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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Die kleine Schusselhexe greift ein von Anu Stohner

Maja, 7 Jahre aus Aldrans,

Die kleine Schusselhexe hat ein schiefes Haus und einen krummen Besen. Sie wohnt mit einem blauen Hasen und einem Raben im Hexenwald.
Die Schusselhexe ist ziemlich verwirrt. Sie kann sich die Zaubersprüche nicht gut merken und hext viele verrückte Sachen.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich finde, es war ziemlich witzig.

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Phylis, 8 Jahre, aus Rietz:
Es ist eine Hexe, die ist 99 Jahre alt, für eine Hexe also sehr jung. Sie kann noch nicht alle Hexensprüche und die, die sie kann, verwechselt sie dauernd, deshalb heißt sie Schusselhexe.

Einmal kommt ein Igel in ihren Hexenwald und bittet die Schusselhexe um Hilfe. Sie soll die nervigen Brummkisten (Autos) weghexen. Dabei verhext sie sich mehrmals und die alten Hexen kommen dazu. Diese schimpfen mit der Schusselhexe, bis der Igel Dieter sich einmischt. Dann herrscht Frieden im Wald und die Tiere machen mit den Hexen eine Party.

Mit hat das Buch gut gefallen. 6Jährige brauchen wahrscheinlich noch Hilfe beim Lesen, da die Schrift für Leseanfänger schon sehr klein ist und die Kapitel recht lang. Aber die Geschichte ist wirklich nett!

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Anna, 8 Jahre aus Axams:

Die Schusselhexe ist sehr lustig und verschusselt fast alle Hexensprüche. Sie wohnt im großen Hexenwald. Eigentlich wollte sie sich einen schwarzen klugen Raben herhexen, aber sie hatte den Hexenspruch verschusselt und hat sich einen blauen Hasen gehext.

Der blaue Hase ist ein bisschen ein Angsthase und stellte sich vor, was alles passieren könnte, wenn die kleine Schusselhexe den Hexenspruch für saubere weise Hasenpuschel verschusselte. Nachher hatte er statt eines weißen Puschels hinten am Po noch ein Ringelschwänzchen. Überhaupt stellte sich der blaue Hase immer vor, was alles danebengehen könnte ,wenn die kleine Schuselhexe hexte.

Eines Tages kam ein Igel zur Schusselhexe, der nicht gerade freundlich war. Er motzte und schimpfte, weil in seinem Wald plötzlich eine Straße gebaut worden war und jetzt viele schnelle Brummkisten durch den Wald brausten. Er wollte die Hilfe der kleinen Schusselhexe.

Meinst du sie konnte ihm und den anderen Tieren im Wald helfen? Dann musst du die Geschichte selber weiterlesen.

Ich fand sie echt toll, weil die Schusselhexe ziemlich viel daneben gehext hat.

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Die kleine Schusselhexe greift ein

Rezensionen von begine:

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Durch alle Zeiten von Hammer Helga

Ein Frauenschicksal

Die Autorin Helga Hammer ist Jahrgang 1940 und „Durch alle Zeiten“ ist ihr erster Roman. Der ist ihr gut geraten und beschreibt ein Frauenporträt.

Die Protagonistin Elisabeth ist im gleichen Alter. Der Roman ist aus Sicht Elisabeths geschrieben. Es beginnt mit der Geburt ihres dritten Kindes.

Mit ruhigen knappen Sätzen erfährt man von Elisabeths Empfindungen und Wünschen.
Die Erzählungen wechseln oft in den Zeiten, mal um das erste Kind, dann um das Zweite und das Dritte. Aber dieses hin und her macht den Roman gerade authentisch.
Sie stammt aus einer armen Familien in der Bergwelt Österreichs und sie bleibt auch in der Gegend.
Elisabeth verliebt sich gerne in die falschen Männer. Sie ist arbeitsam und fleißig, wie Frauen gerade in den 1950ern und 1960ern waren. Die Männer haben das sagen.
Gut, mit Elisabeths Benehmen kann ich mich nicht so befreunden, aber so ist sie eben. Für ihre 3 Kinder ist sie eine gute Mutter. Es gab einige schöne Szenen mit den Kindern

Ich hatte erst angenommen es wäre ein einfacher Bergroman, da wurde ich eines besseren belehrt. Die Autorin hat dem Roman Tiefe gegeben. Die Personen waren verschiedene Charaktere.
Ein interessanter liebevoller Roman, der mir sehr gut gefallen hat und den ich gerne gelesen habe.

