Kunden em pfehlungen
Rezensionen von buchina:
Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge von Mary E. Pearson
Jugendfantasyroman, der alles hat
Und wieder ein Start einer mehrteiligen Jugendfantasyreihe. Diese Reihe beginnt wie ein Märchen. Lia ist die älteste Tochter im Königshaus und soll nun mit gerade 17 Jahren einen Thronerben eines benachbarten Reiches heiraten. Sie kennt ihn nicht und widersetzt sich dem Willen ihrer Eltern. sie flieht mit ihrer Zofe Pauline.
In einem kleinen Küstenort finden sie Zuflucht. Anstellung und Unterkunft gibt ihnen eine Tavernenbesitzerin. Lia fühlt sich zum ersten Mal frei und glücklich. Aber ihre Herkunft kann sie nicht verleugnen und schließlich muss sie sich der Frage stellen, was wichtiger ist ihr eigenes Glück oder der Frieden eines ganzen Reiches.
Dazu kommen eine geheime Gabe und viele Geheimnisse, die Lia direkt und die Zukunft des ganzen Reiches betreffen. Für mich eine gute Mischung. Zu Beginn steht Lia, ihre Welt und ihr Charakter im Fokus. Lia war mir sofort sympathisch, einerseits hat sie strenge Eltern und mich sich dem Hofzeremoniell unterziehen, anderseits findet sie die Kraft alles hinter sich zu lassen. Nach und nach entwickelt sich dann eine Dreiecksbeziehung mit zwei jungen Männern, die beide ganz eigene Ziele verfolgen, wobei einer von ihnen den Auftrag hat Lia zu beseitigen. Die Autorin wechselt die Perspektiven so geschickt, dass ich als Leserin nie genau wusste, wer denn nun der Attentäter ist. Was die Spannung im Mittelteil des Buches für mich steigerte. Am Ende steigert sich die Handlung nochmal bis zum erwarteten bösen Cliffhanger.
Für mich ragt dieser Roman aus der Vielzahl von Jugendfantasyromanen heraus. Zum einen, da die Liebesgeschichte zwar wichtig für die Handlung ist, aber sie tritt nicht immer in den Vordergrund. Die Entwicklung Lias ist der Autorin und auch mir lieber. Dazu kommt, dass ich das Setting und die Geheimnisse, von denen man im ersten Teil leider erst wenig erfährt, sehr gut gelungen ist. Lia handelt für mich auch nachvollziehbar, sie hat auch ihre Schwächen, wird im Laufe des Romans immer stärker.
Für mich ein rundum gelungener Roman. Der spannend für mich war und gut geschrieben ohne große Längen. Ich werde die Reihe auf alle Fälle weiterverfolgen.
Rezensionen von vielleser18:
Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge von Mary E. Pearson
Spurensuche
Erich ist weit über 80. Noch lebt er alleine in seiner Wohnung in einem heruntergekommenen Mehrfamilienhaus. Doch nicht nur seine Sehkraft schwindet, auch seine Kraft und seine Beweglichkeit. Seine Tochter Irina vermittelt ihm eine Pflegekraft, die er aber kategorisch ablehnt. Einzig seine Liebe zu seinen Bäumen und seine Obsession noch täglich Auswertungen von Daten eines russischen Wissenschaftlers durchführen zu wollen, halten ihn am Leben.
Katharina, 17, ist verzweifelt, nachdem die Ehe ihrer Eltern auseinandergebrochen ist und sich der Vater nach Russland aufgemacht hat. Sie, die kurz vorm Abitur steht, schmeißt die Schule und flieht von zu Hause. Über Umwege findet sie Schutz in der Nachbarwohnung von Erich. Die beiden lernen sich kennen und so entsteht durch gegenseitige Hilfe eine fragile, ungewöhnliche Freundschaft.
Ada Dorians Schreibstil ist ruhig. Abweschselnd erzählt sie von Erich und Katharina. Immer wieder gibt es Rückblenden. Anfangs sind es verschiedene Erzählstränge, die sich immer weiter annährern, bis Erich und Katharina das erste Mal aufeinander treffen. Immer weiter werden Schicht um Schicht der Protagonisten gelöst, so dass der Leser immer tiefer in sie schauen kann, sie verstehen lernt.
