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Rezensionen von Caroline :

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Als die Liebe endlich war von Andrea Maria Schenkel

Die Vergangenheit kann man nicht so einfach abschütteln

Regensburg 1938: Grete Schwarz packt die Gelegenheit am Schopf. 4 Passagen von Genua nach Schanghai sollen der Familie das Überleben sichern. Ihr Mann Erwin ist Jude und somit bereits ins Visier der Nazi geraten. Genauso wie ihre Kinder, Carl und Ida und sie selbst natürlich auch.
Schon auf dem Schiff entscheidet sich Erwin, umzukehren und in Deutschland zu bleiben.

Noch hat er die Hoffnung für ein friedliches Zusammenleben nicht aufgegeben. Grete bleibt alleine mit ihren Kindern an Bord und begibt sich auf eine Reise in eine ungewisse Zukunft. Das riesige Boot wird vorübergehend zur Heimat für viele Staatenlose.
Etwa zur gleichen Zeit wird Erna zu ihrer Tante nach München geschickt. Magda ist bekannt für ihre Séancen und als Lebensberaterin. Sie hilft jenen, die unbedingt Kinder haben möchten und führt auch im Geheimen Abtreibungen durch.

Larchmond 2010: hier leben Carl und Emmi gemeinsam seit fast 60 Jahren. Beide haben Deutschland und ihre Vergangenheit hinter sich gelassen. Sie begannen ein neues Leben in den USA. Sie kennen einander in- und auswendig, so dachte Carl zumindest, bis er einen Hinweis findet, der alles verändert.

Wie hat es mir gefallen?

Vielen Dank an das Bloggerportal, welches mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat. Die Kombination aus Cover und Klappentext haben mich sehr neugierig auf diese Geschichte gemacht.
Das Bild am Cover deutet eigentlich auf eine ganz gewöhnliche Auswandererstory hin, aber es verbirgt sich hinter Carl und Emma so viel mehr.

Abwechselnd wird von Carls Familie und Erna erzählt. Als Beobachter erfährt der Leser, was passiert. Anfangs fiel es mir nicht so leicht, mich auf die distanzierte Erzählweise einzulassen. Aber genau dieser Abstand hat mich schließlich gefesselt und mir die Möglichkeit gegeben, nicht zu emotional auf gewisse Beschreibungen zu reagieren. Neben den Hauptfiguren erschafft die Autorin auch sehr sympathische Nebenfiguren, die die Handlung sehr bereichern und abrunden.

Einen großen Teil der Geschichte nimmt natürlich die Familie Schwarz ein. Ihr Schicksal hat mich auch interessiert. Denn bisher las ich hauptsächlich von Überlebenden und ihren furchtbaren Erfahrungen in den Ghettos und KZ. In diesem Buch entscheiden sich die Juden Deutschland bzw. Österreich zu verlassen und in einem ihnen unbekannten Land, neu anzufangen. Die Kultur Schanghais unterscheidet sich komplett von der europäischen, noch dazu wird diese Großstadt von den Japanern besetzt und damit waren die Flüchtlinge dem Nazi-Einfluss nicht völlig entronnen. Je länger der Krieg dauerte, desto prekärer wurde die Lage. Neuigkeiten konnten kaum mehr überbracht werden. Somit lebten die Menschen abgeschnitten von der Welt, ihren Familien und Freunden in einer Blase, die erst nach Kriegsende in Asien zerplatze.

Der zweite Handlungsstrang dreht sich um Erna und ihr Leben in München bei ihrer Tante Magda. Als Engelmacherin drohen ihr, falls sie erwischt werden sollte, natürlich hohe Strafen. Zwar empfing Magda auch politisch wichtige Menschen, Erna jedoch half ihrer Tante und kümmerte sich nicht um Politik. Als Leser konnte man fast vergessen, welche dunkle Zeit angebrochen war. Erst mit Fortgang des Krieges verschärfte sich auch in München die Versorgungslage. Die zwei Frauen mussten sich einschränken und neue Wege finden, um zu Geld zu kommen.

