Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Caroline :
Vorwärts küssen, rückwärts lieben von Hein Sybille
Pia und ihr Pizzaprinz
Tiefkühltheken sind nicht gerade dafür bekannt, erfolgreiche Flirtzonen zu sein. Als Pia sich die letzte Pizza krallen möchte, ist doch tatsächlich ein anderer schneller. Pias Pizzatraumprinz überlässt ihr großzügig das Objekt der Begierde.
Diese zufällige Begegnung lässt Pia jedoch nicht mehr los und sie fordert ihr Glück heraus, um dem Traummann wieder zu begegnen.
Ihr allerbester Freund Eddi warnt Pia regelmäßig, nicht auf süße Grübchen, schöne Augen und Haare hereinzufallen. Aber sie ist beratungsresistent, eigenwillig und im 7. Himmel gefangen.
Wundervolle Momente und Erlebnisse bestätigen ihre Glücksgefühle.
Eddis Ratschläge verpuffen ungehört, obwohl er überzeugt davon ist, dass Pia dringend einen guten Freund braucht und nicht so einen Schönling.
Wie hat es mir gefallen?
Berlin als Schauplatz einer humorigen Liebesgeschichte zieht mich immer wieder in den Bann und so auch dieses Mal.
Durch diese einmalige Stadt, ihre wundervollen Stadtteile – hier Kieze genannt – streift Pia, ihres Zeichens begabte Zeichnerin und Bastlerin, mit einem schwarzen Kater ungewöhnlichen Namens, loyalen Freunden und einem Hang zu Romantik. Sie liebt und lebt am Prenzlauer Berg, einer Gegend im Osten Berlins mit versteckten, verzauberten Ecken. Genau dort trifft sie den Pizzaprinzen. Charmant, gut gekleidet, tolle Grübchen, warme Augen und ein wenig geheimnisvoll.
Gleichwohl glauben Pias Freunde gar nicht an seine Existenz, da ihn kaum jemand zu Gesicht bekommt. Ihre unglaublich romantischen Erlebnisse mit dem Traummann klingen einfach zu schön, um wahr zu sein. Der Mann scheint ein Glücksgriff zu sein, obwohl er den Anschein eines absoluten Snobs erweckt. Pia unterzieht ihn einigen Tests und stellt schnell fest, dass sogar ihr Kater ein Faible für ihn zu entwickeln scheint.
Pia trägt ihr Herz auf der Zunge, trifft Fettnäpfchen mit großer Zielsicherheit und hat ihr Leben nicht immer unter Kontrolle, doch sie liebt mit ganzer Seele, wenn sie ihr Herz verschenkt, dann ganz oder gar nicht ohne Rücksicht auf Konsequenzen, obwohl sie eigentlich aus ihrer Sturm und Drang Zeit heraus gewachsen sein sollte. Genau das fand ich an ihr so unglaublich sympathisch und entzückend. Das Mädchen in Pia lebt hoffentlich auf ewig weiter – auch wenn manche hier anmerken werden, dass es ihr an Persönlichkeitsentwicklung fehlt. Ja, das stimmt wahrscheinlich auch, aber ich liebe Geschichten, in denen das Erwachsenwerden ein wenig hinten angestellt wird.
Über den Pizzaprinzen möchte ich nicht viel erzählen, alle zukünftigen Leser/innen sollen ihn unvoreingenommen kennenlernen.
Die Nebenfiguren allen voran Heinrich, ein Nachbar von Pia, ergänzen die Geschichte auf sehr liebevolle Weise. Auch wenn vieles über Heinrich nicht erzählt wurde, habe ich ihn ins Herz geschlossen. Pia Freundin Halina braucht dringend auch noch ihr Happy End --> Hinweis an die Autorin.
Eddi und Charly haben mir ein paar Mal die Tränen in die Augen getrieben, entweder vor Lachen und ein oder zweimal auch weil sie mich so berührt haben.
Die Geschichte dreht sich somit nicht nur um Liebe, sondern und vor allem um Freundschaft. Eine locker flockige Geschichte, die sich wundervoll lesen lässt.
Erwähnen möchte ich die gelungene Aufmachung des Buches. Nicht nur das Cover, das mit Retroschick punktet, sonder auch und vor allem die Songtexte, Gedichte und Zeichnungen werten das Gesamtbild auf.
