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Rezensionen von manu63:

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Das Erbe der Macht - Band 11: Zwillingsfluch von Andreas Suchanek

Zwillingsfluch

Der elfte Band der Das Erbe der Macht Reihe aus der Feder des Autors Andreas Suchanek trägt den Titel Zwillingsfluch und enthüllt weitere Geheimnisse aus der Vergangenheit.

Mit Hilfe der Archivarin tauchen einige der Lichtkämpfer in die Erinnerungen verschiedener Charaktere ein welche im Laufe der Geschichte von Bedeutung waren und sind.

Gleichzeitig versuchen Jen und Alex die Schatulle zu finden die Mark für Jen zurückgelassen hat. Am Ende der Geschichte sind einige Geheimnisse geklärt aber es tauchen auch wieder neue auf.

Der Autor schafft es in Band 11 wieder eine gute Spannung zu erzeugen und die Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen. Suchaneks Schreibstil erzeugt immer wieder Interesse daran den Ereignissen weiter zu folgen und er verzichtet auf langatmige Texte welche die Geschichte künstlich in die Länge ziehen würden. Ereignisse folgen Schlag auf Schlag und ich bin immer wieder erstaunt wie er die Protagonisten aus gefährlichen Situationen entkommen lässt. Die Dialoge zwischen den Charaktere sind lesenswert und bringen mich auch immer wieder zum schmunzeln.

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Das Erbe der Macht - Band 11: Zwillingsfluch

Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:

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Das Erbe der Macht - Band 11: Zwillingsfluch von Andreas Suchanek

Dem 'Weissen Album' der Beatles ebenbürtig

Das außergewöhnliche Debut 'At Least For Now' (2015) des britischen Musikers, der nach Jahren des harten Strassenmusikerdarsein entdeckt wurde und seither nicht mehr semiobdachlos sein Leben fristen muss, hat mich schon letztes Jahr mehr als begeistert. Ähnlich wie im Literaturbetrieb ist es nach einem solch fulminanten Erstling zumeist schwierig, an Erfolg und Niveau des Debüts anzuschließen.

Nicht so bei Benjamin Clementine. Es scheint, dass im Herzen und Kopf dieses etwas eigen wirkenden Sängers, Pianisten und Komponisten derart viel Kreativität herumgeistert, dass das Füllen von vermutlich mehreren Alben kein Problem darstellen dürfte.

Wie schon beim Vorgängeralbum gelingt es Clementine, anspruchsvolle, zeitgemäße, detailreich arrangierte und faszinierende – tja was eigentlich? – ähhh Soul-, nein, Pop-, hhhmm Theater(?)Musik zu schaffen. Wunderschöne Melodien werden seziert, zerlegt, wieder zusammengeführt und mit schrägen, aber eben sehr reizvollen Stilbrüchen konfrontiert.

Nach x-mal Anhören des Album kann ich immer noch keinen Lieblingstrack ausfindig machen, zu gut sind einfach alle Stücke. Als Reinhörtipps seien 'By The Ports of Europe' und 'Phantom of Aleppoville' genannt – beide Songs nicht zwingend repräsentativ für das ganze Album, aber alleine wegen der zwei Perlen gehört das Album gekauft.


Ach ja und irgendwie geistert in meine Kopf beim Hören von 'I Tell A Fly' das 'Weiße Album' der Beatles herum – nicht, dass auch nur ein Song dezidiert an Beatles erinnert, aber alleine wegen der komponisatorischer Stärke, Originalität, Kreativität und Schrägheit, kann 'I Tell A Fly' es absolut mit dem 'Weißen Album' aufnehmen.

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Das Erbe der Macht - Band 11: Zwillingsfluch

Rezensionen von cosmea:

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The Ending - Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum von Reid Iain

Er. Ich. Wir

In Iain Reids Debütthriller mit dem schönen deutschen Titel “The Ending“, bei dem die Mehrdeutigkeit des Originaltitels “I´m Thinking of Ending Things“ verloren geht, ist ein Paar in einer dünn besiedelten Gegend Kanadas im Auto unterwegs zu der Farm der Eltern des Mannes. Obwohl Jake und die junge Frau erst wenige Wochen zusammen sind, will er sie seinen Eltern vorstellen.

