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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von spozal89:

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Fangirl von Rainbow Rowell

Magier Fanfiction

Die Zwillinge Cath und Wren sind wahre Fans des Bestsellers Simon Snow. Beide zusamen schreiben regelmäßig im Internet Fanfictions über ihren Buchhelden und seine Abenteuer. Als das College für die beiden losgeht, ändert sich diese Routine allerdings schlagartig. Den Wren will endlich ein wenig Abstand zu ihrer Schwester.

Für Cath alles andere als einfach, denn sie ist eine eher ängstliche und introvertierte Person. Doch langsam kommt Cath mit Hilfe ihrer Mitbewohnerin aus ihrem Schneckenhaus heraus und Simon Snow ist nicht mehr der einzige Mann in ihren Leben. Doch kann sie ihre Ängste komplett über Bord werfen?

"Fangirl" war das zweite Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe. Mir hat es besser gefallen als "Eleanor und Park".

Im Gegensatz zu manch anderern Meinungen haben mir die Zwischenszenen über Simon Snow besonders gut gefallen. Im Grunde haben mir diese Stellen fast besser gefallen als die Hauptstory und ich werde wohl nun im Anschluss auf jedenfall noch "Der Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow" lesen.

Womit ich ein wenig Probleme hatte, waren die beiden Prota-Zwillinge. Cath war mir zu unwissend, zu kindlich und zu übertrieben ängstlich - fast schon ein wenig gestört und Wren war das genaue Gegenteil. Nervig, zickig und zu egoistisch. Ich glaube diese Gegensätze wollte die Autorin aber mit Absicht. Levi und Reagen waren meine Stars im Buch und haben das Schlechte der Protas wieder wett gemacht.

Ich mochte den Schreibstil und wie gesagt die kurzen Simon Snow Sequenzen super gerne und habe das Buch dadurch relativ flott lesen können. Daher freue ich mich auf mehr von der Autorin.

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Fangirl

Rezensionen von Gaby 2707:

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Luisa und die Stunde der Kraniche von Tania Krätschmar

Gedanken in Opas Lehnstuhl

Die 38-jährige Goldschmiedin und Schmuckdesignerin Luisa Mewelt lebt seit 7 Jahren in Berlin mit ihrem Freund Richard Hartung zusammen, als er ihr zum einen sein neues Jobangebot aus London vorstellt und sie gleichzeitig bittet seine Frau zu werden. Er, der normalerweise nichts von Heirat hält und von Kindern schon gar nichts wissen will, hat, wie er meint, mit einer vorzeigbaren Frau an seiner Seite in London noch mehr berufliche Chancen.

In Luisa regen sich Zweifel und sie bittet Richard um 2 Wochen Auszeit in Zingst an der Ostsee. Hier hat die Familie Mewelt seit vielen Jahren ein kleines Haus, das reihum für Ferienaufenthalte genutzt wird. Hier trifft sie nach einigen Jahren auch ihre Schwester Emilia mit den Zwillingsmädchen wieder. Eine alte Frau, Mary, die sie auf ihre Spazierwegen trifft, kommt ihr sehr bekannt vor und auch zu dem Biologen und Kranichforscher Jan, der das genau Gegenteil von Richard zu sein scheint, baut sie in wenigen Tagen eine intensive Beziehung auf. Wie wird sich Luisa entscheiden?


Mit der Hauptfigur Luisa hatte ich so meine Probleme. Einerseits kam sie mir vor wie eine Pubertierende, ohne eigenen Willen, ohne Selbstwertgefühl, ohne einen Weg vor Augen, nur auf Richard fixiert. Der wiederum weiß genau, wie er mit Kleinigkeiten seine Luisa manipulieren und so seinen Willen durchsetzen kann. Egoistisch, arrogant, selbstverliebt, karriereorientiert, der Luisas Schmuckdesign als Basteleien abtut – so einen Mann braucht eigentlich niemand. Außer Luisa, die sich bei ihm fast immer wohlfühlt, sich um nichts Gedanken machen muss, ihr kleines Atelier finanziert bekommt, und glaubt, ihn zu lieben.

