Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Rebecca1493:
Runder Abschluss mit kleinen Schwächen
Wie schon das Cover des ersten Teils "In der Liebe ist die Hölle los" besticht auch dieses Frontbild durch eine gekonnte Mischung zwischen teuflischen und fast schon kitschigen Symbolen, die aber bestens zum Inhalt der Geschichte passen. Ein Blickfang ist das Buch dadurch in jedem Fall.
Nachdem Band 1 der Reihe um Catalea Morgenstern durchaus ein stimmiges Ende gefunden hatte, man aber doch gerne mehr über das "Traumpaar" des Dunklen aka die Hölle erfahren wollte, war ich froh zu erfahren, dass es Nachschub geben würde.
Ich finde es nach wie vor erstaunlich, dass sich ein junger Autor dieses Genre aussucht um sich auszutoben, da es vermutlich nicht so einfach war, die Gedankengänge einer solch vielschichtigen Frauengestalt wie Catalea auf die Seiten zu bannen. Deshalb Chapeau lieber Benne Schröder für deine Leistung, die sich keinesfalls hinter der weiblicher Autorinnen verstecken muss!
Sehr gelungen waren auf jeden Fall die Rückblenden, die es mir als Leserin sehr erleichtert haben mich an die Gegebenheiten des ersten Teils zu erinnern und das ohne besonders hervorzustechen oder mir auf den Keks zu gehen.
Auch der Schreibstil konnte mich ein weiteres Mal begeistern. Dazu beigetragen hat vor allem Timurs trockener Humor und seine doch eher gestelzten Aussagen, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben. Catalea wiederum war mir hingegen bei der ein oder anderen Gelegenheit etwas zu kindisch bzw. zu naiv gezeichnet und neigte zu Handlungen, die ich nicht zu jeder Zeit nachvollziehen konnte.
Allerdings war dieser Roman nicht perfekt und muss das beim zweiten Buch einer schriftstellerischen Karriere auch nicht sein. Meiner Meinung nach kreiste die Geschichte um zu wenig inhaltliche Aspekte und war zwischenzeitlich etwas langatmig. Nicht wirklich gefallen hat mir außerdem, dass wie schon im ersten Teil über Gebühr häufig Cataleas Schuhproblem thematisiert wurde. Es ist ja in Ordnung, wenn man das hin und wieder erwähnt. Ich selbst trage auch nur zu ausgewählten Ereignisse hohe Treter, aber nachdem dieses Problem des weiblichen Geschlechts fast auf jeder Seite zur Sprache kam, war ich dann doch etwas genervt.
Die Idee der Reihe finde ich aber nach wie vor grandios und das Paar Timur/Catalea konnte durch ihre Streitereien aber gleichermaßen durch ihre Verbindung und die sich daraus ergebende Liebe bei mir punkten. Zwar war das Ende etwas vorhersehbar, aber dennoch konnte mich Benne Schröder mich überzeugen mögliche weitere Bücher aus seiner Feder eine Chance zu geben.
Fazit: Runder Abschluss für eine außergewöhnliche Geschichte, auch wenn mich ein paar Kleinigkeiten gestört haben.
Rezensionen von Vicky:
Das Glück ist wie ein Dschinn, du musst es locken.
Das Cover scheint mir nach dem Motto 'Weniger ist manchmal mehr' gestaltet zu sein. Es sieht, in seiner Einfachheit, gut aus und passt perfekt zum Genre.
Der Polit-Thriller beginnt mit einem wunderbaren Zitat von Jean Paul Sartre welches mich bereits am Anfang des Buches zum Nachdenken anregte: Vielleicht gibt es schönere Zeiten.
Aber dies ist unsere Zeit.
Und ich muss definitiv sagen: Es ist für alle Thriller-Fans auf jeden Fall Zeit dieses Buch von Andreas Kubo zu lesen! Als ehemaliger Luftwaffenpilot der NATO hat er Autor bestimmt einen guten Einblick in die Materie des Genre 'Polit-Thrillers' und weiß dieses Wissen gekonnt einfließen zu lassen. Zu Anfang gibt es zwei Handlungsstränge welche sich nach und nach einander annähern
Die eine Hauptfigur ist Djamal, ein Deutscher mit irakischen Wurzeln. Seine Familie lebt angepasst an das westliche Leben und gut integriert. Die andere Hauptfigur ist Marc Bauer, ein BND-Abteilungsleiter.
