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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Monika Hehle:

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Schweben von Jürgen-Thomas Ernst

Berührend

Dieses zauberhafte Buch ist wie ein Schmetterling in mein Herz geflattert. Ich habe geschmunzelt, manchmal laut gelacht und dann wieder leise geweint.Ich habe mich in den kleinen Jungen verliebt, der schüchtern und geduldig dem Mechaniker zusieht, bis sich die beiden näher kommen. Nichts bringt später den jungen Mann davon ab, einen Weg einzuschlagen, der für ihn der einzig wahre ist, für andere aber kurios scheint.

Er ist ein Sonderling, den nur seine Frau versteht. Es ist die Geschichte einer einfachen und großen Liebe. Manche finden sie eben doch. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Schweben

Rezensionen von Gaby 2707:

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Schweben von Jürgen-Thomas Ernst

Eine interessante intensive Familiengeschichte

Ein heiterer Familienroman – so dachte ich mir, als ich das Cover gesehen habe. Aber weit gefehlt. Christine Drews, die ich bisher nur von ihren Krimis her kenne, macht mich mit einer Familie bekannt, in der es vor Problemen nur so wimmelt. Nur werden diese Probleme nicht behandelt, sondern unter den Tisch gekehrt.

Es gibt keine Auseinandersetzungen miteinander, eine Streitkultur kennt man in dieser Familie nicht. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass Carolina an ihren Problemen zerbricht und schon früh zu trinken beginnt. Bis zu diesem Unfall kommt, der ihr Leben aus den Fugen schleudert, sie aber nach ihrem Entzug beginnt, sich mit sich selbst und den Erlebnissen der vergangenen Jahren auseinander zu setzen.
Ab 1944 bis 2016 erfahre ich, wie Caros Vater Carl Weber den Krieg zusammen mit seinem Mutterle und seiner Schwester überlebt hat, wie schwer er im Westen als Flüchtling schuften musste, bis er seinen eigenen Betrieb aufgebaut hatte. Caro war seit ihrer Geburt immer seine Prinzessin, die er über alles liebt. Allerdings war er durch seine viele Arbeit fast nie da, überbrückte dies aber mit unendlichen Geschenken. Bis zu diesem unsäglichen Unfall, nach dem er sich abrupt von seiner Tochter abwandte. Seit einem Jahr haben sie nicht miteinander gesprochen. Und nun steht die Goldene Hochzeit an, und für Caro die Frage: Soll sie sich mit ihrem Vater versöhnen? Und wenn ja, wie will sie das anstellen?

Caro ist eine Frau von 44 Jahren, die ich gleich in mein Herz geschlossen habe. Mit ihren Ecken und Kanten, mit ihren Selbstzweifeln und ihren Versagensängsten, eine Frau, die mit dem goldenen Löffel im Mund groß geworden ist, die ihr Studium der Architektur geschmissen hat, die immer alles dafür getan hat, ihrem Vater zu gefallen, die immer nach dem Motto gelebt hat: jedem gefallen, niemandem zur Last fallen, die ihre Alkoholsucht bezwungen hat und sich die größten Gedanken macht, wie ihr kleiner Sohn Cornelius die letzten 9 Jahre überstanden hat. Nun ist sie dabei, sich ihr eigenes Leben aufzubauen.

„Probleme sind wie Unkraut. Entweder man geht dagegen an, oder sie wachsen einem irgendwann über den Kopf. Aber was sie bestimmt nicht weiterbringt, ist Selbstmitleid.“ Dieser Satz stammt von der Person, die mich in diesem Buch ebenso beeindruckt hat, wie Caro – Maria Schneiders. Auch die rüstige, resolute, alte Dame hat in ihrem Leben viel mitgemacht und möchte nun, des Alleinseins satt, aus ihrer Villa eine Senioren WG machen. Für Caro sind diese Umbaumaßnahmen der erste eigene Auftrag als nicht abgeschlossene Architektin.

Aber auch die anderen Protagonisten sind hervorragend gezeichnet und für mich gut vorstellbar und absolut präsent. Die Emotionen, von denen es sehr viele hier gibt, kann ich sehr gut nach empfinden. Hier und da hatte ich Gänsehaut und ganz zum Schluss ein kleines Tränchen im Auge.

