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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von rewa:

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Horrormäßiger Lesegenuss

,,Zwielicht 3´´ herausgegeben vom Autor Michael Schmidt, beinhaltet 16 gruselige, geheimnisvolle und spannende Kurzgeschichten diverser Autoren.
Jede Geschichte bietet einen anderen Ansatz an das Thema Horror. Findet man in der Story von Marcus Richter ? ,,Rex nemorensis´´, eine gruselige Herangehensweise an die Geschichte, wo man sich bildhaft die düsternen Szenen vorstellen kann so findet man bei Vincent Voss ? ,,Wünsch dir was!´´ eine sehr eigenwillige und brutale Geschichte wieder, die mit Bildern arbeitet, die man sich nicht unbedingt vorstellen möchte.

In der Geschichte ,,Gestrandet´´ von Rainer Innreiter begibt man sich auf einen blutigen Kampf ums Überleben. Hingegen erwartet den Leser in der Story von Michael Schmidt ,,Zwei Seelen in einer Brust´´ eine tragische Liebesgeschichte, wo man hofft, dass die Bestie nicht der Sieger sein wird.
Es gibt viele Geschichten, die unter die Haut gehen, weil man nicht weiß, ob man Mitleid mit dem Protagonisten haben soll oder ob man sein Leiden, als gerechte Strafe für sein Verbrechen ansehen soll. So geschehen in den beiden Geschichten ,, Edward´´ von Lothar Nietsch oder ,, Bruder Lazarus´´ von Christian Weis.
Wer es gerne blutig mag, kommt auf seine Kosten bei der Geschichte von Merlin Thomas ,,Jenseits der Tür´´. Hingegen findet man bei Algernon Blackwood in seiner Geschichte ,,Das Tal der Tiere´´ eine sehr bildhafte und fast schon poetische Erzählung.
Am Ende findet man einige Artikel, die sich mit diversen Autoren und ihren Bezug zum Thema Horror befassen und die Gewinner des Vincent Preis 2010.
,,Zwielicht 3´´ - Kurzgeschichten aus dem Reich des Horrors und der Phantastik. Von blutig und brutal bis zu tragisch, emotional und geheimnisvoll. Für Freunde dieses Genres ist das Buch mit 422 Seiten sicher ein Lesegenuss.

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Rezensionen von rewa:

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Geschichten aus dem Alltag

Aus der booksnacks- Reihe entführt uns die Autorin Britta Mayer in den ,,Alltagswahnsinn´´ wo sich der Leser mit drei Kurzgeschichten köstlich unterhalten kann.
Französische Zweigtomaten- bringen die Protagonistin zur Verzweiflung. Denn wenn man nicht genau auf das Preisschild achtet, dann ist man wohl selber schuld, wenn man zu viel Geld ausgibt.

Jedes handeln und verhandeln ist hier zwecklos.
Eine humorvolle Geschichte mit einem bissigen Humor.
Von Payback-Punkten und Passwörtern ? Wer kennt das nicht, unzählige Plastikkarten mit denen man Treuepunkte sammeln kann. Und Rabattmarken, die nur zu gewissen Zeiten eingelöst werden können. Stress pur! Wie schwierig es ist das richtige und vor allem komplizierte Passwort zu finden, weiß auch jeder, der im Internet unterwegs ist.
Auch hier hat die Autorin ihre Mitmenschen wunderbar dargestellt und man konnte sich ein schmunzeln nicht verkneifen.
Wunschlos glücklich- kann man anscheinend nur dann sein, wenn man den Thermomix besitzt, die Universalmaschine für die Küche, wo die Hausfrau eigentlich gar nicht mehr gebraucht wird.
Herrlich beschrieben im Stil eines QVC Verkäufers, was diese Maschine alles kann. Man sieht bei dieser Geschichte bildhaft die diversen Verkaufssendungen vor sich. Dabei fragt man sich wirklich, wie konnte man vorher ohne diese Sendungen leben.
Der Schreibstil von Britta Mayer ist bissig, humorvoll und immer mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Besonders schön an diesem ,,Alltagswahnsinn´´ ist, dass jeder schon die eine oder andere Situation erlebt hat. Einfach Geschichten aus dem wahren Leben.

