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Rezensionen von Claudia R.:

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Years and Passions von Marleen Winter

Lebenswege

Klappentext / Inhalt:

Gerli Falkenstein will die Welt erobern. Stattdessen gerät sie in eine toxische Liaison, die sie in die dunkelsten Abgründe der internationalen Finanzwelt und ihrer eigenen Leidenschaften zieht.

Von der ersten Begegnung an ist die Verbindung zwischen der ehrgeizigen Gerli und dem dominanten Unternehmersohn Hubertus explosiv.

Gemeinsam gründen sie ein internationales Imperium und steigen zur Elite der Frankfurter Investmentkonzerne auf. Doch ihr Erfolg ist auf Lügen, riskanten Deals und moralischer Korruption gebaut.

Gleichzeitig entwickelt sich ihre private Beziehung zu einem gefährlichen Spiel der Kontrolle. Während Gerli beruflich Hubertus überbietet, gibt sie sich ihm privat in einer romantischen Liaison mit BDSM-Elementen vollkommen hin.

Dieser psychologische Thriller über Corporate Crime taucht tief in die Abhängigkeit zwischen den Partnern ein. Die Regeln der Moral werden außer Kraft gesetzt, während die Liebe zur Firma und die körperliche Obsession miteinander verschmelzen. Doch das Spiel wird tödlich ernst, als die dunklen Geschäfte ihrer Firma in Osteuropa einen Umweltskandal auslösen, der nicht nur ihre Karrieren, sondern auch Menschenleben gefährdet.

Wer rettet Gerli aus dem Strudel aus Sucht und Abhängigkeit, in den sie geraten ist?
Was geschah wirklich mit den anderen Frauen in Hubertus’ Leben?
Kann ihre Beziehung, die auf Sex, Macht und finanziellen Risiken basiert, die Wahrheit über einen drohenden Skandal überleben?
Wie lange lässt sich die Wahrheit über radioaktive Gefahren in einem Wohnblock in Sankt Petersburg verbergen?
Ein Netz aus Verrat, Eifersucht und Drogensucht zieht sich immer enger um das Paar. Als Gerli die Kontrolle verliert und die Konsequenzen ihrer Entscheidungen sie bis an den Rand ihrer Existenz bringen, muss sie wählen: Hubertus und das Imperium retten oder ihr eigenes Leben.

Marleen Winter liefert mit dieser literarischen Gegenwartserzählung über Macht und Abhängigkeit einen fesselnden Roman für Leser, die die Intensität von »Darker« von E.L. James« schätzen, aber auch die komplexen Plots und die moralische Zerrüttung eines Wirtschaftsthrillers wie »Gier« von Marc Elsberg suchen. Spannend, süchtig machend und zutiefst verstörend.

Cover:

Das Cover und somit eher der Hintergrund bleibt schwarz-weiß und eher die Schatten und Strukturen sprechen für sich. Der Titel ist knallig in rot-orange-pink Tönen hervorgehoben und zieht so das Augenmerk auf sich.

Meinung:

Eine mitreißende Geschichte zwischen gefährlicher Liaison und Abgründen der Finanzwelt. Einblicke die einen zerreißen und zugleich so genau betrachtet werden, dass man die Tiefe gar nicht gleich begreift. Gerli nimmt uns mit auf ihren Etappen des Lebens und dem Wirrwarr zwischen Geliebte, dunklen Geschäften, Macht und Korruption und der Hoffnung nach Liebe.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht zu viel verraten, da ich nicht Spoilern und keineswegs zu viel verraten möchte.

Der Schreibstil ist angenehm, detailreich und bildlich beschreibend. Man findet sich schnell in Handlungen und Geschehnisse hinein. Man kommt direkt in die Handlung hinein und begleitet Gerlinde Falkenstein bei ihrer Lebensreise, die ziemlich turbulent zu geht. Als Geliebte an der Seite eines Machers ergeht es ihr nicht schlecht. Zudem ist sie eine intelligente und kluge Frau, jedoch verstricken sich die dunklen Geschäfte, die Machtverhältnisse und das Drumherum immer mehr, so dass eine Rettung kaum mehr möglich war. Man merkt ihre Emotionen und Gefühlsschwankungen, sowie die Zerrissenheit. Man kann sich sehr gut in sie und auch die wechselnden Situationen und Verhältnisse hineinempfinden und nachvollziehen.

