich Panik. Der Evakuierungston erklingt und der Alarm wird immer wieder abgespielt. Jeder soll die Station verlassen, da sie kontaminiert wurde und entlüftet werden muss.
Er läuft zu den Rovern, doch einen Platz findet er nicht sofort. Immer wieder die Durchsage zu evakuieren. Selbst in den Rover für Besucher kommt er nicht, da die Registrierung nicht abgeschlossen wurde. Alle verlassen die Station.
Er hat Lebensangst und ruft immer wieder um Hilfe durch sein Headset.
Cleo ist illegale Einwanderin auf der Pax und in einen Raumanzug gequetscht versteckt. Sie hört ihn und eilt ihm nachdem sie seinen Namen hörte zu Hilfe. Auf der Suche nach weiterem Personal gelangen sie zur Brücke. Hunter kennt das Programm und sucht nach einem Weg die Entlüftung abzubrechen, doch dabei stellt er fest, die Evakuierung ist zwar gestartet, doch mehr passiert nicht.
Plötzlich öffnet sich eine Schleuse. Das Personal kehrt zurück, oder?
Fazit:
Der Schreibstil ist echt toll. Man ist ohne große Einleitung sofort im Geschehen und es geht direkt los mit Spannung. Viele Dialoge und Kapitel im Wechsel zwischen den beiden Hauptprotagonisten gefallen mir sehr gut. Ich hatte beim lesen aber irgendwie das Gefühl die Geschichte in eine ähnlichen Art bereits gesehen oder gelesen zu haben. Nichts destotrotz hat mir das Buch sehr gefallen und ich empfehle es weiter.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser*in:
Aftermyth - Penelope und die Prüfung der Götter von Tracy Wolff
Testleserin HANNAH, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Götzis)
Testleserin HANNAH, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Götzis)
In diesem Buch geht es um Penelope, die zusammen mit ihrem Zwillingsbruder an die Anaximander-Akademie kommt. Ihr ganzes Leben war sie sich sicher, dass sie ins Athena-Haus gehört, denn sie ist klug, zielorientiert und strukturiert.
Doch es kommt alles anders. Zuerst verliert sie ihren Bruder auf der Brücke zur Schule und kommt zu spät zur Eröffnung. Und das Schlimmste: Sie kommt nicht zu Athena, sondern ins Haus der Aphrodite! Obwohl Penelope doch eigentlich gar nicht chaotisch ist, oder? Außerdem scheinen ihre Heldenaufgaben unlösbar und ihre Muse komplett chaotisch. Wie soll sie nur klarkommen?
Ich fand das Buch gut. Leider war es für mein Gefühl jedoch ziemlich chaotisch, weil mir Infos der Charaktere fehlten und die Welt, in der das Buch spielt, zu wenig erklärt wird. Aber ich fand die Idee echt gut und die Figuren waren alle sympathisch. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Brombeerblaue Tage von Simone Veenstra
Guter solider Roman mit Luft nach oben
Die Inhaltsbeschreibung zu diesem Buch klang ganz interessant. Und dass es auf Rügen spielt hat mich dazu bewogen das Buch zu lesen. Das Buch hat genau das gehalten was die Inhaltsbeschreibung versprochen hat. Elisa kehrt Berlin den Rücken und hütet auf Rügen das Haus ihres Vaters, der ins Krankenhaus muss.
Sie versucht dort sich um das Haus und auch um ihre nicht so gute Beziehung zu ihrem Vater zu kümmern. Die Gefühle von Elisa sind gut beschrieben und man kann als Leser mit ihr mitempfinden. Am Anfang bis zur Mitte hin habe ich mich ein bisschen schwer mit dem Lesen getan, aber zum Schluss hin war ich dann doch neugierig wie es wohl ausgehen wird. Ich persönlich fand es teilweise etwas zu langatmig geschrieben, da wäre weniger mehr gewesen. Was mir doch recht gut gefallen hat, und auch passend zum Roman war, waren die Beschreibungen zu bestimmten Pflanzen.
Das Cover finde ich stimmig, auch passend zum Inhalt des Buches, gestaltet.