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Rezensionen von heinoko:

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Totenengel von Roberts Mark

Grausam und pervers

Dieser Thriller hat es in sich.
DCI Eve Clay findet den emeritierten Kunstprofessor Lawson ermordet vor, nackt, aufgehängt, von einem Speer durchbohrt. Eve und ihre Kollegen tauchen in ihrer Ermittlungsarbeit immer tiefer in religiöse Symbolik, in religiösen Fanatismus ein. Wer ist der ?Erstgeborene?, wer der ?Engel der Vernichtung?? Was haben die Bilder ?Turmbau zu Babel? von Bruegel oder ?Das Jüngste Gericht? von Bosch mit all dem zu tun? Welchen geheimen Forschungen hatte sich Prof.

Lawson gewidmet?
In sehr kurzen Sequenzen, fast im Minutentakt, jagt das Buch durchs Geschehen. Geradezu atemlos jagt man mit, ist verwirrt, folgt merkwürdigen Spuren, die doch keine sind, begegnet verstörenden Menschen und deren abstruser Innenwelt, spürt die nebulöse Gefahr, die von unverstandenen Botschaften ausgeht. Die Spannung reißt nicht ab, im Gegenteil, sie steigert sich bis zum fulminanten und überaus überraschenden Ende.
Das Ermittlerteam rund um Eve Clay wirkt sympathisch, arbeitet völlig konfliktfrei miteinander , was sehr wohltuend zu lesen ist. Die Bilder und Symbole sind im Buch abgebildet und helfen so der inneren Vorstellungskraft. Nicht immer ist die Handlung ganz logisch bzw. folgerichtig, aber das tut diesem sehr, sehr spannenden Thriller keinen Abbruch.
Fazit: Ein überaus spannender Thriller, der tief in kranke Seelen religiöser Wahnvorstellungen und Opfer menschenverachtender Forschungen blicken lässt. Nichts für schwache Nerven!

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Totenengel

Rezensionen von Janna_KeJas-BlogBuch:

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Die Brut - Sie sind da von Ezekiel Boone

Es sind keine gewöhnlichen Spinnen, sie kommen summend & sie kommen schnell!

Ich bin ja wirklich einiges aus Buch und Film gewohnt, aber alles hat seine Grenzen! Meine ist bei Spinnen und Augen erreicht ? wenn dies auch noch in Kombination wie in diesem Buch auftritt, sind meine einzigen Notizen ?Irgh, bäh, Ekel!?!

Auch wenn erst auf Seite 116 die Tiere klar als Spinnen bezeichnet werden, so nehme ich bedingt durch das Cover keine Spannung vorab heraus.

Für wahrhafte Phobiker ist solch eine Warnung natürlich hilfreich und nicht jeder möchte ein Buch (Thriller) über diese Tierart lesen. Der Spannungsbogen, die Neugierde ? für mich persönlich ? wäre noch etwas höher gewesen, wenn nicht von Beginn klar gewesen wäre, worum es in der hier beschriebenen Szenerie genau geht.

Bereits durch den Prolog wird man mitten in die anbahnende Katastrophe katapultiert. Der Autor versteht sich darin dem Leser Bilder zu projizieren und spielt mit der Urangst. Er bedient sich dabei zweierlei Wege ? mal schildert er die Situationen sehr detailliert, andere wiederum überlässt er der Phantasie.

?[?] die Ferdern des Vogels sahen nicht aus wie sie sollten. Sie schienen zu wimmeln, als ob da ?
Der Vogel fiel vom Himmel.?

Die ersten hundert Seiten umschreiben verschiedenen Szenen die im kleinen auf die im Buch bezeichnete ?schwarze Flut? hinweisen, um sich im Verlauf zu einer existenziellen Gefahr zu steigern.
Seismographen schnellen in die Höhe, ohne das ein Erdbeben folgt. In Amerika ist eine Hitzewelle zu spüren und am Hindukusch fallen die Temperaturen. Das der Autor verschiedene Länder und Kontinente an den Abgrund führt, gefällt mir weitaus besser, als wenn er sich nur auf ein Land beschränkt hätte. Es wirkt realer und ich huschte durch die Seiten, um zu erfahren wie sich die einzelnen Situationen entwickeln.