Dann kommt ganz langsam eine Wandlung, die mir gut gefallen hat. Luisa beginnt zu begreifen, was sie vermisst, was ihr an ihrem Leben nicht gefällt, wie sie ihr Leben eigentlich einrichten möchte. Als sie Mary kennenlernt, die anscheinend nur Luisa sehen kann, und diese aus ihrem Leben erzählt, sieht sich Luisa im Alter, wenn sie an Richards Seite bleibt.

Auch die Begegnung mit ihrer Schwester Emilia, die so ganz anders ist als Luisa, und ihren Nichten Nike und Nina tragen dazu bei, dass Luisa nachdenkt. Die drei haben mir sehr gut gefallen.

Und da ist dann noch Jan, der Biologe, Ranger und Kranichexperte, von dem ich sehr vieles über die Kraniche und ihr Leben an der Ostsee erfahre. Bei ihm, der sehr gut kochen kann und zuhört, kann sich Frau wohlfühlen.

Ganz besonders gut gefallen haben mir hier die Beschreibungen der Landschaft rund um die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst an der Ostsee. Auch in das kleine Haus der Familie Mewelt habe ich mich gleich nach Luisas Ankunft verliebt.

Tania Krätschmar hat einen so intensiven, bezaubernden Schreib- und Erzählstil, dass ich beim Lesen richtig abschalten kann. Die Geschichte hat mich gefangen genommen und nur so durch die Seiten fliegen lassen. Wenn Luisa mit nackten Füßen am Wasserrand entlangläuft, kann ich die salzige Meeresluft riechen und das Plätschern der Wellen hören. Beim Lesen höre ich die Rufe der Kraniche.

Eine wunderbare Geschichte über die Zeit, die verrinnt und die wir nutzen sollten, über die Wandlung einer jungen Frau zu sich selbst. Ich hatte mit diesem Roman ein paar wundervolle Lesestunden, die ich sehr genossen habe.

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Luisa und die Stunde der Kraniche

Rezensionen von begine:

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Der Frauenchor von Chilbury von Ryan Jennifer

Starke Frauen


Die Autorin Jennifer Ryan wurde durch Erzählungen ihrer Großmutter zu diesem Roman inspiriert. Der Frauenchor von Chilbury ist ihr Debütroman und spielt von März bis September 1940 in einem kleinen Ort in England.
Die Autorin hat ihn auf interessante und besondere Art aus Briefen und Tagebucheinträgen geschrieben, Aber es passt wunderbar.

Die Männer Chilburys sind im Krieg und es gibt keine männliche Stimmen im Chor, da schließt der Vikar ihn. Aber da werden die Frauen aktiv, sie gründen einen Frauenchor.
Durch die Briefe erfahren wir viel über die Gefühle und Aktivitäten. Die fast 14jährige Kitty schreibt alle Vorkommnisse und ihre Beobachtungen in ihr Tagebuch.
Da gibt es viele Intrigen, Todesfälle und die Angst um die Söhne und Männer, aber auch Liebe. Trotzdem halten die Frauen zusammen.
Die Autorin lässt uns mit flüssiger Sprache an allem Guten und Schlechtem teilnehmen. Der Roman ist echt spannend geschrieben, er hatte keine Längen. Durch die Briefe und das Tagebuch bekommt man auch verschiedene Ansichten der gleichen Geschehnisse, das macht alles noch interessanter. Ich konnte mir so immer ein gutes Bild von allem machen.
Ein schönes lesenswertes Werk, das mich begeistern konnte.

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Der Frauenchor von Chilbury

Rezensionen von Janine2610:

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Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag

Hat was von »Das Schicksal ist ein mieser Verräter«.

»Mein bester letzter Sommer« ist ein Roman, der meines Erachtens schon seit seiner Erscheinung so gehyped worden ist, wahrscheinlich ähnlich wie »Das Schicksal ist ein mieser Verräter«. Und genauso wie in John Greens Geschichte geht es hier um zwei Jugendliche, die nur begrenzt lange Zeit miteinander verbringen können.

