Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Der gefährlichste Ort der Welt von Lindsey Lee Johnson
Das Leben der Jugendlichen in Mill Valley
Der Roman erzählt die Geschichte einer Kleinstadt nahe San Francisco: Mill Valley.
Im Zentrum der Handlung stehen einige Jugendliche und ihr Leben, dazu gehören auch diverse Probleme. Die kalifornische Autorin Lindsey Lee Johnson schreibt da sehr sensibel und auf angemessene Art. Sie wählt eine episoden-artige Erzählweise.
Damit kann man anfangs auch Schwierigkeiten haben, da man so einer Figur zunächst nur kurz näher kommt, die dann erst einmal wieder abtaucht. Besonders im Blickfeld sind Cally, Trsitan, Abigal, Ryan, Nick, Emma, Elisabeth, Damon und noch ein paar.
Doch immerhin, in diesen Momentaufnahmen sind einige bemerkenswerte Passagen enthalten, die die Emotionen zeigen. Daraus ergibt sich ein Gesamtbild vom Leben der amerikanischen Teenager, die in einer Welt der sozialen Medien aufwachsen, aus dem sich auch ein gewisser Druck aufbaut. Urteile werde da schnell gefällt. Nicht selten werden die Kids mit der Realität konfrontiert und einige Vorfälle ziehen Konsequenzen nach sich. Auch Veränderungen, das sieht man deutlichsten bei Calisat (Cally), die sich durch den Selbstmord eines Mitschülers schuldig fühlt.
Durch Lindsey Lee Johnsons Roman ist es leichter möglich, die Gefühle der Jugendlichen nachzuvollziehen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ohne Wenn und Abfall von Milena Glimbovski
Müllvermeidung - lesenswert!
Kennt ihr das: Ihr fangt an zu lesen und denkt: so ein leichter, flüssiger, sogar humoriger Schreibstil. Und das bei einem Sachbuch mit biografischen Einblicken.
Milena Glimbovski hat ihren Traum wahr gemacht und den ersten verpackungsfreien Laden in Deutschland gegründet. Über all die Höhen und Tiefen, den dummen Fehlern und anfänglichen Misserfolgen berichtet sie sehr ausführlich und offen.
Es ist spannend zu lesen, wie aus einer kleinen Idee ein eigenes Geschäft und ein großer Erfolg wurde, die heute nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern kopiert wird. Erfolg und Frust liegen so nahe beieinander. Es fehlt aber bei allem der erhobene Zeigefinger. Sie spart nicht mit Tipps und Tricks zur Vermeidung von Plastik, unterlegt vieles mit wissenschaftlichen Erkentnissen.
In in 12 Kapiteln, von der Geschichte von Original Unverpackt über Minimalismus (was ich mit besonderem Interesse gelesen habe) zu Zero Waste, unseren Lebensmitteln, Küche und einkaufen, Wohnen, Körperpflege, Sex, Baby und Kind, Kleidung, Büro bis hin zum Reisen – zu all dem gibt Milena interessante Einblicke, wie man Ressourcen sparen und umweltfreundlicher leben kann.
Ich finde Rezepte zur Haut-, Haar- und Zahnpflege, genau so wie für Kosmetik und die allgemeine Gesundheit. Sogar Reinigungsmittel kann ich mir mit den Rezepten selbst herstellen.
Ich habe einiges an Denkanstößen und Ideen bekommen, wie ich auf einfachste Weise meinen Beitrag zur Müllvermeidung leisten kann. Ich muss mich nur von der Gemütlichkeit, die z.B. die doppelt und dreifach verpackten Lebensmittel beim Transport bieten, verabschieden. Ich werde auch eher reparieren (lassen) anstatt immer gleich alles neu zu kaufen. Und ich werde meine Schränke mal wieder "ausmisten". Da fällt bestimmt so einiges an.
Zum Schluss des Buches finde ich noch ein Register mit Adressen von "Ohne Verpackung Shops" im deutschsprachigen Raum.
