Kunden em pfehlungen
Rezensionen von susanne.pichler@gmx.at:
Jack Engles Leben und Abenteuer von Whitman Walt
Whitman goes Dickens
Walt Whitman ist der Dichter Amerikas; sein Lebenswerk "Grashalme" und daraus wiederum "O Captain! My Captain!" sind untrennbar mit der amerikanischen Literaturgeschichte verbunden. Umso größer war die Aufregung als ein 1852 veröffentlichter Fortsetzungsroman 165 Jahre später Walt Whitman zugeordnet werden konnte.
In "Jack Engles Leben und Abenteuer" erzählt eben jener Jack Engles auszugsweise aus seinem Leben. Im Alter von zehn Jahren beginnt seine Geschichte, sein Leben, als ihn sein Weg vor die Türe des Milchhändlers Ephraim Foster führt. Jack ist einer von unzähligen heimatlosen Minderjährigen, die allein, auf sich selbst gestellt, ihr Leben meistern müssen. Selbstbewusst bittet er Ephraim Foster um ein Frühstück, weder frech noch fordernd, eher dem Herzen dieses Mannes, der ihm bisher gänzlich unbekannt ist, vertrauend. Und sein Gespür soll ihn nicht trügen. Ephraim und seine Frau Violet nehmen den kleinen Herumtreiber auf. Sie schenken ihm ein Heim, Liebe, Sicherheit und Güte.
Im Alter von zwanzig Jahren tritt Jack eine Stelle bei Mr. Covert, einem erfolgreichen aber dubiosen Rechtsanwalt an. Obwohl ihn diese Berufswahl alles andere als begeistert, kann er sich dem innigsten Wunsch Ephraim Fosters nicht widersetzen. Folglich tritt er Tag für Tag fügsam zum Dienst an. Seine Welt wird um Kanzleidiener, Laufburschen, Wall Street Spekulanten, Politiker, Tänzerinnen.Prediger und die damals wie heute pulsierende Vitalität New Yorks bereichert. Bald schon wird er mit Hinweisen auf seine Herkunft konfrontiert. Jack, der keinerlei Anhaltspunkte zu seiner Vergangenheit hatte, erfährt durch viele akribisch zusammengetragene Teilchen von einer Geschichte, die Mord, Betrug und Verrat im Übermaß beinhaltet. Auch kreuzt er immer wieder die Wege zweier Damen, die, wie er zu seiner Freude erfahren wird, ebenfalls mit ihm von Geburt an verbunden sind.
"Jack Engles Leben und Abenteuer" erinnert in vielerlei Hinsicht an die Romane von Charles Dickens. Die Metropolen New York und London bilden den Rahmen für Geschichten, die von ihren Gegensätzen leben: Reich und Arm, Gut und Böse, Wahrheit und Lüge, Vertrauen und Verrat. Walt Whitmans Figuren sind weicher gezeichnet als die von Charles Dickens. Die Bösewichte sind nicht ganz so abgrundtief böse. Als Leser kann man ihrem Handeln und Tun leichter folgen. Sie werden von Habgier und Egoismus angetrieben, doch sind sie letztendlich menschlicher als der typische Dickens-Bösewicht. Der gesamte Roman wird von einem positiven Grundton durchzogen. Der Glaube an eine bessere Zukunft, heute wie damals typisch amerikanisch, treibt jeden an.
Mein Lieblingskapitel ist Kapitel 19. In diesem gönnt sich Jack Engles eine Auszeit auf dem Friedhof der Trinity Church. Heute wie damals ist die Trinity Church in unmittelbarer Nachbarschaft zur Hektik rund um die Wall Street gelegen. Diese Kirche und der kleine Friedhof mit seinen verwitterten Grabsteinen und hohen Bäumen ist eine Insel der Ruhe inmitten der niemals schlafenden Metropole New York. Ob eine Querstraße weiter millionenschwere Geschäfte gemacht werden oder Polizeiwagen vorbeirasen, dort spielt es keine Rolle.
Walt Whitman erzählt nicht nur die Geschichte Jack Engles, er erzählt auch von New York selbst.