Einer von den zweien stirbt nämlich schon bald. In diesem Buch ist es Tessa. Und ich finde, das lässt die Protagonistin uns Leser auch ständig wissen: so oft und teilweise makaber, dass es mir persönlich zu viel war. Das ist der Grund, weshalb Tessa mir anfangs eher unsympathisch war: sie spricht mir zu häufig völlig emotionslos über ihren Tod, übers Sterben im Allgemeinen und macht schlechte Scherze darüber. Galgenhumor würde man das nennen. - Ist nicht ganz das, worauf ich stehe.

Bis ca. Seite 100 hat man auch nicht gewusst, was eigentlich mit Tessa los ist. Dass irgendwas mit ihrem Herzen nicht stimmt und sie deswegen wohl bald das Zeitliche segnen wird, stand da, nichts aber von einer genauen Diagnose, unter der man sich mehr vorstellen hätte können. Erst dann hat man erfahren, dass ihr Herz seit ihrer Geburt "ein Loch" hat und ihre Lungenschlagader fehlt, aber den genauen Grund, warum sie denn gerade jetzt sterben soll/wird, hat man bis zum Schluss nicht herauslesen können.

~ Ich liebe alles an ihm, aber am meisten liebe ich, wie lebendig ich mit ihm bin. Und wie oft er mich vergessen lässt, dass ich es nicht mehr lange sein werde. ~
(S. 271)

OSKAR, DER PERFEKTE OSKAR

Und dann, in der wahrlich ungünstigsten Zeit ihres Lebens, taucht plötzlich dieser Junge auf, Oskar.
Allein dieses erste einander Erblicken und Ansehen wird schon so unwirklich magisch beschrieben, dass ich mir bereits da gedacht habe, dass die weiteren Situationen mit Oskar nur ähnlich kitschig ablaufen können. Großteils war dem dann auch so ...
In Tessas Augen ist Oskar ein Gott, ein übermenschliches Wesen. Sie glorifiziert ihn vom Scheitel bis zur Sohle. Deshalb, und weil ihr ja auch bewusst ist, dass ihre Tage hier auf Erden gezählt sind, ist sie wahrscheinlich auch so nachdenklich, verkrampft und eifersüchtig. Auf diese Weise verkompliziert sie leider alles. Man fragt sich manchmal wirklich, warum Oskar sich das mit ihr "antut".

Meine Rezension liest sich bisher wahrscheinlich eher wenig begeistert. Zur Verteidigung der Geschichte muss man aber auch betonen, dass »Mein bester letzter Sommer« als Jugendbuch ab 14 Jahren ausgewiesen ist und ich finde, genau so wirkt es auch: Ein bisschen zu romantisch und zu perfekt um wahr zu sein. Jugendliche, die verliebt sind (in Tessas Fall sogar zum ersten Mal!), haben eben manchmal diesen Blick auf den Stand der Dinge, denke ich. Ich glaube, das hat Anne Freytag ganz gut eingefangen.

~ Ich dachte, ich gehe als unbeschriebenes Blatt, aber das werde ich nicht. Oskar hat Spuren hinterlassen. Seine Gefühle in meinem Herzen, seine Stimme in meinem Kopf und seine Hände auf meiner Haut. Ich glaube, ich habe es verstanden. Liebe ist genug. Und ich wurde geliebt. ~
(S. 350)

Aber außerdem enthält diese Geschichte eine wunderschöne Botschaft. Je mehr Zeit die beiden gemeinsam auf ihrem Roadtrip durch Italien verstreichen lassen (und es ist wirklich nicht viel Zeit), desto mehr kann man auch die Veränderung in Tessa beobachten. Ihr Tod naht und sie versteht immer mehr die Bedeutung des Lebens und versucht das auch in ihr noch vorhandenes Leben zu integrieren. Das fand ich wirklich schön: dass Tessa letztlich verstanden hat, worum es geht und sie das glücklich gemacht hat.
Die letzten Seiten fand ich sehr berührend, sie haben mich schlussendlich doch noch mit der Geschichte versöhnt und mich etwas traurig zurückgelassen.

