Kunden em pfehlungen
Rezensionen von andrea79:
Hinten sind Rezepte drin von Bauerfeind Katrin
witzige Anekdoten für zwischendurch
Klapptext:
Kann ich emanzipiert sein und trotzdem ohne Unterwäsche in die Stadt?
Bin ich schon eine moderne Frau, nur weil ich nicht kochen kann?
Kriege ich in einer Beziehung auch Treuepunkte?
Muss es in Frauenbüchern eigentlich immer um Männer, Mode und Cellulite gehen?Wenn Sie solche Fragen mögen, werden Sie in diesem Buch viel Spaß haben.
Klar, für den Preis dieses Buchs können Sie sich auch einen dünnen Thomas Mann kaufen oder zwei Hemingways, also echte Nobelpreisträger, oder eine gebrauchte Bibel, also praktisch das Wort Gottes, aber überall da steht wenig über Frauen, und schon gar nichts Lustiges oder nicht viel Wahres ...Katrin Bauerfeind erzählt in ihrem neuen Buch, was es heutzutage heißt, eine Frau zu sein: mit Witz, aber ernstgemeint, ohne Quote und Aufschrei, aber auch ohne Drumrumreden. Es geht um Playmobilfrisuren, Wellnesswahnsinn, schlechten Sex und gute Freunde und um Männer, Mode, Cellulite. Und hinten sind natürlich keine Rezepte drin ...
Zu Beginn gründet Katrin Bauerfeind unter anderem ihre eigene Religion. Eine Frauenreligion ganz genau gesagt. Mit viel Sarkasmus und Ironie erzählt sie Erlebtes und lässt dabei so gut wie kein Thema aus. Aber ich tue mir recht schwer dieses Buch mit Emanzipation in Verbindung zu bringen. Für mich waren es humorgespickte überspitzt dargestellte Szenen. Stellenweise mochte ich den Humor sehr und habe mich wirklich köstlich unterhalten und die habe ich auch in einem Rutsch gelesen. Es gab aber auch Abschnitte, die haben mir nicht so zugesagt, hier habe ich dann pausiert und das Buch beiseite gelegt. Das hat meinen Lesefluss in keinster Weise beeinträchtigt, da es aus kleinen Anekdoten des Alltags bestanden hat.
Cover:
Für meinen Geschmack spiegelt das Cover ganz gut den Inhalt wider. Es ist witzig und der Kaktus hat hier seine entscheidende Aufgabe getan. Denn Frauen sind nicht wirklich das schwächere Geschlecht, man sollte uns ernster nehmen um nicht gestochen zu werden.
Zitate:
Der Feminismus hat mehr Frauen enttäuscht als die Verfilmung von 50 Shades of Grey.
Erstes Date: Machen wir bei der Rechnung halbe-halbe, und wenn ja, muss man das vorher festlegen? Ist es nicht wahnsinnig unsexy, vorher zu diskutieren, wer nachher zahlt, so als würde man vor der Zeugung des Kindes schon über spätere Alimente reden?
Machen wir bei der Rechnung halbe-halbe, und wenn ja, muss man das vorher festlegen? Ist es nicht wahnsinnig unsexy, vorher zu diskutieren, wer nachher zahlt, so als würde man vor der Zeugung des Kindes schon über spätere Alimente reden?
Rezensionen von Eeyorele:
Hinten sind Rezepte drin von Bauerfeind Katrin
Unterhaltsam. Keine Rezepte.
Inhalt
Katrin Bauerfeind hat in ihrem Buch verschiedene Geschichten gesammelt, die (laut Untertitel) Männern so nicht passieren würden. Ob nun Verhalten, Gefühle oder Schuhe, Cellulite und Emanzipation, dieses Buch zeigt, was es heißt eine Frau zu sein. (Klappentext)
Meinung
Ich habe das Buch fast an einem Stück gelesen.
