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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von spozal89:

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Moon Chosen von P. C. Cast

Dystopische Fantasywelt

Die Welt wie wir sie kennen existiert nicht mehr. Seit Jahren gibt es nur noch verschiedene Clans, die in Zwietracht miteinander leben. Alle Clans haben besondere oder spezielle Eigenschaften und sind auf gewisse Weise mit der Natur verbunden. Die Erdwanderer leben in Bauten und Höhlen und ziehen die Kraft aus der Erde und aus dem Mond, die Gefährten haben Hunde als Seelenpartner, leben in den Kiefern im Wald und sind mit der Sonne verbunden und die Hautdiebe, die in der Stadt leben und im Kaniballismus leben um zu überleben.

Die junge Mari gehört zum Stamm der Erdwanderer und soll einmal das Handwerk ihrer Mutter als Heilerin und Mondfrau übernehmen. Doch Mari verbirgt ein unglaubliches Geheimnis, dass die Welt wie sie sie kennt gehörig aus dem Gleichgewicht bringen kann. Nik ist der Sohn des Oberhauptes und Sonnenpriesters des Gefährtenclans. Auf der Suche nach seinem Seelenpartner trifft er auf Mari. Beide Stämme sind seit Urzeiten verfeindet, doch die beiden sind auf eine gewisse Weise miteinander verbunden.

"Moon Chosen - Gefährten einer neuen Welt" ist das erste Buch von P.C. Cast das ich gelesen habe, daher kann ich es nicht mit ihren anderen Werken vergleichen. Vielleicht ist dies aber auch ein Vorteil, denn so hatte ich null Erwartungen an das Buch. Dieses Buch ist der Auftakt einer neuen Reihe, wobei ich noch nicht herausfinden konnte, wie viele Teile es geben soll.

Ich liebe ja generell alle Bücher, die ein wenig dystopisch und postapokaliptisch angehaucht sind. Hier verbindet sich dies aber auch noch ein bisschen mit Fantasy. Mir hat dies sehr gut gefallen und ich habe das Buch, mit ein paar kleinen Startschwierigkeiten, gerne gelesen. In meinen Augen ein richtiger Pageturner, die Handlung war spannend, interessant, teilweise ein wenig verwirrend aber dennoch genial.

Mari mochte ich als Charakter sehr gerne, wobei ich viele ihrer Gedanken nicht nachvollziehen konnte. Schön war, dass man aber eine gewisse Entwicklung am Ende des Buches erkennen konnte. Nik hingegen war mir zu Beginn eher unsympatisch, ihn habe ich dann aber doch noch sehr ins Herz geschlossen. Heimliche Stars des Buches waren für mich aber eher die Nebencharaktere wie Sora, Sheena und O´Bryan.

Die Welt, die die Autorin geschaffen hat, war sehr schön in Szene gesetzt und ich konnte mir alles sehr bildhaft vorstellen. Die Gewaltszenen, die in anderen Rezis negativ bewertet wurden, fand ich nicht so extrem, da es sehr viele Jugendbücher mit Gewaltszenen gibt (Panem, Maze Runner etc.)

Einen Stern ziehe ich aber ab, da für mich noch viele Fragen offen sind und mich ein wenig ratlos zurück lassen. Klar ist, dass sich die Autorin vieles für nachfolgende Bände offen halten will, aber mehr Infos bzgl. des Nachtfiebers oder anderen Krankheiten hätte ich gerne im ersten Band schon bekommen.

Der Epilog zeigt dann noch einen kleinen Einblick in die Welt eines weiteren Stammes und ich freue mich jetzt schon auf mehr von dieser Welt.

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Moon Chosen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

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Gottes rechte Hand von Weiss Rhena

Gottes rechte Hand

Michaela Baltzer ermittelt wieder! Und mit ihr alle Leserinnen und Leser!

Im Mittelpunkt stehen diesmal grausame und seltsame Mordfälle. Ein Mann wird durch Wespenstiche getötet, ein anderer verbrennt in einer Werkstatt. Erst genauere Nachforschungen über die Vergangenheit der Opfer bringen eine mögliche Spur: beide haben ihre Partnerinnen misshandelt.

Das ist die Gemeinsamkeit der Opfer und Michaela Baltzer steht nun vor der Aufgabe, einen Täter zu fassen, der Rache übt – mehr soll hier nicht über den Inhalt verraten werden.