Berlin ist mir unglaublich ans Herz gewachsen. Seit 2012 konnte ich schon 5 x dort an der Loveletter Convention teilnehmen und ich habe den Aufenthalt jedes Mal verlängert, um mich in dieser tollen Stadt umzuschauen. Vor allem am Prenzlauer Berg (als Tirolerin nicht verwunderlich) fühlte ich mich sehr wohl. Der Wiedererkennungswert an manchen Stellen erhöht für mich den Lesespaß.
Ich bedanke mich beim Verlag, der mir auf meinen Wunsch hin ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Dies hat meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von yellowdog:
Leere Herzen von Juli Zeh
gesellschaftspolitischer Roman
Braunschweig in der nahen Zukunft! Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi haben ein Unternehmen, dass sie Die Brücke nennen. Es ist eine Heilpraxis für Suizid-Prävention, die aber nebenbei Selbstmordkandidaten als Attentäter vermitteln. Dieses ungewöhnliche Geschäftsmodell ist eine lukrative Sache.
Was für eine Idee für ein Romanthema! Zynisch und abgedreht!
Nach Außen hin führen sie ein bürgerliches Leben. Britta hat Mann und Kind und Freunde. Ihre Praxis gilt als vorbildlich.
Das System gerät aber anscheinend langsam in eine Schieflage. Britta steht unter Druck, hat Bauchschmerzen und Stress mit ihrem Mann.
Mit der jungen Julietta haben sie dann erstmals einen weiblichen Kandidaten im Programm und die bisherigen Regeln wanken.
Im Team kommt es zu Spannungen, da berufliches und privates vermischt wird. Zudem gibt es plötzlich erstmals Konkurrenz.
Der Roman lässt sich gut lesen, man kann sich kaum losreißen. Paradoxerweise ist man trotz des moralischen Dilemmas nah an den Figuren dran. Die sind ziemlich verpeilt, Britta glaubt wirklich, das ihre Tätigkeit die Welt besser macht. Allerdings gibt sie zu, nicht zu den Guten zu gehören.
Das man selbstmordgefährdete Menschen so steuern kann, wie Juli Zeh uns weiß machen will, glaube ich kaum. Die politisch irregeleitete Einstellung der Menschen kann man aber nachvollziehen.
Fazit: eigentlich unglaubwürdig und eine Kopfgeburt und doch bleibt ein ambitionierter gesellschaftspolitischer Roman.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:
Grimms Morde von Kinkel Tanja
Spannende und informative Unterhaltung
Tanja Kinkel entführt uns ins Kassel des Jahres 1821. Die französische Herrschaft ist erst seit kurzer Zeit Vergangenheit, aber noch lange nicht überwunden. Zensur und Überwachung sind alltägliche Hilfsmittel in den deutschen Fürstentümern. Der Adel genießt seine Privilegien. Frauen hatten sich unterzuordnen.
Es ist die Zeit, in der die Brüder Grimm, Jacob und Wilhelm, ihre Märchensammlungen veröffentlichten (1812 und 1815). Nicht als Märchensammlung für Kinder, sondern zur Wahrung von Volkskultur – schließlich waren sie in erster Linie Sprachwissenschaftler und Volkskundler. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei unter anderem auch von Jenny und Annette Droste-Hülshoff, die einige Geschichten zur Märchensammlung beitrugen. Vielleicht sogar ein wenig zu tagkräftig: denn eine Geschichte, nämlich „Die drei schwarzen Prinzessinnen“, wurde von ihnen sogar extra für diese Sammlung verfasst.
Als dann eine ehemalige Mätresse des Kurfürsten grausam ermordet wird und ein Zitat aus besagtem Märchen bei der Toten gefunden wird, gerät Jacob Grimm ins Visier der Ermittler. Die Schwestern Droste-Hülshoff reisen sofort nach Kassel um die Brüder Grimm zu entlasten. Natürlich in Begleitung eines männlichen Verwandten – um den gängigen gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Kurze Zeit später stirbt auch noch ein wenig hoffnungsvoller Dichter. Nach einigermaßen komplizierten und verwirrenden Ermittlungen decken die vier Protagonisten natürlich die Geheimnisse rund um diese beiden seltsamen Morde auf.
