Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ela_Ela:
Make it count - Dreisam von Taylor Ally
Das schwächste Buch der Serie aber trotzdem gut
Inhalt: Romantisch und sexy ? Band 3 der ?Make it count?-Reihe Auch in diesen Sommersemesterferien arbeiten Julie und ihre beste Freundin Caroline wieder im Main & Carmichael Resort in Oceanside. Carolines Freund Lucas und Julies bester Kumpel Kyle sind auch mit dabei. Alles wäre wie immer, wenn Julie nicht bei ihrem letzten Treffen mit Kyle geschlafen hätte.
Als Julie in Oceanside ankommt, ist sie sich sicher, dass Kyle der Richtige für sie ist. Doch dann begegnet sie Jake Baker und nichts ist mehr so, wie es war. Julie versucht, sich zu wehren, aber die Anziehung ist stärker. Noch ahnt sie nicht, wer Jake wirklich ist ?
Dieses Buch hat mir von der Serie nicht so gut gefallen. Es war wieder wunderbar geschrieben und schnell zu lesen, doch die Handlung war mir einfach zu schnell. Gleich auf der ersten Seiten lernen sie sich kennen und verlieben sich sofort ineinander und dann treffen sich Jake und Julie immer heimlich. Und gleich sofort lieben sie sich.
Es hat sich trotzdem wieder gelohnt dieses Buch zu lesen und ich lese auch sicher noch das neue was rauskommt. Weil ich die Serie einfach total gern habe.
Fazit: Das schwächste Buch der Serie aber ebenfalls wunderbar und flüssig geschrieben.
Serie:
1. Make it Count - Gefühlsgewitter
2. Make it Count - Gefühlsbeben
3. Make it Count - Dreisam
4. Make it Count - Sommersturm (erscheint im April 2016)
Rezensionen von britta70:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Eine Liebe, die nicht sein darf
Im Mittelpunkt des Romans ?Der goldene Sohn? von Shilpi Somalia Gowda steht das Schicksal zweier Menschen, die einst durch das zarte Band einer Kindheits- und Jugendliebe verbunden waren: Anil und Leena. Doch ihre Liebe hat in der indischen Gesellschaft keine Zukunft. Ein jähes Ende findet ihr gemeinsamer Lebensweg, als Anil beschließt, seine Karriere in den USA voranzutreiben.
Doch das Leben dort ist alles andere als leicht. Erschwerend kommt der Kulturkonflikt hinzu, dem Anil permanent ausgesetzt ist. Als Pendler zwischen den Kulturen bekommt er die Schattenseiten seines privilegierten Daseins deutlich zu spüren. Ferner erweisen sich die Fußstapfen, in die er nach dem Tod seines Vaters stapfen soll, als recht groß. Die von ihm erwartete Tätigkeit als Streitschlichter verlangt ihm viel ab. Doch auch Leena hat es nicht leicht; die harte Schule des Lebens in Indien bleibt ihr nicht erspart. Wie es die Tradition und Kultur Indiens verlangen, wird sie nach Kriterien der Mitgift verheiratet und muss sich dem ihr zugewiesenen Ehemann bedingungslos unterordnen. Sie spürt am eigenen Leib, was Frau-sein in der indischen Kultur bedeutet. Das ist nicht viel, denn dem westlich geschulten Auge erscheint dies als reine Sklaventreiberei.
Mit ihrem Roman ist es der Autorin meiner Meinung nach hervorragend gelungen, ein authentisches Bild Indiens zwischen Tradition und Moderne zu zeichnen. Ferner spielen Kulturunterschiede ebenso wie kulturelles Grenzgängertum eine große Rolle. Anils und Leenas Geschichte erhält dadurch einen hohen Aktualitätsgrad. Ich konnte mich in die beiden Akteure gut hineinversetzen, habe mit ihnen gefühlt und gelitten. Dank des angenehmen Schreibtisch der Autorin war das Buch flüssig zu lesen. Ich bin nun sehr neugierig auf den Vorgängerroman, den ich recht bald lesen möchte. ?Der goldene Sohn? ist insbesondere allen Kulturinteressierten sehr zu empfehlen.
Rezensionen von Gudrun:
Auch das wird vergehen von Milena Busquets
Schonungsloser Bericht von Abschied und Trauer und eines Neubeginns
Die Autorin hat einen eigenwilligen Schreibstil, an den ich mich erst etwas gewöhnen musste.
