Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yesterday:
Wald der Toten von Robert C. Marley
Spannend und realistisch
Dass, wie man vor dem eigentlichen Beginn der Geschichte erfährt, sie teilweise auf einer wahren Begebenheit basiert, lässt einen als Leser mit gemischten Gefühlen beginnen. Gewalt in gänzlich fiktiven Büchern zu lesen, ist zwar oft erschreckend, aber immer wieder tröstet der Gedanke, dass ja alles bloß erfunden sei.
Hier kann man sich nie sicher sein, was Erfindung und was doch Wahrheit dabei ist. Das bringt eine ganz eigene Spannung und Dynamik in den Thriller hinein.
Zu Beginn ist vom Entführer nur als ?er? die Rede, ungefähr zur Mitte des Buches wird dann auch sein Name erwähnt. Zuerst wunderte mich das, aber da er dann bald eine Handlung begeht, die ihn ohnehin entlarven könnte, ist das wohl so geplant. Er kommt, wie in den meisten solcher Entführungsfälle, aus dem Umfeld des Opfers
Auch wenn man spätestens dann den Täter kennt, bleibt das Buch spannend, denn man möchte einerseits, dass Fran entkommt und will andererseits ja wissen, wie die Polizei den Täter denn dann doch schnappt.
?Wald der Toten? ist als Geschichte gut aufgebaut, auch der Schreibstil passt zu so einem Thriller, der ja spannend, aber unblutig ist. Die Personen sind greifbar und handeln logisch. Ich hätte mir mehr und längere Zwiegespräche zwischen Fran und ihrem Entführer gewünscht, um einen besseren Einblick in dessen Seele zu bekommen, er bleibt leider etwas flach.
Auch wurden ein paar interessant Nebenhandlungen angesprochen, die aber leider nicht weiter verfolgt wurde und doch sehr interessant hätten sein können: Miriams Schwester und das Haus kommen eher zu Beginn stärker vor, dann gar nicht mehr; es wird bekannt, dass die Familie von Fran einen Privatdetektiv anheuert, aber dann wird nichts mehr darüber erwähnt. Da wäre noch Potential gewesen, die Geschichte auszubauen und viel eigene Phantasie spielen zu lassen. Was mich sehr stutzig machte: ein Mal ruft Fran ihren Bruder Frank an, wovon die Polizei aber anscheinend nie etwas erfährt ? und auch der Rest der Familie nicht, soweit ich das erkennen konnte. Hier tat sich ein neuer Handlungsstrang auf, wurde aber dann schon wieder fallengelassen, sehr schade.
Von Fehlern, die Rechtschreibung betreffend, ist dieses E-Book grundsätzlich eher verschont geblieben, jedoch gibt es zwei Namen, die in zwei Schreibweisen vorkommen: Marcus/Markus und Breckenridge/Breckinridge. Schade, dass dies nicht vorher aufgefallen ist.
Das Cover passt gut zur Atmosphäre der Geschichte, auch der Titel wird im Verlauf der Handlung näher erklärt.
Rezensionen von bromer65:
Wald der Toten von Robert C. Marley
Freundschaft in schweren Zeiten
"Meine amerikanische Freundin" von Michèle Halberstadt ist als Taschenbuch am 30.11.2015 im Ullstein Verlag erschienen.
Das mit 152 Seiten sehr kurze Buch kostet 9,99 Euro.
Das Cover zeigt in warmen, angenehmen Farben einen bekleideten Frauenkörper.
Buchbeschreibung:
Sie sind enge Freundinnen, obwohl die eine in Paris, die andere in New York lebt.
Doch dann verändert ein Anruf aus Manhattan plötzlich alles: Molly liegt im Koma.
Als sie aufwacht, halbseitig gelähmt und mit eingeschränktem Gedächtnisvermögen, zieht sie sich dorthin zurück, wo kaum jemand sie noch erreicht. Alle Versuche der Erzählerin, die starke, kämpferische Molly mit dem sprühenden Geist ins Leben zurückzuholen, laufen ins Leere. Ein einfühlsamer Roman über die starken Bande der Freundschaft ? und den Schmerz ihres Verlustes.