Jeder der Charaktere ist sehr stark und vielschichtig dargestellt. Die Geschichte wird zu keiner Zeit trocken oder langweilig, man ist stets auf den Verlauf gespannt.

Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge. Das Cover wird als Symbolik am Beginn jedes Kapitels auch ersichtlich und so heben sich diese sehr gut hervor. Die Gliederung und Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Es wird aus Sicht von Gerli aus der Ich-Perspektive erzählt, so findet man sich besonders in sie sehr schnell und gut hinein und kann das Ganze sehr gut nachempfinden. Die Erzählungen sind bildlich und beschreibend. Man bekommt ganz besondere Einblicke, die einen auch nachdenken lassen, wie weit man geht und in was man erst alles hineingeraten muss. es hat eine sehr direkte Art, aber zugleich stimmt es auch sehr nachdenklich und ist bewegend zugleich.

Fazit:

Eine mitreißende Geschichte über den Lebensweg zwischen gefährlicher Liaison und Abgründen der Finanzwelt.

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Years and Passions

Rezensionen von Gundi57:

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Zugwind von Iryna Fingerova

Wut und Verzweiflung

In der Geschichte geht es um Mira Zehmann geboren in Odesa.
Sie ist 28 Jare alt , Ehefrau , Mutter und Hausärztin und lebt in Deutschland.
Vor vielen Jahren hat sie mit ihrem Ehemann ihre alte Heimat in der Ukraine verlassen um sich mit ihm und ihrer Tochter ein neues Leben aufzubauen.
Als der Krieg im alten heimatland beginnt ist sie voller Sorge und Verzweiflung.

Ihre Arztpraxis wird zur Anlaufstelle vieler ukrainischer pPatienten die alle ihre Hilfe benötigen.
Alle wollen wieder zurück in ihre gewohnte Umgebung um wieder Normalität in ihr Leben zu bringen.
Viele leiden unter Traumata und Heimweh .
Auch die Protagonistin ist von Selbstzweifel und Unzufriedenheit zerrisen.
Immer wieder flackert ihre Sehnsucht nach der alten Heimat in ihr auf.
Sie spielt mit dem gedanken nach Odesa zu reisen um ihre alte Großmutter und auch das Meer wieder zusehen.

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Zugwind

Rezensionen von peppi:

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Ultramarin von Ann-Christin Kumm

Toxische Beziehung

Im Zentrum des Buches stehen Lou, Raf und Nora.
Lou, aus dessen Perspektive wir die Ereignisse erleben ist verletzlich, suchend und Raf gegenüber unterwürfig.
Raf hat eine große Anziehungskraft und eine starke manipulative Seite. Beide führen eine jahrelange komplizierte Beziehung.

In einem gemeinsamen Urlaub mit Nora, die sich zu Lou hingezogen fühlt, kippt die Stimmung.
Langsam baut sich eine psychologische Spannung auf. beim Lesen ahnt man, dass etwas passieren wird. Trotzdem war ich überrascht wie es geschieht.
Es gibt im Buch Rückblenden zur Vorgeschichte. Hier sieht man Lous Zerrissenheit deutlich. Auch wie die Beziehung von beiden von Abhängigkeit und Manipulation geprägt ist.
Die Entwicklung der Handlung war sehr langsam und manche Konflikte blieben sehr schemenhaft. Die Zeitsprünge empfand ich manchmal störend, sie haben den Lesefluss unterbrochen.
Trotz allem, ein lesenswertes Buch.

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Ultramarin

Rezensionen von Claudia R.:

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Indigo Animals von Aurin von Aderhold

Tier-Fantasy Geschichte

Klappentext/ Inhalt:

Unter der Führung des charismatischen Fortis Ursus wurden die Indigokrieger von der Allwissenden Universellen Macht auf die Erde gesandt. Doch ihr größter Gegner ist kein äußeres Wesen, sondern die kognitive Dissonanz der Menschen. Ihre Ignoranz, Gleichgültigkeit und die Fähigkeit, das eigene Gewissen zum Schweigen zu bringen.

