Kunden em pfehlungen
Rezensionen von csac:
Mehr Kopf als Tuch von Leyla Derman; Kübra Gümüsay; Soufeina Hamed; Anja Hilscher; Dudu Kücükgöl; Haliemah Mocevic; Kevser Muratovic; Maisa Pargan; Nadia Shehadeh; Betül Ulusoy; Menerva Hammad; Munira Mohamud; Fatima Moumouni
Vertraute Fremde - Einsichten in die Lebenswelt muslimischer Frauen in Österreich und Deutschland
Mehr Kopf als Tuch" ist ein Buch über starke, selbstbewusste, gebildete muslimische Frauen aus Österreich und Deutschland, die in insgesamt elf persönlichen Geschichten und gesellschaftskritischen Analysen Einblick in ihre Lebenswelten geben. Dabei fügen sich die einzelnen Erzählungen zu einem bunten Kaleidoskop an Bildern, Gefühlen, Erfahrungen und Erlebnisse dieser Frauen zusammen, die berühren, verwundern, irritieren, beschämen.
.. in jedem Fall aber bereichern und zum Nachdenken anregen.
Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Bereits das Vorwort ließ mich schallend lachen: Eine Wienerin mit Kopftuch, genauer gesagt eine Kassierin, die den Kunden an der Kasse im breiten Wiener Dialekt fragt, ob er auch eine Tüte braucht: "A Sakkal ah"? Der Kunde blickt kurz verwirrt von seiner Geldtasche auf, lächelt dann und antwortet in einem leichten Sing-Sang, während er mit Kopf und Oberkörper vor und zurück wippt: "Asakkallah, Asakallah". Er verlässt den Laden in dem Glauben, sich weltoffen und kosmopolitisch präsentiert zu haben und lässt dabei eine völlig irritierte, Kopftuch tragende Wienerin zurück.
Solche und ähnliche Begebenheiten im Buch lassen den Leser Schmunzeln, sich stellenweise auch ärgern oder aber selbstkritisch fragen: Wie hätte ich in einer solchen Situation reagiert?
Es stimmt nachdenklich, wenn Kevser Muratovic in ihrer Abwandlung über den langen Weg der Integration feststellt: "Die Festschreibung auf ein einziges Identitätsmerkmal ist ein enges Korsett, dessen einschränkende Wirkung mal mehr, mal weniger stark empfunden wird", und sich infolge fragt: "Es war und ist mir schon immer ein großes Rätsel gewesen, warum Menschen mit Migrationshintergrund bestenfalls Spezialisten für Migrationsthemen sein konnten". Diese Reduzierung auf das, was anders ist bzw. als fremdartig wahrgenommen wird, verstellt den Blick auf die unzähligen anderen Identitätsanteile, die einen solchen Menschen noch ausmachen. Befreiung erfährt die Autorin laut eigenen Angaben erst in der Anonymität der Masse, in der sie eine unter vielen, gleich und doch einzigartig bleibt.
Amani Abuzahra betrachtet in ihrem Essay Europas Verhältnis zu Muslimen im historischen Kontext und streicht hervor, wie lange diese in unseren Breitengraden bereits beheimatet sind bzw. wie nahe und vertraut uns das vermeintlich Fremde als Teil unseres Kulturgutes tatsächlich ist.
Haliemah Mocevic zeigt auf, dass Schubladisierung und klischeehafte Denkmuster selbst vor dem universitären Bereich nicht Halt machen. So wird sie als ausgebildete Psychologin und Teil des Uni-Teams in ihrer Vorbereitung einer Veranstaltung von einer vor Ort anwesenden Lehrerin mit der Feststellung begrüßt, die Abendschule befinde sich in einem anderen Raum. Offenbar war dieser Frau das Klischeebild der bildungsfernen Muslimin wesentlich vertrauter, als der offensichtlichere Gedanke, die "Kopftuchträgerin" mit dem Projektmaterial in Händen könnte tatsächlich Teil des vorangekündigten Uni-Teams sein.