Es ist dies bereits der 2. Fall von Michaela Baltzer – allerdings ist es nicht unbedingt notwendig, das erste Buch zu kennen, alle wichtigen Fakten werden erklärt, auch „Neuleser“ können der Geschichte problemlos folgen. Michaela, wie auch die anderen Protagonisten dieses Thrillers, werden lebensnah beschrieben - Ecken und Kanten, Ahnungen und Zweifel inbegriffen. Sie ist eine sympathische Ermittlerin, die mit vollem Einsatz ihrer Arbeit nachgeht. Die Ermittlungstätigkeiten werden interessant beschrieben und zwischendurch begleitet man auch die Ermittlerin durch private Turbulenzen.

Rhena Weiss schafft es, von Beginn an Spannung zu erzeugen und sie bis zum dramatischen Ende aufrecht zu erhalten.
Dazu tragen auch die regelmäßigen Perpektivenwechsel bei. Immer wieder lässt die Autorin auch „die rechte Hand Gottes“ zu Wort kommen und so wird der Leser mit der beklemmenden und psychologisch interessanten Gedankenwelt des Mörders konfrontiert.
Wie real die Hintergründe zu diesem Fall wirklich sind, erklärt Rhena Weiss im Nachwort noch deutlicher. Dort liefert sie nämlich schockierende Zahlen und Daten zum Thema häusliche Gewalt.

Fazit: Ein spannender Thriller, überzeugend erzählt und von grausamer Aktualität. Unbedingt lesenswert und ich freue mich schon auf den nächsten Fall dieses sympathischen Ermittlerteams!

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Gottes rechte Hand

Rezensionen von yellowdog:

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Durst,9 Audio-CDs von Jo Nesbø

Effektreicher Thriller

Jo Nesboe ist neben Don Winslow zur Zeit wohl der König des modernen Thrillers.
Er arbeitet in den Romane der Harry Hole-Reihe sehr stark mit Effekten, die an Brutalität nichts zu wünschen lassen. Das spricht die unterbewusste Seite der Leser an und ist eins der Mittel zum Erfolg. Immerhin ist es schon der elfte Teil der Reihe.

Harry Hole als Hauptfigur trägt die Romane, daher war Durst anfangs langweilig, bis er endlich auftauchte. Harry Hole hatte sich eigentlich vom Ermittlerdienst zurückgezogen und lehrt an einer Universität, doch es braucht nicht viel, ihn für einen Fall wieder zurück zu holen.

Auch Harrys private Situation spielt eine Rolle, als seine Frau Rakel schwer erkrankt. Eine Prüfung für Harry, die seine Teilnahme am Fall einschränkt.

Mich stören einige Klischees, die eingesetzt werden. So richtig weiß man nicht, was das Ganze soll. Letztlich ist es in erster Linie nur (aber immerhin) eine Variante, denn der psychopathische Killer ist diesmal nicht der normale Serienmörder sondern ein Vampirist, der mit einem Stahlgebiss die Frauen, die er überfällt, in den Hals beißt und ihr Blut trinkt.

Harry Hole und seine Kollegin Katrine Bratt erkennen schließlich schon früh im Roman, dass der Serientäter kein Unbekannter ist. Eigentlich ist es sogar der Mörder selbst, der sich zu erkennen gibt, da er ein Opfer überleben lässt. Das es noch zusätzliche Überraschungen geben wird, muss man den Leser von Thrillern nicht extra erklären.

Anfangs tat ich mich schwer mit dem Roman, bis er mich in der zweiten Hälfte doch noch packte. Was man den Autor lassen muss, ist der Drive und die Intensität, die er immer mehr aufbaut. Darin ist Jo Nesboe ungeschlagen, er hat seine bewährten Methoden. In kurzen Kapiteln wird zwischen verschiedenen Handlungssträngen hin und her geschwenkt. Auch das trägt dazu bei, dass Spannung aufgebaut und dann nicht so schnell wieder gelegt wird.
Aber es fehlt doch eindeutig an Konsistenz in der Handlung und viele Passagen sind zu konstruiert, zum Beispiel die in denen Harry und der Psychopath Valentin sich persönlich gegenüberstehen und vollkommen unglaubwürdige Dialoge führen.. Deswegen halte ich „Durst“ für einen relativ schwachen Roman, der auch bis auf das Finale nicht das Tempo von z.B. „Leopard“ (der 9.Teil) hat..

Was mich am Roman bleiben hat lassen war der Umstand, dass ich das Hörbuch gewählt hatte und Uve Teschner mit seiner einmaligen Stimme einfach nur großartig und mit Intensität liest.

