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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von AngiF:

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Winterzauber in Paris von Mandy Baggot

Zwei Herzen in Paris

London: Ava wurde gerade von ihrem Freund Leo betrogen und somit zutiefst verletzt. Sie möchte sogar ihren Job als Maklerin teurer Luxusappartements aufgeben, um nur Leo und seiner Affäre, die ebenfalls in der Firma arbeitet, nicht mehr zu begegnen. Dumm nur, dass sich ihre Mutter Rhoda nun wieder Hoffnungen macht, dass Ava zu ihr in ihre Modelagentur zurückkehrt.

Denn zeitlebens versucht sie Ava zu einem Starmodel mutieren zu lassen. Gut, dass Avas beste Freundin Debs sie kurzerhand mitnimmt nach Paris, wo sie für eine Reportage recherchieren möchte.
Paris: Julien ist auch nachdem ein Jahr seit dem Tod seiner Schwester Lauren vergangen ist noch immer in tiefer Trauer. In seinem Schmerz nimmt er an, dass er der Einzige ist, der trauert und noch an sie denkt. Nur langsam begreift er, dass auch der Rest der Familie trauert, eben nur auf anderer Weise. Da begegnet er eines Abends einer Frau, die ihn vom ersten Moment an anzieht und fasziniert – Ava.

Das weihnachtliche Gefühl stellt sich bei mir schon nach den ersten Seiten des Lesens ein. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich schön, die Plätze hervorragend gezeichnet. Sofort nehme ich die schöne und natürliche Sprache der Autorin wahr, gemeinsam mit dem brillanten Schreibstil erzählt sie ihre Geschichte somit in unbeschreiblich fabelhafter Art und Weise. Der feine Humor und die leichte Ironie treffen genau meinen Stil, den ich sehr gerne lese. Die Figuren sind allesamt prächtig angelegt und passen perfekt zueinander. Die Geschichte selbst ist anrührend und bewegt mich, doch sie behält stets einen leichten, versöhnlichen Ton bei.

Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Ein goldrichtiger Roman für die Adventszeit, aber Vorsicht: er macht unbedingt Lust, Paris im Advent bei Schnee zu besuchen. Denn ebenso wie die Geschichte scheint Paris dann einen besonderen Zauber zu versprühen.

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Winterzauber in Paris

Rezensionen von vielleser18:

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Das Geheimnis des Winterhauses von Lark Sarah

Facettenreich und fesselnd

Ellinor ist Mitte dreißig und verheiratet mit Gernot. Sie leben in Wien. Ihr größter Wunsch nach einem Kind ist bisher noch nicht in Erfüllung gegangen. Als ihre Freundin und Großcousine Karla ernsthaft erkrankt, bietet sie sich als Spenderin für eine NIere an. Da beichtet ihr ihre Mutter, dass sie mit Karla nicht blutsverwandt ist.

Ellinors Großmutter Dana war nur ein adoptiertes Kind der Familie Parlov. Ellinor lässt diese Erkenntnis keine Ruhe und sie begibt sich auf Spurensuche. Eine Suche, die sie erst nach Kroatien und dann nach Neuseeland führt.
Gernot ist von ihren Recherchen wenig begeistert, doch er begleitet sie am Ende doch nach Neuseeland.
Nach und nach gräbt Ellinor die Geschichte von Dana, deren Mutter und Vater aus. Sie findet Spuren, Hinweise, Tagebücher, andere Menschen, die mit ihr verwandt sind und auf diesem Weg ändert sich für Ellinor alles. Vergangenheit und Zukunft.

Dieser Roman besticht vor allem mit seinem Facettenreichtum. Sarah Lark hat viele Stilmittel mit hinein gearbeitet, um die Vergangenheit wieder lebendig zu machen. So wird diese von einer alten Frau erzählt, es gibt ein Tagebuch, aber auch Briefe und ein Buch vermitteln die Ereignisse von damals. Ellinor, die Protagonistin stößt bei ihren Recherchen immer auf wieder auf neue Hinweise. Und der Leser mit ihr. Ellinor ist eine Frau, mit der man mitfühlt und die einem sehr symphatisch ist, auch wenn sie mit einem waren Ekel verheiratet ist. Gernot ist ein Macho, ein Schmarotzer, ein Lebemann, dennoch - Ellinor liebt ihn und in ihren Augen ist alles entschudlbar. Trotz aller Skepsis folgt er ihr nach Neuseeland - wenn er auch wieder mal eigene Interessen damit verbindet.