Der Autorin ist es m.E. dabei wunderbar gelungen die beiden sehr gekonnt auszuarbeiten.
Da ist der tattrige Erich, der am Ende seines Lebens kaum noch Hoffnung hat. Immer weiter zerbröselt seine Selbständigkeit, dennoch hält er sich klammerhaft an seinen Daten, seiner (kleinen) Aufgabe fest um sich nicht ganz zu verlieren. Dabei wächst ihm nicht nur das Leben buchstäblich über den Kopf.
Für Katharina hingegen hat sich das Leben um sie herum aufgelöst. Sie findet keinen Halt, keinen Anker und fühlt sich an den Rand geschoben.
Für beide geht es um Lebensängste, um Spurensuche, aber auch um Hoffnungen und den eigenen Willen und vor allem die eigenen Wurzeln.
Ada Dorian´s Roman hat mich berührt, hat mich nachdenklich gestimmt und hat mich beim Lesen gefesselt. Immer mehr wollte ich über die zwei so unterschiedlichen und doch so ähnlichen Protagonisten erfahren, wollte wissen, ob sie wieder zu ihren Wurzeln zurück finden oder sich im wirren Geäst verlieren.
Passend dazu der Titel und auch die im Text geschildernde "Betrunkenen Bäume". Bäume, die durch die Veränderung ihres Bodens den Halt verlieren, schief wachsen oder absterben. Ein passendes Symbol auch für die zwei Protagonisten.
Fazit:
Ein Roman um zwei verlorene Menschen - aus zwei verschiedenen Generationen mit Hoffnungen, Ängsten, Verzweiflung, auf der Suche nach ihren Wurzeln, hat mich gefesselt und sehr gut gefallen.
Rezensionen von Ela_Ela:
Under Your Skin. Halt mich fest von Cole Scarlett
Trent & Harper : D
Harper Connelly führt ein vermeintlich unbeschwertes Leben in Miami. Doch sie trägt eine schmerzhafte Erinnerung an ihren Ex-Freund mit sich: Narben auf ihrem Rücken. Harper will endlich wieder im Bikini an den Strand gehen, sich frei von der Vergangenheit machen. Trent Andrews ist für seine kaschierenden Tätowierungen bekannt.
Als sie ihn zum ersten Mal sieht, spürt sie sofort eine überwältigende Anziehung. Auch Trent ist übermannt von seinen Gefühlen für diese verletzliche Schönheit, die plötzlich vor ihm steht. Doch Harper fällt es schwer sich fallen zu lassen. Dann merkt sie, dass Trent nicht nur unglaublich attraktiv ist, sondern dass es da noch etwas gibt. Langsam beginnt sie, ihm zu vertrauen. Auch das Tattoo wird von Sitzung zu Sitzung schöner ? ein großes Schwert in Flammen. Bis plötzlich SMS auftauchen, die nur von einem stammen können: Harpers Ex. Schafft er es ein zweites Mal ihr Leben zu erschüttern?
Ich wurde wieder vom Cover magisch angezogen und der Inhalt klang für mich auch vielversprechend.
Von Anfang an wurde ich in die Geschichte gezogen und konnte nicht genug von Trent & Harper bekommen. Ich mochte die beiden sofort und fand sie einfach nur megasympathisch. Auch Drea, Harpers beste Freundin hatte ich total gern, deshalb habe ich mir sofort den Teil über sie bestellt. Ich habe mit allen mitgelitten bis zum spannenden Ende. : )
Fazit: Eine emotionale, mitreißende Geschichte über zwei Menschen die sind wie Makkaroni mit Käse, man muss sie einfach mögen. Von mir bekommt dieses Buch 5 Sterne. Eine Empfehlung von mir. : D
Serie:
1. Under your Skin - Halt mich fest
2. Under your Skin - Bleib bei mir
Rezensionen von i.weilharter@ais-jugend.at:
Das Floß der Medusa von Franzobel
Spannende Grausligkeiten!
Schwere Kost, dieser Roman von Franzobel!
Wird uns doch auf brutale Weise vorgeführt, wie "Mensch" in Extremsituationen "funktioniert" - die menschlichen Abgründe unserer Spezies drastisch vor Augen geführt.
Welch schreckliche Dinge da vorfallen und uns geschildert werden und das auf Basis einer wahren Begebenheit.