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Durch alle Zeiten

Rezensionen von Vicky:

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Durch alle Zeiten von Hammer Helga

Tust du es doch, dann tue es mit Absicht.

Das Buchcover ist nett gestaltet. Die Farben, die Texte und die Figur sind ausgezeichnet aufeinander abgestimmt. Alles in allem gefällt es mir gut und ich finde es sehr ansprechend.

'Funke des Erwachens' ist der erste Teil der Tetralogie 'Geheimnis der Götter' von Saskia Louis. In 'Über dieses E-Book' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte holen.

Das Buch selbst ist in einen Prolog und zweiundzwanzig Kapitel aufgeteilt. Die Karte am Anfang über Bistaye und Asavez hat mir extrem geholfen um mich leichter zu Recht zu finden! Ich finde es immer super wenn bei 'erdachten' Welten Karten im jeweiligen Buch enthalten sind - das erleichtert es einem als Leser die Welt, die die AutorInnen, erschaffen einfacher zu verstehen und alles besser zu begreifen.

Der Prolog gefiel mir zwar irgendwie, aber zugleich war es (zumindest für mich) auch ein schwerer Einstieg. Es dauerte bei mir einige Zeit mich an diese ganzen fremden Namen und Bezeichnungen zu gewöhnen aber nach ein paar Kapiteln war dies kein Problem mehr - allerdings, muss ich gestehen, finde ich gerade diesen Umstand bei Fantasy-Romanen sehr reizvoll. Gute Autoren schaffen es den Leser leicht in seine/ihre Welt eintauchen zu lassen - dies ist Saskia Louis mit diesem tollen Auftaktband zur 'Geheimnis der Götter'-Reihe definitiv gelungen! Vor allem die Karte am Anfang hilft ungemein sich darin zu Recht zu finden - ich habe einige Male zu dieser Seite zurück geblättert.

Jedes Kapitel beginnt mit einem Gesetz - das finde ich eine sehr nette und kreative Idee um diese dem Leser zu vermitteln. Der Schreibstil ist locker leicht - wie man es von Saskia Louis bereits von anderen Büchern gewöhnt ist. Auch der bekannte Humor und Charme bleiben nicht auf der Strecke.

Einziges Manko, wenn man es denn so nennen kann :-), ist das Ende - das ist absolut fies und lässt mich den nächsten Teil SOFORT herbei wünschen!

Fazit: Toller erster Band einer neuen Reihe von Saskia Louis. Wer also Lust auf Fantasy, Abenteuer, Humor und ein bisschen Liebe hat kann hier definitiv nichts falsch machen und sollte es sich auch nicht entgehen lassen!

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Durch alle Zeiten

Rezensionen von niknak:

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Unvollendet von Christine Jaeggi

Zwischen Gegenwart und Vergangenheit

Inhalt:
(Klappentext)
Die 29-jährige Grace träumt von ihrem Durchbruch als Filmschauspielerin. Bisher stand sie jedoch stets im Schatten ihrer verstorbenen Großmutter, der Hollywood-Legende Hanna Miller. Nun scheint sich ihr Schicksal zu wenden: Hollywoods größter Filmproduzent hat herausgefunden, dass eine Fortsetzung des weltberühmten Romans Unvollendet existiert, mit dessen Verfilmung ihre Großmutter bekannt wurde.

