Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rewa:
Das Leben eines Ersatzkindes
Der Autor Florian Burkhardt, aufgewachsen in der Schweiz, erzählt in seinem Roman ,, Das Kind meiner Mutter´´ seine traurige und berührende Lebensgeschichte als Kind und Jugendlicher. Als seine Eltern bei einem selbstverschuldeten Autounfall, den sie und der älteste Sohn unverletzt überstehen, ihren jüngsten Sohn verlieren, beschließen sie sofort ein neues Kind zu zeugen.
So wird Florian Ersatz für den toten Bruder und die Welt beginnt für seine Familie sich von nun an um ihn, den kleinen Prinzen, den Held, der sogar die Schmerzen der Mutter lindern kann, zu drehen.
Das Buch ist in vier Abschnitten unterteilt und beginnt mit dem Titel ? Illusion. In einer einfachen, aber emotionalen Sprache, erzählt Florian von seinem Leben als Kind. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl wirklich mit einem Kleinkind unterwegs zu sein. Für manchen Leser mag dieser Abschnitt vielleicht langweilig erscheinen, für mich war er aber sehr bildhaft und eindringlich geschildert. Oft war auch der Satz zu lesen, dass sein Bruder sterben musste, damit er geboren werden konnte. Dieser Umstand begleitete ihn sein ganzes Leben. Er war nun der Mittelpunkt um den sich das ganze Leben der Familie drehte. Seine kindliche Angst vor dem Wald oder vor Monstern ist sehr intensiv beschrieben. Es zeigte sich aber schon in seiner Kindheit, dass es ihm schwer fiel Freundschaften zu schließen und er in seiner eigenen Fantasiewelt am glücklichsten war. Dass auf dem Weg ins Erwachsenenalter seine Mutter immer mehr in sein Leben eingreifen würde, hat ihn nachhaltig beeinflusst.
Der zweite Abschnitt trägt den Titel ? Vision und beschreibt seine Erlebnisse bis zu seinem 16. Lebensjahr. Sein Tagesablauf wird von seiner Mutter streng kontrolliert und bestimmt. Freiräume gibt es für ihn keine. Überall sieht seine Mutter eine Drogengefahr und wenn Florian alleine am Spielplatz ist und sie ihn beobachten kann, dann ist sie zufrieden. Schon bald bemerkt Florian, dass er sich mehr zu Jungs hingezogen fühlt, was natürlich für seine Mutter ein absolutes Tabu Thema ist. Als die Mutter bemerkt, dass sie langsam aber sicher die Kontrolle über Florian verliert beschließt sie die Erziehung abzugeben und ihn für die nächsten 5 Jahre in ein streng geführtes privates Lehrerseminar zu stecken.
Im dritten Abschnitt ? Passion erfahren wir, wie es Florian in den Jahren der Ausbildung ergangen ist. Mit der Zeit schafft es Florian seinen eigenen Weg zu gehen. Geheime und auch verbotene Wünsche konnte er sich nun erfüllen. Auch die endgültige Loslösung von seiner Mutter und deren Kontrollzwang bedeutete für ihn endlich den langersehnten Weg in die Freiheit.
Im Epilog erfährt man, mit Hinweis auf den Kinodokumentationsfilm ,, Electroboy´´, wie es Florian in seinem neu gewonnen Leben ergangen ist. Da der Epilog sehr kurz ist, weiß man, dass ein Nachfolgeband kommen wird.
Ein Roman, der oftmals kindlich wirkt, aber von tiefer Seelenqual erzählt. Wunderschöne Gedankengänge und Beschreibungen der Lebenssituation macht die Geschichte lesenswert.
Rezensionen von Andrea Ogris :
Glaube Liebe Tod von Peter Gallert; Jörg Reiter
Mittendrin
war ich beim Hören des Hörbuches ?Glaube Liebe Tod? und absolut hin und weg von Oliver Siebecks Stimme. Einen besseren Sprecher für den Serienauftakt um den Polizeiseelsorger (mals was ganz ganz anderes aus der Multiprofessionalität der Polizeidienste!) Martin Bauer kann es nicht geben. Die Klangfülle seiner Stimme und das angenehm berauschende Timbre passt genau zum Inhalt.
