Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Caroline :
Memory Game - Erinnern ist tödlich von Yap Felicia
Wie lebt man ohne Erinnerungen und nur mit Tagebuch
Ein Mono ist ein Mensch, der sich nur an den letzten Tag erinnern kann. Ein Duo dagegen erinnert sich an die letzten zwei Tage. Die Menschen führen deshalb akribisch Tagebuch. Früher handschriftlich und nun mit Hilfe eines iDiarys. Da versuchen sie die Fakten so gut wie möglich auswendig zu lernen.
Claire ihres Zeichens Mono, öffnet eines Tages die Tür und vor ihr steht ein Polizist, der ihren Mann Mark, ein Duo, zu einem Mordfall befragen will. Im nahe gelegenen Fluss Cam wurde eine Frauenleiche entdeckt. Diese Frau soll ein Verhältnis mit Mark gehabt haben und nun steht er im Focus der Ermittlungen.
Claire erfährt nun Dinge, die sie bisher nicht gewusst hat oder kann sie sich einfach nicht daran erinnern? Erzählt Mark ihr die Wahrheit, oder ist er ein Lügner und Betrüger?
Wie hat es mir gefallen?
Zuerst möchte ich mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken, für die gelungene Bloggeraktion und den organisierten Live-Chat mit der Autorin.
Beim Lesen dieser Geschichte musste ich öfter innehalten und nachdenken. Schließlich geht es in dem Buch, um Menschen, die nicht das gleiche Erinnerungsvermögen haben wie wir.
Es ist wichtig, hier zwischen Erinnerung und Gedächtnis zu unterscheiden.
Erinnerung: Fähigkeit, sich an etwas zu erinnern, Besitz aller bisher aufgenommenen Eindrücke; (Quelle: Duden)
Gedächtnis: Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen oder psychische Vorgänge (im Gehirn) zu speichern, sodass sie bei geeigneter Gelegenheit ins Bewusstsein treten können; Vermögen, Bewusstseinsinhalte aufzubewahren, zu behalten, zu speichern und sich ins Bewusstsein zurückzurufen, wieder zu beleben; (Quelle: Duden)
Erzählt wird die Geschichte vom vier Personen: Claire, Mark, Sophia (das Opfer) und Hans (dem Polizisten). Langsam lernen wir alle Figuren kennen. Sie erzählen aus ihrer Gegenwart und lesen aus dem Tagebuch vor. So erhalten wir Einblicke in die Vergangenheit, die manchmal auch schmerzhaft sein kann.
Alte Tagebucheinträge können neu interpretiert werden, der Spielraum für neue Sichtweisen ist groß. Wie ehrlich ist der Schreiber des Tagebuchs zu sich selbst? Da die Erinnerung spätestens nach zwei Tagen dahin ist, sollte alles Wesentliche aufgeschrieben werden. Aber wie geht man mit traumatischen Erinnerungen um?
Der Autorin ist eine spannende Geschichte gelungen, die uns in eine gegenwartsähnliche Welt versetzt. Diese unterscheidet sich durch das verminderte Erinnerungsvermögen der Menschen. Distanzierte Schilderungen von Ereignissen aus der Vergangenheit bilden die Grundlage und ergänzen so die Erlebnisse der Gegenwart.
Dachte ich mir anfangs noch, dass es eine eher gefühlsarme Geschichte zu sein scheint, wurde ich eines Besseren belehrt. Mit Fortgang der Story erstellt man Vermutungen, über das Wieso, Warum und Wer. Es ist ein Roman zum Mitraten und Miträtseln, doch seid gefasst auf ein paar Wendungen.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von Caroline :
Sternenwinternacht von Karen Swan
Ein wundervoller Winterroman
Banff in den Rocky Moutains ist bekannt für sein Mountain Filmfestival im Oktober/November. Es ist ein Paradies für Wintersportler und im Sommer für Wanderer.
In dieser wundervollen Umgebung lebt Meg und bereitet ihre Hochzeit mit Mitch vor. Schon lange sind die zwei ein Paar. Nun ist es endlich soweit – genau am 1.
April möchten sie sich das Ja-Wort geben.
Während eines gewaltigen Schneesturms wird Megs Welt komplett auf den Kopf gestellt. Da ihre gemütliche Hütte ohne Telefon- und Internetempfang ist, setzt sie mittels eines Funkgeräts einen Hilferuf ab. Sie landet bei Jonas, der die Rettungskette in Gang setzt.
Nach dieser Nacht ist nichts mehr wie es war und Meg setzt ihr Leben fort, so gut wie möglich. Einzig Jonas, der so weit weg erscheint, vertraut sie sich an und gibt ihm Einblick in ihr Seelenleben.