Grace soll die Hauptrolle in dem neuen Film spielen, doch leider ist das Manuskript verschollen. Die junge Schauspielerin macht sich auf die Suche und reist nach Zürich zu dem Hotel, in dem Hanna Miller lange Zeit lebte. Dort trifft sie auf den charmanten Benjamin, der ihr Herz höher schlagen lässt. Nach und nach kommt Grace jedoch nicht nur dem Geheimnis ihrer Großmutter, sondern auch dem von Benjamin auf die Spur.

Mein Kommentar:
Die Autorin Christine Jaeggi hat einen sehr spannenden und erzählenden Schreibstil, sodass der Leser sofort in der Geschichte gefangen ist. Sie schafft es sehr gut einen tollen Spagat zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu erzeugen, ohne den Leser dabei zu verwirren. Man weiß immer in welcher Zeit man sich befindet und kann so die einzelnen Handlungsstränge sehr gut voneinander unterscheiden.
Die Autorin berichtet einerseits von Grace, wie sie in der Gegenwart versucht das Rätsel um ihre Großmutter zu lüften und dabei auf Ben und Aaron trifft. So ist es ihr auch noch gelungen eine tolle Liebesgeschichte im Buch zu integrieren, die super zur Story passt und dennoch auch romantisch rüberkommt.
Andererseits erzählt das Buch auch in der Vergangenheit zwei verschiedene Geschichten: Erstens den Inhalt des Filmes / Buches Unvollendet Teil 1, die vom ersten Weltkrieg handelt und zweitens das Leben ihres Großmutter Hanna und was in ihrer Zeit in der Schweiz alles passiert ist. So schafft es die Autorin drei verschiedene Handlungsstränge klar und einfach miteinander zu verbinden und dem Leser näherzubringen. Auch die Zeit des 1. Weltkrieges ist genau und detailliert beschrieben und verdeutlicht dem Leser, was damals so vor sich gegangen ist.
Durch die vielen verschiedenen Personen, die in der Geschichte eine Rolle spielen, wird das Buch zumindest zu Beginn ein wenig unübersichtlich. Dabei gäbe es ein Personenregister, welches aber erst am Ende des Buches kommt und somit auf meinem eBook leider von mir nicht früher entdeckt wurde. So musste ich zu Beginn immer wieder aufpassen und nachlesen, wer wer ist und wo dazugehört. Was teilweise recht anstrengend war. Aber mit der Zeit ging es immer leichter und man konnte alle gut unterscheiden.
Die Autorin hat einen sehr ausführlichen Schreibstil und so sind nicht nur die Landschaft und die Orte sehr ausführlich beschrieben, sondern auch die Ereignisse. Man konnte sich alles gut vorstellen und hatte immer ein Bild vor Augen.
Auch die Protagonisten sind sehr genau beschrieben und werden beinahe lebendig. Manche sind richtig sympathisch und man schließt sie sofort ins Herz, aber auch die negativen Charaktere sind toll beschrieben und haben einen gut nachvollziehbaren Charakter.
Durch viele überraschende Wendungen und laufend neu auftauchende Fragen, wenn man meint, näher an die Lösung des Rätsels gekommen zu sein, wird das Buch nie langweilig und erhält einen tollen Spannungsbogen, welcher sich bis zum Schluss durchzieht. Die Spannung steigert sich immer weiter und bleibt bis zum Schluss erhalten. Je mehr man gelesen hat, umso weniger will man das Buch zur Seite legen, da man neugierig wird, wie es weitergeht.

Mein Fazit:
Eine tolle Geschichte, die die Vergangenheit und die Gegenwart super miteinander verbindet und auch noch ein Familiengeheimnis ans Licht bringt. Sehr gelungen und zum Empfehlen.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Unvollendet

Rezensionen von Gaby 2707:

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Sex Story von Brenot Philippe; Coryn Laetitia

Ausgefallener Comic

Angeregt durch eine Leseprobe musste ich dieses Buch einfach lesen. Die Geschichte der Sexualität im Lauf der Jahrhunderte. Sexualität verpackt in einem Comic, das gab es wohl bisher noch nicht.
Vom Anthropologe und Psychiater Philippe Brenot stammen die meist witzigen Sprechblasen; die Illustratorin Laetitia Coryn zeichnete die phantasievollen Bilder dazu.

