Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota
Eine Küchenhexe räumt auf
Ich fand diese Geschichte nicht nur maximal cosy, sondern auch absolut hinreißend durch die herrlichen Figuren. Dass die männliche Künchenhexe und sein tierische Begleiter überzeugen, war ja nicht weiter verwunderlich, aber Hut ab vor der Charakterentwicklung der Ritter und den findigen Verstand von Lady Annika.
Und ich mags wie aufgeschlossen hier mit Sexualität, gesellschftlichen Konventionen und generell Beziehungen aller Art umgegangen wurde
Ich dachte erst das Königshaus-Setting könnte abgedroschen sein. Aber die königliche Familie war so sympathisch und nahbar, dass mir das richtig gut gefallen hat. Ich hätte da gerne sogar tiefere Einblicke bekommen und hoffe da auf den Folgeband. Fins Geschichte ist mir schon auch zu Herzen gegangen, gleichzeitig hätte ich mir hier zum Beispiel eine Konfrontation gewünscht.
Sogar Konfrontationen generell, denn das Ende wirkte super unfertig auf mich. Die Handlung reißt geradezu einfach ab. Ich weiß, dass es vermutlich noch mindestens einen weiteren Band geben wird, aber ich hätte mir trotzdem einen Abschluss oder zumindest Cliffhanger gewünscht, der sich wenigstens halbwegs nach einem solchen anfühlt.
Das Buch hat sich aber toll weglesen lassen und ich mochte die Atmosphäre und dezente Magie der Geschichte.
Rezensionen von xx:
Das gute Leben von Nadine Schneider
Leise Spuren der Vergangenheit
Nadine Schneider erzählt in Das gute Leben eine leise, vielschichtige Familiengeschichte, die sich über vier Generationen erstreckt. Im Zentrum steht Christina, die das Haus ihrer Großmutter Anni erbt – ein Ort, an dem sich Vergangenheit und Gegenwart auf besondere Weise verweben.
Der Roman zeichnet vor allem die Lebenswege der Frauen nach, die von Abwesenheit, Verlust und Neuanfang geprägt sind.
Von Rumänien über Österreich bis nach Deutschland entfaltet sich eine Geschichte der Migration und des Ankommens, in der die Männer oft nur Randfiguren bleiben. Stattdessen richtet sich der Blick auf die innere Welt der Frauen, ihre Entscheidungen und die Spuren, die diese über Generationen hinweg hinterlassen.
Besonders hervorzuheben ist der ruhige, fein beobachtende Schreibstil der Autorin. Ohne große Dramatik, dafür mit viel Sensibilität beschreibt sie Beziehungen, Erinnerungen und unausgesprochene Sehnsüchte. Dabei entstehen eindrucksvolle Momentaufnahmen, die lange nachwirken.
Allerdings verlangt das gemächliche Erzähltempo Geduld: Spannung im klassischen Sinne sucht man vergeblich, und nicht jede Entwicklung wirkt stringent. Dennoch überzeugt der Roman als atmosphärisches Porträt einer Familie, in dem weniger das „Was passiert“ zählt als das „Wie es erzählt wird“. Ein stilles Buch, das vor allem durch seine Zwischentöne besticht.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Verrat der Schwäne von A. B. Poranek
Wie Feuer und Eis
Ich mag die Geschichte um die Schwanenprinzessin super gerne und diese märchenhaft magische Adaption gefällt mir richtig gut. Vor allem auch die Abkehr von der klassischen Liebesgeschichte fand ich stark und angenehm aufbereitet.
„Heldin“ der Geschichte ist schon Odile, die den Prinzen in Gerissenheit und Mut um Längen übertrumpft und treibende Kraft der Handlung ist.
Daneben fand ich vor allem auch die Figur der Stiefkönigin stark umgesetzt.
Ich mochte die Magie, die die Geschichte durchzieht richtig gern, sie ist geheimnisumwoben, düster und sehr atmosphärisch angelegt. Die Entwicklung, die die Geschichte nimmt, fand ich überraschend und sehr spannend geplottet. Ich hatte gar nicht erwartet, dass da so viel passiert und die Ereignisse derartig große Wellen schlagen.
