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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Schwarzbubenland von Christof Gasser

Toller Serienauftakt

„Schwarzbubenland“ ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe von Christof Gasser, der seinen Lesen schon durch die „Solothurn-Krimis“ mit Dominik Dornach bekannt ist.

Hier in diesem Krimi spielt die investigative Journalistin Cora Johannis die Hauptrolle. Cora ist alleinerziehende Mutter zweier Kinder.

Beide wirken durch die häufigen Abwesenheiten der Mutter ein wenig verloren und suchen außerhalb der engen Familie nach Bestätigung. Sohn Julian ist mit der 15 Jahre älteren Lara liiert und Nesthäkchen Mila, mitten in der Pubertät, chattet mit „Austin“, der gerne Nacktfotos von ihr hätte.
Und, als wenn Cora mit der Familie nicht schon genug Zores hätte, geht ihr ein gut dotierter Auftrag durch die Lappen. Kurze Zeit später erhält sie von Daniel vom Staal, einem ehemaligen Regierungsmitglied, den Auftrag, seine seit fast zwölf Jahren vermisste Ehefrau Elisabeth zu finden – tot oder lebendig.
Auf ihren Recherchen dringt sie tief in die Geheimnisse des (fiktiven) Ortes Gilgenberg ein. Sie erliegt dem Charme eines Burgherrn und kaum scheint sie der verschwundenen Elisbeth einen Schritt näher zu sein, stirbt ein Informant nach dem anderen.

Wird es Cora gelingen, das mysteriöse Verschwinden von Elisabeth vom Staal nach so langer Zeit aufzuklären?

Meine Meinung:

Mit diesem Buch ist Christof Gasser wieder ein fesselnder Krimi gelungen. Anders als bei den Solothurn-Krimis spielt nicht die Polizei und deren Ermittlungsarbeit die große Rolle, sondern die Recherche einer unorthodoxen Journalistin. Cora ist zerrissen zwischen ihrem Beruf, der sie oft an die Grenzen bringt, und ihrer Familie. Sie ist oft inkonsequent und übersieht, dass die 14-jährige Mila, leidet.

Gut gefallen haben mir die Gastauftritte von Dominik Dornachs Team. Eine nette Idee, hier eine Querverbindung zu schaffen.

Fazit:

Ein fesselnder Krimi aus dem Hause Emons, dem hoffentlich noch einige Fälle folgen.5 Sterne.

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Schwarzbubenland

Rezensionen von spozal89:

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Sieben Tage voller Wunder von Dani Atkins

tolle Handlung, schlechtes Ende

Beim Check-in hat Hannah ihn zum ersten Mal gesehen: Logan mit den unglaublich grünen Augen. Ist es Schicksal, dass er sich im Flugzeug neben sie setzt, kurz bevor die Maschine abstürzt, mitten über Kanadas endlosen Weiten und in das eisige Wasser eines Sees? Wie durch ein Wunder kommen Hannah und Logan mit dem Leben davon, aber die nächsten Tage ohne Nahrung in der verschneiten Wildnis verlangen ihnen das Äußerste ab.

Mit jeder Stunde, die vergeht, sinkt die Chance auf Rettung. In Momenten der Verzweiflung ist es Logan, der für sie beide stark ist und Hannah immer wieder Mut macht. Mit seiner Hilfe wächst sie über sich hinaus. Doch als Logan schwer verletzt wird, scheint ihr Schicksal besiegelt. Nun ist es an Hannah, für den Menschen zu kämpfen, dem sie mehr als nur ihr Leben verdankt.

"Sieben Tage voller Wunder" war das erste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe, daher kann ich es nicht mit ihren anderen Werken vergleichen.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen und somit war es ein leichtes schnell durch die Geschichte zu fliegen. Ich fand die Idee und den Hintergrund der Geschichte gut und Hannahs Entwicklung hat mir gut gefallen.
Aber leider entwickelt sich das Buch am Ende hin in eine Richtung, die mir so gar nicht gefallen hat. Ich kann nicht zu viel dazu verraten, da ich sonst spoilern würde, aber ich fand es nicht passend und es hat mir das Buch ein wenig verdorben.

