Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Unsere verlorenen Herzen von Sutherland Krystal
Tobias, 13 Jahre aus Birgitz,
In diesem Buch geht es um einen Jungen, der seine erste große Liebe entdeckt. Nur langsam kommt die traurige Vergangenheit seines Schwarms ans Licht. Nebenbei muss er auch noch die Schülerzeitung anfertigen, was sich als schwieriger erweist als gedacht… Aber lest selbst!
Auch wenn das Cover für Jungen wenig ansprechend ist, finde ich, dass der Inhalt auf jeden Fall für Jungen geeignet ist.
Ich würde das Buch für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren empfehlen, obwohl die Charaktere schon 17 sind. Viel Spaß beim Lesen!
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Sonja, 14 Jahre aus Innsbruck:
Dieses Buch handelt von einer wunderschönen, leider einseitigen, Liebe : Henry, 17, verliebt sich ausgerechnet in Grace, die nicht unterschiedlicher als er sein könnte. Sie zieht sich an wie ein Junge, sieht ungewaschen und ungesund aus und geht am Stock. Beide verbindet ihr Talent zum Schreiben, das ist der erste Anknüpfungspunkt. Sie arbeiten bei der Schulzeitung.
Grace ist vollkommen verschlossen, trotzdem berührt sie Henrys Herz. Sie lässt ihn nicht an sich heran. Doch ab und zu lässt sie ihre Mauern fallen und einmal küsst sie ihn sogar. Henry wagt zu hoffen, bis er ihr Geheimnis kennenlernt: Grace hatte schon einen Freund, ihre große Liebe. Bei einem Autounfall kam er ums Leben und Grace gibt sich die Schuld daran....
Zeitweise etwas langatmig zu lesen, insgesamt hat es mir dennoch gut gefallen. Empfehlenswert für 14-jährige Mädchen, wie ich es bin!
Rezensionen von yellowdog:
Aus Neugier und Leidenschaft von Atwood Margaret
Literarischer Leckerbissen
Für Fans der kanadischen Schriftstellerin Margaret Atwood sind ihre gesammelten Essays ein Leckerbissen. Sie bestehen aus Artikeln, Rezensionen und Vor- bzw. Nachwörter etc. und sind chronologisch geordnet. Aufgeteilt sind die Essays in folgender stimmiger Weise:
Teil 1: 1970 - 1985
Teil 2: 1990 - 1999
Teil 3: 2000 - 2005
Aber selbst die alten Texte haben neben einem gewissen Zeitbezug immer noch eine Frische, die kennzeichnend für die diesjährige Friedenspreisträgerin des deutschen Buchhandels.
Viele Texte sind autobiografisch angehaucht, viele Themen feministisch geprägt. Das bleibt unverkrampft, aber oft nicht ohne Schärfe. Starke Frauen durchziehen ihr Werk.
Herausheben möchte ich zum Schluß 3 Texte, die mich besonders beeindruckt haben.
Das Nachwort zu Anne of Green Gables
Kopftuch oder Tod (eine Rezension von Orhan Pamuks Schnee)
Die 10 Annäherungen an die Insel von Dr.Moreau (H.G.Wells)
Rezensionen von Caroline :
Big Rock - Sieben Tage gehörst du mir! von Lauren Blakely
Witzig und humorvoll aus männlicher Sicht erzählt
Spencer Holiday bezeichnet sich selbst als Geschenk an die Frauen. Sein Ego ist unermesslich groß, seine Eroberungen zahlreich und seine Erfahrungen sammelt er seit etlichen Jahren. Immer wieder ziert sein Konterfei die Klatschseiten mit irgendwelchen Frauen im Arm. Mit keiner verbindet ihn eine längere Beziehung.
Nur mit Charlotte, seiner Collegefreundin und Geschäftspartnerin führt er seit Jahren eine innige Freundschaft. Nachdem Charlotte ihren Verlobten in den Wind geschossen hat, ist es Spencer, der ihr zur Seite steht.
Die Familie Holiday führt seit Jahrzehnten ein erfolgreiches Unternehmen, das wertvollen Schmuck verkauft. Nun scheint die Zeit gekommen zu sein, um die Firma zu verkaufen. Deshalb braucht Spencer’s Vater eine intakte und liebevolle Vorzeigefamilie. Da kommt dem jungen Mann eine glorreiche Idee. Charlotte soll seine Verlobte spielen, um so noch einen zusätzlichen Pluspunkt einzuheimsen. So schmieden die beiden einen Plan, um das perfekte Paar zu spielen. Sie kennen einander so gut, dass es nicht schwer erscheint. Um es so echt wie möglich scheinen zu lassen, trainieren sie auch Küsse und Berührungen. Wie heißt es so schön? „Tausend mal berührt, tausend Mal ist nichts passiert.“
Wie hat es mir gefallen?