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Durst,9 Audio-CDs

Rezensionen von heinoko:

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Melange der Poesie von Alessandro Barbero; Barbara Rieger

Alleinsein in Gesellschaft

Drama, Komödie, Slapstick – alles vereint im Gemurmel, im Geräusch klappernden Geschirrs, im Geruch frisch gemahlenen Kaffees und dem Rascheln von Papierseiten, Rückzugsort, Zuhause, Wohlbehagen – so ist das Wiener Kaffeehaus, wie es Saskia Jungnikl im Buch beschreibt. Es ist eine Institution, dessen Geschichte bereits im 17.

Jahrhundert beginnt und bis heute viele Generationen später nichts eingebüßt hat von seinem ganz besonderen, teils geradezu morbiden Charme.
Das vorliegende Buch nimmt den Leser und Beschauer mit auf eine Reise durch die Wiener Kaffeehäuser von A – Z, auf eine Tour durch Räume mit und ohne Stuck, mit und ohne Rauch, mit und ohne Literaten, aber immer besonders. Es wird in geradezu lyrischer Weise von der Historie des jeweiligen Kaffeehauses erzählt und ein Autor / eine Autorin steht jeweils in Wort und Bild Modell. Die unglaublich intensiven Schwarz-Weiß-Fotografien lassen diese Räumlichkeiten, die scheinbar jenseits von Zeit und Mode existieren, spürbar, erfahrbar werden, indem sie oftmals die Gerade verlassen oder sich in Spiegeltiefen verlieren.
Ich war, nein, ich bin von der Vielfältigkeit dieses Buches, von diesem Schatzkästchen fasziniert. Es ist ein Buch, das man immer und immer wieder zur Hand nimmt und jedes Mal Neues entdeckt, einen anderen Blickwinkel vielleicht oder einen thronenden Kater oder Stühle, die an Wänden hängen.
Bertold Brecht sagte es so: „Wien ist eine Stadt, die um einige Kaffeehäuser herum errichtet ist, in welchen die Bevölkerung sitzt und Kaffee trinkt.“ Nach Lektüre des Buches weiß ich: Dem ist nichts hinzuzufügen…

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Melange der Poesie

Rezensionen von Gaby 2707:

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Blutschmuck von Petra Mattfeldt

Die Aufklärung lange vergangener Verbrechen

Sie hatte gehofft, ihre Mutter würde sich nach ihrem Schlaganfall wieder erholen. Doch nun ist sie tot. Auf der Beerdigung lernt Kommissarin Sarah Bischoff eine Frau kennen, die sich als frühere Freundin ihrer Mutter vorstellt: Lisa Schönfeld. Als Lisa die Kette entdeckt, die Sarah trägt, rennt sie verstört davon.

Lisas Freund und Arbeitskollege Kriminalhauptkommissar Falko Cornelsen lässt die Frau und vor allem ihre Reaktion keine Ruhe und er beginnt, die Herkunft der Kette zu recherchieren. Was er zusammen mit seinem Kollegen Stefan Krieger hier ausgräbt, lässt nicht nur den Beiden den Atem stocken.

Vom 26.09.1962 bis zum 01.02.1968 bin ich in den Gedanken mehrerer Täter unterwegs, deren abstruse Ansichten auf die Welt unverheirateter oder geschiedener Frauen mit Töchtern nicht skurriler sein könnten. Ihr Weltbild wird geschürt von den Predigten eines ebenso gestörten Pfarrers, der sich dieser Männer annimmt und ihre Sucht nach Befehlen für seine perfiden sexuellen Zwecke nutzt. Beim Lesen hatte ich hier und da Gänsehaut. Vor allem auch, wenn ich mir vorstelle, dass es so etwas bestimmt geben kann. Die menschlichen Abgründe sind tief.
Petra Mattfeldt hat mich schon auf den ersten Seiten tief in die Geschichte hinein gezogen. Es fällt schwer, das Buch hier und da aus der Hand zu legen. Ich wollte immer wissen, wie es zum einen in den 60er Jahren mit den schändlichen Taten weiter ging, aber auch die stete Annäherung der Kommissare an die Auflösung hat mich fasziniert. Vom 6. bis zum 29. Oktober 2015 bin ich in Norddeutschland unterwegs um zusammen mit Cornelsen und Krieger die Taten aufzuklären. Hier begegne ich auch immer wieder den Opfern aus der „alten Zeit“. Aber auch vor einigen Jahren hat es dererlei Verbrechen noch gegeben. Sehr interessant fand ich, wie unterschiedlich sich die Opfer verhalten, wenn sie über die Tat sprechen sollen.
Ich bin immer noch gefesselt von der Geschichte und vor allem auch von Falko Cornelsen, der nicht aufgibt, sondern bis zur körperlichen Erschöpfung an Fällen recherchiert, die schon so lange zurück liegen und wo die allermeisten der Täter und der Opfer schon nicht mehr leben. Aber er schafft es, das verstörende Familiengeheimnis seiner Freundin Sarah bzw. ihres Großvaters aufzudecken.
Die verstörende Aufklärung von Verbrechen, die jahrelang unentdeckt blieben bzw. vertuscht wurden und deren Folgen die Opfer heute noch spüren. Ein Thriller, der mir unter die Haut gegangen ist.

