Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ela_Ela:
Holmes und ich Die Morde von Sherringford von Cavallaro Brittany
Holmes und Watson die einem in eine Welt voller Intrigen und Detektivgeschichten entführen
Inhalt: So hast du Holmes und Watson noch nie erlebt Drei Dinge will Jamie Watson partout vermeiden, als er gegen seinen Willen auf ein Internat an der Ostküste der USA geschickt wird: 1. Dort auf die charismatische Charlotte Holmes zu treffen, Nachfahrin des legendären Sherlock, die allerorten für ihren komplizierten Charakter und ihr detektivisches Genie bekannt ist.
2. Sich in besagte Charlotte zu verlieben ? natürlich unglücklich. 3. Gemeinsam mit Charlotte in einen Mordfall verwickelt zu werden. Doch dann wird Jamie von seinem Zimmergenossen zu einer Party mitgeschleift, auf der er Charlotte begegnet und sofort von ihr fasziniert ist. Kurz darauf geschieht ein Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen.
Charlotte Holmes ist lässig, genial kapriziös - und würdige Nachfahrin des legendären Sherlock.
Ich wollte schon immer über Sherlock Holmes lesen und da habe ich entdeckt dass ein Buch über seine Ur-Ur-Ur-Enkelin herauskommt und da hab ich mir gedacht das wäre doch ein netter Anfang dieses zu lesen. Erzählt wird alles von Jamie Watson, dem Ur-?Ur-Ur-Enkel von Dr. Watson. Er kommt neu an die Schule und ist gleich von der charismatischen Charlotte. Und wie es der Zufall will, werden beide in einem Mordfall verwickelt, da Jamie am Tag zuvor mit der Person eine Prügelei angefangen hat. So beschließen die beiden ihre Unschuld zu beweisen und selber Nachforschungen anzustellen. Doch können die beiden es schaffen die Schule und alle Schüler von ihrer Unschuld beweisen?
Am Anfang hat mich das Buch in den Bann gezogen, durch den Mittelteil hab ich kurzfristig den roten Faden verloren. Doch es lohnt sich trotzdem das Buch zu Ende zu lesen, das dieses extrem spannend ist und man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Fazit: Ein wundervolles Buch mit einem schwächeren Mittelteil und einem megaspannendem Ende.
Rezensionen von yesterday:
Die Zelle von Jonas Winner
Abgründe einer kindlichen Psyche
Jonas Winner lehrt hier einen ungewöhnlichen Hauptdarsteller das Fürchten: Sammy ist elf Jahre alt und was er in seinen Sommerferien im neuen Haus der Familie, die gerade nach der Berlin umzieht, erlebt, wünscht man nicht einmal einem Erwachsenen.
Sammy (Sam) erzählt die Geschichte selbst, als eine Art Rückblick.
Man lernt ihn als über-30-Jährigen kennen, der schon beängstigende Andeutungen macht über die Ereignisse in seiner Kindheit. Er schreibt sie nieder, um sie besser verarbeiten zu können.
In das neue Haus ziehen Sammys Eltern, sein älterer Bruder Linus und das Kindermädchen Hannah. Schon bald stellt sich heraus, dass etwas an der familiären Idylle nicht stimmen kann. Unter dem Garten gibt es ein Bunkersystem, das auch teilweise die Gärten der angrenzenden Grundstücke unterzieht. In Berlin nichts Ungewöhnliches. Allerdings sind in den anderen solchen Anlagen keine Mädchen eingesperrt?
Mit dieser Entdeckung wird Sammys Leben auf den Kopf gestellt und er beginnt, alles zu hinterfragen, was er bisher über seine Familie zu wissen glaubt. Seine Mutter arbeitet ganztags, als Komponist arbeitet sein Vater von zuhause aus. Er wäre kräftig genug.
Gekonnt treibt der Autor den armen Jungen immer tiefer in Zweifel und Albträume. Er will sichergehen, niemanden umsonst anzuklagen, doch bald quält ihn sein schlechtes Gewissen zu sehr. Seiner Anklage folgen Besuche der Polizei, des Jugendamtes. Nichts wird gefunden und der Junge für psychisch labil erklärt. Sammy ist sich nicht mehr sicher. All die Dinge, die geschehen, die er sieht ? passieren sie wirklich? Warum kann er mit niemandem reden. Immer weiter zieht er sich zurück und natürlich bleibt es nicht bei einem Verbrechen?
Am Ende kehrt die Erzählung wieder zum erwachsenen Sammy zurück, womit sich vieles klärt, aber auch neue Fragen auftauchen. Jonas Winner spinnt eine tief verstrickte Geschichte um einen verzweifelten Jungen, der innerlich zu zerspringen droht. Er schafft eine spezielle, eigene Spannung, die auch das Gehirn des Lesers rastlos zurücklässt. Man meint, Sammys Unruhe beinahe selbst spüren zu können.
Kritisieren kann man hier am ehesten das, was diesen Thriller gleichzeitig von anderen abhebt: Aufgrund der Verschmelzung von Fiktion und Wirklichkeit, von Realität und Einbildung, bleiben am Ende Teile der Handlung offen und der Leser kann für sich selbst entscheiden, ob dies oder jenes passiert ist und wer es denn getan hat. Wem das nichts ausmacht und wer gerne seine Fantasie spielen lässt, dem kann man diesen Thriller getrost ans Herz legen.