Lelya Derman wiederum beschreibt eine gar nicht so sonderbar anmutende Woche einer muslimischen Frau, Ehefrau und Mutter, die sich - mit Ausnahme des Kopftuches und des Rituals, abends noch Kaffee zu konsumieren - gar nicht sonderlich vom eigenen Leben zu unterscheiden scheint. Und nein, es kommen darin weder gewalttätige, böse Ehemänner, noch Schläge, Blutvergießen und Racheakte vor. Dafür aber wird von Rangeleien mit dem Partner berichtet, wer morgens mit den Kids aufsteht, das Abendessen zubereitet etc,... Selbst die geschilderten Ärgernisse mit ungeduldigen Mitmenschen, die sich an der Kasse frech an Müttern vorbei drängeln, die greinenden Kinder dabei wohlweislich ignorieren und auf empörte Aufschreie mit unflätigen Aussagen reagieren, erscheinen nicht völlig unbekannt und neu. Das scheinbar Fremde zeigt sich hier vertraulich nahe.
Faszit: Abseits von der Klischeefigur der muslimischen Frau, wie sie in vielen Medien und Teilen der Politik verkörpert wird, die unterdrückt und zwangsverheiratet, ungebildet und unmündig ein Schattendasein fristet, leben die vorgestellten muslimischen Frauen ein "ganz normales" Leben, haben Träume, Wünsche und Sehnsüchte und treten für diese ein. Sie sind Ärztinnen, Technikerinnen, Mütter, Geschäftsfrauen, Hausfrauen, Lehrerinnen, Anwältinnen, Akademikerinnen, Ehefrauen, Pädagoginnen, Nachbarinnen, Freunde und vieles mehr.
Das augenscheinlich Fremde dieser Frauen in Form eines Kopftuches kann dabei nicht mehr über das Vertraute, das Vereinende und Nähe-Stiftende hinwegtäuschen.
In diesem Sinne regt das Buch dazu an, "die Scheuklappen abzunehmen, den Kopf zu heben, sich umzuschauen und zu sehen", was nicht auf den ersten Blick sichtbar gemacht wird. Und es ermutigt, sich für ein solidarisches "Wir" einzusetzen, Frauen mit unterschiedlichen Selbstkonzepten in den unterschiedlichsten Lebenswelten als Bereicherung zu erleben und sich für diese Vielfalt und Einzigartigkeit stark zu machen – Ja zu sagen zu Menschen, mit oder ohne Kopftuch.
Absolute Kaufempfehlung.
Rezensionen von lena_kallus@msn.com:
Die Geschichte der getrennten Wege - Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3) von Elena Ferrante
Starker dritter Teil!
Bereits die ersten beiden Teile der Neapolitanischen Saga konnten mich restlos begeistern und so habe ich mich unheimlich auf den dritten Teil gefreut! Man ist auch sofort wieder im Geschehen drin und findet zur Not auch eine Zusammenfassung der bisherigen Handlung ganz zu Beginn des Buches.
Wir begleiten Elena und Lila in den 70er Jahren in Italien.
Beide sind nun verheiratet und führen ihr Familienleben größtenteils getrennt voneinander. Dennoch kommen sie nie wirklich voneinander los. Elenas Leben verläuft ganz anders als das von Lila. Sie hat eine gute Partie gemacht und ist erfolgreich mit ihrem ersten Roman. Lila hat sich von Ihrem Mann getrennt und schlägt sich allein mit ihrem Sohn durch.
Man könnte meinen, dass Elena das bessere Los gezogen hat, dennoch beneidet sie ihre Freundin. Während Elena versucht es allen recht zu machen und oft unsicher ist, sagt Lila gerade heraus ihre Meinung und handelt auch danach, eckt damit aber auch an. Dennoch wird sie gerade wegen ihres starken Charakters geachtet. Dass merkt auch Elena und bewundert ihre Freundin dafür, hegt aber auch dunkle Gedanken in Bezug auf ihre Jugendfreundin, weil sie selbst gerne so stark wäre.
