Kunden em pfehlungen
Rezensionen von vielleser18:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Ein Buch, das man kaum aus der Hand legen kann
Anil kommt aus einem kleinen indischen Dorf, er ist der Älteste der fünf Geschwister und wird schon früh von seinem Vater in das alltägliche Leben herangeführt, besonders wenn es um die Schiedsversammlungen geht, die sein Vater leitet. Denn Anils Weg zur Nachfolge seines Vaters ist eigentlich vorherbestimmt.
Doch seine Eltern fördern ihn, so daß er Medizin studieren kann und für seine praktischen Jahre Erfahrungen in Dallas sammeln kann. So macht sich der junge Inder auf in eine ferne, für ihn fremde Welt.
Zurück lässt er auch Leena, eine Freundin aus Kindertagen. Auch Leenas leben scheint vorherbestimmt. Ihre Eltern suchen für die junge Frau einen aussichtsreichen Heiratskandidaten. Das ist nicht einfach, vor allem, da sie wenig MItgift zahlen können.
Die Autorin, Shilpi Somaya Gowda, ist in Kanada aufgewachsen, doch ihre Eltern kommen aus Mumbai. Sie hat mich schon mit ihrem ersten Buch " Die geheime Tochter" überzeugen können und hat mich gefangen genommen, mit ihrem Erzählstil und mit ihrer Geschichte.
Auch diesmal sind es die verschiedenen Welten, Indien und die UsA, die in dieser Geschichte aufeinander prallen. Es geht um die verschiedenen Kulturen - wie das indische Dorfleben doch so ganz anders verläuft als das amerikanische Großstadtleben. Es geht um - das schon längst verbotene - Mitgiftgebaren in Indien, genauso wie Ausländerfeindlichkeit in Amerika. Es geht um Familenbande, um die Tiefen und Anstrengungen, die es bedeutet als Arzt in Ausbildung zu sein, um Entscheidungen, um Verluste, um Kämpfe um und mit Patienten.
Es geht auch um Demütigung, Ausnutzung, um entsetzliche Abhängigkeiten.
Es geht aber auch um Freunde, um Liebe und um das schöne Leben, egal auf welchem Kontinent.
Die Autorin erzählt wechselseitig von Anil und Leena, sie schreibt in einem mitreissenden Erzähl- und Schreibstil, so dass wir mitfühlen und mitleiden, aber uns auch mitfreuen können. Sie hat mich begeistert, hat mich in eine fremde Welt entführt .
Fazit:
Ein wundervolles Buch, dass nie langweilig wird und am Ende noch überrascht. Überzeugend, authentisch, beeindruckend.
Rezensionen von Ann:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Eine berührende Geschichte zweier Menschen in unterschiedlichen Welten
Anil und Leena wachsen gemeinsam in einem Dorf in Indien auf.
Während ihrer Kindheit waren die beiden beste Freunde und unzertrennlich, doch im laufe ihrer Jugend trennen sich ihre Wege.
Anil ist der erstgeborene Sohn der reichsten Familie im Dorf, er soll später einmal in die Fußstapfen seines angesehenen Vaters treten und die Funktion als "Schiedsmann" übernehmen.
Doch schon früh wird sowohl Anil als auch seinem Vater klar dass Anils Berufung eine andere ist. Er möchte Arzt werden.
Sein Vater unterstützt Anils Entscheidung und mit seinem Segen geht Anil nach seinem abgeschlossenen Studium nach Amerika um am Parkview Hospital seine Ausbildung als Assistensarzt anzutreten.
Sein Weg in Amerika ist hart und steinig und mehr als einmal ist er mit seinem neuen Leben völlig überfordert. Doch Anil gibt nicht auf und geht diesen Weg...
Leena, die in ärmeren Verhältnissen auwächst bleibt in Indien und wird kurz nach Anils Weggang mit einem Mann deren Familie einer höheren Kaste angehört verheiratet.
Leena ist glücklich und freut sich auf das Leben mit ihrem Mann.
