Kunden em pfehlungen
Rezensionen von heinoko:
Xaver im Uhrenland von Heidi Knoblich
Du musst nur an dich glauben
Vor vielen, vielen Jahren in der längst vergangenen Zeit von Queen Victoria lebt Xaver, ein armer Hirtenjunge, im Schwarzwald und hat den ganz großen Traum, Uhrenhändler in einem fernen Land zu werden. Zwar scheint die Verwirklichung dieses Traumes unmöglich, aber die Mutter bestärkt Xaver: „Alles, was du dir vorstellen kannst, ist auch möglich.
Du musst nur an dich glauben.“ Und so geschieht es tatsächlich eines Tages, dass sein Onkel Johann Xaver als Gehilfen mit nach London nimmt, der Vater die Bedingung stellt, dass sich Xaver bis Weihnachten als tauglich für den Uhrenhandel beweisen muss, sonst muss er wieder zurück zum Kühe- und Schafe-Hüten. Schwer ist das Leben fern der Heimat, aber Xaver klagt nicht, ist fleißig und lernbegierig. Doch dann geschieht ein fatales Missgeschick…
Heidi Knoblich erzählt in unnachahmlich intensiver, herzerwärmender Weise von dem Glauben an sich selbst, von Fleiß, von Heimat und fremden Sitten, vom Leben in früheren Zeiten, von Freundschaft, aber auch von Selbstüberschätzung und Eifersucht. Dass es sich letztlich um ein Weihnachtsbuch handelt, erschließt sich erst gegen Ende, als die Geschichte stimmungsvoll ihren Abschluss findet.
Neben der gefühlvollen und klugen Erzählung von Heidi Knoblich beeindrucken auch die wunderbaren Illustrationen von Martina Mair, die liebevoll-detailliert die erzählte Geschichte und ihre Menschen lebendig werden lassen. Je länger man die Bilder anschaut, umso intensiver breitet sich ein wohlig-warmes Gefühl im Betrachter aus. Mehr Weihnachten geht nicht.
Rezensionen von AngiF:
Die Tuchvilla von Anne Jacobs
Oben und unten
Marie Hofgartner, ein junges Waisenmädchen erhält eine neue Stellung als Küchenhilfe. Wie die Leiterin des Waisenhauses ihr sagt, ist es ihre letzte Chance. Zu dickköpfig, zu viele Widerworte hat Marie gegenüber ihren bisherigen Arbeitgebern gehabt, sie will sich nicht fügen, hat ihren eigenen Kopf.
Jetzt heißt es also für Marie, sich in der großen Villa des reichen Tuchfabrikanten Johann Melzer zu integrieren. Gleich am ersten Tag gibt es Spannungen, aber Marie tut ihr Möglichstes, den Arbeitsplatz nicht zu verlieren. Die Familie Melzer, der Vater, das Familienoberhaupt, die Mutter Alicia, eine Adelige, zwei Töchter, Katharina und Elisabeth und der Sohn Paul, Student der Rechtswissenschaften – sie alle haben ihre eigenen Pläne und Schwierigkeiten zu bewältigen. Katharina, die kränkelt, ist begeistert von Marie und möchte sie gerne zeichnen. Dafür muss Marie von ihren eigentlichen Aufgaben befreit werden, kann das gutgehen? Sie ist die Neue, steht ganz unten in der Rangfolge unter den Bediensteten und ist sowie schon deren Spott und Aggressionen ausgesetzt.
Die Atmosphäre erinnert mich sofort an Downton Abbey – Intrigen und Geheimnisse würzen perfekt diesen Familienroman, der im Jahre 1913 spielt und damit schon allein eine spannende Zeit und interessanten Hintergrund bekommt. Die Figuren sind wunderbar gestaltet von der Autorin Anne Jacobs, jeder Charakter hat seine eigenen Ecken und Kanten, voller Leben und vollkommen authentisch. Das Zusammenspiel aller ist herrlich zu lesen und der Plot ist zweifellos voller unerwarteter Wendungen. Dieses Buch saugt mich ein und lässt mich nicht mehr los, ganz fasziniert bin ich beim Lesen. Die Sprache der Autorin ist außerordentlich schön und hervorragend der Zeit angepasst. Der Schreibstil gefällt mir von der ersten Zeile an richtig gut. Das Tempo ist sehr angenehm und das Lesen ist dadurch beschwingt und anregend.