Der dritte Teil ist der bisher politischste der Reihe. Es gibt viele Unruhen und Elena und Lila sind ebenfalls betroffen und müssen Stellung beziehen, wodurch wieder Spannungen zwischen ihnen entstehen.
Elena Ferrantes Schreibstil ist ganz ausgezeichnet. Sie versteht es die Spannung zu halten, auch wenn sie viel über alltägliches schreibt. Ich finde, es ist nicht selbstverständlich eine Geschichte über zwei Freundinnen so aufregend zu erzählen und das vor allem über vier dicke Bücher lang. Die Autorin hat Charaktere geschaffen, die unbeschönigt dargestellt werden. Man soll sie nicht bewundern oder gern haben, sondern auch ihre dunklen Seiten kennenlernen, die in jedem Menschen stecken können. Dennoch möchte man Elena und Lila begleiten und giert nach jeder Information, die man zu ihnen erhalten kann.
Nun heißt es auf den vierten und letzten Teil warten! Ich bin schon sehr gespannt, wie es ausgehen wird und kann es kaum erwarten weiterzulesen.
Rezensionen von PFIFF:
Unsere Jahre in Miller's Valley von Quindlen Anna
Was bedeutet Heimat
Mimi Miller wächst in einem Dorf auf, das in einem Tal liegt, das geflutet werden soll. Die Regierung versucht di Bewohner umzusiedeln. Einige gehen freiwillig weg, andere wollen um jeden Preis bleiben.
Mimi bekommt die Chance, Medizin zu studieren, durch ein Stipendium und auf Grund ihres Lerneifers.
Sie verlässt die ländliche Umgebung, ihre Familie und Jugendfreunde. Durch den Abstand sieht sie nun alles klarer, erkennt falsche Freundschaften, trennt sich von ihrer Jugendliebe und leidet unter dem Verschwinden ihres großen Bruders, der auf die falsche Bahn geraten ist.
Als ihr Vater stirbt, entscheidet sich ihre Mutter, wegzuziehen. Mimi entdeckt Seiten an ihrer Mutter, die sie bisher nicht kannte und stösst zufällig auf ein Familiengeheimnis.
Was ist Heimat und wie wichtig ist sie für einzelne Menschen. Dieses Thema und viel Zwischenmenschliches beleben Quindlens neues Buch auf gewohnt gekonnte Erzählweise.
Rezensionen von Leserin71:
Schwarzbubenland von Christof Gasser
Menschlich, spannend, tiefgehend
Die Journalistin Cora Johannis wird beauftragt, eine Vermisste und mittlerweile für tot Erklärte ausfindig zu machen, da ihrem Mann eine Medallion geschickt wurde, das ihr gehörte. Cora setzt sich mit allen Mitteln für die Aufklärung ein. Als noch zwei weitere Morde geschehen, gerät auch sie selbst in die Schusslinie.
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Meine Meinung:
Der Prolog hat meine Neugier geweckt. Die eigentliche Handlung beginnt nur etwas langsamer. Christof Gasser gelingt es, immer wieder noch einen drauf zu setzen. Das Ende war überzeugend, aber nicht nur das.
Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, allen voran Cora Johannis. Sie ist eine Frau mit zwei fast erwachsenen Kindern, die ihren Lebensunterhalt erkämpfen muss. In den Konflikten, die sie v. a. mit ihrer pubertierenden Tochter austragen muss, zeigt sie eine große Tiefe und Selbstreflexion. Die Polizeibeamten, die auch in anderen Krimis des Autors im Focus stehen, treten hier in der Nebenrolle auf.
Das Schwarzbubenland liegt im Schweizerischen Kanton Solothurn und war mir bis dato unbekannt. Der Autor beschreibt sehr schön die Landschaft des Jura und die Eigenheiten der dörflichen Bevölkerung. Natürlich richtet sich die Schreibweise nach den schweizerischen Regeln der Rechtschreibung, Helvetismen eingeschlossen. Dass der Krimi auch mit heiteren Passagen aufwartet, habe ich als zusätzliches Plus verbucht.