Das Buch ist durch einen spannenden Einstieg mit beunruhigenden Gegebenheiten gezeichnet. Djamal sieht sich Anfeindungen und dergleichen gegenüber da viele Leute wegen den Flüchtlingen übernervös reagieren und er aufgrund seines Hintergrundes zum Opfer fehlt.
Aber auch die anderen Person, vor allem Yusuf und Vivian, sind sehr faszinierende Figuren. Man erkennt wie sich die Figuren im Verlauf der Geschichte verändern und weiterentwickeln.
Fazit: Der Autor Andreas Kubo bereitet das Thema Radikalisierung auf interessante Art und Weise in diesem Buch auf. Ich kann diesen Polit-Thriller jedem Fan dieses Genres nur wärmstens empfehlen.
Autor: Jens Kubo
Rezensionen von heinoko:
Abgründe von Janina Huber
Grenzüberschreitungen
Es handelt sich im vorliegenden Buch um eine Sammlung von 20 sehr unterschiedlichen Kurzgeschichten. Die Autorin hat ihrem Buch den Titel „Abgründe“ gegeben, mit dem Untertitel „20 abgrundtiefe Kurzgeschichten“. Aus dem Titel entnehme ich, dass die Autorin damit die Tiefe der Geschichten vermitteln will, sie denkt also sozusagen vertikal.
Warum auch immer – ich habe, sobald ich zu lesen begonnen hatte, eher horizontal gedacht. Mir drängte sich das Wort „Grenzüberschreitungen“ auf. Vielleicht in diesem Sinne Nähe statt Tiefe, dachte ich, insofern uns unmittelbar betreffend, keine Distanz möglich. Die Sammlung an kleinen, feinen Kurzgeschichten spielt mit Situationen des Lebens, die eine Entscheidung fordern oder gefordert haben und die oftmals rechtzeitig zu treffen versäumt wurde. Oder es werden Geschehnisse geschildert, in die man geradezu schicksalhaft hineingeworfen wird ohne eigenes Zutun und ohne Chance des Entkommens. Oder die Erzählungen muten uns die Grenzerfahrungen des hemmungslos Bösen zu.
Die Grenze zwischen dem realen Leben in all seinen Schattierungen und dem Absturz, dem Abgrund, dem Bösen, dem Grauen ist in diesen Geschichten nur hauchdünn. Eine Winzigkeit genügt, um die Grenze durchlässig zu machen oder gar ganz aufzuheben. Schöne äußere Bilder kippen unvermittelt um in finstere Gewalt oder unbedingte Ausweglosigkeit. Die Autorin lullt uns ein mit wunderschönen Naturbildern, mit behütetem Alltagsleben, mit kerzenerleuchteten Ballsälen. Und während wir noch wohlig lesend die Seite umblättern, öffnet sie unvermittelt den Blick auf Bilder des blanken Horrors und spielt so auf perfekte Weise mit unseren geheimsten Ängsten, dass wir erschauern.
Für diese kleinen, feinen, gekonnt geschriebenen Kabinettstückchen, die uns die Brüchigkeit unserer heilen Welt erahnen lassen, möchte ich meine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.
Rezensionen von diebuchrezension:
Taste of Love - Mit Sehnsucht verfeinert von Anderson Poppy J.
Herzzerreißend, romantisch, lecker...
Mit dem vierten Band der „Taste of Love“-Reihe rund um die Köche von Boston ist der deutschen Autorin Poppy J. Anderson wieder ein hervorragendes Buch gelungen. Als Hayley wieder nach Boston zurückkehrt, trifft sie auf Scott. Drei Jahre zuvor war ihre Traumhochzeit in aller Munde, als die beiden ihre Trennung bekannt geben.
Doch trotz der langen Trennung knistert es schon bei ihrem ersten Wiedersehen zwischen Hayley und Scott. Doch hat ihre Liebe nach so einer langen Trennung noch eine zweite Chance?