Rezensionen von milky:
Dragon Cursed - Zeig keine Gnade (Deluxe-Ausgabe) von Elise Kova
Spannender Fantasyroman
Das Buch "Dragon Cursed" von Elise Kova handelt von der 18-jährigen Isola, die zusammen mit weiteren 18-jährigen ein Tribunal durchlaufen muss, um in ihrer Heimatstadt Vingard als Vollbürgerin zu gelten. Neben Isola nimmt unter anderem ihre beste Freundin Saipha und Lucan teil, der Isola seit längerem beschattet.
Das Tribunal dient vor allem dazu, diejenigen auszusortieren und zu töten, die den Drachenfluch in sich tragen.
Erzählt wird in der Ich-Perspektive und chronologisch in einem Zeitstrang.
Zu Beginn war es trotz Ich-Perspektive schwierig für mich, in die Geschichte einzutauchen. Nach einiger Zeit hat sich das jedoch gelegt und ich habe eine gute Verbindung zu Isola und den Geschehnissen aufbauen können. Die letzten 150 bis 200 Seiten waren total spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Handlung im zweiten Buch der Dilogie weitergehen wird.
Rezensionen von nil_liest:
Löwe von Sonya Walger
Der Löwe, der fiel – und der Schatten, in dem eine Tochter erwachsen wird
Es gibt Väter, die einen Raum betreten. Und es gibt Väter, die ein ganzes Universum mitbringen. Der Vater in Löwe gehört zur zweiten Sorte. Er ist Polospieler und Rennfahrer, Gefängnisinsasse und Fallschirmspringer, Verführer und Träumer – ein Mann, der lebt, als seien Regeln lediglich Vorschläge.
Für seine Tochter ist er lange Zeit kein Mensch, sondern ein Mythos. Einer, der immer wieder auftaucht, strahlt und verschwindet. Einer, der die Schwerkraft außer Kraft zu setzen scheint – bis auch er fällt.
Sonya Walger erzählt von einer Kindheit im Dazwischen: zwischen England und Südamerika, zwischen Sehnsucht und Enttäuschung, zwischen dem Wunsch nach Zugehörigkeit und einem Vater, der nie lange an einem Ort oder bei einer Familie bleibt. Die Erzählerin besucht ihn in seinen immer neuen Leben, in seinen neuen Beziehungen und Familienkonstellationen – und sucht dabei eigentlich nur eines: ein Zuhause, das nicht sofort wieder zerfällt.
Was dieses Buch so besonders macht, ist seine Perspektive. Walger blickt erst dann wirklich auf ihren Vater, als sie selbst Mutter wird. Plötzlich wird der schillernde Löwe nicht mehr nur als Vaterfigur betrachtet, sondern als Mensch mit eigener Geschichte, eigenen Brüchen und einer beinahe manischen Sehnsucht nach Freiheit. Die Liebe zu ihm bleibt dabei ein Paradox: tief und unerschütterlich, obwohl sie immer wieder verletzt wird.
Und genauso paradox ist auch der Ton des Romans. Die Sprache besitzt etwas Schwebendes, Tastendes, das sich kaum greifen lässt und gerade deshalb so eindringlich wirkt. Walger schreibt nicht chronologisch, sondern in Erinnerungsbewegungen. Gegenwart und Vergangenheit greifen ineinander wie Wellen, die sich überlagern. Kindheitsszenen wechseln mit Episoden aus der Jugend der Eltern, Orte und Zeiten verschieben sich. Dieses Erzählen verlangt Aufmerksamkeit – aber es belohnt sie mit einer außergewöhnlichen Intensität. Man liest nicht einfach eine Familiengeschichte; man setzt Stück für Stück ein Mosaik zusammen, dessen Bild sich erst allmählich offenbart.
Auch atmosphärisch ist Löwe bemerkenswert. Das Buch trägt die Farben seiner Schauplätze in sich: das graue England, das Weite und die Wärme Südamerikas, das Gefühl von Bewegung und Rastlosigkeit. Über allem liegt eine fiebrige Energie, als könnte jederzeit ein weiterer Aufbruch bevorstehen. Gleichzeitig zieht sich eine tiefe Melancholie durch die Seiten. Denn jeder Neuanfang des Vaters bedeutet für die Tochter auch einen weiteren Verlust.
Löwe ist letztlich kein Denkmal für einen außergewöhnlichen Mann. Es ist das Porträt einer Bindung, die sich jeder Vernunft widersetzt. Ein Roman darüber, wie Kinder ihre Eltern zugleich bewundern und betrauern, wie Liebe und Verletzung oft denselben Ursprung haben und wie man ein Leben lang versucht, sich von einem Menschen zu lösen, der längst Teil des eigenen Innersten geworden ist.