Rezensionen von Nepomurks:
Jack Engles Leben und Abenteuer von Whitman Walt
Wahnsinnig spannend und sehr verzwickt!
„Die Bucht, die im Mondlicht versank“, Lucy Clarke / Piper Verlag 2017
Jacob verschwindet eines nachts nach einer Strandparty. Es gibt keine Spur von ihm. Niemand hat etwas gesehen. Keiner glaubt an ein Verbrechen. Doch seine Mutter gibt nicht auf und sucht beharrlich nach ihrem Jungen, geht jedem noch so kleinem Hinweis nach.
Immer mehr Puzzle-Steine fügen sich so zusammen und bringen die Wahrheit stetig näher. Doch was geschah wirklich in der besagten Nacht, in der Jacob nicht mehr heimkehrte? Wer weiß mehr, als er zugeben mag. Und vor allem: Wo ist Jacob?!
Der Roman begann meiner Meinung nach fast ein wenig schleppend, legte dann aber immens an Spannung und Verwirrspielen zu. Es hat sich nach und nach eine wahnsinnig fesselnde Geschichte rund um das Verschwinden von Jacob entwickelt, so dass ich das Buch förmlich verschlungen habe und kaum mehr aus der Hand legen wollte. Die Autorin schafft es, ein famoses Gespinst aus Beziehungen und tragischen Verläufen zu einem wahrlich spannenden Gesamtwerk zusammenzufügen, bei dem man als Leser nie wissen kann, welche Entwicklung sich als nächstes auftun wird. Ich fand die Inhalte unglaublich gut vernetzt und in sich auch absolut stimmig. Sprachlich war das Buch dabei von Anfang an sehr eingängig und durchweg gut, bzw. flüssig zu lesen. Die Protagonisten entwickeln sich im Verlauf sehr gut und bieten so manche Überraschung. Und so kommt es letztlich auch zu einem Schluss, der die ganze vorherige Geschichte in sich stimmig abschließt und mich persönlich auch sehr erstaunt hat!
Im Ganzen ist das Buch meiner Meinung nach wirklich sehr gut durchdacht und ziemlich verzwickt. Die anfängliche „Aufmachergeschichte“ dient letztlich nur als Aufhänger und gibt wie gesagt lediglich den Einstieg in ein gekonntes Netz aus Beziehungsgeflechten und Schicksalsschlägen, das einen tiefen Blick auf und in die Protagonisten zulässt. Lucy Clarke hat mich mit ihrem aktuellen Roman absolut überzeugen können und ich würde ihn definitiv weiterempfehlen! 5 Sterne.
Rezensionen von spozal89:
Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle von McGee Katharine
Ein tausendstöckiger Tower und seine Geheimnisse
"Je höher du steigst, desto tiefer wirst du fallen"
New York 2118: Im höchsten Wolkenkratzer der Welt öeben die Reichen oben und die Armen unten. Hinter der glänzenden Fassade des Towers verbirgt sich ein Netz aus Intrigen. Averys Leben im luxuriösen obersten Stock des Towers könnte perfekt sein.
Doch die verbotenen Gefühle für ihren Stiefbruder Atlas zerreißen sie mit jedem Tag ein bisschen mehr. Ihre beste Freundin Leda ist ehrgeizig und manipulativ. Kein Preis ist ihr zu hoch, um ihr Ziel zu erreichen. Selbst wenn das Ziel Atlas heißt. It-Girl Eris fällt tief, als sie in eines der unteren Stockwerke ziehen muss. Doch sie will die Fassade der reichen Erbin mit allen Mitteln aufrechterhalten. Watt hat nicht viel Geld, aber er ist ein genialer Hacker. Als er in die tückische Welt der Schönen und Reichen gezogen wird, verliert er nicht nur sein Herz. Rylin jobbt als Dienstmädchen bei dem wohlhabenden Cord. Als er zu ihr mehr als nur ihrem Arbeitgeber wird, holt Rylins dunkle Vergangenheit sie wieder ein. Eine glamouröse Party in Averys Penthouse wird ihrer aller Leben für immer verändern. Einer von ihnen wird in den Tod stürzen. Einer von ihnen wird zum Mörder werden. Und sie alle werden in einem Netz aus Lügen gefangen sein.