Von Herzen gerne vergebe ich diesem ersten Teil der Familiensaga fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es natürlich weiter an Leser, die literarisch eintauchen möchten, in die Welt um 1900, in das Leben der Reichen und Armen und deren Machenschaften. Ich fühle mich von Seite 1 bis zum Ende erlesen unterhalten.
Rezensionen von Vicky:
Das Geheimnis des Winterhauses von Sarah Lark
Liebe vermag alles, Liebe wagt alles...
Das Cover ist nett gestaltet und beinhaltet alles wesentliche. In Kombination mit dem Satz 'Ein großer Familienroman über Verrat und Vertrauen, Hass und Liebe' hat es mein Interesse geweckt. Spätestens aber folgende Aussage hat mich davon überzeugt das ich diesen Roman von Sarah Lark unbedingt lesen muss: Ein dunkles Familiengeheimnis, eine unglaublich starke Geschichte, große Frauenunterhaltung
Ich muss gestehen, dass 'Das Geheimnis des Winterhauses' meiner erster Roman der Autorin war.
Ich hatte bereits von anderen Werken der Autorin gehört und bisher nur gutes über sie gelesen aber in den Genuss eines ihrer Bücher selbst zu lesen bin ich bisher nicht gekommen. Mir ist wie es scheint, etwas entgangen!
In 'Über das Buch' kann man sich bereits ein kurzen aber recht guten Eindruck vom Roman holen. Die Geschichte ist auf mehrere Teile aufgegliedert welche wiederum einige Kapiteln beinhalten. Spannend finde ich den Wechsel zwischen der Suche in der Gegenwart und den Geschehnissen in der Vergangenheit - das ist gut gelungen.
Die Erzählungen der Vergangenheit haben mich sehr gefesselt - ich war richtig gefangen genommen von diesem Buch, dieser Zauber hat bis zur letzten Seite nicht nachgelassen! Der Epilog und das Nachwort haben mir auch gut gefallen und ich finde sie runden das Buch schön ab.
Rezensionen von yellowdog:
Sieben Nächte von Simon Strauß
Weder Hymne noch Verriss
Der Debütroman des Sohnes des bekannten, aber auch umstrittenen Schriftstellers Botho Strauss, behandelt ein Thema, das in letzter Zeit relativ selten in der deutschen, zeitgenössischen Literatur vorkommt. Der Identitätsfindung der Menschen der heutigen Generation!
Dabei ist gerade das ein wichtiges Thema.
Um sich auszuloten beginnt der Icherzähler ein ungewöhnliches Projekt um die 7 Todsünden.
Superbia - Hochmut; Gula - Völlerei; Acedia - Trägheit; Avaritia - Geiz; Invidia - Neid; Luxuria - Wollust, Genussucht; Ira - Zorn
In sieben Nächten begegnet er jeweils einer Todsünde. Das wirkt leicht altmodisch.
Simon Strauss versucht sprachlich einiges, muss sich da aber an einen hohen Maßstab messen. Das ging schon anderen Autoren so, die berühmte Väter haben. Doch auch Simon Strauss Prosa ist trotz Rätselhaftigkeit an einigen Stellen wirklich interessant!
Das Problem am Roman ist dann doch, dass Simon Strauss’ Ich-Figur zu wenig wagt und keine der durchexerzierten Todsünden wirklich genießen kann. Meiner Auffassung nach gibt er nur vor, sich die Sinnfragen des Lebens zu stellen, bewegt sich aber doch immer in den sicheren Gefilden. Nicht umsonst werden immer wieder kulturelle Topics (James Dean in Giganten, Bunuel, Visconti …) und bekannte Autoren erwähnt (Karl Kraus, Beckett, Rilke etc). Das überintellektuelle Gebahren kann auch nerven und wirkt banal!
Der Ausbruch gelingt nicht. Wenigstens im Roman könnte man doch mehr riskieren.
Dennoch halte ich das Buch für lesenswert und nicht komplett misslungen. Der Autor streift auch wesentliches, leider zu thesenhaft! Ein zweites Lesen ist denkbar!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Der Schatz Salomos von Maria W. Peter
Intrigen im antiken Metz
Historisch gesehen befinden wir uns der Zeit der „Soldatenkaiser“ (235- 285 n. Ch.) einer recht unruhigen Zeit, in der die Kaiser von ihren Soldaten ausgerufen werden und deren Regierungszeit eine kurze Halbwertszeit haben.