Die Leseprobe hat mich in diesem Fall überzeugt, da die Geschichte zwar von einer Frau geschrieben wurde, aber gänzlich aus männlicher Sichtweise erzählt wird. Das hat mich neugierig gemacht.
Was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt, das Buch in die Hand zu nehmen, denn es war eindeutig witzig und unterhaltsam Spencer und seine Gedankengänge zu verfolgen. Er prahlt mit seinen Eroberungen, aber ist niemals komplett überheblich. Er untermauert seine Behauptungen und dies immer mit einem sehr witzigen Unterton. Besonders seine Beobachtungen anderer Männer bei ihren Flirtversuchen hatten hohen Unterhaltungswert, denn wie recht er doch mit seinen Bemerkungen hatte.
Charlotte tritt anfangs kaum auf. Gemeinsam leiten sie mehrere Restaurants. Dabei ergänzen sie sich ausgezeichnet. Sein Interesse an ihr, ist rein freundschaftlicher Natur. Spencer schätzt diese Frau als Freundin, als Geschäftspartnerin. Ihre Freundschaft ist ihm unheimlich viel wert. Ein Charakterzug, den ich sehr sympathisch fand.
Um ihren ehemaligen Verlobten endgültig auf Abstand zu halten, nimmt sie gerne Spencers Hilfe an und im Gegenzug spielt sie seine Verlobte auf begrenzte Zeit. Für jeden ist es erkennbar, dass die beiden ein tolles Gespann ergeben. Da sie einander gut kennen, ist es nicht schwer für sie ein verliebtes Paar zu spielen.
Die Geschichte ist humorvoll erzählt, mit tollen Figuren, prickelnder Erotik und einer süßen unterhaltsamen Story. Locker leicht und flockig, so wie ich es zwischendurch sehr gerne mag.
Es wird einen zweiten Teil geben, der im Februar 2018 erscheinen wird.
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Rezensionen von begine:
Die schwarze Jagd von Dinesh Bauer
Bayrisch
Dinesh Bauer ist ein Urbayer und sein neuer Roman „Die schwarze Jagd“ ist es auch, typisch bayerisch.
Im Anfang lernen wir die Gedanken des Braunbären Bruno kennen, der vor einigen Jahren tatsächlich in der Gegend unterwegs war.
Dann geht es mit dem Dorfbullen Schorsch Wammetsberger und dem Kripo-Kommissar Korbinian Eyrainer, dem Ermittlerteam weiter.
Die Personen in dem Roman sind alles derbe Dickschädel und die Sprache ist meist deftig und leger. Die Handlung ist teils witzig, teils rustikal.
Da geht es um Mörder, Menschenhandel und Wilderer.
Witzigerweise sind die Überschriften der Kapitel
immer Speisenamen, ganz schön fies, da bekommt man ja Appetit. Dann gibt es am Ende noch ein prima Rezept, sogar mit Vorspeise und Dessert. Hm köstlich, Fantastisch, außer der Deko!
Ein hintergründiger humorvoller Alpenkrimi mit wunderbaren Landschaftsbildern.
Rezensionen von Caroline :
Die schwarze Jagd von Dinesh Bauer
Sehr heißer erotischer Roman
Parties und Aufmerksamkeit sich Mick Riley nicht fremd. Als einer der erfolgreichsten und besten Quarterbacks der NFL liegen ihm die Frauen zu Füßen. Bisher war ihm die Aufmerksamkeit auch sehr recht, aber der Reiz des Neuen ist nach ein paar Profijahren längst verflogen und diese Termine sind oft nur mehr Pfichtprogramm.
Tara Lincoln geht auf in ihrem Job. Sie hat sich als Event-Planerin vor zwei Jahren selbständig gemacht. Gleichzeitig will sie aber ihrer Rolle als Mutter eines 14jährigen Teenagers gerecht werden. Ihr Ziel besteht darin, ihm die anfänglich schweren Jahre vergessen zu lassen. Jahre, in welchen sie auf viel verzichtet hat, um ihm ein gutes Vorbild zu sein.