Eine interessante intensive Familiengeschichte über drei Generationen, die die Beziehung von Vater Carl und Tochter Carolina besonders hervor hebt und die zeigt, dass es hinter den Fassaden oft ganz anders ausschaut als davor. Mich hat diese Geschichte auch ein wenig zum Nachdenken angeregt.

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Schweben

Rezensionen von AngiF:

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Scheidung nie – nur Mord! von Hauptmann Gaby

Wenn die Liebe geht

Das Ehepaar Martina und Stefan Wolff hält nur noch nach außen hin die Fassade von Glück und Erfolg aufrecht. Die Firma steht kurz vor dem Ruin und während Stefan großartige Wiesn-Parties veranstaltet, um Kunden positiv gestimmt zu halten, rechnet er Martina jeden Einkauf vor. Martina hatte ihre eigene Karriere der Familie zuliebe aufgegeben und war jahrelang nur Hausfrau und Mutter und Frau an seiner Seite.

Doch nun, da die Tochter in Heidelberg studiert, bleibt nicht mehr viel für sie zu tun. Die Stimmung zwischen den Eheleuten wird immer bizarrer, wann schlägt Liebe in Hass um? Stefan verheimlicht Martina geschäftliche Dinge, sogar, dass sie Anteile an der Firma besitzt, erfährt sie erst heute. Durch das seltsame Verhalten Stefans alarmiert, beginnt Martina zu ermitteln. Hat er eine Affäre? Plant er gar, sie um die Ecke zu bringen? Und dann taucht da dieser wahnsinnig gutaussehende Typ auf, der tatsächlich an Martina interessiert zu sein scheint …

Gaby Hauptmann hat sich wieder einmal selbst übertroffen. In frischer, junger und frecher Sprache und in ihrem unverwechselbaren Schreibstil erzählt sie die Geschichte einer endenden Liebe, die aber vielleicht schon immer nur Fassade war. Sie tut dies spritzig und in gewohnter Leichtigkeit, immer mit der gewissen Prise an Komik und Humor. Die Charaktere sind unglaublich lebensnah, mit Marina fiebere ich mit und Stefan möchte ich am liebsten an seinen eigenen Machenschaften scheitern sehen. Das Buch trägt einen Aufkleber „Reihe: Kopfkino“ und genau das startet sofort beim Lesen, ich sehe die Handlung wie einen Film vor meinen Augen abspielen. Ein wahrer Pageturner, denn die Geschichte fesselt mich und fliege nur so durch das Buch, um schnellstmöglich das Ende zu erfahren.

Von Herzen gerne vergebe ich hier fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle das Buch selbstverständlich weiter. Wer Gaby Hauptmann liebt, wird das Buch durchsuchten und wer starke Frauen in ungewöhnlichen Lebens-Situationen erleben möchte, ist hier genau richtig. Gaby Hauptmann erfindet immer wieder neue Geschichten, deren Ausgang ich als Leserin nie so kommen sehe, wie es schlussendlich kommt – genial!

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Scheidung nie – nur Mord!

Rezensionen von begine:

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Scheidung nie – nur Mord! von Hauptmann Gaby

Spannendes von Langeoog

Moa Graven habe ich erst jetzt als Krimiautorin für mich entdeckt.
Ihre Reihe mit der Inselpolizistin Eva Sturm auf Langeoog ist mit diesem Roman „Der letzte Tanz“ , der zwar schon der 11. Teil ist, doch noch ein guter Einstieg.
Die Autorin lässt uns an Evas Leben teilnehmen. Sie ist bald 50 Jahre alt und lebt allein.

Im Kurhotel wird in einem Zimmer von einer neuen Bewohnerin eine Hand gefinden. Dann erfährt Eva noch, das ein Vater mit seinem Sohn vermisst wird.
Eva ermittelt in beiden Fällen. Wenn sie Hilfe braucht, muss die erst vom Festland kommen.
Sie beobachtet gut und hat die richtigen Eingebungen. Es war interessant Eva bei ihren Ermittlungen über die Schulter zu sehen.
Ich habe den Krimi gerne gelesen, er hatte Spannung.

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Scheidung nie – nur Mord!