"Das Geheimis des Winterhauses" ist eine Geschichte, die mich von der ersten Seite in den Bann gezogen hat und sich im Verlaufe der Geschichte immer weiter gesteigert hat. Sarah Lark hat wieder einmal bewiesen, dass sie einen ungemein fesselnden und ausdrucksstarken Erzählstil hat, Und wenn man denkt, eigentlich ist alles erzählt, wird man wieder durch neue Wendungen überrascht, die man als Leser nicht vorhersehen konnte, die aber dennoch alles abrunden.
Man fühlt mit ihrer Protagonistin mit und auch die sich erst nach und nach enthüllenden Geheimnisse tun ihr ihriges um das Buch nicht aus der Hand legen zu können.
Hinzu kommen immer wieder eingeflochtene Hinweise auf die Schönheiten der Natur, so dass man Ellinor gerne in natura begletet hätte .
"Das Geheimnis des Winterhauses" - von mir absolute Leseempfehlung!!!

Fazit:
Ein Familiengeheimnis, dass sich erst nach und nach enthüllt, immer wieder neue Wendungen, immer wieder neue Arten, wie und wodurch die Vergangenheit zum Leben erweckt wird und dazu noch Verwicklungen und Gefühle in der Jetztzeit, machen diesen Roman wieder zu einem Meisterwerk von Sarah Lark !

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Das Geheimnis des Winterhauses

Rezensionen von csac:

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Drei Könige von Heinz Janisch

Drei Könige - Eine kleine Parabel über die Freude des Schenkens

Das Bilderbuch "Drei Könige" erzählt von einem, der "vergessen hatte, wer er war". Und weil es in ihm so still geworden war, machte er sich auf die Suche nach etwas, ohne zu wissen, was es sein könnte. Doch mitten im großen, lauten Weihnachtswirbel findet er nichts, das sein Herz erwärmen könnte.

Erst als er auf zwei Bekannte trifft, ändert sich seine innere Haltung: Gemeinsam mit ihnen macht er sich auf zur Familie Nowak, um diese - verkleidet als Heilige Drei Könige - zu erfreuen und zu beschenken. Dabei bestehen ihre Geschenke aus kleinen Gaben, einem Apfel, einer Schneekugel und dem Kostbarsten: Zeit. "Heute waren wir Könige", sagt einer der Männer zum Abschied leise und als sie wieder hinaus treten auf die Straße, kommt ihnen vor, als hätte der Himmel noch nie heller gestrahlt.

Fazit: Ein nachdenklich machendes Büchlein für Groß und Klein in der nicht immer stillsten Zeit des Jahres. Abseits des hektischen Trubels läd es ein, innezuhalten und darüber nachzudenken, was das eigene Herz erfüllt.

Geeignet für Kinder ab dem Kindergartenalter, um sich auf den Advent und Weihnachten einzustimmen, den oft übertriebenen Konsum zu hinterfragen und wieder zurück zu führen zu den Wurzeln.

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Drei Könige

Rezensionen von csac:

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Ratzfatz von Hageneder Maria

Ratzfatz - Ein wunderschön gestaltetes Bilderbuch zum Thema Hyperaktivität bei Kindern

Ratzfatz ist ein flinkes Wiesel. Ein ganz besonders Flinkes. Er liebt es zu zappeln, zu wuseln, zu rasen und zu toben. Während seine Schwester lieber mit Mama und Papa kuschelt, flitzt er lieber noch schnell eine Runde um den Block, denkt sich etwas Spannendes aus oder erkundet die Gegend. Nur manchmal ist er dabei zu schnell für andere, zu laut, zu unruhig und die ärgern sich dann über ihn.

