Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nepomurks:
Des Menschen Erde von Oliver M. Herchen
Absolut lesenswert, denn das Thema geht uns alle an...
Oliver M. Herchen, von Beruf eigentlich studierter Wirtschaftsingenieur, beschäftigt sich seit Jahren mit diversen Umweltthemen, insbesondere dem Klimawandel und dessen Ursachen. In „Des Menschen Erde – Inferno Anthropozän“ schildert er nun alle betreffenden Zusammenhänge zum Thema Klima und Klimawandel auf sehr eingängige und beinahe dramatische Weise.
Schnell wird klar, dass es nicht gut um unseren Planeten steht und wir dabei sind, unsere Lebensgrundlage völlig zu zerstören - nicht zuletzt wegen des modernen Lebenswandels, industrieller Verfahrensweisen, einer wohl unübertroffenen Luftverschmutzung und überwiegenden Monokulturen in der Landwirtschaft (usw.). Hier knüpft Oliver Herchen an und erläutert in seinem Buch sehr eindrucksvoll und verständlich die Ursachen für die dramatischen Veränderungen unserer Umwelt und des Klimas. Diverse Beispiele und „Anekdoten“ zeigen auf, wie die verschiedenen Teilbereiche in Kontext stehen und welche Wechselwirkungen letztlich aus welchen kausalen Gründen von statten gehen. Viele Inhalte entnimmt der Autor neuesten Studien oder sonstigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Für mich waren viele Zusammenhänge in der beschriebenen Form neu und auch erschreckend korrelativ. Jedes der 6 themenbezogenen Kapitel widmet sich zunächst und vordergründig einem Themenbereich (Gaia-Teorie als Art Prolog, dann Luft & Klimawandel, Wald, Boden, Wasser und der „blaue Punkt“ (die Erde) als Abschluss, bzw. Epilog).
In jedem Abschnitt werden die Ursachen und Auswirkungen genauestens unter die Lupe genommen – und das ist unglaublich aufschlussreich, zudem aber auch sehr ernüchternd. Die Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen (Themen-) Bereichen lassen erst deutlich werden, wie weit der Prozess der Zerstörung schon fortgeschritten ist. Ich fand den Schreibstil, in dem Oliver M. Herchen die Ausführungen darlegt durchgängig sehr anschaulich und direkt. Die Sprache ist einfach gehalten, so dass man kein Studium braucht, um den Inhalten folgen zu können. Zudem wirkte das Buch auf mich weniger wie ein Sachbuch (obwohl es unglaublich viele Informationen enthält), sondern eher wie eine Sammlung von, in gewisser Korrelation stehender Erzählungen. Die Beispiele und Schilderungen sind sehr aussagekräftig und flüssig lesbar, so dass das Buch meiner Meinung nach an keiner Stelle langatmig oder langweilig wird. Allein schon die Dramatik der Inhalte und Beschreibungen bietet ‚Spannung‘ genug und ist doch auch immer wieder erschütternd zu lesen.
Insgesamt fand ich das Buch sehr überzeugend und lehrreich, aber auch wahnsinnig erschreckend und packend. Es gehört meines Erachtens auf jede Bestseller-Liste (denn das Thema geht alle an) und ist in meinen Augen so etwas wie ein „must-have“ für all diejenigen, die sich möglichst umfassend über die Themen Umwelt und Klimawandel informieren wollen und es vielleicht einfach leid sind, wegzuschauen.. Ein absolut empfehlenswertes Buch, deshalb ganz klar 5 Sterne!
Rezensionen von Gaby 2707:
Mordsschwestern. Ostfrieslandkrimi von Ulrike Busch
Superspannend - wie immer
Na endlich. Nach dem Dauerd umeinander herumschleichen sind die Kommissare Fenna Stern und Tammo Anders endlich verlobt und planen ganz langsam ihre Hochzeit und vor allem die Hochzeitsreise. Aber erst einmal heißt es ermitteln:
Am offenen Familiengrab der Familie Feddersen, wo heute Mittag Max Feddersen an der Seite seiner Frau Martha beerdigt werden soll, lehnt die Leiche der Museumsdirektorin für ostfriesische Kunst und Kultur Dr.
Suse Perk, zu Lebzeiten eine gute Freundin der Familie. Die Ermittlungen beginnen. Die Kinder des Ehepaares Feddersen streiten sich derweil schon um die wertvollen Kunstsammlungen, da ist der Vater noch gar nicht unter der Erde. Liegt hier ein Motiv für die Tat?