Soviel zum Inhalt des Buches. Man merkt direkt, dass die Autorin an bekannten, erfolgreichen TV-Serien mitgewirkt hat. Denn "Beautiful Liars" könnte ich mir ebenso gut als Serie vorstellen.
Nachdem ehrlicherweise gut die ersten 150-200 Seiten ein wenig langatmig waren, weil man erst mal alle Charaktere kennen gelernt hat, wurde es dann einfach nur noch spannend, sodass man das Buch ungern aus der Hand legte. Also durchhalten wird bei diesen 510 Seiten durchaus belohnt. Ich mochte es, dass die Kapitel abwechselnd aus der Sicht der unterschiedlichen Charaktere geschrieben waren und wie sich die Leben und die Geheimnisse aller miteinander verbanden. Dabei waren mir einige Personen sympatischer (Avery, Rylin) als andere (Leda!) und zu manchen hätte ich mehr gerne ein wenig mehr Infos gewünscht (Cord, Atlas). Das hoffe ich wird im zweiten Teil noch von der Autorin nachgeholt. Zudem ist die Idee eines solch riesigen Wolkenkratzers einfach nur genial und man kann sich gut vorstellen, dass es sowas in Zukunft in New York tatsächlich geben wird.
Für mich ist diesen Buch definitiv eine Leseempfehlung und ein toller, vielleicht sogar ein klein wenig dystopischer Auftakt einer neuen, mit Sicherheit erfolgreichen Reihe. Ich freue mich auf mehr Lesestoff über das Leben im Tower, wobei der nächste Teil leider erst im Herbst 2018 erscheinen soll.
Rezensionen von rewa:
Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle von McGee Katharine
Auf dem Weg zu einem neuen Lebensglück
Der Autor Bastian Aue war jahrelang als erfolgreicher Unternehmer und Business Coach tätig, bis ein spirituelles Erlebnis sein Leben verändert hat.
In dem Buch ,,Die Sprache der Einheit´´ lädt er den Leser ein sich gemeinsam auf den Weg zur Verbundenheit und Liebe zu begeben. Das Buch ist von Fragen und Antworten geprägt die ihm, seit seinem ganzheitlichen Erwachen, immer wieder gestellt wurden.
Wie von ihm im Vorwort beschrieben kann das Buch zur völligen Verwirrung oder zur völligen Glückseligkeit führen. Mich hat es ein wenig ratlos zurückgelassen, da sich vieles auf einer höheren, spirituellen Ebene abspielt, die für mich nur nach dem Lesen des Buches nicht greifbar ist. Es gibt aber auch viele Antworten, die zum Nachdenken anregen und wo man sich schon in ähnlichen Situationen befunden hat und man Hilfe benötigt hätte.
Handeln sich die ersten Thema eher um das Erwachen, wie es dazu kommt, wie man es erkennt….. So zielen im Laufe des Buches die Fragen auf die Dinge ab, die einem selbst immer wieder in den Sinn kommen z.B Mein Leben besteht ausschließlich aus Problemen und nie kommt eine Lösung. Was soll ich tun? Oder – Ich habe keine Ziele und Pläne mehr in meinem Leben, wie kann ich diese wiederfinden?
Mit wenigen Worten und auch mit Beispielen berichtet Bastian Aue über seine Erfahrungen zu den jeweiligen Themen. Er bietet Anregungen und Hilfestellungen. Dass er dabei einen steinigen Weg gegangen ist der mit psychischer und physischer Erschöpfung sowie finanziellen Verlusten einher gegangen ist zeigt, dass es nicht leicht ist sich gegen sein EGO zu stellen.