Rezensionen von StefanieFreigericht:

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Und Marx stand still in Darwins Garten von Jerger Ilona

Vom Paradies auf Erden oder im Himmel

Bitte vergiss/vergessen Sie den Klappentext, die Inhaltsangabe alles. Bitte stell dir/stellen Sie sich zwei ältere Herren vor, die da in England leben - der eine in Kent, der andere in London. Beide sind sie sehr lang mit ihren Ehefrauen verheiratet und haben mit ihnen eine stattliche Anzahl Kinder bekommen - zehn der eine, sieben der andere.

Beide haben sehr gelitten, als einige Kinder vor ihnen starben. Beide leben in Hausgemeinschaft mit treuen Angestellten, sind besessene Arbeiter in ihren jeweiligen Metiers, geradezu Arbeitstiere, ohne Rücksicht auf sich selbst. Beide involvieren die Familien in ihr Werk, die Frauen oder Kinder schreiben nieder, lesen Korrektur, arbeiten mit. Beide sterben 1882 respektive 1882. Beide kommen aus angesehenen, wohlsituierten Familien, leiden im Alter an einer angeschlagenen Gesundheit.

Hier kommt im Buch ein Doktor Beckett ins Spiel: Die beiden Herren sind Karl Marx und Charles Darwin, und mir war tatsächlich nicht bewusst gewesen, welche Ähnlichkeiten es doch gab (in Ordnung, der eine lebte meist prekär, der andere vom Familienvermögen der Wedgewoods, der eine im Vaterland, der andere im Exil, ...dennoch). In Darwins Arbeitszimmer steht ein Exemplar von "Das Kapital" mit persönlicher Widmung, er schickte einen Dankesbrief an Karl Marx. Auch das ist Bestandteil des Romans. Der Buchdoktor stellt das Bindeglied zwischen beiden dar. Autorin Ilona Jerger lässt Darwin äußern "In der Tat ist die Vorstellung schmeichelhafter, direkt von Gottes Hand erschaffen worden zu sein, als einen irrwitzig langen und verschlungenen Weg von den Eizellern über die Rüben genommen zu haben…" S. 91. Beckett hingegen bemerkt zum Begründer der Evolutionstheorie, der besorgt ist, als "Gottes-Mörder2 in die Geschichte einzugehen: "Wenn die Menschen nicht mehr auf das Traumland im Jenseits hoffen können, dann sind sie endlich bereit, für ein gutes Leben im Diesseits zu kämpfen. Die Leidensbereitschaft sinkt rapide, wenn es nach dem Tod keine Entlohnung gibt."

Kurzweilig beschreibt der Roman die "alten Tage" der beiden Persönlichkeiten, mit Rückblicken in die jüngere Geschichte (ich empfehle so in der Mitte des Romans mindestens ein Überfliegen der jeweiligen Wikipedia-Artikel - das ist im Buch wirklich gut gemacht und "inhaliert" sich sehr leicht und locker). Breiten Raum nimmt die Diskussion zur Auswirkung auf Glaubensthemen ein, auch das, wie ich finde sehr elegant, mit dem ablehnenden, wetternden Marx, der gläubigen Frau von Darwin und Darwin selbst, "Die christliche Position hatte er verlassen, die atheistische wollte er nicht einnehmen." S. 186 Sein Vetter schlägt ihm zuletzt die Pascal’sche Wette vor: "Wenn du an Gott glaubst, und es stellt sich heraus, dass es einen gibt, hast du gewonnen und fährst gen Himmel. Wenn du hingegen nicht an Gott glaubst und es doch einen gibt, dann verlierst du die Wette und fährst zu Hölle. Und wenn du an Gott glaubst, und es stellt sich heraus, dass es keinen gibt, hast du zwar verloren, aber eigentlich nicht viel. Also wette, dass es ihn gibt! Das ist in jedem Fall die bessere Wahl. Denn du setzt mit wenig Einsatz auf einen satten Gewinn – die ewige Seligkeit." Cousin Francis zu Darwin, S. 216

Passend dazu aus der Grabrede, die Engels für den Freund und Weggefährten hielt: „Wie Darwin das Gesetz der Entwicklung der menschlichen Natur, so entdeckte Marx das Entwicklungsgesetz der menschlichen Geschichte….