Es beginnt mit der Entwicklung der Affen zum Menschen, beleuchtet die Bibel und den Ursprung der Menschheit, das Babylon der freien Liebe, , das egalitäre Ägypten, das Pantheon der Liebe in Griechenland, die Größe und Dekadenz Roms, Hölle und Paradies im Mittelalter, die Renaissance, die Entdeckung der Fortpflanzungszellen, die Zeit der Aufklärung, die Verklemmtheit und die Prostitution im 19. Jahrhundert, die sexuellen Befreiung im 20. Jahrhundert bis zum Sex der Zukunft im 21. Jahrhundert. Es geht um Sexpraktiken, die Entwicklung des Schamgefühls, um Versuchungen, um Bordelle und Heilige, um Sexspielzeug und die künstlerische Revolution.
Das Memo zum Schluss bietet eine kurze Zusammenfassung der grundlegenden Begriffe, die in Sex Story vorkommen und beantwortet offen gelassene Fragen. Dank des Personen- und Sachregisters findet man schnell, was man sucht.
Der manchmal doch derbe Humor hat meinen Geschmack nicht immer getroffen. Manches finde ich einfach etwas drüber und zu viel. Vieles andere aber finde ich informativ, lehrreich, witzig, komisch und humorvoll in den Sprechblasen eingefangen. Immer wieder habe ich über die teils übertrieben dargestellten Bilder schmunzeln müssen.
Der Bestseller aus Frankreich ist ein ungewöhnliches Buch, dass es geschafft hat, mich trotz einiger Kleinigkeiten, die mir nicht so gefallen haben, zu begeistern.

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Sex Story

Rezensionen von Lagoona:

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Moon Chosen von P. C. Cast

Mir hat es sehr gut gefallen

Nach der House of Night Reihe lagen die Erwartungen in Moon Chosen bei mir tatsächlich sehr hoch.

Ich war sehr gespannt auf das neue Buch von P.C.Cast.

704 Seiten Spannung und ein Abtauchen in eine wunderbare ganz andere Welt voller Geheimnisse und unerwarteter Kräfte.

Die junge Mari, die in Moon Chosen einer der Hauptcharaktäre ist, ist mir direkt ans Herz gewachsen.

Ich durfte sie ein Stück weit durch ihr aufregendes Leben begleiten. Mari's Mama Leda ist die Mondgöttin der Erwanderinnern und quasi so etwas wie eine gute Heilerin.

Von klein auf an beobachtet Mari sie bei den unzähligen Ritualen oder bei der geheimnisvollen Auswahl der Kräuter, die sie für eben jene Rituale nutzt, mit dem Wissen eines Tages in die Fußstapfen ihrer Mutter treten zu müssen und ihrem Volk als Heilerin zu dienen.

Leider gibt es jedoch auch andere Völker, die sich gegenseitig nicht besonders wohl gesonnen ist. Als Mari eines Tages auf Nic, den Sohn des Oberhauptes eines anderen Volkes trifft beginnt das komplette Chaos. Wem darf man noch wieweit vertrauen und von wem sollte man sich lieber fern halten um in dieser Welt zu überleben?

Manchmal wird man böse getäuscht und manchmal ist der vermutliche Feind vielleicht doch eher ein Freund.

Ein verwirrtes Spiel mit dem Kampf ums Überleben in einer ganz wunderbaren Welt, die von den Kräften des Mondes, der Sonne, der Erde und des Wassers bestimmt sind.