Ein interessantes und spannendes Buch, das wir alle lesen sollten, bevor unsere Welt im Müll untergeht.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Pandora und der phänomenale Mr Philby von Ludwig Sabine
Lea, 10 Jahre aus Wattens
In diesem Buch geht es um das Mädchen Pandora, die wärend der Woche auf einem Internat ist. Die Schule bezahlt ihre Großmutter. Denn Pandoras Mutter Myrtle betreibt ein Hotel, das kurz vor der Pleite steht. Ihr Vater ist vor drei Jahren verstorben. Er war ein begabter Künstler.
In den Sommerferien beaufsichtigt Pandora einen Hotelgast namens Ashley.
Sie ist sehr genervt, doch am Ende sind sie Freunde geworden. Mr. Philby bedroht die Kinder und sperrt sie in das Untergeschoss der Kirche, denn er ist sich sicher, dass sie dort nicht gefunden werden. Der Pastetenverkäufer Fergus rettete die Kinder und Mr. Philby wurde von der Polizei gefasst.
Das Buch war sehr spannend, und ich habe es sehr gut gefunden.
Rezensionen von Vicky:
Wilde Umarmung von Nalini Singh
Ein Leben ohne... einfach ohne alles.
Das Buchcover ist sehr schön gestaltet und fügt sich gut in den Stil der Hauptreihe ‘Gestaltwandler von Nalini Singh ein.
Wie immer bezaubert mich der Schreibstil der Autorin von der ersten Seite an und kann mich zu 100% überzeugen! Nalini Singh ist einfach der absolute Wahnsinn – ihre Bücher haben etwas Magisches an sich! Man ist durch ihre flüssige Schreibweise sofort wieder in der Welt der Medialen und Gestaltenwandler und fühlt sich den Figuren auch nahe - nach mittlerweile 15 Bänden baut man da eine gewisse Nähe zu einige Personen auf! Es gibt wieder lustige und sehr unterhaltsame Szenen aber auch tiefgründe, sehr berührende und emotionale.
Ich denke da ist für jeden etwas dabei :-)
‘Wilde Umarmung‘ enthält vier Kurzgeschichten aus der Welt der Gestaltenwandler und Medialen. Diese sind zu unterschiedlichen Punkte der Serie einzuordnen, Kennern sollte das kein Problem bereiten.
Fazit: Dieser kann angeblich ohne Kenntnisse der eigentlichen Reihe gelesen werden. Nichtsdestotrotz würde ich jeden sehr stark empfehlen die anderen 15 Bände zu lesen bevor man sich an diesen Sammel-Teil heranwagt. Ich will mit dieser Aussage auf keinen Fall jemanden abschrecken aber ich denke ansonsten fehlen einem viel zu viele Zusammenhänge und man tut sich bestimmt schwer bei manchen Stellen! Außerdem 'erschlagen' einen die Vielzahl der verschiedensten Gattungen/Gruppen und Figuren bestimmt wenn man die Einzelbände zu den jeweiligen Personen nicht gelesen hat. Ich will nur vermeiden dass jemand diesen wunderbaren Roman der Autorin Nalini Singh nicht in vollem Maße genießen und würdigen kann nur weil er mit den Begebenheiten oder der Anzahl der Personen und Gruppen überfordert ist fall einem die Vorkenntnisse fehlen.
Rezensionen von heinoko:
Das Geräusch der Dinge, die beginnen von Greco Evita
So ein leises, so ein starkes Buch
So ein leises Buch. So ein zartes Buch. So ein starkes Buch.
Ada, ein stilles, sensibles und naives Mädchen, wird von seiner Mutter im Alter von 3 Jahren verlassen und wächst bei der liebevollen Großmutter auf. Die Großmutter bringt Ada bei, auf die kleinen Dinge zu achten, wie z. B. auf das Wachsen des Olivenbaums im Garten.
Trotz der liebevollen Fürsorge verliert Ada niemals die Angst vor dem Verlassen-Werden. Als Ada 27 Jahre alt ist, wird die Großmutter schwer krank. Im Krankenhaus lernt Ada Matteo kennen, einen Handelsvertreter für Medizintechnik und liefert sich ihm völlig aus, ohne ihn wirklich zu kennen. Auch die Freundschaft zu der Krankenschwester Giulia bringt Ada der Wirklichkeit nicht näher.