Der Autor nimmt einen Vorfall aus dem 19.Jahrhundert zum Anlassfall - obgleich wir um die immerwährende Aktualität dieses Themas menschlicher Grausamkeiten wissen.
Man möchte dieses Buch immer wieder weglegen - schafft es aber nicht! Zu gut, zu raffiniert ist es geschrieben. Der Autor sorgt für einen durchgehenden Spannungsbogen, hält uns trotz der Schilderung aller Grausligkeiten mit seinem emotionsarmen Schreibstil bei Laune.
Unmenschliches, das auf eine menschliche Weise präsentiert wird. Manchmal sogar mit einem Augenzwinkern. Nüchtern, als logische Folge von Ereignisketten. Aber nie zynisch dem Leben selbst gegenüber.
Ein großer Wurf - für zart Besaitete und als Urlaubslektüre nicht geeignet!
Rezensionen von Ela_Ela:
Taste of Love - Küsse zum Nachtisch von Anderson Poppy J.
Nick & Claire <3
Nicht nur sein Ruf steht auf dem Spiel - sondern auch sein Herz ... Nick O'Reilly ist ein echter Küchenrebell und mit unglaublicher Leidenschaft bei der Sache. Ein Verriss in Bostons einflussreichster Tageszeitung trifft ihn deswegen bis ins Mark. Doch als er dann die verantwortliche Gastrokritikerin Claire Parker-Wickham kennenlernt, ist er völlig hingerissen - diese Frau muss er erobern! Wie gut, dass sie sich auf eine Feinschmeckerwette mit ihm einlässt.
Jetzt hat Nick sechs Wochen Zeit, um Claire nicht nur mit seinem Essen zu betören ...
Nachdem mir der erste Band "Geheimzutat Liebe" schon gefallen hat, durfte ich mir den zweiten auch nicht entgehen lassen.
Und Claire & Nick mochte ich auf Anhieb. Die Diskussionen der beiden die eine gewisse Spannung zwischen ihnen rübergebracht hatte konnte ich als Leser sofort spüren. Aber die Enthüllung am Ende hat mir fast die Füße unterm Tisch weggehaut. Wow das hatte ich nicht erwartet und Claire ebenso wenig.
Fazit: Ich fand dieses noch ein wenig unterhaltsamer als den ersten Teil auch wenn ich Brooke & Drew auch gerne mochte. Aber dieses Buch bekommt von mir 5 Sterne.
Serie:
1. Taste of love - Geheimzutat Liebe
2. Taste of love - Küsse zum Nachtisch
3. Taste of love - Zart verführt (erscheint im Oktober 2017)
Rezensionen von Katharina01:
Die Krone der Sterne von Kai Meyer
Actionreiche, aber etwas flache Weltraumjagd
Iniza, eine junge Adelige aus der Galaxie Tiamande, wurde als Braut für die Gottkaiserin ausgewählt, die gemeinsam mit ihrem Hexenorden über die Galaxie herrscht. Niemand weiß, was genauso wie dabei erwartet - aber vermutlich ist es nichts Gutes. Gemeinsam mit ihrem Geliebten Glanis, dem Kopfgeldjäger Kranit und der kleinkriminellen Alleshändlerin Shara tritt sie die Flucht an.
Was folgt, ist eine rasante Jagd durch das All.
***
"Die Krone der Sterne" ist das neueste Buch des Fantasy-Bestsellerautors Kai Meyer, der sich damit an ein für ihn neues Genre herangewagt hat. Der Klappentext versprach eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction, weshalb ich zugegriffen habe, obwohl ich normalerweise kaum Science Fiction lese. Tatsächlich war das Buch dann aber sehr techniklastig und richtete sich wohl an erfahrenere Science Fiction-LeserInnen. Zumindest fühlte ich mich zwischen all den Plasmawaffen, schwarzen Löchern und Raumschifftypen manchmal ein wenig verloren. Hilfreich waren jedoch die Bilder zu Beginn des Buches.