Im Buch werden die Gefühle und Ansichten der Protagonistin Blanca in schonungsloser Offenheit dargestellt.
Nach langer Krankheit und dem Tod ihrer Mutter muss Blanca nunmehr Abschied nehmen und mit ihrem eigenen Leben ohne die geliebte Mutter klarkommen.
Hier versucht sie Liebe und Zärtlichkeit zu finden und es wird deutlich, dass diese Versuche schwer und manchmal unüberbrückbar erscheinen denn ihre Mutter ist immer noch überall präsent. Ebenso wird klar, dass ihr eigenes Leben vorher vollkommen auf die Mutter geprägt war und jetzt, nach deren Tod ist es umso schwerer, auf eigenen Beinen zu stehen.
Mein Fazit: Schonungsloser Bericht von Abschied und Trauer und eines Neubeginns
Rezensionen von Mia:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Eine tolle Geschichte über die indische Kultur und Gesellschaft
Aufgrund des Klappentextes habe ich eine Liebesgeschichte erwartet, aber eigentlich geht es um was ganz anderes. Wir erleben eigentlich die Lebensgeschichten von Anil und Leena, die beide in Indien aufgewachsen sind. Anil wählt aber einen anderen Weg - er geht nach Amerika, um Arzt zu werden und folgt nicht gänzlich den Traditionen seines Heimatlandes.
Leena bleibt in Indien und heiratet. Aber alles kommt anders als gedacht.
Beim Klappentext des Buches hört es sich an als würden wir diese Teile der Geschichte gar nicht miterleben, sondern nur miterleben wie Leena und Anil wieder aufeinander treffen. Aber das ist in Wirklichkeit gar nicht unbedingt DAS Thema der Geschichte. Es geht eher um das Leben in zwei verschiedenen Kulturen und Gesellschaften, es geht darum die eigenen Wünsche und Träume zu verfolgen und welche Konsequenzen die eigenen Entscheidungen haben können. Ich denke daher, dass man sich hier nicht auf den Klappentext verlassen sollte ;)
Die Geschichte und der Schreibstil haben mir sehr gut gefallen. Wir bekommen interessante aber auch sehr schockierende Einsicht in die indische Kultur und Gesellschaft. Das Buch hat mich oft sprachlos zurückgelassen, weil ich nicht glauben konnte, was gerade an der Stelle passiert war. Andererseits hat mich das Buch aber auch stellenweise enttäuscht, wodurch meine Bewertung auf 3 Sterne hinunter rutscht. Der Hauptgrund ist wohl Anil. Ich mag viele Charaktereigenschaften von ihm überhaupt nicht. Er ist zeitweise sehr stur und eigensinnig und denkt vorallem zum Ende hin nur an seine eigenen Träume und Wünsche. Ich fand Anil deshalb durchgehend etwas schwierig und habe keinen Zugang zu ihm gefunden. Viele in der Leserunde haben Anils Verhaltensweisen immer mit seiner Herkunft und Erziehung erklärt. Das ist für mich stellenweise auch logisch, aber ich finde nicht, dass man dadurch unsympathische Eigenschaften wett machen oder entschuldigen kann. Des Weiteren kommt mir dann das Ende etwas zu schnell und auch etwas unglaubwürdig daher. Das ist total schade, weil das Buch mich sonst wirklich mitgerissen hatte. Gerade Leenas Part fand ich immer sehr dramatisch und daher sehr spannend. Dennoch hat mich das Buch nicht vollends überzeugt. Ich habe es nach dem Durchlesen sofort auf den "Tauschbücherstapel" gelegt und das ist für mich ein klares Zeichen, dass ich das Buch nicht richtig richtig gut fand. Daher bewerte ich das Buch mit 3 Sternen - ich mag die Thematik unglaublich gerne und habe sehr viel über die indische Religion und Kultur gelernt, aber Anil ist mir einfach zu fremd geblieben.
Fazit:
Das Buch bekommt 3 Sterne von mir. Der Klappentext verwirrt etwas, denn es geht um das Leben in verschiedenen Kulturen, darum den eigenen Wünschen zu folgen und was dies für Konsequenzen haben kann. Anil - der Hauptcharakter - ist mir leider bis zum Ende fremd geblieben, weil ich seine Eigenschaften nicht sonderlich mochte. Ich lande daher bei sehr guten 3 Sternen :)
Rezensionen von Marion2505:
Hinten sind Rezepte drin von Bauerfeind Katrin
Unterhaltsame Frauenlektüre
Inhalt:
Kann ich emanzipiert genug sein und trotzdem ohne Unterwäsche in die Stadt? Bin ich schon eine moderne Frau, nur weil ich nicht kochen kann? Muss es in Frauenbüchern eigentlich immer um Männer, Mode und Cellulite gehen?