Doch nachdem die Trauung vollzogen wurde und Leena in das Haus ihrer Schwiegerfamilie einzieht zeigen diese ihr wahres Gesicht.
Beleidigungen, Anfeindungen, Schläge, das alles muss sie über sich ergehen lassen.
Leena nimmt dies alles hin bis zu einem Morgen der alles verändert...
Leena flüchtet um ihr eigenes Leben zu retten.
Fazit:
Dieses Buch führt einem vor Augen welch große Unterschiede zwischen den Kulturen herrschen und welche Probleme dies mit sich bringen kann.
Sowohl über die positiven als auch die negativen Seiten der jeweiligen Länder wird hier berichtet.
Für mich war es eine sehr interessante und aufschlussreiche Lektüre die mir die indische Kultur mit ihren Sitten und Bräuchen näher gebracht hat.
Den Schreibstil der Autorin empfand ich als sehr angenehm.
Von mir gibt es lediglich einen Stern weniger, da ich das Ende etwas vorschnell fand und ich mir gewünscht hätte dass dieses noch etwas ausführlicher beschrieben wird.
Rezensionen von Lisibooks:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Eine Liebe in zwei Welten
Anil wächst in einer angesehenen Familie in einem kleinen Dorf in Indien auf. Da sich schon früh zeigt, dass Anil sehr klug ist, wird er von seinem Vater gefördert und erhält die Möglichkeit, Medizin zu studieren. Nach seinem Studium verlässt Anil Indien, seine Familie und Leena, seine Freundin aus Kindheitstagen, um seine Assistenzzeit in Dallas zu absolvieren.
Besonders der Abschied zu Leena fällt ihm schwer, denn er hat als Jugendlicher Gefühle für sie entwickelt, seiner Familie war Leena jedoch nicht standesgemäß genug. In den USA lernt Anil die positiven, aber auch die negativen Seiten der Gesellschaft kennen und wird immer wieder mit seiner Herkunft konfrontiert. Auch Leena, die mit einem ?passenden? Mann verheiratet wird, muss ein schweres Schicksal erleiden.
Der Roman wird überwiegend aus Anils Perspektive erzählt, doch man erhält auch einen Einblick in Leenas Lebensweg, der einen nicht minder mitnimmt. Die Schicksale beider sind sehr unterschiedlich und beide haben mit hohen Erwartungen, Rückschlägen und schlimmen Erlebnissen zu kämpfen. Anil ist zwar ein sehr guter Arzt, steht sich aber oft selbst im Weg und hat es als Ausländer nicht leicht. Leena hingegen darf ihre Eltern nicht enttäuschen und muss sich der Gesellschaft entsprechend verhalten.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht zu lesen und gut zu verstehen. Anfangs hatte ich Probleme, mir die indischen Namen zu merken und bin über das ein oder andere nicht erklärte Fremdwort gestoßen. Auch werden viele medizinische Details ausgeführt, die mich nicht besonders interessiert haben.
Die zwei Welten ? Amerika und Indien ? werden anschaulich dargestellt und man bekommt einen hervorragenden Einblick in das exotische Leben der Inder. Beim Lesen hat man all die bunten Farben vor Augen, sieht den wunderschönen Schmuck der Inderinnen und ihre prachtvollen Saris. Auch die kulinarischen Genüsse kommen nicht zu kurz. Dabei redet die Autorin die Probleme beider Welten nicht schön, sondern thematisiert auch viele negative Seiten der konservativen Gesellschaft, was mir gefallen hat. Ich hatte aber auch teilweise den Eindruck, dass zu viele schlimme Klischees in der Geschichte vorkommen. Diese sind zwar realistisch, aber dass Anil und Leena alles auf einmal passiert, kommt mir doch sehr unglaubwürdig vor und die Schere zwischen den schlimmen Ereignissen und der größtenteils heilen Welt am Ende des Buches habe selten so groß gesehen.
Besonders gefallen haben mir die kleinen Geschichten aus dem Schiedsgericht. In Anils Dorf werden kleinere und größere Streitereien von einem Streitschlichter geklärt. Diese Vorgehensweise ist faszinierend und immer wieder gibt es ein Kapitel, in dem man einen solchen Fall kennenlernen darf.