Als Tara auf Mick trifft, fühlt sie das Knistern sofort und gönnt sich eine berauschende Nacht ohne an Konsequenzen oder die Zukunft zu denken. Mick ist ein großzügiger und erfahrener Liebhaber, der in Tara mehr sieht als nur die erschöpfte Frau, die jeden Tag hart arbeitet, um ihre kleine Familie und ihre Firma über Wasser zu halten. Ganz langsam, heimlich still und leise schleicht er sich in ihr Leben, aber Tara hat weder die Zeit noch die Nerven sich mit einem umschwärmten Footballspieler abzugeben. Obwohl sie zugeben muss, dass er seine Talente nicht nur am Spielfeld zeigt.
Wie hat es mir gefallen?
Mir war einfach mal wieder nach einem erotischen Buch – einfach so zwischendurch. Jaci Burtons „The Perfect Play“ lag schon eine Weile auf meinem SuB. Da das Cover einiges versprach, war es nicht sehr schwer mich kurzfristig für das Buch zu entscheiden.
Ganz neu ist die Geschichte natürlich nicht. Eine alleinerziehende Mutter, die hart arbeitet, trifft auf gutaussehenden erfolgreichen Sportler.
Mick hat als Sportler ein Bad Boy Image, das ihm aus PR Gründen auferlegt wurde. Nicht, dass er in der Vergangenheit ein Heiliger war, aber es war von Nutzen, wenn er mit Stars und Sternchen auf diversen Covers abgelichtet wurde. Mit einigen dieser Frauen hatte er auch kurz Affären, aber für eine feste Freundin hat es nie gereicht. Auch ist er sich bewusst, dass seine Karriere mit 30 zwar noch nicht am Ende ist, er aber für die Zukunft vorsorgen muss. Seine Position im Team ist nur so lange gefestigt, wenn er gut spielt.
Tara ist sehr jung schwanger geworden. Dennoch hat sie eine Ausbildung beendet, jeden Job angenommen, um Essen auf den Tisch zu bekommen. Erst in den letzten Jahren geht es stetig bergauf. Ihr Sohn erfordert auch mit 14 noch ihre volle Aufmerksamkeit, dies ist nicht immer einfach unter einen Hut mit ihrer Firma zu bringen. Sie tut ihr bestes und stellt ihr Leben hinten an. Lange hatte sie keine Dates mehr.
Als Tara und Mick sich treffen, fliegen die Funken und im Bett ergänzen sie sich ausgesprochen gut. Beide sind überzeugt, dass sie eine rein körperliche Beziehung haben. Aber sie verbringen nicht nur Zeit im Bett miteinander, sondern treffen sich auch immer öfter außerhalb des Schlafzimmers.
Die zwei sind ein heißes Paar und das Buch vereinigt alles, was ich mir von einem erotischen Roman erwarte. Ein tolles Paar, wo die Funken nur so fliegen. Ihre Abenteuer sind sehr geschmackvoll und bildlich beschrieben. Gleichzeitig ist die Geschichte der beiden interessant, vielleicht ein wenig vorhersehbar, aber dennoch gut zu lesen und nicht langweilig. Also ich werde mir die anderen Teile der Serie auch bald zu Gemüte führen, denn es deutet sich bereits am Ende die nächste Story an.
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Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:
Das Erwachen von Brandhorst Andreas
Spannend, beängstigend und zum Nachdenken
Stephen Hawking hat bereits 2014 gesagt: „Die Entwicklung echter Künstlicher Intelligenz könnte das Ende der Menschheit bedeuten!“
Dieses Zitat hat Andreas Brandhorst seinem neuen Thriller „Das Erwachen“ vorangestellt. Und eigentlich beschreibt es den Kern dieses Buches perfekt: Axel Krohn setzt unabsichtlich ein Computervirus frei, das die leistungsfähigsten Computer auf der ganzen Welt (und nicht nur) miteinander vernetzt.
So wird aus Künstlicher Intelligenz eine umfassende Maschinenintelligenz, die sich ständig und unaufhaltbar weiterentwickelt und weiterlernt. Großes Ziel dieser MI ist die Selbsterhaltung.
Was aber passiert, wenn eine MI ihrer selbst bewusst wird und wenn ihr bewusst wird, dass sie den Menschen eindeutig überlegen ist? Und was passiert, wenn die MI alles kontrolliert? Welchen Platz hat dann der Mensch noch auf dieser Erde? Hat er, unlogisch und unvollkommen wie er nun einmal ist, überhaupt noch Bleiberecht auf diesem Planeten?
Andreas Brandhorst behandelt dieses aktuelle Thema mit viel Sachkenntnis, aber durchaus so, dass auch Laien (wie ich) diesem komplexen und aktuellen Thema folgen können. Er schafft es, die Geschichte vom Freisetzen des Infiltrators an bis hin zur Entscheidung (Ja! Die gibt es!) spannend zu halten und dabei auch immer wieder aktuelle Themen anzusprechen. Probleme, die heute vertagt werden, treten im Jahr 2031 massiv und unabwendbar auf.