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Blutschmuck

Rezensionen von heinoko:

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Blutschmuck von Petra Mattfeldt

Ein Buch-Häppchen für zwischendurch


Dieser liebenswerte Ostfriesland-Krimi ist die ideale Lektüre, wenn es mal was Leichtes für Zwischendurch sein darf.
Eva Sturm wurde zu einer winzigen Polizeistation auf Langeoog versetzt, ein Job mit wenig Arbeit und viel Natur. An Jürgen, der das Touristik-Büro auf der Insel führt, findet sie einen verlässlichen Freund.

Eva gewöhnt sich an das geruhsame Inselleben – bis sie eines Tages am Strand einen Ehering mit Inschrift „Maren“ und einem Datum findet. Auf der erst einmal erfolglosen Suche nach dem Besitzer führt sie ihr Weg bis nach Köln. Schließlich wird der Ring gestohlen – und echte Ermittlungsarbeit beginnt…
Moa Graven erzählt kurzweilig die durchaus spannend zu lesende Geschichte. Sympathische Hauptpersonen und die Prise Humor, die hinter jedem Winkel des Geschehens hervorlugt, ließen mich das Büchlein gerne lesen. Am Ende des Buches hatte ich allerdings gewaltigen Hunger, denn so viele Restaurant-Besuche, wie Eva Sturm in dem geschilderten Zeitraum absolviert, unternehme ich das ganze Jahr nicht!

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Blutschmuck

Rezensionen von yellowdog:

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D-Zug dritter Klasse von Irmgard Keun

Reise mit Geheimnissen

Irmgard Keun hat ein paar wichtige Romane und einige weniger bedeutende geschrieben. D-Zug dritter Klasse gehört wegen dem geringen Umfang und dem fehlen politischer Elemente in die zweite Kategorie, aber auch hier gilt, dass die Autorin das Talent hatte, allen ihrer Texte Originalität und Wortwitz zu verleihen.

Deswegen ist der Roman keine Enttäuschung und man sollte ihn weder inhaltlich noch von der Form her unterschätzen.

Gezeigt wird eine Zugfahrt nach Paris bzw. die Reisenden in einem Abteil. Man denkt an Kreuzersonate von Tolstoi, doch hier geht es auf den ersten Blick harmloser zu. Erst mit der Zeit merkt man, das einige ungewöhnliche Dinge vor sich gehen und jeder der Reisenden sein Geheimnis hat.

Es werden die Reisenden nicht gleichberechtigt geschildert. Die 23jährige Lenchen und ihre Erinnerungen, die im großen Umfang eingeblendet werden, spielen die größte Rolle und lassen anfangs wenig Raum für die anderen Figuren. Das ist in meinen Augen die große Schwäche des Romans. Aber immerhin ist Lenchen doch eine tragende Figur. Sie denkt an ihre schwierigen Beziehungen zu 3 Männern, von denen keine richtig abgeschlossen und auch keine viel Potenzial bietet. Ihr aktueller Freund Karl ist mit dabei, aber er ist besonders unsympathisch. Man hofft auf Leser auf den jungen Mann, der ebenfalls zu den Mitreisenden gehört und der besser zu Lenchen passen würde.

Der Roman ist 1937 im Exil geschrieben, doch weder das Alter noch die Situation spürt man dem Buch besonders an. Es gibt einige humorvolle Beschreibungen, aber eine Komödie wird das Buch nicht, da auch tragische Momente die Handlung prägen.
Ich mag Irmgard Keuns Romane sehr und war daher froh, diesen als Neuveröffentlichung lesen zu können. Es steckt eine Menge in dem Buch, ein zweites Lesen dürfte sich lohnen.

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D-Zug dritter Klasse

Rezensionen von heinoko:

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Die kleine Hummel Bommel und die Liebe von Britta Sabbag; Maite Kelly

Eine Hummelrunde Kuscheln


Was für ein zauberhaftes Bilderbuch!
Das Hummelkind Bommel ist auf dem Weg zum Hummel-Kindergarten. Unterwegs trifft es einige ganz unterschiedliche Freunde, und Bommel fragt alle, was Liebe ist. Von der Marienkäfer-Großfamilie bis zur Stinkwanze mit einem Regal voller erpupster Pokale erhält Bommel viele, viele ganz unterschiedliche Antworten.