Dennoch fand ich es nett zu lesen und werde mit Sicherheit noch mehr von der Autorin lesen.

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Sieben Tage voller Wunder

Rezensionen von heinoko:

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Wie wir Katzen die Welt sehen von Hermien Stellmacher; Joachim Schultz

Endlich!


Es wurde Zeit, höchste Zeit, dass uns Katzen die Augen öffnen. Nicht länger dürfen wir Menschen vom „Rätsel Katze“ sprechen, denn mit diesem Buch hat die Katzenwelt endgültig aufgeräumt mit all den Märchen, die in Tausenden von Ratgebern kursieren. Da wir Menschen Struktur benötigen, haben sich die Katzen der Mühe unterzogen, alles Wissenswerte in alphabetischer Form aufzulisten.

Stellen wir uns also unseren eigentlichen Aufgaben: Lesen wir dieses Buch und lernen wir daraus, damit wir fähig werden, genau diese Katze, die sich herabgelassen hat, ihr Leben mit uns zu teilen, rundum glücklich zu machen.
Im Ernst: Nehmen Sie sich Zeit für dieses liebevollst ausgestattete Büchlein! Es gibt darin so viel zu entdecken. Wie ein Brockhaus verschafft es uns durch Querverweise Wissensvermehrung voller Heiterkeit. Damit sich uns die Botschaften besser einprägen, haben die Katzen weder Kosten noch Mühe gescheut und eine Fülle von Fotos, Collagen, Zeichnungen, Auflistungen etc. dem Buch beigefügt. Alles in der nachvollziehbaren Hoffnung, uns Menschen endlich klar zu machen, was unsere einzige Aufgabe ist: nämlich Katzen froh zu machen.
Das wunderbare Büchlein ist DAS Geschenk für alle Katzenliebhaber und, wer weiß, vielleicht sogar für Katzen-weniger-Liebhaber.

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Wie wir Katzen die Welt sehen

Rezensionen von begine:

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Untiefen von Sheena Kamal

Fesselnd

Untiefen ist der erste Thriller der kanadischen Autorin Sheena Kamal. Der Roman ist ihr gut gelungen, ich war total gefesselt von dieser Geschichte. Sie schreibt genau und intensiv.
Die Protagonistin Nora Watts, hatte eine schwere Kindheit und ihr Leben bleibt schwierig. Ohne Schulabschluss und als Alkoholikerin wird sie schnell zu einem Opfer, aber was ihr passiert ist wirklich zu viel.

Sie ist zwar etwas kompliziert, aber sie wird trocken und findet einen Job, bei einem Detektivbüro.
Fünfzehn Jahre später wird ihre Vergangenheit wieder publik. Sie soll ein Mädchen suchen, das ihre zur Adoption freigegeben Tochter Bonnie ist. Die ist zwar schon öfter ausgerissen, aber diesmal ist es ernst, sie ist entführt worden.
Die Suche wird zu einer aufregenden und gefährlichen Sache. Ein wahrer Alptraum.
Nora schont sich nicht und gibt nicht auf. Sie muss ziemlich viel einstecken, aber sie ist schlagfertig und wehrt sich auch mal brutal.
Der Schauplatz des Romans ist Kanada, interessanter Weise regnet es die ganze Zeit.
Dieser Thriller soll der erste Fall von Nora Watts sein. Da kann man nur hoffen, das Noras Situation sich bessert und sie sich weiter entwickelt. Nach dem Anfang erwarte ich, das die Autorin nicht nachlässt, sondern das ihr wieder ein interessantes Thema einfällt.
Ein mitreißender Roman, mit viel Potential. Empfehlenswert.