Während die Menschheit dabei ist, sich selbst und den Planeten zu zerstören, beginnt der Biobauer Michl Hoffmann zu erkennen, dass seine idyllische Bauernhofwelt nur Selbstbetrug war. Seine Tochter Lara zwingt ihn, sich den brutalen Wahrheiten der Massentierhaltung zu stellen.
Im Kampf gegen Tierversuche, Aquakulturen, die Abholzung der Regenwälder und das grenzenlose Leiden der Tiere geraten die Indigokrieger an ihre Grenzen. Schließlich bleibt ihnen nur ein Ausweg: die Allwissende Universelle Macht um Hilfe zu bitten – für eine letzte Chance, Mutter Erde zu retten.

Cover:

Das Cover ist wunderschön und passend zur Geschichte umgesetzt. Ein großer Eisbär ist hier im Zentrum erkennbar und dahinter die Silhouette eines Mannes erkennbar. Auch der blaue Farbton und die wundervolle nächtliche Atmosphäre ist hier sehr schön dargestellt und umgesetzt.

Meinung:

Eine brutal, ehrliche, nachdenkliche und naturverbundene Fantasygeschichte, die einen nicht mehr loslässt. Packende und spannende Abenteuer, eine wundervolle Parallelwelt und durch der Bezug zur Realität so nah und greifbar, dass es stets nachdenklich macht und auch auf brutal ehrliche Weise den Leser auf Probleme und Änderungen stößt.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren und genaueren Details dazu zurück.

Der Schreibstil ist packend und brutal ehrlich, was es aber auch wieder sehr interessant macht und einen zum Nachdenken bringt. Die Charaktere und besonders die Tiere wirken sehr lebendig und authentisch. Man findet sich in alles sehr schnell und gut hinein. Manche Stellen sind sicherlich für einige jüngere Leser durchaus hart und garantiert wird hier nicht beschönigt, was man aber auch wissen sollte. Die Mischung aus Fantasy und realitätsnahem Bezug ist sehr gut gelungen und auch die Naturverbundenheit und die politischen Verwicklungen werden hier sehr gut erfasst und umgesetzt. Ein wundervolles Buch mit sehr viel Tiefe und was auf jeden Fall sehr zum Nachdenken anregt.

Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge. Die Anfänge sind sehr gut erkennbar, da diese auch gut hervorgehoben wurden. Die kleinen Zitate und Sprüche unter den Überschriften lassen einen bereits nachdenken und sind sehr gut und passend gewählt. Auch die Überschriften finde ich passend, ohne dass diese dabei zu viel verraten.

Die Gestaltung und Gliederung hat mir sehr gut gefallen. Auch die kleinen Illustrationen am Rand und das Glossar am Ende, mit noch so einigen interessanten Informationen, hat mir sehr gut gefallen und hat es im Gesamten sehr schön abgerundet.

Eine beeindruckende und extrem spannend und unterhaltsame Natur-Fantasy Geschichte mit sehr viel Tiefe. Mir hat es sehr gut gefallen und ich bin gespannt, was mich noch erwartet.

Fazit:

Eine brutal, ehrliche, nachdenkliche und naturverbundene Fantasygeschichte, die einen nicht mehr loslässt.

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Indigo Animals

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Einfach Sunny von Maren Graf

Ein außergewöhnliches Buch über Freundschaft

«Das macht die Suche natürlich nicht einfacher,
aber spannender auf jeden Fall.»

Ein aus dem Leben gegriffenes Suche-Abenteuer zweier Kinder, die sich anfangs nicht kannten und eine Geschichte über Freundschaft und den Abbau von Vorurteilen bei körperliche Einschränkungen. Denn wer Sunny kennenlernt, begreift, das man sie nicht bemitleiden oder unterschätzen sollte.

Sie bemerkt Dinge mit ihrem Extra-Sinn, die andere gar nicht mitkriegen, ist pfiffig, selbstbewusst und voller Sachersucher-Energie.