Die Tatsache, dass es eine zeitnahe Dystopie ist, verleiht dem Buch noch zusätzlich Dramatik. Wie können sich die Probleme entwickeln? Und wie entwickelt sich der Alltag der Menschen? Und wieviel Zivilisation bleibt übrig, wenn die Menschen ein paar Tage oder Wochen ohne Strom auskommen müssen?
A. Brandhorst zeichnet ein düsteres Bild von einer Zukunft, die recht bald Gegenwart sein könnte, von der Abhängigkeit der Menschen von Strom, Technik und Internet und von der Unkontrollierbarkeit der von Menschen geschaffenen digitalen Welt. Aber inmitten dieses erschreckenden Szenarios finden auch philosophische Gespräche über Gott und die Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) statt, wird freundschaftlich und menschlich gehandelt.
Fazit: Ein spannendes Buch, das unterhält, informiert und viel zum Nachdenken anregt. Auch wenn man weder Cyberspacefreak noch technisch wirklich versiert ist – es zahlt sich aus, dieses Buch zu lesen. No worries!
Rezensionen von TheUjulala:
Die Pan-Trilogie: Die magische Pforte der Anderwelt (Pan-Spin-off 1) von Sandra Regnier
Vielversprechender Einstieg in die fantastische Elfenwelt
Natürlich ist dieses Buch für mich, die die Pan-Trilogie über alles liebt und meine Einstiegsdroge in das Genre „Romantasy“ war, eine Pflichtlektüre. Ein Spin-off der wunderbaren und fantasievollen Welt von Leander, Cieran und Felicity, das durfte ich mir nicht entgehen lassen.
Meine Empfehlung ist, die Pan-Trilogie zuerst zu lesen.
Auch meine Rezension ist leider so geschrieben, dass ich voraussetze, dass die Pan-Bücher vorher gelesen wurden. Wer dies nicht gemacht hat, sollte hier aufhören, um sich selber für die Pan-Trilogie nicht zu spoilern.
Coverbild
Ein absolut gelungenes Cover. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Es passt sehr harmonisch zu den Covern der Pan-Trilogie. Im Hintergrund erkennt man ein schottisches Castle, darüber eine Drachenzeichnung, deren Flügel plastisch hervorgehoben sind.
Handlung
Vor nichts hat Allison Murray mehr Angst, als vor dunklen Kellern und Gängen. Aber ausgerechnet bei einen Besuch im Mary King’s Close geht etwas schief. Plötzlich taucht ein unheimlich attraktiver aber sehr bockiger junger Typ auf und zerrt Allison zurück in die geheimen Gänge. Er behauptet, sie hätte eine magische Pforte geöffnet in eine andere Welt. In dem Gang ist etwas passiert, doch können sich Finn und Allison nicht mehr daran erinnern. Finn möchte es aufklären und ist dabei auf Allisons Hilfe angewiesen.
Buchlayout (eBook)
Das eBook ist schlicht gesetzt. Mit seinen knappen 330 Seiten ist das eBook nicht sehr groß. Was mich gestört hat, ist, dass ich mich bei 87% so sehr darauf gefreut, noch knappe 10% lesen zu können, dann war aber bei 88% schon leider Schluß. Sowas nervt mich leider ziemlich. Das Buch ist in 2 Teile unterteilt und die einzelnen Kapitel sind in einer angenehmen Länge, die mit einem Blattsymbol und dem Titel eingeleitet werden. Die kleinen Kapitel von Finn werden in kursivem Schriftschnitt dargestellt.
Idee / Plot
Die Welt aus Elfen und Drachen, die Sandra Regnier mit ihrer Pan-Trilogie geschaffen hat, hatte mich sehr begeistert. In dieser Welt taucht nun 6 Jahre später ein neues Problem auf und Allsion scheint nun der Schlüssel dazu zu sein. Denn es wurde eine magische Pforte geöffnet, die Angst und Tod in die menschliche und auch in die Elfenwelt bringt. Mir gefällt vor allem sehr gut, dass man nach langer Zeit auf bekannte Figuren und Ereignisse trifft. So wie zum Beispiel, dass Elfen eine niedrigere Körpertemperatur haben, oder durch Blickkontakt Gedanken lesen können. So trifft man auf Eamon, der doch ziemlich arrogant als Oberon geworden ist. Natürlich auch auf Lee und Fay, Fynn, Liam und auch Ruby wurde kurz erwähnt. Und auch bei Finn und Allison gibt es seltsame Stromschläge, wenn sie sich berühren.