Mein Fazit:



Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Besonders die Geschichte um Mari und Nic war wundervoll, rasant, spannend

und teilweise herzzerreissend und tieftraurig. Enttäuschungen, Verlust, Verrat, aber auch Freundschaft und Treue,

das sind einige wichtige Themen von Moon Chosen. Wer es mag in geheimnisvolle Welten abzutauchen, der ist hier ganz bestimmt gut aufgehoben. Ich freue mich darauf, dass es eine Fortsetzung geben wird und gebe gerne 5 Sternchen

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Moon Chosen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:

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Die Flucht der Dichter und Denker von Herbert Lackner

neuer Blick auf bekannte Biographien

"Wie Europas Künstler und Wissenschaftler den Nazis entkamen" …
hat der Journalist und langjährige Chefredakteur des profil , Herbert Lackner, aus einem neuen Blickwinkel aufgezeichnet .
Mitglieder der Familie Mann, Franz Werfel und seine Frau Alma, Karl Farkas, Lion und Martha Feuchtwanger und viele andere, die vor der Herrschaft der Nationalsozialisten geflohen sind, waren prominent, ihre Biographien und Fluchtgeschichten sind weitgehend bekannt.

Neu ist, dass Herbert Lackner diese linear erzählten Schicksale gleichsam bündelt und "horizontale" Zeitlinien einzieht, an denen sich die Wege der Flüchtlinge immer wieder kreuzen- von Paris oder London weiter nach Südfrankreich und Lissabon, ständig auf der Suche nach nötigen Papieren, nach einer Möglichkeit den Lebensunterhalt zu bestreiten, nach einem Weg schließlich in ein freies Land, sei es Amerika, Brasilien, Mexiko oder auch die Schweiz.
Wo man unterwegs Aufnahme findet, spricht sich unter Flüchtlingen schnell herum. Im französischen Montauban etwa, hier kreuzen sich 1940 die Wege prominenter Sozialdemokraten mit Schriftstellern wie Alfred Polgar, der Philosophin Hannah Arendt oder Friderike Zweig-Winternitz, der geschiedenen Frau von Stefan Zweig. Die Familie Cohn-Bendit aus Berlin kann sich in Montauban verstecken, 1945 kommt ihr Sohn Daniel hier zur Welt, 1968 in Paris und später bei den deutschen Grünen eine wichtige Leitfigur.
Besonders beschwerlich und ungewöhnlich ist der Weg über die Pyrenäen, den ausgerechnet der 70 jährige Heinrich Mann mit seiner Frau Nelly und dem Neffen Golo, der kranke und übergewichtige Franz Werfel und seine Frau Alma, unpassend gekleidet in Sandalen und weißem Kleid, gehen müssen. Die zwölf Koffer, sieben davon gehören den Werfels, nimmt Varian Fry, der amerikanische Fluchthelfer, den Stefan Zweig engagiert hat, im Zug durch den Grenztunnel mit- einen Schlepper würde man ihn heute nennen.
Schicksale und Wege der Flüchtlinge sind ähnlich, aber Solidarität entsteht dadurch nicht zwingend, und mit offenen Armen werden sie kaum wo aufgenommen. Auch Vorurteile und Abneigungen schwinden nicht, nur weil man fern der Heimat ist. Karl Farkas wirft man vor, dass er auch in der Emigration bald wieder Kabarett macht, aber was soll er sonst tun um Geld zu verdienen?
Weitgehend unbeliebt scheint die dominante Alma Mahler –Werfel, aber sie ist immerhin eine von wenigen Frauen, die immer als selbstständige Person und nicht nur als "die Frau von" wahrgenommen wird.
Lebenslinien in schweren Zeiten- gegenübergestellt und auf Gemeinsamkeiten akribisch untersucht von Herbert Lackner, der damit auch Verbindungen aufzeigt, die so noch nicht allgemein bekannt sind.

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Die Flucht der Dichter und Denker

Rezensionen von heinoko:

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Pasta mista 1: Fünf Zutaten für die Liebe von Fülscher Susanne

Herzerfrischend witzig


Mit ü60 ist es kein Schaden, ab und zu auch einmal etwas über Jugendliche zu lesen und sich dabei zu erinnern, dass man all dies Auf und Abs, diese vielen Unsicherheiten und das daraus resultierende befremdliche Benehmen auch einmal hatte. Das vorliegende Buch habe ich mit ganz, ganz großer Begeisterung gelesen, nicht nur wegen der Pasta mit meinem Vornamen!
Liv und ihre Mutter, die ein Buchcafé betreibt, leben schon seit gefühlten Ewigkeiten allein in einer kleinen Wohnung in München.