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Untiefen

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Das Gespenst Babujan und der unerwartete Umzug von Sebastijan Pregelj

Daniel, 7 Jahre aus Aldrans,

Zusammenfassung:

Das nette und gute Gespenst Babujan lebt in einer baufälligen und verlassenen Villa am Ende der Straße. Es hat sieben Freunde: Peter, Robi, Ulla, Max, Otto, Ahmed und Nika. Diese Freunde besuchen Babujan immer am Wochenende und dann wird erzählt, gespielt und über Sorgen gesprochen.

Leider soll Babujan's Heim renoviert werden. Was wird dann?

Eines Tages kommt Robi zu Babujan und erzählt ihm von seinen Problemen in der Schule. Ein Junge - "Hornisse" - macht ihm dort das Leben schwer. Bubujan will Robi natürlich helfen und geht selbst in die Schule. Natürlich so, dass ihn niemand sieht. Er versteckt sich in einem Abstellraum. Dorthinein lockt er Hornisse und erschreckt ihn mal so richtig bzw. macht ihm große Angst. Dieser verspricht ab sofort, die Kinder in der Schule in Ruhe zu lassen.

Mittlerweilen haben die Arbeiten an der Villa begonnen und Babujan muss ausziehen. Er weiß zuerst nicht, wohin. Da haben seine Freunde eine Idee. Babujan kann ja in den leeren Dachstuhl in Peter's Haus ziehen. Gesagt, getan. Alle Freunde helfen Babujan beim Umzug. Von Dachstuhlfenster kann Babujan sogar sein alles Zuhause sehen. Das Gespenst lernt im neuen Heim Frau Maria kennen. Er rettet ihr bei einem Anfall sogar das Leben. Frau Maria und Babujan werden schnell Freunde und Babujan erkennt, dass diese nette alte Frau etwas Hilfe brauchen könnte, z. B. beim Einkaufen.

So helfen die Kinder ihr nun beim Einkaufen. Als Dank ladet sie Babujan und die Kinder zu sich ein. Und sie feiern den "zweiten Geburtstag" von ihr, da Babujan ihr ja das Leben gerettet hat. Alle haben viel Spaß.

Babujan ist nun wieder sehr froh und dankbar so ein schönes neues Heim gefunden zu haben und so gute Freunde zu haben. Leider ist er auch etwas traurig, da er ja sein altes Zuhause verlassen musste.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine Sache ist blöd: Man weiß nicht, ob Babujan wieder in die Villa einziehen kann und wie es mit ihm weitergeht! Vielleicht gibt es ja noch weitere Geschichten über das nette Gespenst. Das wäre toll! Ansonsten hat mir das Buch gut gefallen!

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Das Gespenst Babujan und der unerwartete Umzug

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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P.F.O.T.E. - Ein (fast) perfekter Hund von Bettina Obrecht

Lorena, 8 Jahre aus Steinach,

P.F.O.T.E ist ein Hund, der in einem Labor gezüchtet wurde. Eines Tages flieht der Hund aus dem Labor, da er mehr von der Welt sehen wollte.

Dann trifft er auf die Geschwister Janne und Flip, die sich schon lange einen Hund wünschen.

Das spannende an der Geschichte ist, dass der Hund P.F.O.

T.E ein Halsband hat, mit dem er sich mit den Menschen verständigen kann.

Mir hat dieses Buch total gut gefallen, da ich Hunde über alles liebe und gerne Tiergeschichten lese.

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P.F.O.T.E. - Ein (fast) perfekter Hund

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Celfie und die Unvollkommenen von Pfeiffer Boris

Diana, 12 Jahre aus Kufstein,

Es geht um ein Mädchen, das eingesperrt wird vom bösen Glenn Despott. Als es flüchtet, erweckt es Fluschfummel, ein Graffiti, zum Leben. Die zwei machen sich auf den Weg und flüchten. Aber das Verschwinden bleibt nicht unbemerkt. Glenn und sein Gehilfe Hugo Gelbstift schliessen eine Wette ab, wer Celfie als erstes findet und .