Dies ist bereits der 4. Fall, den ich mit Fenna Stern und Tammo Anders lösen darf. Ulrike Busch schreibt keine Krimis, bei denen mir beim Lesen die Haare zu Berge stehen, sondern richtig spannende Geschichten, bei denen die Spannung von Anfang an da ist, sich weit oben hält, aber auch Raum für Anderes, z.B. Privates bleibt.
Die Protagonisten sind auch hier wieder wie aus dem Leben gegriffen. Einerseits die sehr sympathischen Ermittler mit Onkel Frido und Fennas Mama Magda. Andererseits die Geschwister Feddersen, Urte, Hanno, Dorit mit ihrem Gatten Robert und Leni, sowie die einzige Cousine Agathe Clemens. Zu dieser Familie, in der man die zwischenmenschliche Kälte schneiden kann, möchte ich auf gar keinen Fall gehören.
Schnell hatte ich "meinen" Mörder gefunden. Doch da kennt man die Autorin schlecht. Nach immer neuen Wendungen war ich mir nicht mehr so sicher und musste zum Schluss erkennen, dass sie mich auf eine ganz falschen Fährte angesetzt hatte. Rückblickend löst sich alles ganz nachvollziehbar auf und Kleinigkeiten, an die ich nicht gedacht hatte, ergeben nun einen Sinn.
In Greetsiel, einem Ortsteil der Gemeinde Krummhörn bin ich gleich wieder zuhause. Die Beschreibungen des Ortes und der Umgebung geben der Geschichte den lokalen Anstrich. Ich möchte so gerne mal wieder im Fischerhus sitzen und Matjes mit Pfiff essen – so lecker.
Das gute an den Büchern von Ulrike Busch ist, dass sie alle in sich abgeschlossen sind und man jedes einzeln für sich lesen kann. Und so schade, wie es ist, dass nun auch dieser 4. Fall gelöst ist, umso mehr freue ich mich auf den 5. Fall mit Fenna und Tammo.
Ich kehre immer wieder sehr gerne nach Greetsiel zurück.
Rezensionen von AngiF:
Der kleine Teeladen zum Glück von Manuela Inusa
Valerie Lane, die Erste
Die Valerie Lane erhielt ihren Namen nach Valerie Bonham, die vor 100 Jahren in Oxford lebte und in der Straße einen Gemischtwarenladen betrieb. Sie hatte stets ein offenes Ohr für ihre Kunden und vor allem ein großes Herz. Mittwoch abends hatte sie ihren Laden für die Frauen Oxfords geöffnet, sie kamen zum Tee und schütteten ihre Herzen bei Valerie aus.
Diese Tradition besteht noch heute, die Geschäftsführerinnen der Läden in der Valerie Lane führen sie fort im Geiste der Namensgeberin. Laurie ist eine von ihnen, sie ist glückliche Besitzerin von Laurie’s Tea Corner, mit den wunderbarsten, wohl duftenden Teesorten, die man sich nur vorstellen kann. Nur ihren Mr. Right hat Laurie noch nicht gefunden, obwohl sie ihren attraktiven Teelieferanten Barry anschmachtet. Werden ihr ihre Freundinnen helfen können, ihn zu erobern oder kommt alles ganz anders … ?
Das Buch überrascht mich mit seinen lebendigen Dialogen und seiner schönen Sprache. Ich versinke regelrecht in dem Buch und träume mich durch den Stoff. Romantisch ist die Geschichte und voller Gefühle und Herz. Valerie Lane ist eine Straße in deren Nähe ich wirklich gerne wohnen würde. Der Schreibstil der Autorin erinnert mich ein wenig an Maeve Binchy, die ich sehr verehrt habe und deren Bücher ich ebenso verschlungen habe wie nun Manuela Inusas Buch „Der kleine Teeladen zum Glück“. Das verwendete Tempo ist angenehm zu lesen. Die Figuren besitzen eine starke Ausdruckskraft, sind voller Blut und Leben und vor allem sind sie jedoch Sympathieträger.
Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Ein Feelgood-Roman, bei dem ich als Leserin dahin schmelze und unbedingt mehr und weiter lesen möchte. Der Roman ist ein zauberhafter Einstieg in die neue Serie um die Valerie Lane mit ihren kleinen Geschäften; der zweite Band erscheint am 15.01.2018 und trägt den Titel „Die Chocolaterie der Träume“ auf den ich bereits heute sehnsüchtig warte.