Eine Geschichte nach der anderen. Und einige waren lustig und andere nicht. Katrin Bauerfeind hat wirklich einige gute Ideen. Zum Thema Gott als Frau, Schuhe, Frauen in der Familie Bauerfeind, Knigge, Fotos und neue Medien und ältere Menschen. Aber nur wenige dieser Geschichten haben wirklich was mit dem Unterschied zwischen Männern und Frauen zu tun, sondern sind einfach Geschichten, die einen Einblick in das heutige Leben geben - egal ob bei Männern oder bei Frauen. Ich habe mich in einigen wiedergefunden und konnte über einige wirklich herzhaft lachen. Aber andere haben mir dann wieder gar nicht zugesagt oder waren mir doch ein wenig zu konstruiert. Ich finde es schade, dass das Buch so gar nicht zum Untertitel passt. Und auch der Klappentext hat mir irgendwie etwas anderes vermittelt, als ich dann im Buch vorgefunden habe. Ich bin eine Frau in diesem Land und ich hatte gehofft, dass mehr frauenspezifische Themen in diesem Buch angesprochen werden würden. Hätte Katrin Bauerfeind die Fragen hinten auf dem Buch beantwortet (Kann ich emanzipiert sein und trotzdem ohne Unterwäsche in die Stadt? Bin ich schon eine moderne Frau, nur weil ich nicht kochen kann? Muss es in Frauenbüchern eigentlich immer um Männer, Mode und Cellulite gehen?) und einige ihrer wirklich super Idee bis zum Ende durchdacht, wäre das Buch besser.
Ich würde sagen, das Buch hat mich unterhalten. Und ich denke, dass es noch besser wäre, wenn man es nicht in einem Durchgang liest, sondern immer mal wieder ein Kapitel. Aber ich finde schade, dass mir Untertitel und auch Klappentext etwas anderes vermittelt haben, als das Buch eigentlich ist. Wäre ich mit einer anderen Erwartungshaltung an das Buch gegangen, dann hätte es mich vielleicht auch mehr überzeugt, so aber konnte das Buch mich nur bedingt überzeugen.
Rezensionen von constanze.dettke:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Rezension zu "Der goldene Sohn"
In "Der goldene Sohn" erzählt die indisch-kanadische Autorin Shilpi Somaya Gowda die Geschichte des jungen indischen Arztes Anil Patel, seiner Freundin Leena und ihrer Familien. Gegliedert ist das Buch in vier Teile, die jeweils etwa 100 Seiten umfassen, sowie Kapitel von angemessener Länge.
Der erste Teil beginnt mit Anils Umzug von Indien nach Texas im Alter von 23 Jahren, kurz nachdem er sein Medizinstudium in Ahmedabad in Westindien, beendet hat. Von nun an wird er am Parkview Hospital in Dallas arbeiten und dort seine Zeit als Assistenzarzt absolvieren.
Durch einige Rückblenden wird auch von Anils Kindheit berichtet. Damals waren er und Leena, deren Eltern ein beschiedenes aber glückliches Leben als Nachbarn der reichen Patels führten, sehr eng befreundet. Als Jugendliche, in deren Alter es sich in ihrer Gesellschaft nicht mehr ziemt, dass gleichaltrige Jungen und Mädchen ihre Freizeit gemeinsam verbringen, werden sie dann aber immer mehr voneinander getrennt, sodass sie einander nach und nach aus den Augen verlieren. Die Arbeit im Krankenhaus in den USA stellt sich für Anil ganz anders dar, als er sie sich vorgestellt hatte. Während seines ersten Jahres am Parkview Hospital wirkt er häufig total überfordert.
Währenddessen beginnen in Panchanagar Leenas Eltern früh damit, nach Heiratskandidaten für ihre Tochter Ausschau zu halten. Leena gefällt das Leben im Haus ihrer liebevollen Eltern, jedoch möchte sie keine wirtschaftliche Belastung für sie darstellen. Die Wahl fällt bald auf einen Mann namens Girish, dessen Familie eine hohe Mitgift verlangt, obwohl dieser Brauch in Indien mittlerweile eigentlich gesetzlich verboten ist. Im Haus von Girishs Familie passiert Leena viel Schlimmes. Von ihrem Ehemann wird sie die meiste Zeit über ignoriert, sie muss arbeiten wie eine Sklavin und von ihrer Schwiegermutter und ihrer Schwägerin Rekha wird sie beleidigt und grausam misshandelt, obwohl sie alles tut, um ihnen zu gefallen. Leenas einziger Lichtblick sind Rekhas Kinder Ritu und Dev.