Das Cover ist, wie auch schon bei den Vorgängerbänden, wundervoll gestaltet und spiegelt die im Buch beschriebene exquisite Küche wieder. Schon allein das Cover steigert die Vorfreude auf das Buch.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht. Durch ihre Sprachliche Gestaltung hat Poppy J. Anderson eine wundervolle, romantische Liebesgeschichte geschrieben, die den Leser sofort fesselt. Auch wenn es mal längere erklärende Passagen gibt, wird es nicht langweilig. Sehr interessant sind bei diesem Buch auch kurze Rückblenden, die einem nach und nach verdeutlichen, wie es zu der Trennung und dem Bruch zwischen Hayley und Scott kam. Diese sind entsprechend mit Jahreszahlen übertitelt, so dass man sofort weiß, wo man sich in der Geschichte befindet und wie die entsprechend vorgestellten Ereignisse in den Gesamtkontext eingebunden werden müssen.
Ich fand die Charaktere sehr sympathisch, auch wenn Hayley zuweilen ein wenig anstrengend, sehr emotional und zickig ist. Scott ist das genaue Gegenteil von Hayley. Er ist ruhig, besonnen, freundlich und zurückhaltend. Sie sind wie zwei Gegensätze, die sich abstoßen und gleichzeitig brauchen, um sich zu ergänzen. Diese Protagonisten zeichnen den speziellen Charakter dieses Buches aus. Ich habe mich sehr gefreut, dass auch alle Hauptcharaktere aus den ersten drei Bänden wieder vorkommen. Die gesamten Charaktere sind mit einer wahnsinnigen Liebe beschrieben worden. Wundervoll. Doch nicht nur die Personen an sich sind sehr detailgetreu beschrieben worden, auch die zwischenmenschlichen Beziehungen werden sehr stark hervorgehoben. So hat Hayley beispielsweise eine sehr starke Bindung zu ihrem Vater. Da auch Scott eine Beziehung zu Hayleys Vater aufgebaut hat, entstehen Wirrungen und Vernetzungen, die dem Ganzen eine besondere Note verleihen.
Dieses Buch besticht vor allem durch seine Mischung aus Romantik, kulinarischer Raffinesse, Humor und Drama. „Mit Sehnsucht verfeinert“ ist ein faszinierendes Buch der Extraklasse, das man gelesen haben sollte.
Schaut auch gerne auf meiner website vorbei: diebuchrezension.de
Rezensionen von SLovesBooks:
The Chosen One - Die Ausersehene von Isabell May
Ich habe etwas anderes erwartet
Ich finde es super schwer dieses Buch zu bewerten. Es ist mir selten so schwer gefallen. Ich bin die ganze Zeit hin und her gerissen zwischen dem, was ich erwartet habe, was aber bitterlich enttäuscht wurde und dem, was ich bekommen habe, was mich aber wiederum in einen Zwiespalt gebracht hat.
Ich fange mal vorne an.
Auf Grund des Covers, der Kurzbeschreibung und der Leseprobe habe ich mit so etwas in Richtung Selection, Juwel etc. getippt. Anders aber irgendwie in diesem Stil. Allein schon das Cover mit diesem coolen Kleid. So war es auch anfangs. Die ersten Kapitel waren exakt das was ich erwartet habe und erinnerten mich stellenweise von der Idee entfernt an "Den Report der Magd", das ich sehr mag. Doch dann leitete die bereits im Klappentext angesprochene Flucht der Protagonistin aus dem goldenen Käfig einen derartigen Umschwung in der Geschichte ein, mit dem ich niemals gerechnet hätte. Das ganze Konzept veränderte sich. Der Schwerpunkt hat sich nicht nur verlagert, sondern es wurde ein ganz Neuer. Die Problematik der Auserwählten geriet völlig in den Hintergrund. Ab da wurde es eher zu einer trägen Geschichte über Reisende, dessen Sinn und Zweck man noch nicht fassen konnte. Erst im letzten Teil kommt die Komponente Magie hinzu und transformiert die Geschichte in eine ganz andere Richtung. Jedoch ergibt alles im letzten Teil einen Sinn. Mir hat eigentlich seit der Flucht der Protagonistin stetig etwas gefehlt. Ich wusste aber erst was es war, als ich es gefunden habe, auf den letzten 40 Seiten. Mir fehlte der Rahmen. Man bekommt über die gesamte Länge des Buches immer nur Stücke des Mittelteils des Puzzles, aber nie habe ich verstanden, warum mir die Geschichte so auseinander gebrochen ist. Erst am Ende ergab sich ein Bild. Nun mag es Leser geben, zu denen ich mich üblicherweise auch zähle, die es an Büchern schätzen, wenn sich das Gesamtbild erst im Nachhinein ergibt und man so vor eine große Überraschung/Wendung gestellt wird. Hier war es für mich aber eine Erfahrung des freien Falls. Ich wollte zwar immer wissen wie es weiter geht, aber eher aus der Motivation herauszufinden, was ich nicht verstanden habe oder ob es da etwas zu verstehen gab. Mir ist nach der Flucht die Geschichte komplett weggebrochen. Ich habe mich wie in einem anderen Buch gefühlt. Die Geschichte konnte mich auch nicht mehr fesseln im eigentlichen Sinne. Irgendwie fehlte mir was um mich darauf einlassen zu können. Aber mir war der Mittelteil auch schlichtweg zu langweilig. Erst später wurde es wieder spannend, als auch die Erzählung beschleunigte und Actionszenen ins Spiel kamen.
