Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katharina Grassmugg:
Das schönste aller Leben von Betty Boras
Ein interessanter Roman
In diesem Roman erzählt Betty Boras eine Geschichte über Verletzungen, Traumata und Heilung.
Vio, die als Kind mit ihren Eltern geflüchtet ist lernt früh das sie sich um jeden Preis anpassen muss auch wenn das bedeutet die eigene Identität zu Opfern. Immer wieder hört sie das ihre Schönheit ihr Türen öffnen wird.
Als Vio Mutter wird scheint auch die Schönheit ihres Kindes ein großes Thema zu werden. Nach einem tragischen Unfall trägt ihre Tochter Narben im Gesicht. Vio kann sich diesen Unfall nicht verzeihen. Was soll aus ihrem Kind werden wenn es nicht schön genug ist? Immer tiefer stürzt sie in Selbstvorwürfe und Mitleid. Wie soll sie es schaffen sich selbst für den Unfall zu vergeben?
Dieser Roman hat einiges bei mir ausgelöst. Die Emotionen gingen von Mitleid und Mitgefühl bis zu Wut und Unverständnis. Teilweise fand ich die Geschichte richtig heftig. Vor allem der Teil aus der Vergangenheit hat mich teilweise sehr mitgenommen. Wie heftig die Gesellschaft darauf reagiert hat das Theresia ein Verhältnis mit einem Geistlichen hatte bzw wie versucht wurde sie als verführerin und ihn als "Opfer seiner männlichen Triebe" darzustellen so als hätte er ja keine andere Wahl gehabt hat mich sehr wütend gemacht. Leider hat sich da gesellschaftlich viel zu wenig verändert. Auch die Geschichte von Vio und ihrer Tochter war nicht einfach. Einerseits die Schuldgefühle der Mutter, andererseits auch wie sie damit umgeht und wie gefangen sie darin ist war für mich oft zwar nachvollziehbar doch hatte ich Mitleid mit ihr und dem Kind das immer das Gefühl haben mußte nicht gut genug zu sein. Es war oftmals wirklich nicht leicht zu lesen wie die Frauen mit ihren Tramata versuchen zu leben.
Man hofft immer wieder das die Frauen es schaffen den Kreis aus der Abhängigkeit von fremdbewertung und fremdbestimmung zu durchbrechen, leidet mit ihnen und hofft für sie. Für mich ein sehr interessanter Roman der wirklich viel ausgelöst hat, wichtige Themen anspricht und Finger in nicht nur eine Wunde legt.
Rezensionen von ekiam:
Felsenfest von Nora Imlau
Einfühlsam, bestärkend und wunderschön illustriert
Nora Imlau dürfte vielen Eltern als Autorin von Büchern zu Familienthemen bekannt sein. Nach Goldrichtig erscheint nun in der Reihe „Familienalltag mit Nora Imlau“ ihr neues Buch Felsenfest.
Wer hier ein klassisches Sachbuch mit konkreten Erziehungstipps vermutet, liegt jedoch falsch. Auf sympathische und verständnisvolle Weise liefert Imlau vielmehr einen Leitfaden, der Eltern dabei unterstützt, ihren eigenen Weg zu finden, um ihren Kindern Sicherheit und Geborgenheit zu geben.
Im Kern knüpft sie dabei an die bedürfnisorientierte Erziehung an. Im Mittelpunkt stehen jedoch nicht nur die Bedürfnisse der Kinder nach Halt im Leben, sondern auch die der Eltern.
Anhand kurzer Geschichten und Gedichte zeigt sie, wie diese Gradwanderung im hektischen Alltag gelingen kann, ohne auf starre Regeln zu beharren. Dabei macht sie deutlich, dass die Bedürfnisse von Kindern ernst zu nehmen auch bedeutet, die eigenen Bedürfnisse nicht außer Acht zu lassen.