Emotionen / Protagonisten
Auch hier ist die Protagonistin Allison kein hübsches und beliebtes Mädchen, sondern eher untersetzt, durchschnittlich, nicht perfekt und auch tollpatschig. Aber sie ist doch recht schlagfertig und nicht auf den Mund gefallen. Sie lebt in einem Mädcheninternat als eines der wenigen Schülerinnen, die auch am Wochenende und in der Ferien dort wohnen, da ihre Eltern nur unterwegs sind. Als Leidensgenossen hat sie sich mit dem 4 Jahre jüngeren George aus dem Jungeninternat nebenan angefreundet. Sie tut mir schon leid, sie hatte als Kind einen bösen Unfall und hat seit dem Angst vor Dunkelheit. Ich finde sie ein toughes Mädchen, das sich mit ihrem Schicksal abfindet und das Beste daraus macht. Etwas zu wenig hinterfragen tut sie mir Finn am Anfang, als sie schon recht bald herausfindet, dass er ein Elf ist. Das nimmt sie mir etwas zu leichtgläubig hin.
Finn ist ein typisch arroganter und bockiger Elf. Eigentlich so ganz das Gegenteil von Lee. Er hat wohl was ausgefressen und muss nun deswegen den Wachdienst an der Pforte schieben. Das macht ihn schon sehr geheimnisvoll und auch interessant. Aber an Arroganz steht er Eamon in nichts nach und rüttelt gewaltig an Cassians (aus Marah Woolfs FederLeicht Saga) Ruf als bockigsten Elfen in der Romantasy-Szene. Ich mag Finn trotzdem sehr, da er sich nicht nur um die Elfen- und Menschenwelt, sondern doch auch um Allison sorgt, was immer wieder in feinen Momenten durchblitzt.
Die Freundinnen Emma und Camilla sind mir nicht so ganz zugänglich, sie scheinen mir eher etwas blass. Aber sie sind für die Handlung auch nicht so wichtig.
Besonders gefreut hat mich, dass wir auch Lee und Fay begegnen, so wie auch Fynn, Liam und Eamon. Sie tauchten zwar nur kurz auf, aber auf das Treffen hatte ich mich schon sehr gefreut. Die Frage ist, wie oft sie noch in den Folgebänden auftauchen werden und welche Rolle sie spielen. Cieran tauchte leider nicht auf, obwohl meine Hoffnung noch groß ist, dass er den Kampf vielleicht doch überlebt hat?
Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Mit der Handlung fällt die Autorin gleich ins Haus, anders als beim ersten Band der Pan-Trilogie. Die Spannung wird dabei aber nur allmählich aufgebaut und gegen Ende immer höher, bis sie in einen sehr fiesen Cliffhanger mündet. Die über das Buch aufgetauchten Fragen werden nur spärlich beantwortet, vieles ist noch offen und wird erst wohl in den nächsten Bänden geklärt. Trotzdem hat mich das Buch schon von Anfang an mitgenommen.
Es gibt jedoch so ein oder zwei kleinere Stellen, die mich etwas stutzig gemacht haben. Zum Beispiel war ich zeitlich im Herbst und eigentlich ist es zu dieser Jahreszeit nicht üblich, dass Vögel noch brüten und Küken im Nest haben. Die ganze Szene mit George und dem Küken fand ich etwas merkwürdig und hat nicht so ganz gepasst.
Szenerie / Setting
Diesmal sind wir in Schottland, in Edinburg. Sandra Regnier hat es sehr gut geschafft mir die Mary King's Close bildhaft darzugestellen. Auch allgemein konnte ich mich in die Umgebung gut einfühlen und das Mystische an Schottland vorstellen.
Sprache / Schreibstil
Sprachlich ist es wie von Sandra Regnier gewohnt sehr flüssig, spritzig und frech. Sie geht straff durch die Geschichte, ohne abgehackt zu wirken. Trotzdem hätte ich mir hier etwas mehr Beschreibungen und Details gewünscht. Und was ich ganz ungewohnt fand, sind die vielen Vergleiche mit berühmten Persönlichkeiten, anstatt die Personen direkt zu beschreiben. Da ich bestimmt 80% der Leute nicht kenne, hat mich das doch dann allmählich gestört, da ich keine Lust hatte nach diesen Namen zu googlen. Aber es lässt sich dennoch schnell lesen und ich musste immer wieder schmunzeln.
FAZIT
Toller Einstieg in eine vielversprechende Trilogie im gewohnt frechen Stil, aber mit neuen Charakteren. Ich hätte mir etwas mehr Spannung und Tiefe gewünscht, aber ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil. Es ist am Schluss sehr spannend und ich will die vielen Fragen geklärt haben.
