Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Herrlich schräger Humor mit Berliner Schnauze
Autor Bernd Mannhardt schickt sein kongeniales Ermittler-Duo KHK Hajo Freisal und Yasmine Gutzeit diesmal in eine Kleingartenanlage auf Mördersuche.
Einer der Pächter ist ermordet worden. Da das Opfer bei niemand beliebt sondern eher allerorts verhasst war, scheint der Fall sonnenklar. Freisal und Gutzeit könnten aus einer Vielzahl von Verdächtigen wählen.
Doch je mehr sie sich mit den Menschen in der Laubenkolonie beschäftigen, desto undurchsichtiger wird der Fall. Erst als die Vergangenheit des Ermordeten genauer untersucht wird, scheint die Lösung des Falles nah.
Meine Meinung:
Mit Freisal und Gutzeit hat der Autor zwei sich herrlich ergänzende Ermittler geschaffen. Der übergewichtige Freisal, der einen "noch nicht Oldtimer" fährt (einen Mazda MX5 Roadster) und Gutzeit, die ein „Susi“ (Suzuki) reitet.
So unterschiedlich die beiden auch sind, gemeinsam sind sie unschlagbar. Wie ein altes Ehepaar werfen sie sich Stichworte zu wie Volleyballer die Bälle.
Herrlich sind die Bemühungen Freisals beschrieben mit Gutzeits Unterstützung ein wenig des Übergewichts loszuwerden. So gerät der Kauf von Laufschuhen zu einer amüsanten Angelegenheit.
Doch nicht nur die Personen sind bis ins letzte Detail liebevoll beschrieben, nein, auch die Umgebung der Tat ist gekonnt in Szene gesetzt. Man stelle sich bitte die Kleingartenanlage bildlich vor, die auf dem ehemaligen Anstaltsfriedhof des Preußischen Mustergefängnis Moabit errichtet wurde. Nein, das ist nicht erfunden. Die gibt es wirklich und hat es zu einem Eintrag in Wikipedia geführt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Beamtenfriedhof
Die vielen Bonmots zwischen Freisal und Gutzeit sowie die witzigen Sprüche der beiden, finden hoffentlich bald Eingang in ein „Best of Zitate“.
Ein paar Beispiele gefällig?
„Kundenkennwort Fliegengewicht“
„Haarschwamm? - Klingt wie Fußpilz. Ist das ansteckend?“
"...Keine überhasteten Aktionen, bitte - danke! Das machen vielleicht die Kollegen im Tatort - wir nicht..."
"...Keine Ahnung, wie wir mal ohne elektronische Post klargekommen sind..." (Das frage ich mich allerdings auch häufig).
„... wir drehen hier keine Stricke, sondern entflechten Knoten.“
"Wären wir nicht neugierig, säßen wir immer noch auf einem Baum oder hockten in einer Höhle..."
Oder der Seitenhieb auf die unendliche Geschichte des neuen Berliner Flughafens:
"Nichts gegen die SpuSi, aber der Kollege kommt vielleicht ursprünglich vom Brandschutz unseres Super-Flughafens, kann das sein?"
Fazit:
Wieder ein fesselnder Kriminalfall mit ganz besonderen Ermittlern. Ein wahrer Genuss ist besonders die "Berliner Schnauze" - bitte mehr davon. Gerne gebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Ich warte mit großer Ungeduld auf den nächsten Fall für Freisal & Co.
Rezensionen von nuean:
The Chosen One - Die Ausersehene von Isabell May
Anders als erwartet, aber sehr überraschend, spannend und voller Magie.
Klappentext
Eine zerrüttete Welt, eine allmächtige Regentin und ein rebellisches junges Mädchen. Die 17-jährige Skadi ist eine Ausersehene - dazu bestimmt, dem Königreich Kinder zu schenken. Eine Seuche löschte vor Jahrhunderten einen Großteil der Bevölkerung aus und machte fast alle überlebenden Frauen unfruchtbar.
Maella, die Regentin, ließ die wenigen fruchtbaren Frauen in eine Burg bringen, wo sie seitdem im Luxus leben und für den Fortbestand des Reichs sorgen. Skadi aber will sich nicht einsperren lassen und flieht aus ihrem goldenen Käfig. Verzweifelt irrt sie umher, bis sie zufällig auf den freundlichen Finn trifft. Ihm und seinen Gefährten, darunter der rätselhafte Jaro, schließt sie sich an und stellt dabei fest, dass auch in ihr mehr Magie steckt, als sie bisher überhaupt ahnte ... Spannender zweiteiliger YA-Fantasyroman, gespickt mit Magie, Geheimnissen und großen Gefühlen.