Und so interessant und verzwickt die Tätersuche auch sein mag, sie tritt in den Hintergrund, denn viel spannender und unterhaltsamer ist die Schilderung der Zeit, ihrer Sitten, Moralvorstellungen und Vorurteile. Ein Sittenbild, das dem Leser ein lebensnahes und vielschichtiges Bild jener Zeit präsentiert.
Die einzelnen Personen werden geschichtlich korrekt und liebevoll charakterisiert, so haben sie alle ihre Fehler und Schwächen. Vor allem eine prägende und traumatisierende Episode aus dem Leben von Annette steht im Mittelpunkt vieler Gespräche und Gedanken. Genau diesen klugen und manchmal scharfzüngigen Gesprächen zu folgen, war wirklich ein spezieller Genuss!
Die Sprache des Buches ist in vielen Teilen eine Annäherung an die Sprache der Zeit – anfangs nicht ganz einfach zu lesen, aber wunderschön und nach ein paar Seiten ist man fast schon süchtig danach!
Denn Tanja Kinkel versteht es, Fiktion und historische Fakten gekonnt zu einem spannenden, informativen und großartig lesenswerten Roman zu verweben. Es ist sicher kein Buch, das irgendwie nebenher gelesen werden kann, aber die kleine Anstrengung wird wirklich belohnt!
Es ist für mich sicher eines der besten Bücher des heurigen Jahres!
Rezensionen von Nepomurks:
Die verzweifelte Republik von Walter Rauscher
Sehr eindrucksvoll, interessant und informativ!
Walter Rauscher legt mit „Die verzweifelte Republik: Österreich 1918-1922“ wieder mal ein unglaublich interessantes, wie informatives Buch zu Österreichs Geschichte vor. Das Buch bietet zudem neben den geschichtlichen Entwicklungen Österreichs auch eine ganz neue Perspektive auf die politischen Zustände Europas nach dem 1.
Weltkrieg. Die Donau-Monarchie zerbricht, Großparteien kämpfen gegen den Zerfall der Republik und man muss sich dem Zugriff der Nachbarstaaten erwehren. Es bilden sich zudem Allianzen und gegnerische Gruppierungen, die die Republik ebenfalls weiter schwächen und zu dramatischen innerpolitischen wie auch gesellschaftlichen Zuständen führen. Die Kindersterblichkeit schnellt hoch, Hunger und anarchische Verläufe nach Kriegsende, dazu Hyperinflation und Deflation. Österreich sucht den Anschluss an Deutschland, doch das soll auch nicht die letzte Lösung gewesen sein..
Walter Rauscher schreibt in seinem aktuellen Buch sehr verständlich und eingängig von den Zusammenhängen zwischen dem Ende der Donau-Monarchie, der innerpolitischen Entwicklungen wie auch von europäischen Verfahrensweisen und Entscheidungen. Das alles ist unglaublich reell (nicht zuletzt, da die Verläufe konkret so geschehen sind) und eindrücklich dargestellt und lässt die geschichtlichen Fakten aufleben. Man versteht erst nach und nach die Brisanz mancher falscher Erlasse der „Entente“ und des Kampfes um innerpolitische Stabilität.
Interessant ist zudem die etwas andere Darstellungsweise des Autors: Walter Rauscher bricht meiner Meinung nach immer wieder mit typisch deutschen Sichtweisen und offenbart dem Leser gänzlich neue und weitläufige Eindrücke. Fakten, einmal aus einer vollkommen veränderten Perspektive betrachtet..
Mir gefiel das Buch im Ganzen sehr gut und ich fand es für ein Sachbuch äußerst flüssig zu lesen und interessant. Es fehlt nicht an sachlicher Dramatik, die durch viele sehr ergreifende Darstellungen direkt der Zeit entnommen zu sein scheint. Durch die fachliche und sachliche Schilderung der geschichtlichen Verläufe ist das Buch meines Erachtens absolut lehrreich. Alles in allem ein stimmiges und äußerst aufschlussreiches Werk, das ich nur empfehlen kann. 5 Sterne.