Wie hat es mir gefallen?
Ich gebe es zu, dieses Mal habe ich mich aufgrund des Covers für das Buch entschieden. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
Der Titel „Sternenwinternacht“ ist unglaublich gut gewählt, aber es ist kein wirklicher Weihnachtsroman.
Im Mittelpunkt steht Meg, die sich scheinbar sehr wohlfühlt in Banff mitten in den Bergen. Eine mögliche Karriere als Designerin hat sie zu Gunsten ihres Freunds Mitch aufgegeben. Mitch und sein bester Freund Tuck betreiben eine Firma, die hochwertige Snowboards herstellt. Seit einige Sportler damit Contests gewonnen haben, geht es mit dem Unternehmen stetig bergauf. Meg hat das Design für die Boards gestaltet.
Megs beste Freundin Lucy ist mit Tuck verheiratet und zu viert verbringen sie viel Zeit miteinander. Diese Freundschaft hat sich über die Jahre immer mehr gefestigt. Die neuen Gegebenheiten jedoch stellen sämtliche Verbindungen auf die Probe.
Als ihre Schwester Ronnie sie zu einem Besuch nach Toronto überredet, sieht Meg ihre Entscheidungen in ihrer Vergangenheit in einem völlig anderen Licht.
Die Geschichte steht und fällt mit den Hauptfiguren, die anfangs recht durchschaubar erscheinen. Jedoch täuscht dies gewaltig. Sowohl Meg, Lucy, Mitch und Tuck überraschten mich.
Liebevolle Erwähnung sollte Dolores erhalten. Ihres Zeichens Besitzerin des Outdoor-Stores in Banff. Bei ihr ist jeder Einheimische und Tourist in guten Händen, wenn es um Skifahren, Snowboarden oder Wandern geht. Sie ist eine Art Mutterersatz für Meg und steht ihr stets bei.
Ins Herz geschlossen habe ich auch Badger, Mitchs und Megs Mischlingshund. Eine treuere Seele hätte sich die Autorin nicht ausdenken können.
„Sternenwinternacht“ ist nicht nur eine einfache Liebesgeschichte. Natürlich steht die Liebe im Mittelpunkt, aber es werden noch viele andere Themen angeschnitten, die das Buch eindeutig aufwerten und vervollständigen.
Ein zusätzliches Plus sind die gelungenen Beschreibungen der Berglandschaft, des Himmels oder auch Torontos. Manch einer mag das als zu langatmig empfinden, doch mir gefielen diese Teile ganz besonders gut.
Der Winter steht vor der Tür und dieses Buch ist ein perfekter Einstieg in diese Jahreszeit. Mit Weihnachten hat es nur am Rande zu tun, aber das sollte niemanden vom Lesen abhalten.
Ich empfehle diese Geschichte allen Liebhabern von dramatischen Geschichten, die gespickt sind mit Liebe und tollen Figuren, die lebensnah und realistisch beschrieben sind.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von yellowdog:
Sternenwinternacht von Karen Swan
leichte Enttäuschung
Finster ist die Nacht konnte mich m Anfang durch seinen Drive überzeugen. Tempo mit einem spannenden Handlungsansatz und einer interessanten Hauptfigur. Die Polizistin Macy ist sympathisch,vielleicht gerade weil sie auch Schwäche hat.Als alleinerziehende Mutter ebenso wie als Ermittlerin füllt sie ihre Rolle aus.
Sie trägt den Roman!
Überrascht war ich aber, als die Handlung schließlich stagnierte, es wird lahm, die Handlung wird wenig weiter ausgebildet, von Spannung blieb wenig übrig. Über weite Strecken hat mich der Roman sogar gelangweilt.
Ein wenig benachteiligt fühlt man sich auch, wenn man die vorangegangenen Teile der Reihe nicht gelesen hat. Manche Zusammenhänge werden als gegeben und bekannt vorausgesetzt.
Das wichtige Thema der Drogenabhängigkeit von vielen US-Amerikanern durch legale Medikamente ist zur Zeit ganz aktuell, Trump hat sogar den medizinischen Notstand deswegen ausgerufen.
Doch leider bringt dieser Roman auch wenig Erkenntnisse dazu,macht zu wenig daraus, es führt letztlich mehr in Richtung konventioneller Thriller. Deswegen war ich ein wenig enttäuscht.
Dass die amerikanische Autorin Karin Salvalaggio gut schreiben kann, merkt man aber trotzdem.