Und auch wenn er der schnellste "Aufgaben-Erlediger" weit und breit ist, geht dabei manchmal auch etwas schief. Etwa dann, wenn die Eier, die er für Mama besorgen soll, in der Hitze des Gefechts auf den Boden plumpsen.
Ratzfatz ist dort, wo es laut ist und bunt. Dort, wo er mit seinen Freunden spielen kann, die auch groß und klein, wuschelig und glatt, hibbelig und zappelig, träumerisch und nachdenklich, grimmig und lustig sind. Für sie alle ist Platz in ihrem kunterbunten Haufen. Und beim Verstecken spielen sind sie alle ein tolles Team und haben viel Spass. Nur manchmal ist es ganz schön schwierig für Ratzfatz, mucksmäuschenstill zu bleiben, bis er gefunden wird. Da geht er dann doch lieber mit Papa schwimmen oder zur Füchsin toben und klettern, um danach sein Herz ganz fest schlagen zu hören - im ganzen Körper. Und manchmal, ganz manchmal, freut sich Ratzfatz über Momente der Stille und Ruhe, um danach gestärkt zu neuen Ufern aufzubrechen.

Faszit: Ein liebevoll bebildertes Kinderbuch mit einem sehr einfühlsamen, nicht wertenden Text, mit dem sich nicht nur schnelle und besonders aktive kleine Leser und Leserinnen identifizieren können. Auf anschauliche Weise wird gezeigt, was es für kleine Menschen bedeutet, "wenn der Kopf schon in der Früh bummvoll mit neuen Ideen ist". Gleichzeitig werden im Buch sanft einzelne Lösungsansätze vorgestellt, wobei die tragende Botschaft stets lautet: "Du bist liebenswert und richtig, so wie Du bist".

Ein Buch, das neben privaten Haushalten sicher auch gut im therapeutischen Setting, in Kindergärten und (Vor-)Schulen eingesetzt werden kann.

Absolute Kaufempfehlung.

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Ratzfatz

Rezensionen von Nepomurks:

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Kleine Schilddrüse - große Wirkung von Gertrud Teusen

Ein sehr übersichtliches und umfassend informatives Buch!

Mit „Kleine Schilddrüse, große Wirkung“ hat Gertrud Teusen, wie ich finde, einen sehr guten und hilfreichen Leitfaden zum Thema Schilddrüsenerkrankungen herausgegeben. Wie schon der Untertitel verspricht, findet man im Grunde „Alles über Hashimoto, Über- und Unterfunktion“! Ich war überrascht, wie vielfältig die Autorin die möglichen Erkrankungen und Probleme der Schilddrüse hier schildert und dass dabei doch sehr verschiedene hilfreiche Themenbereiche aufgegriffen und behandelt werden.

Ich bekam selber vor einigen Jahren die Diagnose „latente Hashimoto“ und habe seither Vieles zum Thema Schilddrüse gelesen. Hier im vorliegenden Buch werden alle erdenklichen Symptome, Zusammenhänge, Funktionsweisen, Behandlungsmöglichkeiten, sowie Probleme mit Knoten und Derartigem erklärt.
Gut fand ich, dass die Autorin alle Inhalte sehr klar und eingängig erläutert und das Geschriebene durchweg sehr verständlich ist. Selbst die unterschiedliche (und maßgebliche) Bedeutung von „TSH, T3 und T4“ und anderen unspezifischen Werten wird hier sehr gut erklärt. Im Ganzen fand ich das Buch ziemlich umfassend und informativ. Zudem ist es meiner Meinung wirklich gut strukturiert und übersichtlich. Man kann durch teils vereinfachte, aber dennoch detaillierte Darstellungen (manchmal tabellarisch oder schematisch) sofort sehen, in welchem Themenbereich man sich befindet und worum es inhaltlich geht.
Selbst für mich gab es noch einige neue und überraschende Informationen, obwohl ich doch schon einige andere Bücher gelesen habe. Zwar ist das Buch sehr in der klassischen Medizin verwurzelt (was mir persönlich eher zusagt), doch sind die möglichen Einflussfaktoren auf die Schilddrüse auch sehr ganzheitlich bedacht. Dazu gibt es noch weiterführende Ratschläge, z.B. hinsichtlich der Erkrankung von Kindern, Auswirkungen in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Auch Faktoren, die man nicht unbedingt mit einer Schilddrüsenerkrankung in Verbindung bringen würde, werden aufgegriffen.
Für mich war das Buch durchgängig sehr interessant und lesenswert. Wer umfangreiche und gleichzeitig spezifische, fachlich fundierte aber verständliche Informationen, Ratschläge oder einfach eine hilfreiche „Übersetzung des Ärzte-Lateins“ benötigt und sucht, ist bei diesem Buch richtig. Ich kann es absolut empfehlen, zumal das Preis-/Leistungsverhältnis absolut stimmt! 5 Sterne.