Cover:
Das Cover finde ich nicht so toll. Ich mag einfach keine kompletten Gesichter auf den Covern, weil dann die Fantasie sehr eingeschränkt ist. Das Mädchen im roten Kleid ist doch ein Blickfang und auch die Schrift gefällt mir gut.
Meine Meinung:
Ich war anhand des Klappentextes etwas skeptisch, ob es nicht ein Abklatsch von „Das Juwel“ wird. Wieder geht es um eine Welt, in der die meisten Frauen unfruchtbar sind und es nur wenige Mädchen gibt, die Kinder bekommen können. Diese wachsen abseits der Bevölkerung auf.
Aber ich bin positiv überrascht, die Idee ist vielleicht ähnlich, aber die Handlung und die Hintergründe komplett anders.
Mit der Protagonistin Skadi bin ich sofort warm geworden. Ihre Ängste und Sorgen konnte ich nachvollziehen, sie ist mutig, stark und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Zum Glück findet sie Finn, der ihr auf ihrer Flucht hilft und dann kommt schnell eine Gruppe zusammen, die ein gemeinsames Ziel haben. Die Charaktere sind toll beschrieben, jeder hat seine eigene Geschichte und Macken. Auch Jaro und Finn haben mir sehr gut gefallen und die Gemeinschaft dieser unterschiedlichen Charaktere, die doch etwas gemeinsam haben.
Der Schreibstil ist locker, flüssig und bildhaft, die Seiten flogen nur so dahin. Mich hat die Handlung sehr überrascht und ich freue mich sehr auf Teil 2.
Fazit:
Anders als erwartet, aber sehr überraschend, spannend und voller Magie.
Rezensionen von Tarika:
Moon Chosen von P. C. Cast
»Ich bin kein Wunder und auch keine Göttin. Nur eine Mondfrau.« (S. 667)
Mari gehört zum Stamm der Erdwanderer und ist die Tochter der Mondfrau ihres Clans, Erbin der einzigartigen Heilkräfte ihrer Mutter. Es ihre Bestimmung, einmal ihren Platz einzunehmen und die Frauen und Männer des Weberclans regelmäßig vom Nachtfieber zu reinigen. Doch sie birgt ein Geheimnis in der im Wald versteckten Höhle, in der sie lebt.
Und sie fühlt sich noch nicht bereit, ihrem Schicksal zu folgen. Doch als ein todbringender Angriff ihre Welt aus den Angeln reißt, enthüllt Mari die Stärke ihrer Fähigkeiten und entschließt sich, sich selbst und ihr Volk zu retten. Ihr läuft ein Hund zu, der ihr nicht mehr von der Seite weicht. Ihr neuer Begleiter wird allerdings schon gesucht – von ihren Feinden. Als Mari dem Sohn des Anführers, Nik, begegnet, verspürt sie ein zuvor nie gekanntes Gefühl. Sie bricht die Gesetze des Clans und verbündet sich mit ihm, um die Kräfte zu besiegen, die sie alle zu zerstören drohen. (Klappentext)
Mit dem ersten Band von „Moon Chosen“ eröffnet sich dem Leser eine völlig neue Welt. Wir lernen hier vor allem drei Völker kennen, die Erdwanderer, die Gefährten und die Hautdiebe, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten. Tatsächlich dauert es auch ein wenig, bis man so richtig in dieser völlig unbekannten Welt angekommen ist und man sollte daher der Geschichte schon etwa 100 Seiten geben, was aber für ein gut 700 Seiten starkes Buch durchaus in Ordnung geht. Wenn diese erste Hürde aber überwunden ist, dann bekommt man als Leser eine sehr spannende Geschichte geschenkt, mit einem interessanten Hintergrund und drei verschiedenen Völkern, die jeder ihre eigene Magie versprühen.