Immer wenn ich das Buch aufschlug und zu lesen begann, geriet ich in eine andere Seinsform, weit weg vom lauten, fordernden Alltag. Es wurde in mir ganz still und ich fühlte mich ein in Ada, in diese stille junge Frau, die nichts anderes will als nicht verlassen zu werden, die sich dem Geschehen restlos hingibt, scheinbar ohne jeglichen eigenen Willen.
Restlos verzaubert bin ich von diesem Buch, von dieser Sprache, von Ada. Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, sich das Geschehen ganz real, sozusagen als Abbild der tatsächlichen, uns umgebenden Welt vorzustellen. Nirgends geht es so leise, so sensibel, so feinsinnig zu wie in der Welt in und rund um Ada. Die Zeitfolgen sind unwichtig, nur die Bezüge der Themen zueinander sind bedeutsam und was wir aus dem Buch mitnehmen können: manchmal in Stille genau hinschauen, ganz genau hinhören
Ich glaube, man muss mit diesem wundervollen Buch ganz zart und still umgehen.
Rezensionen von rainbowly:
Das Glück an Regentagen von Stapley Marissa
Schade, hätte man mehr draus machen können
Fakten
Autor: Marissa Stapley
Verlag: rowohlt
Erscheinungsdatum: 7.11.2017
Genre: Liebesroman
Seiten: 301
Inhalt
Mae und Gabe haben ihre Kindheit gemeinsam im kleinen Ort Alexandria Bay verbracht. Beide hatten es nicht leicht, doch fanden gemeinsam ihr kleines Glück. Doch das Glück hatte keinen Bestand.
10 Jahre später: Beide kehren in die Heimat zurück. Gibt es die Hoffnung auf einen Neustart? Oder wird sie die Vergangenheit einholen?
Gestaltung
Das Buch ist sehr schön gestaltet. Das Cover glänzt wunderschön und die Schrift ist golden schimmernd. Auf der vorderen Innenklappe gibt es die Zitate "Dinge, die man bei Regen tun kann", die auch vor jedem Kapitel eingefügt sind. Hinten findet man eine Karte von Alexandria Bay.
Sprache
Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Einmal die Gegenwart in der Mae und Gabe in ihre Heimat zurückkehren und dann die Vergangenheit wie Mae ihre Eltern verloren hat. Allerdings springt auch der Erzählstrang in der Gegenwart immer mal wieder in die Vergangenheit und erzählt Episoden aus der Kindheit. Manchmal sind diese Übergänge nur schwer erkennbar, was meinen Lesefluss immer wieder störte.
Leider sind mir auch immer wieder Logikfehler und schlecht übersetzte Sätze aufgefallen.
Charaktere
Leider konnte ich mich mit keinem der Charaktere so richtig anfreunden oder identifizieren. Alle treffen für mich nicht nachvollziehbare Entscheidungen - und nicht nur unverständlich, weil ich es selbst nicht so machen würde, sondern weil ich einfach keine Erklärung für ihr Handeln in der Geschichte finden konnte -, sind egoistisch und stur. Keiner redet miteinander, jeder denkt er muss seine Geheimnisse für sich behalten, damit er den anderen davor schützen kann und das obwohl genau dadurch schon jeder einzelne Charakter einmal sehr verletzt wurde. Man rennt grundsätzlich erstmal weg, wenn es ein Problem gibt und spricht nicht mehr mit dem Partner und wenn man dann wieder zurückkommt, wird das Problem mit einem Satz aus der Welt geschafft und es geht weiter wie vorher. Absolut unrealistisch. Ich konnte auch nicht nachvollziehen, warum aus manchen Dingen überhaupt ein Geheimnis gemacht wurde, warum nicht wenigstens Mae und Gabe offen und ehrlich miteinander sein konnte, obwohl sie sich ja so sehr lieben, sich nie verlieren wollen und ja nie so sein wollten wie ihre Eltern/Großeltern. Diese große Liebe kam bei mir leider nicht realistisch rüber.