Katrin Bauerfeind befasst sich in ihrem neuen Buch mit vielen kleinen Episoden aus dem Leben der modernen Ü-30-Frau, kinderlos, unverheiratet.
Sie erzählt u.a. vom Wellness-Boom, Sex, Familie und natürlich auch von Männern.
Meine Meinung:
Der Schreibstil von Katrin Bauerfeind ist sehr locker. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, sie sitzt mir gegenüber und erzählt mir bei einer Tasse Kaffee ein paar Begebenheiten aus ihrem Leben. Die Kapitel sind kurz und abgeschlossen, so dass man das Buch auch wunderbar zwischendurch in die Hand nehmen kann, um nur kurz "reinzuschmökern". Viele Themen sind überspitzt oder sehr aufgebauscht dargestellt, andere wiederum regen schon zum Nachdenken an. Ich musste an vielen Stellen laut lachen und dachte "Guck mal, das kennst Du doch auch!". Und gerade der Abschnitt über die Höflichkeit ist bei mir haften geblieben und jedes Mal, wenn ich während der Autofahrt anfange, mich über andere Autofahrer aufzuregen, muss ich an Katrin Bauerfeind denken :-)
Leider waren mir manche Kapitel etwas zu übertrieben dargestellt, aber das ist sicherlich Geschmackssache.
Fazit:
Ein schönes Buch für zwischendurch, das gut unterhält und viel Spaß macht, aber leider nur kurz haften bleibt. Aber schon alleine die Weisheiten von Katrin Bauerfeinds Oma sind es wert, dass das Buch gelesen wird!!!!!!!
Rezensionen von BlueSunset:
Hinten sind Rezepte drin von Bauerfeind Katrin
Unterhaltsam, aber leider nichts Neues
***Meine Meinung***
Zunächst einmal möchte ich darauf eingehen, was ich von dem Buch eigentlich erwartet habe. Laut Klappentext und Leseprobe sollte es sich hierbei um ein lustiges und wahres Buch über die Frau von heute handeln. Ich erwartete somit nicht nur Lustiges, sondern auch Denkanstöße und neue Blickwinkel.
Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht. Mit viel Humor und tollen Formulierungen macht Katrin Bauerfeind eine Art Tatsachenbestand über Frauen und Männer. Ihr Ton ist dabei plaudernd ? Ich hatte das Gefühl, dass ich bei einem gemütlichen Tee mit ihr zusammensitze und sie mir über ihre Beobachtungen erzählt. Das verleiht dem Buch eine gewisse Leichtigkeit und ich fühlte mich in meinem ersten Eindruck bestätigt.
Doch leider zeichnete sich recht schnell eine gewisse Zwiespältigkeit der Autorin ab. Während sie einerseits über Frauenklischees berichtet und Frauen rät, sich diesen nicht mehr unterzuordnen, so sind die Männer in ihrer Erzählung sehr stereotypisch. Warum sollte die Aufhebung der Stereotypen nur für Frauen gelten?
Der Untertitel des Buches lautet: ?Geschichten, die Männern nie passieren würden? und doch kommen in dem Buch einige Geschichten vor, die Männern passieren. Das ist natürlich bei solch einem Thema nicht zu vermeiden, doch anstatt sie nur darzustellen, hätte Katrin Bauerfeind sich mit ihnen auseinandersetzten können. Es tut mir Leid um die vertane Chance, dem Buch einen Mehrwert zu geben und sich von der mittlerweile doch recht breiten Masse der ?Feministischen?-Frauenbücher abzuheben. Sie hätte helfen können, die Klischees zu beseitigen und für gegenseitiges Verständnis werben können.
Kurz vor Ende des Buches hat sich die Autorin zudem zu einer Lästerrunde gegen Heidi Klum verleiten lassen. Die Kernaussage des Kapitels ist natürlich sehr wichtig und richtig: Es geht um Magerwahn, Diäten und dem (weiblichen) Bedürfnis, den perfekten Körper zu haben. Doch durch die Lästerei hat das Buch in meinen Augen einiges an Niveau verloren. Egal wie lässig und nah am Leser die Autorin damit sein wollte, für mich hat so etwas in einem Buch nichts zu suchen.