Ganz besonders machen dieses Buch die wunderbaren Illustrationen von Frau Annika. Wirkt das Cover zunächst noch sehr nach klassischem Sachbuch, strahlt das Innere des Buches Wärme und Geborgenheit aus, genau das, was wir auch unseren Kindern vermitteln möchten. Die bunten Bilder zeigen nicht nur alltägliche Situationen aus dem Familienleben, sondern spiegeln mit einem Augenzwinkern auch das kleine Chaos des Familienalltags wider, etwa durch die Kaffeeringe einer Tasse auf einer Buchseite.
Insgesamt ist Felsenfest ein wunderbarer Ratgeber, der auf ungewöhnliche und einfühlsame Weise Eltern darin bestärkt, ihren eigenen Weg in der Erziehung zu suchen und zu gehen.
Rezensionen von Sternzauber:
Elbland von Claudia Rikl
Beeindruckend und berührend – eine besondere Entdeckung
„Elbland“ von Claudia Rikl hat mich sehr begeistert und auch das Cover dieses Buches mag ich sehr gerne. Einen direkten Zusammenhang mit der Geschichte kann ich zwar nicht erkennen, aber ich die natürliche Gestaltung in Grün- und Brauntönen mit den leuchtend gelben Blumen ist unglaublich kraftvoll und schön.
Dazu passen Titel und Autorinnenname hervorragend und es ergibt für mich ein stimmiges, sehr schönes Gesamtbild, das zum Lesen einlädt.
Erzählt wird die Geschichte von Nina, die sich nach dem Tod der Mutter plötzlich völlig verloren fühlt. Jahrelang hatte sie sich um diese gesorgt und gekümmert, sich immer nach Freiheit gesehnt, doch nun kann sie diese überhaupt nicht annehmen. Spontan fährt sie ins Riesengebirge, wo die Familie vor vielen Jahren ihren letzten gemeinsamen Urlaub verbrachte und versucht auf den Spuren ihrer Mutter, die dort geboren wurde, zu ergründen, was diese erlebt hat und warum ihre Familie auseinander brach. Kann sich Nina der Vergangenheit stellen und auch herausfinden, wer sie selber eigentlich ist?
Claudia Rikl ist es in diesem Buch, das von ihrer eigenen Familiengeschichte inspiriert wurde, gelungen, mich völlig zu fesseln und in ihren Bann zu zeihen. Ich kannte die Autorin bisher nicht, wurde aber vom Klappentext angezogen und habe mich sofort in die feine, poetische und teils wunderschöne Sprache dieser Geschichte verliebt. Ich mag ihre Art zu erzählen ausgesprochen gerne und habe auch Nina sehr schnell in mein Herz geschlossen. Die ProtagonistInnen der Geschichte wirken auf mich sehr authentisch und werden individuell gezeichnet, was sie lebendig und lebensnah macht. Ich konnte ihre Zerrissenheit, ihre Trauer, ihre Verlorenheit und das Unverständnis beim Lesen so gut spüren, genau, wie all die anderen Gefühle, die in dieser prallen Geschichte eine so wichtige Rolle spielen.
Die Autorin macht es ihren Figuren nicht leicht, sondern lässt sie all das Leben, all die Gefühle, all die Vergänglichkeit aushalten, durchkämpfen und durchleiden. So ist es auch für uns LeserInnen nicht immer leicht die Geschehnisse auszuhalten, aber es lohnt sich absolut und mich hat diese Tiefe sehr begeistert. Aber es geht bei Weitem nicht nur um Schwieriges und Belastendes und es ist wunderschön Nina in ihrer Entwicklung begleiten zu dürfen. Claudia Rikl erzählt auf zarte und leise weise, verpackt darin jedoch Großes, Persönliches und Geschichtliches, das auch heute (wieder) sehr relevant ist. Zusätzlich zu all der Lesefreude habe ich so auch von Umständen im damaligen Böhmen erfahren, die mir bisher nicht bekannt waren und konnte dazu lernen, was ich als sehr bereichernd empfunden habe.