Fazit
Die Geschichte hat mich nach der Leseprobe absolut fasziniert. Ich hatte mich auf eine romantische Liebesgeschichte gefreut. Die Idee mit den Zitaten fand ich total schön. Und sie sind auch echt einfallsreich und lustig. Nur leider werden sie überhaupt nicht mit der Geschichte verknüpft und das obwohl sie oftmals direkt auf die Stadt bezogen sind. Es wird irgendwo mal erwähnt, dass die Zitate von Maes Mutter stammen und im Hotel ausgehängt sind, aber sonst haben sie keinen Bezug zur Geschichte. Niemand tut diese Dinge. Niemand beschäftigt sich mit dieser Liste. Überhaupt geht es nur sehr selten um Regentage und schon gar nicht um Glückliche. Das fand ich sehr schade, da hätte man mehr daraus machen können.
Die Story konnte mich nicht packen. Das Hin und Her zwischen Mae und Gabe hat mich genervt und auch die Nebenhandlungen konnten mich nicht fesseln. Sie waren für mich abgehakt, teilweise sogar völlig überflüssig oder unnötig in die Länge gezogen.
Ich hatte mir eine romantische und etwas poetische Geschichte gewünscht, bekommen habe ich ein chaotisches Liebes- und Familiendrama - leider sehr enttäuschend.
Rezensionen von Gaby 2707:
Mieze undercover von Mina Teichert
Der gelungene Auftakt zu einer neuen Serie
Von der Hausfrau und Mama zum kriminalistischen Pooldancestar
Ist es nicht toll, wenn man einen Papa mit den richtigen Verbindungen hat. Plötzlich schneit einem dank Papa, der mal Kriminaldirektor war, ein Jobangebot ins Haus. Das Mieze natürlich sofort annimmt, denn sie will schließlich auch mal wieder was anderes machen, als Windeln wechseln und sich über Pippi und Kacka zu unterhalten.
Dass sie dann sofort zu einem Undercovereinsatz in einer Tabledancebar an der Stange eingesetzt wird – naja – lest selbst.
Daniela Katzenberger und Krimi – wie soll das denn gehen? Aber sie hat schon recht: In jeder Frau steckt eine heimliche Ermittlerin. Und nachdem der Klappentext witzig und abwechslungsreich klingt, war dies meine nächste Lektüre.
Nina Teichert hat einen erfrischend leichten Schreib- und Erzählstil, der mich sofort mitgerissen hat. Ihre Protagonistin Michaela "Mieze" Moll, hat, genau wie Daniela Katzenberger, ein so großes Herz, sieht sehr gut aus, ist witzig, cool und schlagfertig und ist so eine tolle Mama und Ehefrau, die sich sofort einen Platz in meinem Herz gesichert hat. Einen gewissen hintergründigen Humor kann ich ihr auch nicht absprechen. Hier und da haben sich meine Mundwinkel nach oben gezogen oder mir kam ein Lacher aus bei Sätzen wie: Ich soll Dich vom guten Benehmen grüßen, ihr seht euch ja nicht so oft. Mieze, die Katze, – alles in allem einfach klasse.
Aber auch die weiteren Protagonisten sind gut vorstellbar beschrieben, haben ihre Ecken und Kanten und standen in meinem Kopfkino bald parat. Besnders hat es mir die kleine Lou mit ihren witzigen Kindermundsprüchen angetan. Chantal mit ihrem Denglisch geht mir manchmal auf den Keks. I make me on the way. Das ist mir hier und da etwas zu viel, passt aber absolut zu ihr.
Ihr bekommt mit diesem Buch keinen ausgetüfftelten, blutrünstigen Krimi. Aber für diese Mischung aus Humor und Spannung lohnt sich das Lesen. Und es wird weiteren Lesestoff mit Mieze Moll geben. Darauf freue ich mich schon.
Rezensionen von heinoko:
Mieze undercover von Mina Teichert
Ich bin verwirrt
Ich bin verwirrt.
Habe ich wirklich einen Krimi gelesen?