Fazit: Eine Empfehlung für alle, die Indien in vielen Facetten kennenlernen möchten und schicksalhafte Geschichten mögen. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, runde aber wohlwollend auf :-)
Rezensionen von Eeyorele:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Zwischen zwei Kulturen
Inhalt
Anil ist es von seiner Geburt an bestimmt, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und Schiedsmann in seinem Dorf in Indien zu werden. Doch er hat andere Ziele und Träume und es gelingt ihm auch, mit der Hilfe seines Vaters, der ihm den Rücken stärkt, Medizin zu studieren und seine Facharztausbildung in Amerika absolvieren zu können.
Fern ab von seiner Familie und in einer völlig anderen Kultur, muss Anil zu sich selbst und zu seinem Verhältnis zu seiner eigenen Familie und Vergangenheit finden.
Währenddessen erlebt Anils Jugendliebe Leena in Indien ein ganz anderes Schicksal. Zunächst glücklich mit der arrangierten Ehe durch ihre Eltern muss sie bald ganz allein als Frau für sich selbst kämpfen und immer wieder durch Schicksalsschläge zurückgeworfen ihren eigenen Weg finden, in einem Land, indem eine Frau alleine eigentlich keine Chance hat.
Anils und Leenas Geschichte, die zusammen in der Kindheit begann und sich dann durch viele tausend Kilometer Entfernung trennte findet wieder zusammen. Doch können die beiden zusammenfinden mit all den Dingen die sie ohne den anderen erlebt haben auf völlig unterschiedlichen Erdteilen?
Meinung
Shilpi Somaya Gowda schreibt eine sehr berührende Geschichte über zwei völlig unterschiedliche Kulturen und zwei völlig unterschiedliche Schicksale die doch irgendwie miteinander verstrickt sind. Dabei gelingt es ihr, schmerzliche und schockierende Szenen zu erzählen ohne dabei zu kitschig zu werden oder den mahnenden Zeigefinger zu erheben. Man erfährt was es heißt, eine Frau in Indien zu sein und leidet mit Leena mit. Trotzdem lässt es die Geschichte zu, sich seine eigene Meinung zu den Geschehnissen zu bilden und gibt dem Leser nicht die Meinung des Autors vor.
Es gelingt Shilpi Somaya Gowda außerdem wundervoll darzustellen wie es sich anfühlt, wenn man von einer Kultur in eine völlig neue kommt und sich erstmal neu orientieren muss. Anil muss sein Leben und seine Einstellungen in Amerika neu durchdenken. Zudem lebt er auch in einem Konflikt mit seiner Verantwortung der Familie gegenüber und braucht eine ganze Weile, bis er seinen eigenen Weg findet und auch bereit ist, für seine eigenen Entscheidungen einzustehen.
Die Geschichte ist in einem sehr schönen, flüssigen Stil geschrieben, so dass man sie gut lesen kann. Das hin- und herspringen zwischen den beiden Protagonisten Anil und Leena ist gut nachvollziehbar und bringt Abwechslung in die Geschichte. Auch die Zeitsprünge in die Vergangenheit sind gut zu erkennen und bringen oft wichtige Informationen, um die Gegenwart der Geschichte besser zu verstehen. Allerdings sind die beiden Protagonisten nicht gleichwertig ausgewogen. Leenas Geschichte schafft es viel mehr, den Leser zu fesseln, während Anils Geschichte durch seine sehr unsichere und teilweise egozentrische Denkweise zwischenzeitlich schwer nachzuvollziehen ist, so dass man seinem Schicksal nicht mit der gleichen emotionalen Verbundenheit folgt, wie Leenas.
Zudem ist das Ende des Buches zwar passend, wirkt aber ein wenig gehetzt. Das ist schade, da die ganze Geschichte wirklich angenehm zu lesen ist und man sich dann am Ende doch ein wenig überrumpelt fühlt, von allem was noch in kurzen Sätzen passiert. Dennoch bleibt kein Geheimnis ungelüftet und alle Fäden der Geschichte finden zusammen.
