Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Kalligrafin :
Zeit für meine Träume von Tessa Randau
Gefühlvoll
Der Roman "Zeit für meine Träume" von der SPIEGEL-Bestsellerautorin Tessa Randau ist ein gefühlvoller Ausschnitt aus dem Leben der 38-jährigen Protagonistin, die aus der Ich-Perspektkve berichtet. Ihren Namen lernt der Leser nicht kennen, jedoch ihre aktuellen Probleme nach einer Trennung.
Identitätsfragen tauchen auf, die sie zu nehmen lernt, als sie das Rentner-Trio kennen lernt. Jeder erzählt von seinen eigenen Erfahrungen mit dem Leben und so tritt langsam eine Veränderung bei der Protagonistin ein, die den Leser selbst zum Nachdenken anregt.
Das Buch ist so gefühlvoll und mit einer Leichtigkeit geschrieben, dass es sich wie eine warme Umarmung anfühlt. Es passieren keine großen Wendungen, doch im Groben und Ganzen betrachtet sind die kleinen Momente die wahren Helden des Romans.
Das Cover verströmt mit seinem sonnengelben Farbton und den magentaroten Zeichnungen, die auch im Buch auftauchen, eine angenehme Atmosphäre.
Fazit: Der Roman lässt sich leicht lesen, nimmt einen auf eine nachdenkliche, nicht anstrengende Reise mit und hat einiges an Achtsamkeit zu bieten, die uns lehrt, das Leben trotz Höhen und Tiefen zu genießen.
Rezensionen von Sina:
JAPAN - Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai von Edition Michael Fischer
Die vielen Facetten Japans
Bei "JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai" vom EMF Verlag handelt es sich um ein qualitativ hochwertiges Sachbuch bzw. einem typischen Coffee-Table-Book mit Farbschnitt und Leseband.
Auf rund 190 Seiten nimmt das Buch die Leser:innen mit auf eine Reise quer durch Japan und den vier Jahreszeiten.
Die wunderschöne Gestaltung mit den detailreichen Illustrationen und atemberaubenden Fotos laden dabei zum Schmökern und Entdecken ein.
Wer mehr über die Kultur, Traditionen und Geschichte Japans erfahren möchte, wird hier bestens bedient. Die Texte relativ kurz gehalten und in klarer, schnörkelloser Sprache geschrieben. Zudem gibt es insgesamt acht Rezepte, die so vielseitig gewählt wurden, das sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte.
Mich hat das Buch so begeistert, dass ich direkt ein zweites Exemplar zum Verschenken bestellt habe. Für Japan-Fans ein kleines Must-Have!
Rezensionen von Annaja:
Moosland von Katrin Zipse
Fremdes Island
Das schlicht gezeichnet Cover widerspiegelt die Landschaft Islands.
1949, kurz nach dem 2. Weltkrieg kommt die junge Elsa als Hilfskraft an einen Bauernhof, der am Meer gelegen ist, nach Island. Damals wurden händeringend nach jungen Damen als Personen für die Arbeit, aber auch für spätere Ehen gesucht.
Auf Grund von Auswanderung waren sie zu der Zeit in der Minderheit.
Elsa tut sich anfangs extrem schwer, sie trauert noch um ihre in Deutschland verstorbene Freundin und hier auf dem einfachen Bauernhof versteht sie überhaupt nichts von der schweren Arbeit in der Landwirtschaft, hat auch keine Erfahrungen in Haushaltstätigkeiten und die Sprache ist ihr ebenso fremd. So haben die Bauersleute nicht viel Freude mit dem ungeschickten Mädchen, aber sie gehen recht geduldig mit ihr um. Mühsam erlernt sie sich zu verständigen, ebenso erfährt sie Kenntnisse in Kochen, Wäsche machen, Melken, Heuen, Schafe scheren, Spinnen und Reiten. Sie weiß jedoch um die Erwartungen, die alle von ihr haben. Die beiden Söhne des Hofes, im ungefähr gleichen Alter wie sie, bemühen sich beide um Elsa.
Katrin Zipse schreibt über Islands raue, schroffe Landschaft, über die schwere Arbeit der Bauern zu dieser Zeit, über die Hoffnungen und Pläne und über schweigsame Menschen und ihre Eigenheiten.