Die Ausgangssituation ist spannend: zwei Fremde, die im Laufe der Geschichte zusammenwachsen und unterschiedliche Beweggründe haben. Ich fand es einmalig, wie erlebbar Maren Graf schreibt und man sich in Sunny und Ben hineinversetzten kann. Sunnys Blickwinkel zeigt, wie gut sie sich auf ihre Wahrnehmung verlassen kann und obwohl die optische Beschreibung fehlt, kann man sich alles gut vorstellen. Sunny, die unbedingt den vermissten Gegenstand für Ben finden möchte und die auch ein Geheimnis hat, wie der wortkarge Ben. Der ist irritiert von Sunny. Warum will sie ihm helfen? Sie kennt ihn doch gar nicht. Sie darf sein Geheimnis nicht erfahren! Schweigsam lässt Ben sich mitreißen und taut erst langsam auf. Diese Entwicklung ist nachvollziehbar geschrieben und greift auch die Unsicherheiten der Kinder auf. Nebenbei lernt man einiges darüber, wie es ist, nichts sehen zu können. Wie gefährlich hohe Gegenstände werden können, wie Blinde die Welt wahrnehmen und natürlich die ganzen Vorurteile. Es ist toll, wie Sunny damit umgeht, wenn Ben gedankenlos in das ein oder andere Fettnäpfchen tritt.

Weil Ben so wenig preisgibt, bleibt es geheimnisvoll und spannend. Auch das Ungesagte bekommt seinen Raum: Dinge bleiben unerwähnt, Eindrücke stehen im Vordergrund, eine ungewöhnlich Erzählweise, die überzeugt. Merkwürdig ist so einiges und die Suche gleicht einer Jagd, bei der es immer spannender wird. Am Ende kommt einiges zusammen und löste große Genugtuung und Freude aus. Die farbigen Illustrationen von Olivia Vieweg sind immer eine kleine Überraschung. Mir hat es sehr gefallen und ich würde mir ein weiteren Band von Sunny und Ben wünschen.

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Einfach Sunny

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Deinen Selbstwert bestimmst nur du von Yoon Hong Gyun

Umfassend, klar und aufbauend

«Selbstwert ist unsere wertvollste Resource.»

Ich habe diesen Ratgeber aus Neugier angefangen und war überrascht, wie alles mit dem Selbstwert zusammenhängt. Der koreanische Autor Yoon Hong Gyun möchte nicht nur dabei helfen, Selbstwert zu entwickeln, sondern auch Werkzeug an die Hand geben, welches in stürmischen Zeiten hilft, den Selbstwert zu schützen, da er Schwankungen unterliegt und jeder über Angewohnheiten verfügt, die den Selbstwert schwächen.

Das dürfte auch für jene interessant sein, die ihren Selbstwert hoch einschätzen.

Ich würdige die Ausführungen des Autors Yoon Hong Gyun vor allem wegen seiner sachlichen Klarheit, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Er profitiert von seiner Erfahrungen als Psychiater, aber erzählt auch als Mensch, der selbst lernen musste, sich einen Selbstwert aufzubauen und diesen stets zu stärken. Ich fand es sympathisch, wie er bereits früh seine eigenen Denkfehler thematisiert und begründet, warum er sein Wissen erst nicht teilen wollte. Deshalb hat mir das erste Drittel noch am besten gefallen, während zum Ende die Distanz wächst. Streckenweise wurde es mir zu oberflächlich, wobei es umfassend und interessant bleibt.

Die Theorie hilft bei der Einordnung und gibt Zuständen einen Namen, die vorher vielleicht diffus waren. Das macht bewusster, woran man arbeiten kann und hilft, Probleme besser zu verstehen. Erst im letzten Teil gibt es fünf Methoden zur Stärkung des Selbstwerts, während es vorher viel um Hinternisse und schwächende Angewohnheiten geht. Jedes Kapitel hat abschließend eine Übung und jeder Teil wird einmal kurz zusammengefasst – sehr praktisch.

Es wird an mehreren Stellen darauf hingewiesen, dass es nicht reicht, dieses Buch nur zu lesen, sondern schon währenddessen zu überlegen, was man verändern möchte und dies auch umzusetzen, was definitiv hilfreich ist. Übungen sind überschaubar, aber es lässt sich auch aus dem Text ablesen, wie man diese Veränderungen gestalten kann. «Der Schlüssel zur Veränderung ist immer der Wille (…) Entscheidend ist, dass man sich selbst besser kennt als alle anderen.» Dass Figuren aus Serien als Beispiele dienen, fand ich eine ansprechende Idee. Insgesamt hätte ich mir mehr praktische Anwendung gewünscht, jedoch konnte ich einige Erkenntnisse mitnehmen, die einen Unterschied machen und mir mehr geholfen haben, als die geläufigen Selbstliebe-Übungen.