,,Wenn du erkennst, dass Deine Existenz von rein gar nichts bedroht ist, beginnst Du vor bedingungsloser Freude und Inspiration zu sprühen!´´ Bastian Aue
Rezensionen von Gaby 2707:
Inselcocktail von Anja Eichbaum
Ende Oktober auf Norderney
Daniela Rick aus Bonn gönnt sich nach ihrem Liebesaus zwei Wochen Freizeit auf ihrer Lieblingsinsel und in ihrer kleinen Pension bei Marte Dirkens.
Ruth Keiser reist auf die Insel, weil sie für die Cartas ein Seminar leiten soll.
Vier Frauen - Juliane Kemper, Dörthe Brandstetter, Merle Rosenbaum und Constance Tarnow haben auf verschiedenen Datingplattformen den gleichen Mann kennengelernt.
Hier auf der Insel soll nun an diesem Wochenende ein erstes Kennenlernen stattfinden. Aber "Johannes Duweißtschonwer" vertröstet die Damen immer wieder. Nachhause können sie auch nicht, da ein Orkan sie auf der Insel festhält.
Als am nächsten Morgen eine Frau, die mit ihrem Date angegeben hatte, tot aufgefunden wird, findet sich, da niemand vom Festlandauf die Insel kann, eine etwas skuriele "Ermittlergruppe" zusammen. Inselpolizist Martin Ziegler und Polizeipsychologin Ruth Keiser, Daniela Rick, die Ruth kurz kennengelernt hat, Computerfachmann Frank Prinzen und die Ärztin Anne Wagner versuchen zusammen herauzufinden, was hier vor sich geht. Erst als eine weitere junge Frau zusammenbricht, geht man von Verbrechen aus. Wird es der zusammen gewürfeltern Ermittlergruppe gelingen, den Täter dingfest zu machen?
Ich muss zugeben, mich hat die Lektüre nicht so ganz fesseln könnne. Viele Erklärung, Gedanken, die nicht hätten aufgeschrieben werden müssen, eine Spannung, die von Anfang an gleich bleibt, sich nicht steigert, das alles hat das Lesen für mich etwas anstrengend und mühsam gemacht. Hier wäre bestimmt weniger mehr gewesen.
Trotzdem habe ich durchgehalten und wurde auch hier und da belohnt: mit interessanten Protagonisten, lebendigen Inselbeschreibungen, die mein Kopfkino angefacht und in mir den Wunsch haben wachsen lassen, auch mal auf Norderney zu urlauben, in der Milchbar einen Cocktail genießen und mit Frau Dirkens frühstücken.
Dadurch, dass die Geschichte immer wieder von den einzelnen Betroffenen erzählt wird, lerne ich die Personen sehr gut kennen und kann durch die Hintergrundgeschichten verstehen, warum wer was macht. Sogar die Motivation des Täters kann ich irgendwann nachvollziehen. Leider ist mir hier nur vieles einfach zu langatmig.
Ich habe ein Buch gelesen, bei dem ich erst so meine schwierigkeiten hatte, aber mit der Zeit immer besser reingekommen bin in eine sehr gut nachzuvollziehende Geshcichte. Etwas weniger Gedankengänge, etwas mehr Spannung und das Buch wäre für mich top. So bekommt es leider nur 3,5 Sterne von 5.
Rezensionen von Gaby 2707:
Deichkrone von Alida Leimbach
Ein spannender und sehr interessanter Fall
Auf dem Weg nach Norddeich zu seiner Geliebten Bianca Noll verunglückt der Leiter eines Osnabrücker Gymnasiums Georg Cannstetter mit seinem PKW in Ostfriesland tödlich. Nach den Untersuchungen stellt sich heraus, dass sich jemand an dem Wagen zu schaffen gemacht haben muss – die Bremsleitungen waren angeritzt.
Kriminaloberkommissarin Birthe Schöndorf und ihr Kollege Kriminalkommissar Daniel Brunner stoßen auf ein seit Jahren geführtes Doppelleben und viele Ungereimtheiten. Weitere Autounfälle passieren nach dem gleichen Muster und die immer enger werdenden Ermittlungen bringen Birthe Schöndorf in höchste Gefahr.