Das Buch ist sehr flüssig geschrieben, was, zusammen mit der Tatsache, dass mir das Schicksal von Anil und Leena wirklich naheging und die beiden mir oft Leid taten, dazu führte, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Geschichte wirkt darüber hinaus sehr realistisch. Besonders schön fand ich die atmosphärischen Schilderungen von Anils indischer Heimat, durch die der Leser leicht in diese fremdartige, aber faszinierende Welt eintauchen kann. Ich hätte mir lediglich einen Glossar mit den mir meist unbekannten verwendeten indischen Begriffen gewünscht. In den Szenen, in denen es um Anils Arbeit am Parkview Hospital geht, werden außerdem viele medizinische Fachbegriffe verwendet, was ich aber passend fand. Ich war ziemlich überrascht, dass Anil zunächst solche Schwierigkeiten bei der Arbeit hat, obwohl er auch vorher schon manchmal Probleme hatte, so zum Beispiel an der Uni aufgrund seiner provinziellen Herkunft, die ihn die anderen Studenten deutlich spüren lassen. Vor dem Antritt seiner Stelle als Assistenzarzt am Parkview wirkte Anil dann aber doch sehr gut vorbereitet und motiviert. Letztendlich wurde er mir durch seine Fehler und Schwächen aber auch sehr sympathisch. In einigen Situationen handelt er naiv, dennoch hat er ein gutes Herz und versucht grundsätzlich das zu tun, was richtig und gerecht ist. Nach dem Tod seines Vaters wird Anil als dessen ältester Sohn der nächste Schiedsmann von Panchanagar, obwohl dies sicherlich keine ideale Lösung ist.
Während eines Besuchs in seinem Elternhaus kommen Anil und Leena sich wieder näher. Anil bedauert es sehr, dass sie sich so sehr voneinander entfernt haben. Schnell wird für den Leser klar, dass er noch immer sehr viel für sie empfindet. Leena aber ist nach den schrecklichen Dingen, die ihr widerfahren sind, sehr zurückhaltend. Ich habe wirklich gehofft, dass Anil und Leena zusammenkommen, ob ihnen dies gelingt, bleibt lange offen. Der Ausgang der Geschichte war ebenfalls realistisch und für mich zufriedenstellend.
Einige Zustände und veraltete Ansichten innerhalb der indischen Gesellschaft haben mich sehr schockiert. Zum Beispiel müssen Leena und ihre Eltern wie Geächtete leben, nachdem sie der für sie lebensbedrohlichen Situation im Haus ihres Ehemanns entflieht. Ohne genau zu wissen, was vorgefallen ist, machen die Dorfbewohner Leena dafür verantwortlich, dass ihre Ehe nicht funktioniert hat und verurteilen sie dafür, was besonders auch auf Anils Mutter Mina zutrifft. Auch die medizinische Versorgung in Panchanagar ist sehr schlecht, stattdessen ist alter Aberglaube noch weit verbreitet, was mit dazu führt, dass Anil für sich keine berufliche Zukunft in Indien sieht.
Das Cover von "Der goldene Sohn" finde ich sehr schön gestaltet, auch wenn es keine direkte Verbindung zu der erzählten Handlung gibt und es mir im Buchladen wohl nicht besonders aufgefallen wäre.
Insgesamt handelt es sich hier um ein tolles und meiner Meinung nach absolut empfehlenswertes Buch mit einer bewegenden und mitreißenden Geschichte über die Suche nach der eigenen Identität und Heimat zwischen zwei Welten, den Konflikt zwischen Tradition und sinnvoller Neuerung und Liebe. Die beiden Protagonisten Anil und Leena sind äußerst starke und sympathische Figuren, besonders Leena, die nach den unvorstellbar brutalen Misshandlungen durch ihre Schwiegerfamilie zurück ins Leben und ihren eigenen Weg findet.
Rezensionen von Sabina Haslinger:
Abschied von Anna von Michaela Holzinger
Abschied von der geliebten Leih-Oma.
Ein Buch wo mir beim eigenen ersten Durchlesen fast die Augen nass geworden sind :-) Sehr einfühlsam wird hier das Thema Tod von älteren Leuten für Kinder aufgearbeitet. Ich finde die Geschichte ganz hinreißend illustriert und das Thema mit viel Gefühl für Kinder Greifbar gemacht...
Mit dem Vorlesen habe ich um Weihnachten noch gezögert, weil da die Angst vor Krampus & Co gerade so groß war und auch im Buch einmal im Dunkeln die Angst den kleinen Buben heimgesucht hat.
.. aber jetzt konnte ich auch diese Seite "ohne Probleme" vorlesen. Ein schönes Buch, das meinem großen Buben (4) gefallen hat und er mit mir sicherlich noch öfter lesen wird.
Rezensionen von mamamal3:
Hinten sind Rezepte drin von Bauerfeind Katrin
Anders als erwartet, dennoch sehr unterhaltsam...