Der 3. Schauplatz befindet sich beinahe in der Gegenwart und in den USA. Genau hier veränderte sich die Schreibweise ein wenig. Die Distanz verblasst. Fast schon liebevoll wird das Ehepaar tanzend im Haus beschrieben. Die offensichtliche Zuneigung der beiden für einander ist in jedem Wort zu spüren, wenn sich die zwei auch mal kräftig streiten. Als Leser erfahren wir, wie sie sich kennen gelernt haben, doch nicht sehr viel über ihr gemeinsames Leben. Die Vergangenheit, die eigentlich keine Rolle spielte, erhebt sich und holt sie ein. Zwei Menschen, die sich eigentlich niemals hätten treffen können, denn Carls Schicksal wurde besiegelt, als er als Sohn eines Juden geboren wurde.

Ein etwas anderes Buch über den Zweiten Weltkrieg, das auf Grund des Flüchtlingsthemas wieder sehr aktuell ist. Damals wie heute machen sich die Menschen auf den Weg, um zu überleben oder sich ein besseres Leben zu erarbeiten.

Das Nachwort der Autorin möchte ich euch sehr ans Herz legen. Dort berichtet sie über ihre Beweggründe, ihre Erfahrungen mit Überlebenden, Flüchtlingen dieser Zeit.

www.mariessalondulivre.at

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Als die Liebe endlich war

Rezensionen von Rebecca1493:

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Als die Liebe endlich war von Andrea Maria Schenkel

Amüsantes Lesevergnügen

Ich muss zugeben, dass das gewählte Titelbild das bisher beste der Reihe ist. Es strahlt wunderbar die Leichtigkeit, die zwischen Grace und Ryan herrscht, aus. Fast ein bisschen schade, dass nicht Grace orangene Haare abgedruckt sind, aber das ist jetzt eher Jammern auf hohem Niveau.

Seit letztem Jahr bin ich begeisterter Fan der Baseball-Love-Romane rund um die Baseballer der Philadelphia Delphies.

Kein Wunder also, dass ich dem neuen Teil schon seit Wochen entgegengefiebert habe. Dieses Mal hatte es auch der Verlag spannend gemacht und erst kurz vor dem Erscheinungsdatum den Inhalt der Geschichte bekanntgegeben. Das Feld der möglichen Paarungen hatte sich im Verlauf der Bücher doch etwas eingegrenzt, sodass ich nicht wirklich überrascht war, dass Ryan und Grace nun zum Mittelpunkt werden würden. Aber natürlich hatte man bisher noch keinen Einblick in ihr "Seelenleben" gewinnen können, sodass ich als Leserin einmal mehr auf einen amüsanten aber gleichzeitig auch tiefgründigen Roman hoffen konnte.

Wer Saskia Louis kennt, weiß, dass sie im Normalfall die Lachmuskeln der Leser sehr stark strapaziert, denn die Wortgefechte und Seitenhiebe der Personen untereinander sind einfach grandios und machen regelrecht süchtig. Auch in dieser Geschichte wurde ich in diesem Punkt nicht enttäuscht und natürlich waren wieder einmal alle bisherigen Pärchen wie Emma und Luke oder Sam und Chloe mit von der Partie. Da ich sie alle ins Herz geschlossen habe, war es fast wie ein "nach Hause kommen" für mich. Ich konnte beim Lesen einfach abschalten und genießen.

Wie immer wurde die Erzählung aus der Perspektive beider Hauptpersonen geschildert, sodass man schnell ein Gefühl für Grace und Ryan entwickeln konnte. Dazu beigetragen hat natürlich auch der lockere Erzählstil der Autorin. Einmal angefangen konnte ich das Buch also praktisch nicht mehr aus der Hand legen und war innerhalb eines Tages durch die Seiten geflogen.