Mein Fazit:
Toll gestrickter Krimi, sympatische Ermittlerin, großes Kopfkino - 5 Sterne.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Gefährliche Kaninchen (2). Lakritze zum Frühstück von John Kirsten
Jana, 9 Jahre aus Aurach,
Das Buch war sehr cool!
Am Anfang war es etwas schwierig zu lesen, weil der Text schwer zu verstehen war - zumindest für mich. Doch dann wurde es spannend.
Es geht um zwei Kinder (ein Junge und ein Mädchen namens Max und Leonie), die befreundet sind. Die Mutter des Jungen will mit ihm nach Dänemark fahren, um Flechten zu sammeln.
Sie ist eine Forscherin. Max fragt seine Mutter und Leonies Mutter, ob seine Freundin Leonie mitfahren darf. Die Mütter willigen ein.
In Dänemark überrascht sie ein nie enden wollender Dauerregen. Max' Mutter rutscht beim Flechtensammeln in eine Felsspalte. Ein netter Nachbar namens Peer rettet sie aus der Felsspalte und bringt sie zu den Kindern zurück. Max und Leonie vermuten, dass der Mann ein Troll ist, weil er groß und stark ist und am Körper viele Haare hat. Der Nachbar hat ungewöhnliche Angewohnheiten, z. B. geht er bei Regen nackt im See baden. Peer benimmt sich irgendwie seltsam. Die Kinder nehmen sich vor ihm in Acht.
Zum Schluss rettet Peer Leonie und Max vor einer Flut im Bootshaus, und sie erfahren fast alle Geheimnisse von Peer.
Rezensionen von Maeddsche:
TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen? von Miranda Megan
Besondere Erzählweise - durchschnittliche Handlung
Autor: Megan Miranda
Verlag: Penguin
Preis: 15,00 € – Klappenbroschur
Seitenzahl: 430
ISBN: 978-3-328-10162-8
Weitere Formate: eBook, Hörbuch
Cover:
Die Gestaltung des Covers ist wirklich einzigartig, ich habe bis jetzt kein vergleichbares gesehen. Zum einen sticht der große, neonpinke Titel auf dem ansonsten schwarz-weißen Cover natürlich sehr deutlich hervor.
Zum anderen ist das Cover auch haptisch sehr liebevoll gestaltet. Die verschwommen aussehenden Buchstaben des Untertitels sind mit einer Art Schicht überzogen, die dafür sorgt, dass sie sich rauer anfühlen. Auch auf den im Hintergrund abgebildeten Bäumen sind immer wieder Stellen rauer als andere, fast wie Kratzer. Dadurch wirken die Bäume sehr realistisch, da es sich anfühlt wie Baumrinde. Gleichzeitig stellen sie einen Bezug zum Inhalt des Buches her. Das Verschwinden beider Mädchen steht in Zusammenhang mit dem Wald, in dessen Nähe sich das kleine Städtchen Cooley Ridge befindet.
Inhalt:
Der Klappentext ist meiner Meinung nach recht lang und fasst den Inhalt des Buches dementsprechend schon ideal zusammen, sodass es schwer ist hier noch eigene Worte zu finden. Ich kann daher nur noch ergänzend sagen, dass das Buch nicht von Anfang an rückwärts erzählt wird, sondern mit Tag 1 beginnt, dem Tag, an dem Nic in Cooley Ridge ankommt. Man begleitet sie dann von Tag 15 ab rückwärts und erfährt dabei nicht nur was mit Corinne und dem anderen Mädchen passiert ist, sondern auch welche Beziehung sie zu Nic und all den anderen handelnden Personen hatten. Die Tage stellen sozusagen die Kapitel dar, wobei das Buch insgesamt noch einmal in drei Abschnitte unterteilt ist.