Rezensionen von Janine2610:
Und du wirst den verborgenen Schatz in dir finden von Laurent Gounelle
Die wahre Bedeutung von Jesus' Worten
Zugegeben, der etwas mystisch wirkende Buchtitel ruft bei manchen Lesern vielleicht Unverständnis hervor, aber vor allem ist er in erster Linie eines: auffällig! In mir hat er jedenfalls gleich Neugier geweckt.
Wie man aus der Buchbeschreibung bereits weiß, geht es hier um Alice, die ihrem Jugendfreund Jérémie unbedingt unter die Arme greifen möchte, denn der ist Priester und mit sich selbst höchst unzufrieden.
Und genau da liegt auch das Problem: ein unglücklicher und unzufriedener Geistlicher wird nicht gerade erfolgreich sein, was das Messeabhalten und die Neugewinnung von gläubigen Messteilnehmern betrifft. Und hier kommt Alice ins Spiel ...
~ »Ich gehöre keiner Kirche an, Alice, ich gehöre zu Gott. Nur das Ego bringt uns dazu, dass wir uns Katholiken, Buddhisten oder Moslems nennen. Das Ego strebt nach Zugehörigkeit zu einem Lager, damit es sich von den anderen unterscheiden und Gräben schaffen kann. Jedes ernsthafte spirituelle Streben hat dagegen zum Ziel, sich von Zugehörigkeiten und den Identifikationen des Ego zu lösen und sich mit den anderen zu vereinen, mit dem Universum, mit Gott.« ~
(S. 281)
Mir persönlich haben die ersten Seiten noch nicht so gut gefallen, aber das lag nicht an den Protagonisten, denn Alice war mir ganz und gar nicht unsympathisch - im Gegenteil: sie wirkte auf mich von Anfang an wie eine äußerst reflektierte, liebevolle und offene Person. Ganz schnell habe ich sie und Jérémie liebgewonnen. Es gab auf den ersten Seiten ein paar beobachtete Situationen, in denen "Weisheiten" ausgedrückt wurden und die für mich einfach nicht so gut verpackt bzw. zu gut gemeint waren. Denn wer geht denn durch die Welt und hat andauernd Gedanken wie beispielsweise die von Jérémie: »Auch bei Wolff, dem ausgezeichneten Optiker, drängten sich zahlreiche Kunden, zweifelsohne auf der Suche nach einer besseren Sicht. Aber würden sie danach auch in ihrem Leben klarer sehen?« - Derartiges kam auf den ersten Seiten regelmäßig vor und fand ich vorerst irgendwie noch belächelnswert.
Im weiteren Verlauf beschäftigt sich Alice durch ihren Wunsch, Jérémie helfen zu wollen, sehr intensiv mit der Bibel und den Lehren Jesu. Und da fand ich ihr enormes Engagement als Atheistin ziemlich bemerkenswert. Ihre Offenheit in der Hinsicht ist alles andere als gewöhnlich. Denn Religion und der persönliche Glaube ist bei vielen Menschen in der Regel ein brisantes Thema, das die Meinungen spaltet. Man muss es Alice wirklich hoch anrechnen, dass sie mit so viel, fast schon naiver, Geduld an ihr Projekt herangeht.
Was macht sie also? - Beispielsweise vergleicht sie die Worte Jesu mit denen von Laotse (der allerdings ungefähr 600 vor Christus gelebt hat) und anderen bedeutenden Philosophen und Lehrmeistern und stellt gravierende Ähnlichkeiten fest. Diese Entdeckungen lassen Alice nur noch neugieriger werden und sie vermutet deswegen, ganz zurecht, dass es so etwas wie eine universelle Wahrheit geben muss. Und dieser möchte sie weiterhin nachgehen.
~ Ego nennt man die Vorstellung, die man von sich selbst hat, dieses mentale Gebilde um einen Begriff, den man von sich selbst hat. Eine falsche Identität, die in gewisser Weise unsere wahre Natur verdeckt. Das Ego ist wie ein Teil von uns, das die Oberhand übernimmt, sich an unserer Stelle ausdrückt, für uns sieht und hört, und vor allen Dingen in uns immer mehr Raum für sich beansprucht. ~
(S. 154/155)
Was dann passiert, fand ich hochinteressant und irgendwie wunderschön zu lesen. Alice hat sich in dieser Geschichte wirklich zu einer Lieblingsprotagonistin für mich gemausert. Ihr Verhalten und ihr Mut sollte vorbildhaft sein, für jeden von uns. Sie bringt sich nämlich zum Beispiel ganz bewusst in schwierige und unangenehme Situationen, die in ihr große Scham hervorrufen. Zuerst klingt das eigentlich absolut irrsinnig, aber was sie dadurch erfahren und verstanden hat, hat sie wachsen lassen und genau deshalb war es die Überwindung ihrer Angst und Scham wert.