Um 270 n. Chr. wird das Römische Reich nicht nur von außen bedroht (Überfälle der Germanen, Aufstände in den persischen Provinzen) sondern und vor allem von innen her.
Mächtige Familienclans rittern um noch mehr Macht und Einfluss, Korruption und Nepotismus beherrschen das politische Leben.
Die Raubzüge der germanischen Stämme veranlassen viele Bewohner der geplünderten Landstriche in der Stadt Divodurum Mediomatricorum (=Metz) Schutz und Hilfe zu suchen. Und so quillt die Stadt über von Flüchtlingen, was die Kreise der alteingesessenen Bevölkerung nachhaltig stört - Fremdenfeindlichkeit im antiken Rom.
Die in Religionsfragen eigentlich toleranten Römer schauen mit scheelen Blicken auf die jüdischen Händler und Ärzte. Doch auch die Christen werden nach wie vor als verbotene Sekte und Staatsfeinde angesehen, sodass sich die Gläubigen nur heimlich und vorsichtig treffen können.
Dies ist so das Umfeld in das Autorin die Geschichte von Invita, der Sklavin des Statthalters, stellt.
Zum Inhalt:
Von Treveris (=Trier) nach Divodurum Mediomatricorum zurückgekehrt, findet sich Invita in der Stadt ihrer Kindheit wieder. Nach wie vor ist sie auf der Suche nach ihrer Herkunft und so sucht sie den jüdischen Arzt Isaac auf, der ihr möglicherweise Auskunft dazu geben könnte.
Bald danach werden zwei Frauen ermordet aufgefunden. Die eine, Sklavin wie Invita, die andere die Tochter eines hohen römischen Beamten. Gemeinsam ist den beiden Opfern, dass sie ausnehmend hübsch sind und natürlich blonde Haare haben. Zusätzlich haben sie ein „Fluchtäfelchen“ umgehängt, die auf schwarze Magie hinweisen, vor der die Römer gehörigen Respekt haben. So geraten recht schnell Isaac und sein Sohn, der Schmuckhändler Salomo, unter Verdacht.
Invita, umtriebig wie in den beiden Bänden zuvor, versucht Entlastungszeugen für die beiden Verdächtigten zu finden. Das ist aber in der von Flüchtlingen überschwemmten Stadt und dem offenen Antisemitismus gar nicht einfach. Mit ihren Recherchen begibt sie sich mehrmals in (Lebens)gefahr.
Was steckt hinter den Morden? Gekränkte Eitelkeit eines abgewiesenen Verehrers? Intrigen einzelner machtgieriger Familien, die dem Kaiser schaden sollen?
Meine Meinung:
Maria W. Peter ist es wieder gelungen, den Lesern ein authentisches Bild des Römischen Reiches zu vermitteln ohne aufdringlich oder gar schulmeisterlich zu wirken. So mag ich das! Geschichtsunterricht, ohne dass der Leser merkt, dass hier Wissen vermittelt wird.
Wie schon in den beiden Vorgängern („Fortunas Rache“ und „Legion des Raben“) wird die Geschichte, ziemlich unüblich, aus der Sicht der weiblichen Sklavin in der „Ich-Form“ erzählt. Dadurch erhält der Leser einen interessanten Einblick in das Sklavenleben eines Römischen Haushalts. Üblicherweise werden Geschichten aus der Antike von Männern der Oberschicht geschrieben.
Neben der detaillierten Beschreibung der Mode (blondiertes Haar!) und der prächtigen Häuser wird auch das Leben der einfachen Menschen gut dargestellt. Besonderes Augenmerk legt die Autorin auf die rechtliche Stellung der Menschen. Der „pater familias“ hat das Recht, über seine Familie zu bestimmen, den Tod straffällig gewordener Familienmitglieder inklusive. Sklaven haben ohnehin nur eine „Sachwert“, den es zu beziffern und zu ersetzen gilt.
Der Spannungsbogen dieses historischen Krimis ist kontinuierlich hoch und gipfelt in einem ziemlich überraschenden, dramatischen Ende!
Wie wir es von Maria W. Peter gewohnt sind, vervollständigt sie ihren historischen Krimi mit ansprechendem Kartenmaterial und dem ausführlichen Glossar, das für alle jene, die in der Römischen Geschichte nicht so firm sind, ein perfektes Nachschlagewerk ist.