Man spürt die Traumatisierung, die dieser Krieg hinterlassen hat und wie schwer es für Menschen ist, sich in einem Land zurechtzufinden, deren Sprache und deren Rhythmen sie nicht verstehen, sich aber integrieren sollen und ganz von vorn beginnen müssen.
Ein einfühlsames Buch, das den Versuch nach Eingliederung recht gut beschreibt.
Rezensionen von Frechdachs:
Es war nicht anders möglich von Svenja Liesau
Mit Weißweinschorle und Wodka bis an den Rand des Wahnsinns und darüber hinaus
Der Debütroman "Es war nicht anders möglich" von Svenja Liesau ist vor allem eines - sehr speziell.
Meiner Meinung nach ziemlich harte Kost, die sich beim unbedarften Lesen am ehesten wie ein Schlag tief in die Eingeweide anfühlt. Für mich persönlich ein immerwährender Fiebertraum, der nicht zu Ende gehen möchte.
Quasi vielleicht ein LSD-Trip in Buchform. So stelle ich mir diesen zumindest persönlich vor.
Freunde, dieser Roman hätte gleich zu Beginn einige Triggerwarnungen vertragen, denn in der Story selbst wird es dann leider richtig heftig. Da hilft dann leider auch der ganz hinten versteckte Verweis auf die telefonische Seelsorge bei psychischen Belastungen oder Suchtproblemen nicht mehr weiter.
Ich bin echt selbst nicht zimperlich, aber dieses Buch ist einfach nichts für Zartbesaitete.
Dreh- und Angelpunkt der Story ist Martina, die urplötzlich mit dem Tod ihres Vaters konfrontiert wird und damit dann umgehen muss. Es wirft sie klassisch aus der Bahn. Nur die Frage hier ist, ob Martina nicht bereits zuvor diese geregelte Bahn bereits verlassen hatte.
Sei es drum, nun muss Martina mit den Tatsachen umgehen und stürzt sich "ins Leben". Eher müsste es wohl heißen, dass sie sich an Alkohol und andere Drogen klammert, um nicht sofort in den tiefschwarzen Abgrund zu fallen und von diesem komplett verschluckt zu werden. Ob genau dies die richtige Idee wie auch Lösung der diversen Probleme von Martina ist, bleibt dahingestellt.
Das Buch beschreibt recht gut die harte Realität, wenn ein Mensch jeglichen sozialen Halt verliert und sich selbst nicht aus der Situation helfen kann. Es wird in den Beschreibungen des Alltags und der darin vorkommenden Handlungen dann auch sehr explizit und genau dies muss man als Leser dann vielleicht auch mögen.
Meine Sache ist es ehrlich nicht. Aber vielleicht liegt in genau dieser schonungslosen Offenheit auch der Reiz dieses Romans für ganz bestimmte Zielgruppen.
Rezensionen von Kalligrafin :
Ein Zuhause im Frühling von Julie Caplin
Romantisch mit englischem Touch
Der Roman "Ein Zuhause im Frühling" von Julie Caplin sorgt für die richtige Frühlingsstimmung! Der Roman hat alles, was das romantische Herz verlangt: ein tobender Anfang, eine alte Liebesgeschichte und einen Neuanfang. Ella, die Protagonistin, flieht nach einem dramatischen Ereignis ins fiktive englische Dorf Wilsgrave, um das Haus ihrer Patentante zu hüten.
Dabei läuft ihr auch die süße Labradorhündin Tess über den Weg, mit der sie zu Beginn eigentlich nichts anfangen kann. Und dann ist da noch der örtliche Tierarzt, der so ganz anders ist als ihr Ex-Freund Patrick...
Der Schreibstil der Autorin, die mir bis dato unbekannt war, empfand ich als humorvoll, liebevoll und erfrischend. Die Erzählperspektive nimmt ein neutraler Erzähler ein, was ich am liebsten lese. Die Briefe mit Ellas Tante verleihen dem Ganzen mehr Abwechslung. Positiv fand ich auch die gezeichnete Karte zu Beginn, die die wichtigsten Orte gekennzeichnet.
Das Cover ist wunderschön gestaltet und ziert unter anderem die Hündin, die genau wie die Bank auf dem Cover und die Frühlingsblumen auf der Rückseite mit Glitzer hervorstechen.