Empfehlung
"Der goldene Sohn" ist eine schöne Geschichte mit kleinen Schwächen, die aber durch den angenehmen Stil und die tollen Protagonisten (oder vor allem die tolle Protagonistin) wett gemacht werden. Es ist eine Geschichte über zwei verschiedene Kulturen, in der man viel über Indien lernen kann, aber auch über die Schwierigkeiten, die Familie und kulturelle Unterschiede wohl für jeden mit sich bringen. Jeder, der gerne über Indien liest und interessiert ist an Identifikationsfindung wird mit diesem Buch seine Freude haben.
Rezensionen von Ela_Ela:
Love & Lies von McAdams Molly
Spannend bis zum offenen Ende - wieder mal!
Inhalt: Nachdem sie in der Vergangenheit hintergangen und verletzt wurde, will Rachel lieber als verrückte Katzenlady ein einsames Dasein fristen, als jemals wieder einem Typen zu vertrauen. Schon gar nicht einem umwerfend gut aussehenden Bad Boy mit Tattoos und Harley - wie Undercover-Cop Logan 'Kash' Ryan.
Doch wenn er sie mit seinen stahlgrauen Augen ansieht, muss Rachel ihre gesamte Willenskraft aufwenden, um seinen sexy Körper nicht mit ihren Blicken zu verschlingen.
Das Buch hat mich schon länger vom Cover her angesprochen. Und jetzt hab ich es mir auch endlich zugelegt und finde es wundervoll.
Die beiden Hauptpersonen sind mir relativ schnell ans Herz gewachsen und habe gerne über sie gelesen und auch Mase konnte mein Herz erobern. Candice war mir ein bisschen zu extrem auch wenn sie eine gute Freundin und Schwester für Rachel ist, doch mit ihr konnte ich einfach nicht warm werden, vielleicht ändert sich das ja im 2. Teil.
Am Anfang war es zwar ein bisschen fad, aber sobald Kash auftaucht kann man nicht mehr aufhören zum Lesen. Eigentlich habe ich mit einer normalen Liebesgeschichte gerechnet doch das sich das Buch so zu einem Krimi entwickelt war unerwartet. Aber mir hat es gefallen und ich finde es hat ganz gut in die Geschichte gepasst. Doch das warten auf den zweiten Teil nach diesem Cliffhanger kommt einen wie eine Ewigkeit vor.
Fazit: Eine wundervolle Liebesgeschichte die sich zu einem superspannenden Krimi entwickelt und mit einem Cliffhanger endet kann man nur verschlingen. Freu mich schon auf den 2. Teil und euch wünsche ich viel Spaß beim Lesen. :)
Serie:
1. Love & Lies - Alles ist erlaubt
2. Love & Lies - Alles ist verziehen (erscheint im März 2016)
Rezensionen von Tanja Zwiener Buchhandlung HEYN Klagenfurt:
In eisige Höhen von Jon Krakauer
Fesselnd und dramatisch!
Nicht umsonst ein moderner Klassiker der Bergliteratur: Unendlich fesselnd und dramatisch (und nur in einem Rutsch) zu lesen wirft die Lektüre auch etwas Licht auf die Frage, warum Menschen sich das antun wollen oder müssen... Die Leseempfehlung gilt dagegen ohne Zweifel!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tanja Zwiener Buchhandlung HEYN KlagenfurtRezensionen von susanne.pichler@gmx.at:
American Gods von Neil Gaiman
Die Geister von längst verstorbenen Keksen
Neil Gaiman hat mit "American Gods" ein Buch geschrieben, das alle Dimensionen sprengt. Der nun vorliegende Director's Cut ist die ungekürzte Originalversion, die zum ersten Mal in dieser Form veröffentlicht worden ist. "American Gods" lässt sich nicht auf ein Genre beschränken; enthalten sind Roman, Krimi, Fantasy, Mythologie und Reiseliteratur.
