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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von heinoko:

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Das Vermächtnis der Spione von le Carré John

Meisterhaft


Eigentlich bin ich kein Freund von Romanen über Agenten, Spione und über die Geheimdienste der Welt. Aber wenn solch ein Könner des Faches schreibt, wird auch für mich das Lesen zum Genuss. Das Buch ist sozusagen der Nachlass-Roman zu den Romanen um George Smiley, insbesondere zu dem „Spion, der aus der Kälte kam“.

Wie eine Klammer umschließt dieses Buch nun die damalig erzählten Geschichten.

1961 sterben zwei Menschen an der Berliner Mauer. 2017 wird George Smileys ehemaliger Assistent Peter Guillam nach London zitiert zu einer Untersuchung des damaligen Todes der zwei Agenten. In dem Verhör werden die Geschehnisse noch einmal rekonstruiert und neu beleuchtet. Die einschlägigen Akten sind allerdings verschwunden, weil seinerzeit der Meisterspion George Smiley den eigentlichen Hintergrund verschleiern wollte. Die Zeit des Kalten Krieges ist der Dreh- und Angelpunkt des Buches. Die Person George Smiley bekommt aufgrund der Verhöre völlig neue Facetten.

Was für ein Könner ist doch le Carré! Man liest die ersten Zeilen und ist schon hingerissen von der Schreibe-Kunst des Autors. Seine detailreichen Beobachtungen sind wie feine Pinselstriche, die sich nach kürzester Zeit zu einem dichten, intensiven und mehrdeutigen Bild zusammenfügen. Die Zeitsprünge werden zu einem probaten Stilmittel, die Vielschichtigkeit dessen, was als „Mittel zum Zweck“ dient, was die Schuldfrage und Motivation betrifft, und zudem die fragwürdigen Rollen des Geheimdienstes beleuchtet. Geschichtlich-politische Realität und erdachtes Denken und Handeln der Protagonisten des Buches ergeben ein erschreckend klares Bild der schmutzigen Seite von Politik und Geheimdienst.

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Das Vermächtnis der Spione

Rezensionen von Sheena01:

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Und du kommst auch drin vor von Bronsky Alina

Originelle Buchidee

Inhalt:
Als die 15jährige Kim zusammen mit ihrer Schulklasse eine Autorenlesung besucht, ist sie wie vom Donner gerührt: Als Protagonistin dieses Buches wird eindeutig sie beschrieben, in diesem Buch scheint die Autorin Leah Eriksson bestens über ihr Leben Bescheid zu wissen, denn bis auf die Namensgebung stimmt in der Geschichte alles mit dem tatsächlichen Leben Kims überein! Kims Neugierde ist geweckt, doch als sich herausstellt, dass die Geschichte für einen von Kims Klassenkameraden tödlich ausgeht, setzt Kim alles daran, zusammen mit ihrer recht exzentrischen Freundin Petrowna, die Autorin kennenzulernen, um diese zu einer Änderung des Schlusses zu bewegen, um irgendwie das vermeintliche Schicksal des Jungen zu beeinflussen.

Handlung:
Eine sehr gruselige Vorstellung, sein eigenes Leben, bis ins kleinste Detail erzählt, in einem Buch vorzufinden! Verständlich, dass einen diese Erkenntnis erstmal völlig aus der Bahn wirft. Kim sieht sich von der Autorin ihres eigenen Lebens beraubt und versucht mit allen Mitteln, dem vorgegebenen Schicksal zu entrinnen, was sie zu recht kuriosen und erfrischend einfallsreichen Methoden greifen lässt, zu denen nur Teenager imstande sind. An diesem Punkt beginnen Realität und Fiktion zu verschwimmen, als Leser fragt man sich, inwieweit bildet sich das Mädchen alles nur ein, oder vermag die Autorin tatsächlich Einfluss auf Kims Leben zu nehmen?

Schreibstil:
Alina Bronsky bedient sich hier einer sehr modernen Sprache, von der ich mir vorstellen kann, dass sie sehr gut von Jugendlichen angenommen wird. Die Geschichte selbst wird in einer recht einfachen, aber sehr lockeren und erfrischenden Art aus der Sicht einer typischen 15jährigen erzählt, und wirkt dadurch sehr authentisch, sodass ich die 190 Seiten dieses Buches „in einem Rutsch“ gelesen habe.