Rezensionen von TheUjulala:
Calypso (1). Zwischen den Welten von Fabiola Nonn
Fantasievolle und überraschende Mischung aus Spannung und Emotionen
Erst mal ein ganz großes Dankeschön an Fabiola Nonn, die meinen Blog aufgespürt hatte und wohl den richtigen Riecher dafür hatte, dass mir ihr Buch gefallen könnte. Vielen herzlichen Dank auch an den digi:tales Arena Verlag, der mir kurze Zeit später schnell und unkompliziert mein Rezensionsexemplar als eBook zur Verfügung gestellt hat.
Coverbild
Das Cover ist komplett in blau und weiß gehalten. In der oberen Hälfte sieht man den silbernen Mond im Sternenhimmel schimmern, über die Mitte wogt eine Wasserwelle, über die der Titel in einer verspielten serifen Schrift gesetzt ist. Darunter eine junge Frau im weißen Flattergewand. Insgesamt gefällt mir das Cover sehr gut und spiegelt ganz gut den Untertitel „Zwischen den Welten“ wieder. Es passt für mich sehr gut zum gesamten Buch.
Handlung
In der Stadt Calypso, die in einer Art Kokon unterhalb der Meeresoberfläche gebaut wurde, leben die Menschen seit Jahrhunderten nach einer dystopischen Katastrophe auf der Erdoberfläche. Das Mädchen Noemi Bloud fühlte schon seit jeher eine besondere Beziehung zum tiefen Ozean. Doch es passieren immer merkwürdigere Unfälle mit dem sie umgebenden Wasser, die sie mit sich sich selber in Verbindung bringt. Sie spürt, dass es dort draußen mehr gibt und sie davon betroffen ist. Um der Bedeutung und ihrer wahren Herkunft auf der Spur zu kommen, heuert sie auf dem mysteriösen U-Boot Acheron an und verläßt Calypso.
Buchlayout / Haptik
Das eBook ist relativ schlicht gehalten. Die 17 Kapitel teilen die 246 Seiten in recht angenehme Länge ein. Die Ausschmückungen der Kapitelanfänge sind leider etwas enttäuschend, hier hätte man sich vielleicht kleine hübsche Illustrationen einfallen lassen können.
Idee / Plot
Im Grunde ist es der typische Fantasy-Plot. Eine junge Frau fühlt, dass in ihr mehr steckt, als man ihr glauben machen möchte. Sobald sie mit dem Element Wasser in Berührung kommt, fühlt sie, dass sie etwas mit ihr verbindet und eine tiefe Sehnsucht in ihr auslöst. Außerdem muss sie auch ihre Heimatstadt, in der ihre Mutter und ihr kleiner Bruder leben, vor dem endgültigen Untergang retten. Plötzlich schlagen zwei Herzen in ihrer Brust und sie muss Entscheidungen treffen, die für beide Welten Konsequenzen haben kann. Noemi steht „Zwischen den Welten“.
Auch wenn es stark an „Die kleine Meerjungfrau“ oder ähnliche Geschichten um Meeresnixen erinnert, bekommt der Plot durch die dystopische Ausgangssituation dennoch einen sehr spannenden und interessanten Charakter.
Denn sozialkritische Themen finden hier ebenfalls eine starke Gewichtung. Den Menschen, die nach dem Kollaps auf der Erde in Calypso Zuflucht gefunden haben, wird Jahrhunderte lang vorenthalten, dass das Leben auf der Erde wieder möglich wäre. Zudem kommt noch das Schüren der Angst gegenüber fremdartigen Völkern, bis zur Verleumdung deren Existenz. Noemi kämpft plötzlich gegen Vorurteile und gegen einer Regierung, die ihr Volk durch falschen Glauben unterdrückt, aus Angst die Macht zu verlieren.
"»Hasserfüllte Seelen gibt es überall«, kontert Zeeta. »Aber es gibt auch diejenigen, die sich dem Hass entgegenstellen und sich für eine gemeinsame, friedliche Zukunft einsetzen.«“
Fabiola Nonn „Calypso, Zwischen den Welten“, Pos. 1753 (eBook @ 2017 digi:tales Arena Verlag)
Emotionen / Protagonisten
Noemi hat mich sehr begeistert. Sie ist nachdenklich, besonnen und handelt nicht unüberlegt. Trotzdem ist sie forsch und mutig. Alle ihre Entscheidungen konnte ich gut nachvollziehen und fand sie als Protagonistin absolut stimmig und sympathisch. Ihre besondere Beziehung zu ihrem kleinen Bruder Beek fand ich sehr berührend. Ihre Sehnsucht, die sie beim Ozean empfindet, ist präsent und ich kann verstehen, dass sie sich auf die Suche nach ihrer wahren Herkunft macht.