Seit ich vor Jahren mal in Greetsiel war, reizen mich die norddeutschen Krimis immer mehr. Bei den Krimis von Alida Leimbach merkt man, dass sie aus der Region kommt, diese liebt und ihre liebevollen und farbigen Beschreibungen laden ein, sich den Norden mal selbst anzuschauen. Ein bisserl friesisch gesnackt wird auch, was die Regionalitätnoch authentischer macht.
Der flüssige, eingängige und leicht zu lesende Schreib- und Erzählstil führt mich zu Taten, die aus Neid, Hass und Frust entstehen. Ich hatte anfangs etwas Mühe, den Gedanken des Täters zu folgen. Aber je weiter ich in die Ermittlungen eingetaucht bin, desto klarer und eindeutiger wurde seine Motivation. Immer neue Erkenntnisse und Wendungen machen das mit rätseln zu einem Genuss. Die Spannung hält sich gleichmäßig hoch.
Doch es ist nicht nur spannend. Es bahnt sich auch ganz langsam eine kleine Liebesgeschichte an, von der ich hoffe, dass sie im nächsten Band weiter gehen wird.
Ein spannender, sehr interessanter Krimi für kriminelle Lesestunden, den ich gerne weiter empfehle. Ich hoffe, es geht bald weiter mit Birthe, Daniel und ihren Kollegen aus Osnabrück. Ich freue mich drauf.
Rezensionen von heinoko:
Palast der Finsternis von Bachmann Stefan
Zuviel
Ein junger Autor, der über eine schier unerschöpfliche innere Bilderwelt verfügt und mit einer großartigen Wörterkraft diese Bilderwelt nachvollziehbar schildert: Segen und Fluch gleichermaßen in meinen Augen…
Fünf ganz unterschiedlich talentierte Jugendliche aus den Staaten wurden ausgewählt, in Paris an einer sehr besonderen Expedition teilzunehmen, nämlich an der Erforschung eines unlängst entdeckten unterirdischen Palastes, der im 18.
Jahrhundert von einem Adligen zur Zeit der Französischen Revolution zum Schutz für seine Familie erbaut worden war. Was als interessante Herausforderung beginnt, entpuppt sich sehr schnell als ein Labyrinth in den Abgrund, ein sich immer schneller drehendes Karussell der Gefahren und Bedrohungen. Der zweite Handlungsstrang schildert das Leben der adligen Familie Bessancourt in Paris um 1790. Während Mutter und Töchter im überirdischen Palast ausharren, vor der näherrückenden Gefahr der Aufrührer die Augen verschließend, wird unter dem Palast hektisch an einem „zweiten Versailles“ gebaut.
Das Buch wirkte auf mich wie ein langwährender Alptraum, surreal, mit immer wieder neu auftauchenden Wendungen, schier überbordend an überraschenden schönen wie grausamen Bildern. Durchaus spannend erzählt, aber im Gesamten hat mich das Buch dann doch ermüdet, weil die Flut der intensiven Bilder mich irgendwann überrollte und mich nicht mehr erreichte. Dieses Zuviel lässt leider die eigentliche Botschaft des Buches, nämlich dass wir gemeinsam so viel mehr schaffen können als allein, untergehen.
Rezensionen von Mel.E:
So klingt dein Herz von Ahern Cecelia
Lyrebird
"So klingt dein Herz" ist ein sehr gefühlvoller Roman, der das Klischee der CastingShows komplett erfüllen konnte, zudem erzählt er eine sehr berührende Liebesgeschichte, die durch ihre Außergewöhnlichkeit glänzen konnte.
Leider bin ich nicht komplett überzeugt, da der Roman auch über einige Längen verfügte, bis es mich letztendlich zum Ende hin begeistert hat.
Ich zäume das Pferd wieder einmal von hinten auf, daher möchte ich ganz kurz auf die Story eingehen, die auch reichlich Informationen über den "Lyrebird" erzählen konnte. Jeder Teil beginnt mit einer kurzen Informationen und ist zudem also auch lehrreich und gibt dem Roman dadurch ein klein wenig Tiefgang. Es ist natürlich ein typischer Roman, der hier und da Einblicke auf eine ganz besondere Fähigkeit: Geräusche und Eindrücke zu imitieren, bereit halten konnte. Laura hat das Talent / die Gabe alles was sie hört wiederzugeben und begeistert dadurch alle Menschen, die sie kennen lernen. Leider wird sie dadurch auch vermarktet und verliert ihr besonnenes Leben, welches sie führte, bevor sie auf Bo, Salomon und Rachel trifft.