Im Gegensatz zu Teil 4, der von Chloe und Sam handelte, war dieser Roman nicht ganz so melancholisch und düster gehalten, was allerdings nicht heißt, dass das Buch keinen Tiefgang aufgewiesen hätte. Denn auch die jetzigen Protagonisten haben so ihre liebe Mühe mit gewissen Problemen in ihrem Alltag umzugehen. Die harmoniebedürftige Grace versucht es allen recht zu machen und nimmt im Gegenzug viele Unannehmlichkeiten in Kauf nur um keinen Streit zu riskieren. Ryan wiederum hat die Nase von Frauen gestrichen voll, da sie sich immer wieder nach kurzer Zeit als teils hinterhältige und teils verrückte Biester gezeigt haben. Also hatte Saskia Louis genug Stoff, um ihre Geschichte aufs Papier zu bringen. Und was soll ich sagen, ich war auch dieses Mal wieder hellauf begeistert, auch wenn das vierte Buch mein Liebling geblieben ist.

Natürlich bin ich sehr gespannt, wer bei 6.Teil der Reihe die Hauptrollen besetzen wird und kann die Fortsetzung eigentlich schon jetzt kaum erwarten...

Fazit: Wie immer ein amüsanter und zum Lachen anregender Liebesroman mit der genau richtigen Portion Tiefgang und Ernsthaftigkeit! Freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung.

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Als die Liebe endlich war

Rezensionen von yellowdog:

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Pirasol von Susan Kreller

Feierlichkeit des Erzählens

Pirasol ist der Name der Villa, in der die 84jährige Gwendoline Suhr und die einige Jahre jüngere Thea Hartwig seit langen gemeinsam leben. Diese Villa kann eine Festung sein, aber auch zum Gefängnis werden.

Dem Buch ist ein Zitat der großartigen Dichterin Hilde Domin vorangestellt. Das deutet schon auf den hohen Ton des Romans hin, dem auch ein gewisse Pathos inne ist.

Das ist nicht negativ gemeint, den daraus entsteht eine Feierlichkeit des Erzählens. Ein Stil, der sich vom Einheitsbrei der meisten zeitgenössischen Literatur abhebt, auch wenn er altmodisch wirken kann.

Auffällig auch die Erzählstruktur. Die Autorin setzt sinnvoll Zeitsprünge ein.
Gwendolines Erinnerungen reichen zurück in die Zeit, als ihr Vater in der schlimmen Zeit verhaftet und nach Sachsenhausen verbracht wurde, die Jahre ihrer unglücklichen Ehe mit dem besitzergreifenden Willem und ihrem Sohn.
Gegen den Jungen war Willem sogar gewalttätig. Das Gefühl, ihr Kind nicht beschützen zu können, ist für Gwendoline die schlimmste Qual.
Diese Szenen vermögen zu berühren, da die Autorin sie sehr sensibel und mit Detailgenauigkeit schildert.

Gwendoline musste harte Zeiten durchmachen. Auch die Jahre nach dem Krieg waren nicht leicht, das Eheleben mit dem älteren, sadistischen Mann war eine Qual.
Schlimm, dass selbst nach Willems Tod mit Thea sich noch so ein Parasit bei ihr einnistet. Aber da steckt noch etwas anderes dahinter.

Sprachlich ist der Roman feinfühlig gemacht. Es gibt zahlreiche Sätze, die bemerkenswert sind.
Manchmal ist das geschilderte für den Leser nicht einfach zu ertragen, aber es ist ein wichtiges Buch.

Susan Kreller schafft eine Sprache, die angemessen ist, den gepeinigten der Welt, die sich selbst nicht äußern können, eine Stimme zu geben.
Das halte ich für eine große Leistung.

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Pirasol

Rezensionen von TanyBee:

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Und es schmilzt von Lize Spit

Grausam und trostlos

Eva lebt in einem kleinen Dorf in Belgien. Ihre besten Freunde sind Laurens und Pim, allerdings hat sie auch nicht viel Auswahl, da es nicht viele Kinder gibt im Ort. Zuhause hat sie viele Probleme, denn ihre Mutter ist Alkoholikerin und vernachlässigt die Kinder. Das Buch erzählt vom Sommer 2002, als alles anders wurde.