Das Buch:
Eine nicht dem Namen nach bekannte Französin (man erfährt nur, dass ihr Vorname mit einem "M" beginnt) beginnt, ihre Gedanken in einem Tagebuch festzuhalten, als urplötzlich ihre beste Freundin, die lebenslustige New Yorker Filmagentin Molly, wegen einem Gehirn-Aneurysma ins Koma fällt.
Beide Frauen verbindet der Beruf, oft haben sie sich auf Filmfesten getroffen.
Die französische Ich-Erzählerin lässt den Leser an ihrer Hilflosigkeit teilhaben. Denn von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr, wie es war. Mehrere Monate lang liegt Molly im Koma, ob sie je wieder erwachen wird, steht in den Sternen. Banges Warten beginnt, die Französin bespricht Bänder, die Molly im Krankenhaus vorgespielt werden. Ihre Gefühle hält die Französin in einem Tagebuch fest.
Nach Monaten wacht Molly tatsächlich wieder auf, aber sie ist nicht mehr die Alte. Sie muss sich mit einer halbseitigen Lähmung, dem Rollstuhl und eingeschränktem Gedächtnis abfinden und zieht sich deshalb sehr zurück.
Meine Meinung:
Das Buch hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen, es ist definitiv keine leichte Kost. Ehrlich gesagt fehlen mir die richtigen Worte, um es zu beschreiben.
Es beschreibt eine Geschichte aus dem Leben, wie sie jederzeit jedem von uns passieren kann. Was passiert, wenn aus heiterem Himmel jemand krank wird und nicht mehr gesund wird?
Über die Schwierigkeiten, die auftreten können, erzählt dieses Buch.
Man sollte sich die Zeit nehmen, das Buch in Ruhe zu lesen und sich seine Gedanken darüber zu machen. Mich lässt die Geschichte bis heute nicht in Ruhe.
Rezensionen von bromer65:
Vegane Dessertträume von Brigitte Bach
Für (vegane) Naschkatzen und solche die es werden wollen
Das Buch "Vegane Dessertträume" von Brigitte Bach aus dem Löwenzahn Verlag ist seit dem 12.01.2016 erhältlich. Es hat 144 Seiten und kostet 17,90 Euro.
Das Cover zeigt in ansprechenden Farben einige der Köstlichkeiten, die im Buch präsentiert werden. Der feste Buchdeckel ist abwischbar (gut für die Küche), die Innenseiten sind aus dickem, griffigem Papier.
Am Anfang gibt uns Frau Bach einen Überblick über die wichtigsten Zutaten, die für vegane Desserts benötigt werden: Vom Binde- und Geliermittel über Mehle, Nüsse, pflanzliche Milch bis zum Triebmittel erfährt der Leser alles Nötige. Frau Bach weist auch darauf hin, wo sich eventuell nicht vegane "Stolperfallen" auftun könnten.
Tipps zu Dekoration der süßen Köstlichkeiten, Eisherstellung, Arbeitsgeräten und -material folgen.
Die Rezepte sind in 5 Abschnitte unterteilt:
ZUM LÖFFELN (Cremes, Pudding usw.)
ZUM HERZERWÄRMEN (warme Dessert wie süße Knödel, Strudel)
ZUM SCHWELGEN (Kuchen & Co.)
ZUM DAHINSCHMELZEN (eisige Leckereien)
ZUM STIBITZEN (Konfekt + Cookies)
Die Rezepte sind außerdem gekennzeichnet, es gibt die Varianten SOJAFREI, GLUTENFREI, ALTERNATIV GESÜßT, LÄSST SICH GUT VORBEREITEN und UNKOMPLIZIERT.
Jedes der Rezepte hat eine Kennzeichnung, so dass man schon auf den ersten Blick sieht, wo man das Dessert einordnen kann.
Zu jedem der Rezepte gibt es ein ansprechendes Foto, die Zutatenliste, eine ausführliche Beschreibung der Arbeitsschritte, Mengen- bzw. Portionsangaben.
Tipps zum Rezept gibt es ebenfalls.
Angaben zur Zubereitungszeit und Kalorienangaben fehlen hingegen.