Dazu die richtige Betonung und das Einstellen auf die jeweilige Person bringen ein perfektes Ergebnis.
Martin Bauer ist eigentlich nur für das Seelenheil manches gebeutelten Wachtmeisters zuständig, doch er mischt sich ein und glaubt nicht so recht an den dann doch gelungenen Selbstmord des Polizisten Keunert. Schließlich hatte er ihn kurz vor seinem Tod noch erheblich spektakulär von seinem Selbstmord abgehalten.
Die Einmischerei ist nicht immer zu seinem Vorteil und bringt ihm außer blauen Flecken auch noch Ärger mit Sarah, seiner Frau ein. Oft plagen Bauer Gewissensbisse, ob seines oft spontanen Handelns und gerade das macht ihn so menschlich. Trotzdem wirkt er nicht schwach. Kurzum ist seine Person genial gezeichnet und man begenet beim Hören wirlich seiner einnehmenden Ausstrahlung. Für mich ein absoluter Sympathieträger und ein wunderbarer Serienauftakt!
Rezensionen von yellowdog:
Roofer von Wilke Jutta
Bleibt in Ansätzen stecken
Roofer ist kein wirklich schlechter, aber doch etwas biederer Jugendroman. Es geht um eine Gruppe von Jugendliche, die den Kick in gefährlichen Stunts suchen.
Die Roofers gehen Risiken ein, indem sie auf Baugerüsten in erheblicher Höhe herumturnen, absturzgefahr ist stets gegeben. Sie filmen das und stellen es in youtube ein.
Auf diese Leute stösst Alice durch ihre flippige Freundin Nasti, die sich in einen der Jungs verliebt und bereit für eine Mutpürobe ist. Es soll ein Liebesbeweis sein. . Die Szenen bei den Mutproben sind auch tatsächlich nicht schlecht beschrieben, das ist bildhaft gestaltet, obwohl manches zu aufgesetzt wirkt, selbst im ersten Kapitel merkt man das schon: "Und in meinem Kopf klatscht ein Körper auf Asphalt. In Endlosschleife. Immer wieder."
Mich beeindruckt das sprachlich nicht. Routiniert geschrieben ist das schon, wenn auch wenig aufregend.
Das Erwartbare wird geboten, aber wenig überraschendes.
Täuschend ist der Klappentext, bei dem man erwarten könnte, die Icherzählerin Alice bzw. ihre beste Freundin würden auch zu Roofern, aber ganz so ist das nicht.
Allzu ins Detail wird bei den Jugendlichen nicht gegangen.Sie sind weitgehend. profillos gezeichnet.
Selbst Alice mit ihren familiären und schulischen Problemen ist eine wenig originelle Figur. Nasti wird leicht klischehaft geschildert. leider wird es dadurch langweilig, da man kaum mit den Figuren mitlebt.
Es gibt dann noch Nikolas, der als Jugendlicher auf der Straße lebt. Da gibt es berührende Passagen, wenn er etwa seine Granny besucht und Gedichte liest, aber eigentlich wird auch aus dieser Figur viel zu wenig gemacht. Es werden Ansätze gebildet, aber nicht weiter ausgebaut. Als Leser frage ich moich da, was ich damit anfangen soll.
Die Roofers gehen Risiken ein, die Autorin weniger! Insgesamt ist der Roman sowohl sprachlich als auch inhaltlich limitiert. Ich kann ihn nicht empfehlen.
Rezensionen von heinoko:
Ich schenk dir die Hölle auf Erden von Ellen Berg
Fitness-Training für die Lachmuskeln
Lieben Dank an den Verlag, durch den ich das Buch bereits vor Erscheinen lesen durfte! Für mich war es eine Entdeckung, da ich die Autorin bislang noch nicht kannte. Und es war ein Fitness-Training für meine Lachmuskeln ? auch dafür sagt der Sportmuffel danke!