Der Schreibstil der Autorin ist dabei wirklich gut verständlich und lässt sich schnell lesen. Sie schreibt sehr bildhaft, wodurch die Geschichte sehr lebendig wirkt. Zu den Protogonisten hatte ich am Anfang noch nicht so einen Draht, aber schnell wachsen unsere „Helden“ an ihren Aufgaben und es macht sie sympathischer.
Auch wenn es sich um ein Jugendbuch handelt, sollte man wissen, dass es einige Szenen gibt, die recht brutal sind. Daher würde ich eine bescheidene Altersempfehlung ab 16 Jahren aussprechen, die des Verlags liegt bei 14 Jahren. Da aber auch von Sklaverei, Vergewaltigung und brutalen Ritualen die Rede ist, sollte man darüber nachdenken, ab welchem Alter man dies dem potentiellen Leser wohl zutrauen möchte.
"Gefährten einer neuen Welt" bietet alles in allem einen sehr spannenden Einstieg in die neue Reihe von P.C. Cast. Lesen lohnt sich also und die Neugierde auf den nächsten Band ist vorprogrammiert. Nur ein wenig Durchhaltevermögen sollte man am Anfang mitbringen.
Rezensionen von heinoko:
Durst von Nesbø Jo
Atemloses Lesevergnügen
Bereits der 11. Fall für Harry Hole? Unglaublich, denn ich hatte bisher noch nicht die Bekanntschaft mit ihm gemacht. Leider – muss ich jetzt nach der Lektüre dieses Bandes sagen!
Harry Hole hat es nicht leicht. Seine geliebte Frau Rakel ist ernsthaft erkrankt. Und der Alkohol ist Harry‘s besonderer Feind-Freund.
Harry trägt schwer an seiner Vergangenheit, auch wenn er nicht mehr im aktiven Polizeidienst tätig ist. Und aufgrund dieser Vergangenheit wird er ein Erpressungsopfer seines früheren Chefs Bellmann, der ihn zu einer erneuten Mitarbeit zwingt. Ein Killer sucht und findet seine Opfer über die Dating-Plattform Tinder, beißt und trinkt ihr Blut wie ein Vampir. Eine junge Frau aus dem Bekanntenkreis von Harry verschwindet – und es geht gar nicht anders: Harry muss aktiv werden!
Meine Erwartungen an das Buch waren sehr hoch aufgrund der vollmundigen Werbung vorab. Und meine Erwartungen wurden in der Tat voll erfüllt! Denn das Buch ist spannend, spannend, spannend. Es gibt so viele falsche Fährten, immer neue Wendungen, in kurzen Kapiteln steigert sich die Spannung mehr und mehr bis zum grandiosen Ende. Und das Buch ist grausig, blutig, hart, nichts für zarte Gemüter. Dichte Interaktion zwischen den detailreich geschilderten Personen, ein eindringlicher, unverschnörkelter Sprachstil und ein grausiger Plot, all dies zusammen ergibt atemloses Lesevergnügen.
Rezensionen von anushka:
Heimkehren von Yaa Gyasi
Beeindruckendes Buch mit toller Konstruktion
Ghana, Ende des 18. Jahrhunderts: Effia und Esi sind Halbschwestern, die sich nie kennenlernen werden. Die eine lebt bei den Fante, die andere bei den Asante, verfeindete Völker, die immer wieder im Krieg liegen. Obwohl gemeinsames Blut in ihren Adern fließt, verlaufen ihre Lebenswege komplett unterschiedlich.
Während Effia den mit Sklaven handelnden britischen Gouverneur des Fort Cape Coast heiratet, wird ihre Halbschwester versklavt und nach Amerika verschifft. Generation für Generation, bis in die Gegenwart, kämpfen die Linien der Familie ums Überleben und einen Platz in der Welt.
Das Debüt dieser Autorin ist wirklich ganz bemerkenswert. Braucht man am Anfang noch etwas Zeit um sich in den Aufbau des Buches einzufinden, weiß man diese ungewöhnliche Konstruktion schon bald zu schätzen. Generation für Generation wird das Leben eines Nachkommens von Effia und Esi eine Zeit lang begleitet. Dadurch taucht man in die jeweilige Lebensrealität ein. In Esis Familie ist diese Jahrhunderte lang von Versklavung, Rassenhass und Diskriminierung geprägt. Effias Nachkommen tragen ebenfalls schwer an ihrem Erbe der Stammesfehden und als Sklavenhändler. Dieses Buch ist möglicherweise frustrierend für Leser, die für Geschichten einen klaren Abschluss brauchen, denn das ist bei den einzelnen Schicksalen nur selten gegeben, auch wenn sie von nachfolgenden Generationen noch thematisiert werden. Aber man bleibt nie lange bei einer einzelnen Figur, sondern muss diese oft verlassen, wenn man gerade eine Verbindung zu ihr aufgebaut hat. Und trotzdem ist es möglich, mit diesen Figuren mitzufiebern und mitzuleiden.