Rezensionen von Nepomurks:
Gesund durch Yin Yoga von Stefanie Arend
Ein brauchbares Yin Yoga Buch, das den Schwerpunkt auf Besserung der Gesundheit legt...
Stefanie Arend legt mit „Gesund durch Yin Yoga“ (Südwest Verlag) ein sehr umfangreiches und interessantes Buch vor. Es ist unterteilt in 3 Leit-Kapitel, die da grob wären: Theorie, Praxis und Gesundheit.
Der erste Teil führt in das generelle Thema des Yin Yoga ein, gibt diesbezüglich viele Informationen zu allem Wissenswerten und den Meridianen (Leitbahnen) und zeigt den Bezug zu bestimmten Erkrankungen oder Beschwerden auf.
Für mich waren diese Inhalte zunächst einmal zu sehr einer gewissen "Esoterik“ entnommen, was mich persönlich generell nicht so sehr anspricht. Die grafischen Darstellungen waren dagegen sehr gut und man konnte sich ein wenig ein eigenes Bild davon machen, wie sich Yin Yoga (eine sehr sanfte Yoga-Art) auf die Anatomie und den Körper auswirken kann.
Im zweiten Teil folgen denn vielfältige Yin-Yoga-Übungen, die ich anhand einer sehr guten Darstellungsform durch diverse Foto-Abbildungen gut verständlich fand und auch als „Einsteigerin“ im jeweiligen Ablauf gut nachvollziehen konnte. Die Bilder sind durchweg mit Anweisungen und Erklärungen versehen und es gibt auch immer viele Hinweise oder Alternativvorschläge (Hinzuziehen von Hilfsmitteln wie Bolster oder auch generelle Abwandlung, z.B.). Diesen ersten praktischen Teil fand ich denn auch sehr gut und überzeugend.
Als großes, 3. Leit-Kapitel folgt denn noch die direkte Zusammenführung von Yin-Yoga-Übungen und dessen gezielte positive Auswirkung auf bestimmte Organe, Gelenke oder Beschwerden und Krankheiten. Hierzu hat Stefanie Arend zu vielen verschiedenen Bereichen (u.a. Infektanfälligkeit, Nackenschmerzen und Kopfschmerzen, Unruhe, etc…) einzelne Sequenzen aus den vorhergehenden Yoga-Figuren und Übungen zusammengestellt. Die jeweiligen Übungsvorschläge bestehen meist aus einer Mischung von Übung und Entspannungs-Einheiten und sind in der Gänze eigentlich allesamt umsetzbar.
Die Strukturierung des Buches gefiel mir insgesamt äußerst gut. Es ist übersichtlich, verständlich und die Yoga-Übungen, die wohl sehr gängig und eher einfach sind, können gut umgesetzt werden. Die Anleitungen sind sprachlich gut nachvollziehbar und die zahlreichen Bilder sind ebenfalls sehr hilfreich. Von der praktischen Seite fand ich das Buch für mich als Yoga-Neuling brauchbar und gut, doch wegen meiner eingangs beschriebenen Kritik ziehe ich einen Punkt ab. Deshalb 4 Sterne.
Rezensionen von Nepomurks:
Penguin Bloom von Bloom Cameron; Greive Bradley Trevor
Ein tolles Buch, das durch Wort und Bild Gänsehaut-Momente verursacht...
„Penguin Bloom“ ist die Geschichte einer australischen Elster, die weltweit Bekanntheit erlangt hat. Als Jungvogel während eines Sturms aus dem Nest gefallen und schwer verletzt, wird sie von einem kleinen Jungen gerettet und gelangt auf diesem Weg zu Familie Bloom. Penguin Bloom wird aufgepäppelt und wächst zu einer prachtvollen Raben-Dame heran.
Und genau von diesem Weg und den Erlebnissen der Familie erzählt dieser wunderbare Bildband.