Sehr geeignet, um unterhaltsam und irgendwie sehr komfortabel Einblick in Leben und Werk zweier Männer (und ihres Umfeldes) zu bekommen, die das moderne Weltbild maßgeblich geprägt haben. Ich hätte es mir zu meinem damals sterbenslangweiligen Abschnitt im Geschichtsbuch gewünscht. Dennoch…fehlt irgendetwas, auch wenn das altmodisch klingen mag, so der gewisse "Pfiff". Solide 3,5 Sterne.

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Und Marx stand still in Darwins Garten

Rezensionen von EdVanSchleck:

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Und Marx stand still in Darwins Garten von Jerger Ilona

Solider Krimi

Handlung:
Als Detective Macy Greeley in einer verregneten Nacht unterwegs zu einem wichtigen Einsatz ist läuft ihr plötzlich ein Mann direkt vor das Auto. Der vergebliche Versuch auszuweichen endet damit, dass sich ihr Fahrzeug überschlägt und Macy schwer verletzt wird. Zwar überlebt der unbekannte Mann den Unfall, doch ein Motorradfahrer taucht unerwartet auf der Bildfläche auf und richtet den bislang unbekannten Mann direkt vor den Augen der Ermittlerin hin.

Trotz der schweren Verletzungen setzt Macy alles daran, diesen eiskalten Mord aufklären und schnell stellt sich schnell heraus, dass es sich bei dem Opfer um den allseits beliebten Radiomoderator Philip Long handelt.

Persönliche Meinung:
Das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen und der Schreibstil ist bildhaft und detailliert. Vorab sei erwähnt, dass ich die beiden Vorgänger dieses Krimis nicht gelesen habe, jedoch ist es leicht auch ohne diese Vorkenntnis in die Handlung hineinzufinden. Wird jedoch weiter auf Macys Vergangenheit oder Persönlichkeit eingegangen, so ist deutlich zu erkennen, dass die neuen Informationen den Charakter der Ermittlerin lediglich weiter zeichnen, aber nicht grundlegend beschreiben. Hier fehlt das Wissen aus den beiden vorangehenden Teilen, was einzeln gesehen zwar sehr schade ist, in der Buchreihe jedoch für eine tolle Entwicklung der Protagonistin sorgt (vermutlich). Wer auf große Spannung und Action gehofft hat wird bei diesem Krimi wohl etwas enttäuscht sein. Fans des klassischen Krimis (Tat – Ermittlungen - Lösung) werden hier allerdings mit Sicherheit Freude finden. Die Ermittlungen sind schlüssig, gut durchdacht und auch die Charaktere passen zu den entsprechenden Rollen.


Fazit:
„Finster ist die Nacht“ ist ein durchaus solider und unterhaltsamer Krimi. Um ein rundes Bild von der Ermittlerin zu bekommen ist sinnvoll zuerst die beiden vorangehenden Bücher zu lesen, jedoch werden für die Handlung an sich keine Vorkenntnisse benötigt.

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Und Marx stand still in Darwins Garten

Rezensionen von EdVanSchleck:

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Wildfutter von Alma Bayer

Durchwachser Krimi

Handlung:
Der ehemalige Kommissar, Vitus Pangratz, versucht sich nach seiner Pensionierung als Naturfotograf. Eines Nachts begibt er sich in einen Wildpark, um die dort hausenden Wildschweine zu fotografieren. Dort findet er nicht nur die Wildschweine, sondern stolpert auch über die Reste einer menschlichen Hand.

Zusammen mit seine Tochter – „Jo“ Coleman – die als Lokalreporterin arbeitet beginnt zunächst die Suche nach dem ehemaligen Besitzer der Hand. Schnell wird klar, dass die Hand zu dem kürzlich verschwundenen und allseits beliebten Fußballtrainer „Tiger“ gehörte und so machen sich die beiden auf die Suche nach dem Täter.