Die Autorin zeichnet nach, dass die Diskriminierung der Afro-Amerikaner noch längst nicht vorbei ist und es auch nicht war, als die Sklaverei abgeschafft wurde. Sie zeigt beeindruckt und erschreckend, dass sich stattdessen neue Wege fanden, um die Ungleichheit aufrecht zu erhalten. Und auf der anderen Seite des Ozeans hat die Familie von Effia ebenfalls kein leichtes Leben. Besonders erschreckend ist dargestellt, wie sich verfeindete Völker eines Kontinents gegenseitig an eine Besatzungsmacht ausgeliefert und verkauft und somit ihr eigenes Schicksal besiegelt haben. Nicht zuletzt ist das Buch auch dadurch großartig, weil es von hoher politischer Aktualität ist und die noch heute wirkenden Nachwirkungen und deren Entstehung verständlich und berührend nachzeichnet.
Für mich ist dieses Buch ein Meisterwerk. Es ist toll konstruiert, sprachlich ansprechend und anspruchsvoll und wirkt sehr authentisch. Jedes Schicksal ist einzigartig, wirkt aber nie übertrieben oder unrealistisch. Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen und mit den Figuren mitleben und mitleiden lassen. Es ist ein sehr kluges Buch, dessen Bedeutungsebenen man gar nicht auf einmal erfassen kann und das einen dadurch noch längere Zeit begleitet und beschäftigt. Auch wenn das Buch keine Wohlfühlgeschichte erzählt und kein rosarotes Happy End präsentiert, habe ich das Lesen sehr genossen und das Buch geliebt. Für mich ist es definitiv ein Highlight, das noch lange nachwirkt. Es hat mich tief beeindruckt und berührt.
Rezensionen von Landbiene:
Moon Chosen von P. C. Cast
Moon Chosen
Eigene Inhaltsangabe:
Mari gehört dem Volk der Erdwanderer an. Ihre Mutter ist die „Mondfrau“ des Clans. Eine Art Heilerin wovon es nur eine im Clan gibt und der Clan auf diese angewiesen ist. Denn nur die „Mondfrau“ kann die Mitglieder regelmäßig gegen das ausbrechende Nachtfieber heilen.
Doch Maris Mutter kommt ums Leben und Mari zieht sich zurück, weil sie ein Geheimnis bewahrt und sich deshalb ihrem Clan nicht zugehörig fühlt. Doch dann taucht Sora der eigentliche Lehrling ihrer Mutter auf und bittet Mari um Hilfe sie zur „Mondfrau“ auszubilden. Gemeinsam versuchen sie einen Weg zu finden, bis sie einen verwundeten Feind finden und sie auf eine harte Probe auf Grund ihrer verschiedenen Meinungen stoßen….
Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin lässt sich locker und flüssig lesen. Zu Anfang erklärt sie die Welt durch die Sätze ihrer Protagonisten was manchmal etwas komisch rüber kommt. Mich hat es aber nicht sehr gestört. Die Autorin schreibt bildlich und hat eine komplexe, interessante Kulisse geschaffen. Sie schreibt detailliert, aber hält sich nicht an uninteressanten Details auf. Die Kapitel sind nummeriert und teilweise durch Absätze getrennt. Die Leselänge der Kapitel sind angenehm, aber nicht kurz.