Und es erzählt auch von Eva heute, die in Brüssel lebt und sich von ihrer Vergangenheit und ihrer Familie los gesagt hat.

Ich muss zunächst einmal anmerken, dass ich das Cover vollkommen falsch finde für diesen Roman. Es ist ein sehr schönes Cover, und die ganze Gestaltung des Buchs gefällt mir auch sehr. Aber was hat es mit diesem Roman zu tun? Es weckt vollkommen falsche Erwartungen im Leser. Denn ?Und es schmilzt? ist durch und durch trostlos. Es erzählt eine sehr traurige Geschichte und es gibt keinen Hoffnungsschimmer, nirgends. Es erzählt von vernachlässigten Kindern, alkoholkranken Eltern, von Selbstmord und von sexueller Gewalt. Gerade die sexuelle Gewalt wird sehr ausführlich geschildert, mir wurde richtiggehend übel beim Lesen.

Auch Bücher mit schwierigen Themen können den Leser natürlich fesseln. Bei mir persönlich ist dieser Effekt bei ?Und es schmilzt? allerdings nicht eingetreten. Das Buch hat über 500 Seiten und war mir über weite Strecken zu langatmig. Erst im letzten Drittel empfand ich das Buch als spannend, aber auf eine grausame Art und Weise.

Es tut mir immer sehr leid, wenn ich über ein Buch schreibe, das ich nicht mochte, weil ich denke, dass ich vielleicht einfach nicht der richtige Leser für dieses Buch bin. Wer also denkt, dass er mit den drastischen Beschreibungen und der Trostlosigkeit umgehen kann, der sollte lieber andere Rezensionen lesen als meine, denn es gibt durchaus auch begeisterte Stimmen zu diesem Buch. Für mich war es aber leider kein Highlight.

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Und es schmilzt

Rezensionen von anushka:

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Und Marx stand still in Darwins Garten von Jerger Ilona

Ein sehr ruhiges Buch, das vom Sprachstil und der Liebe zur Wissenschaft lebt

England, 1881: Charles Darwin ist bereits im hohen Alter von 72 Jahren und er treibt seine Forschungen weiter voran. Die Fahrt mit der Beagle und die Evolutionstheorie sind lange her, doch Darwin interessiert sich weiterhin dafür, wie die Natur funktioniert. Allerdings ist seine Gesundheit stark angegriffen.

Seine Frau macht sich Sorgen, dass er nicht rechtzeitig den Weg zu Gott zurückfindet, während Darwin mit seinem Arzt seine Theorien und sein Leben erörtert. Es stellt sich heraus, dass der Arzt auch den schwer kranken Exilanten Karl Marx behandelt. Er kommt mit ihnen über die Theorien des jeweils anderen ins Gespräch und es wird deutlich, dass beide alte Männer viel Ballast mit sich herumtragen. Darwin wollte sich niemals gegen die Kirche stellen und auch nicht zu ihrer Abschaffung beitragen. Er fühlt sich missverstanden. Trotzdem genießt er Respekt und veröffentlicht weiterhin Bücher. Marx dagegen leidet sehr unter seinem Exil, das ihn in die Armut stürzt, obwohl er gern die Vorteile des Geldes genießt und er verzweifelt schier an den Manuskripten zu den Folgebänden des "Kapitals". Beide Männer haben vieles gemeinsam, doch ihr einziges Treffen endet im Streit.

Ilona Jerger hat in ihrem Debütroman ein Szenario entwickelt, was passiert wäre, hätten sich Darwin und Marx im wahren Leben getroffen. Tatsächlich haben sie das nie, obwohl sie gar nicht weit voneinander lebten und bekannte Persönlichkeiten ihrer Zeit waren. "Und Marx stand still in Darwins Garten" ist ein sehr ruhiges Buch, das von der Begeisterung für die Wissenschaft und den wissenschaftlichen Diskurs lebt. Darwins Experimente und Theorien werden ausführlich, aber gut verständlich, dargelegt. Darwin als Mensch wird plastisch und man kann ihn sich in den verschiedenen Szenen förmlich vorstellen wie er auf den vielen Bildern gezeigt wird; ein gutmütiger alter Mann mit weißem Rauschebart. Hinzu kommt eine Prise Humor und eine interessante Analyse von Marx' Gesellschaftstheorien.
Marx hingegen ist nicht unbedingt ein Sympathieträger. Seine Theorien muten deutlich revolutionärer und der ganze Mann gröber an. Aber auch seinen Ausführungen kann man gut folgen und man kann diesen Schlagabtausch mit dem Doktor als Verbindungsmann richtiggehend genießen in einem Wettstreit der Ideen und Denker.