Der Spannungbogen wurde aber auch immer mal wieder ausgebremst ? eine Vielzahl an Charakteren, welche bei mir mit Namensverwechslung einher ging. Und auch nicht jeder der aufgeführten Protagonisten war für mich greifbar oder gar relevant für die Geschichte. Ich habe bereits von anderen LeserInnen gehört, das ihnen die Charaktere zu oberflächlich waren. Dem kann ich nicht widersprechen, es fällt jedoch bei mir nicht in die Bewertung mit hinein. Wenn das Setting stimmt und der Kernpunkt auf die Entwicklung dessen liegt, müssen die Charaktere nicht psychologisch ausgearbeitet werden. Und darin überzeugt Ezekiel Boone ? die bildhaften Beschreibungen der ?schwarzen Flut? und der Darstellung verschiedener Orte. Fernab der immer wiederkehrenden Charaktere beschreibt der Autor verschiedene Orte/Länder in denen die Protagonisten nur mit dem passendem Personalpronomen bezeichnet werden, um zu verdeutlichen das es um die Szene selbst geht, das die Spinnen sich auf der gesamten Welt fortbewegen. Dies gefiel mir besonders gut, da sich ein erschreckendes Gesamtbild abzeichnet.

Auch wenn der Fokus auf der Entwicklung und dem Ausmaß liegt, so gibt es auch prägnante, wenn auch nicht tiefgründige, Charaktere die mir sehr sympathisch waren. Besonders bei der Protagonisten Melanie Guyer ist es dem Autor gelungen Humor, Wissenschaft und Spannung miteinander zu verbinden. Da sie Biologin ist, sind es ihre Passagen, welche leicht verständlich den wissenschaftlichen Aspekt erläutern. Man erfährt viel über das Verhalten von spinnen und wie untypisch diese Art sich verhält. Sie zeigen eine Form des Miteinanders, die zuvor noch nie bei diesen Tieren zu beobachten war. Gespickt wird die Geschichte mit wahren Schilderungen wie bspw. die Nazca-Linien.

Ich habe nun schon öfters gelesen, das dieses Buch wie ein Hollywood-Streifen in Buchform zu lesen ist. So ganz will ich dem nicht widersprechen, denn besonders zum Ende hin überschlägt sich das Auftauchen der Achtbeiner ? wie sie kommen und in welcher Geschwindigkeit.
Und auch wenn ich nicht gerne actionbeladene Szenen lese, so ist es hier sehr passend. Auch die Spannung hält der Autor konsequent, indem er immer wieder kleinen Cliffhanger an bestimmten Kapitelendungen einbaut. Gerade zu Beginn reizt es ungemein weiter zu lesen, wenn noch nicht greifbar ist, wohin sich diese Geafhr entwickelt.

?Aber er irrte sich. Ganz hinten in der Dunkelheit regte sich leise etwas in der Asche.?

Wer diesen Band liest, muss den Folgeband lesen, um die ganze Geschichte zu erfahren. Das Buch ist keine in sich abgeschlossene Geschichte, sondern endet am Höhepunkt. Auch ein dritter Band scheint (!) in Planung zu sein.

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Die Brut - Sie sind da

Rezensionen von Klaus Eder:

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Die Brut - Sie sind da von Ezekiel Boone

Gelungenes zweites Abenteuer

Das zweite Buch des Pinselohrenschwein Siena ? ich habe mit meinem Sohn bereits "Das Labyrinth des Minotaurus" gelesen ? kommt wieder richtig spannend daher. War das erste Abenteuer ein kleines bisschen braver, so ist das zweite noch etwas spannender. Das Grundthema Shakespeares Sommernachtstraum gibt der Geschichte zusätzlich etwas Träumerisches.

Netterweise kann man das zweite Buch auch ohne Kenntnis des ersten lesen, also können die jungen Leser jederzeit einsteigen ? Find ich mal gut.
Die Geschichte ist spannend, informativ (aber nicht belehrend), mit einem Cliffhanger am Ende jedes Kapitels :-) Mein Sohn, 9, hat das Buch wieder sehr gerne gelesen. Spannend geschrieben, mit echtem Lesebändchen und richtig schönen Zeichnungen, die Platz für eigene Gedanken zur Geschichte lassen.
Nach dem zweiten Abenteuer freuen wir uns schon auf ein, hoffentlich, nächstes!
Eine definitive Buchempfehlung für jedes Kinderzimmer!