Die namenlose Ich-Erzählerin fühlt sich zwar sehr zu Jake hingezogen, äußert aber gleichzeitig immer wieder Zweifel an der Beziehung. Schon der erste Satz – “Ich trage mich mit dem Gedanken, Schluss zu machen“ - stimmt den Leser auf die Geschichte ein. Jake und seine Freundin sprechen über eine Menge Dinge, aber sie geben kaum etwas von sich preis. Die junge Frau erzählt nicht, dass ein Stalker sie mit einer Vielzahl von Anrufen belästigt und ängstigt, und Jake scheint ebenfalls Geheimnisse zu haben. Der Leser empfindet die Atmosphäre zunehmend als unheimlich und bedrohlich. Dieses Gefühl verstärkt sich noch, als sie auf der heruntergekommenen Farm eintreffen und Jakes Eltern begegnen. Diese verhalten sich seltsam, so dass es nicht verwunderlich ist, dass Jake und seine Freundin sich trotz der widrigen Wetterverhältnisse noch am selben Abend auf den Heimweg machen. Während der Rückfahrt im Schneesturm treffen sie einige schwer nachvollziehbare Entscheidungen und landen schließlich in einer alten High School mitten in der Einöde. Hier kommt es zum Höhe- und Wendepunkt der Geschichte, den der Leser inzwischen gespannt erwartet. Das Geschehen ist mittlerweile unscharf und irreal wie ein Traum, die Auflösung überraschend, auch wenn die zwischen den Abschnitten eingeschobenen kursiv gedruckten Gespräche zweier Unbekannter den Leser darauf vorbereiten, dass etwas Schlimmes passieren wird. Es wird einen Toten geben, aber was hat diese Leiche mit Jake und seiner Freundin zu tun?
Der zunächst verwirrte Leser kommt nach einigem Nachdenken zu dem Schluss, dass es gar nicht so sehr darauf ankommt, was passiert, sondern auf die Schaffung einer Wortkulisse, die Ängste und Unbehagen auslöst. Dabei werden auch eine Reihe von Themen abgehandelt, die dem Autor offensichtlich wichtig sind: Einsamkeit, Beziehungen, Wahrheit und Wirklichkeit, Ängste und Zweifel und nicht zuletzt Identität. In einem Interview hat Reid geäußert, dass er gar nicht so genau wisse, warum er diesen Roman geschrieben habe. Aha. Noch erstaunlicher ist seine Aussage, dieser Roman sei persönlicher als seine zuvor veröffentlichten nicht-fiktionalen Texte über sein Leben. Darauf wäre ich jetzt nicht gekommen.
Das Buch liest sich nicht schlecht, obwohl ich es nicht außergewöhnlich spannend und gruselig finde. Originell ist es auf jeden Fall, aber schon etwas gewöhnungsbedürftig.

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The Ending - Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum

Rezensionen von cosmea:

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Leere Herzen von Juli Zeh

Wenn der Terrordienstleister Suizidität evaluiert

Mit “Leere Herzen“ , ihrem neuesten Roman, führt Juli Zeh den Leser in eine nicht allzu ferne Zukunft. Angela Merkel ist abgesetzt. Es regiert in der zweiten Legislaturperiode die rechtsnationale islamfeindliche BBB unter Regula Freyer. Die früheren Anhänger der Traditionsparteien gehen nicht einmal mehr zur Wahl.

Die Menschen haben keine Prinzipien und Überzeugungen mehr. Sie haben sich vollständig ins Private zurückgezogen und glauben nicht mehr an die Möglichkeit, die Welt zu verändern oder gar zu retten.
In diesem gesellschaftlichen Klima hat Britta Söldner zusammen mit ihrem Geschäftspartner Babak Hamwi eine Firma gegründet, die sich die Brücke nennt und sich nach außen hin als psychotherapeutische Praxis tarnt. Nicht einmal Brittas Mann Richard weiß, womit Britta und Babak so viel Geld verdienen. Besonders glücklich ist Britta bei all dem aber nicht. Sie hat erhebliche gesundheitliche Probleme und ist völlig überarbeitet. Die Lage spitzt sich zu, als ein stümperhaft durchgeführtes Attentat in Leipzig zeigt, dass die Brücke Konkurrenz bekommen hat und man sie aus der Reserve locken will. Britta und Babak versuchen herauszufinden, wer dahintersteckt und geraten in Gefahr.
Zehs düstere Zukunftsvision bietet viel Stoff zum Nachdenken, zumal sie Tendenzen der Gegenwart aufgreift und fortschreibt. Der Brexit ist vollzogen, weitere Staaten sind aus der EU ausgetreten und haben das Konzept vom vereinten Europa zum Scheitern gebracht. Können wir die Entwicklung noch aufhalten, verhindern, dass wir und unsere Kinder perspektivlos mit leeren Herzen leben? Überlassen wir die Welt gefährlichen Autokraten? Der spannende, auch sprachlich überzeugende Roman fordert uns auf, wieder Ziele – und zwar nicht nur materieller Art - im Leben zu haben und dafür zu kämpfen. Ein sehr empfehlenswertes Buch.