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Kleine Schilddrüse - große Wirkung

Rezensionen von Nepomurks:

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Yoga für Einsteiger Das Übungsprogramm für Zuhause. 11.02.2013. von Fraser Tara

Ein gutes Buch für den ersten Überblick!

Tara Fraser hat mit „Yoga für Einsteiger – Das Übungsprogramm für Zu Hause“ meiner Meinung nach ein ziemlich gut strukturiertes und absolut brauchbares Buch vorgelegt. Es gliedert sich in 5 übergreifende Kapitel, die sich den Themen „Einfache Prinzipien“, „Einfache Stellungen“, „Einfache Lösungen“, „Einfache Entspannungen“ und „Yoga als Ergänzung zum Sport“ widmen.

Die Texte sind in recht großer, gut leserlicher Schrift abgedruckt und alle Yoga-Übungen oder Asanas sind mit gut sichtbaren Bildern versehen. Hier ist mir gleich die sehr genaue und extrem gut sichtbare Umsetzung der Stellungen durch Tara Fraser aufgefallen, was man eigentlich nur löblich hervorheben kann - denn es gibt andere Bücher, die die Asanas längst nicht so exakt darstellen..!
Mir gefielen auch Aufbau und Strukturierung des Buches insgesamt sehr gut, da es recht intuitiv und übersichtlich ist. Zunächst werden die Basics besprochen und erläutert, die Übungen / Asanas sind dabei durchweg klassischer Art und setzen sich im Grunde aus den bekanntesten Stellungen zusammen. Zudem sind wichtige Hinweise bzgl. Fehlhaltungen oder Vorsichtsmaßnahmen bei vorhergehenden / bestehenden Verletzungen vermerkt. Wenn die Asanas zu schwierig sein sollten, bietet die Autorin im nachfolgenden Kapitel einige Abwandlungen und Vereinfachungen, dann teilweise mit Hilfsmitteln. Hier werden zu vielen Stellungen die möglichen Probleme in der Durchführung und entsprechende Lösungsansätze besprochen. Ich fand es in der Art der Darstellung ganz gut gelungen und für mich fanden sich auch noch einige brauchbare Abstufungen.. Abschließend folgen noch Entspannungstechniken inkl. Atmung, sowie Yoga-Stellungen für bestimmte Sportarten (z.B. Tennisspieler, Tänzer oder Turner, etc.) zur Stärkung spezieller Muskelgruppen (oder entsprechender Dehnung). Das Entspannungskapitel war für mich nicht so wichtig. Ich habe mich mit diesem Themenbereich nicht so sehr beschäftigt, weil ich hier schon Kenntnisse aus anderen Büchern hatte.
Insgesamt fand ich das Buch sehr ansprechend gestaltet und schön umgesetzt. Die Übungen waren gut dargestellt, sind für den Anfang sicherlich ausreichend und meiner Meinung nach auch für Einsteiger geeignet. Da ich jedoch in letzter Zeit viel Yin-Yoga praktiziere und für diesen „Yoga-Stil“ (vorwiegend Dehnung) ein anderes tolles Buch gefunden habe, kann „Yoga für Einsteiger“ nur bedingt mithalten. Die Auswahl der Asanas / Stellungen sind mir persönlich im vorliegenden Buch ein wenig zu stark durchmischt und verschiedenen Yoga-Arten entnommen (Stärkung & Dehnung, Entspannung und Atmung, etc.), was vielen Lesern / anderen Anwendern vielleicht zu gute kommt und durchaus gut gefallen könnte - mir aber nicht spezifisch genug erschien. Das Preis-/Leistungs-Verhältnis stimmt absolut und das Buch ist inhaltlich einwandfrei, aber es geht vielleicht auch noch ein wenig besser. Deshalb sehr gute 4 Sterne.

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Yoga für Einsteiger Das Übungsprogramm für Zuhause. 11.02.2013.

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Tod von oben von Jürgen Ehlers

"Ich habe Angst, dass es stimmt"


Der Hamburger Autor Jürgen Ehlers, entführt uns in eine dunkle Zeit: in die Jahre 1941/42 in die von der Deutschen Wehrmacht besetzten Niederlande.
Um der drohenden Internierung aller Deutschen in England zu entgehen, lässt sich der Student Gerhard Prange vom englischen Geheimdienst als Agent anwerben, ein wenig schwingt auch der Glaube mit, etwas „Gutes zu tun“.