Die letzten Kapitel sind wirklich nochmal richtig packend, da kommen Magie, Loyalität und Freundschaft als wichtige Pfeiler der Geschichte nochmal richtig gut durch. Den Epilog fand ich dann etwas übers Knie gebrochen. Dachte hier zuerst, die Geschichte geht vielleicht in Folgebänden weiter. Habe dazu jetzt keine Info gefunden, aber auch mich wirkte das etwas halbfertig.
Mir das das Buch gut gefallen, es war eine schöne, märchenhafte Erzählung, in der vieles anders ist, als es scheint
Rezensionen von xx:
Der Gesang der See von Trude Teige
Starke und mutige Frau
Trude Teige gelingt mit Der Gesang der See ein gefühlvoller und zugleich eindringlicher Roman, der die Leser auf eine atmosphärische Reise ins ländliche Norwegen des 19. Jahrhunderts mitnimmt. Im Mittelpunkt steht Kristiane, eine junge Frau, die nach dem Tod ihres Mannes nicht nur mit persönlicher Trauer, sondern auch mit den gesellschaftlichen Zwängen ihrer Zeit konfrontiert ist.
Besonders bewegend ist ihr innerer Konflikt zwischen Pflicht und eigenen Wünschen: Um das familiäre Erbe – den Lotsenposten – zu bewahren, sieht sie sich gezwungen, erneut zu heiraten, obwohl ihr Herz für einen anderen Mann schlägt. Diese Zerrissenheit wird von der Autorin feinfühlig und glaubwürdig dargestellt.
Der Roman besticht durch seine dichte Atmosphäre und die lebendige Beschreibung der rauen norwegischen Küstenlandschaft. Gleichzeitig wirft er einen kritischen Blick auf die Rolle der Frau in einer stark von Traditionen geprägten Gesellschaft. Kristiane ist dabei eine beeindruckende Protagonistin, die trotz aller Widrigkeiten Stärke zeigt und ihren eigenen Weg sucht.
Insgesamt ist dies ein emotionaler, mitreißender Roman über Liebe, Verlust und Selbstbestimmung – perfekt für alle, die historische Geschichten mit Tiefgang schätzen.
Rezensionen von lesespitz:
Der letzte Sommer der Tauben von Abbas Khider
Poetisch, feinfühlig
Der letzte Sommer der Tauben von Abbas Khider ist ein eindringlicher und poetischer Roman über den Verlust von Unschuld in Zeiten politischer Umbrüche.
Im Zentrum steht der 14-jährige Noah, dessen Leben als Taubenzüchter durch die Ausrufung des Kalifats abrupt erschüttert wird. In kurzen, ruhigen Kapiteln zeigt Khider eindrucksvoll, wie schnell sich Alltag, Familie und Freiheit verändern.
Die Tauben werden dabei zu einem starken Symbol für die verlorene Unbeschwertheit.
Die klare, ungeschönte Sprache macht die Härte des neuen Systems ebenso greifbar wie die kleinen Versuche der Familie, Normalität zu bewahren. Lediglich das etwas abrupte Ende fällt leicht ab. Sehr berührend und bildhaft geschrieben.
Fazit: Ein intensiver Roman, der nachwirkt und absolut lesenswert ist. Gerade in den jetzigen Zeiten schürt er noch mehr Feingefühl für die anderen Nationen.
Rezensionen von spozal89:
Die Känguru-Rebellion,6 Audio-CD von Marc-Uwe Kling
Die Beutelratte in der Platte
Ich bin Känguru-Fan der ersten Stunde und habe natürlich alle bisher erschienenen Bücher des Beuteltieres und des Kleinkünstlers gelesen. Bei dem neuesten Band bewerte ich diesmal die Hörbuch-Variante. Ich finde die Live-Lesung, die der Autor selbst macht, ziemlich klasse. Mich stören auch diwe Lacher und Klatscher zwichendurch nicht, da ich finde, dass dies den Humor nochmal unterstreicht.