Rezensionen von niknak:
Eine alte Schuld von Matthew Costello; Neil Richards
Jack und Sarah ermitteln in Cherringham zwischen Gegenwart und Vergangenheit
Inhalt:
Bei Ausgrabungen wird eine Leiche gefunden. Wie es sich herausstellt, handelt es sich dabei nicht um einen römischen Soldaten, sondern einen jungen Mann, der erst vor wenigen Jahren umgebracht wurde. Jack und Sarah nehmen die Ermittlungen auf. Zur gleichen Zeit müssen sich beide aber auch um die Vorbereitungen für den Jahrmarkt inclusive einer Regatta kümmern.
Als dann auch noch ihr Versicherungsvertreter verschwindet, haben die beiden alle Hände voll zu tun.
Haben die Fälle etwas miteinander zu tun, oder müssen sie in verschiedene Richtungen ermitteln?
Mein Kommentar:
Dies ist mein erster Krimi des Autorenduos und ich kam sehr leicht in die Geschichte hinein und sie war einfach und schnell zu lesen. Die Autoren haben einen flüssigen Schreibstil und man liest gerne weiter.
Da dieser Krimi mein erster aus der Cherringham Reihe war, wusste ich noch nicht so genau was mich erwartet. Ich hatte mit einem normalen Krimi gerechnet. Tatsächlich handelt es sich aber um einen Cosy Krimi, bei welchem es nicht nur um die Aufklärung des Falles geht, sondern auch sehr viel vom Jahrmarkt und dessen Vorbereitung erzählt wurde. Dadurch war ich zwischendurch ein wenig irritiert, da mir die Spannung fehlte. Als ich dann herausfand, dass es ein Cosy Krimi ist, las ich ihn mit ganz anderen Voraussetzungen und somit passte es dann auch wieder. Schade fand ich nur, dass dies nirgends am Buch vermerkt wurde, so werden sicher viele Leser enttäuscht sein.
Die Geschichte an sich ist in drei Handlungsstränge aufgeteilt, die alle drei eine wesentliche Rolle einnehmen. Zum einen geht es um die Aufklärung des Mordes, bzw darum herauszufinden wer die Leiche ist. Dann verschwindet der Versicherungsmarkler und als dritter Strang ist auch noch der Jahrmarkt vorzubereiten. Da alle drei in etwa gleich viel Raum in Anspruch nehmen, bleibt die Spannung teilweise auf der Strecke, was aber bei einem Cosy Krimi nicht so schlimm ist.
Die Protagonisten werden ganz unterschiedlich beschrieben. Manche lernt man genauer kennen, andere wiederum fast gar nicht. Dies könnte aber auch damit zusammenhängen, da es sich ja um eine Reihe handelt und so gewisse Dinge sicher schon vorher beschrieben wurden. Trotzdem gab es keine Verständnisprobleme für mich beim Lesen, auch wenn ich noch keinen anderen Band kenne.
Die Art zu ermitteln hat mir sehr gut gefallen, da sie ganz anders vorgehen, als man das erwartet. So brechen sie z.B. in Häuser ein, um an Informationen zu kommen und die Polizei sieht dabei weg, da sie selbst, den Fall nicht lösen könnte. So hatte man auch einige Szenen zum Schmunzeln dabei, da die beiden einfach ein gutes Team abgeben.
Mein Fazit:
Mein Interesse ist auf jeden Fall geweckt und da ich nun weiß, was mich erwartet, werde ich sicher noch einen Cherringham Krimi lesen, um mehr von Jack und Sarah zu erfahren, und zu sehen, wie sie ihren nächsten Fall lösen.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von Gudrun Gaber:
Cold Spring Harbor von Richard Yates
Warum habe ich das Buch gelesen
Danke für die Empfehlung von Karoline Ferlitsch! Dieses kleine feine Buch hat soooo viel Inhalt über eine einfache Familie mit ihren übergroßen Problemen. Sehr gut!!!
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Offshore von Markaris Petros
Warum habe ich das Buch gelesen
Kommissar Charitos ist mir ein bereits gut bekannter Grieche. Ich freu mich jedes Jahr über den neuen Fall im aktuellen griechischem Umfeld, diesesmal mit wirtschaftlichem Aufschwung und der Frage: "woher kommt das Geld dafür"????