Sam Bloom, Ehefrau von Cameron und Mutter der 3 Kinder Rueben, Noah und Oliver, hat in einem der Familienurlaub einen sehr schweren Unfall, kämpft wochenlang um ihr Leben und überlebt, bleibt anschließend jedoch querschnittsgelähmt. Nach dramatischen Monaten findet Noah das kleine Vögelchen, ebenfalls schwer verletzt und schwach, woraufhin die Familie entscheidet, alles daran zu setzen, die kleine australische Elster zu retten. „Penguin Bloom“ wird sie von nun an genannt, wegen der eines Pinguin ähnelnden, schwarz-weißen Gefiederfärbung. Und Penguin setzt in der Familie, in der die Mutter mit ihrem schweren Schicksal und ihrer Gesundheit hadert, neue Akzente. Die Familie ist sich heute sicher, dass dieser kleine Vogel, der so viel Freude und Liebe zurück ins das Haus der Familie Bloom brachte, die Familie letztlich gerettet hat.
Der Bildband erzählt in einzelnen Episoden und kurzen Beiträgen von dieser Geschichte. Optisch ist das Buch schon von außen sehr ansprechend. Cover, Einband und Innenleben sind sehr hochwertig gestaltet und allein schon das Coverbild ist (wie ich finde) einfach nur klasse. Innen ist jede Doppelseite jeweils mit einem Foto von Penguin - solo oder mit einem der Familienmitglieder in teils recht witzigen Situationen oder Momentaufnahmen - und einem Kommentar oder einer kurzen Erzählung versehen. Die Fotos sind meiner Meinung nach wirklich großartig und zeigen, wie „warm“ und herzlich das Leben der Blooms mit ihrem kleinen tierischen Freund verläuft. Dazu liest sich die Geschichte der Elster, wie auch die von Sam Bloom unglaublich packend und hat mir mehrfach Gänsehaut verursacht. Es ist alles sehr eingängig und authentisch beschrieben und schafft eine wahnsinnig tolle Atmosphäre. Inhaltlich sind die Texte durchweg sehr authentisch und passen immer sehr gut zu den Abbildungen. Sehr eindrücklich war für mich zudem, dass immer wieder hervorgehoben wurde, wie Penguin von Familie Bloom eigentlich schon früh im Garten „ausgewildert“ werden sollte. Doch Penguin hat immer wieder zu ihrer Familie zurückgefunden und kehrte so immer wieder ins Haus zurück, suchte den Anschluss an "ihre Menschen". So lebt sie nun teils draußen ihr Elstern-Leben, kehrt aber oft auf Besuch zur Familie zurück. „Penguin Bloom“ weiß ganz offensichtlich sehr genau, was ihr ihre Menschen-Familie bedeutet... :)
Sam und Penguin – man merkt, dass zwischen beiden eine besondere und tiefe Verbindung besteht. Die Kinder und auch den Ehemann kann man nach den Schilderungen nur bewundern und beglückwünschen, denn sie haben etwas sehr Besonderes mit ihrer Familie und ihrem Vogelfreund! Ich habe die Geschichte von „Penguin Bloom“ sehr, sehr gerne gelesen und war absolut berührt. Somit würde ich das Buch jederzeit weiterempfehlen! 5 Sterne.
Rezensionen von begine:
Penguin Bloom von Bloom Cameron; Greive Bradley Trevor
Spannend
Christine Drews – Nach dem Schweigen
Ich habe die Autorin vor einigen Wochen erst mit einem Familienroman entdeckt. Da war ich auf diesen Thriller sehr gespannt.
Der fängt gleich sehr spannend an. Man wird von mehreren aufregenden Vorkommnissen in eine Strudel von Emotionen geworfen.
Der Schauplatz dieses Thrillers ist London.
Saskia Flynt ist die Hauptprotagonistin. In ihrer Familie gibt es einige schlimme Todesfälle. Vor 17 Jahren stürzt ihre Mutter in den Tod uns Saskia war 5 Jahre alt, ihr Bruder Max 9 Jahre. In der Gegenwart fällt ihre Tante Ellen aus einem Hochhaus.
Dann gibt es noch einige Opfer, die ich erst nicht einordnen konnte, aber später erklären sich die Zusammenhänge. Es geht etwas hin und her zwischen den Fällen und ich habe um die Opfer gezittert. Ganz schöner Nervenkitzel.
Christine Drews versteht es, den Spannungsbogen hoch zu halten. Es gibt zwar kleine Einwendungen, so wird ein Satz ein oder zweimal wortgetreu wiederholt, aber sonst war ich gefesselt und kann eine Empfehlung aussprechen.
Ein typischer spannender Thriller.