Berührt hat mich außerdem die Widmung des Buches, die insbesondere an die Großmutter der Autorin geht und die mit einem Foto dieser Frau geziert wird. Der persönliche Bezug ist in diesem Werk sehr gut zu spüren und vielleicht macht das auch einen Teil der Intensität der Geschichte aus. Für mich ist „Elbland“ jedenfalls eine ganz besondere Entdeckung, die mich tief berührt hat und auch sicherlich nachklingen wird. Ich empfehle dieses Buch von Herzen allen LeserInnen, die sich mit Nina auf die Reise machen wollen – in die Vergangenheit ihrer Familie und zu sich selbst! Viel Freude dabei!
Rezensionen von MarcoL:
Kala von Colin Walsh
Spannend und sehr dicht erzählt.
Irland 2003, die fünfzehnjährige Kala verschwindet spurlos. Ermittlungen werden angestellt, und verlaufen sich; das Verschwinden bleibt ungelöst.
Fünfzehn Jahre später treffen sich die damalige Freunde von Kala im Ort Kinlough wieder. Man merkt schnell, sie haben die Ereignisse immer noch nicht vollständig verarbeiten können.
Mittlerweile ist einiges Geschehen, ein Mitglied der Clique ist verstorben, ein anderer Junge ist seitdem entstellt. Die Gründe hierfür erfahren wir nur langsam, alles verdichtet sich auf einen gewaltigen Showdown hin.
Und genau in dieser Zeit, als sich die „Freunde“ wieder vorsichtig annähern, wird eine Leiche gefunden – die skelettierten Überreste von Kala. Schnell tauchen Bilder von damals auf, Getuschel und Gemurmel ...
Der Roman baut vor allem auf den Beschreibungen der Hauptprotagonist*innen auf. Natürlich Kala, sie hatte Charisma. Oder Mush, der es allen recht machen möchte. Und so weiter – der Autor zeichnet uns hier sehr genaue Bilder und Charaktere. Für meinen Geschmack manchmal etwas zu viel des Guten, denn so verliert sich die Geschichte, die zwar auf diese Art und Weise einen besonderen Spannungsbogen aufbaut, dennoch an Fahrt. Auch wenn in den einzelnen Kapiteln, die jeweils den handelnden Personen gewidmet sind, vieles an Information zu Tage kommt. Vielleicht zu viel – ich fühlte mich da manchmal etwas überfordert. Letztendlich fügt sich alles zusammen, was zuvor mit Fragezeichen versehen war. Auch die Rolle von Kalas Freund*innen kommt dabei nicht zu kurz.
Der Sprachstil ist an die Jugend angepasst – rasant und schnell. Knappe Sätze, genaues Hinsehen des „Cliquenverhaltens“, detailreiche Szenen.
Trotz des Settings und Aufbaus dieses „Krimis“ fand ich mich manchmal verloren (oder überfordert) zwischen all den Minigeschichten der handelnden Personen, auch wenn die Auflösung und das Zusammensetzen der Puzzleteile am Ende versöhnlich stimmt. Auf jeden Fall hebt sich dieser Roman durch seinen Aufbau von der Masse anderer „Coming-of-Age-Krimis“ heraus.
Rezensionen von LeserinLu :
Alle meine Mütter von Lena Gorelik
Vielfältige Perspektiven
Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ ist kein klassischer Roman mit durchgehender Handlung, sondern ein Text, der in Gedanken, Beobachtungen, kleinen fiktionalen Geschichten und Erinnerungen organisiert ist. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Schicksale von Müttern und wie sich dies auch auf Kinder auswirkt.
Durch das Collagenartige des Texts wird man dazu angeregt, mitzudenken und sich selbst zu reflektieren.
Besonders gefallen hat mir Goreliks Bemühen, um möglichst vielfältige Perspektiven. Insbesondere die Stellen, an denen Mutterschaft nicht idealisiert wird, fand ich gelungen - wobei Goreliks Betrachtungen über die eigene Mutter diese schon auch als Übermutter, die nur für ihre Familie lebt, darstellt. Außerdem strahlt der Text viel Freude am poetischen Formulieren und am Nachdenken aus.