Carina und Jonas: Seit 10 Jahren verheiratet, er erfolgreicher Wirtschaftsanwalt, sie überzeugte Hausfrau und zweifache Mutter.
Er arbeitet viel, sehr viel und kommt im Familienleben kaum vor. Sie kümmert sich um alles und jeden, allerdings nicht um sich selbst. So weit so gut. Als Carina jedoch dahinter kommt, dass Jonas sie mit Chantal, einer Größe 34 in lila Overknees, betrügt, und dies schon seit längerem, gerät der gesamte Kosmos von Carina ins Wanken. Gut, dass es einen Kreis von Freundinnen gibt, der Carina auffängt. Freundinnen, die unterschiedlicher gar nicht sein könnten und die großartige Ideen zusammentragen, um Jonas künftig das Leben schwer zu machen. Der urkomische Rachefeldzug beginnt?
Warnung: Lesen Sie das Buch nicht im Beisein fremder Menschen (im Wartezimmer z. B.). Denn Sie werden beim Lesen permanent grinsen und zwischendrin laut auflachen. Das kann auf andere Menschen befremdlich wirken. Mir jedenfalls ging es so, d. h. ich kam aus dem Grinsen und Lachen gar nicht mehr heraus und musste allein schon der guten Laune wegen das Buch ohne Unterbrechung durchlesen. Die Autorin zündet in ihrer Geschichte ein Feuerwerk an schlagfertigen Dialogen und Pointen, die man sich alle abschreiben möchte, um sie in Zukunft allzeit parat zu haben. Man reibt sich beim Lesen innerlich ständig die Hände, wenn wieder so ein verbaler Rachezug gelungen war. Selbst alte Kalauer, so verpackt, machen Spaß. Aber hinter all dem Humor steckt natürlich auch eine Botschaft: ?Wer versucht, sich alle Türen offen zu halten, wird seine Zukunft auf dem Flur verbringen.?
Fazit: Richtig gut geschriebene, vergnügliche und auf den zweiten Blick gar nicht so seichte Unterhaltung.
Rezensionen von AngiF:
Katzenglück und Dolce Vita von Hermien Stellmacher
Weg in ein neues Leben
Die 38jährige Münchnerin Karla Becker arbeitet als Senior-Artdirektorin in einer Werbeagentur. Doch ihr Job erfüllt sie nicht, gerne würde sie stattdessen Bücher illustrieren. Als sie mitbekommt, dass ihr Vorgesetzter ihre Ideen als die seinen ausgibt, festigt sich ihr Wunsch nach einem beruflichen Wechsel.
Auf dem Weg in den wohlverdienten Toskana-Urlaub legt sie deshalb zusammen mit ihrem Freund Marius einen Zwischenstopp in Bologna ein, wo gerade eine Messe von Kinderbuchverlagen stattfindet. Tatsächlich erhält sie dort ein Angebot, Probearbeiten zu fertigen. Im Urlaubshaus angekommen, findet sie auch gleich die richtigen Modelle vor, drei Katzen, die sie erst einmal an ihrer Kunst verzweifeln lassen. Dann wird Marius auch noch von seinem Geschäftspartner genötigt, nach München zurückzukehren, um das gemeinsame Geschäft vor einer Pleite zu retten. Langsam beginnt Karla ihr Leben in die Hand zu nehmen und die Dämonen in ihrem Kopf auszuschalten. Was wird die Zukunft für Karla bereit halten? Erfüllt sich ihr Traum?