Er soll über den Niederlanden mit dem Fallschirm abspringen und mit Gleichgesinnten eine Widerstandsorganisation gegen die Nazis aufbauen.
Gleich nach seiner Landung in der Nähe von Den Haag wird er entdeckt und verhaftet. Er entgeht der Hinrichtung nur, weil erstens, der Statthalter der Niederlande. Arthur Seyß-Inquart sein Nennonkel ist und zweitens, weil er sich von nun an gezwungenermaßen, als deutscher Spion verdingt.
Gerhard lernt Sofieke kennen und wohnt im selben Haus. Was er vorerst nicht weiß ist, dass Sofieke eine untergetauchte Jüdin ist, die mit dem Widerstand in Kontakt ist.
Obwohl Gerhard, nun ein Doppelagent, versucht London zu warnen, werden seine chiffrierten Funksprüche scheinbar nicht beachtet. Was wird da gespielt? Nach und nach werden die abgesprungenen englischen Spione verhaftet. Manche gleich bei ihrer Landung.
Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als Gerhard in ein Attentat auf seinen Nennonkel verwickelt werden soll.
Meine Meinung:
Autor Jürgen Ehlers ist in seinem Roman ganz dicht bei der Wahrheit geblieben. So sind bis auf Gerhard und Sofieke bzw. deren Familien alle anderen Protagonisten historisch belegt. Selbst die indifferenten Rollen, die ein Girske, Schreieder und Christmann im wirklichen Leben gespielt haben, sind authentisch dargestellt.
Auch die von England angeworbenen und per Fallschirm abgesetzten Spione haben wirklich gelebt. Die meisten von ihnen haben das Ende des Zweiten Weltkrieges nicht erlebt.
Gerhards Charakter ist geprägt von Idealismus. Obwohl Deutscher, lässt er sich von den Engländern gegen Deutschland einspannen. Anfangs glaubt er, wie so viele andere Deutsche, die Märchen der Propaganda von der „Umsiedlung der Juden in ein Arbeitslager“ als „Wiedergutmachung für die Kriegstreiberei“. Da denkt er nicht wirklich nach. Umso härter trifft ihn die Wahrheit, nämlich das Seyß-Inquart die Judenvernichtung befiehlt. Das Gespräch mit Dorli, Seyß-Inquarts Tochter, ist hier aufschlussreich. Die knapp 14-Jährige vermutet, dass ihr Vater ein Massenmörder ist, und fürchtet zu Recht die Wahrheit. Das Mädel wirkt klüger als Gerhard. (S. 269)
Auch die Gespräche mit Christmann, von dem man nicht weiß, auf welcher Seite (außer auf seiner eigenen) er steht, sind deutlich. Mehrmals kann Christmann helfend eingreifen. Was wird sein Lohn dafür sein?
Besonders fies ist Anton, der Spitzel, der als „hundsäugig“ beschrieben wird.
Interessant finde ich auch die Überlegungen von Schreieder, der schon 1942 glaubt, dass eine Invasion der Alliierten an der französischen Küste erfolgen muss/wird. Alles andere mache wenig bis keinen Sinn (S.236).
Nicht ausgespart wird auch die bedenkliche Rolle des „jüdischen Rates“, der seine Glaubensbrüder in die Vernichtungslager geschickt hat, obwohl er es eigentlich schon besser wissen hätte müssen.
Gut ist auch die Animosität zwischen Abwehr unter Admiral Canaris und der SS (Heydrich, Keitel usw.) herausgearbeitet.
Interessant ist wie sich die Menschen in ihren Alltag scheinbar gleichgültig mit den Besatzern arrangiert haben. Doch unter der Oberfläche gärt es. Aktiver und passiver Widerstand regt sich aller Orte. Der Mut der Betreuerinnen im Kinderheim, als sie die kleine Sara wieder an Gerhard und Sofieke ausfolgen, ist bewundernswert.
Gerhard macht, als er sicher ist, dass die Gerüchte rund um die Judenverfolgung stimmen, eine Wandlung durch. Hier kommt nun wieder der „Idealist“ in ihm durch, der wenigstens die Leben von Sofieke und Sara retten will.
„Man sollte keine Fragen stellen, wenn man die Antwort nicht hören will.“ (S.275)
Schreibstil:
Der ist für viele Leser wahrscheinlich gewöhnungsbedürftig. Kurz, knapp, präzise ohne Schnörksel – militärisch streng eben. Selbst die aufkeimende Liebesgeschichte zwischen Gerhard und Sofieke ist karg und schmucklos.
Mir gefällt dieser Schreibstil sehr gut, da er dem Thema angepasst ist. Die Szenen, die den Büros der Wehrmacht bzw. Abwehr spielen, unterscheiden sich von der Welt außerhalb. Noch einen Tick strenger, knapper.
Beeindruckend ist auch das Cover: Der bedrohlich wirkende Schatten Flugzeugs, Fallschirmspringer und letztlich die Samen des Löwenzahns. Den interpretiere ich als Metapher für den Widerstand, der ebenso wie der Löwenzahn auf jeder noch so kleinen und unwirtlichen Stellen wachsen kann.
Bei einigen der historischen Figuren werde ich noch zusätzliches Material suchen müssen.
Fazit:
Eine gelungene Darstellung der Situation im besetzten Holland. Gerne gebe ich 5 Sterne und warte (un)geduldig auf eine Fortsetzung.