***Fazit***
Alles in allem ist ?Hinten sind Rezepte drin? ein unterhaltsames und nettes Buch. Es lässt sich gut lesen, da die Kapitel alle unabhängig voneinander und auch nicht sehr lang sind. Was gut, lustig und unterhaltsam anfängt, hinterlässt letztendlich einen Eindruck, nichts Neues aus dem Buch mitgenommen zu haben. Katrin Bauerfeind stellt Klischees und Geschichten dar, ohne ihnen einen wirklich neuen Anstrich zu verpassen.
Somit ist das Buch für mich nichts, was man gelesen haben muss. Dennoch war es für mich auch keine verschwendete Zeit ? amüsant war die Lektüre ja trotzdem.
?Klar, für den Preis dieses Buches können sie sich auch einen dünnen Thomas Mann kaufen oder zwei Hemingways, also echte Nobelpreisträger, oder eine gebrauchte Bibel, also praktisch das Wort Gottes, aber überall da steht wenig über Frauen, und schon gar nichts Lustigeres oder nicht viel Wahres??
- Klappentext
Solltet ihr Interesse an dem Buch haben, empfehle ich nicht, es zum derzeitigen Preis von 15,90 ? zu kaufen. Für 224 Seiten und ein Buch ohne tiefere Botschaft ist mir das Geld zu schade und ich würde wohl lieber einen Hemingway kaufen. Hoffentlich bringt der Verlag auch noch ein Taschenbuch zu einem günstigeren Preis heraus.
Rezensionen von Marion2505:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Indien meets Amerika
Inhalt:
Das Buch "Der goldene Sohn" von Shilpi Somaya Gowda erzählt die Geschichte von Anil und Leena. Anil wächst in einer wohlhabenden Familie auf. Eigentlich soll er als ältester Sohn später die Rolle des Familienoberhaupts und Schiedsmanns von seinem Vater übernehmen. Doch sein Vater bricht nach einem einschneidenden Ereignis die Tradition und unterstützt Anil, Arzt zu werden.
So verlässt er das Dorf, um zu studieren und arbeitet später in Amerika als Arzt. Leena war in Kindertagen Anils beste Freundin. Sie bleibt jedoch in Indien, heiratet traditionell und zieht zur Familie ihres Mannes.
Die beiden führen völlig unterschiedliche Leben, treffen aber dann wieder aufeinander und auf viele Probleme.
Meine Meinung:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und lässt mich sofort in die Geschichte abtauchen. Die verschiedenen Charaktere sind sehr detailliert beschrieben und mir direkt ans Herz gewachsen. Die Geschichte von Anil und Leena ist abwechselnd aus Anils und Leenas Sicht geschrieben, wobei auch viele Rückblicke in die jeweilige Vergangenheit viele schöne Einblicke gewähren. Da es somit immer einen Wechsel zwischen Indien und Amerika gibt, wird es nie langweilig und der Leser ist immer gespannt, wie es gerade bei dem anderen weitergeht. Ich fand auch die Schwierigkeiten, die Anil im Laufe seiner Arztausbildung in Amerika zu bewältigen hat - sowohl im fachlichen Bereich, als auch als "Fremder" - sehr treffend beschrieben. Auch ist in diesem Buch sehr anschaulich dargestellt, wie groß doch die Unterschiede zwischen der indischen Lebensweise und der amerikanischen sind. Mich wird das Buch noch einige Zeit weiterbeschäftigten, da ich vieles gelesen habe, was mich sehr berührt hat, aber auch, was mich sehr schockiert hat.
Fazit:
Mir hat Anils und Leenas Geschichte sehr gut gefallen und ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Leider ging mir das Ende etwas zu schnell, daher vergebe ich nur 4 Sterne.
Rezensionen von Henny176:
Hinten sind Rezepte drin von Bauerfeind Katrin
Rezension zu Hinten sind Rezepte drin
Inhalt:
Kann ich emanzipiert sein und trotzdem ohne Unterwäsche in die Stadt? Bin ich schon eine moderne Frau, nur weil ich nicht kochen kann? Kriege ich in einer Beziehung auch Treuepunkte? Muss es in Frauenbüchern eigentlich immer um Männer, Mode und Cellulite gehen?