In die Geschichte habe ich wunderbar hineingefunden. Ich fiebere bereits nach den ersten Seiten mit der Hauptfigur Karla mit. Die Autorin Hermien Stellmacher verwendet eine schöne Sprache, ihre Dialoge sind fließend.Vom herrlichen Schreibstil bin ich mehr als begeistert. Mein Kopfkino hat sogleich gestartet und ich sehe die Geschichte als Film vor mir abspielen. Ebenfalls unglaublich schön sind die Landschaftsbeschreibungen. Ich kann die Toscana in ihren herrlichen Farben vor meinem inneren Auge sehen und ihren wunderbaren Duft wahrnehmen. ?Katzenglück und Dolce Vita? ist eine mitreißende Story, die mit Humor und viel Tiefe erzählt wird. Wunderbare, liebenswerte Charaktere hat Hermien Stellmacher zum Leben erweckt. Auch die Nebenfiguren passen perfekt zur Story und runden sie brillant ab. Ein zusätzlicher Pluspunkt: die Autorin hat dieses Buch selbst illustriert und mit feinen, haargenau passenden Zeichnungen wird jedes Kapitel eingeleitet.
Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Genau die passende Unterhaltung, um seinen eigenen Urlaub abzurunden oder die Wartezeit auf ihn zu verkürzen. Ein perfektes Sommerbuch.
Rezensionen von maus1@onlinehome.de:
Die Brut - Sie sind da von Ezekiel Boone
Pageturner
Ezekiel Boones Thriller "Die Brut" fängt spannend an. Er führt uns in den Dschungel Perus, nach Indien, China, Schottland und die USA. Zu Schauplätzen, an denen sich Merkwürdiges ereignet. Seismologische Ausschläge die sich nicht erklären lassen, das Verschwinden einer Trekkinggruppe, in China wird eine Atombombe gezündet, ein Flugzeugabsturz unter mysteriösen Umständen.
.. wie hängen all diese Ereignisse zusammen?
"Die Brut - sie sind da" ist der erste Teil der spannenden Trilogie, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Die Story ist klasse geschrieben, der Autor schreibt direkt, hart, benutzt Kraftausdrücke und kommt zur Sache, ohne unnötiges Geplänkel. Man ist gleich mittendrin in der Geschichte und die Szenen wechseln von einem zum nächsten Schauplatz. Aufgebaut wie diverse US Action-/Katastrophenfilme mit schnellen Wechseln, schnellen Schnitten, wo viele unterschiedliche Stränge beleuchtet werden. Diese schnellen Wechsel erzeugen eine ganz eigene Dynamik, man ist versucht immer mehr zu lesen, zumal viele Kapitel mit einem Cliffhanger enden. Bei mir lief die Handlung wie ein Film ab, so dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit ausgelesen hatte.
Wir begegnen vielen unterschiedlichen Protagonisten, die mal mehr, mal weniger detailliert gezeichnet sind. Daran lässt sich schon ablesen, wer für die weitere Handlung wichtig ist und wer nur eine kleine Statistenrolle hat. Ich fand den Strang über die Biologin Melanie am interessantesten, er wird im Lauf der Geschichte mit dem von Agent Mike Rich und der Präsidentin der USA verknüpft. Zwischendurch gibt es kleine Episoden, die die Geschichte realistisch machen, man erfährt wie einzelne Menschen die Situation empfinden.
Gute Nerven sollte man bei diesem Thriller auf jeden Fall haben, es gibt einige gruselige Szenen, bei den sich mir die Haare gesträubt haben. Der Plot ist spannend, für die USA realistisch dargestellt. In Europa würde es vermutlich anders laufen. Da ich Movies wie "The day after", "Independence Day" etc. klasse finde, bin ich von diesem Thriller absolut begeistert und warte schon ganz gespannt auf die Fortsetzung.
Rezensionen von rewa:
Die Brut - Sie sind da von Ezekiel Boone
Das harte Leben eines Poeten
Der Autor Bernd Mannhardt überrascht immer wieder mit witzigen, originellen und bitterbösen Geschichten, die dem Leser auf eine subtile Art und Weise gerne auch einmal einen Spiegel vorhalten, in den man sich wohl oder übel manchmal selbst erblickt.
So begleitet man in dem kleinen Büchlein ( knapp 50 Seiten) ,, Herr Schreiber blockiert `` einen scheinbar armen, erfolglosen Poeten , der einen satierischen Monolog hält.
Dieser wurde für die Bühne geschrieben und wurde vor vielen Jahren in Berlin uraufgeführt.