Charaktere:
Die aus reichem Haus stammende Protagonistin Kim mit ihrer doch recht ich-bezogenen Art wirkt nicht unbedingt sympathisch, zumal sie die Tendenz hat, die Schuld für alles Negative, das ihr in ihrem bisherigen Leben passiert, bei anderen zu suchen und in keinster Weise bereit ist, Eigenverantwortung für ihr Tun zu übernehmen. In krassem Gegensatz dazu steht ihre beste Freundin Petrowna, die ganz augenscheinlich zwar daran zu knabbern hat, aus sehr ärmlichen Verhältnissen zu stammen, dies aber mit viel Originalität und Einfallsreichtum überspielt. Obwohl gleich alt, scheint sie in ihrem Tun wesentlich reifer zu sein als Kim, nicht zuletzt aufgrund ihrer Intelligenz und ihrem Empathievermögen, die denen einer durchschnittlichen 15jährigen weit übersteigen.

Cover:
Das Cover wirkt verspielt und dem Inhalt entsprechend jugendlich gestaltet. Sehr originell die Verwendung einer silbernen Spiegelfolie, mit der man den Titel hinterlegt hat, durch die Reflexion des eigenen Spiegelbildes hinter dem Schriftzug wirkt dieser wie ein versteckter Hinweis, der direkt an den Leser gerichtet ist.

Autorin:
Alina Bronsky wurde 1978 im russischen Jekaterinburg geboren, verbrachte ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Berlin-Charlottenburg.

Meinung:
Ich fand die Idee für diese Geschichte sehr originell, in ein Buch mit seinem eigenen Leben konfrontiert zu werden. Trotz aller - zum Teil wirklich grotesken - Situationen, in die Kim hier gerät und die einen schmunzeln lassen, wird in diesem Buch aber auch ganz alltäglichen Teenager-Problemen Raum gegeben. So bekommt man Einblick in die Gedankenwelt eines Trennungskindes, das versucht mit den neuen Lebenspartnern der Eltern klarzukommen, und in das Gefühlschaos, in das Heranwachsende bei ihren ersten Kontakten mit dem anderen Geschlecht geworfen werden.

Fazit:
Ein Jugendbuch mit der Botschaft, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, um es aktiv zu gestalten und sich nicht irgendwelchen widrigen Umständen schicksalsergeben zu unterwerfen, und damit seine Möglichkeiten zu verspielen, in den Fluss des Lebens korrigierend einzuwirken.

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Und du kommst auch drin vor

Rezensionen von Nepomurks:

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Der Stier und das Mädchen von Stefán Máni

Hochspannung!

„Wow“ dachte ich mir, als ich das erste Kapitel von „Der Stier und das Mädchen“ zu Ende gelesen hatte.. Bei mir hat es pure Gänsehaut verursacht und ich bin auch nach Beendigung des Buches vom Gesamtpaket begeistert! Es hat mich also nicht enttäuscht.
Der Thriller wirkt nach besagtem ersten Kapitel erst einmal überraschend unkonventionell, nicht zuletzt wegen einiger reichlich ungewöhnlicher Protagonisten.

Sogar der Schreibstil war für mich anfangs noch eher gewöhnungsbedürftig, was sich aber schnell legt! Gleich nach dem Anfangskapitel erfolgt ein Sprung in die nahe Vergangenheit, durch die man sich von nun an zwar nicht immer chronologisch, aber doch in stimmigen und aufschlussreichen Episoden wieder zurück in Richtung Gegenwart bewegt. Zwischen den Wechseln von Zeit und Schauplätzen findet sich durchgängig ein schlichtes „Tick Tack“ - und schon springt man zur nächsten Szenerie. Als Leser blickt man dabei immer tiefer in Abgründe, die teils erschütternd und dramatisch sind, aber trotz mancher Überspitzung auch authentisch bleiben. Die Spannung nimmt mit jeder Episode zu, bleibt bis zum Schluss erhalten und ist generell durchgängig hoch! Die Charaktere ergeben wohl erst nach und nach einen wirklichen Sinn, insbesondere „der Stier“! Aber auch hier bleibt immer alles schlüssig. Gut gefiel mir vor allem, dass der Schluss keine Fragen offen lässt und die Inhalte alle eine glaubhafte Logik ergeben.
Ich fand den Thriller wirklich spannend, an manchen Stellen aber auch erschütternd und verstörend! Insgesamt ist das Buch wirklich toll zu lesen und deshalb meiner Meinung nach ein absoluter Lesetipp!

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Der Stier und das Mädchen

Rezensionen von Nepomurks:

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Leben 3.0 von Tegmark Max

Unglaublich interessant und packend!

Max Tegmark ist ein schwedisch-amerikanischer Wirtschaftsphilosoph und Kosmologe, und lehrt seit 2000 am Massachusetts Institute of Technology (MIT) als Professor für Physik. Schon mit seinem letzten Werk ‚Unser mathematisches Universum. Auf der Suche nach dem Wesen der Wirklichkeit‘ hat er mich absolut fesseln können.