Fazit:
Was dieses Buch zu etwas Besonderem macht, ist ganz klar die Erzählweise, wobei diese vermutlich auch nicht für jeden etwas ist. Ab und zu habe ich beim Lesen dann doch kurz nachdenken müssen und die Sinnhaftigkeit hat sich mir erst erschlossen, als ich mich wieder bewusst daran erinnert habe, dass das neue Kapitel nun wieder einen Tag früher spielt. Ich kann mir vorstellen, dass sich manch einer davon in seinem Lesefluss zu sehr gestört fühlt. Mir persönlich hat das nichts ausgemacht und vor allem wenn man größere Abschnitte am Stück liest, gewöhnt man sich dann doch daran. Die Erzählweise war letztendlich auch der Schlüssel zur dauerhaft aufrecht gehaltenen Spannung und es war sehr interessant wie so manches am Ende Sinn gemacht hat, was einem während des Lesens mehr als komisch vorkam.
Was die Handlung angeht, muss ich allerdings sagen, dass sie eher durchschnittlich ist und für mich ein Teil des Endes auch leider sehr vorhersehbar war. Was vor zehn Jahren mit Corinne passiert ist, beziehungsweise wer für ihr Verschwinden verantwortlich war, war für mich nach den ersten zwei bis drei Kapiteln klar, ohne dass es dafür Hinweise gegeben hätte. Lediglich das „Wie?“ war noch offen. Dafür war das was mit dem anderen Mädchen passiert war tatsächlich eine Überraschung und hätte ich so auch nicht vermutet. Allerdings war es trotz des Überraschungsmoments eher unspektakulär und innerhalb weniger Seiten abgehandelt.
Abschließend kann ich sagen, dass ich das Buch weder als schlecht noch als gut bezeichnen kann – es ist okay. Ich war beim Lesen auf jeden Fall unterhalten und zu keiner Zeit gelangweilt, es ist aber, abgesehen von der Erzählweise, keine Besonderheit. Somit würde ich hier keine Leseempfehlung im klassischen Sinne aussprechen. Wer sich aber durch den Klappentext angesprochen fühlt, sollte mit diesem Buch ein paar angenehme Lesestunden haben.
Rezensionen von begine:
Dunkle Vergangenheit | Wie weit würdest du gehen, um dein Kind zu retten? von Patricia Walter
Überaus spannend
Dunkle Vergangenheit von Patricia Walter ist ein spannender Psychothriller. Ich habe von der Autorin noch nichts gelesen. Sie ist für mich eine Neuentdeckung. Der Schreibstil ist fesselnd.
Die TV-Journalistin Kim Jansen wird von einem Selbstmörder aus der Wohnung gelockt. Sie lässt ihre 8jährige Tochter kurz allein in der Wohnung.
Lilly wird entführt und der Entführer fordert von Kim, das sie eine Tat öffentlich gesteht, oder Lilly stirbt. Kim will den Entführer vor der Polizei finden. Ab und an war mir Kim etwas unglaublich, aber später erklärt sich alles.
Die Autorin versteht gut uns Leser an diesem Drama teilzunehmen. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite so gefesselt, das ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Bis zuletzt muss man um Lilly zittern. Manchmal hat die Autorin eine Person verdächtig werden lassen. Ich musste aber bis zum Schluss warten, um den richtigen Entführer zu erkennen.
So gespannt war ich selten. Den Namen Patricia Walter muss ich mir merken um wieder von ihr gefesselt zu werden.
Ich gebe eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Die Villa der Zaubertiere, Band 03 von George Kallie
Phylis, 8 Jahre aus Rietz,
Das ganz normale Mädchen Feli arbeitet in ihren Ferien in einem ganz besonderen Tierheim. Nämlich in einem für magische Zaubertiere. Sie findet eine Kette, die sie sich umhängt, ohne zu wissen, dass auch diese magisch ist.
Plötzlich werden alle Tiere krank. Sie werden normal. Der unsichtbare fliegende Hund wird sichtbar, die Mini-Pferde werden groß, der Phönix wird zur Asche usw.
Zum Glück bemerkt Feli nach einiger Zeit, dass die Kette Schuld ist und kann die Tiere retten.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Es ist angenehm zu lesen, weil die Schrift groß ist und fast keine schweren Wörter dabei sind. Ich würde es allen Kindern empfehlen, die Fabelwesen gern haben.
