Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Die zwölf Leben des Samuel Hawley von Tinti Hannah
Ein cooles Buch!
Ein wunderbarer, spannender und origineller Roman, der auf mich wie eine Melange aus John Irving und Quentin Tarentino wirkt. Ideenreich und flott erzählt (wie bei Irving), mit coolen Wendungen und auch so manchem Blutspritzen (aber nie so, dass man davon schlecht schläft sondern eben eher wie der trockene Stil Tarentinos).
Überhaupt spielt sich beim Lesen dieses Buches ein Kinofilm der besonderen Art im Kopf ab. Kurzweiligste Unterhaltung, die große Lust auf weitere Bücher von Hannah Tinti macht.
Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Acht Berge von Paolo Cognetti
Zu recht ein Bestseller
Ein wunderbares Buch. Anfangs wunderte ich mich, wieso es in Italien zu einem derartigen Bestellseller wurde – BIS ich an der letzten Seite angelangt war und „Acht Berge“ beglückt und zufrieden zur Seite gelegt habe. Entschleunigend, toll und leicht zu lesen bezauberte mich das Buch durch Lebensweisheit und tolle Atmosphäre.
Ganz besonders: Der langanhaltende Nachhall des Buches – wie der unerhört lange Abgang eines sehr guten Weins!
Rezensionen von Lisa Thamer:
Wer hier schlief von Isabella Straub
Kontemporär und kontemplativ
Eines der Highlights des diesjährigen Bücherherbstes hat ganz eindeutig Isabella Straub mit "Wer hier schlief" veröffentlicht.
Die Reise eines Mannes zu sich selbst, stattfindend in einem kuriosen Parallel-Wien, berührt den Leser auf ganz besondere Art und Weise. Der Roman bietet Spielraum zur Interpretation, stellt Fragen, die keiner Antwort bedürfen – sondern vielmehr der Kontemplation des Lesers – und verzaubert mit kleinen Details und subtilem Sprachwitz.
Während andere kontemporäre österreichische Autoren zwanghaft versuchen, einzig- und großartig zu sein, gelingt dies Isabella Straub scheinbar ganz mühelos. "Wer hier schlief" ist ein anspruchsvoller Roman, der keinen Anspruch darauf erhebt, brillant zu sein und es gerade dadurch ist. Ein Buch das man immer wieder von Neuem lesen sollte, weil man es jedes Mal neu entdecken wird.
Rezensionen von re.maier-henze@web.de:
Kraft zum Widerstand von Manfred Scheuer
Sei getreu bis in den Tod....
Sei getreu bis in den Tod.....
Das Arbeitsfeld Manfred Scheuers beinhaltet schwerpunktmäßig seine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Ideologie der NS-Zeit. In diesem Kontext entstand das vorliegende Büchlein; Scheuer stellt 10 Personen vor – darunter drei kirchlich engagierte Laien-, die wegen ihres im katholischen Glauben verankerten Denkens und Handelns von der SS inhaftiert und durch nationalsozialistisch eingestellte Richter zum Tode verurteilt wurden oder in einem der vielen Kzs umkamen.
Bevor der Leser das zur Verurteilung und zum Tode führende Verhalten einer jeden Persönlichkeit liest, erhält dieser mittels einer jeweils vorangestellten Biographie einen Einblick in deren individuellen Lebensweg.
Die Triebfeder aller Entscheidungen gegen die Weltanschauung des Nationalsozialismus war das Gewissen, der Ort der Begegnung mit Gott (25).Es bestimmte je nach Situation die Entscheidung, Kriegsdienst und Fahneneid zu verweigern, öffentlich gegen Hitler zu reden, den NS-Staat eine Irrlehre zu nennen (44), von der Kanzel herab deutlichst auf das Töten alter und schwacher Menschen und die Judenverfolgung einzugehen, in den Lagern mit anderen Insassen das wenige Brot zu teilen, ja sogar die Peiniger gemäß der von Jesus vorgelebten Feindesliebe zu achten und ihnen zu verzeihen.
So handelnde Menschen wurden in jener Zeit zu Märtyrern ihres Glaubens, ihr „Lohn“ für ihre Lebenshingabe ist die Seligsprechung, eine Zusage der katholischen Kirche für ein immerwährendes Leben bei Gott.
Die einzelnen Darstellungen sind mit Endnoten ausgestattet, sie ermöglichen einen tieferen Einblick in das jeweilige Umfeld. Nur ist es etwas mühsam, immer wieder bis zum Buchende zu blättern.
An dieser Stelle sei Bischof Scheuer schon jetzt für eventuelle Editionen weiterer Viten konsequent glaubender Kirchenmitglieder gedankt.