Und erkennt am Ende: Liebe ist Liebe.
Die liebevollen Zeichnungen, auf denen es viele Details zu entdecken gibt, sprechen Kinder unmittelbar an. Und vermitteln ganz direkt, ganz ohne Text, einfach nur durch ihre Ausstrahlung, was Liebe ist.
Ein Bilderbuch, das man beim Gutenacht-Kuscheln immer und immer wieder anschauen und vorlesen sollte.

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Die kleine Hummel Bommel und die Liebe

Rezensionen von heinoko:

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Underground Railroad von Colson Whitehead

Rassismus immer und überall


Hochgelobt, Pulitzer-Preis, National Award – das beeindruckt. Und es verpflichtet geradezu, das Buch großartig zu finden, seine Tiefe, seine Zeitbezüge, seine Eindringlichkeit zu loben. Wer das nicht tut, gibt sich eine literarische Blöße, hat das Buch nicht verstanden, ist ein Literatur-Banause.

Nun denn….
Erzählt wird die Geschichte von Cora, einer Sklavin auf den Baumwollfeldern Georgias, der mit Hilfe der Underground Railroad (im Buch fiktiv als unterirdische Eisenbahn bezeichnet) die Flucht gelingt. Quer durch Amerika begegnen ihr auf der Flucht weiterhin schlimmste Grausamkeiten. Die ersehnte Freiheit ist eine Utopie. „Als gäbe es auf der Welt keine Orte, wohin man sich flüchten konnte, sondern nur solche, die man fliehen musste.“
Die im Buch dargestellte schier endlose Aneinanderreihung an unsagbaren Grausamkeiten, die Menschen anderen Menschen angetan haben (auch Sklaven untereinander!), ist verstörend. Die einem Sachbuch ähnliche Darstellung, die Lakonie der Sprache, das Verdichten der gezeichneten Bilder lässt mich erschrecken, aber doch immer nur auf der Verstandesebene. Dass das Fantasy-Element des unterirdischen Zuges vorkommt, lässt leider - sicher zu Unrecht - zweifeln an der historischen Glaubwürdigkeit des gesamten Romans.
Dieses Buch zu lesen, war für mich mühevoll, teils abstoßend, teils unglaubwürdig. Der lakonische Sprachstil, die nüchterne, reduzierte Erzählweise erreichten mich nicht. Was bleibt, ist die Gewissheit, dass nicht nur Amerikas Sklaven der Brutalität in den Köpfen der Menschen ausgesetzt waren, sondern dass bis heute auf der ganzen Welt Feindbilder als Projektionsfläche für das Ausleben niederster und boshaftester Triebe dienen und der Mensch der größte Feind des Menschen ist. Daran wird auch dieses Buch nichts ändern, Pulitzer-Preis hin oder her!

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Underground Railroad

Rezensionen von begine:

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Dann schlaf auch du von Leïla Slimani

Trauriges Geschehen

Die französsische Autorin Leila Slinani hat mit ihrem Roman „Dann schlaf auch du“ ein interessantes Werk geschaffen.
Der Untertitel ist Der Preis des Glücks.
Miriam und Paul waren das perfekte Paar und hatten jetzt zwei Kinder. Miriam möchte wieder in ihrem Beruf arbeiten. So suchen sie eine Nanny und finden Louise.

Sie scheint die Richtige zu sein, aber wir erfahren schnell aus ihren Gedanken, das sie nicht so ist, wie sie sich gibt.
Sie ist ein schwieriger Charakter, einesteils tat sie mir leid, dann war ich wütend auf sie.
Dann kommt Miriam früher nach Hause und das Baby ist tot, das Mädchen ist schwer verletzt.
Das ist der eigentliche Anfang und dann erfahren wir von den vorherigen Zuständen.
Mit guter fesselnder Sprache werden die Emotionen aller Personen gezeichnet.
Uns wird die ganze Tragödie klar. Obwohl ich wusste das es kein zurück gibt, die Kinder sind tot, hoffte ich immer noch auf eine gute Wendung.
Eine traurige, tragische und fesselnde Geschichte über den Zwiespalt von Mutterschaft oder Berufsleben. Nach dem Lesen dieses Psychothrillers traut man sich nicht mehr, seine Kinder von anderen Personen betreuen zu lassen.
Trotzdem war es ein guter spannender Roman. Ich kann ihn empfehlen.

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Dann schlaf auch du