Laura ist ein Geheimnis und dieses zu entdecken entwickelte nach und nach eine echte Eigendynamik. Leider schwächelt der Mittelteil des Romans etwas, bis er sich in einem Highlight am Ende in seiner ganzen Schönheit neu präsentieren konnte. Ein Happy End ist vorprogrammiert, aber Cecelia Ahern führt uns als Leser/-innen oftmals an der Nase herum und bedient sich einigen Klischees, um Castingshows regelrecht vorzuführen. Es ist entsetzlich, wie schnell man in den Medien zerrissen wird und sein Leben quasi verliert, da urplötzlich alle Blicke auf dich gerichtet sind. Laura muss diese bittere Erfahrung machen und es bewegt zutiefst, was aus dieser jungen sympathischen Frau gemacht werden soll: Ein Vogel, dem die Flügel gestutzt werden.
Letztendlich hat mir "So klingt dein Herz" sehr zugesagt, obwohl kein Buch der Autorin mit "Ps. Ich liebe dich" vergleichbar sein wird. Diesen wunderbaren Roman zu toppen ist schier unmöglich und diese Erwartungshaltung habe ich erfolgreich verdrängt und konnte mich daher auf "So klingt dein Herz" einlassen. Lauras Geschichte ist sehr interessant und gibt dem Roman vieles an Informationen und Emotionalität. Trotz kleiner Schwächen hier und da lohnt es sich, den Roman zu lesen und daher gibt es natürlich auch eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von rainbowly:
So klingt dein Herz von Ahern Cecelia
Nicht so zauberhaft wie versprochen
Fakten
Autor: Cecilia Ahern
Verlag: Fischer Krüger
Erscheinungsdatum: 24.08.2017
Genre: Roman
Seiten: 480
Inhalt
Laura lebte bisher zurückgezogen und allein in einem Cottage im Wald. Als ein Filmteam ihr außergewöhnliches Talent, jedes Geräusch perfekt imitieren zu können, entdeckt und sie daraufhin bei einer Talentshow teil nimmt, ändert sich ihr Leben plötzlich völlig.
Gestaltung
Das Cover ist hübsch gestaltet. Die Farben passen sehr harmonisch zusammen. Allerdings finde ich es sehr schade, dass der abgebildete Vogel kein Lyrebird ist, der eine große Rolle in der Geschichte einnimmt, und dieses Detail deshalb absolut nicht zur Geschichte passt. Auch der Klappentext ist etwas irreführend, da die romantische Seite der Geschichte lang nicht so viel Raum einnimmt, wie man es von anderen Büchern der Autorin kennt.
Sprache
Der Schreibstil von Cecilia Ahern ist wie gewohnt malerisch und fesselnd. Allerdings werden einige Szenen bis ins kleinste Detail erzählt, während andere Ereignisse nur kurz angeschnitten werden. Dadurch wirkt die Geschichte teilweise unnötigerweise in die Länge gezogen und andere interessante Themen werden nicht ausreichend beleuchtet.
Charaktere
Laura ist ein faszinierender Charakter. Sie ist sich ihres außergewöhnlichen Talents überhaupt nicht bewusst und fühlt sich ihrer Situation oftmals hilflos ausgesetzt. Die Szenen mit ihr sind zauberhaft beschrieben. Die Filmcrew, Solomon, Bo und Rachel, sind ein erfolgreiches Team. Solomon ist ein sehr einfühlsamer und mitfühlender Charakter, allerdings auch ein wenig lasch. Bo ist die Produzentin und wittert mit Laura den großen Erfolg. Dabei ist sie oftmals egoistisch und stur. Rachel nimmt leider kaum eine Rolle in der Geschichte ein - schade, denn sie hätte ein spannender Charakter werden können.