„Alle meine Mütter“ ist insgesamt ein stiller, kluger Roman, der keine fertigen Antworten gibt, aber viele relevante Fragen stellt. Damit ist er fast eher ein Sachbuch oder Essayband, der mich an Daniel Schreibers Bücher erinnert hat. Wer seine Texte mag, wird auch diesen Roman gerne lesen.
Rezensionen von Arambol:
Salto von Kurt Prödel
Schwermütig und bedrückend
„Wenn man traurig ist, braucht man manchmal jemanden, der einfach nur nickt.“
Der Roman "Salto" von Kurt Prödel (ich schätze, er ist fünfunddreißig) erzählt von Marko Meyer, der nach dem Abitur eigentlich Medizin studieren möchte - dessen gute Noten dafür dann aber überraschend nicht ausreichen.
Sein Vater versucht, ihm durch die Finanzierung eines Medizinstudiums in Ungarn eine neue Perspektive zu bieten.
Während viele seiner Mitschüler klare Pläne haben, gerät Marko zunehmend unter Druck, eine Entscheidung für seine Zukunft zu treffen. Auch seine Freundin Claire ist fest entschlossen, die Kleinstadt hinter sich zu lassen. Marko hingegen verliert sich zunehmend zwischen Zukunftsängsten und Alltagsroutine und versucht verzweifelt herauszufinden, wer er eigentlich sein möchte.
Vom Schreibstil her liest sich das Buch angenehm schnell: Die Sprache ist schlicht und nah an den Gedanken der Figuren, fast wie ein innerer Monolog. Stellenweise hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, um emotional stärker in die Geschichte eintauchen zu können.
Alle Hauptprotagonisten sind durchweg interessant angelegt. Besonders überzeugt hat mich dabei Markos Vater Frank: Er wirkt einerseits distanziert und oft schwer greifbar, gleichzeitig aber auf eine leise Weise sensibel. Auch Marko selbst und Claire wirken glaubwürdig, sodass man sich gut in ihre Situation hineinversetzen kann.
Im Verlauf der Handlung hat mich die Geschichte dann zunehmend weniger gepackt. Irgendetwas fehlt – und insgesamt bleibt der Roman hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Hinzu kommt die ungeheuer schwere, melancholische, stellenweise fast schon trostlose und deprimierende Grundstimmung. Diese zieht sich durch große Teile des Buches und kann den Leser regelrecht mit nach unten ziehen – zurück bleibt ein Gefühl von Schwermut und Hoffnungslosigkeit. Das passt zwar zum Thema, wirkt aber ziemlich bedrückend und macht das Buch alles andere als zu einer leichten Lektüre.
Da ist es mir sogar schwergefallen, wirklich Freude am Lesen zu entwickeln.
Letztendlich ist „Salto“ für mich ein
Roman mit guten Ansätzen, der aber konsequent auf Melancholie setzt – und mich dabei leider mehr runtergezogen als berührt hat. Es ist ein anspruchsvolles Buch, das mich aber deutlich weniger begeistert hat als "Klapper".
Augen zu.
Eine Sekunde warten.
...
Rezensionen von clematis:
Splitterschreie von Roman Klementovic
4 in 1
Vier spannende Kurzthriller – Versagt, Wenn die Nacht ertrinkt, Wenn der Nebel brennt, Wenn die Stille schreit – vereint dieses Buch zu einem lesenswerten und pointierten Quartett. Ein Serienkiller in Wien Donaustadt, ein ungeklärter Altfall und zwei etwas ähnlich gestrickte Geschichten im normalerweise gewohnten heimischen Umfeld sorgen für beste Unterhaltung auf gewohntem „Klemetovic-Niveau“.
Ein strukturierter Aufbau charakterisiert alle vier Episoden, kurz und prägnant im Schreibstil präsentiert sich auch diesmal jede einzelne Handlungslinie, sodass man rasch gefesselt ist vom Geschehen. An den Hauptfiguren ist man durch die knappe, aber dennoch gut vorstellbare Charakteristik nahe dran, deren Gedanken und Gefühle transportiert Klementovic perfekt. Die sprachlich geschaffene klamme Atmosphäre untermalt auf gelungene Weise die jeweiligen Ereignisse und lässt den Leser Momente von Gänsehaut spüren. Die Auflösungen kommen anschaulich und treffend daher und vermögen durchaus zu verblüffen – genau so soll es sein!