Die Charaktere waren durchwegs interessant. Sie alle haben ihre Ecken und Kanten und ihre Geheimnisse, die erst langsam enthüllt wurden. Interessanterweise gefielen mir Kranit und Shara, die beiden Nebencharaktere, besser die die Protgaonistin, die (genauso wie ihr Geliebter) demgegenüber eher farblos blieb. Kranit und Sharas Charaktere waren dafür für meinen Geschmack schon fast zu überzeichnet und wirkten teils wie Karrikaturen von sich selbst (etwa was die ständige Gewaltanwendung betrifft).
DIe Handlung konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Auf einen fulminanten und actionreichen Einstieg folgte bis zum Schluss des Buches eine einzige lange Flucht, ohne allzu Dramarturgie. Die Hintergründe blieben dabei recht nebulös, mir wurde beispielsweise bis zum Schluss nicht klar, warum der Hexenorden Iniza so dringend haben möchte oder was der Hexenorden überhaupt genau ist. Für mich hat sich das Buch wie ein einziger langer Prolog zu einer größeren Geschichte gelesen und tatsächlich ist meines Wissens eine Fortsetzung geplant.
Zusammengefasst bietet "Die Krone der Sterne" daher eine solide geschriebene Weltraumjagd mit interessanten Charakteren und neuen Ideen. Spannung kam bei mir jedoch keine auf, weshalb ich die Fortsetzung nicht lesen werde.
Rezensionen von Landbiene:
Die Krone der Sterne von Kai Meyer
Die Krone der Sterne
Eigene Inhaltsangabe:
Die Adlige Iniza wurde ausgewählt um eine Braut der Gottkaiserin zu werden die einen Hexenorden beherrscht. Auf dem Weg zur Gottkaiserin gelingt Iniza allerdings die Flucht. Mehr schlecht als Recht! Denn urplötzlich hat sie die Alleshändlerin Shara und einen Waffenmeister namens Kranit am Hals.
Zu allem Überfluss ist auch noch ihr heimlicher Geliebter Glanis verschwunden. Gemeinsam beginnt die Flucht, Suche und das Abenteuer.
Schreibstil:
Der Schreibstil von Kai Meyer ist zwar flüssig, dennoch kam ich immer wieder ins stocken und schweifte mit meinen Gedanken komplett ab. Das führte dazu, dass ich gar nicht mehr so richtig wusste worum es ging und einiges doppelt las. Er hat fantastische Planeten und Raumschiffe erschaffen, aber die Charaktere und die Geschichte an sich konnten mich rein gar nicht fesseln. Die ganzen unbekannten Dinge wurden mir zu wenig beschrieben, sodass meine Fantasie nicht genug angeregt wurde. Ich hatte nur Hyperschleusen, Blaster und was für Dinge auch immer im Kopf. Vielleicht ist das dem Genre anzulasten, aber ich hab auch schon andere Fantasy-Bücher gelesen in denen es nicht so Technik lastig daher ging. Beginnen tut die Geschichte mit zwei verschiedenen Erzählsträngen die dann ineinander fließen, aber auch später gibt es verschiedene Perspektiven der Protagonisten. Ansonsten sind die Kapitel nummeriert und haben eine angenehme bis kurze Leselänge.
Allgemeine Meinung:
Eigentlich hatte ich mich sehr auf das Buch gefreut, da ich von Kai Meyer bis jetzt nur Gutes gehört habe und ?Die Seiten der Welt? Band 1 mir gefallen hat. Leider bin ich aber wirklich enttäuscht. Es fing damit an das ich der Geschichte einfach nicht richtig folgen konnte. So viele unbekannte Dinge, Wörter, Planeten, Waffen usw. zu denen ich kein richtiges Bild in den Kopf bekommen habe und dazu die Geschichte die ich irgendwie langweilig fand. Am schlimmsten war für mich das ich zu den Protagonisten einfach keine Beziehung aufbauen konnte. Ich kann auch nach dem Lesen des Buches noch nicht mal sagen, ob ich Iniza sympathisch fand oder nicht. Die meisten Protagonisten sind für mich völlig farblos und somit unbekannt geblieben. Es hat einfach an den Emotionen der Charaktere gefehlt die eine Geschichte spannend macht und den Leser fesselt. Da kann noch so viel Action sein?.Lediglich der Waffenmeister Kranit konnte mich etwas erreichen, sowie die Muse. Ein Robotermädchen das mehr Gefühl zeigt, wie Iniza ihrem Verlobtem gegenüber. Hätte ich das Buch nicht im Rahmen einer Lesechallenge gelesen, hätte ich bei S. 120 abgebrochen. Im Nachhin, wäre es für mich persönlich auch die richtige Entscheidung gewesen!