Allgemeine Meinung:
Der Einstieg in das Buch fiel nicht ganz so leicht. Nachdem man aber erst mal in der Geschichte drin ist, ist das Buch sehr spannend. Mari die Hauptprotagonistin war mir sehr sympathisch und ich konnte sie sehr gut verstehen. Da gehen die Meinungen aber sehr auseinander. Es ist sehr interessante die verschiedenen Völker und ihre Lebensweise kennen zu lernen. Auch wenn das meiner Meinung nicht ganz so gut von der Autorin ausgearbeitet wurde. Z.B. kann ich mir nicht zu 100% ausmalen wie die Völker ihre Tage verbringen. Was tun sie den ganzen Tag? Der Fokus lag hier eher auf den Hauptprotagonisten und ihren Zielen. In diesem Band lernt man 3 verschiedene Völker kennen, die alle verfeindet sind. Aber warum das so ist, wird leider auch nicht erläutert. Obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt, ist es es teilweise sehr brutal. Dies hat mich persönlich aber nicht gestört. Das Buch bzw. die Geschichte hat ein paar Lücken, wodurch es nicht ganz so rund ist. Dennoch hat es mir sehr gut gefallen und ich vergebe 4 von 5 Sternen!
Rezensionen von manu63:
Pasta mista 1: Fünf Zutaten für die Liebe von Fülscher Susanne
Tollpatsch trifft Sahneschnittchen
Pasta Mista 5 Zutaten für die Liebe ist ein Jugendroman der Autorin Susanne Fülscher. Völlig unerwartet erfährt Liv das ihre Mutter seit einigen Monaten eine neue Liebe hat und diese steht nun unerwartet mitsamt seiner Zwillinge vor der Tür. Angelo ist ein Traumtyp, ein Sahneschnittchen und seine Zwillingsschwester eine Schönheit.
Kann sich die Patchworkfamilie zuammenraufen oder endet alles in einem Chaos? Außerdem hat sich Liv noch in Angelo verknallt, kann das gut gehen.
Die Autorin beantwortet diese Fragen auf witzige Art und lässt Liv alle Höhen und Tiefen erleben, zumal ihre erste Begegnung mit dem neuen Mann an der Seite ihrer Mutter und seinen Kindern unter keinem guten Stern stand. Der Schreibstil ist locker und spricht sicherlich nicht nur Jugendliche an. Die Sorgen und Nöte von Liv sind aus dem Leben gegriffen und die Stimmung unter den Protagonisten wird gut eingefangen.
Insgesamt ein gut lesbares und unterhaltsames Buch das mich angesprochen hat.
Rezensionen von Rebecca1493:
Heart Play von Vi Keeland
Ein Football-Lovestory mit unerwartetem Tiefgang
Was soll man zu diesem Cover sagen? Es passt definitiv zur Beschreibung der männlichen Hauptperson und lässt ziemlich tief blicken. Allerdings hat mich vor allem deren Titel in einem fast schon frühlingshaften Grün auf sich aufmerksam gemacht, denn ich mag Geschichten rund um den Footballsport immer Mal wieder ganz gerne.
Im Zusammenspiel mit der Inhaltsangabe habe ich eher eine oberflächlich gehaltene Lektüre erwartet, allerdings wurde ich im Verlauf des Buches eindeutig eines besseren belehrt.
Beim Durchstöbern diverser erotischer Liebesromane war ich durchaus schon einige Male auf den Namen Vi Keeland gestoßen. Allerdings hatte ich mich (aus welchen Gründen auch immer) nie dazu durchringen können, eines ihrer Werke einen zweiten Blick zu schenken bis ich letzte Woche "Tiuchdown - Er will doch nur spielen" als Rezensionsexemplar angeboten bekommen habe. Da ich, wie bereits erwähnt, gerne Bücher dieses Genre lese, war ich nicht abgeneigt und wollte der Autorin eine Chance geben.
Der Schreibstil war Dank einer gelungenen Übersetzung flüssig und spritzig zu lesen. Man fühlte sich direkt in die Geschichte hineinkatapultiert, weshalb ich praktisch nicht mehr aufhören konnte und das Buch innerhalb eines Tages ausgelesen habe. Auch die Perspektivenwechsel haben dazu beitragen können, dass ich mit den beiden Hauptcharakteren innerhalb kürzester Zeit warm geworden bin.
Okay, die Sexszenen rutschen teilweise doch sehr in die eher vulgäre Schiene ab, wurden aber durch das eigentliche Thema der Geschichte mehr als wett gemacht. Dass die Erzählung sich um das Verarbeiten nicht verarbeiteter Trauer und Drogenabhängigkeit drehen würde, hatte ich zu Beginn definitiv nicht vermutet. Dementsprechend positiv konnte mich dieser unerwartete Tiefgang überzeugen und die Erzählung von anderen Romanen dieser Sparte abgrenzen. Allerdings kommt neben diesen doch eher wenig zum Lachen animierenden Themen der Spaß nicht zu kurz, weshalb mir mehrfach von meinen Mitmenschen seltsame Blicke zugeworfen wurden, wenn ich über die ein oder andere Stelle unvermittelt lachen musste.