Welche Gedanken hat also nun Herr Schreiber und welch schwerwiegende Probleme beschäftigen ihn? Gibt es Menschen, die ihn in seiner schwierigen Lage unterstützen?
Da wären z.B.:
1. Der lästige Vermieter Rückert, der ihn immer wegen der ausständigen Miete quält.
2. Die Melkkuh Renate, seine Ex, die ihn gnädiger Weise immer noch aushält.
3. Sein bester Freund, der Alkohol. Immer und jederzeit zur Stelle.
4.Der zuverlässige Dr. Oldenburg, Chefdramaturg, der jeden literarischen Erguss des Poeten, postwendend wieder zurück schickt.
Messerschafe Gedanken vermischen sich mit giftspritzenden Gesprächen bis diese explosionsartig in skurrilen Geschichten enden.
Wer sich also die Poeten Tragödie antun möchte, tut es auf eigene Gefahr hin.
Rezensionen von Ela_Ela:
Feel Again von Mona Kasten
Sawyer & Isaac - hochkochenden Emotion <3 : D
Er sollte nur ein Projekt sein - doch ihr Herz hat andere Pläne. Sawyer Dixon ist jung, tough - und eine Außenseiterin. Seit dem Tod ihrer Eltern lässt sie niemanden an sich heran. Das ändert sich, als sie Isaac Grant kennenlernt. Mit seiner Nerd-Brille und den seltsamen Klamotten ist er eigentlich das genaue Gegenteil von Sawyers üblichem Beuteschema.
Doch als Isaac, der es satthat, Single zu sein, sie um Hilfe bittet, schließen die beiden einen Deal: Sawyer macht aus Isaac einen Bad Boy und darf dafür seine Entwicklung als Fotoprojekt für ihr Studium festhalten. Aber Sawyer hat nicht mit den intensiven Gefühlen gerechnet, die zwischen ihr und Isaac hochkochen....
Ich glaube das war mein meist ersehntes Buch im Mai und es ist leider erst Ende des Monats erschienen, ich konnte es nur nicht gleich anfangen, da ich noch andere Bücher zu Lesen hatte.
Aber ich fand die Geschichte von Sawyer und Isaac einfach nur unglaublich toll und wollte wieder mal nicht aufhören diese weiterzulesen. Ich muss Mona Kasten für diese megatolle Serie danken. Es waren alle Bücher Highlights der erschienen Monate. Ich finde es schade, dass sie jetzt zu Ende ist, aber in ein paar Monaten schon erscheint ihr neues Buch und dann auch gleich ihre neue Serie, auf die ich schon gespannt bin.
Dieses Serie hat mich in eine Achterbahnfahrt der Gefühle geworfen und ich wusste selbst nicht immer was ich fühlen und denken sollte. Es hat mich einfach gepackt und in eine neue Welt entführt. Ich fand es wieder toll alle anderen Charaktere zu sehen und von ihnen zu lesen, jeden einzelnen habe ich in mein Herz geschlossen.
Fazit: Eine wunderbare Serie geht zu Ende und ich werde sie ganz bestimmt wieder lesen, dass ist auf jeden Fall einen meine Lieblingsserien geworden. Danke für diese wundervolle erschaffene Welt. Ich vergebe natürlich wieder 5 Sterne. Ich finde übrigens die Titel passen wunderbar zu den Geschichten. <3
Serie:
1. Begin Again
2. Trust Again
3. Feel Again
Rezensionen von Ela_Ela:
Herzgrab von Andreas Gruber
Gerink & Gerink zu ihren Diensten : D
Wenn Liebe zur Obsession wird und Rache zum blutigen Wahn ... Die junge Wiener Privatdetektivin Elena Gerink hat den Ruf, bisher noch jede vermisste Person gefunden zu haben. Doch die Suche nach dem verschwundenen weltbekannten Maler Salvatore Del Vecchio gestaltet sich schwieriger als gedacht. Als überraschend ein letztes Gemälde von ihm auftaucht, weist ihr das den Weg in die drückende Schwüle der Toskana.