Gesammelte Werke der Autorin, meiner Meinung nach in einer Art Kolumne-Stil. Teils bitterböse, sarkastisch, dann wieder augenzwinkernd erzählt die Autorin vom Zusammenleben von Mann und Frau. Es kommt doch viel zu oft zu Missverständnissen, seltsamen Benimmregeln oder überalterten Rollenvorstellungen- eine explosive Mischung, die jeder aus dem Alltag kennt.
Frau Bauerfeind schreibt aus ihrem Leben und zeigt so dem Leser wie absurd und deshalb komisch so vieles doch ist. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Auforin ist ja in erster Linie Fernseh-Moderatorin. Da Sie mir in ihrer bisherigen Rolle sehr sympathisch ist, durch bissigen Humor aber auch sehr tough rüberkommen kann, war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Da ich eher dachte, es wäre mehr zusammenhängend, bin ich zunächst etwas enttäuscht gewesen. Die Einordnung als "Sachbuch" in so vielen Buchläden scheint mir auch unpassend zu sein. Für mich ist es ein Buch zum immer mal wieder kurz in die Hand nehmen. Man sollte dafür schon in der richtigen Stimmung sein und mit Ironie/Sarkasmus etwas anfangen können. Sonst macht die Lektüre wohl wenig Sinn, denn es sind ja nochnicht mal Rezepte drin... ;-)
Rezensionen von janakeks:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Konnte mich leider nicht sehr überzeugen
In dem Buch ?Der goldene Sohn? von Shilpi Somaya Gowda geht es um den jungen Mann Anil Patel und um seine Jugendfreundin und ?liebe Leena Tante. Der Schauplatz der Geschichte wechselt zwischen Amerika und Indien. Anil versucht aus seinem Leben etwas Besseres zu machen, als er es in Panchagar, seinem Heimatdorf in Indien je haben wird.
Er beschließt Arzt zu werden und nicht in die Fußstapfen seines Vater zu treten, der als Schiedsrichter Streitereien in seinem Dorf klärt. Er bewirbt sich auf eine Ausbildung im Parkview Hospital in Amerika als Assistenzarzt und ist einige der wenigen, die ausgesucht werden. Schon bald merkt er die großen Unterschiede zwischen der östlichen und westlichen Welt. Im Krankenhaus lernt er den hektischen Ablauf, wenig Schlaf und viel Stress und Druck kennen. Langsam aber sicher passt er sich dort an, doch durch schlechten gesundheitlichen Zustand seines Vater ist er gezwungen nach Indien zurück zu kehren. Dort trifft er auf Leena wieder, die in der Zwischenzeit geheiratet hat. Seit dem letzten Treffen der beiden ist viel passiert, und das Geschehene bringt einen Keil zwischen sie. Ob sich ihre Leben trotz allem übereinbringen lassen?
Dieser Roman ist wirklich empfehlenswert für diejenigen, die die Kultur und das Land Indiens näher kennen lernen wollen. Die Autorin versteht es, die Gegensätze zwischen Amerika und Indiens herauszuarbeiten. Es kommt zu einem Crash der Kulturen. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Auch der Schreibstil ist angenehm und recht zügig zu lesen. Die Passagen wechseln zwischen der Sichtweise von Leenas und Anils, so dass man als Leser in Gedanken manchmal springen muss. Die Geschichte von Leena hat mir besser gefallen, hier hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sich mit Leena besser identifizieren kann, deswegen kamen mir die Passagen über Anil manchmal etwas lang und trocken vor. Zudem geht die Autorin zu wenig auf die Gefühle der Protagonisten ein, was ziemlich schade finde, man hätte durchaus mehr aus der Story machen können.
Insgesamt finde ich aber, dass sich das Buch gut gelesen hat, über Teile auch ergreifend und spannend war. Aus diesem Grund werde ich dem Buch 3 Sterne geben. Aber es wird kein Buch sein, das ich dringend weiterempfehlen werde.
Rezensionen von t_geyer@gmx.de:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Eindrücklich und authentisch
Dieses Buch begeisterte mich anfangs durch seine leichte und lebendige Schreibweise, die selbst schwierigen Themen stand hielt. Auch wenn ich fand, dass die Geschichte zum Ende hin etwas schwächelte, weil sie sich leicht zog, bestach sie durch eine gute Mischung aus vielschichtigen Dramen, Liebes- und Lebensgeschichten, wobei es im wesentlichen zwei Hauptfiguren gibt.