.. gewinnt.

Wer gewonnen hat und ob Celfie weiter flüchten kann, erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest.

Empfehlen würde ich das Buch ab 11 Jahren, aber wenn ihr älter seid, macht es natürlich nichts.

Ehrlich gesagt hat mir das Buch nicht so gefallen.

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Celfie und die Unvollkommenen

Rezensionen von EdVanSchleck:

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Crimson Lake von Candice Fox

Großartiger Serienstart

Handlung:
Der unschuldige Detective, Ted Conkaffey, wird beschuldigt ein kleines Mädchen entführt und missbraucht zu haben. Es gelingt ihm nicht seine Unschuld zu beweisen, doch die Anklage kann ihm die Tat nicht zweifelsfrei nachweisen, weswegen die Anklage fallen gelassen wurde. Allerdings steht die Meinung der Bevölkerung bereits fest.

Ted sei schuldig und müsse sofort aus dem Verkehr gezogen werden. So kommt es, dass sich seine Freunde von Ihm abwenden, seine Frau sich von ihm trennt und ihn die Medien auf Schritt und Tritt verfolgen. Um den Medien und der wütenden Bevölkerung zu entkommen flüchtet sich Ted in eine kleine Stadt im Norden Australiens. Auf Anraten seines Anwalts beginnt er einen Job als Privatdetektiv. Seine Kollegin und Inhaberin der Detektei – Amanda Pharrell – ist, genau wie Ted eine geächtete Person. Vor einigen Jahren wurde sie des Mordes schuldig gesprochen und saß ihre Zeit im Gefängnis ab. Zusammen machen sie sich daran das mysteriöse Verschwinden eines sehr erfolgreichen, ortsansässigen Schriftstellers aufzuklären. Doch es dauert nicht lange, bis die Medien Ted aufspüren und sich die Lage immer weiter zuspitzt.

Persönliche Meinung:
Die unterschiedlichen Charaktere passen hervorragend in die Handlung und durch den treffenden und detaillierten Schreibstil werden diese so gut beschrieben, dass es ein Leichtes ist sich in Ted’s Situation aber auch in die Kleinstadt „Crimson Lake“ hineinzudenkend. Mit Amanda bekommt Ted eine Partnerin, die Ihm in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich ist und durch den Fall ist es ihm möglich seinem täglichen Martyrium zumindest zeitweise zu entfliehen. Der Fall des verschwunden Schriftstellers fand ich zunächst nicht sonderlich spektakulär. Viel Interessanter empfand ich den Hergang von Ted’s vermeintlichem Verbrechen und auch die Vergangenheit seiner Partnerin Amanda. Nach und nach wird immer mehr Spannung generiert und als sich Ted’s Situation weiter zuspitzt entsteht Nervenkitzel pur, welcher sich am Ende schlagartig entlädt.

Fazit:
„Crimson Lake“ ist ein voll und ganz gelungener Serienstart und macht Lust auf mehr. Die Geschehnisse rund um den Protagonisten und seine Partnerin sind äußerst interessant und schüren Vorfreude auf den nächsten Band.

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Crimson Lake

Rezensionen von mikkagottstein:

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Kleine Stadt der großen Träume von Backman Fredrik

Emotional und unerwartet tiefgründig

Dies war mein erstes Buch des Autors. Aber nach dem, was ich zuvor über seine Bücher gehört hatte, und nach dem, was der Klappentext suggeriert, habe ich eine heitere, aufbauende Geschichte erwartet, in der kleine Außenseiter zu ganz großen Helden werden. Ein Wohlfühlbuch, das man mit einem Lächeln zuklappt und vielleicht seiner Mutter zum nächsten Geburtstag schenkt.

Bekommen habe ich stattdessen eine dramatische, aufwühlende Geschichte, in der sich in einer kleinen Stadt ganz große Abgründe auftun. Die Menschen von Björnstadt projizieren all ihre Hoffnungen und Leidenschaft auf die Junioren-Eishockeymannschaft, und das grenzt nicht nur an Fanatismus, das hat schon lange das Land des gesunden Menschenverstandes verlassen.