Persönliche Meinung:
Gerade am Anfang hatte ich noch große Hoffnung, einen unterhaltsamen Heimatkrimi vor mir zu haben jedoch verblasste diese Hoffnung von Kapitel zu Kapitel weiter. Neben jeder Menge Fußball-Enthusiasten und viel zu vielen Einblicken in das Liebesleben von gefühlt jeder erwähnten Person, wird nebenbei auch der Fall geklärt. Ich hätte mir hier eine klare Abgrenzung gewünscht, jedoch wird so nicht klar ob nun der Fußball, die Liebeleien der Protagonisten oder aber die Klärung des Falles im Vordergrund steht. Der Schreibstil ist jedoch angenehm zu lesen und auch die ein oder anderen bayrischen Ausdrücke wecken das Gefühl eines unterhaltsamen Heimatromans. Auch ist klar, dass bei einem toten Fußballtrainer das Thema Fußball eine wichtige Rolle in der Handlung spielt, jedoch war es meiner Meinung nach zu viel des Guten. Nur halb so viel Fußball dafür eine zusätzliche Prise Spannung hätten dem Buch gut getan. Die ausschweifenden Beschreibungen der Intimitäten der Protagonisten empfand ich besonders in diesem Ausmaß als störend und unangebracht.

Fazit:
Es gab durchaus unterhaltsame Szenen und ich musste auch das ein oder andere Mal schmunzeln, dennoch bleibt der Eindruck eines sehr durchwachsenen Krimis. Die Aufklärung des Falles steht nicht klar im Vordergrund, was schade ist, da ich in der Handlung durchaus Potential sehe. Fans klassischer Krimis werden hier nicht auf ihre Kosten kommen.

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Wildfutter

Rezensionen von Krimine:

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Gottes rechte Hand von Weiss Rhena

Ein spannender zweiter Fall für Michaela Baltzer

Michaela Baltzer und ihr Team vom LKA Wien bekommen es in ihrem neuem Fall mit einem Mord zu tun, dessen Umstände seltsam sind. Denn der unbekannte Tote, der mit Fesselspuren am Körper in einer Kleingartenanlage tot aufgefunden worden ist, wurde durch unzählige Wespenstiche regelrecht erstickt. Allerdings bleibt das nicht der einzige Mord, den die Wiener Kripo aufzuklären hat.

Und während sie mit Hochdruck ermittelt, wird klar, dass ein Serienmörder hinter den grausam verübten Taten steckt. Ein Rächer, dessen Spuren bei einem Menschen zusammenführen, der Michaela Baltzer sehr nahesteht.

„Gottes rechte Hand“ ist ein spannender Thriller, der seine Leser von Beginn an mit einer Reihe an merkwürdigen Morden schockt. Mal wird ein Mann von Hunden zerfleischt, ein anderes Mal bis zur Unkenntlichkeit verbrand. Doch obwohl die Morde nachvollziehbar beschrieben werden, erspart die Autorin ihren Lesern unschöne Details. Dafür aber wartet sie mit wendungsreichen Ermittlungen und interessanten Figuren auf, die die Handlung beleben. Deshalb stört es auch nicht, dass zeitig ein Verdacht aufkommt, wer der Täter ist. Denn neben einem perfiden Rachefeldzug stehen vor allem eine Reihe von Einzelschicksalen und eine toughe Ermittlerin im Mittelpunkt sowie ein mit viel Engagement geführtes Frauenhaus, das den Opfern häuslicher Gewalt Schutz zu bieten versucht.

Erzählt wird die dramatische Handlung aus verschiedenen Sichtweisen heraus. So kommt neben der Kriminalbeamtin Michaela Baltzer auch die "rechte Hand Gottes" zu Wort und schildert, warum und wie sie ihre Taten begeht. Aber nicht nur dem Handeln und Tun der Figuren wird viel Platz eingeräumt, auch ihre Gedankenwelt wird reflektiert sowie ihr Verhältnis zu anderen Personen. Ein Vorgehen, das den Lesern die beteiligten Figuren nahebringt und dafür Sorge trägt, dass sie an ihren Schicksalen Anteil nehmen. Hinzu kommen ein Schreibstil, der sich flüssig liest und ein Handlungsaufbau, der mit gekonnt gestreuten Hinweisen und Andeutungen Spannung erzeugt.

Fazit:
Der zweite Fall der Wiener Kriminalbeamtin Michaela Baltzer versteht es, mit einer ungewöhnlichen Mordserie, einem spannenden Ermittlungsverlauf und interessanten Einzelschicksalen fesselnd zu unterhalten.

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Gottes rechte Hand

Rezensionen von heinoko:

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Gottes rechte Hand von Weiss Rhena

Zur Prinzessin verdammt


Als Drehbuchautorin hat Christine Drews große Routine im Schreiben lebendiger Dialoge und detailgenauer Situationsschilderungen. Das spürt man deutlich auch in dem vorliegenden Buch, mit dem sich die Autorin auf ein völlig neues Gebiet begibt, nämlich auf die Aufarbeitung einer schwierigen Vater-Tochter-Beziehung.