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Tod von oben

Rezensionen von Krimine:

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Der junge Inspektor Morse.Staffel.2,2 DVDs von Jürgen Ehlers

Clevere britische Krimiunterhaltung mit viel Charme und einer ordentlichen Portion Nostalgie

Nachdem Inspektor Morse einige Tiefschläge und eine Schussverletzung verkraften musste, kehrt er nach einer viermonatigen Zeit der Rekonvaleszenz auf die Wache zurück. Dort erwartet ihn auch gleich ein neuer Fall, der überaus verworren ist und seine volle Aufmerksamkeit verlangt. Denn während eine Schönheitskönigin mit Farbe beschossen worden ist, stürzt ein falscher Zahnarzt in den Tod.

Aber nicht nur diese beiden völlig zusammenhanglosen Verbrechen halten Morse auf Trab. Auch das Verschwinden einer jungen Frau lässt ihn nicht ruhen und entgegen der Mutmaßungen seiner Kollegen findet er einen Zusammenhang, der alle drei Taten in ein und demselben Licht erscheinen lassen.

Vier neue Fälle erwarten die Zuschauer in der zweiten Staffel, die es mit wunderbar kniffligen Mordermittlungen, einem eigenbrötlerischen jungen Morse und einer ordentlichen Portion Atmosphäre verstehen, den Zuschauer zu fesseln. Dabei ist es vor allem Shaun Evans, der in der Rolle des ambivalenten und scharfsinnigen Morse zu Höchstform aufläuft und ihn dermaßen überzeugend spielt, dass alle anderen Ermittler seltsam blass erscheinen. Nur Roger Allam als Detective Inspector Thursday gelingt es, neben ihm zu bestehen, da er in der Rolle des erfahrenen und ihm väterlich zur Seite stehenden Kollegen genauso präsent und an den Ermittlungserfolgen beteiligt ist.

Zeitlich gesehen beginnt die Rückkehr des von vorangegangenen Ereignissen stark gezeichneten Morse im Februar 1966, wo er sich zunächst einmal seinen eigenen Ängsten stellen muss. Zudem wird er mehrfach zusammengeschlagen und von einigen Kollegen als Wunderkind verhöhnt. Eine Zeit, die für ihn prägend ist und sich in einem auflebenden Hang zum Alkohol und einer immer mehr hervortretenden inneren Zerrissenheit manifestiert. Deshalb ist es für das Verständnis von Morses persönlicher Entwicklung und seinem Kampf gegen die inneren Dämonen von Vorteil, die Folgen in chronologischer Reihenfolge zu sehen.

Fazit:
Clevere britische Krimiunterhaltung mit viel Charme und einer ordentlichen Portion Nostalgie. Einfach sehenswert!

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Der junge Inspektor Morse.Staffel.2,2 DVDs

Rezensionen von Nepomurks:

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Dann schlaf auch du von Leïla Slimani

Eine tragische Geschichte, die unter die Haut geht...