Fazit: Da es sich um den Auftakt der Country-Escape-Reihe handelt, bin ich schon gespannt auf die kommenden Werke. Denn dieser Roman hat mein Herz getroffen und meine Reisesehnsucht gestillt.
Rezensionen von Kalligrafin :
Tale of Sun and Night 1: Tale of Sun and Night von Magdalena Gammel
Fantasievolles Träumen
Mit "Tale of Sun and Night" hat Magdalena Gammel einen vielversprechender Auftakt zu ihrer Fantasy-Trilogie geschaffen. Die Autorin entführt die Leserinnen und Leser in eine von Krieg, Magie und düsteren Geheimnissen geprägte Welt, in der Träume mehr sind als bloße Einbildung. Das einzigartige Magiesystem rund um Traumstaub und Traumweber bildet dabei das Herzstück der Geschichte und sorgt für eine besondere Stimmung, die mich fast schon an ein Märchen erinnert hat.
Die Protagonistin Lio ist eine junge Frau ohne Erinnerungen an ihre Vergangenheit, die sich in einer grausamen Realität behaupten muss. Ihre Entwicklung ist glaubwürdig und nachzuvollziehen. Besonders spannend fand ich die Begegnung mit Izan, einem geheimnisvollen Traumweber, der nicht nur neue Gefahren, sondern auch eine romantische Dynamik in die Handlung bringt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich nicht fordernd und schnell, sondern ergänzt die Haupthandlung auf stimmige Weise.
Der Schreibstil ist bildhaft und flüssig, wodurch ich leicht in die Geschichte eingetaucht bin. Zu Beginn wirken die vielen neuen Begriffe und Konzepte noch etwas überwältigend, doch nach und nach fügt sich alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.
Aufgrund des Covers habe ich mich für das Buch entschieden und wurde nicht enttäuscht.
Fazit: Insgesamt ist "Tale of Sun and Night" ein gelungener Aufktakt einer Reihe, der Lust auf die weiteren zwei Bände macht.
Rezensionen von Kalligrafin :
Real Americans von Rachel Khong
Vielschichtig
Der Roman "Real Americans" von Rachel Khong wurde als einer der besten unserer Zeit, vor allem in den USA, gehandelt und dem würde ich auch zustimmen.
Das umfangreiche Werk ist in drei Teile gegliedert, die sich mit den Lebensphasen von Lily, ihrem Sohn Nick und ihrer Mutter befassen. Wir begleiten zunächst Lily, eine unbezahlte Praktikatin in New York mit chinesischen Wurzeln, in den Jahren 1999 bis 2005, die den reichen Unternehmenssohn Matthew kennen und lieben lernt.
Bis dahin könnte man meinen, es handle sich um einen Liebesroman, doch die Liebe steht mitunter von Lilys Zweifeln unter einem schlechten Stern.
So verheimlicht sie ihrem Sohn Nick, um den es sich im zweiten Teil dreht, die Herkunft seines Vaters. Nick hat keine chinesischen Züge und ist daher besonders an seinem Vater interessiert. Wir begleiten ihn im Jahr 2021, in dem er sich mit seinem besten Freund Thimothy um Colleges bewirbt und nach seinem Vater sucht. Eine Szene mit Austern, die auf dem Cover zu finden ist, spielt eine zentrale Rolle in dem Werk.
Im Jahr 2030 erfahren wir mehr über Lilys Mutter May und ihre bewegende Geschichte. Am Ende fügen sich alle Puzzleteile, insbesondere für Nick, zusammen.
Fazit: Der Schreibstil ist leicht und packend zugleich in dem Roman, der sich viel mit Identitäten, Angst vor Generbfolgen und der Frage nach der eigenen Herkunft befasst. Daher ist der Roman kein reiner Identitäts-, Geschichts- oder Familienroman, sondern vielmehr eine gelungene Mischung aus allem.
Rezensionen von KersG:
The Night We Met von Abby Jimenez
Jahreshighlight!
Wieder einmal hat die Autorin es geschafft mich mit ihrer Story zu begeistern. Ich liebe jedes einzelne Buch von Abby Jimenez, daher habe ich mich umso mehr auf dieses hier gefreut. Sie schreibt mit so viel Gefühl und so emotional. Einfach herzerwärmend ihr Geschichten. Tiefgehend und emotional, mit wichtigen Themen, die einen dazu anregen, auch über das eigene Leben nachzudenken.