Ich würde es allen empfehlen, die sich Veränderung und Klarheit wünschen – fernab von fröhlich-bunten Selbstliebe-Ratgebern.

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Deinen Selbstwert bestimmst nur du

Rezensionen von Nele33:

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Ostfriesenerbe von Klaus-Peter Wolf

gemischte Gefühle

Mit "Ostfriesenerbe" hat Klaus-Peter Wolf den mittlerweile 20. Band um Ann Kathrin Klaasen und ihr buntes Ermittlerteam veröffentlicht.

Eine Leiche vor dem Teemuseum und eine im Kriminalmuseum rufen Ann Kathrin Klaasen und ihr Team auf den Plan. Gleichzeitig wird Ann von Miss Moneypenny, der Hüterin des Wissens aufgesucht und um die Übernahme ihrer Aufgabe gebeten.

Ann ist klar, welches Erbe sie da annimmt und hadert mit sich und dann auch mit der gesamten Welt. Weller steht ihr so gut es bei und auch Dr. Sommerfeldt wird auf den Plan gerufen.

Die einzelnen Charaktere sind mir bestens bekannt und ich habe sie auf die ein oder andere Weise ins Herz geschlossen. In diesem Jubiläumsband wird mir leider zu viel ineinander gemischt. Dies hinterlässt bei mir den Eindruck sämtliche Personen und Begebenheiten mussten irgendwie in den Jubiläumsband gepackt werden.
Darunter leidet die eigentliche Story in meinen Augen sehr.


Wie auch in den Vorgängerbänden entführt der Autor die Leser in das wunderschöne, gleichzeitig auch raue Ostfriesland in dem die Handlung stattfindet. Viele der Schauplätze sind bekannt, neu hinzukommt das Kriminalmuseum, in dem wohl die Fernsehfilme zum Teil gedreht werden. Ein netter neuer Einblick. Weniger könnte es mittlerweile vom Café ten Cate und Bettina Göschl geben, der treue Leser kennt es nun zur Genüge.

Werde ich trotzdem den nächsten Band lesen? Ja, weil mir das Team einfach immer noch gefällt.

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Ostfriesenerbe

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Die weiße Nacht von Anne Stern

Emotional packender historischer Krimi

Anne Stern versetzt einen in die unmittelbare Nachkriegszeit, in das nach Besatzungszonen aufgeteilte und von Versorgungskrisen betroffene Berlin. In diesem kalten Dezember fehlt es an Essen und Wärme, der Ruf der Polizei ist dahin und die Nerven der Leute am Ende. Ausgerecht jetzt geschieht ein Mord und die Kripo Berlin ermittelt.

Unterschiedliche Figuren oder Schauplätze werden beleuchtet. Die Fotografin Lou findet die Frauenleiche in einer Ruine und fotografiert sie. Alfred König ermittelt. Ein einprägsamer Mann mit eingeschränkter Mobilität und Augenklappe, den man erst später einzuordnen weiß. Beide arbeiten schließlich zusammen, um den Fall aufzuklären. Weitere Erzählstränge handeln von den Kindern Justus und Gerti, die sich auf der Straße durchschlagen, und dem deportierten Gregor. Natürlich kreuzen sich manche Wege im Laufe des Buches, aber es wird nicht alles offen gelegt, was auf eine Fortsetzung deutet.
Anna Stern schreibt so eindringlich und auf den Punkt recherchiert, dass man sich mühelos in die Geschichte hineinversetzten kann. Sie vermittelt eine Vorstellung davon, wie es gewesen ist, wie den Menschen damals zu Mute gewesen sein könnte und greift schockierende Themen auf, die sich in diesen spannenden Kriminalfall perfekt einfügen. Es herrscht eine bedrückende von Schwermut getragene Stimmung, düster und zuweilen auch traurig und nachdenklich. Wenn man sich auf die Stimmung und das Setting einlassen kann, bietet dieser Krimi sehr viel mehr als einen spannenden Fall. Wirkt lange nach und wirft wichtige Fragen auf.