Der Sport bewirkt viel Gutes im Leben der Kinder, denn er gibt ihnen Ziele, ein Gefühl der Gemeinschaft und Zugehörigkeit, Träume und Zukunftsperspektiven. Aber der Leser lernt auch die Schattenseiten kennen:

Eltern nehmen in Kauf, dass ihre Kinder beim Training verletzt und gedemütigt werden. Sponsoren sehen diese sogar nur als Produkte, die ihnen Geld bringen sollen. Und den Jugendlichen selber wird suggeriert, dass das Eishockey sie zu Helden macht, denen eine Sonderbehandlung zusteht und die sich alles erlauben können. Jedenfalls den Jungen, denn von den Mädchen wird zwar erwartet, dass sie Eishockey lieben, aber bitte nur in der Rolle des anhimmelnden Fans – das jedoch nicht zu sehr, sonst sind sie [ hier denke man sich bitte ein negativ besetztes Wort für ein Mädchen, das angeblich "leicht zu haben" ist ].

Backman zeichnet mit subtilen und einfühlsamen Worten das Psychogramm einer Stadt, in der Eishockey nicht so wichtig ist – 'es ist einfach nur alles'. Da kreischen Mütter beim Spiel "Bist du schwul, oder was?!" Da führen Väter genau Buch über die Erfolge des Sohnes, können sich aber nicht überwinden, ihm mal anerkennend die Hand auf die Schulter zu legen. Und da passieren Dinge, wo ich das Buch erst einmal zur Seite legen musste, bis Blutdruck und Herzschlag wieder auf ein vertretbares Level gesunken waren.

Hier wird so unglaublich viel angesprochen, Positives und Negatives.

Nicht nur der Fanatismus, die absurd übersteigerte Leistungskultur, die Mauer des Schweigens, wenn etwas diese Leistungskultur bedroht... Ganz nebenbei geht es um Vorurteile und soziale Ausgrenzung, um moralische Prinzipien und deren Korruption – aber auch um Loyalität und Freundschaft und die Tatsache, dass beides seine Grenzen hat und haben muss.

Obwohl das Buch nicht das war, was ich erwartet hatte: es ist ein großartiges Buch mit einer bewegenden Geschichte, und es ist wirklich gekonnt und einzigartig geschrieben. Die Geschehnisse sind mal herzerwärmend, mal schockierend, mal tragisch, mal lustig, aber was auch immer sie vermitteln: man muss mitfühlen, mitfiebern, mitleiden, mitlachen und kann sich nicht einfach berieseln lassen.

Es ist ein Buch voller schwerer, ernsthafter Themen, aber der Schreibstil hat trotzdem immer eine gewisse Lei

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Kleine Stadt der großen Träume

Rezensionen von Caroline :

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Vorwärts küssen, rückwärts lieben von Hein Sybille

Pia und ihr Pizzaprinz

Tiefkühltheken sind nicht gerade dafür bekannt, erfolgreiche Flirtzonen zu sein. Als Pia sich die letzte Pizza krallen möchte, ist doch tatsächlich ein anderer schneller. Pias Pizzatraumprinz überlässt ihr großzügig das Objekt der Begierde.
Diese zufällige Begegnung lässt Pia jedoch nicht mehr los und sie fordert ihr Glück heraus, um dem Traummann wieder zu begegnen.

Ihr allerbester Freund Eddi warnt Pia regelmäßig, nicht auf süße Grübchen, schöne Augen und Haare hereinzufallen. Aber sie ist beratungsresistent, eigenwillig und im 7. Himmel gefangen.


Wundervolle Momente und Erlebnisse bestätigen ihre Glücksgefühle.
Eddis Ratschläge verpuffen ungehört, obwohl er überzeugt davon ist, dass Pia dringend einen guten Freund braucht und nicht so einen Schönling.