Rezensionen von heinoko:
Winterengel von Corina Bomann
Glas und Liebe
… „Beides, Liebe und Glas, muss gefühlvoll behandelt werden, wenn es nicht zerbrechen soll. …“ So beginnt das vorliegende Buch, ein Buch über Armut, Kälte, Krankheit und über Zerbrechliches wie Glück, wie Liebe, aber auch über Stärke und Mut. Ein Buch zum Versinken, zum Abtauchen, zum Mitempfinden.
Und keinesfalls nur ein Weihnachtsbuch!
Winter 1895 in Spiegelberg (übrigens nicht in Baden gelegen, wie im Buch behauptet wird, sondern in Württemberg). Die junge Anna Härtel hatte von ihrem verstorbenen Vater die Glasbläserei erlernt und verdient sich durch den Verkauf ihrer gläsernen Engel ein kleines Zubrot, um mehr schlecht als recht für die kranke Mutter und die kleine Schwester zu sorgen. Da erreicht sie ein Brief der Königin Victoria, die sie nach England einlädt, um ihre Glasengel zu zeigen. In Begleitung von John unternimmt Anna die aufregende, beschwerliche und gefährliche Reise…
Dieses Buch zu lesen war wie in einem opulenten Kinosessel zu sitzen - der schwere Samtvorhang öffnet sich und eine Geschichte beginnt, die mich hinwegträgt in eine andere Welt, in der ich mitfriere, mitleide, in der ich Gefahren ausgesetzt bin, in der ich aber auch menschlicher Wärme begegne und mich auf meine Stärke besinne. Corina Bomann schafft es in wunderbarer Weise, ein Wintermärchen zu erzählen, das unseren immanenten Wunsch nach Wohlergehen und nach Gerechtigkeit des Schicksals aufgreift, ein modernes Märchen, dessen Geschichte Können und Selbstvertrauen belohnt und nach vielen Zweifeln der Liebe eine Chance gibt. Und wenn sich der Samtvorhang wieder schließt, bleibt zurück ein wohlig-warmes Gefühl, das wir uns nicht nur zu Weihnachten wünschen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Mordsmäßig unverblümt von Saskia Louis
Witziger Reihenauftakt
Dieser Cosy-Krimi ist der Auftakt zu einer Serie, die bislang immer mit „Mordsmäßig …“ beginnt.
Hier im ersten Fall steht das Kennenlernen der Hauptfiguren, der Floristin Lou und dem Kripobeamten Rispo, im Vordergrund.
Herrlich humorvoll wird das erste Zusammentreffen (ein Auffahrunfall) beschrieben.
Als Lou, die leidenschaftlich im Sperrmüll wühlt und alte Dinge (Vintage) sammelt, eine schöne Kasette mit einem menschlichen Finger findet, ist es ausgerechnet Rispo, der in dem seltsamen Fall ermittelt. Die Komplikationen, die daraus entstehen, weil Lou ihre neugierige Nase überall hineinstecken muss, lest bitte selbst.
Meine Meinung:
Als Abwechslung zu tiefgründigen und metaphorisch anspruchsvoll angelegten Psychokrimis ist dieser ein Lachmuskeltraining.
Lou ist schlagfertig und gibt dem grantelnden Rispo herrlich kontra. Z.B. auf (e-Book) S. 87, wo sie vorversammelter Mannschaft im Polizeipräsidium erklärt, Kommissar Rispo hätte anscheinend seine Periode und wäre deshalb unleidlich. Und ähnlich geht der Schlagabtausch weiter.
Doch Lou hat natürlich auch ihre Schwächen. So kann sie sich weder gegen ihre ziemlich anmaßend auftretende jüngere Schwester, noch gegen ihre mächtig dominante Mutter behaupten, die sie gerne reich verheiratet gesehen hätte. Der verflossene Freund, Zahnarzt im Brotberuf, ist eine schräge Type und ist zu Recht von Lou aus ihrem Leben verbannt worden.
Recht witzig ist auch Lous 70-jährige Mitarbeiterin, die ein wenig zerstreut wird, aber außerordentlich gute Kekse backen kann. Ich hatte ja anfänglich den Verdacht, dass diese Kekse nicht nur Mehl und Zucker, sondern vielleicht auch eine gewisse Grünpflanze beinhaltet.