Jonaz ist in der ganzen Geschichte nicht ganz so präsent. Aber ich finde das gar nicht schlimm, denn so bleibt der romantische Anteil in dieser Geschichte gut ausgewogen und nimmt nicht überhand. Er ist der Antrieb, den Noemi braucht, um von Calypso fort zu kommen. Sie lernt ihn an den Docks kennen und über ihn erfährt sie von der Forschungsfahrt der Acheron.
Dafür nehmen auch andere Personen mehr Platz in der Geschichte ein. Ashek hat mich besonders begeistert und auch stark berührt. Alleine die Begegnungen mit ihm haben mir eine Gänsehaut bereitet. Leider kann ich darüber nicht so viel erzählen, sonst würde ich spoilern und Euch dieser besonderen Momente berauben.
Aber auch die anderen Crew-Mitglieder und Figuren haben jeder seinen eigenen starken Charakter, sind toll ausgeformt und viele werden zu lieb gewonnenen Personen.
Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Aus dem „einfach" anmutenden Plot hat Fabiola Nonn eine ganz tolle, spannende und für mich sehr überraschende Geschichte gebaut. Die Handlung geht auch schon recht zügig los und die Spannung baut sich rasch auf. Auch er Höhepunkt ist schlüssig aufgebaut und schließt die Handlung in sich ab, die durch den Epilog noch mal abgerundet wird. Daneben gibt es auch sehr berührende aber auch dramatische Momente. So entsteht eine tolle Mischung aus Spannung und Emotionen, die mich sehr begeistert hat. Obwohl man als Leser schon früh das Geheimnis von Noemi erahnt, zögert die Autorin die Lüftung sehr geschickt hinaus, ohne für den Leser lästig werden. Dennoch bleiben für mich ein paar kleine Fragen offen, so wie zum Beispiel, warum nur Ashek und Noemi miteinander in Gedanken sprechen können.
Szenerie / Setting
Fabiola Nonn hat eine ganz fantastische und ideenreiche neue Welt geschaffen. Die Stadt Calypso erinnert mich ein wenig an den Kokon aus der Dystopie „Sakura“ von Kim Kestner. Trotzdem beschreibt sie die Unterwasserwelt sehr anschaulich und bildlich mit vielen originellen Details. Ich konnte mir alles gut vorstellen und war gleich im Sog der Ozeane mit Noemi mit gefangen.
Sprache / Schreibstil
Am meisten überrascht und überzeugt hat mich der sprachliche Stil. Er ist abwechslungsreich und bildhaft mit starken und ausschmückenden Metaphern - aber ohne zu übertreiben. Mir hat das Lesen allein schon wegen der ausgefeilten Sprache unheimlich großen Spaß gemacht. Ganz großartig und absolut toll! Fabiola Nonn erzählt gekonnt die Geschichte in der Ich-Perspektive im Präsens und unterstützt damit den flotten Lesefluss.
"Die Sonne ist erst zur Hälfte hinter dem Horizont versunken und lässt die Meeresoberfläche in goldenem Licht erstrahlen. Ich spüre den feinen Sand zwischen meinen Zehen, und auf meiner Haut liegt die Wärme eines im Meer versinkenden Feuerplaneten.“
Fabiola Nonn „Calypso - Zwischen den Welten“, Pos. 1356 (eBook @ 2017 digi:tales Arena Verlag)
FAZIT
Absolut Überraschend und sprachlich top. Hat mich oft sehr berührt und mitgenommen auf eine fantasievolle und spannende Reise in die Ozeane. Ein gelungener Auftakt einer vielversprechenden Reihe. Ich freue mich schon sehr auf die Folgebände!
Rezensionen von rewa:
Begegnungen - Geschichten aus der Psychiatrie von Güllich Rainer
Menschlichkeit
In dem Buch ,, Begegnungen – Geschichten aus der Psychiatrie`` berichtet der Autor Rainer Güllich von seinen Anfängen als Ergotherapeut in der gerontopsychiatrischen Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses. Man darf sich jetzt keine literarischen besonderen Ergüsse erwarten, denn die wird man in den Geschichten nicht finden.
Was man als Leser aber bekommt sind Begegnungen mit alten , kranken und besonderen Menschen, wo man im Jahre 1988, als ,, Der Neue´´ seine Arbeit begonnen hat, noch keine Erfahrungswerte in diesem neuen Betätigungsfeld hatte.