Rezensionen von gerlisch:
Dinghai Fusheng Records. Buch 1 von Fei Tian Ye Xiang
Fantastische chinesische Mythologie
Dinghai Fusheng Records war für mich ein besonderes Leseerlebnis, denn es war mein erstes Danmei. Faszinierend war es auf jeden Fall, aber am Ende leider nicht ganz das Richtige für mich.
Der Roman beeindruckt zunächst durch seinen umfangreichen Weltenaufbau und die tief verwobene chinesische Mythologie.
Fei Tian Ye Xiang schafft hier einen historischen Rahmen, der die Geschichte enorm atmosphärisch macht. Gleichzeitig war genau das für mich die größte Hürde, denn die Fülle an Details und kulturellen Informationen liest sich stellenweise eher wie ein Geschichtsbuch als wie ein Roman. Interessant, aber für meinen Geschmack zu viel des Guten.
Auch die anspruchsvolle Erzählstruktur hat mich gefordert. Der Stil wirkt oft gestelzt und abgehackt, und ich hatte immer wieder das Gefühl, etwas überlesen zu haben. Manche Szenen springen so abrupt, dass man vor vollendete Tatsachen gestellt wird, ohne den Weg dorthin nachvollziehen zu können. Das erschwert den Zugang zur Handlung und zu den Figuren.
Dabei sind die Figuren eigentlich spannend angelegt: Chen Xing, erst 16 Jahre alt, unbedarft, leichtfüßig und mit einem Herz aus Gold, ist sofort sympathisch. Und Xiang Shu, sein widerwilliger, stolzer Schutzpatron, ist ein starker Krieger, der Chen Xing auf Abstand hält und doch blitzen zwischen den beiden immer wieder zarte Emotionen auf.
Trotz dieser interessanten Dynamik blieben mir die Charaktere insgesamt jedoch seltsam fern. Ich konnte keine echte Bindung zu ihnen aufbauen, obwohl das Potenzial dafür eindeutig vorhanden ist.
Was der Roman aber zweifellos bietet, ist eine ereignisreiche, abenteuerliche Story, gefüllt mit Action, Magie, Intrigen und einer Welt, die vor Ideen überquillt. Für mich persönlich war es jedoch nicht das passende Buch, und ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen. Für Fans des Genres ist das Buch aber absolut empfehlenswert.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser*in:
Magicalia von Jennifer Bell
Testleser VALENTIN, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Telfs)
Testleser VALENTIN, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Telfs)
Im weit entfernten England leben Bitsy und ihr Freund Kosh in der Stadt Oddingham. Als die zwei gerade einen Podcast aufnehmen wollen, taucht plötzlich ein seltsames Geschöpf auf und frisst die ganze Wäsche. Kurz darauf verschwindet Bitsys Vater spurlos.
Kosh entdeckt ein Buch, das "Magicalia" heißt, mit dessen Hilfe man magische Wesen (genannt Magicore) heraufbeschwören kann. Um Bitsys Vater zu retten, müssen die zwei lernen, selbst Magicores hervorrufen. Können sie das schaffen?
Das Buch von Jennifer Bell hat mir sehr gut gefallen. Es ist witzig und spannend geschrieben. Sollte es einen zweiten Teil geben, würde ich ihn gerne lesen.
Rezensionen von Lese-Abenteurerin:
Ploatzlich tot von Tim Frühling
Cosy Crime mit Lokalkolorit
Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Ploatzlich tot“ ein spannender Cosy Crime mit viel Lokalkolorit der Gegend um die Kuppenrhön gut gelungen.
Die beiden Bad Hersfelder Kommissare Daniel Rohde und Brigitte Schilling, die auch seit kurzem privat ein Paar sind, nehmen nach dem Tod an einem Ortsvorsteher die Ermittlungen auf.
Dabei müssen sie sich nicht nur gegen die Ermittler aus der benachbarten Stadt durchsetzen, die zu diesem Fall ebenfalls hinzugezogen wurden, sondern auch jede Menge Verdächtige befragen. Bald schon stecken sie in einem Geflecht von Seilschaften und Lügen und alten Geheimnissen und haben alle Hände voll zu tun, um den wahren Täter zu finden.