Nun hat er sein neuestes Buch „Leben 3.0 – Mensch sein im Zeitalter künstlicher Intelligenz“ vorgelegt und schreibt von den Herausforderungen, Entwicklungen und Gefahren der Künstlichen Intelligenz (KI). Die beschriebenen Inhalte sind dabei teils herausfordernd, aber vom Ansatz her unglaublich interessant und packend. Schon ganz zu Beginn wird deutlich, wie brisant die Erschaffung und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz ist (mindestens aber sein kann). Man liest schon eingangs von den maßgeblichen Vorkehrungen, die getroffen werden, um KI nur im isolierten Testlauf zu erproben – mit Bedacht und ohne jegliche Möglichkeit für die KI, einen Weg ins Netz 2.0 zu finden. Doch übernehmen wir uns im Umgang mit Künstlichen Intelligenzen nicht vollends? Sind wir dem überhaupt noch gewachsen..?!
Max Tegmark schafft hier ein tiefgreifendes und aufschlussreiches Buch, dessen Inhalte auch teilweise erschreckend sind – zumindest, wenn man sich die Ausmaße des ganzen beschriebenen Spektrums bewusst macht und in die Zukunft schaut. Der Schreibstil Tegmarks ist dem Thema und seinem wissenschaftlichen Hintergrund entsprechend stellenweise und vielleicht sogar übergreifend ein wenig anspruchsvoller, doch auch verständlich, wenn man sich den Inhalten mit Ruhe zuwendet und alles mit Bedacht liest.
Es lohnt sich meines Erachtens immer, einen Blick in die Bücher von Max Tegmark zu werfen. Sie sind lehrreich, inspirierend und interessant – so auch dieses. Ich kann das aktuelle Buch „Leben 3.0“ nur uneingeschränkt weiterempfehlen, zumindest all jenen, die sich für das doch etwas spezielle Thema interessieren.

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Leben 3.0

Rezensionen von heinoko:

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Bio-Size statt Plus-Size von Victoria Fromm

Kleiner, feiner Impulsgeber

Nur 60 Seiten! Mehr braucht es nicht, tatsächlich nicht.

„Wenn du etwas haben willst, was du noch nie gehabt hast, musst du etwas tun, das du noch nie getan hast.“
Die Autorin berichtet teils humorig in kurzen Kapiteln über ihre eigene Erfolgsgeschichte, in 9 Monaten 40 kg abgenommen zu haben.

Sie betont mehrfach, dass es ihre eigenen Erfahrungen sind, die sie weitergeben möchte. Nicht mehr und nicht weniger.
Alle wichtigen Themen sind kurz und klar aufgegriffen, wie z. B. Entschlacken, Entsäuern, Darmaufbau, Bewegung, Schlaf usw., ohne wissenschaftliche Hintergründe bemühen zu müssen. Vieles war mir fremd, wie z. B. die Konjakwurzel, auch die strenge vegane Ernährungsform liegt mir nicht. Aber da die Autorin nichts verteufelt, sondern lediglich ihren eigenen Weg erzählt, bleibt dem Leser stets die freie Wahl, wie weit und womit er der Autorin auf ihrem Erfolgsweg folgen möchte oder nicht. Und genau diese Freiheit, dem Leser die eigene Wahl zu lassen, hebt das Büchlein weit über so manchen umfangreichen Ratgeber hinaus. Umsetzen muss man aber auch hier eine veränderte Essens- und Lebensform selbst aus eigenem Erkennen heraus. Dazu ist das Büchlein ein überzeugender, knackig kurzer, beeindruckender Impulsgeber!

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Bio-Size statt Plus-Size

Rezensionen von Gaby 2707:

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Neue Kinder(reim)geschichten von Anja Stroot; Aaron Stroot; Christina Stroot

Eine tolle Mutter-Tochter-Sohn-Produktion

Zusammen mit ihren Kindern Christina und Aaron, die wunderschöne farbige Bilder zu ihren Geschichten gemalt haben, hat Anja Stroot Neue Kinder(reim)geschichten geschrieben. Auch sie selbst trägt mit einigen Zeichnungen zur Untermalung ihrer Geschichten bei.
Reime, Geschichten und Bilder erzählen von der Ballerina Frieda, dem Engel von Wolke 808, einem Weißkopfseeadler, Trixi und der Wünschekutsche, dem Erfinder Kruxi Muff und noch vielem Anderen.