Die goldene Hochzeit der Eltern steht bevor, und Caro, 44, muss sich entscheiden, ob sie diesen Festtag nutzen oder meiden will. Denn seit einem Jahr besteht zwischen Vater und Tochter völlige Funkstille. Caro ist trockene Alkoholikerin, ohne Beruf, geschieden, Mutter eines 9-jährigen Jungen. Sie gibt ihrem Vater die Schuld an ihrem verkorksten Leben, da er sie aus ihrer Sicht nie ernstgenommen hatte. In Gesprächen mit der alten Frau Schneiders gewinnt sie jedoch zunehmend eine neue Sicht auf die früheren Geschehnisse. Schließlich fühlt sie sich stark genug für eine neue Begegnung mit ihrem Vater…
Vater-Töchter-Beziehungs-Bücher gibt es mehr als genug. Was mir an dem vorliegenden Buch sehr gut gefällt, sind die Perspektivenwechsel. Nicht nur die ich-bezogene Wahrnehmung der Protagonistin Caro wird dargestellt, sondern auch das So-Geworden-Sein des Vaters aus seiner Sichtweise. Diese völlig unterschiedlichen Wege implizieren tiefgreifende Probleme im Miteinander. Die erzählte Geschichte ist nachdenkenswert und schafft durchaus Verständnis. Leider wirkt das Buch sehr zerrissen, weil neben dem Erzählerwechsel auch sehr viele Zeitsprünge eingearbeitet wurden. Das ist zwar ein probates Mittel, um bei Krimis die Spannung zu erhöhen, aber diesem ernsthaften Thema hätte eine ruhigere, konstantere Erzählweise besser getan.

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Gottes rechte Hand

Rezensionen von heinoko:

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Zwischen Schatten und Licht von Heike Rommel

Bielefeld mit Feingefühl


Der KBV Verlag hat, wie mir scheint, ein sehr glückliches Händchen in der Auswahl ausgesprochen gut zu lesender spannender Regional-Krimis, die ohne Volkstümelei und Heimatkitsch auskommen. Nach Volker Dützer aus dem Westerwald durfte ich nun eine weitere positive Entdeckung machen und bin der Autorin Heike Rommel nach Bielefeld gefolgt.

Im Bunker Ulmenwall, einem tatsächlich existierenden Bielefelder Jazzkeller, bricht die gefeierte Jazzsängerin Marleen Seismo auf der Bühne zusammen. Schnell wird klar, dass sie einem Giftmord erlegen ist. Kommissarin Nina Tschöke und ihre Kollegen beginnen im Umfeld der Sängerin die Suche nach einem Motiv. Doch jede Zeugenvernehmung schafft neue Unklarheiten und Ungereimtheiten. Kreuz und quer durch Bielefeld und weiter bis Köln und schließlich sogar bis nach Baltrum werden Spuren verfolgt und wieder verworfen. Und welche Rolle spielt der mongoloide Bruder der Kommissarin? Ein weiterer Giftmord geschieht…
Heike Rommel schreibt außerordentlich gut. Ihre lebendigen, oftmals mit einer Prise Humor gewürzten Dialoge, ihr fein gewebtes Netz an Verdächtigungen, ihre farbigen Detailbeobachtungen und ihre liebevoll-atmosphärischen Ortsbeschreibungen machen das Lesen zu einem wahren Vergnügen. Dass die Autorin im realen Leben mit Behinderten arbeitet, spürt man an den tieferes Verständnis weckenden Schilderungen des mongoloiden Kai, den man im Verlauf des Buches richtig lieb gewinnt und dabei so ganz nebenbei einige Berührungsängste verliert. Auch wenn die Fülle der Namen mitunter verwirrt, insbesondere wenn zwischen Vor- und Nachnamen gewechselt wird, so spannt sich doch ein relativ gleichmäßiger Spannungsbogen über das ganze Buch hinweg . Von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung für diesen durchweg kurzweilig zu lesenden Krimi, der ohne blutrünstige Details auskommt und das Feingefühl der Autorin auf sehr sympathische Weise auf den Leser überträgt.

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Zwischen Schatten und Licht