In Florenz trifft Elena auf ihren Ex-Mann Peter Gerink, der als Spezialist des Bundeskriminalamts nach einer in Italien verschwundenen Österreicherin sucht. Schon bald erkennen sie, dass die Ereignisse zusammenhängen ? auf eine derart perfide und blutige Art und Weise, dass Elena und Peter dem Fall auch gemeinsam kaum gewachsen scheinen ...
So dies ist nun das letzte Buch von Andreas Gruber das in Printform erschienen ist.
Und ich fand dieses Buch wieder megatoll zu lesen. Es war spannend bis zum Ende und zum ersten Mal in seinen Büchern ermitteln nicht 2 Polizisten aus verschiedenen Ländern, nein hier ermittelt ein zerstrittenes Ehepaar auch wenn beide an einer anderen Stelle anfangen. Ich fand diese Art zu schreiben relativ gut, da es mal was anderes war.
Es reicht nicht an Maarten S. Sneijder ran aber ich finde diese Ermittler machen ihre Sache doch auch sehr gut.
Fazit: Ein megaspannender Thriller von Andreas Gruber der mich wieder begeistern konnte und der mich wieder gut unterhalten hat. Alle seine Werke sind zum Weiterempfehlen. Ich vergebe 4 Sterne.
Rezensionen von Thoronris:
Die Brut - Sie sind da von Ezekiel Boone
Ein zu lang geratener Prolog
Dieses Buch ist als Thriller bezeichnet, hat jedoch deutliche Elemente des benachbarten Horror-Genres. Wer mit Spinnen nicht gut kann oder relativ detaillierte Beschreibungen von blutigen Szenen nicht mag, ist hier definitiv falsch.
Ebenfalls falsch ist hier allerdings auch jeder, der eine stringent erzählte Geschichte mit klassischem Spannungsbogen sucht.
Schon nach wenigen Kapiteln, die alle recht kurz gehalten, teilweise nicht einmal eine Seite lang sind, wird deutlich, dass wir es mit einer großen Gruppe von vorläufig unabhängig voneinander agierenden (oder besser: reagierenden) Figuren zu tun haben. Manche sind relativ offensichtlich nur als Bauernopfer da, um dem Leser anschaulich das Grauen der Bedrohung vor Augen zu führen, während andere sich schnell als Protagonisten herauskristallisieren und wieder andere in ihrer Bedeutung noch unklar bleiben. Für mich war es kein Problem, den vielen verschiedenen Handlungssträngen zu folgen, doch mit ein bisschen weniger Aufmerksamkeit kann man da schon mal ins Schwimmen geraten. Gerade auch die Anzahl an ?Bauernopfer-Kapiteln? ist eventuell zu hoch, da sie meistens wenig Neues (und soweit bisher ersichtlich: wenig Bedeutendes) beisteuern.
Die Personen, die uns länger begleiten, haben alle eines gemeinsam: Sie sind sehr menschlich und sie denken sehr gerne über sich, ihr Aussehen, ihr Sexleben und das Sexleben ihrer Mitmenschen nach. Mir gefällt es, wenn Figuren in Büchern tatsächlich viel nachdenken und wir als Leser das mitbekommen. Das gibt sowohl den Charakteren als auch der Geschichte Tiefe und kann zu spannenden Momenten führen. Charakterentwicklung ist nicht umsonst meine favorisierte Triebfeder für den Plot. Hier jedoch folgt aus der Charakteranalyse nichts. Rein gar nichts. Weder entwickeln sich Beziehungen, noch hat jemand Sex, noch handelt irgendein Charakter aus einer beziehungstechnischen Motivation heraus. Gewiss, manche Personen lernen sich nur aufgrund anderer, existierender Beziehungen kennen, aber nie wird das, was so viel Platz in der Erzählung einnimmt, tatsächlich zur Triebfeder irgendeiner Handlung. Entsprechend fragwürdig ist es, warum den inneren Monologen und dem Sexleben der Charaktere so viel Spielraum beigemessen wird.