Wenn Sie solche Fragen mögen, werden Sie in diesem Buch viel Spass haben.
Klar, für den Preis dieses Buches können Sie sich auch einen dünnen Thomas Mann kaufen oder zwei Hemingways, also echte Nobelpreisträger, oder eine gebrauchte Bibel, also praktisch das Wort Gottes, aber überall da steht wenig über Frauen, und schon gar nichts Lustiges oder nicht viel Wahres...
Katrin Bauerfeind erzählt in ihrem neuen Buch, was es heutzutage heißt, eine Frau zu sein: mit Witz, aber ernstgemeint, ohne Quote und Aufschrei, aber auch ohne Drumrumreden. Es geht um Playmobilfrisuren, Wellnesswahnsinn, schlechten Sex und gute Freunde und um Männer, Mode, Cellulite. Und hinten sind natürlich keine Rezepte drin... (Quelle: Verlagshomepage)
Meine Meinung:
Da dieses Buch als Sachbuch gelistet ist und in meiner Stammbuchhandlung sogar in der Abteilung Fachbuch Psychologie gelegen hat habe ich ehrlich gesagt ein bisschen was anderes von diesem Buch erwartet und war etwas enttäuscht. Nachdem ich dann aber meine Erwartungen einfach über Bord geworfen habe hat mich das Buch doch noch ganz gut unterhalten. Habe mich stellenweise köstlich amüsiert, an anderen Stellen habe ich wohl einfach einen anderen Humor als Frau Bauerfeind. Es gab zwischendurch ein paar Stellen die mich kurzzeitig zum Nachdenken gebracht haben, aber insgesamt wird der Inhalt des Buches nicht lange nachklingen. Der Schreibstil war durchgehend sehr flüssig und gut zu lesen.
Mein Fazit:
Ein Buch für Leute, die kurzweilige, amüsante Geschichten und den Humor von Frau Bauerfeind mögen, aber mit Sicherheit nichts für jemanden der einen Ratgeber sucht.
Rezensionen von leucoryx:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Lebe deine Träume, aber erwarte keine Unterstützung
In dem Buch "Der goldene Sohn" geht es um das Erwachsenwerden von Anil und Leena. Beide stammen aus dem gleichen indischen Dorf und sind seit frühsten Tagen miteinander befreundet. Anil zieht in die USA, um Arzt zu werden. Leena hingegen wird verheiratet. Anfangs sind beide hoffnungsfroh, doch schon bald treten Probleme auf und sie stellen fest, dass das Leben gar nicht so einfach ist wie sie als Kinder immer dachten.
Wer hier eine sanfte, klischeehafte Liebesgeschichte im Stil von Bollywood erwartet, könnte enttäuscht werden. Das Cover und der Klappentext wirken sehr romantisch, aber in dem Buch werden viele unschöne Details aus dem Leben in Indien dargestellt.
Anil erfährt keine Unterstützung von seiner Familie und muss den beschwerlichen Weg um Arzt zu werden alleine gehen. USA stellt einen gewissen Kulturschock für ihn da, der nur durch seine ausländischen Mitbewohner abgemildert wird. Leena hingegen muss recht bald feststellen, dass ihr Ehemann alles andere als freundlich ist und sie versucht alles, um es ihm und seiner Familie recht zu machen.
Mit Leena konnte ich richtig mitfühlen, mitleiden und mitfiebern. Die Kapitel wechselten anfangs noch zwischen Anil und Leena, so dass ich am Ball blieb. Zum Ende hin liegt der Fokus leider mehr auf Anil. Die Details seines Jobs waren manchmal zu langwierig. Der Perspektivenwechsel nicht nur zwischen Leena und Anil, sondern auch zu deren Mütter, machte es einem als Leser nicht immer einfach.
Der Schreibstil ist angenehm und die Autorin vermag es einem das Land Indien näher zu bringen. Seine guten und seine schlechten Seiten. Ich habe viel gelernt. Die Geschichte selbst schließt sich am Ende wunderbar und enthält einiges an Weisheit.
Leena war mir sehr sympathisch. In Anil konnte ich mich jedoch nicht immer so gut hinheinversetzen.
Es ist eine gut ausgedachte Geshichte ohne Klischees oder Kitsch. Jedem Indienfan kann ich das Buch nur empfehlen. Es sind hier und da Kleinigkeiten, die ich zu bemängeln habe und durch die ich dem Buch keine fünf Sterne geben konnte.