Das Ende war zwar (selbst für meine Begriffe) etwas zu kitschig, aber da mich die vorherigen Seiten überzeugt hatten, war das durchaus zu verschmerzen.
Fazit: Ich bin positiv überrascht von dieser Football-Lovestory - sie hatte deutlich mehr Tiefgang als ich erwartet habe! Freue mich auf weitere Teile der Reihen um das Team der Steels.
Rezensionen von manu63:
SOG von Sigurdardóttir Yrsa
Huldar und Freyja ermitteln wieder
SOG ist das zweite Buch rund um Kommissar Huldar aus der Feder der Autorin Yrsa Sigurdardottir. Dieses mal geht es um eine Zeitkapsel die in Reykjavik gehoben wird und die 10 Jahre alte Briefe von Schülern enthält, welche beschreiben wie sdie Schüler sich Island im Jahr 2016 vorstellen. Dabei wird auch eine Botschaft gefunden die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet.
Huldar wird mit der Aufgabe betraut sich um diese Botschaft zu kümmern, er bittet die Kinderpsychologin Freyja ihn dabei zu unterstützen. Keine einfache Sache, da er in der Vergangenheit eine Beziehung mit Freyja hatte.
Die Autorin entwickelt die Geschichte langsam und führt nach und nach neue Charaktere ein. Manches hätte da sicher gestrafft werden können, mir jedoch gefällt diese langsamere Gangart der Autorin. Sie lässt Raum für Spekulationen und Fragen warum gerade diese Personen etwas ausführlicher einbezogen werden. Auch das Verhältnis von Huldar und Freyja bekommt Raum der mich nicht langweilte. Erst im letzten Drittel des Buches wird es temporeicher und die Lage spitzt sich zu. Durch kleine Andeutungen vermutet man als Leser was hinter den Taten steht, das Ende kam für mich dennoch etwas überraschend daher.
Bereits der Vorband DNA hat mich gefesselt und bei SOG ging es mir genauso. Ein Thriller der teilweisen leisen Tönen um dann Fahrt auszunehmen. Die Spannungsbögen sind eher flaches gesetzt, dafür aber im Hintergrund immer vorhanden. DNA und SOG können getrennt gelesen werden, da die Geschichten in sich abgeschlossen sind.
Rezensionen von manu63:
Durst von Nesbø Jo
Der elfte Harry Hole
Durst ist der elfte Band der Reihe rund um Harry Hole aus der Feder des Autors Jo Nesbø. Obwohl sich Harry aus dem aktiven Dienst zurück gezogen hat und nun als Dozent an der Polizeihochschule unterrichtet, schafft es sein alter Chef Mikael Bellmann das sich Harry um den Fall eines Serienkiller kümmert, der seine Opfer über die Dating App Tinder findet.
Im Laufe der Ermittlungen muss Harry Hole erkennen das der Täter kein Unbekannter für ihn ist.
Obwohl ich nicht alle Harry Hole Bände kenne, bin ich gut in die Geschichte hinein gekommen. Der Erzählstil ist mitreißend und das Szenario gut und spannend aufgebaut. Kleine Andeutungen lassen den Täter vermuten dennoch konnte mich der Autor letztendlich überraschen. Die Protagonisten sind stimmig und ich konnte ihren Gefühlen und ihren Hintergründen gut folgen. Die Geschichte wird beständig spannender und strebt unaufhaltsam ihrem Höhepunkt entgegen. Obwohl das Buch über 600 Seiten umfasst war ich schnell mit ihnen durch, da ich wissen wollte wie es letztendlich ausgeht. Wer also mit dem Buch anfangen will, sollte sich darauf einstellen das man das Buch nur schwer weg legen kann. Ebenso muss man mit schockierenden und blutrünstigen Details rechnen, denn Durst ist ein eher düsterer Thriller mit Charakteren die durchaus Ecken und Kanten haben und die etliche Höhen und Tiefen erleben.