Gerade die erste Hälfte des Buches ist zudem dominiert von Zurschaustellung des Horrors, was leider relativ schnell eintönig und repetitiv wirkt. Besonders interessant: Obwohl viele verschiedenen Regionen der Welt präsentiert werden, haben wir doch einen sehr deutlichen Amerika-Fokus, was für mich ein weiteres zentrales Problem des Buches ist: Wir betrachten die Welt nur als Amerika. Ja, die bisher wichtigsten Personen sind alle Amerikaner ? zum Beispiel die Präsidentin der USA. Ja, natürlich interessieren sich amerikanische Medien nicht für China oder Indien. Das könnte man in den Teilen, die in Amerika spielen, tatsächlich so darstellen und es könnte eine schöne unterschwellige Gesellschaftskritik sein. Stattdessen jedoch reiht sich der Autor mit dem Buch selbst direkt ein: Wir sind in China und Peru und Indien nur Zuschauer, reine Zuschauer. Während wir von Amerika erfahren, was in Medien, Bevölkerung und Regierung vor sich geht, sehen wir in allen anderen Ländern, die betroffen sind, nur von außen was das Grauen anrichtet. Warum kann man nicht zumindest einen Einblick geben, wie die Entscheidung für die Atombombe abgelaufen ist? Wieso kann man nicht zumindest als Ausschnitt zeigen, wie indische Medien reagieren? Und wo ist eigentlich Europa, abgesehen von Schottland? Muss ein Thriller, der eine globale Bedrohung zum Thema hat, denn nur auf Amerika fokussiert sein, bloß weil der Autor amerikanisch ist und das erste Zielpublikum auch? Kann man nicht in unserem heutigen Zeitalter zumindest versuchen, international zu denken? Aber wer weiß, vielleicht überraschen mich die Folgebände ja in der Hinsicht. Vom alten amerikanischen Patriotismus, wie wir ihn bei Independence Day hatten, habe ich jedenfalls genug.
Kommen wir zu der Frage, ob dieses Buch spannend ist. Ich würde sagen: Es ist interessant. Gerade die zweite Hälfte des Buches wir zunehmend interessanter und so hat auch mein Lesetempo zugenommen. Allerdings habe ich mich nie gegruselt oder fand es wirklich spannend. Bei ?Die Saat? von Guillermo Del Toro, welches ganz ähnlich funktioniert mit verschiedenen Protagonisten, Bauernopfer und einer zunächst unbekannten Bedrohung, da habe ich mich teilweise so sehr gegruselt, dass ich nachts Angst vor dem Einschlafen hatte. Es ist also durchaus möglich, mit dem geschriebenen Wort Horror zu erzeugen. Doch entweder, in der Übersetzung ist etwas verloren gegangen ? muss man eigentlich ?obstacle? wirklich mit ?Obstakel? übersetzen? ? oder der Autor ist einfach nicht im selben Maße fähig zu bildgewaltiger Sprache. Schade, denn er nimmt sich viel Zeit, das Grauen und die blutigen Szenen zu beschreiben, doch mehr als ein mildes ?Oha? hat es bei mir nie ausgelöst ? und ich ängstige und ekele mich schnell! Dennoch: Es war interessant, die Figuren haben authentische Dialoge geführt und die Handlung hat sich weitestgehend logisch entwickelt.
Fazit
Der Thriller ?Die Brut ? Sie sind da? von Ezekiel Boone ist interessant, aber nicht spannend oder gruselig. Obwohl die zweite Hälfte des Buches stärker wurde, konnte die Geschichte mich nie fesseln, da die Handlung kaum voran ging und man nie den Eindruck hatte, die extrem selbst-reflektierten Charaktere würden tatsächlich agieren. Das gesamt Buch liest sich wie ein raffinierter Prolog ? und da es der Auftakt zu einer Trilogie sein soll, muss man es wohl als solchen betrachten, um das Buch mögen zu können. Ein guter Ersatz für Kaffee war es jedenfalls nicht, da es mich nicht so fesseln konnte, dass ich nachts wach geblieben wäre.