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Julie, 8 Jahre aus Bruck:
Feli ist eine Praktikantin in der Villa der Zaubertiere. Eines Tages kommt noch ein Praktikant, der heißt Oliver. Oliver steht Feli die ganze Zeit im Weg und hilft ihr nicht. Eines Tages kommt ein Ritter mit einen Phönix, dem Phönix Phoebe. Phoebe ist sehr aufgeregt, weil sie kurz vor ihren Aschetag ist, der für sie besonders wichtig ist. Als Feli unabsichtlich mit einem magischen Amulett die Tiere krank macht, geht es in der Villa rund.
Mir hat das Buch gut gefallen, weil Pferde vorkommen und es cool geschrieben ist.
Rezensionen von Krimine:
Der Todesmeister von Elbel Thomas
Ein gelungenes Thriller-Debüt mit einem an die Nieren gehenden Fall
An einer Spreebrücke verhakt wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt, die übel zugerichtet worden ist. Ein brisanter Fall, der von oberster Hand kritisch beäugt, für einigen Wirbel sorgt. Denn die Tote ist mit dem Berliner Justizsenator Max Stade verwandt, der anstatt die Ermittlungen zu unterstützen, ordentlich mauert.
Ein seltsames Benehmen, das die Ermittler des Berliner LKA hellhörig werden lässt. Deshalb machen sich Dr. Viktor Puppe als Neuer im Team und seine beiden mit einem Migrationshintergrund versehenden Kollegen auch daran, den offensichtlich verschwiegenen Hintergründen nachzugehen. Fast zur gleichen Zeit tauchen im Internet Snuff Videos auf, in den junge Frauen gequält und getötet werden. Und plötzlich wird klar, das zwischen diesen und der in der Spree gefundenen Toten eine Verbindung besteht.
"Der Todesmeister" ist das Thriller-Debüt von Thomas Elbel, der bereits 3 Fantasyromane erfolgreich veröffentlich hat. Nun ist er dem Verbrechen erlegen und schickt mit seinem aus dem Innenministerium ins LKA Berlin wechselnden Kriminalisten Dr. Viktor Puppe einen unkonventionellen Ermittler ins Rennen, der ein gutes Gespür für die Handlungsweisen seiner Mitmenschen besitzt. Aber nicht nur sein untrüglicher Instinkt lässt ihn selten im Stich, auch seine elitäre Bildung ist von Nutzen, wenn er mit allen Wassern gewaschenen Verbrecher jagd. Das allerdings macht er nicht allein, sondern mit einem Team, das bereits zwei clevere Kommissare besitzt. Da ist zum einen der punkige Kenji Tokugawa, der gerne Sprüche klopft und zum anderen die undurchsichtige Begum Duran, die neben der Arbeit auch privat einiges zu stemmen hat.
Der Fall selbst kommt mit einigen grausamen Verbrechen daher, ist aber weder originell noch neu. Denn schon ziemlich oft mussten sich verschiedenartige Ermittler mit einem Verbrecherring rumschlagen, der von den Mordfantasien seiner Kunden profitiert und ihnen Filme über reale Misshandlungen und Tötungsdelikte zur Verfügung stellt. Auch die Beteiligung hochrangiger Personen gab es schon zur Genüge und doch gelingt es Thomas Ebel seine Leser mit einem nervenaufreibenden und rasant verlaufenden Plot an die Handlung zu fesseln. Kombiniert mit charismatischen Ermittlern, etwas eigenwilligem Humor und dem Talent, fesselnd zu schreiben, gelingt es ihm ein ungewöhnliches Ermittlerteam in Berlins Krimiszene zu etablieren, von dem es hoffentlich noch mehr zu lesen gibt.
Fazit:
Ein gelungenes Thriller-Debüt, das mit einem an die Nieren gehenden Fall überzeugt.
Rezensionen von Ambermoon:
Der Bozen-Krimi: Am Abgrund von Corrado Falcone
Auch der 2. Teil dieser Reihe konnte mich begeistern. Hier geben sich die Fälle die Klinke in die Hand & überraschende Wendungen.