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Die weiße Nacht

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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The Woman in Suite 11 von Ruth Ware

Macht bedeutet alles…

Die traumatischen Erlebnisse auf dem Kreuzfahrtschiff liegen über zehn Jahre zurück. Lo Blacklock hat sich lange aus aus ihrem Berufsleben als Reisejournalistin zurückgezogen. Jetzt sehnt sie sich nach Selbstwirksamkeit und nimmt eine Einladung zur Neueröffnung eines Luxushotels in der Schweiz an.

Dort trifft sie die Geliebte des Hotelbesitzers, die aus der Missbrauchsbeziehung fliehen will. »Lieber würde er mich tot sehen. Wenn ich ihn verließe, würde man mich töten.« Wie soll ausgerecht Lo ihr helfen?
Die Verstrickungen sind gekonnt und machen am meisten Spaß, wenn man keine Ahnung hat – deswegen werde ich nicht mehr verraten. Nur so viel: es baucht ein bisschen, bis es zu dem Mord im Hotel kommt, um den es geht. Bis dahin entwickelt sich die Handlung zu einem Abenteuer mit beunruhigter Anspannung und einer Dynamik zwischen den Figuren, die unterhaltsam ist. «An irgendeinem Punkt waren wir ein Team geworden. Widerwillig. Unerwartet. Genervt. Aber trotzdem ein Team.» Die Twists sind super, aber sie konnten mich nicht wirklich überraschend – was bei Thriller-Einsteigern ganz anders sein könnte. Dafür hat mir die Erzählweise, die Prämisse und auch das Setting zu sehr gefallen, um mich daran zu stören.

Es ist hilfreich den Vorgänger «The Woman in Cabine 10» zu kennen – ob das Buch oder die Verfilmung, weil die Überraschung dann größer ist und man Lo´s Entscheidungen besser nachvollziehen kann.

Julia Nachtmann ist eine so tolle Sprecherin, dass ich das Hörbuch dazu empfehlen kann.

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The Woman in Suite 11

Rezensionen von Lili-Marie:

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Emilia Blumenherz, Band 1 - Das geheime Pflanzeninternat von Usch Luhn

Pflanzen, Magie und ein sprechender Vogel

In dem Buch geht es um Emilia, die mit ihrer Familie auf einer versteckten Insel lebt. Als sie erfährt, dass sie die nächste Pflanzenflüsterin ist und mit Pflanzen sprechen kann, macht sie sich auf den Weg in das geheime Pflanzeninternat. Denn ihre Aufgabe ist es, eine besondere Pflanze zu schützen die angeblich gestohlen werden soll.

Zusammen mit ihrem besten Freund Dodo und den Schülern des Internats beginnt das Abenteuer.

Der Schreibstil von Usch Luhn ist sehr locker, einfach gehalten und super für die Zielgruppe geeignet. Die Geschichte wird von wunderschönen Illustrationen begleitet und lassen die Geschichte visuell verfolgen. Die Geschichte steckt voll von Kreativität und interessanten Möglichkeiten. Allerdings hat mir hier der Spannungsbogen etwas gefehlt. Es ging alles sehr schnell, Schlag auf Schlag, und es konnte sich wenig Spannung aufbauen. Kaum ist Emilia am Internat angekommen passieren lauter merkwürdige Dinge. Ich hätte mir etwas mehr Internatsalltag gewünscht und das Emilia sich erst einmal einlebt und Freunde findet. So blieben die ganzen Charaktere auch sehr blass und wurden nur oberflächlich beschrieben.

Besonders gefallen hat mir Dodo. Ein lustiger Vogel, der die Sprache einer längst vergessenen Zeit beherrscht und mit der modernen Sprache vermischt. Er ist mein Highlight dieser Geschichte und ich hätte gerne noch mehr von ihm gesehen und gehört.

Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen auch wenn das Erzähltempo sehr rasant war.

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Emilia Blumenherz, Band 1 - Das geheime Pflanzeninternat