Alice wird also zur leidenschaftlichen Übersetzerin der Bibel und sie tut es auf eine so leicht verständliche Weise, das fand ich sehr angenehm. Für sehr rational denkende Menschen wirken ihre Übersetzungen vielleicht verwirrend oder unverständlich, aber für all jene, die den Zugang zur eigenen Intuition noch finden, dürften ihre Erklärungen und Entdeckungen zu verstehen sein.
Ich fand »Und du wirst den verborgenen Schatz in dir finden« wirklich lesenswert. Dieser Roman spricht nämlich ganz stark die spirituelle Seite eines Menschen an und bietet ganz viele gedankenanregende Zeilen. Auch das Ego, das in der Geschichte häufig thematisiert wird und das bekanntlich oft die Hosen an hat, sieht man nach dieser Lektüre mit anderen Augen, da man erfährt, wie man daran arbeiten kann. Für mich also eine durch und durch wertvolle Geschichte, die irgendwie auch eine Ratgeber-Funktion hat und deshalb das persönliche Wachstum vorantreiben kann. Absolute Empfehlung!
Rezensionen von heinoko:
Atemlose Stille von Meike Messal
Atem anhalten
In der Tat habe ich stellenweise den Atem angehalten. Zum einen aufgrund der Spannung, aber auch bei der Vorstellung des Apnoetauchens, insbesondere wenn dieses Tauchen als Form von Gewalt angewandt wird.
Die Mindener Kommissarin Marlene Borchert und Kommissar Benno Erdmann aus Bielefeld haben eine schwierige Beziehung zueinander, die zwischen Nähe und Distanz wechselt.
Beide werden bis ans Äußerste gefordert, nachdem eine Leiche in der Weser treibend gefunden wird, besonders als sich herausstellt, dass der Tote zum Vorstand einer Bank gehörte, ein affärenreiches Leben geführt hatte und, besonders seltsam, in Salzwasser ertrunken ist. Hin und her durch Ostwestfalen-Lippe führt die Ermittlungsarbeit, und immer zwischendrin der Versuch Benno’s, Marlene wieder näher zu kommen. Aber auch Marlene’s Vorgeschichte wird aufgrund eines Zufalls aufgerollt und führt Marlene bis ans Äußerste ihrer psychischen Belastbarkeit. Bis Benno schließlich in eine absolut ausweglose Situation und in allerhöchste Lebensgefahr gerät…
Das Buch kommt von Anfang an spannend in Schwung und lässt den Leser nicht mehr los bis zum fulminanten Ende, wobei das Ende gar kein Ende ist, sondern ehe die Brücke zum hoffentlich bald erscheinenden nächsten Band. Vielleicht tritt die dem Krimi zugrunde liegende Tat und deren Aufklärung manchmal zu sehr in den Hintergrund, wenn all die persönlichen Verstrickungen von Benno und Marlene sehr viel Raum einnehmen, aber letztlich zählt, dass man das Buch nicht weglegen kann, bevor man atemlos auf der letzten Seite angekommen ist! Absolut lesenswert!
Rezensionen von heinoko:
Umkehrschuss von Martina Kempff
Ein Ort im Nirgendwo
Landeskunde wird groß geschrieben bei Martina Kempff. Die Kehr, dieses winzige Pünktchen auf der Landkarte, das gleichermaßen in Deutschland wie auch in Belgien liegt und das es wirklich gibt, ist bei allen Krimis dieser Autorin der Schauplatz allen Übels. Die Kehr ist eine Örtlichkeit, die unter 60 Bewohnern aufgeteilt ist zwischen NRW, Rheinland-Pfalz und Belgien und in der es je nach Landeszugehörigkeit so wunderliche Dinge gibt wie 3 unterschiedliche Abholzeiten von Mülltonnen oder 3 verschiedene Postboten.