Hauptfigur ist Shadow, der nach drei Jahren im Gefängnis frühzeitig entlassen wird. Von Anfang an ist er eine geheimnisvolle Figur; sein Name ist Shadow, sonst nichts, die Beschreibung seines Aussehens beschränkt sich auf die Hinweise, dass er groß und kräftig ist, selbst der Grund seines Gefängnisaufenthaltes wird nur angedeutet. Shadow will keinen Ärger. Sein einziges Ziel ist die Rückkehr zu seiner Frau Laura. Unmittelbar vor seiner Entlassung wird er darüber informiert, dass Laura bei einem Verkehrsunfall gestorben ist. Vollkommen betäubt macht er sich auf den Weg nach Hause. Doch am Flughafen trifft er Wednesday, einen älteren Herrn, der großes Interesse an Shadow bekundet und ihm unbedingt einen Job anbieten will. Obwohl Shadow alles tut, um ihm aus dem Weg zu gehen, taucht Wednesday immer wieder an seiner Seite auf. Schließlich akzeptiert Shadow das Jobangebot Wednesdays; er soll als Bodyguard, Chauffeur, Mädchen für alles fungieren.
Wednesday nimmt Shadow auf eine Reise quer durch die USA mit. Sie treffen auf die sonderbarsten Personen; meistens ältere, leicht abgerissene Herrschaften, denen etwas Seltsames anhaftet. Wednesday ist dabei, eine große Schlacht zu organisieren, in der es um nicht weniger als die Seele Amerikas geht. Mit der Zeit wird Shadow in die Pläne eingeweiht. Dabei offenbart sich Wednesday als Odin persönlich und die skurrilen Typen, die sie quer im Land aufsuchen als alte Götter, die mit den frühen Einwanderern aus allen Erdteilen nach Amerika kamen: Osteuropa, Irland, Ägypten, Westafrika, Karibik,... Nun sind sie in Vergessenheit geraten, kaum jemand erinnert sich noch an sie. Um ihr Überleben sicherzustellen, soll es zum offenen Kampf gegen die neuen Götter kommen. Diese neuen Götter haben Verbündete, die ähnlich wie Geheimdienste agieren. Gleichzeitig verlagert sich ein Teil der Handlung "hinter die Kulissen", wobei angedeutet wird, dass unsere reale Welt mehr Schein als Sein ist.
Die große Schlacht findet letzten Endes statt; doch unter ganz anderen Voraussetzungen als zuvor gedacht, denn kein Geringerer als Loki ist der Mastermind hinter dem großen Plan. Und Shadow erlebt dabei mehr als eine Überraschung.
"American Gods" müsste man wahrscheinlich mindestens zweimal hintereinander lesen, um die Fülle an Geschichten, Personen und Ereignissen aufzudröseln, zu verdauen und wirklich zu verstehen. Gleichzeitig müsste man ein Mythologie Lexikon parallel lesen, um alle Götter identifizieren zu können und ihre Bedeutung für den Roman klarer erfassen zu können. Trotz dieser Fülle fesselt Neil Gaiman den Leser an seine Geschichte. Schon auf den ersten Seiten erschafft er eine dermaßen unheilvolle Stimmung, dass der Leser erahnt, dass wirklich Großes auf ihn zukommen wird. Neil Gaiman lässt seine Götter so auftreten, wie man sie aus antiken Sagen kennt: egoistisch, von ihrer Sonderstellung berauscht, leicht größenwahnsinnig und den Menschen nicht sonderlich zugetan. Doch genau mit diesen Eigenschaften erschafft man Hauptfiguren, die fesseln und überzeugen. Ebenso schillernd und unterschiedlich wie die Personen sind auch die Orte des Romans: heruntergekommene Spelunken und karge Gebirgslandschaften wechseln sich mit einem malerischen Ort namens Lakewood ab, der als Ideal einer Kleinstadt gelten kann.