Insgesamt ging mir die Handlung des ersten Teils zu ruhig und glatt vonstatten. Es gab kaum richtige Highlights, die mich packen konnten. Auch für ein Jugendbuch war es für meinen Geschmack zurückhaltend. Angesichts dessen, dass es in der Geschichte um die Ausnutzung von jungen Mädchen und Frauen als unfreiwillige Gebärmaschine geht, gehe ich eigentlich auf Grund dieser damit zusammenhängenden beziehungsweise sich aufdrängenden Thematiken wie Sex, Vergewaltigung und Ausbeutung von Frauen sowie politischen Machtspielen und Entzug von Grundrechten davon aus, dass sich dieses Buch an ältere Jugendliche ab 15 oder 16 richtet, die somit auch einen anderen Anspruch bezüglich Spannung, Action und Sprachstil haben. Selbst wenn die Auserwählten nur auf den ersten Seiten eine wirkliche Rolle spielen. Deswegen finde ich die Umsetzung enttäuschend. Der Spannungsbogen und Sprachstil erinnerte mich eher an ein Jugendbuch, dass primär an ab 12-jährige gerichtet ist.
Die Liebesgeschichte in diesem Buch ist zunächst als Liebesdreieck angelegt. Dieses Gefüge verschiebt sich zum Ende allerdings beziehungsweise wird es wieder ein wenig abgeschwächt, was ich sehr schade finde. Diese Liebesgeschichte bleibt aber recht, ich weiß nicht genau wie ich es beschreiben soll, "sanft", "ruhig", "unschuldig". Jedenfalls spielt sich das meiste im Kopf der Protagonistin ab, indem sie über ihre Gefühle für die beiden Jungs nachdenkt. Über zurückhaltende vereinzelte Küsse geht es hier nicht hinaus. Was ich aber für ein Jugendbuch auch wenn es meiner Meinung nach das Alter ab 15 anspricht absolut in Ordnung ist. Es muss ja nicht immer Gott weiß wie zugehen. Deswegen mag ich diese Zurückhaltung hier durchaus. Jedoch hätte ich mir hier ein wenig mehr Drama im Liebesdreieck gewünscht. Dieses ist für meinen Geschmack recht flach geblieben. Aber das mag in der Fortsetzung vielleicht ja noch kommen.
Die Charaktere haben mir gut gefallen. Es gibt hier eine gute Mischung, sowohl was die Altersstruktur angeht, als auch die Persönlichkeiten. Einzig mit Leigh bin ich nicht so gut klargekommen, sie hat mich durchgehend fürchterlich genervt, weil ich ihr Verhalten für ihr Alter unheimlich kindisch empfand und mich oft gefragt habe, wo eigentlich der Stolz dieses Mädchens hin ist. Skadi als Protagonistin ist interessant. Sie ist noch nicht so ganz aus sich herausgekommen, findet jedoch im Laufe der Geschichte immer mehr zu sich selbst. Bei ihr habe ich oftmals das Gefühl, dass sie unbewusst oder aus dem Bauch heraus Entscheidungen trifft, deren Tragweite sie erst wesentlich später erfasst.
Der Fantasyanteil in diesem Buch ist noch recht gering. Gegen Ende wird es mehr.
Der Schreibstil lässt sich sehr flott lesen. Er ist recht einfach gehalten. Die Dialoge wirken machmal etwas platt und die Spannungskurve ist eher eine Linie bis zum Ende, wo sie etwas ansteigt. Ich hätte mir hier mehr erwartet.