Rezensionen von LadyIceTea:
Kraft zum Widerstand von Manfred Scheuer
Bewegend und verzaubernd wie das Meer
Edda will endlich ihre Ängste und ihre Vergangenheit besiegen und stellt sich dem Meer. Doch sie fürchtet sich vor dem endlosen Himmel und dem unbeherrschten Meer. Edda will aber mehr. Sie will endlich ein normales Leben leben. Sie lernt Sebastian kennen und merkt schnell, dass auch er von den Dämonen der Vergangenheit verfolgt wird.
Im Angesicht des glitzernden Meeres entfaltet sich eine Wirkung, die beide verändern wird.
Ich bin bei diesem Buch nur so durch die Seiten geflogen. Der Schreibstil ist von der ersten Seite an flüssig und super angenehm. Die Seiten sind schnell gelesen aber nicht, weil sie kurzweilig sind, sondern weil sie einen durch die Geschichte tragen.
Am meisten haben mir die Beschreibungen und Formulierungen gefallen. Sie haben etwas poetisches und Märchenhaftes, wie z.B. auf Seite 128: „Sie tanzten im Wind, während die See in der Ferne schäumte wie ein Splittermeer, wie ein Meer aus silbernem, zerbrochenem Glas.“
Die Autorin spickt ihre ganze Geschichte mit diesen traumhaften Sätzen. Sie passen perfekt zu Eddas Zerbrechlichkeit und der Schönheit und Gewalt des Meeres.
Eddas Ängste und Wünsche werden sehr gut dargestellt und beschrieben. Sie sind nachvollziehbar und passen zu ihr und ihrer Geschichte.
Es hat mir Spaß gemacht mit Edda ihren Weg zu gehen und Sebastian, Mia und Hilde kennen zu lernen. Ich habe mit Edda gelitten und mich mit ihr gefreut.
Das Ende passte dann perfekt für mich ins Buch. Es war nicht zu wenig und es war nicht übertrieben oder zu viel. Es war genau richtig.
Dieses Buch enthält eine wunderbare Geschichte, von einer starken mutigen Frau und dem endlosen Meer. Eine klare Empfehlung!
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Almost famous von Silke Schellhammer
Rita, 12 Jahre aus Innsbruck,
Zoe kommt auf eine neue Schule, weil sie, ihre Mutter und ihre Schwester zur Oma ins Haus gezogen sind. In der neuen Schule ignorieren sie alle. Doch am allerschlimmsten ist, dass die Queen in ihrer Klasse sie auch ignoriert. Das ist Zoe gar nicht recht. Sie muss irgendetwas unternehmen, dass sie beachtet wird.
Sie hat eine Idee. Sie braucht einen berühmten Vater.
Doch wie wird man einen Vater, den es gar nicht gibt, nur wieder los? Ein schönes Schlamassel hat sich Zoe da eingebrockt.
Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Es ist total gut geschrieben. Wenn ihr auf Freundschaftsgeschichten steht, dann ist das das perfekte Buch für euch. Viel Spaß beim Lesen.
Rezensionen von manu63:
Almost famous von Silke Schellhammer
Ministermord
Ministermord ist ein Krimi des Autors Kriminalinski in dem er seinen Protagonisten Hendrik genannt Pommes Willen, einen Dorfpolizisten aus Cappeln, in Politikerkreisen ermitteln ist. Diese Ermittlungen erfolgen nicht ganz freiwilli,g sondern Willen folgt der Bitte einer alten Freundin. Diese war mit einer Edelescortdame befreundet die im Wagen des Ministers Freselage saß, als dieser explodiert ist.
Nachdem die Ermittlungen zur Explosion im Sande verlaufen und eingestellt werden ermittelt Willen auf eigene Faust weiter und entdeckt Ungeahntes und gerät selber ins Visier des Mörders.
Der Autor hat mit Willen einen sympathischen Charakter geschaffen und diesen noch entsprechende Freunde an die Seite gestellt. Die Riege um den Minister wird fein abgestimmt dargestellt und die Intrigen und Machtkämpfe sind in ihren Verkettungen geschickt zusammen gestellt. Nach und nach werden die Verbindungen und Ränkespiele aufgedeckt und die Art wie Kriminalinski seine Leser mit Informationen versorgt finde ich interessant. Sei es Büroklatsch oder Internetrechercheergebnisse es passt gut ineinander. Die Spannung wird gehalten und es gibt keine langatmigen Stellen die man schnell überfliegen möchte. Die Dialoge zwischen Willen und seinen Freunden sind witzig und bergen eine gute Portion Ironie. Insgesamt ein Buch mit Charakteren die mir gefallen haben und ich würde gerne weitere Geschichten mit Willen und seinen Freunden erleben.