Zuerst begegnet man den beiden Figuren zusammen, denn Anil und Leena wachsen zusammen auf und fühlen sich sehr verbunden. Ich hatte den Eindruck, dass die Kindheit trotz den Standesunterschieden glücklich verlief, doch irgendwann entfernten sie sich zunächst ungewollt, später gewollt voneinander. Ab hier wechselten sich die Sichtweisen ab, wobei Leenas Geschichte weiter in Indien spielte, Anil jedoch in die USA reiste, um dort sein Arztstudium an einer Klinik abzuschließen.
Beide Geschichten bewegten mich auf ihre eigene Art und Weise, denn unterschiedlicher können Lebenswelten nicht sein. Man erhält einen guten Einblick in die indische Kultur, die mit einigen Eindrücken bei mir punkten konnte. Auf der anderen Seite war es aber auch gerade dieser Teil der Geschichte, der mich mitunter sehr schockierte, da er sich zum Krimi auswuchs. Leenas Geschichte verlief alles andere als geradlinig. Sie und ihre Familie mussten vieles erdulden, und als später einige Hintergründe dafür aufgeschlüsselt wurden, war ich noch sprachloser als zuvor. Ich habe Leena für die Bewahrung ihrer Haltung sehr bewundert.
Anils Geschichte war aber nicht weniger interessant und aufwühlend, weil er u.a. mit den (fast) typischen Schwierigkeiten vieler Migranten zu kämpfen hatte. Das dies so gut herausgearbeitet wurde, hat mir sehr gefallen. Zudem war er eine Art Wanderer zwischen den Welten, da er die Position seines Vaters als Familienoberhaupt und Schiedsmannes erbte, was zusätzlich enormen Druck auf ihn ausübte. Sein stetiges Bemühen, seine Erfolge und Fehlschläge gingen zu Herzen, egal welchen Lebensbereich es betraf. Auch er hat trotzdem im wesentlichen seine Persönlichkeitsmerkmale beibehalten, schaffte es aber auf Grund seiner Herkunft etwas besser seine Position zu behaupten als Leena.
Ein sehr eindrücklicher, authentischer Roman, der mich aufwühlte und nachdenklich machte. Er entführte mich in eine andere Kultur und Lebenswelt und erlaubte mir Einblicke die nachwirkten.
Rezensionen von Glanzleistung:
Hinten sind Rezepte drin von Bauerfeind Katrin
Erfrischend, sarkastisch und voller neuer Erkenntnisse
HINTEN SIND REZEPTE DRIN ist ein Buch für alle. Sie liebe Leser müssen nun aber ganz stark sein ; hinten sind nämlich KEINE Rezepte drin.
In ihrer gewohnt offenen und schlagfertigen Art schwadroniert Katrin Bauerfeind in ihrem neuen Buch unter anderem über die Frauenquote in Führungspositionen der katholischen Kirche, darüber wie man 2016 hip sein will ohne einen eigenen S***storm heraufzubeschwören, über Tim Mälzer und den Umgang mit vernünftigen Küchenmessern oder die immer wieder anwendbaren, zeitlosen Ratschläge der Oma.
Geschichten, die das Leben schreibt, manchmal ironisch, manchmal sehr überspitzt aber auch ernsthaft und nachdenklich. Jeder Leser wird sich hier und da mit Sicherheit wiederfinden. Dadurch, dass es weder Ratgeber noch Autobiografie im Speziellen ist, wirkt das Buch sehr leicht und locker. Etwas zum Lachen für Zwischendurch ohne zu bewerten oder zu verurteilen.
Ich mag Katrin Bauerfeind ohne ihre Themen immer komplett teilen zu wollen. Man sollte sicher nicht alles bierernst nehmen, auf seine Intuition hören und auch nicht jedem neuen Trend hinterher jagen. Manko des Buches ist leider, dass die Anekdoten nicht wirklich lange im Gedächtnis haften bleiben und dadurch keinen dauerhaften Eindruck hinterlassen.
FAZIT: Eine sarkastische und trotzdem ernstzunehmende Persiflage
Lieblingszitat: "Liebe ist wie Schokolade, immer eine feine Sache. Egal in welcher Geschmacksrichtung."
Rezensionen von Willia:
Der goldene Sohn von Shilpi Somaya Gowda
Der goldene Sohn
Anil wächst behütet in einer großen Familie in Indien auf und entdeckt schon früh seine Leidenschaft zur Medizin. Er verwirklicht entgegen jeglicher indischer Traditionen seinen Traum und wird Arzt in Amerika. Er führt eine Beziehung, arbeitet an seiner Karriere und versucht als Familienoberhaupt und Schiedsmann wichtige Entscheidungen zu treffen.