Was ich toll finde: Hier sind auch Bilder dabei, die mich einladen mir selbst eine Geschichte oder einen Reim dazu auszudenken. Und ein Bild läd zum Ausmalen ein.
Die Reime lesen sich so eingängig, dass sie die Kinder bestimmt bald auswendig können. Die Geschichten haben eine tolle Länge, dass ich sie mir auch sehr gut als Gute-Nacht-Geschichten vorstellen kann. Es sind aber nicht einfach nur Geschichten, sondern sie regen zum Nachdenken und zum darüber reden an.
Die Geschichten und Gedichte eignen sich aber nicht nur zum Vorlesen. Durch die große Schrift können sich auch Leseanfänger sehr gut daran versuchen. Genau richtig für einen Kuschelnachmittag in der jetzt so kalten Jahreszeit. Da machen gerade die Bilder richtig gute Laune.
Das Highlight für mich bei diesem Buch sind die Bilder von Christina und Aaron. Sie bestechen durch viele Kleinigkeiten, die entdeckt werden wollen und sie regen zum nachmachen an. So kann die Mama oder die Oma ein kleines Gedicht kreieren und die Kinder malen dazu ein Bild. Oder zu Mamas Bild kann eine Geschichte erzählt werden. Also zum Buch am besten gleich Malblock und Buntstifte dazu schenken.
Zum Abschluss des Buches stellen sich Christina, Aaron und Anja mit Fotos vor, so dass ich sehen kann, wer dieses tolle Buch gestalten hat.
Ich bin auch von diesen Neuen Kinder(reim)geschichten absolut begeistert. Und ich bin mir sicher, die Kinder werden es genauso lieben.

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Neue Kinder(reim)geschichten

Rezensionen von m.leitinger:

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Zartbitter von Petra Herzgsell

Temporeiche Beziehungsgeschichte am Fuschlsee

Gepackt wird man gleich zu Beginn des Romans, als die Protagonistin von gemalten Ritteraugen durch den Speisesaal verfolgt wird. Sie ist im Hotel Lambert, das sie schon als Kind besucht hat und sich an so manches wieder erinnern kann. Die Beschreibungen rund um den Fuschlsee in Salzburg bringen allen jenen, die die Umgebung kennen, diese Bilder lebhaft in Erinnerung - für die anderen mag es ein Anreiz sein, sich diese Gegend mal anzuschauen.

Auch die Männer spielen in der Geschichte eine tragende Rolle - so wie man es sich häufig vorstellt. Die beiden Kontrahenten sind komplett konträr, obwohl sie vieles aus der Kindheit verbindet. Doch auch in dieser Geschichte gibt es etwas, das nun zwischen ihnen liegt.
Neben der Aufgabe, sich als Hoteldirektor zu beweisen, kommt Max auch in einen Gefühlsstrudel und so manche Verwechslungen ergeben eine attraktive, sehr unterhaltsame und packend erzählte Beziehungsgeschichte.
Und wie gesagt: auch für Männer einen "Ausflug" an den Fuschlsee wert.

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Zartbitter

Rezensionen von Bluemoon:

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Das Handbuch der ketogenen Ernährung von Fabrizio P. Calderaro

Ein sehr gutes literarisches Werk!

Mir gefällt dieses Buch besonders gut, denn das Buch verfügt über einen Anhang (Glossar), indem alle Fachbegriffe genau erklärt werden. Sehr informativ und interessant, vor allem das Kapitel über Migräne, Depression und Zuckerausstauschstoffe. Lobenswert.

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Das Handbuch der ketogenen Ernährung

Rezensionen von lenicool11:

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Kleine Stadt der großen Träume von Backman Fredrik

Nur Eishockey? Oder doch mehr?

Inhalt
Wer glaubt noch an Björnstadt? Es liegt viel zu weit hinter den dunklen Wäldern im Norden. Doch die Menschen hier halten zusammen. Und sie teilen eine Leidenschaft, die sie wieder mit Stolz erfüllen könnte. Die den Rest der Welt an Björnstadt erinnern könnte. Vielleicht sogar Arbeitsplätze bringen, eine Zukunft.

Deshalb liegen alle Träume und Hoffnungen nun auf den Schultern ein paar junger Björnstädter. Noch ahnt keiner in der Stadt, dass sich ihre Gemeinschaft über Nacht für immer verändern wird.

Meine Meinung
Als ich das Buch zur Hand nahm war ich total gespannt was für eine Geschichte Backman diesmal mit viel Humor erzählt .... und er hat mich überrascht. Alleine das erste Kapitel ist mal etwas ganz anderes für ihn und trotzdem habe ich mich ab der ersten Seite wohl gefühlt. Björnstadt ist ein Ort im Nirgendwo mit vielen Problemen, der Autor stellt diese Gefühlswelt perfekt dar. Er hat eine emotionale und spannende, mit sehr viel Tiefe ausgestattete Geschichte entwickelt. Das Buch regt zum Nachdenken an und öffnet die Augen über die Kultur im Sport, aber auch über die Verletzlichkeit von Mädchen und Frauen.