In dem Badeort Deauville, in der Normandie gelegen, steht ein Filmfestival bevor, zu dem viele Stars der Filmbranche erwartet werden. Zum selben Zeitpunkt ist eine Rechnungsprüfung angesagt beim Museum für moderne Kunst, ebenfalls in Deauville, und dafür werden entsandt Jean-Francois Lacroix, ein zwanghafter und weltfremder Beamter, und Eglantine de Tournevire, eine kapriziöse, reiche Schönheit.
Kaum sind die beiden in Deauville angekommen, bricht bei einer Vernissage der Buchhalter des Museums aus unerklärlichen Gründen tot zusammen, eben der Mann, der den beiden Rechnungsprüfern kurz zuvor noch angedeutet hatte, dass er ihnen etwas sagen müsse. Die Ermittlungen führen mitten hinein in Machtspiele, Korruption und Eitelkeiten.
Das Buch ist in einer etwas behäbigen, vielleicht sogar altmodischen, aber dennoch schönen, sorgsamen, sauberen Sprache geschrieben. Das hat mich für das Buch eingenommen. Ein Personenverzeichnis zu Beginn wäre hilfreich gewesen, da uns zum einen die französischen Namen nicht sofort im Gedächtnis bleiben und zum anderen im Buch oftmals gewechselt wird zwischen Nennung des Vornamens allein oder des Nachnamens. Gut gefallen haben mir die vielen detailreichen Schilderungen, mitunter mit feinem Humor durchsetzt, die es dem Leser leicht machen, innere Bilder zu entwickeln. Manche Passagen sah ich geradezu filmhaft in meiner Phantasie ablaufen. Apropos Humor: Ich bin mir nicht sicher, ob James Holin nicht mit einer gewissen diebischen Freude und ganz bewusst immer so haarscharf an der Grenze eines möglichen realen Geschehens und einer Slapstick-Komödie herumwanderte. Zudem nahm er in so mancher Szene die Politiker, die Ämterwirtschaft, das Polizeiwesen und andere Absurditäten des öffentlichen Lebens auf die Schippe.
Das Buch hat mir Spaß gemacht zu lesen, auch wenn es insgesamt nur mäßig spannend war. Vielleicht war es ja gar kein Krimi und brauchte deshalb das Element des Spannungsbogens gar nicht. Vielleicht war es eine gesellschaftskritische Satire oder vielleicht ganz schlicht eine Komödie oder vielleicht eine Filmvorlage für – ja vielleicht doch für einen Krimi? Ich weiß es nicht und bin verwirrt. Ich weiß nur, dass das Buch zu lesen mir rundum Spaß gemacht hat.
Rezensionen von Katis-Buecherwelt:
Immer diese Herzscheiße von Rademacher Nana
Ein interessantes und aktuelles Thema, was zu Diskussionen einlädt.
Meine Meinung:
"Immer diese Herzscheiße" von Nana Rademacher habe ich im Rahmen einer Leserunde mit Autorenbegleitung gelesen, was mir viel Spaß machte. Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch - vielleicht sogar zu hohe.
Sarah ist 15 Jahre und kommt aus dem Stuttgarter Hallschlag, einer Gegend, in der keiner leben möchte.
Als Sarah von ihrem Lehrer Hr. Straubmann beim dealen erwischt wird, stellt er sie vor die Wahl: Entweder kontaktiert er ihre Großeltern, oder aber, sie nimmt an einem Theaterprojekt teil. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als den Vorschlag anzunehmen, und daraufhin ändert sich ihr Leben schlagartig. Sie beginnt gefallen an der Gruppe und an Paul zu finden, was ihren alten Freunden überhaupt nicht passt. Schafft Sarah den Absprung in ein besseres Dasein mit Zukunft oder versinkt sie im kriminellen Sumpf?
Diese Geschichte wollte ich unbedingt lesen und konnte es kaum erwarten, bis ich anfangen durfte. Nach einiger Zeit merkte ich, dass es mir zwar gut gefällt, aber etwas Entscheidendes fehlte, um mich zu begeistern.