Liv’s Hobby ist das Kochen und ansonsten beschäftigt sie sich zusammen mit ihren besten Freundinnen hauptsächlich mit dem Thema „erster Kuss“. Ihr Schwarm Justus hat sein Augenmerk auf Nastja Elena geworfen und steht deshalb als erster Freund nicht zur Verfügung. Da taucht überraschend Roberto auf, der neue Lover der Mutter. Und er ist nicht allein, sondern er bringt die 16-jährigen Zwillinge Angelo und Sonia mit. Liv bekommt weiche Knie – zum einen, weil ihre Mutter ihr die neue Beziehung verschwiegen hatte, aber auch, weil Angelo ein Traumtyp ist. Der Überraschungsbesuch aus Italien nistet sich für 3 Wochen in der winzigen Wohnung ein und bringt nicht nur an der Flurgarderobe ziemliches Chaos mit sich, sondern auch in Liv’s Leben. Erst in letzter Minute schafft die Pasta à la Norma die Wende…
Das Buch ist wunderbar leicht und locker geschrieben. Besonders die vielen inneren und äußeren Dialoge sind herzerfrischend, alltagsnah und heiter formuliert. Hinreißend gelingt es der Autorin, dass wir all die Gefühlsschwankungen von Liv hautnah und verständnisvoll miterleben. Die Geschichte trifft genau ins Schwarze, indem es auf humorige Weise erzählt von all den scheinbar wichtigen Alltagsdingen, von den Unsicherheiten, von all den Themen, die Pubertiere vordringlich beschäftigen. Was nach dem Lesen des Buches übrig bleibt: Ein Schmunzeln und unbandiger Appetit auf italienisches Essen.

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Pasta mista 1: Fünf Zutaten für die Liebe

Rezensionen von Haliax:

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Pasta mista 1: Fünf Zutaten für die Liebe von Fülscher Susanne

Begegnung mit einem Serienmörder

Ein Serienmörder macht Berlin unsicher. Die BKA hat einen Verdächtigen, namens Falk Sandman, jedoch fehlen ihnen jegliche Beweise, um ihn festzunehmen. In diesem Fall kommt Targa ins Spiel. Sie soll dem Täter nahe kommen und sein Vertrauen gewinnen, um an Beweise zu kommen und ihn als Serienmörder entlarven.

Es ist ein gefährliches Spiel auf das sie sich einlässt. Wird sie die Beweise bekommen, um Falk zu überführen oder wird sie zu seinem nächsten Opfer?

Targa von B.C Schiller wird mit zwei Handlungssträngen eingeführt, die keine Verbindung zueinander aufweisen. In den einen Handlungsstrang begleiten wir Targa bei ihrer Ermittlungsarbeit und der zweite Handlungsstrang verfolgt vorerst den Gefängniswärter Erik.
Der Beginn dient in meinen Augen als Einführung in die Geschichte. Man lernt erstmal Targa und Falk kennen – ihre Lebensumstände und ihre Art. Die Spannung kommt in manchen Szenen auf, aber eher weniger. Es dauert fast hundert Seiten bis sich Falk und Targa das erste Mal begegnen und damit die Spannung ankurbeln.

Die beiden Autoren erstellen ein sehr detailliertes Portrait von Targa und Falk. Falks Gedanken und Gefühle, die er beim Töten von seinen Opfern hat, sind ausführlich beschrieben und kommen auf jeden Fall an. Die Abgründe eines Serienkillers werden gut eingefangen. Es fühlt sich schockierend echt an, wenn man das Buch liest.
Targa wird als gefühlskalt und unnahbar beschrieben. Diese Eigenschaften erfüllt sie auch. Jedoch blitzt manchmal eine sensible Seite durch, die bereit ist Emotionen zu zeigen und macht das Buch dadurch glaubwürdiger. Es gibt auch in einem kahlen Leben wie Targa´s einige Menschen, die Emotionen bei ihr wecken.
Die Interaktionen von Falk und Targa haben etwas sehr eigenes. Man merkt, dass eine gewisse Chemie zwischen den beiden entsteht. Es ist die gegenseitige Faszination und die Ähnlichkeiten in der Art der Beiden, was das Spiel der beiden immer neuen Zündstoff gibt.