Die Protagonisten in diesem Buch sind wirklich einsame Spitze gewesen, man konnte ihre Handeln nachvollziehen, auch wenn man mit ihnen nicht immer einer Meinung war. Backman hat meinen größten Respekt, dass er sich an so ein Thema herantraut und trotz dieses Themas das Buch mit seinem tollen Humor spickt.

Fazit
Jeder der Backman mag wird begeistert sein, auch wenn es ein wenig anders ist als die vorherigen Bücher. Und jeder der einfühlsame Geschichten mit Humor mag, empfehle ich dieses Buch. Ich warte jetzt sehnsüchtig auf den zweiten Band und den nächsten Backman überhaupt.

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Kleine Stadt der großen Träume

Rezensionen von Maeddsche:

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Der Serienkiller, der keiner war von Dan Josefsson

Potenzial nicht genutzt

Cover:
Das Cover ist schlicht und trotzdem aussagekräftig. Der in weiß auf schwarzem Hintergrund abgebildete Wald stellt für mich einen Zusammenhang zum Einstieg des Buches her, in dem wir die Ermittler bei der Suche der angeblichen Leichen in einem Wald begleiten. Die rote Schrift wirkt auf dieser farblosen Darstellung gleich noch deutlicher, was dadurch unterstützt wird, dass sie erhaben ist.

Insgesamt ein schön gestaltetes Cover, das ansprechend wirkt.

Inhalt:
Wie Cover und Klappentext schon verraten, handelt es sich um einen der größten Justizskandale der Geschichte Schwedens, von dem ich – bis zu diesem Buch – noch nie etwas gehört hatte.
Als Einstieg begleiten wir die Ermittler bei ihrer Suche nach den angeblichen Opfern von Sture Bergwall alias Thomas Quick. Dieser Einstieg war der Grund warum ich das Buch überhaupt lesen wollte, da er sehr interessant gestaltet ist und Lust auf mehr macht.
Danach folgt aber erst einmal ein langer Part der sich mit den Psychotherapeuten beschäftigt, die direkt oder indirekt mit Stures Fall zu tun hatten.
Insgesamt ist das Buch in verschiedene Kapitel unterteilt, die auch in einer Inhaltsangabe aufgelistet sind, was daran liegt, dass es sich hierbei um ein Sachbuch handelt und nicht etwa um einen Krimi nach wahrer Begebenheit.
Leider hat mir der Stil des Autors absolut nicht zugesagt, sodass ich das Buch nach circa der Hälfte abgebrochen habe und somit auch nicht mehr zum Inhalt sagen kann.

Fazit:
Mir war der Part über die Psychotherapeuten einfach zu ausführlich und zu fachsimplerisch. Man wurde mit Fachbegriffen und Personen geradezu überschüttet und alles wurde bis ins kleinste Detail ausgeführt. Klar, um die Intentionen und das Handeln der Psychotherapeuten nachvollziehen zu können, muss man ein gewisses Hintergrundwissen haben, das war aber eindeutig zu viel des Guten – auch für ein Sachbuch. Trotz dieser Genrezugehörigkeit handelt es sich bei dem Thema um einen Justizfall, der von sich aus schon spannend ist. Der Autor hat es meiner Meinung nach versäumt diese Spannung aufzugreifen und sich zu Nutzen zu machen.
Ich habe den Teil über die Psychotherapeuten nicht ganz zu Ende gelesen und bin dann zu dem Kapitel gesprungen, wo es wieder mehr um den Fall und Sture/Thomas ging. Dieser Sprung, bei dem ich knapp 100 Seiten ausgelassen hatte, gelang mir problemlos und bestätigt mir somit, dass diese detaillierten Ausführungen nicht nötig waren um den eigentlichen Fall zu verstehen. Zwar war der Teil über den Fall dann wieder etwas interessanter, mir war die Lust an dem Buch zu diesem Zeitpunkt aber schon vergangen, sodass ich mich entschied es nicht mehr weiter zu lesen.
Vielleicht gebe ich dem Buch irgendwann noch einmal eine Chance und lese nur den Teil über den eigentlichen Fall. Aktuell habe ich daran erst einmal kein Interesse, was ich schade finde, da die Story viel Potenzial hat – die Umsetzung hat nur nicht gestimmt.

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Der Serienkiller, der keiner war