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Die Brut - Sie sind da

Rezensionen von Ela_Ela:

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The Score - Mitten ins Herz von Elle Kennedy

Allie & Dean - Chaos hoch zwei

Allie Hayes steckt in einer Krise. Sie hat keinen Plan für die Zukunft und außerdem ein gebrochenes Herz. Zügelloser Sex ist sicher nicht die Lösung ihrer Probleme, aber dem unglaublichen Hockeystar Dean Di Laurentis kann sie ? zumindest in dieser Nacht ? nicht widerstehen. Dean dagegen bekommt immer, was er will.

Deshalb kann er es auch nicht fassen, dass Allie nach ihrer gemeinsamen Nacht nichts mehr von ihm wissen will. Dean findet, Allie muss um jeden Preis erobert werden. Aber weiß er wirklich, worauf er sich da einlässt?

Ich finde wieder mal das Cover ist bezaubernd. Nach dem ersten beiden Bänden musste ich den dritten natürlich auch unbedingt lesen. Außerdem gefällt es mir, dass immer wieder alle Charaktere aus den Vorgängerbänden vorkommen.

Ich fand das Buch hat sich wieder schnell und flüssig lesen lassen und ich wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Ich fand Allie & Dean sind ein besonderes und komplett verschiedenes Paar und ich mochte sie wieder total gerne.

Fazit: Wieder ein tolles Buch aus dieser wundervollen Serie, das mich wieder vollkommen begeistern konnte. Ich vergebe wieder 5 Sterne.

Serie:
1. The Deal - Reine Verhandlungssache
2. The Mistake - Niemand ist perfekt
3. The Score - Mitten ins Herz
4. The Goal - Jetzt oder nie (erscheint erst im Dezember 2017)

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The Score - Mitten ins Herz

Rezensionen von rewa:

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Anthologie von Jürgen Zwilling

Der Mensch, die Bestie

Der Autor Jürgen Zwilling, hat sich in seiner Anthologie mit dem Thema Tierschutz, dem Aussetzen und Quälen von Tieren auseinander gesetzt. In Form von Gedichten, Gesetzestexten, sowie fiktiven Geschichten hat er einen Appell an die Menschen gerichtet, über den Umgang mit Tieren nach zu denken.
Es finden sich in dem kleinen Büchlein ( 96 Seiten ), viele Informationen, die einem als Tierliebhaber sicher bekannt sind.

Aber es schadet nie, wenn man wieder einmal einen Gedankenanstoß bekommt über wichtige Dinge nachzudenken wie z.B über Umweltschutz , denn in vielen Bereichen steht es bereits 5 Minuten vor 12.
Für Menschen, die sich ein Tier anschaffen möchten, kann dieses Büchlein sicher eine Hilfestellung sein. Vor allem die Klassiker wie lebendiges Weihnachtsgeschenk oder wohin mit dem Tier zur Ferienzeit, sind zwei wichtige Aspekte, die gut überlegt sein sollten.
Man findet schöne und interessante Aussagen die sich mit den Begriffen Mensch und Tier beschäftigen wie z.B von Immanuel Kant, Sigmund Freud, Arthur Schoppenhauer oder Jean Paul Sartre.
Interessant waren aber auch die Gesetzestexte zum Thema Tierschutz, wenn man bedenkt, wie lange man Tiere als eine Sache betrachtet hat, kann man sich als Mensch einfach nur schämen.
Was mir an den Geschichten nicht gefallen hat war, dass sie vom Stil her sehr einfach geschrieben wurden. Ich hatte das Gefühl, es hat ein Volksschüler für seine Altersklasse geschrieben. Schade, bei so einem wichtigen Thema. Denn die verschiedenen lyrischen Gedanken und Begriffserklärungen zeigen einen ganz anderen Stil auf.
Die Anthologie geht zu Herzen und zeigt auf, was man eigentlich schon immer wusste:
,,Die größte Bestie ist der Mensch´´.