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Leere Herzen

Rezensionen von cosmea:

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Der Fall Kallmann von Nesser Håkan

Die langen Schatten der Vergangenheit

Hakan Nessers neuer Roman “Der Fall Kallmann“ spielt in der schwedischen Kleinstadt K. Der beliebte, aber ausgesprochen exzentrische Schwedischlehrer Eugen Kallmann starb unter nie ganz geklärten Umständen in einem leer stehenden Haus, wo er sich nachts mit jemand treffen wollte und von dem Schüler Charlie gefunden wurde.

Sein Nachfolger an der Bergtunaschule wird Leon Berger, der nach einem schweren Schicksalsschlag hier einen neuen Anfang machen will. In seinem Pult findet er unter zahlreichen Papieren auch vier Tagebücher seines Vorgängers mit erstaunlichem Inhalt, eine Mischung aus Wahrheit und Fiktion. Kallmann behauptet, einen Mörder an seinen Augen erkennen zu können, bezichtigt sich selbst des Mordes an seiner Mutter im Alter von 11 Jahren und war offensichtlich einem nie entdeckten Verbrechen auf der Spur. Da die Polizei die Akte geschlossen hat, beginnt Berger mit privaten Ermittlungen, zunächst allein, später im Team mit der Beratungslehrerin Ludmilla und dem älteren Kollegen Igor. In ihren Gesprächen stellen die Kollegen fest, dass niemand Eugen Kallmann wirklich gekannt hat und niemand etwas Genaues über ihn weiß. Er ist erst spät nach K. zurückgekommen, hatte keine Freunde und hat sich niemandem geöffnet. Auch unter den Schülern gibt es eine Dreiergruppe bestehend aus der 15jährigen Andrea Wester, ihrer Freundin Emma und dem hochbegabten Sonderling Charlie, die sich wie so viele an der Schule immer wieder die Frage stellt, wer Kallmann wirklich war und welche Umstände zu seinem Tod geführt haben.
Erzählt wird in der ich-Form aus ständig wechselnder Perspektive. Die Beteiligten tragen Mosaiksteinchen zusammen, die allmählich ein Bild ergeben. Jedoch kennt nur der Leser am Ende die ganze Wahrheit, nicht aber alle Beteiligten. Sie können die Zusammenhänge teilweise nur ahnen. Nessers Buch ist kein Krimi, sondern ein Roman mit Krimielementen. Er hat eine epische Breite, die dem Aufbau von Spannung zumindest in den ersten beiden Dritteln nicht förderlich ist. Die Auflösung eines unbekannten Mordfalls ist keineswegs das einzige Thema. Genauso wichtig ist die Beschreibung des sich ständig verschlechternden Klimas an der Schule, denn Neonazis treiben ihr Unwesen, und es kommt zu rassistischen und antisemitischen Übergriffen, sogar zu einem Mord an einem jungen Neonazi. Der Leser braucht Geduld und Durchhaltevermögen, wird aber durch sorgfältige Charakterisierung der Hauptfiguren und ein genaues Porträt des schwedischen Schulsystems und des Kleinstadtmilieus entschädigt. Ein atmosphärisch dichter Roman, der sich nicht einfach konsumieren lässt.

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Der Fall Kallmann

Rezensionen von rewa:

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Der Fall Kallmann von Nesser Håkan

Ein langer und schwerer Weg

In dem Roman ,, Flaschenpost- Das Ende einer Sucht´´ von Rainer Güllich, begleitet der Leser den Protagonisten Paul Schlosser, der bereits als Jugendlicher dem Alkohol verfällt und viele Jahre mit seinem Alkohol Problem zu kämpfen hat.
Paul lebt lange Zeit bei seinen Eltern und hat nie gelernt selbständig zu sein, eine eigene Meinung zu haben und diese Unsicherheit führt dazu, dass er immer öfter zu der Flasche greift.