Zum Schluss des Buches gibt es noch einen Küchendolmetscher (österreichisch-deutsch), wo z.B. Germ, Obers oder Ribisel übersetzt werden.
Die Rezepte lassen sich nach dem Namen, nach Zutaten oder auch nach bestimmten Kennzeichen suchen (z.B. sojafrei).
Bei der Zubereitung der Desserts sind bei uns keine Schwierigkeiten aufgetreten, das Tausendundeine Nacht-Pannacotta, die Limetten-Joghurt-Creme oder das Himbeer-Cashew-Konfekt sind bereits zu Lieblings-Nachspeisen erklärt worden.
Die Zutaten waren alle ohne Schwierigkeiten in unserem kleinen Städtchen zu bekommen.
Aus meiner Küche ist das Buch nicht mehr wegzudenken, ich kann es guten Gewissens jedem, der Süßes liebt und sich mit veganer Ernährung befasst, empfehlen. Auch für Allergiker eignet sich das Buch hervorragend.
Volle Punktzahl !!
Rezensionen von krickel@t-online.de:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Indien in Licht und Schatten
Wenn man an Indien denkt, denkt man an leuchtende Saris, klirrende Armreifen, bunte Blumen, Elefanten und leckere Reisgerichte. Dass es dort auch Schattenseiten gibt, ahnt man spätestens, wenn man Slumdog Millionaire gesehen hat. Was für schreckliche Blüten die traditionellen Heiratssitten mit arrangierten Ehen und einer ausgehandelten Mitgift treiben kann, liest man hier und ist entsetzt.
Anil und Leena waren als Kinder Freunde und sind zusammen aufgewachsen, obwohl sie aus Familien unterschiedlichen Rangs kommen, sind sie doch Nachbarn.
Anil ist der goldene Sohn, der Älteste, der in die Fußstapfen seines Vaters treten soll als das Familienoberhaupt, das die Dorfgemeinschaft leitet und Schiedsgerichte abhält, wenn Streitigkeiten auftreten. Allerdings hat er eigene Pläne. Er möchte Arzt werden und in Amerika als Assistenzarzt arbeiten.
Leena kommt aus einer einfachen Bauernfamilie. Ihre Eltern suchen für sie, wie die Tradition es verlangt, einen Ehemann aus. Die erforderliche Mitgift bringt Leenas Eltern an die Grenzen ihrer Möglichkeiten.
Abwechselnd verfolgt man hier Anils und Leenas Schicksal. Während Anil dem harten Alltag eines Assistenzarztes in einem großen Krankenhaus ausgesetzt ist und nebenher auch Fremdenhass in Amerika erlebt, muss Leena feststellen, dass ihr neuer Ehemann nicht hält, was er versprochen hat.
Dieses Buch ist fesselnd und bringt einem Indien nahe. Man lernt viel über Sitten, Gebräuche, Traditionen, die bestehen, auch wenn sie vielleicht belastend sind und in eine moderne Welt nicht mehr so gut passen. Und wie gehen Inder im Ausland damit um? Was passiert, wenn Traditionen dem persönlichen Glück im Wege stehen? Und wie ist die Stellung einer indischen Frau in der Gesellschaft, wenn sie einerseits devot ihren Ehemann bedienen muss, andererseits aber doch viel Einfluss haben kann? Warum werden fürstliche Mitgiften gezahlt, wenn doch diese Tradition eigentlich gesetzlich verboten ist?
All das steckt in diesem Buch und wird in eine eindrucksvolle Geschichte verpackt, was wirklich großartig wäre, wäre der Erzählstil nicht gar so schlicht. Es liest sich leicht, schnörkellos geradeaus. Um restlos davon begeistert zu sein, hätte ich mir an dieser Stelle ein paar Finessen gewünscht.
Auch gelegentliche Logikschnitzer fallen auf.
?Der goldene Sohn? ist ein Buch, das einem die Augen öffnet. Einige Vorkommnisse hätte ich für maßlos überzogen gehalten, wenn nicht Google selbst die schlimmsten Auswüchse bestätigen würde. Man bekommt ein lebendiges Bild vom modernen Indien mit Licht und Schatten, faszinierend, bestürzend und fesselnd.