Wer über meine Kritikpunkte hinwegsehen will und kann, sollte sich dieses Buch gönnen. Die letzten Seiten und die schöne Botschaft darin (Worum es im Leben wirklich geht!) sind die Lektüre auf jeden Fall wert.

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Mein bester letzter Sommer

Rezensionen von yellowdog:

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Ermordung des Glücks von Ani Friedrich

Eindringliche Kriminalliteratur mit Niveau

Der erste Teil um den pensionierten Ermittler Jakob Franck war nicht besonders spannend, aber bei “Ermordung des Glücks” ist von Anfang an eine düstere, intensive Atmosphäre spürbar. Ein Bob Dylan-Zitat ist dem Buch vorgestellt.

Der Münchener Exkommissar Jakob Franck ist eigentlich pensioniert, aber das Überbringen von Todesnachrichten bei Verbrechen übernimmt er noch.

Das ist eine Aufgabe, die viele Beamte überfordert. Franck aber nimmt sich Zeit und geht auf die Angehörigen der Opfer ein. In diesem Fall ist ein junge ermordet worden. Leonord Grabbe war erst 11 Jahre alt, als er erschlagen wurde. Seine Familie ist von dem Ereignis traumatisiert.

Auch Franck nimmt dieser Fall mit. Im Gespräch mit seiner Ex-Frau Marion Siedler, mit der ihm immer noch viel verbindet, reflektiert er die Vergangenheit.
Mit seiner bedächtigen, aber beharrlichen Art ist Jakob Franck eine gute Hauptfigur. Er ermittelt, obwohl pensioniert, auf freie Art und konzentriert sich ganz auf den Fall.
Seine Gespräche mit den Beteiligten sind auf hohen Niveau!
Man erfährt aber auch viel durch Passagen, in denen nur die Familie miteinander redet, es gibt sogar einen Rückblick auf 13 Jahre vorher.
Dadurch nimmt die Komplexität des Buches zu.

Literarisch geht Ani über das hinaus, was in der deutschsprachigen Kriminalliteratur üblich oder zu erwarten ist. Es sind immer wieder Sätze enthalten, die außergewöhnlich, manchmal poetisch sind.
Friedrich Ani dringt in die Seelen seiner Figuren ein. Der gesamte Text ist durchgehend gehaltvoll.

August Zirner ist der Sprecher des Hörbuchs. Vielen Hörbuchfans ist er sicherlich durch die Hector-Romane von Francis Lelord bekannt, die er eingelesen hat. Natürlich ist er auch als Schauspieler bekannt, z.B. durch die Hermann Hesse-Verfilmung “Die Heimkehr”.
Er liest leise, langsam und gründlich. Dadurch wirkt seine Stimme so eindringlich wie es auch Friedrich Anis Prosa ist.

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Ermordung des Glücks

Rezensionen von heinoko:

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Ermordung des Glücks von Ani Friedrich

Interrogatio praesentia und andere Klarsichthüllen


Ein Buch, das mich einerseits gefesselt hat, andererseits jetzt aber ratlos zurücklässt. Denn ich habe viel Lesearbeit investiert, habe mich um den apikopostalveolaren Frikativ gekümmert und um andere Absurditäten, um mich nun zu fragen, wozu…
Harald mit dem Nachnamen KLEIN bekommt einen Job in der oberen Führungsebene einer Firma, in der es um die GROSSE SACHE geht.