Fazit:
Ein gelungener dritter Teil der historischen Krimi-Reihe, der ich gerne wieder 5 Sterne gebe.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Die Chaos-Klasse - Schule geklaut! (Die Chaos-Klasse, Bd. 1) von Usch Luhn
Lorena, 8 Jahre aus Steinach,
Zuerst möchte ich noch sagen, dass Usch Luhn meine absolute Lieblingsautorin ist, denn ihre Bücher hab ich schon fast alle gelesen.
In der Chaos Klasse schreibt sie über die zwei Freundinnen Zorn und Elli, von denen leider die Schule geschlossen werden soll. Zorn und Elli finden das überhaupt nicht toll, aber ihre Eltern schon, da es in der neuen Schule viel mehr Angebote gibt.
So versuchen sie zuerst die Schließung zu verhindern, aber leider klappt das nicht.
In der neuen Klasse ist auch noch ein Junge der Klassensprecher, Leon, mit dem die Mädchen anfangs gar nicht klarkommen......
Doch zum Schluss werden sie alle Freunde und alles wird gut.
Es war ein sehr nettes Buch und leicht zu lesen.
Rezensionen von begine:
Milchkaffee - Das Glück der Liebe von Susanna Ernst
Milchkaffee
Milchkaffee
Susanna Ernst hat einen guten Schreibstil. Mit Milchkaffee das Glück der Liebe hat sie einen interessanten Familienroman geschrieben. Genau so wie ich das gerne lese.
Sehr gut gemacht sind die Überschriften der Kapitel, da weiss man gleich wann und wo die Geschichte gerade spielt. Denn der Roman wird 2017 mit Erinnerungen zurück erzählt und geht oft hin her.
Der Freitag den 13. April 1945 in Erfurt ist für den 9jährigen Erik besonders tragisch. Beim Plündern wird er schwer verletzt. Der afroamerikanische Soldat Sam rettet ihm das Leben und der sieht immer wieder nach ihm. Als Eriks Eltern nicht gefunden werden und es ihm immer schlechter geht, hat Sam eine Idee. Er lässt die 7jähriggé Ballerina Sophie zu klassischer Musik tanzen. Das wird der Auftakt einer Liebe.
Die Autorin lässt uns die Gefühlswelt aller Personen besonders gut nahe kommen. Man erfährt viel aus der Zeit nach dem Krieg und besonders das Leben Sams mit seinen weißen Kollegen. Er gefällt mir besonders gut.
Susanna Ernst hat diesen Roman so angelegt, als wenn Sam die Geschichte auf Eriks Wunsch aufschreibt. So wird es ein gelungener lesenswerter Roman.
Rezensionen von SLovesBooks:
Die Liebe, die uns bleibt von Eclair Jenny
Blieb etwas hinter meinen Erwartungen zurück
Was für ein zauberhaftes Cover. Ich finde es mit den goldenen Details wirklich schön gestaltet.
Als ich die Leseprobe gelesen habe, erwartete ich jedoch etwas ganz anderes von dem Buch als das, was ich letztendlich bekam. Ich bin nicht enttäuscht, weil ich die Geschichte trotz dessen gut fand.
Die Geschichte wird von drei Charakteren erzählt.
Das erwartet man nicht gleich. Dabei gibt es auch verschiedene Zeitstränge, die irgendwann gekonnt ineinanderlaufen. Das erwartet man mit der Zeit auch, aber trotzdem bleibt die Frage wie noch recht lange ungeklärt.
Die erste Erzählerin ist Edwina. Ihr Erzählstrang hat mir am besten von allen gefallen. Ich mochte sie recht schnell, auch wenn ich ein wenig gebraucht habe, um hinter die Geheimnisse ihrer Lebensgeschichte zu kommen. Alles ist am Anfang noch sehr verschachtelt, man muss mit vielen Namen klarkommen und weiß nicht so recht auf was die Geschichte hinausläuft. Dieser Strang ist sehr spannend erzählt. Ich habe stets Spaß gehabt ihre Kapitel zu lesen.
Mit Fern, welche die zweite Perspektive schildert, und Lukas, der für die dritte verantwortlich ist, konnte ich mich nicht so schnell anfreunden. Sie waren recht schwer einzuschätzen aber für ein paar Überraschungen gut.