Sonst gibt es nicht viel, aber immerhin eine Leiche, die passenderweise auf dem Friedhof liegt, mit einem Loch in der Brust. Niemand kennt den Toten, und so tut sich die deutsche Polizei sehr schwer, irgend einen Ansatzpunkt für die Ermittlungen zu finden. Gut, dass es da noch den belgischen Polizeiinspektor Marcel Langer gibt und seine Freundin Katja Klein, die das Restaurant „Einkehr“ in der Kehr führt. Beide können es nicht lassen und mischen kräftig mit bei der Suche nach dem Mörder. Allerlei schräge Typen schaffen weitere Verwirrung. Es wird auf Maulwürfe geschossen, ein fehlgeleiteter Enkel macht Probleme, bei Aldi gekaufte Kleidung gibt Rätsel auf, ansonsten wird gekocht, das Fernsehen dreht seltsame Szenen und Katja und Marcel sind immer mittendrin…
Martina Kempff schreibt im Präsens. Das macht das Lesen für mich ein wenig sperrig, auch empfinde ich die Sprache insgesamt mitunter etwas spröde. Außerdem hätte ich auf die relativ langen theoretischen Abhandlungen zur Örtlichkeit verzichten können. Aber diese kleinen Kritikpunkte fallen letztlich nicht ins Gewicht, denn es überwiegen die herrlich komischen Situationen, der schräge Wortwitz und der Spaß der Autorin am Erzählen, den man auf jeder Seite spürt. Am Anfang jedes Kapitels stehen sehr spezielle Rezepte. Dass stets die Mengenangaben fehlen, soll vielleicht die mäßig Kochbegabten davon abhalten, sich an Meerbarben auf exotischem Püree oder an Brennessel-Pfannkuchen zu versuchen. Wer weiß. Martina Kempff traue ich eine Menge zu, nicht nur das Schreiben komisch-verzwickter Krimis.
Rezensionen von LadyIceTea:
Zitrönchen von Maria Durand
Wieder eine tolle Fortsetzung
Die Sommerferien stehen bevor und plötzlich verhalten sich die Erwachsenen so komisch. Da ist doch was im Busch. Sie wollen die Kinder mit einem verlängerten Wochenende am Strand überraschen. Samt Pferde versteht sich. Doch können sie die Überraschung so lange geheim halten? Und wird das bloß ein normaler Urlaub oder warten auch hier wieder Abenteuer auf die Freunde?
Auch wenn ich durch mein Alter eigentlich nicht zur Zielgruppe gehöre, liebe ich diese Bücher.
Sie erinnern mich jedes Mal aufs Neue an meine eigene Zeit am Reitstall.
Der Schreibstil ist auch in diesem Buch wieder super. Nicht zu kindlich und nicht zu übertrieben. Der Pferdejargon wird genau richtig eingebracht und ab und zu gibt es für die Kids auch Kleinigkeiten zu lernen. Das gefällt mir richtig gut, denn hier halten sich Geschichte und interessante Infos sehr gut die Waage.
Auch dieser Teil der Zitrönchen Reihe war wieder lustig und spannend. Es macht jedes Mal Spaß die Freunde auf ihren Abenteuern zu begleiten und ihre Fortschritte zu verfolgen. Die Geschichten haben immer die richtige Länge und ich freue mich jedes Mal auf den nächsten Band. Einfach eine tolle Pferdereihe!
Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Ich war mein größter Feind von Adele Neuhauser
TOLL!!!!
Unterhaltsam, sehr offen und ehrlich gewährt uns Adele Neuhauser Einblick in ihr interessantes und teils durchaus turbulentes Leben. Ergänzt um zahlreiche Fotos zeichnet das Buch den Lebensweg dieser sympathischen und großartigen österreichischen Theater- und Fimschauspielerin.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, KlagenfurtRezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Das Päckchen von Franz Hohler
Absolut empfehlenswert
Leichtfüßig , mit seinem typischen feinen Humor und perfekt ausgewogenen Spannungsbögen erzählt der Schweizer Schriftsteller, Theaterautor, Musiker und Kabarettist Franz Hohler diese detektivische Geschichte rund um ein sehr altes, wertvolles Buch, das unversehens im Leben des Bibliothekars Ernst auftaucht und selbiges doch einigermaßen durcheinander bringt.
Beschert dem Leser wunderbare Stunden!
Rezensionen von Almut Nestelbacher, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:
Das Genie von Zehrer Klaus Cäsar
Ein Meisterwerk!
Klaus Cäsar Zehrers literarisches Talent ist – Nomen est Omen – seinem zweiten (Vor-) Namen mehr als würdig. Ein solch beeindruckendes Debüt habe ich sehr selten erlesen dürfen. Phänomenal, wie lebendig und spannend Zehrer die Lebensgeschichte von Vater und Sohn Sidis erzählt. Penibel und detailreich recherchiert und grandios erzählt.
Wahrlich ein Genuss, so ein Meisterwerk lesen zu dürfen. Nicht eine der 656 Seiten ist auch nur ansatzweise verzichtbar und ich hätte gerne noch mehr von diesem Buch gehabt – so muss ich es einfach nochmals lesen.