Leider nur 2 von 5 Sternen!
Rezensionen von Josetta:
Die Krone der Sterne von Kai Meyer
Vorsicht, Weltraumsuchtgefahr...
Zusammen mit ihrem Hexenorden, herrscht die allmächtige Gottkaiserin über das galaktische Reich Tiamande. Der Orden sucht in regelmäßigen Abständen nach Mädchen, die ihr als Bräute zugeführt werden. Deren zukünftiges Schicksal ist nahezu unbekannt. Niemand hat sie je wieder zu Gesicht bekommen.
Die adlige Iniza ist die nächste auserwählte Braut. Diese Zukunftsaussicht gleicht einem Alptraum für die junge Frau. Darum plant sie mit ihrem Leibwächter und Liebhaber Glanis die Flucht von einer Raumkathedrale, die sie auf direktem Weg zu den Hexen bringen soll. Ihr heimliches Ziel ist der Planet Noa, dessen Existenz nur eine Gruppe von Weltraumpiraten kennt. Inizas abtrünniger Onkel Fael ist der Anführer dieser gefürchteten Gesellschaft von Schurken und Banditen. Er gestattet dem Liebespaar Asyl. Leider vereitelt der Söldner und legendäre Waffenmeister Kranit die geplante Flucht der Beiden. Er hat eigene Pläne mit der jungen Dame. Widrige Umstände veranlassen eine Zusammenarbeit von Kranit, Iniza und Glanis. Kurze Zeit später mischt auch die Alleshändlerin Sarah Bitterstern tatkräftig mit.
Die Vier werden nicht nur vom Orden verfolgt. Auch Inizas verhasster Onkel Hadrath ist dem Gespann dicht auf den Fersen. Sein Ziel ist glasklar: Noa. Denn er hat noch eine Rechnung mit seinem schlimmsten Feind zu begleichen, seinem Bruder Fael?
Das Buch von Kai Meyer punktete bereits mit seinem Cover und den Skizzen, die auf den ersten Seiten zum Vorschein kamen. Skizzen von Tiamande und seinen Bewohnern, die ich erst mal minutenlang betrachten musste. Das galaktische Reich bekam am Anfang des Buches sofort ein Gesicht. Einfach toll.
Dieser Roman war mein erster Ausflug in ferne Welten, sprich mein erstes Buch aus dem Genre SciFi/Planeten/Weltraumkämpfe usw. Ich kann nicht beurteilen, ob die Gefechte und Jagten mit Raumschiffen, Weltensprüngen und fremden Galaxien schon tausende Male in ähnlichen Büchern geschildert wurden.
Tatsache ist, ich wurde hervorragend unterhalten. Mir hat ?Die Krone der Sterne? richtig gut gefallen. Der Spannungsbogen war immer vorhanden. Im Gegenteil, einige Male wäre ich gerne länger auf den jeweiligen Planeten verweilt, mich faszinierten die vielen verschiedenen Welten von Kai Meyer.
Der Autor verpasste allen Charakteren ein liebevolles Etwas. Egal ob streitsüchtige Shara, Eigenbrötler Kranit, tapfere Iniza oder liebenswerte Muse. Man muss sie gern haben.
Ich freue mich über eine Fortsetzung von Tiamande. Der nächste Band wird zu 100% wieder in meinem Bücherregal zu finden sein. Denn einzig der Schluss hat nicht wirklich befriedigt. Es fehlt der berühmte Cliffhanger. Aber auch so lege ich mein Buch zufrieden zurück an seinen Platz und gebe eine klare Leseempfehlung für alle, die mit besonderen Charakteren eine äußerst spannende Reise zu fernen Galaxien unternehmen möchten. Es lohnt sich.
Rezensionen von Gaby 2707:
Fluch über Rungholt von Franziska Steinhauer
Vom Untergang einer Nordseeinsel
Auf Rungholt, einer kleinen Nordseeinsel geht es bügelhoch her. Ausschweifungen und Sünden, Verschwendungs- und Spielsucht, Eitelkeit ? Pfarrer Rierd Asmus wird seiner Schäfchen nicht mehr Herr. Als kurz nacheinander zwei junge Frauen eines unnatürlichen Todes sterben und dann auch noch ein Mann in einem Salzbottich tot aufgefunden wird, verdächtigt man einen Fremden ? den Zeitreisenden Shahid.