Immerzu hat ihn die Erinnerung an seine Kindheit und besonders an Leena nach Indien gezogen.
Mit Leena verbindet Anil seine erste große Liebe. Doch ihr Schicksal hat sie früh getrennt. Während Anil sein Medizinstudium beginnt, wird Leena traditionell mit einem Mann verheiratet.
Nach ihrem Wiedersehen sind viele Jahre vergangen, aber die Gefühle, die Anil für Leena empfindet, bestehen immer noch. Er muss eine wichtige Entscheidung treffen und zum ersten Mal um die Liebe kämpfen.
Meiner Meinung nach hat die Autorin die Konflikte der indischen Traditionen sehr gut getroffen.
Leena wird durch eine Mitgift an einen Mann verheiratet, den sie kaum kennt. Dort durchlebt sie schwere Zeiten, die an Sklaverei und Misshandlung erinnern. Es war sehr schockierend, da es doch so real ist. Diese dargestellten Zustände lassen mich sehr nachdenklich zurück. Das Bild der Frau ist in Indien immer noch ein sehr heikles Thema und im Buch muss auch Leena mit dem Leben einer Verstoßenen klar kommen. Viel Hoffnung bleibt da nicht.
Anil hingegen kann seinen Traum vom Medizinstudium erfüllen und zieht nach Dallas. Aber auch dort erlebt er schwere Zeiten, die ihm Kraft kosten. Es wird besonders der Unterschied zwischen den beiden Welten verdeutlicht. Anil pendelt immer wieder zwischen Indien und Amerika und hängt nach meinem Gefühl irgendwo in der Mitte. Als Schiedsmann folgt Anil der Tradition, die für das Dorf sehr wichtig ist. Der Leser bekommt also tolle Einblicke in diese komplexe Kultur. Oft kann ich dem aber kein Verständnis abgewinnen.
Zu der dargestellten Liebesbeziehung zu Leena, kann ich nur sagen, dass sie mir zu wenig emotional war. Da hätte ich mir mehr Bedeutung und Intensität gewünscht. Aber wahrscheinlich ist es in Indien nicht üblich die offenbare Zuneigung zu einer Person zu zeigen. Da spielen das Kastensystem und weitere Konflikte wieder eine Rolle.
Anils Leben in Amerika ist immer wieder eher enttäuschend für ihn. Oft lief es nicht nach seinen Vorstellungen und einzig der Gedanke an sein Ziel lässt ihn dort bleiben. Ich fand diese kulturellen Sprünge sehr anschaulich, aber die Zeit in Amerika war eher deprimierend.
Zum Ende hin wurde die Geschichte noch einmal spannend und mitreißend. Es gibt eine große Wendung, mit der ich nicht gerechnet hätte.
Auch wenn der Schreibstil der Autorin sehr flüssig war, fehlte mir in der Geschichte mehr Positives und die erhoffte Liebesgeschichte blieb auch aus.
Fazit: Mir gefiel die starke charakterliche Entwicklung des Protagonisten unter den Umständen der indischen Konflikte. Das Frauenbild in Inden ist ein interessantes Thema und gut umgesetzt worden. Eine emotionale Liebesgeschichte sollte aber nicht erwartet werden.
Rezensionen von Rina:
Jesus lädt uns Kinder ein von Angelika Herret; Gottfried Klima
Ideenreiches Buch
Von diesem Buch gibt es eine Ausgabe für Kinder und eine Ausgabe für Begleiter/innen. Letzteres eignet sich gut für Eltern, jedoch noch viel besser für Lehrpersonen. Es beinhaltet unterschiedliche Themen, die zur Vorbereitung auf die Erstkommunion wichtig sind, wie beispielsweise Freundschaft, Versöhnung, Beichte,.
.. Ich konnte nicht nur Anregungen und Ideen für meinen Unterricht entnehmen, sondern auch konkrete Umsetzungsmöglichkeiten inklusive Themeineinstiege, Angaben zu benötigten Materialien,... Besonders hilfreich finde ich die Vorschläge für Stationen an Familiennachmittagen. Das Buch für Kinder ist sehr schön illustriert. Zwischen den Geschichten bleibt Raum für persönliche Notizen und Anregungen für die Eltern sind auch enthalten.