Was ich aber glaube ist, dass die Autorin für den zweiten Band nun so viel Material hat, was auch bestimmt spannend wird, dass es sich wirklich lohnen könnte den zweiten Band zu lesen. Denn die wirklich interessanten Dinge kamen alle erst auf den letzten 40 Seiten. Hier sehe ich wirklich Hoffnung auf die Fortsetzung. Ein paar wichtige Fragen wurden auch noch offen gelassen. Was es zum Beispiel mit der Vergangenheit von Jaro auf sich hat. Diese möchte ich sehr gerne beantwortet wissen. Deswegen werde ich der Reihe noch eine Chance geben.
Es ist auch nicht so, dass mir das Buch insgesamt gar nicht gefallen hätte. Ich war einfach von gewissen Punkten enttäuscht. Aber der Schluss hat hier wirklich noch viel bewirkt. Und einen Pluspunkt gebe ich auch, weil ich immer am Ball bleiben wollte. Ich wollte wisse wie es weiter geht, also hat es Interesse bei mir geweckt. Mal sehen was da noch kommen wird.
Rezensionen von SLovesBooks:
Nachtlichter von Liptrot Amy
Wirklich gut
Meine Meinung:
Bei diesem Roman hat mich vor allem das große erzählerische Talent der Autorin begeistert. Sie hat einen tollen Entwicklungsroman erschaffen. Ihre Protagonistin wirkt über alle Maßen realistisch. Die Alkoholabstürze wirken detailliert obgleich die Autorin beabsichtigt nicht alles preisgeben will, was währenddessen passiert ist.
Sie setzt die Alkoholkrankheit und die daraus resultierenden Abstürzen gekonnt in Kontrast zu der Flora und Fauna der Islands. Der Leser bekommt ein ganz tolles und vor allem erzählerisch gekonnt geschildertes Bild präsentiert. Hier bemerkt man welche Macht Wort haben und welche Bilder sie entstehen lassen können ohne, dass man als Leser selbst je dort war.
Der Entzug wird in all seinen schrecklichen Einzelheiten durchlebt. Die Autorin schildert hier autobiografisch ihren Leidensweg und ist dabei schonungslos ehrlich. Es ist keine leichte Kost. Auch ist es noch lange keine Selbstverständlichkeit, dass man so offen mit seinen eigenen Fehlern umgeht und über seine Probleme schreibt.
Dieses Buch hat mich ob seiner drastischen Gegensätze beeindruckt. Es war abseits meiner Lesegewohnheiten aber genau das muss ich öfter machen. Ein tolles Buch, lediglich hätte ich mir ein wenig flüssigeren Schreibstil gewünscht, sodass es sich flotter lesen ließe.
Rezensionen von lena_kallus@msn.com:
Das Geheimnis des Winterhauses von Lark Sarah
Eine spannende Familiengeschichte mit einigen Wendungen!
Sarah Lark als Autorin war mir schon einige Jahre bekannt, allerdings für ihre historischen Romane, die überwiegend in Neuseeland spielen. Eine Familiengeschichte, die auch in der Gegenwart spielt, habe ich vorher noch nicht von ihr gelesen, war aber sehr gespannt! Familiengeschichten die auf zwei oder mehreren Zeitebenen spielen lese ich unheimlich gerne und so habe ich mich auch auf das neue Buch von Sarah Lark gefreut, da ich immerhin schon wusste, dass der Anteil in der Vergangenheit nur toll werden kann!
In dem Buch begleiten wir Ellinor auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte.
Durch eine Nierenerkrankung ihrer Cousine erfährt Ellinor, dass ihre Oma ein Pflegekind war und sie somit nicht blutsverwandt mit ihrer Cousine ist und als evtl. Spender wohl nicht in Frage kommt. Ellinor hatte zuvor keine Ahnung und möchte erfahren, wo ihre Oma herkommt und weshalb sie nicht bei ihren leiblichen Eltern aufgewachsen ist. Was sie auf ihrer Suche in Kroatien und Neuseeland alles erfährt, hätte sie wohl selbst nicht gedacht.