Rezensionen von manu63:
Almost famous von Silke Schellhammer
Etwas überzogen
Chef, ich bin dann mal Windeln wechseln ist ein humorvolles Buch des Autors Mats Federberg in dem er die Sorgen und Nöte eines Vaters erzählt der sich plötzlich um seine zweijährige Tochter kümmern muss, weil seine Frau das Bett hütet. Gerade wieder schwanger gibt es bei der Ehefrau Probleme und sie darf sich nicht anstrengen sondern soll viel liegen.
Tagsüber geht die kleine Tochter zu einer Tagesmutter aber abends und am Wochenende ist der Vater dran.
Der Autor schildert die abstrusen und ihn überfordernden Aufgaben auf humorvolle Art die mich immer wieder zum schmunzeln brachte. Dabei neigt der Autor zu Überspitzungen der Situation die seine Nöte verdeutlichen sollen. Wobei mir 2/3 des Buches gereicht hätte, weil sich die Situationen doch immer wieder ähnelten und es im laufe der Zeit auch immer konfuser wurde. Ein wenig mehr Straffung hätte meiner Ansicht nach dem Buch gut getan. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, die eine oder andere Lage kennen Eltern sicherlich aus eigener Erfahrung. Das Buch selber ist in kleine Anekdoten aufgeteilt die jeweils eine passende Überschrift tragen.
Am Ende des Buches gibt es einen kleinen Ratgeber für Eltern, der sich aber selber nicht ganz ernst nimmt. Insgesamt ein vergnügliches Buch mit kleinen Längen im letzten Drittel.
Rezensionen von MelE:
Kleine Stadt der großen Träume von Backman Fredrik
Rasant wie im Eishockey - Kampfgeist und Loyalität
Björnstad ist eine Eishockeystadt und alles lebt und strebt nach dem großen Erfolg. Die Einführung in die Story ist ein klein wenig mühsam und durch die vielen beschriebenen Personen am Anfang sehr schweirig zu lesen. Ich vermisste das gute Gefühl, welches mich in den vorherigen Büchern des Autors komplett begleitet hat.
Als bekennender Ove Fan war meine Erwartung sehr hoch und die ersten 100 Seiten lang war ich doch sehr enttäuscht, da sich der erhoffte Wohlfühleffekt nicht einstellen wollte. Dieses Gefühl verflog dann ab Seite 218, denn ab da nimmt die Story an Fahrt auf und das Blatt wendet sich. Eishockey steht zwar immer noch im Mittelpunkt, aber die Story entwickelt sich nun komplett anders und lässt mich fast schon erstarren. Frederick Backmann ist es letztendlich doch noch gelungen mich zu überzeugen. Ich war überrascht, denn nichts ließ sich vorher erahnen, obwohl immer wieder kleine Nebensätze eingestreut wurden, dass sich die Atmosphäre der Stadt verändern wird. Freundschaften werden zerbrechen und ein Sturm die Stadt ereilen. Wie dies letztendlich aussieht ist unvorhersehbar und sehr gelungen dargestellt, denn nun geht es darum Mensch zu bleiben und sich nicht auf Lügen und Betrug einzulassen. Urplötzlich werden aus Menschen Feinde und dies ist komplett nachvollziehbar, denn es gilt sich auf die richtige Seite zu stellen. Ist Eishockey nun immer noch das allerwichtigste in Björnstadt oder gilt es die Wahrheit herauszufinden und sich für Verluste zu entscheiden? Ist es der Sieg im Eishockey, der die Menschen in Bjönstadt vorantreibt oder ist es Geld, was die Stadt letztendlich regiert? Manche Menschen möchte man kräftig durchschütteln, andere am liebsten in den Arm nehmen und trösten. Andere sind in ihrer Trauer gefangen und können letztendlich Ängste ablegen und sich zu Kämpfernaturen entwickeln, während andere sich zurückziehen und ihre eigenen inneren Kämpfe durchleben. Was letztendlich zählt ist Freundschaft und Loyalität. Dies konnte mich sehr beeindrucken und gab mir einen positiven Abschluss eines grausamen Erlebens innerhalb einer Sportgemeinschaft. Menschen müssen ein NEIN akzeptieren und sich nicht einfach nehmen, wonach ihnen beliebt, denn dies beinhaltet lediglich tiefen Schmerz und eine große Abscheu seitens der Leserschar.