Wie hat es mir gefallen?

Berlin als Schauplatz einer humorigen Liebesgeschichte zieht mich immer wieder in den Bann und so auch dieses Mal.
Durch diese einmalige Stadt, ihre wundervollen Stadtteile – hier Kieze genannt – streift Pia, ihres Zeichens begabte Zeichnerin und Bastlerin, mit einem schwarzen Kater ungewöhnlichen Namens, loyalen Freunden und einem Hang zu Romantik. Sie liebt und lebt am Prenzlauer Berg, einer Gegend im Osten Berlins mit versteckten, verzauberten Ecken. Genau dort trifft sie den Pizzaprinzen. Charmant, gut gekleidet, tolle Grübchen, warme Augen und ein wenig geheimnisvoll.
Gleichwohl glauben Pias Freunde gar nicht an seine Existenz, da ihn kaum jemand zu Gesicht bekommt. Ihre unglaublich romantischen Erlebnisse mit dem Traummann klingen einfach zu schön, um wahr zu sein. Der Mann scheint ein Glücksgriff zu sein, obwohl er den Anschein eines absoluten Snobs erweckt. Pia unterzieht ihn einigen Tests und stellt schnell fest, dass sogar ihr Kater ein Faible für ihn zu entwickeln scheint.

Pia trägt ihr Herz auf der Zunge, trifft Fettnäpfchen mit großer Zielsicherheit und hat ihr Leben nicht immer unter Kontrolle, doch sie liebt mit ganzer Seele, wenn sie ihr Herz verschenkt, dann ganz oder gar nicht ohne Rücksicht auf Konsequenzen, obwohl sie eigentlich aus ihrer Sturm und Drang Zeit heraus gewachsen sein sollte. Genau das fand ich an ihr so unglaublich sympathisch und entzückend. Das Mädchen in Pia lebt hoffentlich auf ewig weiter – auch wenn manche hier anmerken werden, dass es ihr an Persönlichkeitsentwicklung fehlt. Ja, das stimmt wahrscheinlich auch, aber ich liebe Geschichten, in denen das Erwachsenwerden ein wenig hinten angestellt wird.
Über den Pizzaprinzen möchte ich nicht viel erzählen, alle zukünftigen Leser/innen sollen ihn unvoreingenommen kennenlernen.
Die Nebenfiguren allen voran Heinrich, ein Nachbar von Pia, ergänzen die Geschichte auf sehr liebevolle Weise. Auch wenn vieles über Heinrich nicht erzählt wurde, habe ich ihn ins Herz geschlossen. Pia Freundin Halina braucht dringend auch noch ihr Happy End --> Hinweis an die Autorin.
Eddi und Charly haben mir ein paar Mal die Tränen in die Augen getrieben, entweder vor Lachen und ein oder zweimal auch weil sie mich so berührt haben.
Die Geschichte dreht sich somit nicht nur um Liebe, sondern und vor allem um Freundschaft. Eine locker flockige Geschichte, die sich wundervoll lesen lässt.

Erwähnen möchte ich die gelungene Aufmachung des Buches. Nicht nur das Cover, das mit Retroschick punktet, sonder auch und vor allem die Songtexte, Gedichte und Zeichnungen werten das Gesamtbild auf.

Berlin ist mir unglaublich ans Herz gewachsen. Seit 2012 konnte ich schon 5 x dort an der Loveletter Convention teilnehmen und ich habe den Aufenthalt jedes Mal verlängert, um mich in dieser tollen Stadt umzuschauen. Vor allem am Prenzlauer Berg (als Tirolerin nicht verwunderlich) fühlte ich mich sehr wohl. Der Wiedererkennungswert an manchen Stellen erhöht für mich den Lesespaß.


Ich bedanke mich beim Verlag, der mir auf meinen Wunsch hin ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Dies hat meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst.

www.mariessalondulivre.at

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Vorwärts küssen, rückwärts lieben