Larissa lernt nach einem Konzert Mike und Chris kennen und entscheidet sich dazu, mit Mike mitzufahren. Kurz darauf werden die beiden ein Paar und alles scheint perfekt. Doch ist Mike wirklich der, der er zu sein vorgibt?
Gleichzeitig entsteht zwischen ihr und Chris eine tiefe Freundschaft, oder ist da doch mehr dahinter?
Eine tiefgehende Geschichte über Liebe und Freundschaft. Freundschaft, die unterstützt und nicht vereinnahmt. Über Schicksal und vermeintlich falsche Entscheidungen. Doch wer entscheidet über richtig oder falsch? Ist es noch Zufall oder doch Schicksal?
Ich war sofort in der Story drinnen und habe so sehr mit den Protagonisten mitgefiebert und mitgelitten. Durch den einfühlsamen Schreibstil konnte ich mich gut in die Charaktere hineinversetzen. Sie haben alle ihr Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen, doch man selbst hat es in der Hand, was man daraus macht.
Definitiv ein Jahreshighlight für mich und eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Morgensonnenglück von Petra Schier
Toller Familienroman
Dieser wundervolle Roman, der über Holly erzählt, die gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwerster bei ihren Großeltern aufwächst und die plötzlich vor alten Familiengeheimnissen und neuen Lebenswendungen steht, ist von Petra Schier sehr schön geschrieben.
Petra Schier´s Schreibstil ist flüssig und leicht, so dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe.
Charaktere und Örtlichkeiten sind authentisch und bildhaft beschrieben, so dass man jederzeit ein Bild von den Figuren und der jeweiligen Szene vor Augen hat.
Besonders gut gefällt mir, dass die Autorin die alten Familiengeheimnisse und die Situation über den Verkauf des Gutes so lebhaft erzählt, dass man meint, Teil der Geschichte zu sein. Spannend und emotional wird auch die Geschichte zwischen Holly und Raik beschrieben – ich habe so mitgefühlt.
Für mich ein toller Familienroman, der eine schöne Lesezeit beschert und wunderschöne Wohlfühlmomente kreiert.
Dieses Buch ist am 27. Januar 2026 bei Harper Collins erschienen.
Rezensionen von liesmal:
Das Ende vom Lied von Michael Wildenhain
Besonderheiten und Gefühle
Es gibt Besonderheiten, die ich an Büchern meistens nicht mag. Dazu gehören Schachtelsätze und namenlose Protagonisten. In diesem Buch lese ich Sätze, die nur aus wenigen Worten, aber auch welche, die aus mehreren Zeilen bestehen, ohne dass es mich stört. Dass der Junge als Hauptprotagonist namenlos bleibt, ist nur kurz etwas befremdlich.
Schon bald habe ich das Gefühl, ihn dadurch so deutlich zu sehen, als würde ich ihn kennen. Alles klingt so realistisch, dass ich das Gefühl habe, der Autor Michael Wildenhain würde vieles seiner eigenen Geschichte in die des Jungen einfließen lassen.
Die Zeit wird sehr gut eingefangen. Ich kann mich problemlos in die Vergangenheit zurückversetzen, dabei zwar nicht alles verstehen, aber doch an vieles erinnern. Begriffe, die inzwischen aus dem Sprachgebrauch fast gänzlich verschwunden sind, die aber in die damalige Zeit passen, begegnen mir.
Am besten gefällt mir, wie das Leben aus der Sicht des Jungen erzählt wird. Im Gegensatz zu dem Jungen werden die Aufenthaltsorte mit Namen und Details von Straßen und Plätzen genau beschrieben.
Eine besondere Bedeutung haben Gerüche, auch solche, die keinesfalls als Düfte bezeichnet werden können, die aber eine Rolle spielen und mir das Gefühl geben, dass sie beim Lesen teilweise in der Luft hängen. Noch mehr Unangenehmes finde ich in den Grausamkeiten, mit denen ich konfrontiert werde. Einiges ist nicht leicht zu ertragen.
Beim Schreiben meiner Eindrücke merke ich, dass ich inhaltlich wenig verrate, aber viele Gedanken über Sinne und Gefühle sich bei mir starkmachen.
Ich habe zu dem Buch eine besondere Bindung entwickelt und gebe gern eine Leseempfehlung.