Und wir folgen Harald Klein durch seinen Arbeitsalltag, wie er die Leitsätze der Firma „Leistung für Leben“ und „Wir vertrauen dem Weg“ verinnerlicht, wie er überhaupt in den firmeneigenen Floskeln, Fadenscheinigkeiten und Manipulationen versinkt, wie er in dem Paralleluniversum nach den firmeneigenen Regeln funktioniert und somit sein weiterer Aufstieg unaufhaltsam zu sein scheint.
Ein gewichtiges Buch - es wiegt in der Tat viel mehr, als normalerweise ein Umfang von 380 Seiten wiegen sollte. Auf der Suche nach versteckten Gewichtsvermehrern, wie z. B. dicke Fotoseiten, durchblätterte ich die Seiten vergebens. Erst nach Beendigung des Lesens wurde es mir klar: Ein ge-wichtiger Inhalt macht das Buch so schwer, auch wenn es scheinbar leichthändig geschrieben ist. Raffiniert satirisch wird die riesengroße Seifenblase des Management-Wasserkopfes angestochen und seine beeindruckend irisierenden Täuschungsmanöver ins sinnlose Nichts befördert. Gut geschrieben, keine Frage. Aber kürzer, prägnanter, pointierter auf weniger Seiten hätte dem Buch mehr Schärfe und Schliff verschafft.

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Ermordung des Glücks

Rezensionen von Caroline :

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Die Liebe, die uns bleibt von Eclair Jenny

Vergebene Chance für einen Familienroman

Edwina lebt alleine in ihrem Haus und sie beschließt schweren Herzens sich davon zu trennen. Das Abschiednehmen fällt ihr natürlich sehr schwer. Im Zuge des Auszugs arbeitet sich Edwina durch unzählige Erinnerungsstücke, manche davon sind mit guten Gefühlen verbunden andere dagegen leider mit viel Schmerz.

Mit ihrer großen Liebe Ollie zeugt sie ein Zwillingspärchen, doch leider ist ihnen nicht sehr viel gemeinsame Zeit beschert. Ihr zweiter Ehemann Dickie bringt einen Sohn mit in die Ehe und Lucas macht es Edwina nicht leicht, ihn gern zu haben.
Die Zeit schlägt tiefe Wunden und sie entfremdet sich immer mehr von ihren Kindern. Die Geheimnisse, die sich über die Jahre aufgetürmt haben, fallen langsam in sich zusammen und Edwina wird sich bewusst, dass sie sich ihren Dämonen stellen muss.

Wie hat es mir gefallen?

Zuerst muss ich mich bei der Lesejury für das Leseexemplar bedanken.
Der Titel, der Klappentext und die Leseprobe haben mir sehr gefallen und so mit freute ich mich schon aufs Lesen. Ich habe mir einen gefühlvollen Familienroman erwartet, mit Geheimnissen, die langsam ans Licht kommen. Der Anfang konnte mich demnach auch fesseln und machte mich richtig traurig. Edwina beschreibt ihr aktuelles Leben und beginnt auch schon ein wenig über ihre Vergangenheit zu erzählen. In diesen Seiten fühlte ich ihre unendliche Einsamkeit. Schließlich wechseln hier die Erzählperspektiven und der Leser erhält langsam Einblicke in die Familiendynamik.
Schicht für Schicht wird die Vergangenheit enthüllt und hätte eigentlich spannend sein können. Doch leider wurde hier eine Chance vertan. Der Schreibstil war mir einfach zu hölzern und die Autorin verstand es für mich nicht, mich zu packen und zu berühren. Nur die witzigen Augenblicke waren gelungen und hier hat man gemerkt, dass die Autorin auch als Comedian arbeitet.
Die Figuren waren ein wenig zu eindimensional und die Handlung auch etwas vorhersehbar. Es gab kaum Grautöne. Das hat mich doch sehr enttäuscht, denn ich mag es wenn die Charaktere vielschichtig sind.
Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Figuren, die zu platt beschrieben werden und die Handlung wurde manchmal zu langatmig, sie hätte straffer erzählt werden können.
Wobei die Autorin aber auch einen richtigen Familienroman schreiben hätte können. Mehr Erzählzeit für Edwina wäre für mich sehr viel interessanter gewesen.