Auch wenn es dem Buch vielleicht etwas an "Spannung" mangelt und ein Großteil der Handlung einfach aus Gesprächen, vor allem zwischen dem jeweiligen Patienten und dem Arzt besteht, hat mich das Buch doch in seinen Bann gezogen. Ich hatte das Gefühl, zwei der ganz Großen persönlich kennenzulernen. Sie waren sehr lebensecht dargestellt und die Erläuterungen ihrer Theorien und Studien brachten für mich noch einen Erkenntnisgewinn. Viel Spaß hat mir auch die Sprache bereitet, die die Liebe zur Wissenschaft stark vermitteln konnte. Auch wenn es kleine Abstriche gibt, bspw. dass Darwin und Marx sich nur ein einziges Mal persönlich treffen, haben mir die vielen kleinen historischen Details (Marx hat Darwin tatsächlich ein signiertes Exemplar des "Kapitals" geschickt) und die Fabulierkunst der Autorin gut gefallen.

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Und Marx stand still in Darwins Garten

Rezensionen von yellowdog:

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Heimkehren von Yaa Gyasi

Komplexer Generationsroman

Heimkehren ist ein richtig komplexer Roman, da er seine Themen durch einen großen Zeitraum transportiert und dabei die handelnden Figuren relativ rasch wechseln. In der Regel tauchen die alten Personen in den neuen Kapitel auch nur selten auf, dennoch gibt es offensichtlich ganz starke Verbindungen.

Das sich der Ton der Geschichten im Verlaufe der Zeit verändert, merkt der Leser erst allmählich, zum Beispiel in Teil 2 mit H. als Protagonist 1880 spürt man eine andere Sprache als noch zu Anfang des Buches. Natürlich ist da auch zwischen den afrikanischen und den amerikanischen Abschnitten zu unterscheiden
Auch inhaltlich gibt es Veränderungen, das wird z.B. deutlich im Abschnitt als Willie und Robert nach Harlem gehen und die Beschreibungen des Jazzclubs Jazzing.
Auch die Geschichte von Yaw und der Entstehung seiner Brandnarbe oder von Sonny und seine Arbeit für das NAACP sind beeindruckend. Das gilt auch für die Geschichte von Marjorie und Marcus, mit der der Roman schließlich schließt..
Es gibt in fast allen dieser Episoden so viel zu entdecken und manche hätten das Potential für eigene Romane.

Diese Romankonzeption ist ein großer, umfassender Ansatz um die Geschichte der Sklaverei zu erzählen und die Autorin hat die entsprechenden Mittel.
Wenn eine junge Autorin so schreiben kann, darf man viel von ihr erwarten. Es sei denn, das war schon ihr wichtiges Thema, mit dem sie sich dann ausgeschrieben hat. Das muss man abwarten.

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Heimkehren

Rezensionen von leseratte212:

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Supersaurier - Kampf der Raptoren von Burridge Jay Jay

Ein dinostarkes Abenteuer!

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quot;Supersaurier-Kampf der Raptoren" ist ein tolles Kinderbuch, das spannenden Lesespaß für 10-13jährige bietet.

Was wäre, wenn Dinosaurier nie ausgestorben wären? Genau in dieser Welt spielt diese Geschichte. Doch nicht jeder ist den eigentlich netten Dinos freundlich gesinnt... und so beginnt ein spannendes Abenteuer für zwei Kinder und ihre Großmutter, denn den Dinos muss geholfen werden!