Egal was er auch in Angriff nimmt, sei es eine Anstellung in einem Lebensmittelladen oder die Arbeit in einer Kabelfabrik, immer gibt es daran etwas aus zu setzen. Er fühlt sich unverstanden, er ist unzufrieden und auch ,,falsche Freunde´´ leisten ihren Beitrag dazu, dass er einfach Alkohol trinken muss, damit es ihm dadurch wieder besser geht, auch wenn er danach oft nicht mehr weiß, was wirklich passiert ist. Es dauert lange bis er selbst merkt, dass er ein Problem hat, das er ohne professionelle Hilfe nicht lösen kann. Zwei anstrengende Therapien müssen überstanden werden, bis Paul gestärkt für seinen zukünftigen Lebensweg als Ergotherapeut gerüstet ist und seine Alkoholsucht überwunden hat.
Da der Roman autobiografische Züge aufweist, bekommt man als Leser hautnah und aus erster Hand offen und schonungslos den Lebens- und Leidensweg eines Alkoholikers dargestellt. Der Autor berichtet sehr emotional und eindrucksvoll, welche Stolpersteine sich auf dem Weg befunden haben, die es seinem Protagonisten jahrelang schwer gemacht haben. Man spürt auch ständig den inneren Kampf den Paul Schosser immer wieder ausgesetzt ist. Von der Erkenntnis, dass man nicht aufhören kann, dass man sich selbst eingesteht ein Alkoholiker zu sein, bis zu dem Schritt, eine Therapie zu beginnen, dauert es oft sehr lange. Gut dargestellt waren auch die Szenen, wo man sieht, dass die Gesellschaft, sprich Arbeitskollegen, Freunde, Bekannte, es einem Alkoholiker oft nicht leicht machen, seiner Sucht zu Widerstehen. Im Gegenteil, wer nicht trinkt, wird nicht akzeptiert.
Da dem Autor dieses Thema sehr am Herzen lag, sind oft die Einteilungen der Kapitel nicht chronologisch geordnet. Das bereitet manchmal ein wenig Verwirrung beim Lesen, weil dadurch die Geschehnisse und Altersangaben durch einander geraten.
Ein intensiv geschriebener Roman, der zum Nachdenken anregt und der vielleicht dem einen oder anderen eine Hilfestellung bieten kann.

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Der Fall Kallmann

Rezensionen von yellowdog:

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Der Fall Kallmann von Nesser Håkan

packend

Der Roman “Verschollen in der Poison Bay” hat einen gewissen Drive, den er, angesiedelt zwischen Thriller und Katastrophenszenerie, auch gut gebrauchen kann.
Gediegen, dass sich eine untrainierte und ungeübte Gruppe von alten Freunden auf so eine gefährliche Wanderung in die raue Wildnis von Neuseeland eingelassen haben.

Callie, Bryan, Adam, Erica, Rachel, Sharon, Kain, Jack.
Diese Figuren eint ein gemeinsames Ereignis. Einst hatte sich eine Freundin als Jugendliche vor ihren Augen selbst erschossen. Das belastet sie noch heute, auf unterschiedliche Art und Weise. Und einer von ihnen hat eine dunkle Seite.
Diese Konstellation und die Atmosphäre erinnert leicht an Stephen King-Romane und deren Verfilmungen, z.B. “Es“.
Verschollen und hilflos der Wildnis ausgesetzt schleppen die einzelnen Mitglieder der Gruppe zusätzlich ihre privaten Problem mit sich herum.
Ein beschwerlicher Rückweg in Schnee, Kälte und Gefahren steht ihnen bevor.

Dieser Roman hat durch die Art, wie er geschrieben ist, eine hohe Visualität.

Geschickt wechselt die Autorin auch mal die Perspektive und zeigt außerhalb mögliche Retter, wie z.B., Sergeant Peter Hubble und Rachels Mutter Ellen
Dabei werden auch die Vorfälle der Vergangenheit untersucht.

Belinda Pollard hat mit diesem ersten Wild Crime hat einen packenden Roman geschrieben, der im positiven Sinne an Thriller aus vergangenen Tagen erinnert.

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Der Fall Kallmann

Rezensionen von LadyIceTea:

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Winterengel von Corina Bomann

Eine schöne, seichte Weihnachtsgeschichte

Anna Härtel hat es in ihrem Leben nicht leicht. Seit ihr Vater verstorben ist, schlägt sie sich, ihre zwölfjährige Schwester und ihre kranke Mutter grade so durch. Sie hilft einem Glasmacher aus und fertigt abends kleine Glasengel.
Plötzlich bekommt sie einen Brief von der englischen Königin, die ihre Engel sehen und kaufen möchte.

Schweren Herzens entschließt sie sich mit John, einem Abgesandten der Königin, die Reise anzutreten. Doch unterwegs verschwinden ihre Engel und Anna steht vor dem Nichts.