Zwei Sache lassen mich bei den Buch nicht los. Targa wird als eine vorsichtige Person beschrieben, trotzdem gibt es eine Stelle, wo sie diese Vorsichtigkeit ablegt und Risiken eingeht. Es hat mir persönlich nicht in ihr Profil gepasst.
Der zweite Handlungsstrang lässt mich irgendwie gespalten zurück. Ob er notwendig war? Naja, darüber lässt sich streiten. Ich sehe, warum er eingebaut wurde, aber hätte man das auch anders lösen können. Es soll nicht der letzte Band über Targa Hendricks sein, daher kann es sein, dass auf diesem Handlungsstrang in einem späteren Buch verwiesen wird.

Fazit
Man taucht tief in die Psyche eines Serienkillers ein und bekommt das Gefühl einen echten Serienmörder zu begegnen. Targa ist eine sehr spezielle Ermittlerin, die mit ihrer ganzen eigenen Art überzeugen konnte. Es gibt einige persönliche Unstimmigkeiten, die mir aufgefallen sind, nichtsdestotrotz ein überzeugender Auftakt für eine neue Art von Ermittlerin. Davon lese ich gerne mehr.

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Pasta mista 1: Fünf Zutaten für die Liebe

Rezensionen von yellowdog:

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Die Gärten von Istanbul von Ahmet Ümit

Ein Kriminalroman und etwas mehr

Eine Leiche wird vor einem Atatürk-Denkmal gefunden. Ein Fall für Oberinspektor Nevzat und sein Team, von denen Ali und Zeynep am meisten herausstechen. Auch weitere Morde erfolgen an zentralen Plätzen in Istanbul.

Auffällig ist, wie der Autor sich in seinem 2010 geschriebenen Roman Zeit lässt, die Ermittlung zu zeigen, zum Beispiel das Verhör der Exfrau des Mordopfers geht über einige Seiten und das Team diskutiert auch die historische türkische Geschichte, da ein Zusammenhang möglich ist.

Eine große Zuneigung zu Istanbul ist durch die detaillierten Beschreibungen authentisch spürbar und im Fall des Stadtviertels Balat auch ganz gezielt durch den Ich-Erzähler ausgedrückt. Balat ist ein Viertel mit steilen Gassen und vielen Cafes, aber relativ wenig Touristen.
Auch andere Gegenden werden betrachtet, z.B. das Sieben Türme-Viertel.

Der Kommissar Nevzat ist eine besondere Hauptfigur, ein Gefühlsmensch mit natürlicher Autorität, deswegen folgen ihm seine Leute blind.
Nevzat umgibt eine Melancholie, denn einst wurden seine Frau und seine Tochter ermordet, der Fall wurde nie aufgeklärt. Das belastet seine neue Beziehung zu Evgenia.

In einer Szene hören Nevzat und Evgenia Schallplatten mit Musik von der türkischen Sängerin Müzeyyen Senar. Das ist sehr passend, denn ihre Salonmusik gleicht Ahmet Ümits Schreibstil, der langsam, aber eindrücklich und rhythmisch ist.

Immer wieder werden in den Dialogen kleine Geschichte aus der Vergangenheit auch der Nebenfiguren eingeflochten, auch wenn die nichts mit den Mordfällen zu tun haben. Das bereichert den Roman!

Mir gefällt, wie Ahmet Ümit seine Figuren anlegt, ihnen ein Gefühl für wichtige Werte wie langjährige Freundschaft, Toleranz und dass man sich umeinander kümmert, gibt.

Schließlich verdichtet sich die Ermittlung, bei der es 7 Morde gibt.

Das ganze hat einfach Klasse, wirklich edel!

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Die Gärten von Istanbul