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Anthologie

Rezensionen von heinoko:

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Der Kommissar und die Morde von Verdon von Maria Dries

Gemischte Gefühle

Philippe Lagarde ist ein ehemaliger Elitepolizist, der es sich im Ruhestand mit feinem Essen und Angeln gut gehen lässt . Anstatt wie geplant mit seiner Freundin Odette, die ein Feinschmecker-Restaurant führt, in Urlaub zu fahren, müssen sie zu einer Beerdigung, denn der Ehemann von Odette?s Freundin ist unter mysteriösen Bedingungen in seinem Auto sitzend in die Schlucht gestürzt.

Die von der Polizei aufgestellte These eines Selbstmords wird von allen angezweifelt, und Lagarde?s Schnüfflernase wittert, dass hier etwas nicht stimmen kann. Nachdem es noch weitere unerklärliche Todesfälle gibt, fühlt sich Lagarde verpflichtet, den Spuren nachzugehen. Zufällig trifft er drei ehemalige Kollegen, die ihn gerne und sehr effizient bei den Nachforschungen unterstützen?
Es ist ein Krimi in einer sehr gemächlichen Gangart, der Spannungsbogen ist eher eine Waagerechte als ein Bogen. Der Plot ist gut, die Protagonisten sind sehr sympathisch. Und die Schilderungen der idyllischen Gegend rund um den Lac de Sainte-Croix sind sehr intensiv, farbenfroh und realitätsnah, passend zu einem Reiseführer. Genau diese Schilderungen allerdings, so gekonnt sie auch geschrieben sind, sind es, die mir im Verlauf des Buches auf die Nerven gingen. Kein Kapitelabschnitt ohne Landschaftsschilderung. Kein Ortswechsel ohne Landschaftsschilderung. Keine Befragung hier und dort ohne Landschaftsschilderung. Und genauso überbordend sind die Schilderungen der allesamt sicher sehr leckeren Essen, die gekocht werden oder in Restaurants zu sich genommen werden. Also zuviel Landschaft und zuviel regionale Küche, dafür jedoch zuwenig Spannung. Und genau das ruft in mir diesem Buch gegenüber leider gemischte Gefühle hervor.

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Der Kommissar und die Morde von Verdon

Rezensionen von yesterday:

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Der letzte Überlebende von Pivnik Sam

Unbeschreibliche Abgründe und die Freude an den kleinen Dingen

Ob Details und Tatsachen nun exakt historisch belegt sind (was sie tatsächlich sind) oder nicht ? daran verschwendet man beim Lesen dieser Biografie keinen Gedanken. Zu unmittelbar geschrieben steht da alles, was Szlamek Pivnik vor allen in seinen Teenagerjahren erlebt hat und erleiden musste. Sein Ghostwriter trifft die richtigen Zwischentöne, hat viel Zeit mit dem heute über 90-Jährigen verbracht.

Trotz der so guten medizinischen Versorgung in Europa ist es heutzutage besonders, so alt zu werden. Dass Pivnik es wurde ist eigentlich unfassbar.

Denn noch bevor er seine Ausbildung abschließen, eine Arbeit suchen, eine Familie gründen und in Ruhe alt werden konnte, wurden seine Heimatstadt besetzt und sein Weltbild zerstört. Niemand außer anderen Zeitzeugen kann auch nur annähernd ermessen, welche Abgründe menschlicher Grausamkeiten dieser polnische Jude in den für einen Menschen mitunter prägendsten Jahren seines Lebens sah und am eigenen Körper spürte.

Getrennt von seiner Familie, überlebte Pivnik jahrelange Prügel, psychische wie physische Folter und lernte, was er tun musste um buchstäblich seine Haut zu retten. Füße voller blutiger Blasen waren beim Anblick von einem Stück Brot schon vergessen. Dass ein paar Schritte neben einem ein anderer eine Kugel in den Kopf bekommt, alltäglich. Doch es war nicht nur das Gelernte und sein Gespür für gefährliche Situationen, die der Teenager sich zunutze machte. Auf unbestechliche Weise erzählt der heute in London lebende auch von den Momenten, als pures Glück ihm sein Leben rettete.