Dieses Buch ist ein schönes Buch für die Weihnachts- und Vorweihnachtszeit. Der Schreibstil ist angenehm und lädt einfach zum einkuscheln und schmökern ein.
Die Geschichte lässt sich locker von der Hand weg lesen. Die Figuren sind alle sympathisch und auch wenn es zwischendurch ein wenig spannender wird, weiß man doch schnell, wie alles ausgehen wird.
Wirklich viel Tiefe hat die Autorin ihren Figuren nicht verliehen aber doch grade genug, damit sie interessant und gut rüberkommen. Das Gleiche gilt für das Thema Gefühle und Ängste. Auch hier lässt die Tiefe ein bisschen missen aber eigentlich stört das nicht. Die Spannung könne ebenfalls ein wenig mehr sein aber auch das ist in Ordnung. Das Buch ist einfach ein schönes Buch für ruhige Lesestunden, mit sympathischen Figuren, toller Umgebungsbeschreibung und einer wirklich netten Story.

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Winterengel

Rezensionen von begine:

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Verschwörung in der Camargue von Daniel Holbe; Ben Tomasson

enorm spannend


Daniel Holbe und Ben Tomasson sind die Autoren von dem Krimi „Verschwörung in der Camargue“.
Der Archäologe Philippe Clairaux will zusammen mit Meredith Bedford Grabungen an der Krypta in Les-Maries-de-la-Mer durchführen. Denn nach einer Legende soll vor 1000 Jahren von hier die Christianisierung stattgefunden haben, das will Philippe beweisen.

Dann wird er ermordet und der Mordermittler Capitaine Jaquaes Mailard aus Arles übernimmt den Fall. Meredith unterstützt ihn. Aber es kommt zu weiteren Toten und auch Meredith wird bedrängt.
Das Ganze wird immer aufregender und gefährlicher. Da kommt es noch zu Visionen, das ein neuer Jesus kommt. Eine geheime Bruderschaft kämpft mit fast aktuellen Methoden.
Dann spielt sogar der Papst mit, in dem er nach Avignon, ein besonders geschichtsträchtiger Ort, kommt..
Capitaine Jaquaes Mailard hat alle Hände voll zu tun. Er ermittelt fast bis ans Ende seiner Kraft.
Mir waren es ein wenig viele Aktivitäten.
Mit den verschiedenen französischen Namen, musste ich sehr aufpassen, sie den richtigen Personen zuzuordnen.
Trotzdem war es ein enorm spannender Krimi mit Geschichts- und Religionsunterricht. Mich konnte er fesseln und ich möchte ihn gern empfehlen.

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Verschwörung in der Camargue

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Businessplan: Mord von Monika Mansour

Für's Schreiben brennen

Monika Mansour, erfolgreiche Autorin von vier Krimis plaudert aus dem Nähkästchen.

In ihrem Ratgeber, der nicht nur Anleitung zur Schreibarbeit liefert, beleuchtet sie auch die Dinge rundherum: Ohne Agentur ist es heute fast nicht möglich, ein Manuskript in einem Verlag unterzubringen. Sie geht auf die Arbeit von Lektoren ein und warnt vor Zuschussverlagen.

Sie nimmt auch Selbstverlage unter die Lupe und bereitet angehende Autoren darauf vor, dass sie hier das Marketing usw. selbst erledigen müssen.

Manch Leser wird nun sagen: “Schon einmal dagewesen und gelesen! Was gibt es Neues?”

Das Argument stimmt schon, aber warum tappen dann soviele Newcomer in die Falle?
Warum überschwemmen dann soviele Manuskripte die Verlage und werden nicht angenommen?

Detailliert geht die Autorin auf die Darstellung der Figuren ein. Sie rät “Steckbriefe” anzulegen (Im Anhang gibt es hierzu Muster.) Ja, auch das kennen wir aus anderen Ratgebern. Doch bei Monika Mansour wirken die Ratschläge authentisch, nicht angelesen oder aufgesetzt. Sie weiß, wovon sie spricht, äh schreibt.

Ein größerer Abschnitt ist auch den Dialogen gewidmet, die immer wieder auf ihre Rolle im Buch abgeklopft werden sollten. Bringt das Gespräch die Handlung weiter oder füllt es nur die Seiten?

Immer kehrt sie auch zur Gretchfrage zurück: Schreibt du, weil das Feuer in dir brennt oder weil du viel Geld mit dem Schreiben verdienen willst?

Auch Kritiken widmet sie breiten Raum. So teilt sie Kritik in drei Kategorien:

• Subjektive Kritik
• Kontroverse Kritik
• Objektive Kritik

Was Monika Mansour genau darunter versteht, lest bitte selbst.

Fazit:

Ein sehr anschaulicher, mit guten Beispielen durchsetzter Schreibratgeber, der auf den persönlichen Erfahrungen der Autorin beruht.

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Businessplan: Mord