Rezensionen von Gudrun:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Satire der feinsten Art
Der Schreibstil von Hasso Longnose ist sehr eigenwillig, aber, das ist ja wohl klar, dass Hunde `ne andere Schreibe haben als Menschen.
Sehr gekonnt setzt die Langnase das Verhältnis von Mensch und Tier unter-/zueinander in Szene.
Hier werden die jeweiligen Verhaltensweisen auf humorvolle Weise mit charmantem Witz und Ironie dargestellt.
Oft stellt "der Autor" die Situationen mit lebenden Vergleichs "-Zweibeinern" oder auch "-Vierbeinern" bildlich dar, was dem Buch seine ganz eigene Marke aufsetzt.
Es handelt von Hasso Longnose, dem Autoren selbst, der sich gnadenlos in eine Pudeldame verliebt hat und für sie vielleicht sogar sein umtriebiges Junggesellenleben aufgeben will. Aber, um deren Herz zu erobern heisst es, vielerlei Hürden zu überwinden, ja, selbst ihr Leben muß er retten. Dies schafft der Verliebte mit Hilfe seiner Freunde und auch einiger anderer hilfsbereiter Vierbeiner gegen den Rest der Welt.
Mein Fazit: Satire der feinsten Art
Rezensionen von VroniMars:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Tradition vs. Moderne
In Shilpi Somaya Gowdas Roman "Der goldene Sohn" geht es um den jungen Anil, der wohlbehütet im Kreis einer großen Familie in einem indischen Dorf aufwächst. Als ältester Sohn soll er später die Rolle des Familienoberhaupts und Schiedsmanns einnehmen und Streitigkeiten in der Dorfgemeinschaft schlichten.
Leena war in seiner Kindheit seine beste Freundin. Ein mutiges Mädchen und draufgängerischer Wildfang, das seine Familie und die freie Natur über alles liebt. In ihrer Kindheit sind Anil und Leena ein unzertrennliches Gespann, doch dann führen ihre Wege in verschiedene Richtungen. Anil verlässt das Dorf, um Medizin zu studieren und in den USA als Arzt zu arbeiten. Leena bleibt in Indien, heiratet und zieht zu der Familie ihres Mannes.
Dieser Roman lässt einem in die indische Welt eintauchen, in der Traditionen, Aberglauben und Ehre eine große Rolle spielen. Es werden die schönen Seiten Indiens dargestellt, aber vor allem auch die negativen. Dies sind u.a. Themen wie Mitgiftjäger, die Stellung der Frau, Kastenwesen, Hunger, Armut usw. Vieles hat man schon in Dokumentationen gesehen, aber eingebettet in eine Geschichte geht einem das noch viel näher. Darüber hinaus stellt die Medizin noch einen wichtigen Aspekt dar, wobei die indischen und amerikanischen Standards miteinander verglichen und die Abläufe in einem Krankenhaus dargestellt werden. Letztlich geht es in dem Buch aber auch darum, dass es jedem Menschen gelingen kann, Glück und Frieden zu finden, wenn man sich weiterentwickelt und kämpft.
Die beiden Hauptfiguren Anil und Leena machen in dem Buch einiges durch. Beide tauchen in eine für sie fremde Welt ein, in der sie auf sich gestellt sind. So zieht Anil nach Amerika, um seine Assistentarztstelle anzutreten. Leena zieht zu ihrem arrangierten Ehemann und seiner Familie, die sie überhaupt nicht kennt. Beide sehen schlimme Dinge bzw. sind das Opfer von Grausamkeiten. Sie müssen sich gegen viele Widrigkeiten stellen und um ihr Glück kämpfen.
Die Autorin schafft es mit ihr anschaulichen Schreibweise sowohl die Sonnen- und auch Schattenseiten authentisch darzustellen. Manchmal fehlte mir die Nachvollziehbarkeit von bestimmten Handlungen und es wäre schön gewesen, wenn diese noch erläutert gewesen wären. Das Ende hätte für meinen Geschmack noch ein bisschen ausladender sein können.