Pivnik verhehlt nicht, dass er immer noch Albträume hat. Sehr gut trifft es eine Bemerkung von Ghostwriter Mei Trow am Ende in einer Art Nachwort: ?Wenn Sam sagt: ?Ich fühlte mich benommen? oder ?Die Angst kam zurück?, dann können Außenstehende (?) nur ansatzweise verstehen was er meint.? Das stimmt. Und dennoch ist es wichtig, dass wir solche wahren Geschichten in Ehren halten, zwischen den Generationen weitergeben und sie genauso wie andere historische Tatsachenberichte in die Geschichte Europas und der Welt aufnehmen.

In dieser Hinsicht war auch Pivnik nicht untätig. Abbildungen im Buch zeigen Ausschnitte aus den Reisen, die er mit eine Gruppe Studenten und einmal mit einem Fernsehteam unternahm. Er kehrte nach Polen zurück, nach B?dzin, seinen Geburtsort zurück, in die Lager und an andere Gedenkstätten und Orte seines persönlichen Todesmarsches. Doch nicht nur beklemmende Momente sind in diesem Buch festgehalten. Nach der Besetzung Nazi-Deutschlands durch die Alliierten ist Platz für andere Emotionen. Es sind die kleinen Dinge, die bei den Befreiten große Freude hervorrufen: Kleidungsstücke, die nicht gestreift sind, am Morgen ohne Zählappell aufzuwachen oder sich sattessen zu können.

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Der letzte Überlebende

Rezensionen von yesterday:

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Das Einstein Enigma von José R. Dos Santos

Woher kommen und wohin gehen wir?

Ein gelungene Mischung aus Fiktion, Wissenschaft und Tatsachen präsentiert der portugiesische Journalist und Autor J.R. dos Santos mit diesem mehr als 600 Seiten starken Roman. Vielmehr ist es Thriller, Spionagegeschichte, politische Bildung und ein Krimi à la Dan Brown in einem.

Auch hier ist der Protagonist an der Universität tätig und ein Experte auf dem Gebiet der Kryptanalyse.

Tomás Noronha, dessen Name englischsprachige Personen vor schier unlösbare Probleme stellt, arbeitet und lehrt in Lissabon, reist aber viel durch die Welt auf der Suche nach für ihn wertvolle Schriften die erst entschlüsselt werden müssen. Er bekommt einen lukrativen Job angeboten und entschließt sich, von wissenschaftlicher Neugier getrieben, ein Manuskript Albert Einsteins zu begutachten, das in Teheran verwahrt wird und brisante Geheimnisse bergen soll.

Was mit einem scheinbar simplen Anagramm-Rätsel startet, führt Noronha nicht nur in den Iran, sondern dort auch ins Gefängnis und nach mehreren waghalsigen Fluchtmanövern unter anderem nach Tibet. Ihm werden Verbindungen zwischen Glaubensrichtungen und Entdeckungen der Wissenschaft offenbart, die verblüffend erscheinen. In zahlreichen philosophisch-naturwissenschaftlichen Gesprächen mit seinem Vater, dessen Kollegen und anderen klugen Köpfen kann Tomás langsam das Geheimnis hinter dem Manuskript entschlüsseln und setzt ein ganz anderen Puzzle zusammen als erwartet worden war.

Auch wenn die Lösung schließlich weniger gefährlich ist als angenommen, so birgt das Manuskript und somit dieser Roman eine faszinierende Erklärung über all das, was uns umgibt: das Universum. Warum gibt es überhaupt Leben und wird irgendwann einmal alles, was wir kennen, verschwunden sein?

Nur mit viel Geduld und langen Dialogen schafft der Autor es, seine Gedankengänge über Anfang und Ende allen Seins dem Leser in einer Form zu präsentieren, um sie verständlich zu machen und ihn mitdenken zu lassen. Die Ideen klingen von Seite zu Seite nachvollziehbarer, auch wenn sich vieles davon nicht beweisen lässt. Aber das ist ja ohnehin die Natur der Sache ? das Universum hat letzten Endes immer noch ein bisschen Mystik in sich, egal, wie viel wir davon aufdecken.

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Das Einstein Enigma