Das Cover ist für kleine Kinder vielleicht etwas beängstigend, allerdings ist die Geschichte total kindgerecht und macht einfach Spaß zu lesen!

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Supersaurier - Kampf der Raptoren

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Mein letzter Wille geschehe von Wilhelm Kuehs

Fesselnd bis zur letzten Seite

Ernesto Valenti, Journalist einer Kärntner Tageszeitung, wird von Friedl Schatz, einem Ex-Häftling angesprochen. Er, Valenti, soll dessen Lebensgeschichte schreiben und veröffentlichen. Schatz beteuert, unschuldig wegen des Mordes an seiner Frau verurteilt worden zu sein

Unmittelbar vor dem Treffen wird Schatz im Schloss Waldenstein von Valenti erschossen aufgefunden.

An der Wand eine rätselhafte Botschaft.

Die Polizei, unter der Führung von LKA Chef Steinkellner, geht von einem Mord im Obdachlosenmilieu aus.
Valenti recherchiert und sticht bei seinen Nachforschungen in ein Wespennest von aktuellen und längst vergangenen politischen Machenschaften.

War Friedl Schatz dem einen oder anderen Lokalkaiser im Weg? Welche Geheimnisse könnte Schatz gehabt haben? Und, welche Rolle spielt der Stadtrat für Soziales, Krobath, der Schatz und seine arbeits- und obdachlosen Freunde aus der gewohnten Umgebung reißt und sie in die halbverfallene und am äußersten Stadtrand von Wolfsberg gelegenen alten Volksschule Waldenstein verbannt? Sozial klingt das nicht.
Auch die Rolle von Armin, Friedls bestem Freund, sieht im Lichte der ersten Erkenntnisse seltsam aus.

Ernesto Valenti lässt sich in seinem nunmehr dritten Fall nicht unterkriegen und löst den, durch einige Wendungen überraschenden Fall bravourös.

Meine Meinung:

Autor Wilhelm Kuehs ist durch seine Krimi-Reihe um Ernesto Valenti bei Kärntens Politikern nicht ganz so beliebt. Stößt er doch die den Finger in offene Wunden, die da heißen: Vetternwirtschaft der übelsten Sorte, dem Debakel der HypoAlpeAdria sowie dem einem oder anderen obskuren Vermächtnis des verunglückten Landehauptmanns. Die eine oder andere Idee, die Kuehs in seinen Krimis verarbeitet, hat ein unbeabsichtigtes Pendant in der Wirklichkeit.

So treffen wir auch in diesem Krimi auf alte Seilschaften, verborgene Geheimnisse und dubiose Verstrickungen.

Die Story wird fesselnd erzählt. Die Handlung schlägt einen Haken nach dem andern. Kaum glaubt man, den Täter ausfindig gemacht zu haben, muss man feststellen, vom Autor aufs Glatteis geführt worden zu sein.

Sehr gute hat mir die Einbettung von seinem Buch ?Sagen aus Kärnten? gefallen. Die Beschreibung von Wolfsberg und Umgebung ist gut gelungen. Die Geschichte der Stadt wird uns unterschwellig und elegant vorgestellt. Mir gefällt es, wenn ich historisches aus jener Umgebung erfahre, in dem eine Geschichte, ein Krimi spielt.

Fazit:

Wieder ein böser Krimi aus Kärnten, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

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Mein letzter Wille geschehe

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Werner von Siemens von Johannes Bähr

Penibel recherchiert, beeindruckend erzählt

Mit dieser Biographie hat der Autor Johannes Bähr ein umfassendes Werk zu Werner von Siemens (1816 ? 1892) geschaffen.

In zwölf penibel recherchierten Kapiteln bringt uns Johannes Bähr das Leben von Werner von Siemens näher.

Der Bogen spannt sich beginnend mit seiner Kindheit auf einem Landgut (das der Vater wegen finanzieller Schwierigkeiten aufgeben muss), seiner mittelprächtigen Schulkarriere und dem Eintritt in das Ingenieurkorps der Preußischen Armee.