Und so ganz nebenbei bereist man noch unzählige Bundesstaaten der USA. Die Reise durch die Südstaaten, im besonderen Tennessee, wird so verlockend geschildert, dass man am liebsten sofort dorthin aufbrechen möchte.
"Americcan Gods" kann man nicht unbedingt als leichte Lektüre bezeichnen. Obwohl ich Shadow und Wednesday auf ihrer Reise durchaus folgen konnte, glaube ich trotzdem nicht, dass ich alles verstanden habe. Die Welt, die Neil Gaiman entwirft, ist viel zu komplex, als dass man sie vollständig erfassen könnte. Ich finde seinen Stil einfach großartig, sowohl packend als auch sperrig, flüssig und aufgesplittert.
Meine Lieblingsätze aus dem Buch, die irgendwie auch die Gedankengänge des Autors perfekt spiegeln, lauten folgendermaßen:
"Mr. Nancy entriegelte die Sturmläden und öffnete die Fenster. Im Haus roch es muffig und feucht und auch ein wenig süßlich, als spukten hier die Geister von längst verstorbenen Keksen herum."
Rezensionen von Gudrun:
American Gods von Neil Gaiman
Teils interessanter Einblick ins Leben der Hausbootbesitzer, jedoch etwas langatmig
Der Schreibstil ist wie eine Schilderung aufgebaut. Hier werden nach und nach die eigenen Eindrücke, wie auch die von befreundeten Hausbootsbesitzern, dargestellt. Der Leser bekommt hier das Gefühl vermittelt, dass alles offen und ehrlich und jedes kleinste Detail aufgelistet wird. Dies ist einerseits bis etwa zur Mitte des Buches noch ganz interessant, jedoch werden die Schilderungen auf Dauer etwas langatmig und der Leser muss da schon versuchen, "am Ball zu bleiben".
Hier hätte ein anderer Schreibstil vielleicht doch mehr Power ins Geschehen gebracht.
Uta Eisenhardt erzählt in dem Buch vom Traum, als Familie auf einem Hausboot zu leben und deren Verwirklichung. Sie schildert auch die vielen Hindernisse und Schwierigkeiten, die damit "umschifft" werden müssen. Ausgehend vom puren Traum des Ehemannes, über die Suche nach dem richtigen Hausboot, des richtigen Platzes, bis hin zur Verwirklichung und das Leben generell auf diesem Boot.
Mein Fazit: Teils interessanter Einblick ins Leben der Hausbootbesitzer, jedoch etwas langatmig
Rezensionen von Tanja Zwiener Buchhandlung HEYN Klagenfurt:
Gartengestaltung von Barbara Resch
Kompakt und praxistauglich!
Endlich ein Gartengestaltungsbuch, das mich sofort überzeugt hat! Es bietet konkrete Hilfestellung bei der Planung eines Gartens von A bis Z - bei der Findung des passenden Stils unter Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort, bei der Erstellung eines eigenen Gartenplans, es gibt außerdem Tipps rund um die Baustelle sowie zu den geeigneten Pflanzen, dem Bau von Holzmöbeln, der Anlage von Wassergärten, und und und.
.. Dazu ist es übersichtlich gestaltet und trotz der Bandbreite der Themen handlich kompakt. Ein ideales Praktikerbuch!
Rezensionen von Martin Zirkl, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt/Celovec:
Der Kämpfer im Vatikan von Andreas Englisch
Schon als Erzbischof von Buenos Aires war Jorge Mario Bergoglio nicht gerade Liebkind der römischen Kurie, nach seiner Wahl zu Papst Franziskus änderten sich für ihn die Möglichkeiten in seinem "Kampf" mit der Kurienbürokratie. "Alles muss ans Licht", das fordern nicht nur Aufdeckungsjournalisten wie Gianluigi Nuzzi, darum müht sich auch der Papst selbst.
Und Englisch als ausgesprochener Papst-Fan traut Franziskus das Wunder zu, sich in Rom mit seinem neuartigen Stil durchzusetzen und die katholische Kirche christlich zu erneuern. Ein engagiertes Buch eines Begeisterten.