Franziska Steinhauer nimmt mich mit in das Jahr 1362, wo angeblich im Januar eine Sturmflut die Nordseesiedlung Rungholt und ihre Bewohner unter sich begraben hat.
Shahid, ein Zeitreisender mit spektakulärem Gedächtnis, taucht in Rungholt auf. Er ist sich sicher, dass die beiden jungen Frauen keines natürlichen Todes gestorben sind. Durch seine Methoden macht er sich verdächtig und die Bewohner haben schnell ihn als den Mörder in Verdacht. Er ist so ein ganz anderer ?Ermittler?, der hier auch seine eigene Geschichte kurz erzählt.
Auch die weiteren Personen sind so menschlich und natürlich gezeichnet, die Örtlichkeiten so naturgetreu wiedergegeben, dass ich schnell mitten in der Geschichte drin bin. Ich meine den Schmutz auf den Straßen und am Markt riechen zu können, meine die Hitze in der Salzsiederei auf meiner Haut zu spüren und laufe mit den Pferden sehr vorsichtig durch die Torfregion um nicht einzusinken. Der Unterschied zwischen den wenigen durch das Salz reich Gewordenen und dem armen hart arbeitenden Volk kommt sehr gut rüber. Die Behandlung der Untergebenen und auch des kleinen Kindes eines Salzsiedereibesitzers und seiner Frau haben mich etwas entsetzt. Dass die Frauen damals überhaupt keine Rechte, sondern nur dem Manne untertan zu sein hatten, kann ich heute kaum noch verstehen, wird in der Geschichte sehr klar heraus gestellt.
Leid getan hat mir Pfarrer Asmus, der einen sehr schweren Stand in seiner Gemeinde hat und es nicht verwinden kann, wie sich alles zum Negativen verkehrt.
Vielleicht liegt es an der damaligen Zeit, dass ich außer mit Shahid mit keiner der Personen richtig ?warm? geworden bin. Er hat mich mit seiner so ganz anderen Art gefesselt und beim Lesen gehalten.
Für mich besonders interessant finde ich die Seiten nach der Geschichte. In Legende und Wahrheit erfahre ich vieles aus der vergangenen Zeit und auch über Rungholt. Und wer mag, kann sich in den Informationen zur Zeitgeschichte mit weiterem Lesestoff versorgen.
Für alle, die mittelalterliche Geschichten mit interessanten Figuren und einem guten Plot mögen ? hier bitte zugreifen.
Rezensionen von StefanieFreigericht:
In jedem Augenblick unseres Lebens von Tom Malmquist
In Todesnähe gibt es eine besondere Art von Wirklichkeit, die alle Schutzmaßnahmen niederreißt, bis man gezwungen ist, dem Leben ohne Hoffnung auf Verschonung zu begegnen
In Todesnähe gibt es eine besondere Art von Wirklichkeit, die alle Schutzmaßnahmen niederreißt, bis man gezwungen ist, dem Leben ohne Hoffnung auf Verschonung zu begegnen
"Der Oberarzt tritt den Kipphebel an Karins Patientenbett fest. Mit lauter Stimme informiert er die Krankenschwestern, die Karins Top und Sport-BH aufschneiden: Patientin schwanger, Kind laut Angaben wohlauf, dreiunddreißigste Woche, vor etwa fünf Tagen grippeähnliche Symptome, Fieber, Husten, leichte Atemnot, der Schwangerschaft zugeschrieben, heute akute Verschlechterung, schwere Atemnot, vor einer Stunde hier in der Geburtsklinik erschienen.
" S. 7 Das sind die ersten zwei Sätze des Buches - sie läuten die ersten knapp 100 Seiten ein, die genau das beschreiben, was man aus dem Klappentext erwartet: Karin, bis dahin völlig gesund, werdende Mutter, Lebensgefährtin von Autor Tom Malmquist, liegt plötzlich in lebensbedrohlichem Zustand im Krankenhaus.