Der Schreibstil ist wie gewohnt humorvoll, sarkastisch und absolut in der Zeit und der Autor ergänzt diese Eigenschaften perfekt mit seinen Betonungen beim Lesen.
Man trifft auf die alten Bekannte und das Känguru und Marc-Uwe ergänzen sich wieder sehr gut. Dabei werden aktuelle Probleme der Gesellschaft humorvoll aufgezeigt. Sei es politischer Sicht oder auch KI oder Sozial Media Probleme - das Känguru ist der Meinung es muss sich was ändern und will eine Rebellion anzetteln. Hier und da macht man sich als Zuhörer auf jeden Fall seine Gedanken, weil die Themen auf den Punkt getroffen sind. Für mich wieder ein absolut geniales Werk, das eine eindeutige Empfehlung erhält.
Rezensionen von Kalligrafin :
Zeit für meine Träume von Tessa Randau
Gefühlvoll
Der Roman "Zeit für meine Träume" von der SPIEGEL-Bestsellerautorin Tessa Randau ist ein gefühlvoller Ausschnitt aus dem Leben der 38-jährigen Protagonistin, die aus der Ich-Perspektkve berichtet. Ihren Namen lernt der Leser nicht kennen, jedoch ihre aktuellen Probleme nach einer Trennung.
Identitätsfragen tauchen auf, die sie zu nehmen lernt, als sie das Rentner-Trio kennen lernt. Jeder erzählt von seinen eigenen Erfahrungen mit dem Leben und so tritt langsam eine Veränderung bei der Protagonistin ein, die den Leser selbst zum Nachdenken anregt.
Das Buch ist so gefühlvoll und mit einer Leichtigkeit geschrieben, dass es sich wie eine warme Umarmung anfühlt. Es passieren keine großen Wendungen, doch im Groben und Ganzen betrachtet sind die kleinen Momente die wahren Helden des Romans.
Das Cover verströmt mit seinem sonnengelben Farbton und den magentaroten Zeichnungen, die auch im Buch auftauchen, eine angenehme Atmosphäre.
Fazit: Der Roman lässt sich leicht lesen, nimmt einen auf eine nachdenkliche, nicht anstrengende Reise mit und hat einiges an Achtsamkeit zu bieten, die uns lehrt, das Leben trotz Höhen und Tiefen zu genießen.
Rezensionen von Sina:
JAPAN - Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai von Edition Michael Fischer
Die vielen Facetten Japans
Bei "JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai" vom EMF Verlag handelt es sich um ein qualitativ hochwertiges Sachbuch bzw. einem typischen Coffee-Table-Book mit Farbschnitt und Leseband.
Auf rund 190 Seiten nimmt das Buch die Leser:innen mit auf eine Reise quer durch Japan und den vier Jahreszeiten.
Die wunderschöne Gestaltung mit den detailreichen Illustrationen und atemberaubenden Fotos laden dabei zum Schmökern und Entdecken ein.
Wer mehr über die Kultur, Traditionen und Geschichte Japans erfahren möchte, wird hier bestens bedient. Die Texte relativ kurz gehalten und in klarer, schnörkelloser Sprache geschrieben. Zudem gibt es insgesamt acht Rezepte, die so vielseitig gewählt wurden, das sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte.
Mich hat das Buch so begeistert, dass ich direkt ein zweites Exemplar zum Verschenken bestellt habe. Für Japan-Fans ein kleines Must-Have!
Rezensionen von Annaja:
Moosland von Katrin Zipse
Fremdes Island
Das schlicht gezeichnet Cover widerspiegelt die Landschaft Islands.
1949, kurz nach dem 2. Weltkrieg kommt die junge Elsa als Hilfskraft an einen Bauernhof, der am Meer gelegen ist, nach Island. Damals wurden händeringend nach jungen Damen als Personen für die Arbeit, aber auch für spätere Ehen gesucht.