Das Buch begleitet Werner von Siemens? Lebensweg als Erfinder, als Gründer von Firmen, der manchmal am Scheitern nur ganz knapp vorbeischrammt. Wir erleben ihn als verantwortungsbewussten Clanchef, der sich um seine engere und weitere Familie kümmert. Allerdings werden vor allem die Brüder strategisch im späteren Firmengeflecht eingesetzt. Viel Entfaltungsspielraum haben sie dabei nicht.
Interessant ist, dass Werner von Siemens stets Aktiengesellschaften und ähnliches abgelehnt hat. Für ihn sind Banken ?Halsabschneider?.

Werner von Siemens ist ein unermüdlicher Arbeiter. Wenn man die Entfernungen zwischen den einzelnen Niederlassungen (London, Berlin, St. Petersburg, Paris usw.) und die Transportmittel des 19. Jahrhunderts bedenkt, versteht man, dass wenig Zeit für ein Privatleben bleibt. Er heiratet spät (1852) Mathilde und auch hier innerhalb des großen Familienclans. Der Spruch ?da bleibt alles in der Familie? könnte von Siemens stammen. Erst im späten Lebensalter wird er 1869 eine zweite, eine Liebesheirat, mit Antonie (auch eine Verwandte) eingehen.

Der Mensch Werner von Siemens wird als geradlinig bis zur Sturheit beschrieben. Dazu noch weit blickend, wenn auch nicht alle seine Prognosen so eintreffen. z.B. dass ihn die 1883 in Berlin als Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität gegründete und wenige Jahre später in Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) umbenannte Firma überflügeln könnte, ist ihm niemals in den Sinn gekommen.

Als Werner von Siemens nobilitiert wird, ist ihm dies gar nicht recht. Doch anders, als bei ähnlichen Fällen, wurde er vorab nicht gefragt, sondern erhält das ?von? einfach zugestellt ? ablehnen unmöglich.

Bei allem Geschäftssinn ist Werner von Siemens auch ein sozial denkender Mensch. So lässt er, nach dem Vorbild von Jakob Fuggers ?Fuggerei?, Sozialwohnungen bauen, führt eine leistungsbezogene Bezahlung und ein Prämiensystem ein. Er gründet 1872 die ?Pensions-, Witwen- und Waisenkasse?. Er reduziert die damals übliche Wochenarbeitszeit von 72 auf 54 Stunden.

?Mir würde das Geld wie glühendes Eisen in der Hand brennen, wenn ich den treuen Gehilfen nicht den erwarteten Anteil gäbe?.

Werner von Siemens betätigt sich auch politisch. Er befürwortet die Revolutionen 1848/49 und ist Mitbegründer u.a. des ?liberalen Fortschrittvereins? und der ?Deutschen Fortschrittspartei (DFP)?.

Als Erfinder ist er daran interessiert, dass seine Ideen mittels Patent ausreichend lange geschützt sind. Er engagiert sich deshalb für einen einheitlichen (deutschen) Patentschutz. Bislang werden Patente vom König (manchmal) nach Gutdünken und entsprechendem Lobbying mit unterschiedlicher Dauer vergeben. Das von ihm entwickelte, bis heute gültige ?Deutsche Patentgesetz? trat 1877 mit marginalen Änderungen in Kraft.

Aus dem 1879, mit Heinrich von Stephan, gegründeten ?Elektrotechnischen Verein? wird dann die Studienrichtung ?Elektrotechnik? hervorgehen.

Meine Meinung:

Anhand der fast 7.500 Briefe, die von Werner von Siemens? umfangreichen Schriftverkehr erhalten sind, Augenzeugenberichten und unter zu Hilfenahme von Siemens ?Lebenserinnerungen? erhalten wir Leser einen detaillierten Einblick in das Leben des Erfinders, Tüftlers, Geschäftsmanns und Familienmenschen.