Ellinor ist eine freundliche und mitfühlende Person. Sie ist mit Gernot, einem launenhaften Künstler verheiratet und wünscht sich eine eigene Familie mit ihm, doch leider will es mit dem Kinderwunsch nicht so recht klappen. Ihre Familie ist ihr sehr wichtig und so ist es nicht verwunderlich, dass sie ihrer Familiengeschichte nachgehen will. Gernot ist dabei nicht sehr unterstützend und begleitet sie auf ihrer Reise nur, da er eine Chance sieht seine Kunst zu vermarkten. Allgemein ist er ein sehr unsympathischer Mensch und mir war nicht klar, was Ellinor an ihm findet. Im Internet recherchiert sie über ihre Familie und findet auch schnell Hinweise in Kroatien als auch in Neuseeland. Und genau dieser Aspekt ist auch mein einziger Kritikpunkt. Ellinor findet viel zu schnell und vor allem problemlos die richtigen Hinweise und das mehrmals. In Kroatien, als auch in Neuseeland trifft sie auf Verwandte, die ihr mehr oder weniger bei ihrer Suche helfen. Mehr möchte ich gar nicht verraten, da sonst der Überraschungseffekt verloren geht.
Es kommt nämlich oft anders als man denkt und begegnet auf Wendungen, die nicht vorhersehbar sind.
Wie schon erwähnt, handelt es sich bei dem Roman um eine Familiengeschichte, die auf mehreren Zeitebenen spielt. Zum einen befinden wir uns in der Gegenwart und zum anderen Anfang des 20. Jhs. in Kroatien und überwiegend in Neuseeland. Besonders toll fand ich, wie der Vergangenheitsteil erzählt wurde. Nämlich durch Erinnerungen von Personen, Tagebucheinträge, Buch und Briefe. Eine Idee, die mir bisher so noch nicht untergekommen ist. Gewöhnlich wechseln Gegenwart und Vergangenheit kapitelweise, hier allerdings nicht. Teilweise lesen wir ein ganzes Tagebuch am Stück oder einen langen Brief. So hat man das Gefühl mitten drin zu sein und wird nicht durch ein neues Kapitel unterbrochen. Dieses Stilmittel hat mir sehr gefallen!
Der Schreibstil von Sarah Lark war ganz ausgezeichnet! Sie schafft es mich in fremde Länder zu entführen, in denen ich bisher noch nicht war und dennoch das Gefühl habe sie zu kennen. Sowohl die Landschaft, als auch die Kultur und die Menschen wurden mir nahegebracht. So lernen wir z.B. einige interessante Details über die Kauri Bäume in Neuseeland.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir „Das Geheimnis des Winterhauses“ sehr gut gefallen hat! Der Verlauf der Geschichte als auch das Ende konnten mich überzeugen. Die Charaktere waren toll ausgearbeitet und auch das ganze Drumherum war super beschrieben. Ich würde mich freuen, wenn Sarah Lark ähnliche Familiengeschichten schreibt, die ich dann garantiert lesen würde!
Rezensionen von simone.h1:
TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen? von Miranda Megan
Vom Ende zum Anfang
Nicette reist aufgrund der demenziellen Erkrankung ihres Vaters in ihren Heimatort zurück, dem sie vor 10 Jahren den Rücken gekehrt hat. Damals ist ihre beste Freundin im Alter von 18 Jahren verschwunden und Nic hat ihre Vergangenheit zurückgelassen. Dich es deutet alles darauf hin dass viele Leute mehr über dieses nie aufgeklärte Verbrechen wissen, als sie Preis geben.
Nicht zuletzt auch der verwirrte Vater. Als dann auch noch eine zweite junge Frau verschwindet, müss sich das ganze Dorf mit der Vergangenheit auseinandersetzen!
Das Alleinstellungsmerkmal dieses Thrillers ist ganz klar die Erzählweise. Die Autorin arbeitet sich nämlich vom 15. zum 1. Tag von Nicolettes Rückkehr zurück. Gerade das ist natürlich interessant und zeichnet das Buch auch aus. Jedoch ist diese verkehrte Chronologie teilweise schwierig, da der Leser dauernd das Gefühl hat Einzelheiten nicht zu erfassen. Dies hemmt leider ein wenig den Lesefluss. Toll ist hingegen dass so gut wie alle offenen Fragen aufgeklärt wurden, obwohl dies zwischenzeitig aufgrund des Aufbaus unmöglich schien!
Die Sprache ist leicht und locker zu lesen. Jedoch verstrickt sich die Autorin teilweise in längere Gedankengänge, die die Erzählung nicht voranbringen. Obwohl ich mich an so etwas normalerweise sehr störe, ist es mir hier nicht unbedingt negativ aufgefallen.