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Die Liebe, die uns bleibt

Rezensionen von StefanieFreigericht:

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Die Geschichte der getrennten Wege - Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3) von Elena Ferrante

Etwas werden

Das Buch beginnt 2010 - Ich-Erzählerin Elena "Lenù" hat ihre beste Freundin "Lila" Raffaella zum letzten Mal vor 5 Jahren gesehen. Sie schreibt, sie schreibt ihr Leben auf, Lilas Leben, die ihr einst das Versprechen abgerungen hatte, nie über sie zu schreiben, sonst käme sie. Lenù will Lila holen, sie aus dem Verschwinden holen.

Mit ihrer Geschichte wechselt der Leser ins Italien kurz vor 1969 und in die Folgejahre, es ist die Zeit der beiden Frauen als "Twens" bis in ihre Dreißiger. Lenù wird Pietro heiraten, wir begleiten die jungen Frauen durch Nachwuchs, Partnerschaft, berufliche Entwicklung, signifikante Änderungen, das Aneinander-Reiben.

Für sich allein gelesen, hätte ich mit diesem dritten Band der "Ferrante-Saga" keinerlei Probleme gehabt dazu, ob es denn wirklich vier Bände braucht; ich bin durch die Seiten geflogen, empfand Spannung und Überraschung (ja, deutlich mehr als vorher, gerade Band 1 war mir teils etwas zäh). Besonders die vielen unerwarteten Wendungen veranlassten mich dazu, den Einstiegstext zur Handlung oben so kurz gehalten zu haben, ich möchte das Vergnügen keinem anderen Leser nehmen. Nur so viel: Die Beziehung die Frauen verändert sich, die berühmte Stärke Lilas erfährt ihre Grenzen, Lenù scheint vordergründig für kurze Zeit als die Stärkere, es kommt zu unerwarteten Wendungen, Kompromissen. Die Lektüre gestaltete sich wie ein Puzzlespiel, bei dem einzelne Steinchen ihren Platz fanden: Erkenntnisse zu Alfonso, Geständnisse über Michele Solara, die Relation Lilas zu Enzo, zu Michele, neue (alte) Lieben, Umzüge.

Für eine Leserunde fände ich das Buch sehr geeignet, mir springen so viele Gedanken im Kopf herum mit Erkenntnissen, die hier sehr schlecht preiszugeben sind, in dem Kontext aber Freude und Vertiefung bieten würden: Was bedeutet „sie ist tot“, wer griff die Wurstfabrik an, warum hat die Mutter von Lenù anscheinend andere Wertmaßstäbe für deren jüngere Schwester, weshalb erscheint die frühere Gymnasiallehrerin so verändert. Anderes wird vertieft, so die Frage, inwiefern man dem eigenen Milieu durch Bildung wirklich entkommt kann, oder neu in die Runde geworfen, wie diverse Ernüchterungen zu Männern. Bei den Freundinnen hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dem Geheimnis des Aufeinander-Bezogen-Seins näher zu kommen, Lenùs Mutmaßungen weisen den Weg "Ich wollte etwas werden, auch wenn ich nie gewusst hatte, was. Und ich war etwas geworden, so viel stand fest, aber ohne eine konkrete Vorstellung, ohne eine wahre Leidenschaft, ohne einen zielgerichteten Ehrgeiz." S. 445

Ich hatte Band 1 als Zeit- und Sittengemälde Neapels der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet, Band 2 bringt viel zur Rolle der Frau und zum Unterschied zwischen den gesellschaftlichen Schichten. Band 3 nun bringt die gesellschaftliche Lage mit ein, die blutigen Kämpfe zwischen Rechten und Linken, während die Rolle der Frau vertieft betrachtet wird (wobei da von einiger Ernüchterung auszugehen sein dürfte). Gespannt bin ich jetzt auf Band 4 und die Themen, die da noch kommen können, gerade weil Band 3 ja wortwörtlich in der Luft endet. Volle 5 Sterne von 5 für Lesevergnügen, Geschichtsstunde, Zeitgeist, Gedankenanregungen.