Fazit
Ich hatte eine zauberhaft, romantische Geschichte erwartet, denn das kann Cecilia Ahern. Allerdings nimmt die Liebesgeschichte hier nur einen kleinen Teil der Story ein. Viel mehr steht für mich eine gesellschaftskritische Thematik im Mittelpunkt. Wie gehen die Medien mit Menschen um? Was darf man für Erfolg opfern? Warum zücken Menschen eher ihr Handy um zu filmen als jemandem zu helfen? Warum nehmen wir uns nicht mehr die Zeit auf die kleinen Dinge im Alltag zu achten oder uns mit der Natur zu beschäftigen? Eine nette Lektüre, allerdings hatte ich einfach etwas anderes erwartet und bin enttäuscht von der Gewichtung der einzelnen Themen in dieser Geschichte.
Rezensionen von Gaby 2707:
So klingt dein Herz von Ahern Cecelia
Der 3. Fall für Gesine Cordes
Gerade noch macht sich Ex-Kommissarin und nach ihrem Ausscheiden aus dem Polizeidienst nun Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes Gedanken über die Unzuverlässigkeit des Bestatters Carsten Schellhorn, da liegt er in einem Sarg, dessen lockere Scharniere sie kontrollieren wollte. Wo aber ist nun der zu beerdigende Leichnam von Madeleine Jablin, deren Zwillingsbruder allein am Grab steht und die Welt nicht mehr versteht.
Ihr Freund Hannes van Deest, ebenfalls Bestatter und kein Freund der Toten Schellhorn, wird zur Vernehmung auf´s Präsidium geladen – und dann verschwindet er. Hat er etwas mit dem mysteriösen Tod seines nicht gerade beliebten Kollegen zu tun?
Nach „Kaninchenherz“ und „Fuchskind“ ist dies der dritte Fall, den ich mit der sympathischen, aber eher unnahbaren Gesine Cordes lösen darf. Das Cover passt genau zur Serie und hat einen hohen Wiedererkennungsfaktor.
Obwohl auch dieser Fall in sich abgeschlossen ist, finde ich es für mich persönlich sehr gut, dass ich Gesine mit ihrer nicht so einfachen Vergangenheit von Anfang an kennenlernen durfte. Und auch ihre beiden Nichten Frida und Marta, Bauer Josef, auf dessen Wiese Gesines Wohnwagen steht, ihr Freund Hannes van Deest und die Kommissarin Marina Olbert sind mir schon ans Herz gewachsen und auch hier wieder mit dabei. Für mich ist das wie zu guten Freunden zurück kommen.
Der Schreib- und Erzählstil von Annette Wieners ist wie immer leicht, flüssig und angenehm zu lesen. Mir sind auch hier die Seiten nur so durch die Finger geflutscht. Die leise Spannung, die sich bis zur Auflösung des Falles gleichmäßig hoch hält, baut sich von Anfang an auf. Durch einige Wendungen, Geheimnisse und Halbwahrheiten habe ich wieder richtig mitfiebern und mit ermitteln können. Die Sorge um Hannes und die Zweifel von Gesine sind sehr gefühlvoll beschrieben und ich kann sie mir sehr gut vorstellen.
Einzig mit der Vorstellung der Witterung, in dieser Geschichte schneit es immer wieder und zwar richtig heftig und es ist klirrend kalt, hatte ich beim Lesen im Hochsommer einige Probleme. Ansonsten hatte mein Kopfkino wieder sehr viel zu tun um mich von einem Schauplatz zum anderen zu bringen.
Die Autorin hat es sogar geschafft, die Titel der ersten beiden Bücher in einem Satz dieses Falles unterzubringen.
Die Auszüge aus ihrem Notizbuch über giftige Pflanzen lese ich immer wieder mit großem Interesse.
Mit „Wildeule“ habe ich einen eher ruhigen Krimi mit trotzdem hoher Spannung gelesen, der mir ein paar spannende Lesestunden beschert hat und der meine absolute Leseempfehlung bekommt.