Auf Grund von Auswanderung waren sie zu der Zeit in der Minderheit.
Elsa tut sich anfangs extrem schwer, sie trauert noch um ihre in Deutschland verstorbene Freundin und hier auf dem einfachen Bauernhof versteht sie überhaupt nichts von der schweren Arbeit in der Landwirtschaft, hat auch keine Erfahrungen in Haushaltstätigkeiten und die Sprache ist ihr ebenso fremd. So haben die Bauersleute nicht viel Freude mit dem ungeschickten Mädchen, aber sie gehen recht geduldig mit ihr um. Mühsam erlernt sie sich zu verständigen, ebenso erfährt sie Kenntnisse in Kochen, Wäsche machen, Melken, Heuen, Schafe scheren, Spinnen und Reiten. Sie weiß jedoch um die Erwartungen, die alle von ihr haben. Die beiden Söhne des Hofes, im ungefähr gleichen Alter wie sie, bemühen sich beide um Elsa.
Katrin Zipse schreibt über Islands raue, schroffe Landschaft, über die schwere Arbeit der Bauern zu dieser Zeit, über die Hoffnungen und Pläne und über schweigsame Menschen und ihre Eigenheiten.
Man spürt die Traumatisierung, die dieser Krieg hinterlassen hat und wie schwer es für Menschen ist, sich in einem Land zurechtzufinden, deren Sprache und deren Rhythmen sie nicht verstehen, sich aber integrieren sollen und ganz von vorn beginnen müssen.
Ein einfühlsames Buch, das den Versuch nach Eingliederung recht gut beschreibt.
Rezensionen von Frechdachs:
Es war nicht anders möglich von Svenja Liesau
Mit Weißweinschorle und Wodka bis an den Rand des Wahnsinns und darüber hinaus
Der Debütroman "Es war nicht anders möglich" von Svenja Liesau ist vor allem eines - sehr speziell.
Meiner Meinung nach ziemlich harte Kost, die sich beim unbedarften Lesen am ehesten wie ein Schlag tief in die Eingeweide anfühlt. Für mich persönlich ein immerwährender Fiebertraum, der nicht zu Ende gehen möchte.
Quasi vielleicht ein LSD-Trip in Buchform. So stelle ich mir diesen zumindest persönlich vor.
Freunde, dieser Roman hätte gleich zu Beginn einige Triggerwarnungen vertragen, denn in der Story selbst wird es dann leider richtig heftig. Da hilft dann leider auch der ganz hinten versteckte Verweis auf die telefonische Seelsorge bei psychischen Belastungen oder Suchtproblemen nicht mehr weiter.
Ich bin echt selbst nicht zimperlich, aber dieses Buch ist einfach nichts für Zartbesaitete.
Dreh- und Angelpunkt der Story ist Martina, die urplötzlich mit dem Tod ihres Vaters konfrontiert wird und damit dann umgehen muss. Es wirft sie klassisch aus der Bahn. Nur die Frage hier ist, ob Martina nicht bereits zuvor diese geregelte Bahn bereits verlassen hatte.
Sei es drum, nun muss Martina mit den Tatsachen umgehen und stürzt sich "ins Leben". Eher müsste es wohl heißen, dass sie sich an Alkohol und andere Drogen klammert, um nicht sofort in den tiefschwarzen Abgrund zu fallen und von diesem komplett verschluckt zu werden. Ob genau dies die richtige Idee wie auch Lösung der diversen Probleme von Martina ist, bleibt dahingestellt.
Das Buch beschreibt recht gut die harte Realität, wenn ein Mensch jeglichen sozialen Halt verliert und sich selbst nicht aus der Situation helfen kann. Es wird in den Beschreibungen des Alltags und der darin vorkommenden Handlungen dann auch sehr explizit und genau dies muss man als Leser dann vielleicht auch mögen.
Meine Sache ist es ehrlich nicht. Aber vielleicht liegt in genau dieser schonungslosen Offenheit auch der Reiz dieses Romans für ganz bestimmte Zielgruppen.