Leila Slimani erzählt in ihrem Roman „Dann schlaf auch du“ die Geschichte von Louise und der Familie Massé. Eine Geschichte, die verstörend, dramatisch und erschreckend zugleich ist.
Louise wird als Nanny von der Familie Massé eingestellt und soll sich somit vorwiegend um die beiden Kinder Mila und Adam kümmern.

Doch sie nimmt zunehmend einen zentralen Platz im Leben und Alltag der Familie ein. Was anfangs nicht so geplant war, entwickelt sich hier scheinbar wie von selbst und sorgt beim Lesen für jede Menge beklemmender Gänsehaut-Momente..
Slimani geht mit ihrem Roman sehr in die Tiefe der Menschen vor, von denen sie erzählt. Trotz eines vollkommen unaufgeregten Erzählstils und eines scheinbar oberflächlichen Geplänkels innerhalb der Dialoge erahnt man schnell die Kluft, die sich zwischen Louise und der Familie Massé auftut. Ich persönlich habe durch den satten und eindringlichen Schreibstil der Autorin schnell eine arge Abneigung gegenüber den Gepflogenheiten der Familie Massé empfunden. Die gesellschaftlichen Schichten sind hier derart klar abgegrenzt, dass die gesamte Szenerie bedrückend wirkt. Slimani beschreibt sehr direkt und doch oftmals unterschwellig eine äußerst beschämende Oberflächlichkeit und einen widerlichen „Großmut“ der Familie Massé, selbst wenn dies gar nicht immer offen zur Schau gestellt wird – manchmal sind es auch nur die Gedankengänge der Protagonisten, die eine tragende Rolle spielen. Louise dagegen polarisiert. Man empfindet Mitleid, aber auch tiefe Abneigung. Interessant fand ich in diesem Kontext, wie selbstverständlich Slimani in ihrem Roman mit Rollenklischees umgeht oder sogar mit ihnen spielt. Ich hatte z.B. anfangs ein völlig anderes Bild von Louise vor Augen, welches nichts mit der tatsächlichen Figur zu tun hatte und dem nicht einmal nahe kam. Leila Slimani hat mit ihrer Erzählung wie ich finde sehr großes Können bewiesen, denn in Aufbau und Inhalt wirkt der gesamte Roman einfach nur stimmig und sehr authentisch! Die Szenerien scheinen immer sehr reell und man durchlebt so manche kleinere bis größere Tragödie in einer erschütternden und zugleich packenden Atmosphäre. Die Geschichte berührt und wirft Fragen auf. Für mich war der Roman im Ganzen zudem ziemlich spannend, da schließlich gleich am Anfang des Buches das Verbrechen steht, man anschließend aber in Unwissenheit über die genauen Verläufe oder Umstände gelassen wird und sogar zurück zu den Anfängen von Louise‘s Beschäftigung bei den Massés geht. Einzig das Ende des Buches hätte ich mir anders vorgestellt, aber das mag Geschmackssache sein.. Insgesamt fand ich den Roman wirklich toll und die Inhalte klingen definitiv noch nach. Lesenswert ist das Buch allemal und ich würde es absolut weiterempfehlen!

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Dann schlaf auch du

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Prinzessin Aliki und das Regenbogen-Wunder von Kaup Ulrike

Maja, 7 Jahre aus Aldrans:

Pompöschen ist eine Fee aus dem Regenbogenland. Als Prinzessin Aliki und der Pirat Janino gerade beim Früstick sitzen, fällt Pompöschen in ihre Torte. Pompöschen erzählt ihnen vom Problem im Regenbogenland: Die Blumen sind verschwunden und ohne den Blütenstaub können die Blumenfeen den Regenbogen nicht mehr färben.

Im Regenbogenland ist alles traurig und grau. Vor lauter Langeweile streiten die Blumenfeen nur mehr miteinander. Und obendrein haben sie jetzt einen bösen, grantigen König, der sich freut, wenn die Feen miteinander streiten.

Aliki und Janino kommen mit Pompöschen ins Regenbogenland, um ihr zu helfen. Aliki hat eine Idee, wie sie wieder einen bunten Regenbogen bekommen. Pompöschen trommelt alle Feen zusammen, um den Regenbogen wieder in die richtigen Farben zu kriegen. Als Despino, der König, der immer Streit haben will, den Regenbogen sieht, ist er ziemlich grantig.

Das Buch war cool und verrückt!

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Prinzessin Aliki und das Regenbogen-Wunder