Der Kriminalfall selbst ist nun nicht ganz so fesselnd. Mir ist recht bald klar gewesen, wer die Tat begangen haben könnte.
Doch das macht gar nichts, denn die witzigen Dialoge zwischen Lou und Rispo wiegen das perfekt aus.
Rispo wirkt ein bisschen schwierig, weil ständig beherrscht. Doch im Laufe der Story erfährt man so einiges über das Schicksalspäckchen, das er mit sich herumschleppt.
Ich freue mich schon auf „Mordsmäßig verstrickt“ und „Mordsmäßig kaltgemacht“. Sehr schön ist das Cover, das durch seine Gestaltung (jeweils eine Blume) einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Außerdem weist es auf die Profession von Lou als Floristin hin. Gefällt mir gut, weil es auch eine Kontinuität in die Serie hineinbringt!
Fazit:
Wer einen vergnüglichen Krimi, der mit Wortwitz und interessanten Protagonisten gespickt ist, sucht, ist hier genau richtig. Gerne gebe ich für diese Krimikomödie 5 Sterne.
Rezensionen von lena_kallus@msn.com:
Fangirl von Rainbow Rowell
Ich fangirle dieses Buch!
Rainbow Rowell war mir bereits seit „Eleanor und Park“ bekannt. Dieses Buch hatte ich damals sehr geliebt und wollte immer mehr von der Autorin lesen. Besonders „Fangirl“ wurde mir immer sehr empfohlen, allerdings wurde es lange nicht übersetzt. Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, als es diesen Sommer endlich soweit war und „Fangirl“ auf deutsch erschien!
Ich war etwas überrascht, dass das Cover nicht vom englischen Original übernommen wurde, so wie es bei „Eleanor und Park“ der Fall war, allerdings muss ich sagen, dass mir das deutsche Cover sogar besser gefällt und es passt auch ganz hervorragend zur Geschichte.
Wir lernen Cath kennen, die zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Wren das College besucht. Allerdings teilen sich die beiden Schwestern nicht ein Zimmer, wie ihr ganzes Leben lang zuvor. Wren möchte sich nämlich austoben und unabhängig sein. Cath gefällt das gar nicht. Sie ist eher zurückhaltend und nicht sehr kontaktfreudig. Nun muss sie sich mit einer Fremden das Zimmer teilen und die hat auch noch einen Freund, der Cath ziemlich auf die Pelle rückt. Doch zum Glück kann Cath sich in ihre Fanfiction flüchten und von Simon Snow und Baz träumen. Doch ob das genug ist?
Wren als Charakter mochte ich sehr. Sie ist zwar etwas schräg und geht nicht gern auf Menschen zu, allerdings fand ich das irgendwie liebenswert. Mein Lieblingscharakter war allerdings Levi. Er ist das totale Gegenteil von Cath. Er ist offen, direkt und lustig und scheint vor nichts Angst zu haben. Er ist aber auch einfühlsam und sehr nett. Durch ihn wird Cath auch etwas zugänglicher. Aber auch Caths Zimmergenossin schafft es sie aus ihrer Reserve zu locken und sie so lockerer durchs Leben gehen zu lassen. Dieses Dreiergespann habe ich gerne durch die Geschichte begleitet. Aber auch Wren, Cath Schwester wurde mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer.
Die Idee der Fanfiction gefiel mir sehr. So lesen wir auch einige Auszüge aus Cath Fanfiction zu der nicht existenten Buchreihe „Simon Snow“, die stark an Harry Potter erinnert. Toll ist, dass es diese Fanfiction tatsächlich zu lesen gibt. Das Interesse war so groß, dass Rainbow Rowell sie verfasst hat.
Rainbow Rowells Schreibstil war auch hier wieder ausgezeichnet! Sie schreibt Jugendbücher mit viel Tiefgang und Gefühl ohne jemals kitschig zu werden. Toll ist auch, dass ihre Bücher immer eine Botschaft vermitteln.
Ich mochte ich die Geschichte sehr! Cath, die über sich hinauswächst ohne sich selbst zu verlieren oder zu verleugnen war eine tolle Protagonistin. Ein toller Jugendroman, den ich gerne weiterempfehle!