Was mir an diesem Cosy Crime besonders gefiel, war das Lokalkolorit und der in richtigem Maße einbezogene Dialekt der weiteren Umgebung. Das gab auch den mitwirkenden Personen noch mehr Authentizität. Die beiden Kommissare Rohde und Schilling wurden ebenfalls von ihrer privaten Seite gezeigt, was ich sympathisch fand.
Es wurde das oftmals umstrittene Thema der Errichtung von Solarparks mit den dazu existierenden Standpunkten geschickt in das Geschehen eingebaut, sodass der Krimi nicht nur Unterhaltung bot, sondern auch zum Überdenken der eigenen Meinung animierte.
Am Ende des Buches laden zwei Rezepte zum Nachkochen regionaler Spezialitäten ein, die in diesem Cosy Crime eine Rolle spielen.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem geschickt eingefädelten Cosy Crime mit einem aktuellen Thema als Leitmotiv und einem sympathischen Ermittlerpaar ist, dem wird „Ploatzlich tot“ gefallen. Ich verbrachte kurzweilige Lesestunden mit diesem Lokalkrimi.
Rezensionen von verhei:
Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln von Florian Schwiecker
moderner Cyberterrorismus - man vertraut auf KI
Berlin, an einem Sonntag um 16:05 und für einen kurzen Moment fallen flächendeckend die Navigationssysteme aus. Der Hintergrund – Cyberterroristen aus der Gruppe Time Out haben Kontrolle über die Galileo-Satelliten übernommen und erpressen die EU – natürlich mit möglichen drastischen Folgen.
Der Angriff ist massiv, so dass er auf bisher klassischem Weg wohl nicht abgewehrt werden kann – man möchte die KI bemühen. Dafür engagiert man die junge Hackerin Charlie mit ihrer selbst programmierten KI KIM. Doch welche Risiken tun sich damit auf für Charlie selbst und durch ihre KI KIM.
Ein definitiv spannender und moderner Ansatz, den ich so noch nicht kannte. Verknüpft werden die neuen technischen Möglichkeiten durch KI mit Elementen eines Politthrillers. Definitiv spannend und neu, und wahrscheinlich nicht so futuristisch wie man als Laie vielleicht denkt.
Der Schreibstil des Autors ist leicht und man kommt flüssig durch das Buch. Man spürt die beklemmende Stimmung der Situation. Unterstützt werden der Lesefluss und die Spannung durch kurze Kapitel aus Sicht der Behörden und der Erpresser – man ist mitten im Strudel der Erpressung und der Jagd.
Die technischen Hintergründe erscheinen mir als Laien, so weit ich das beurteilen kann, als schlüssig und gut recherchiert. Das ergibt sich natürlich aus dem beruflichen Hintergrund des Autors. Trotz der vielen Begriffe war es für mich verständlich und mir wurde umso klarer wie sehr man sowohl Nutzen als auch Gefahren bzw. generell Einsatzmöglichkeiten der KI unterschätzt. Jedoch lassen sich kleine Längen im Text durch die technischen Erklärungen auf Kosten der Spannung nicht wegdiskutieren – in meinen Augen jedoch in einem vertretbaren Maß.
Besonders ins Herz geschlossen habe ich Charlie, die neurodivergente Hackerin, die sich in der eher Männer dominierten Techbranche gut durchsetzen kann. Mutig und dennoch ruhig schreckt sie nicht davor zurück, sich auch selbst in Gefahr zu bringen und ab und an die Regeln zu brechen, selbst wenn sie neu in ihrem Job bei der Spezialeinheit für Cybersecurity ist.
Gespannt bin ich wie es mit der Serie weiter geht, denn rein aus dem Titel darf man nur mit Charlie und KIM fix rechnen. Wie wird es mit den Charakteren drum herum weitergehen. Nachdem sich Charlie und der Ermittler Lukas Philips einem Ermittler der CSA5 nach anfänglichen Schwierigkeiten gut zusammenarbeiten, würde ich hoffen auch ihm wieder zu begegnen.
Alles in allem kann ich den Thriller definitiv empfehlen, speziell wenn man gerne etwas mit einem modernen technischen Ansatz lesen möchte und dabei bietet sich die KI derzeit einfach an.