Alles in allem handelt es sich um einen gut konstrierten Thriller, der gerade mit der ungewöhnlichen Erzählweise wirbt. Ob man sich darauf einlassen kann uns ob das Buch diese wirklich braucht, sei dahingestellt!
Rezensionen von Gaby 2707:
TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen? von Miranda Megan
Happy Pork von glücklichen Schweinen
Emma Wachs lebt allein und hochverschuldet auf ihrem von den Eltern geerbten Bauernhof mit ihren Schweinen, Hühnern, einer Kuh und dem Hund. Da fällt ihr eines Tages wie vom Himmel Max Bienen mit seinem Ferrari auf´s Feld. Das Auto zündet Emma an um die Spuren zu verwischen. Ganz langsam entspinnt sich zwischen den Beiden eine Freundschaft bis hin zu einer ganz kleinen Liebesgeschichte.
Denn Max ist todkrank...
Mit "Emmas Glück" hat Claudia Schreiber bei mir die verschiedensten Emotionen angeregt. Ich war erstaunt über eine Protagonistin, die ganz allein einen Bauernhof betreibt, sich mit absoluter Hingabe ihren Tieren widmet, sich auf der anderen Seite aber auch sehr verletzlich und schüchtern gibt. Als ich dann über den Zustand im Haus las, wusste ich, dass es doch nicht so ganz einfach ist, in der Eisamkeit allein zu leben. Als ich beim Schlachten bzw. Ausnehmen eines Schweines dabei sein durfte, kam mir doch hier und da das Grausen. Den Gestank des warmen Abbrühwasser habe ich jetzt noch in der Nase. Trotzdem empfinde ich Emma als eine starke Frau, die manches vom Leben besser verstanden hat als viele von uns.
Max und sein Freund Hans, der eine kleine Nebenrolle spielt, haben als Stadtmenschen eine so ganz andere Sicht auf die Dinge. Max tut sich anfangs etwas schwer, sich in das höfische Leben einzugliedern. Auch seine Krankheit macht ihm zu schaffen. Es ist so schön mitzuerleben, wie sich Emma und er ganz langsam an einander herantasten, wie sie sich guttun und sich jeder auf seine Weise langsam verändern bzw. weiter entwickeln.
Ich habe gelacht, geschmunzelt, gestaunt, war wütend, schockiert und wurde vor allem sehr gut unterhalten. Eine Geschichte, die so viel Wärme, Liebe und Lebendigkeit ausstrahlt und die mich sehr berührt hat. Eine Geschichte über deren Schluss man bestimmt gut diskutieren kann.
Absolut lesenswert!
Rezensionen von begine:
Die Nightingale Schwestern von Douglas Donna
Trauer und Hoffnung
Der Roman Die Nightingal Schwestern von Donna Douglas ist ein Teil einer Reihe.Ich habe die Autorin leider erst jetzt entdeckt, das stört aber nicht, ich kam schnell hinein. Der Roman spielt 1941/42 mitten im Krieg. In London wird alles knapp, da wird die Krankenschwester Jess Jago wird an ein ländliches Krankenhaus versetzt.
Gerne gesehen sind die Londoner Schwestern, nicht, sie können angeblich nicht so gut arbeiten. Der Leser erlebt die Stimmung und Kälte genau mit. Die Charaktere der einzelnen Personen sind grundverschieden. Die Arbeit ist schwer, trotzdem versuchen die jungen Frauen noch etwas zu erleben.
Das Herrenhaus von Lady Millie wird von der Luftwaffe beschlagnahmt und es wird ein Flugplatz auf dem Gelände gebaut. Millie hat schon in früheren Teilen mitgespielt, sie ist inzwischen Witwe und hat einen kleinen Sohn.
Ins Herrenhaus ziehen kanadische Flieger, da gibt es Tanzveranstaltungen. Da liegen Spaß und Trauer sehr dicht beisammen. Nicht alle Flugzeuge kommen zurück. Im Krankenhaus sind sehr viele Verwundete, das ist oft ziemlich tragisch. Die Zivilbevölkerung leidet, da ist die Diphtherie nicht selten.
Die Autorin schont uns nicht. Sie lässt aber auch der Liebe Platz.
Es war ein wahres Leseerlebnis und schön spannend. Mal macht sich der Leser Sorgen, dann gibt es auch wieder Hoffnung.
Ich möchte den Roman gerne empfehlen.