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Von der Bühne in die Welt von Michael Schottenberg
Warum habe ich diese Buch
Großen Dank an das Heyn Team für das tolle literarische Dinner mit Michael Schottenberg und seinem Reisetagebuch nach/über Vietnam. Schottenberg hat seinem Reisefieber nachgegeben und seine persönlichen Eindrücke festgehalten.
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Die störrische Braut von Tyler Anne
Warum habe ich das Buch gelesen
Auf Empfehlung von Renate Nöckler habe ich das Buch gelesen und ich fand es gut. Shakespeares "Die widerspenstige Zähmung" in neuem Gewand. Macht echt Spaß diese neu erzählten Shakespeare Werke. Das nächste Buch ist "Hexensaat" von Magret Atwood ("Der Sturm" von Shakespeare ) auf das ich mich schon freue.
Rezensionen von Gudrun Gaber:
Durst von Nesbø Jo
Warum habe ich das Buch gelesen
Weil ich eine Thriller und Krimi Leserin bin und Jo Nesbo einen super spannenden Harry Hole Fall mit Tiefgang und sehr vielen Anregungen für’s Kopfkino geschrieben hat. Jo Nesbo schreibt auch herrliche Kinderbücher von „Doktor Proktor“ und ich freu mich schon auf 2018, denn da kommt seine Variante von Macbeth (William Shakespeares Macbeth neu erzählt) als Thriller auf den Markt.
Rezensionen von Krimine:
Der junge Inspektor Morse.Staffel.1,3 DVD von Nesbø Jo
Rätselhafte Fälle, ein genialer Ermittler und viel britischer Charme
Wer kennt ihn nicht, den immer etwas in sich gekehrten Inspector Endeavour Morse, der bei der Mordkommission in Oxford seinen Dienst versieht und mit einem unglaublichen Gespür für knifflige Rätsel alle seine Fälle löst. Ein Publikumsmagnet, der während seiner Ausstrahlung ab dem Jahr 1987 hohe Einschaltquoten erreichen konnte.
Deshalb wundert es auch nicht, dass mit seinem Assistenten Robert Lewis zunächst eine Spin-off-Serie erschien und nun mit dem jungen Inspektor Morse ein Prequel ins Fernsehen kam. Denn eines muss man der Figur lassen, die Colin Dexter, ein aus Oxford stammender Schriftseller ersann, sie ist einfach genial.
Beginnend mit dem Pilotfilm und seinem ersten Fall, in dem der Mord an einem Mädchen aufzuklären ist, überzeugt der hochintelligente und mit ungewöhnlichen Methoden agierende ehemalige Oxfordstudent vor allem durch seine Hartnäckigkeit. Auf der unteren Stufe der Karriereleiter befindlich, steht es ihm nur zu, Handlangertätigkeiten zu verrichten und den anderen Detektivs dienlich zu sein. Aufgaben, die Morse zwar ohne zu murren erfüllt. Aber trotzdem lässt es sich der hoch konzentriert arbeitende Constable nicht nehmen, eigene Beobachtungen und Schlussfolgerungen kundzutun. Vor allem das bringt ihn die Beachtung von DI Fred Thursday ein, der ihn kurzerhand unter seine Fittiche nimmt, während die als wundersam empfundene Kombinationsgabe Morses von anderen Kollegen gern ins Lächerliche gezogen wird.
Fünf spannende und vielschichtige Mordermittlungen erlebt der Zuschauer in der ersten Box, die geprägt von der kultivierten Atmosphäre in der altehrwürdigen Universitätsstadt Oxford, verblüffend viele Abgründe offenbaren. Sei es ein Serienkiller, dessen Morde auf bekannte Opern basieren oder ein altes Familiengeheimnis, das für den Tod bringende Ambitionen sorgt. Immer wieder wird der Zuschauer überrascht, wie erfindungsreich und clever die Verbrecher in Oxford sind und wie geschickt sie ihre Morde begehen. In den sechziger Jahren spielend, überzeugt die liebevoll arrangierte Krimiserie mit einem Setting, das angepasst an die damailige Zeit mit alten Autos und toupierten Frisuren aufwarten kann.
Fazit:
Rätselhafte Fälle, ein genialer Ermittler und viel britischer Charme. Eine gute Wahl für alle Liebhaber von „Inspector Morse“ und seinem ehemaligen Assistenten Lewis (Lewis – Der Oxford Krimi).