Der Schreibstil von Nana Rademacher ist gut zu lesen, und beinhaltet viele Dialogie zwischen den Charakteren im jugendlichen Slang. Diese waren teilweise etwas holprig und lasen sich wie in einem Drehbuch.
Im Text fand ich Wörter, Sätze oder Dialoge, die mit großen und fettgedruckten Buchstaben geschrieben waren. Bis zum Ende des Buches war mir nicht ganz klar, weshalb die Buchstaben an den besagten Stellen so gedruckt wurden.
Die Protagonistin Sarah ist rebellisch und ignorierte Anweisungen von Erwachsenen. Sie lässt sich durch ihre Freundin Dixi zu kriminellen Handlungen mitreißen und findet nur schwer aus diesem Sumpf heraus. Es war interessant zu verfolgen, wie sich Sarah im Verlauf der Geschichte weiterentwickelt und andere Charaktere auf der Strecke bleiben.
Ihre familiäre Situation wurde angedeutet, was mir zu wenig war. Ich hätte mir in diesem Punkt etwas mehr Tiefe gewünscht, um Sarahs Gedankenwelt besser verstehen zu können.
Die Großeltern waren liebevoll beschrieben und sie taten mir oftmals leid, wie sie von ihrer Enkelin behandelt wurden.
Interessant fand ich das Theaterprojekt, wovon ich einige Male im privaten Umfeld etwas hörte, und wie Nana Rademacher es in die Story einbaute. Es zeigt, wie Teenager aus schwierigen Lebenssituationen durch solche Gruppenteam-Aktionen herausgeholt werden können. Es war eine Chance die hier, Prota Sarah ergriffen hat, auch wenn sie sich erst dagegen sträubte.
Vermisst habe ich die Liebesgeschichte, die ich anhand des Klappentextes erwartet habe. Eine zarte Schwärmerei und winzige Funken sprühten, aber die Emotionen erreichten mich nicht. Genauso war es mit der Spannung, die ich nicht greifen konnte, und die Handlungen vorhersehbar waren. Der besondere Kick hat mir gefehlt.
Das Ende war für mich zufriedenstellend und in einem Punkt berührte mich Sarah, als sie von ihrer Mutter sprach. An dieser Stelle tat sie mir unendlich leid. Schade das einige Fragen offen blieben und nicht klar hervorgeht, was aus den anderen Charakteren geworden ist.
Fazit:
In "Immer diese Herzscheiße" von Nana Rademacher geht es um den Teenager Sarah, die in falsche Kreise geraten ist, und ihren Tag mit Diebstählen und Dealen verbringt. Ein soziales Theaterprojekt, versucht sie, auf den richtigen Weg zu leiten. Ein interessantes und aktuelles Thema, was zu Diskussionen einlädt. ~ jugendlicher Schreibstil ~ humorvoll ~ vorhersehbar und kaum Tiefe in der Familiengeschichte ~
Rezensionen von begine:
Die Mädchen aus meiner Klasse von Christine Brückner
Ernstes Thema
Die Mädchen aus meiner Klasse ist ein interessanter Roman von Christine Brückner. Die Autorin kannte ich schon von „Jauche und Levkojen“ und „Die Quints“. Dieser kurze Roman liest sich flüssig.
Es geht um fünf Mädchen, die 1933 geboren wurden und gemeinsam in der Kriegszeit die Grundschule besuchen.
Als junge Frauen treffen sie sich abwechselnd bei einer von ihnen zum Kaffee. Dann kommt die Journalistin Carla einmal dazu und sie attackiert die Freundinnen gleich mit Ausdrücken, über deren Schmuck, das wäre Jagdbeute der Frauen. Sie bringt sie dazu, das jede ihre Geschichte erzählt. Wie sie sich den Schmuck verdient haben.
Dadurch verändert sich jetzt alles.
Die Autorin lässt jede Frau zu Wort kommen. Glaubhaft werden die Erniedrigungen, Demütigungen, Heimlichkeiten und Lebenslügen erzählt.
Trotz allem ist auch Liebe und Zufriedenheit dabei.
Für mich war es wieder ein gut lesbarer Roman, über den ich mir noch Gedanken machen kann.