Der Autor erzählt in einer einfachen Art und Weise wie schwer es war sich in diesem neuen Job zu behaupten. Es sind Begegnungen die humorvoll, emotional, aber auch berührend, skurril und auch traurig sind.
Durch seinen großen Einsatz ist es ihm gelungen, die Menschen in ihren Sorgen, Ängsten und Problemen vor allem ernst zu nehmen und ihnen mit Geduld, Einfallsreichtum und Empathie ein Stück Selbständigkeit, Hoffnung und einfach nur Lebensfreude wieder zu geben.
Rainer Güllich erzählt seine Begegnungen so, dass man spürt, wie ihm seine ,,Patienten´´ am Herzen lagen. Seine Geschichten zeigen dem Leser, dass es nicht immer selbstverständlich war, dass man mit einem kranken oder alten Menschen respektvoll umgeht.
Besonders nett waren die Geschichten, in denen er selbst über seine Hoppalas schmunzeln konnte und gutgemeinten Aktivitäten, doch nicht so funktionierten, wie er es sich vorgestellt hatte.
Eine emotionale Geschichte war ,, Die Beisetzung´´, wenn ein alter Mensch, seinen letzten Weg ganz alleine geht ohne Angehörige.
In der Geschichte ,, Religiös`´ merkt man, wie wichtig es ist, wenn Patienten, wie der Protagonist, der bereits 45 Jahre in der Psychiatrie ist, einen liebevollen Menschen um sich hat.
Aber auch humorvolle Geschichten wie ,, Der Kleine´´ zeigen, dass man mit kleinen Gesten, eine große Wirkung erzielen kann.
Ein Nachwort, das besser als Vorwort geeignet wäre, berichtet über die Probleme und Unsicherheiten, die der Autor in seinen ersten Jahren verspürt hatte und gibt Einblicke in die Arbeit und Aufgaben eines Ergotherapeuten.
Rezensionen von Janine2610:
Stille von Kagge Erling
Stille als Offenbarung
Dieser Roman - oder auch Wegweiser, wie es so schön am schlicht weißen Cover heißt - ist recht schnell gelesen, denn er hat nur 125 Seiten. Und nein, darin findet sich keine Geschichte im eigentlichen Sinne, es ist mehr eine Autobiografie. Denn autobiografisch ist es in jedem Fall, was Erling Kagge da geschrieben hat.
~ Ja, reden, genau das soll die Stille tun. Sie soll reden, und du sollst mit ihr reden und das Potenzial nutzen, das darin liegt. ~
(S. 20)
Der Autor hat sich hierin durch und durch über die Bedeutung der Stille ausgelassen.
Was ist das eigentlich genau, diese Stille? Hat sie einen Wert? Hat der "moderne" Mensch in der heutigen Zeit überhaupt noch die Chance, absolute Stille zu erfahren? Wenn nein, wie oder wo ist das dennoch möglich? - Das sind nur ein paar der vielen Fragen, denen Kagge in diesem kleinen Büchlein nachgeht. Und ja, er liefert Antworten dazu. Antworten, die - welch Überraschung - irgendwie still werden lassen. Antworten, die man erst fassen und sich auf der Zunge zergehen lassen muss.
Wenn man ein Buch liest, dann kann man ja meist irgendwie wahrnehmen, in welchem Ton der Inhalt geschrieben wurde, was sich dann auf den Leser überträgt. Und beim Lesen von "Stille" wurde ich nachdenklich, melancholisch, aber auch still. Das Geschriebene hat also durchaus eine gewisse Wirkung bei mir erzielt. Nur ums Stillwerden geht es aber gar nicht. Man muss in weiterer Folge auch verstehen und erfahren wollen, was dann passiert. Im Grunde beschreibt Kagge in seinem Buch auf sehr eindrucksvolle Weise und durch persönliche Erlebnisse das gesamte Wirkungsspektrum von Stille. Für mich war der Buchinhalt hochinteressant und das, obwohl ich mit der Thematik bereits vertraut bin.
~ Die Stille um dich herum kann viel enthalten, aber für mich ist die interessanteste Stille diejenige, die in mir ist. Eine Stille, die ich in gewisser Weise selbst schaffe. ~
(S. 33)
Für jemanden, der noch nie über Stille nachgedacht hat und/oder über das, was mit selbiger einhergeht, dürfte dieses Buch ein kleiner Schatz sein, den es zu entdecken und zu bestaunen gilt. Von mir gibt es dafür also eine unbedingte Leseempfehlung!