Das Buch hat mir gezeigt: Die Welt ist grausam, egal wo man ist!! Dabei wurde mir aber auch vor Augen geführt, wie viele indische Frauen unter den alten Traditionen und Wertvorstellungen leiden müssen. Obwohl Indien eine aufschwingende Wirtschaft hat und westlich orientiert ist, stecken moderne Werte wie Emanzipation, Gleichberechtigung, Freiheit usw. in den Kinderschuhen. Das weibliche Geschlecht spielt immer noch den Fußabtreter für die patriarchalische Gesellschaft. Frauen werden zwangsverheiratet, dienen dem Ehemann als Einnahmequelle und Dienerin und werden noch geächtet, wenn sie sich dagegen wehren. Frauen sind dort Menschen zweiter Klasse.
Rezensionen von Mel.E:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Definitiv nicht alles Gold was glänzt
"Der goldene Sohn" vereint Drama, Liebesgeschichte und einen Einblick in unterschiedliche Kulturen. Das Leben als Frau in Indien wurde mir als sehr schmerzlich offenbart, denn Frauen scheinen nichts wert zu sein und werden oft lediglich wie Ware behandelt. Je höher der Brautpreis, umso höher die Chance einen guten Mann zu bekommen.
Mitgift ist strafbar und dennoch wird es immer noch ausgeführt. Leena muss Schlimmes erleben und ich bekam Wut auf ihren Ehemann und dessen Familie. Da sie eine starke Frau ist, lernt sie zu überleben. Anil indessen verlässt seine Heimat, um in Amerika als Assistenzarzt sein Wissen zu vervollständigen. Er vergisst dabei mitunter seine Wurzeln und seine Kultur. Er hängt zwischen zwei Welten und muss lernen, sich und seine Werte zu erkennen. Auch für ihn ist das ungewohnte Leben schwer, obwohl er als Mann definitiv höher gestellt ist. Anil muss nach dem Tod des Vater als Familienoberhaupt Streitigkeiten schlichten und kommt dabei oft an seine Grenzen. Auch seine Assistenzarztstelle verlangt alles von ihm und oft machen sich Zweifel breit.
Anils und Leenas Erleben wird immer wieder miteinander verknüpft und machen das Lesen des Romans zu einem ganz Besonderen Erlebnis. Mit den Augen einer Unwissenden, was die Kulturen betrifft, ist es lehrreich, wenn ich auch oft den Kopf schütteln musste, über Grausamkeit und Lieblosigkeit der Menschen untereinander. Niemand hat es verdient, wie eine Sklavin behandelt zu werden. Misshandelt und missbraucht. Eine Heirat sollte definitiv unter anderen Umständen geschehen und nicht, weil die Tochter sich im heiratsfähigen Alter befindet. Ich fand die Situation rund um Leena als sehr demütigend und beängstigend. Auch wenn es nur ein Roman ist, entdecke ich die Wahrheiten versteckt in den Zeilen und es beschämt mich ein klein wenig, dass ich mein doch sehr einfaches Leben nicht dankbarer betrachte. Ich werde als Frau wertgeschätzt und kann mich voll entfalten, ohne damit zu rechnen, im nächsten Moment geschlagen zu werden.
"Der goldene Sohn" liest sich leicht und flüssig, obwohl die Thematik sehr dramatisch ist. Mir erschien es authentisch und der Konflikt zwischen Moderne und Tradition werden sehr deutlich hervorgehoben. Es ist auf der einen Seite sehr interessant in den Roman abzutauchen, auf der anderen Seite empfand ich es aber auch als sehr schmerzlich, weil Leena oder auch Anils Geschichte sich so hätten abspielen können, wie sie geschildert wurden. Mit genügend Geld lässt sich vieles vertuschen und Menschen können sich weiterhin quälen ohne bestraft zu werden. Die medizinische Not in Anils Dorf wird beleuchtet und zeigt auf, wie sehr Menschen Hilfe benötigen und diese nicht bekommen können, da ihnen die Fachlichkeit oder auch das Geld fehlt. Anils Entscheidungen sind für mich zwar nicht immer nachvollziehbar, dennoch macht er eine echte Verwandlung durch und erscheint am Ende sehr viel dazugelernt zu haben. Leena glänzt durch den kompletten Roman hindurch und zeigt eine echte innere Stärke, die nicht so leicht gebrochen werden kann.