Spannendes und Überraschendes in aller Kürze, vier Mal pures Lesevergnügen. Mit einem Thriller von Klementovic liegt man immer richtig, mit vier auf einen Streich nun auch.
Rezensionen von ekiam:
Cheer for Love von Ki Stephens
Mitreißende Sports-Romance mit Cheerleading-Flair
Eigentlich hatte Ella sich ihr Auslandsjahr an der Whitland-University in den USA an der Seite ihres Freundes Jamie vorgestellt, doch am Tag des Abflugs macht er mit ihr Schluss. Noch am selben Abend stürzt sie sich in ein Abenteuer mit Hudson, der sich ausgerechnet als Quarterback der Universitätsmannschaft entpuppt.
Genau dieses Team unterstützt Ella als Mitglied des renommierten Cheerleading-Squads. Es ist also kaum zu vermeiden, dass sie Hudson ständig über den Weg läuft. Zwischen ihnen knistert es gewaltig und als dann auch noch Ellas Trainingspartner ausfällt und Hudson einspringt, können sie sich endgültig nicht mehr aus dem Weg gehen.
Beide Protagonisten waren mir von Anfang an sympathisch. Die Chemie zwischen ihnen stimmt von der ersten Begegnung an, und Ki Stephens gelingt es mit ihrem flüssigen Schreibstil, diese Stimmung schon auf den ersten Seiten einzufangen und durch die gesamte Geschichte zu tragen.
Sowohl Ella als auch Hudson bringen Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit mit, mit denen sie sich im Laufe der Handlung auseinandersetzen müssen. Den Hintergrundgeschichten und ihrem Umgang damit hätte ich mir allerdings etwas mehr Raum gewünscht, denn vieles wird relativ schnell und unkompliziert aufgelöst. Mehr Platz nehmen dagegen Ellas Exfreund ein, der immer wieder als Störfaktor auftaucht, sowie die aufkommenden Gefühle, denen beide zunächst mit Zögern oder sogar Verleugnung begegnen.
Besonders gelungen sind auch die zahlreichen Nebenfiguren, die eine wichtige Rolle im Leben von Ella und Hudson spielen. Viele von ihnen bringen eigene Handlungsstränge mit, die sich durch das Buch ziehen; leider werden nicht alle davon vollständig aufgelöst.
Durch die gesamte Handlung hinweg spielt das Cheerleading eine zentrale Rolle. Nicht nur das Training, sondern auch Wettkämpfe und das Anfeuern am Spielfeldrand bei Footballspielen nehmen großen Raum ein. Die einzelnen Routinen werden dabei mit vielen Fachbegriffen beschrieben. Hier hätte mir persönlich eine Art Glossar geholfen, um manche Abläufe noch besser nachvollziehen zu können.
Insgesamt hat mir Cheer for Love dennoch ein sehr schönes Leseerlebnis beschert, vor allem durch die mitreißende Handlung, die liebenswerten Protagonisten und den angenehmen Schreibstil.
Rezensionen von Phija:
The Darlington - Logan & Rose von Laura Kneidl
Der wirklich perfekte Abschluss einer Reihe!
Schon die letzten beiden Bände habe ich in einem Stück verschlungen und auch bei diesem war es nicht anders. "The Darlington – Logan & Rose" hat für mich sogar nochmal einen draufgesetzt! Aber gehen wir das einmal geordnet durch...
Inhaltlich geht es, wie der Titel schon verrät, um Rose und Logan.
Beide fühlen etwas füreinander, das Schicksal steht ihnen jedoch im Weg. Eine klassische Prämisse, welche mit unglaublich vielschichtigen Charakteren gefüllt wird. Rose und Logan auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen dabei zuzusehen, wie sie ihre Probleme bewältigen, hat mich wirklich einfach mit Freude erfüllt. Ihre Liebesgeschichte ist leise, aber doch so kraftvoll, dass selbst ich immer wieder Bauchkribbeln hatte. Vielleicht war ich aber auch nur in das Buch verliebt.