Insgesamt finde ich das Buch aber an vielen Stellen zu lang. Es umfasst über 500 Seiten, denen eine gute Kürzung durchaus gut getan hätten. Es war manchmal etwas zäh.
Der Schreibstil ist mittelmäßig. Am Anfang kam ich sehr gut rein, bis dann die längeren und trockeneren Passagen kamen. Dort war es nicht einfach am Ball zu bleiben. Somit konnte sich auch kein wirklicher Lesefluss einstellen. Gegen Ende wurde es dann aber wieder um einiges spannender. Es gab eine unerwartete Wendung.
Insgesamt war es ein solides Buch, das ein paar Schwachstellen beim Schreibstil und bei den Charakteren aufweist. Trotzdem hat mir die Geschichte an sich gefallen.
Rezensionen von Caroline :
Ein Zuhause für immer von Gill Lewis
Ist Zuhause immer nur ein bestimmter Ort
Scarlet ist 12 Jahre alt und lebt gemeinsam mit ihrem Bruder Red bei ihrer Mutter in einer Wohnung. Sie kümmert sich nicht nur um Red, der ein außergewöhnlicher Junge ist, sondern auch um den Haushalt, die Mutter und geht in die Schule mit erstaunlich großem Erfolg. Sie räumt auf, hält auch ihr Zimmer in Ordnung.
Nur wenn sie die Sozialhelferin ankündigt, erweckt sie den Anschein einer normalen 12jährigen. Sie opfert alles, um die kleine Familie zusammenzuhalten.
Als eines Tages in der Wohnung ein Brand ausbricht, werden die drei getrennt. Scarlet kommt in eine Pflegefamilie und lernt ein komplett neues Leben kennen. So sehr sie es geniest in geordneten Verhältnissen zu leben, so sehr vermisst sie ihren Bruder Red. Niemand sagt ihr, wo er sich aufhält und so setzt sie alles in Bewegung, um ihn zu finden.
Wie hat es mir gefallen?
Das entzückende Cover, der Klappentext und die Rezension einer anderen Bloggerin machten mich auf die Geschichte neugierig, obwohl ich der Zielgruppe schon ein paar Jährchen entwachsen bin.
In diesem Buch treffen gleich mehrere spannende Themen aufeinander: verschiedene Krankheiten, Vernachlässigung und die damit einhergehenden Probleme.
Im Mittelpunkt steht Scarlet, ein tapferes und mutiges Mädchen, das ständig über sich hinaus wachsen muss. Sie organisiert das ganze Familienleben, rund um die Einzigartigkeit ihres Bruders und der oft geistig abwesenden Mutter.
Nachdem die Familie getrennt wird, lernt sie ein recht normales Leben kennen. Sie geht zur Schule, bekommt ein Pausenbrot gemacht. Sie darf hier einfach nur ein Kind sein, ohne große Sorgen. Gleichzeitig vermisst sie aber ihren Bruder und auch ihre Mutter. Sie ist entzwei gerissen, zwischen ihren Wünschen und ihrer Sehnsucht nach einem Zuhause, einer intakten Familie.
„Ein Zuhause für immer“ wird in dem Genre Kinderbuch bzw. Jugendbuch gelistet. Da gehört es auch eindeutig hin. Scarlet erzählt die Geschichte in einfachen, klaren Worten. Sie schmückt sie nicht unendlich aus. Damit wird sie noch eindringlicher. Kindermund tut Wahrheit kund.
Die Autorin hat bereits einige Kinderbücher geschrieben, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Sie hat demnach Erfahrung, ihre Leserschaft zu fesseln. Ich fand die Geschichte gut und hätte ich Kinder würde ich ihnen dieses Buch ans Herz legen.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
Rezensionen von ChristaK?hleitner:
Zartbitter von Petra Herzgsell
Sehr unterhaltsam
Tolles Erstlingswerk der Autorin, ich habe den spannend aufgebauten Roman in wundervoller Sprache in einem Stück gelesen, denn jedes Kapitel macht Lust darauf, gleich das nächste zu beginnen. Eine spritzige, bewegte und doch romantische Geschichte in einer sprachlich wunderschön dargestellten Umgebung.
Gratulation an die Autorin und ich hoffe, es gibt bald mehr von ihr zu lesen.