Johannes Bähr schreibt sachlich und zitiert jede Menge Zeitgenossen. Eine Vielzahl von teilweise farbigen Abbildungen sowie ein dicker Anhang mit umfangreicher Quellenangabe vervollständigen diese gelungen Biographie. Einzig ein paar Mal ist mir ein nicht sauberer Zeilenumbruch aufgefallen (z. B. ?wicht-igen? S. 361)

Die Aufmachung und Ausstattung des Buches sehr hochwertig. In Leinen gebunden, mit einem stimmigen Schutzumschlag, das Werner von Siemens zeigt, verfügt es auch über ein Lesebändchen. Papier und Schrift sind auf die 576 Seiten perfekt abgestimmt. So ein Buch nehme ich gerne in die Hand.

Fazit:

Eine beeindruckende Biographie über einen beeindruckenden Mann. Dieses Buch hat satte fünf Sterne verdient.

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Werner von Siemens

Rezensionen von niknak:

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Werner von Siemens von Johannes Bähr

Venus ermittelt bei den Escortgirls

Inhalt:
(Klappentext)
Erotik, Sex und Spannung: Venus undercover jetzt als Gesamtausgabe Für alle Fans von fesselnden Erotikthrillern Über Venus undercover In der flirrenden Hitze von Los Angeles liegt die Leiche eines toten Escortgirls. Venus de Franco, Polizistin bei der Sitte des LAPD, soll helfen, den brutalen Mord aufzuklären.

Keine einfache Aufgabe, ist sie doch eigentlich vollends damit beschäftigt, ihr kompliziertes Liebesleben in den Griff zu kriegen. Eine heiße Affäre voller Lust und purem Sex lenkt sie immer wieder von der Arbeit ab. Trotzdem gelingt es Venus, sich gemeinsam mit ihrer Partnerin Nancy auf die Fersen des Mörders zu heften. Bald schon findet sie heraus, dass im sonnigen L.A. nicht alles Gold ist, was glänzt. Undercover wird sie in die Escort-Agentur Esmeralda Girls eingeschleust. Doch während ein weiteres Escort-Mädchen verschwindet, gerät Venus plötzlich selbst ins Fadenkreuz des Killers. Ein grausamer Wettlauf um Leben und Tod beginnt ...

Mein Kommentar:
In diesem Buch sind zwei beide Bänder von Venus Undercover includiert, was ich gut finde, da man sie nicht separat lesen kann, da dem Leser sonst wichtige Informationen fehlen würden.

Die Autorin Joy Franklin ist ein Pseudonym von zwei verschiedenen Autorinnen, was man beim Lesen aber gar nicht bemerkt. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und man will das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich finde es ist eine gelungene Mischung aus Erotik und Thriller. Es gab viele spannende Szenen und man konnte sich gemeinsam mit Venus auf die Suche nach dem Mörder machen. Der Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss erhalten, da man bis zum Ende nicht weiß, wer der Mörder sein könnte.

Gleichzeitig wurde man als Leser in die knisternde Welt der Erotik entführt. Es gab sehr viele erotische Szenen, welche sehr genau und gefühlvoll beschrieben waren, ohne vulgär zu wirken. Da man Venus dabei begleitet, wenn sie ihre ersten Einsätze als Undercover Girl hat, bekommt man auch so manchen Kundenwunsch mit, der einem ein Lächeln entlockt.

Die Hauptprotagonistin Venus kommt sehr nett rüber und wirkte auf den Leser sympathisch. Man kann sie sich gut vorstellen und weiß, wie es ihr geht.

Trotzdem bleiben auch noch ein paar Fragen offen und der Leser muss sich selbst ein Bild machen, wie es weitergeht, was ich bei Thrillern nicht so gerne mag. Außer es ist eine Fortsetzung um Venus als Ermittlerin geplant, was ich mir sehr gut vorstellen könnte, da sie noch viel Potential für weitere Geschichten hätte.

Mein Fazit:
Eine gelungene Mischung aus Thriller und Erotik, die für jeden etwas zu bieten hat. Außerdem bleibt noch Potential übrig für eine Fortsetzung der Reihe.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Werner von Siemens