Thematisch ist das Buch, da es hier das Ende des Prozesses bezüglich Richard erzählt, etwas schwerer. Triggerwarnungen sind also auf jeden Fall zu beachten! Aus meiner Perspektive wurde hier aber wirklich sensibel mit den Themen umgegangen, ohne dass es sich aber erdrückend angefühlt hat. Gerade die Beschäftigung mit den feministischen Themen ist hier, aber eigentlich in der ganzen Reihe, wirklich perfekt. Laura Kneidel hat es einfach geschafft, dass sich ein Gefühl von Empowerment auf mich als Leserin übertragen hat! Das Buch führt wirklich nochmal vor Augen, wie wichtig es ist, zu kämpfen, ganz egal ob laut oder leise - jeder eben, so wie er oder sie es kann.
Da es der dritte und letzte Teil der Reihe ist, finden hier alle Handlungsstränge zu einem gelungenen Ende, welches auch alle anderen (Kate & Henry, Grace & Ethan) würdig mit einbezieht. Und auch wenn es so gelungen war und ich nicht das Gefühl hatte, dass mir noch etwas fehlte, fiel es mir wirklich schwer, das Darlington zu verlassen. Sagen wir es so, ich habe mich mit schwerem Herzen, aber Lächeln im Gesicht, in den Flieger zurück in die Realität gesetzt.
Die ganze Reihe ist wirklich eine dicke Empfehlung! Sie hat mir neben wundervollen Liebesgeschichten noch so viel mehr mit auf den Weg gegeben, dass ich vermutlich lange immer wieder daran zurückdenken werde. Vielen Dank für diese wirklich tolle Geschichte! (Und wenn nochmal jemand sagt, New Adult wäre nur oberflächlicher Schund, dem würde ich diese Reihe gerne an den Kopf werfen...)
Rezensionen von Lilli33:
Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo
Ganz nett zu lesen
Ganz nett zu lesen
Marlene Buchholz ist nur noch einen Schritt von ihrem Ziel entfernt: Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns zu werden. Die Workaholic hat viel zum bisherigen Erfolg des Unternehmens beigetragen, doch Mitarbeiterführung ist nicht gerade ihre Kernkompetenz. Deshalb wird sie zu einem Achtsamkeitsseminar nach Brandenburg geschickt, wo sie sich zunächst gar nicht, dann widerwillig auf neue Sichtweisen einlässt.
Die Ankündigung des Buchs als „rasend komischer und tief berührender Roman“ empfinde ich als viel zu hoch gehängt. Damit werden unrealistische Erwartungen geschürt, die in meinem Fall nicht erfüllt wurden. Ich habe von Maxim Leo schon weit Besseres gelesen, Komischeres und Berührenderes.
Die Entwicklung der Marlene Buchholz und auch die des Akademie-Leiters Alex Grow in „Einatmen. Ausatmen.“ hat mich zwar ein wenig berührt, doch da wäre noch einiges mehr möglich gewesen. Doch bei vielen Themen kratzt der Roman nur an der Oberfläche. Es wird alles schnell abgehandelt, schließlich dauert das Seminar nur zwei Wochen. Husch, husch rast Maxim Leo durch zig aktuelle Themen und lässt auch den Figuren nicht viel Zeit, sich um einhundertachtzig Grad zu drehen. Das ist alles andere als glaubwürdig, aber wenigstens ein bisschen komisch.
Am besten haben mir die Dialoge zwischen Marlene und Alex gefallen. Marlene, bei der alles auf Fakten und Logik fußt, die Gefühle wegschließt und meint, dann keine zu haben; auf der anderen Seite Alex, der Guru für Persönlichkeitsentwicklung, der schon lange nicht mehr von seinen eigenen Methoden überzeugt ist. Hier prallen Welten aufeinander und das ließ mich dann doch immer wieder schmunzeln.