Im Gesamtpaket ist "Kleine Stadt der großen Träume" ein ganz wunderbares Buch, welchem ich gerne eine Leseempfehlung aussprechen möchte. Auch wenn ich den Einstieg als sehr mühsam empfand, konnte sich die Story soweit entwickeln, dass ich wirklich begeistert bin. Durch die Thematik stellt sich natürlich kein wirklicher Wohlfühleffekt ein, hinterlässt aber dennoch ein Gefühl von Zufriedenheit, da es hier und da doch kleine Siege geben wird, die nicht unbedingt mit Eishockey zu tun haben. Die vielen beschriebenen Personen innerhalb der Story ergeben nach und nach ein Ganzes und vereint sie miteinander, wenn es auch zwischenzeitlich zerstreut und entzweit. Wer Feind oder Freund ist zeigt sich ganz deutlich und gibt dem Roman daher eine ganz eigene Aussagekraft die mich letztendlich überzeugte.
★★★★★ (4,5 Sterne)
Rezensionen von Rebecca1493:
Der letzte erste Kuss von Bianca Iosivoni
Wunderschöner New-Adult-Roman
Liebste Titelbild-Gestalter, ihr habt euch wirklich selbst übertroffen: die Farben im überwiegend schwarz-weiß gehaltenen Cover sind ein Hingucker und ich freue mich sehr, dass dieses Schätzchen mein Bücherregal schmückt. Zusätzlich passt es zum Inhalt der Geschichte wie die Faust aufs Auge. Ich glaube man merkt, dass ich mich ein klein wenig verliebt habe…
Aber nicht nur das Cover, sondern auch der Inhalt haben mich restlos von sich überzeugen können und Band 2 der First-Reihe zu einem meiner Lieblingsbücher im Jahr 2017 aufsteigen lassen.
Die Mischung aus Freundschaft, Erotik, Liebe, Familie, aber auch Verrat, Trauer und Enttäuschung haben genau meinen Geschmack getroffen.
Bereits mit Teil 1 hatte mich Bianca Iosivoni in ihren Bann ziehen können. Ihr Schreibstil lässt sich so gut lesen, dass man kaum merkt wie schnell die Seiten der Geschichte vorüberziehen. Zu keiner Zeit wies das Buch irgendwelche Längen auf, ganz im Gegenteil: am liebsten hätte ich es gar nicht mehr aus der Hand gelegt. Durch die Leseprobe wusste ich bereits, dass sich Luke und Elle gerne einen verbalen Schlagabtausch liefern und dafür bin ich immer zu haben. Ich liebe es, wenn auf diese Art und Weise die Fetzen fliegen. In diesem Falle war es natürlich auch von Vorteil, dass der Roman von einer deutschen Autorin geschrieben wurde, weil dadurch keinerlei Witz durch die Übersetzung verloren gegangen ist. Wie bei viele New oder Young Adult Romanen wurde auch dieses Mal mit einem Wechsel der Perspektiven gespielt. Gefallen hat mir daran besonders, dass die ein oder andere Szene aus einem bestimmten Blickwinkel im Nachhinein nochmals aus der jeweils anderen Perspektive erzählt wurde, wodurch gewisse Handlungsweisen verständlicher wurden.
Nachdem Bianca durch „Der letzte erste Blick“ die Messlatte für ihre weiteren Werke bereits recht hoch gelegt hatte, hat mich „Der letzte erste Kuss“ vollends von ihrem schriftstellerischen Können überzeugt und mich zu einem großen Fan ihrer Reihe werden lassen. Das Paar Elle und Luke hat mich fast vom Fleck weg für sich gewonnen. Außerdem war ein großer Pluspunkt für mich, dass auch Emery und Dylan mitsamt ihrer Streiche sowie Trevor und Tate (für die es bald eine eigene Geschichte geben wird - „Die letzte erste Nacht“) mit von der Partie waren. Die einzelnen Mitglieder der Clique machen diese Romane einfach zu etwas besonderem.
Aber auch die Themen, die in dieser Erzählung behandelt werden, haben meinen Geschmack getroffen. Natürlich habe ich das ein oder andere Motiv in ähnlicher Form bereits in anderen Geschichten angetroffen, trotzdem konnte mich Bianca durch ihre Ausführung an das Buch fesseln. Vor allem der Übergang der Freundschaft von Elle und Luke hin zu stärkeren Gefühlen hat mich sehr berühren können, mehrfach war ich den Tränen nah oder bin regelrecht dahingeschmolzen.
Als Leser darf man sich nach Ende der Geschichte zwischen Luke und Elle über einen kleinen Ausschnitt aus Teil 3 freuen, die sich zwischen Tate und Trevor abspielen wird. Allerdings weiß ich nicht so recht, ob es nicht eher ein Fehler war, mir diese Leseprobe zu Gemüte zu führen, denn jetzt kann ich die Fortsetzung kaum noch erwarten.
Fazit: Man muss sich einfach in diesen New Adult Roman verlieben – ein wunderschönes Buch.