Ich konnte mich auf das Thema einlassen, kenne kleineren Dramen mit gutem Ende - dieses Gefühl des aus-der-Welt-Fallens in den Fluren eines Krankenhauses und konnte mich darin wiederfinden. Der Autor war bis dahin mit Gedichten in Erscheinung getreten, mit Songtexten, dies ist sein Debüt. Er (be-)schreibt mehr die Fakten als vordergründig über die Emotionen, gerade auch in der ersten Zeit nach dem Tod seiner Frau, zurückgelassen mit der neugeborenen Tochter. Die Trauer merkt man mehr in den Neben-Informationen, den fortgesetzten Gesprächen mit der Psychiaterin, den Reaktionen von Freunden und Familie, dem Schlafmittelbedarf - alles wenig verwunderlich. Er funktioniert.
Man muss sich an den Schreibstil des Buches, das nach meiner Meinung eher Biographie denn Roman ist, gewöhnen, an stream-of-consciousness-Manier ohne gekennzeichnete wörtliche Rede und häufig ohne klar benannte Sprecher. "Wie alt ist eigentlich Karins Bruder?, fragt Alex. Vor etwa einem Monat haben wir seinen Vierzigsten gefeiert, wieso?, will ich wissen. Ich war ihm noch nicht begegnet, und was machen Karins Eltern, fragt Alex. Du meinst, was sie arbeiten?, frage ich." S. 89 Der Text würde dann auch glatt als Dialoganweisung für ein Fernsehspiel taugen. Der Effekt war dann auf mich auch tatsächlich der, ganz unmittelbar am Geschehen dran zu sein, nicht einmal von bestimmten Sprachnormen gefiltert. Dazu gibt es auch häufige zeitliche Rücksprünge auf frühere Zeiten, so, wie es gerade in die Erinnerung hineinfällt.
Ich habe den Roman zügig und mit einer gewissen Sympathie gelesen, mag gelegentlich gerne Biographien über interessante historische Persönlichkeiten. Ich kann nachvollziehen, dass man bei einem Schicksalsschlag, besonders bei Trauer, das Bedürfnis verspürt, darüber zu reden, vielleicht Tagebuch zu schreiben - ein Buch daraus zu machen, ist für mich dennoch immer grenzwertig zu "Betroffenheitsliteratur". In diesem Dilemma bin ich auch hier.
Ein tolles Buch, das Malmquist seiner Tochter geben kann darüber, wie ihre Mutter war, wie ihre Eltern einander kennengelernt haben, wie die erste Zeit ohne ihre Mutter war, die sie nie kennenlernen durfte, wohl aber die Trauer des Vaters; vielleicht auch ein tolles Buch für die Familie, Freunde, für sich selbst.
Kann Malmquist eindringlich schreiben: ich finde, ja.
Ein tolles Buch für jedermann: ich finde - nein. Dazu ist das zu sehr eine rein persönliche Geschichte, bei der der Autor aber natürlich jegliches Recht hat, diese offen kundzutun.
4 von 5 Sternen, weil mich der Text berührte.
Nachtrag:
Ich schreibe üblicherweise erst meinen Kommentar und lese dann die von anderen - dabei ergänze ich gelegentlich, wenn ich einem häufigen Tenor nicht beipflichte. Ich habe "kalt" als Beschreibung für Malmquists Buch gelesen, "gefühllos" - nein, nicht nach meiner Meinung. Malmquist beschreibt bereits sein Handeln im Krankenhaus als von Panik getrieben. Er beschreibt die Angst, mit seiner Tochter etwas falsch zu machen - er beschreibt keine Weinkrämpfe, ist eher lakonisch, vielleicht auch erstarrt. Ich mag nicht, dass heute nur als "authentisch" gilt im Zeitalter von Castingshows, wer geradezu hysterisch, laut wird. Erst mit den letzten Seiten scheint Malmquist sich aus dieser Erstarrung zu lösen, teilt er seine Tränen mit. Von dort stammt auch das Zitat, das zu meinem Titel führte, er redet dabei seine Partnerin direkt an und erinnert sich "?du siehst mich an und erzählst, dass es in Todesnähe eine besondere Art von Wirklichkeit gibt, eine, die alle Schutzmaßnahmen niederreißt, bis man gezwungen ist, dem Leben ohne Hoffnung auf Verschonung zu begegnen.." S. 288