Eine echte Leseempfehlung für einen Roman, der authentisch wirkt und zum Nachdenken anregt. Das Ende fand ich zwar holprig und zu dick aufgetragen, aber im Gesamtergebnis, war "Der goldene Sohn" wundervoll geschrieben und wertvoll.
Rezensionen von BooksAreGreat:
Die Erbin von Ahrnstedt Simona
Mehr als eine Liebesgeschichte
Auch wenn man es angesichts des Covers vielleicht nicht vermutet, handelt es sich hierbei um ein Buch mit vielen verschiedenen Facetten. Es ist nicht nur ein typischer Liebesroman. An einigen Stellen scheinen Elemente eines Thrillers durch. Es ist sehr spannend und es gibt die eine oder andere Intrige.
Dramen kommen in diesem Buch ebenfalls nicht zu kurz.
Die Charaktere sind mir positiv aufgefallen. Ich finde sie sehr aussagekräftig gestaltet. Ihre Handlungen sind authentisch. Ihre Gefühle werden realistisch dargestellt.
Die Geschichte an sich konnte mich begeistern. Zunächst hatte ich vermutet, dass die Storyline durch die Verbindung mit dem Finanzmarkt an einigen Stellen etwas eintönig werden könnte. Das war aber gar nicht der Fall. Der tolle Schreibstil der Autorin ist äußerst mitreißend und schafft es auch solch eine Materie in einer angenehmen Art und Weise zu erzählen ohne, dass es zu trocken wird. Insgesamt empfand ich die Geschichte als spannend und immer wieder überraschend, was durch passend inszenierte Wendungen erreicht wurde.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es wirklich empfehlen, wenn man neben der Liebesgeschichte auch Interesse an Elementen des Thrillers hat.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Ewa Wiercinska :
Am Ende bleiben die Zedern von Jarawan Pierre
Das Buch ist insgesamt eine große emotionale Bereicherung
Pierre Jarawan erzählt uns, in einer lebhaften Sprache, die Geschichte von Samir. Er ist das, in Deutschland geborene, Kind der libanesischen Zuwanderern. Als Kind verehrt Samir seinen Vater und will sich mit ihm identifizieren. Der Vater nahm Samir in die Wunderwelt der Geschichten, die er in seinem Kopf erschuf.
In den Geschichten verarbeitet der Vater seine Lebensereignisse. Samir weiß davon nichts. Der Vater verlässt plötzlich die Familie. Erst nach zwanzig Jahren geht Samir als junger Mann nach Libanon auf die Suche nach den Wurzeln seiner familiären und kulturelleren Identität.
Pierre Jarawan stellt vor, wie man den Leser mit Emotionen bereichert. Spannend.
Sucht er in dieser Erzählung nach den Wurzeln seiner Identität?
Rezensionen von HEYN Leserunde, Ewa Wiercinska :
Am Ende bleiben die Zedern, 8 Audio-CDs von Jarawan Pierre
Das Buch ist insgesamt eine große emotionale Bereicherung
Pierre Jarawan erzählt uns, in einer lebhaften Sprache, die Geschichte von Samir. Er ist das, in Deutschland geborene, Kind der libanesischen Zuwanderern. Als Kind verehrt Samir seinen Vater und will sich mit ihm identifizieren. Der Vater nahm Samir in die Wunderwelt der Geschichten, die er in seinem Kopf erschuf.
In den Geschichten verarbeitet der Vater seine Lebensereignisse. Samir weiß davon nichts. Der Vater verlässt plötzlich die Familie. Erst nach zwanzig Jahren geht Samir als junger Mann nach Libanon auf die Suche nach den Wurzeln seiner familiären und kulturelleren Identität.
Pierre Jarawan stellt vor, wie man den Leser mit Emotionen bereichert. Spannend.
Sucht er in dieser Erzählung nach den Wurzeln seiner Identität?