Der Kriminalroman zur erfolgreichen ARD-Reihe mit über 5 Millionen Zuschauern pro Folge.
Mord und Totschlag in Südtirol: Auch im 2. Band des Bozen-Krimis kommt Kommissarin Sonja Schwarz nicht zur Ruhe. Sie jagt Stefan und Charlotte Keller, die mit Mafiageld ein lukratives Hotel im Naturschutzgebiet bauen wollen und dafür über Leichen gehen.
Doch dann trifft eine Kugel ihren Mann Thomas und alles ändert sich: Will Sonja weiterhin bei der Polizei arbeiten? Will sie weiterhin Verbrecher jagen? Hin- und hergerissen zwischen Winzeridylle und Polizei-Routine muss sich Sonja entscheiden. Eine dramatische Geiselnahme zwingt Sonja zum Handeln, wenn sie nicht verlieren will... (Klappentext)
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Alles beginnt mit einem tragischen Autounfall mit Fahrerflucht, der die Komissarin Sonja Schwarz wieder einmal auf die Spur der Kellers führt.
Dieser Fall verlangt einiges von Sonja und auch Laura, ihrer Tochter, ab, denn diesmal hat ein Fall auch Einfluß auf ihr Privatleben und zwar mit ungeahnten und schwerwiegenden Folgen.
Dieser Fall zieht regelrecht einen Rattenschwanz an weiteren Fällen hinter sich her und überall scheint die Mafia ihre Hände im Spiel zu haben.
Ist Sonja dem Ganzen gewachsen? Und wieso wird gegen Matteo intern aus Rom ermittelt?
Dies ist der 2. Teil der Krimi-Reihe aus Bozen, der nahtlos an den 1. Teil "Herz-Jesu-Blut" anschließt. Es ist daher von Vorteil mit dem 1. Teil zu beginnen, da man sonst gewisse Zusammenhänge nicht versteht und dadurch das Lesevergnügen getrübt werden könnte.
Dieser 2. Teil weist wesentlich mehr Tempo auf als der 1., wobei es auch schon bei "Herz-Jesu-Blut" hoch hergeht.
Es beginnt mit zwei Fällen, wobei dem Leser beim ersten Fall der Täter scheinbar von Anfang an bekannt ist. Auch hier jagt wieder eine überraschende Wendung die nächste und diesmal geben sich auch die Fälle die Klinke in die Hand.
Mord und Totschlag, Korruption und Mafia. Von wegen in den Bergen Südtirols geht es ruhig und gemütlich zu.
Der Schreistil ist angenehm und flüssig. Diesmal gibt es auch keine Probleme mit der Übersetzuung, die im ersten Teil zu grammatikalischen Schnitzern und Satzstellungsfehlern führte.
Die Charaktere sind gut und authentisch gezeichnet - mit all ihren Zweifeln, Gedanken und daraus resultierenden Handlungen. Hier ist keiner perfekt.
Die Beschreibung des Settings entführt den Leser wieder einmal in das wunderschöne Südtirol und lässt einem Bilder von Bergen, Almen und Weinreben vor Augen entstehen. Ich glaub ich muss wirklich mal Urlaub in Südtirol machen.
Und der Plot - spannend und rasant, wie schon im ersten Teil. Das Ende war dann jedoch etwas zu vorhersehbar. Man wusste wer hier Täter ist und wie das Ganze ausgehen wird. Der Weg dorthin war trotzdem spannend zu lesen.
Fazit:
Auch den 2. Teil dieser Bozen-Krimi-Reihe konnte ich nur schwer aus der Hand legen - spannend, rasant und mit vielen überraschenden Wendungen, wenn auch vorhersehbarem Ende.
Man muss die Fernsehserie nicht kennen, um diese Krimi-Reihe zu lieben.
Ich für meinen Teil freue mich schon auf den 3. Teil, daher eine absolute Leseempfehlung meinerseits.
© Pink Anemone