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Die Geschichte der getrennten Wege - Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3)

Rezensionen von Maeddsche:

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Die Geschichte der getrennten Wege - Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3) von Elena Ferrante

Zerrüttete Familie

Das Buch:

In "Tiefe Schuld" von Manuela Obermeier geht es um den zweiten Fall der Münchner Kommissarin Toni Stieglitz. Im Wald wird eine Frauenleiche gefunden, deren Körper Merkmale jahrelanger Misshandlungen aufweist. Für Toni scheint der Fall klar: der offensichtlich gewalttätige Ehemann muss der Täter sein - aber ist die Lösung wirklich so einfach?

Mein Eindruck:

Zu Beginn versprach das Buch sehr spannend zu werden, was sich leider im Laufe der Geschichte nicht bewahrheitete.

Die Handlung und Spannungskurve nimmt leider sehr rapide ab, was vor allem daran liegt, dass mehr Toni's Privatleben im Fokus steht, als der eigentliche Fall.
Noch dazu ist mir Toni charakterlich alles andere als sympathisch und ich habe mich immer wieder gefragt "sowas soll Kommissarin sein?". Aufgrund ihrer eigenen Erfahrung mit häuslicher Gewalt verbeißt sie sich total in den Ehemann als Täter, was irgendwann einfach nur noch nervig ist - Objektivität = Fehlanzeige. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Vorgesetzter sowas wirklich dulden würde, bei allem Verständnis für ihre Vergangenheit. Auch die ständigen Alleingänge und das Abwehren jeglicher Hilfe waren sehr anstrengend. Toni wirkte auf mich eher wie ein trotziger Teenager, als wie eine erwachsene und beruflich erfolgreiche Frau.
Dass ich den ersten Teil nicht kenne, war kein Nachteil. Zwar gibt es einige Andeutungen, diese schaden dem Verständnis aber nicht.
Ansonsten lässt sich das Buch schnell und flüssig lesen, was vor allem an dem einfachen Schreibstil der Autorin liegt.

Mein Fazit:

Der Mordfall war vielversprechend und hatte Potenzial für eine tolle Story. Die charakterliche Darstellung von Toni und der Fokus auf ihr Privatleben haben dieses jedoch zunichtegemacht.

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Die Geschichte der getrennten Wege - Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3)

Rezensionen von Maeddsche:

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Die Geschichte der getrennten Wege - Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3) von Elena Ferrante

Kriminelle Kleinstadt

Das Buch:

In "Finster ist die Nacht" von Karin Salvalaggio geht es um den Mord an dem lokal bekannten Radiomoderator Philip Long, den Macy Greeley, der ermittelnde Detective, hautnah miterlebt.
Schnell scheinen die Verdächtigen gefunden zu sein und der Fall gelöst. Doch der erste Eindruck täuscht und so beginnen die aufwändigen Ermittlungsarbeiten.

Mein Eindruck:

Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, mehr aber auch nicht. Es handelt sich um angenehmen Lesestoff, der einen aber nicht komplett sprachlos macht.
Mir gefällt, wie man als Leser wirklich jeden Schritt der Ermittlungen verfolgt und so Schritt für Schritt zusammen mit Macy dem Täter auf die Spur kommt. Es gibt keine unrealistischen Zeitsprünge oder Zufälle, die sie letztendlich auf die richtige Fährte bringen, sondern alles ist in sich schlüssig und ist logisch nachvollziehbar.
Was mich jedoch nicht sonderlich mitgerissen hat, ist die Story an sich. Zwar ist die Lösung des Falles spannend gestaltet, der Fall selbst aber nicht. Für meinen Geschmack ist da zu viel Kleinstadt-Trostlosigkeit als Beweggrund um wirklich packend zu sein. Dennoch gibt es ein paar Wendungen und Momente die überraschen.

Mein Fazit:

Wer den großen Krimi-Knaller erwartet, wird enttäuscht. Wer auf der Suche nach einem logischen und angenehmen Krimi ohne Übertreibungen ist, der hat mit diesem Buch schöne Lesestunden vor sich.

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Die Geschichte der getrennten Wege - Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3)