Rezensionen von engel-lia@gmx.de:
Hinten sind Rezepte drin von Bauerfeind Katrin
Am Anfang stark, lässt jedoch nach
Inhalt:
In dem Buch Hinten sind Rezepte drin, stellt die Autorin auf humoristische Weise ein paar Alltagsdinge und Probleme von Frauen vor. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund, es geht um Genderfragen und Rechte, Emanzipation und die Frau, wie sie in der heutigen Zeit in unserer Gesellschaft steht.
Meinung:
Das Cover des Buches ist gut gelungen, die Autorin wirkt sympathisch, der Kaktus, der durchaus als phallischer Gegenstand zu sehen ist, ist gut zwischen ihren Beinen platziert, dies soll wohl den Mann in der Frau darstellen.
Das Buch beginnt locker mit einem sympathischen und offenen Sprachstil, die Themen, die am Anfang angesprochen werden und die Ideen mit der Neugründung einer Frauenreligion fand ich sehr gut und haben mich sehr amüsiert. Die Autorin wirkt offen und sympathisch, weswegen das Buch sehr gut zu lesen war. Doch leider erging es mir so, dass ab der Hälfte des Buches das humoristische Level gleich blieb, es wurde auf Dauer langweilig, ich habe nebenbei noch ein anderes Buch gelesen und dann Häppchenweise Hinten sind Rezepte drin gelesen, da mir es zu langweilig war immer auf demselben Level zu bleiben. Von einer Bereicherung während des Lesens konnte ich leider auch nicht sprechen, ich finde schon, dass ein "Sachbuch" eine Bereicherung sein sollte, doch ich glaube, da ist wohl ein Fehler unterlaufen, das Buch passt eher zu "Humor", dann wäre ich auch mit einer anderen Erwartung an das Buch gegangen. Anfangs schien das Buch auch noch clever formuliert zu sein, doch dies nimmt mit dem Verlauf des Buches ab. Selbst die Witze und die Darstellung der Situationen waren mir nicht unbekannt.
Zusammengefasst ein starker Anfang, der ab Mitte hin abnimmt.
Ich gebe dem Buch daher 3 Sterne !
Rezensionen von Tarika:
Hinten sind Rezepte drin von Bauerfeind Katrin
Sollte man mit einer guten Portion Ironie genießen
In über 40 Kolumnen beschreibt Katrin Bauerfeind, was es heutzutage heißt, eine Frau zu sein. Dabei geht es natürlich um Männer und Frauen, um Mode, Cellulite, Playmobilfrisuren, Wellness, Sex, gute Freunde, Romantik, Klischees und entwirft eine Religion nur für Frauen.
Katrin Bauerfeind erzählt in ihrem neuen Buch munter Geschichten aus ihrem Leben.
Dies macht sie vor allem mit einen ordentlichen Portion Humor, auch wenn ihre Kritik durchaus ernst gemeint ist, sollte man die Kurzgeschichten in den meisten Fällen stets ironisch verstehen und manchmal sollte man sicherlich auch zwischen den Zeilen lesen. Katrin Bauerfeind nimmt auf jeden Fall keinen Blatt vor den Mund.
Die Kolumnen bleiben allerdings nur dann humorvoll, wenn man sie Häppchenweise genießt. Zuviel am Stück wurde mir persönlich etwas anstrengend, da der Humor der Autorin zwar durchaus vorhanden ist, aber zu viel davon einfach ermüdend ist. Wenn ich allerdings nur 1-2 Kolumnen hintereinander gelesen habe, gefiel es mir umso besser und es hat zudem auch meine Lachmuskeln animieren können.
Andererseits konnte ich in einigen Geschichten das wiederentdecken, was ich entweder aus zweiter Hand gehört oder auch schon selbst erlebt habe. Vermutlich ist das etwas, was dem Buch auch ein wenig Charme verleihen konnte, da einige der von Katrin Bauerfeind beschriebenen Themen der Leserin (bzw. dem Leser) nicht unbekannt sind und man manches einfach nur bestätigen kann. Dadurch macht es natürlich auch wieder Spaß, die Erzählungen zu lesen.
Und bevor ich es vergesse: Hinten sind natürlich keine Rezepte drin.
Mit ?Hinten sind Rezepte drin? hat Katrin Bauerfeind eine sehr interessante Sammlung mit ihren persönlichen Erlebnissen und Ansichten geschaffen und bietet dem Leser über 40 Kolumnen aus verschiedenen Themengebieten, die vor allem unterhalten. Ein unterhaltsames Buch für zwischendurch!
Rezensionen von Eva:
Aprikosenküsse von Claudia Winter
Sehr schöne Italiengeschichte!
Diese wirklich teilweise sehr amüsante Geschichte handelt von Hanna, einer Journalistin aus Berlin, die über Restaurants schreibt und Fabrizio, einem Italiener, der ein Restaurant in Italien führt.
Durch einen Zufall gelangt sie zu der Urne einer Italienerin, über deren Restaurant sie kurz zuvor geschrieben hat.
(Fabrizios Oma) Natürlich wie es kommt, fährt Hanna nach Italien um die Urne zurückzubringen. Währenddessen wurde das Testament von Fabrizios Oma eröffnet und erfährt das er heiraten muss, um das Gut zu erhalten. Jetzt hat nicht nur Fabrzios ein Problem, sondern auch Hanna, deren Gefühlswelt komplett aus den Fugen gerät?..
Die Kapitel werden jeweils wechselnd aus der Sicht von Hanna und Fabrizio erzählt, finde ich gut, weil dann erfährt man auch mal was aus der Gefühlswelt und Sichtweise des jeweils anderen.
Mir hat die Handlung der Geschichte sehr gut gefallen, weil es, wie ich finde mal eine etwas andere Liebesgeschichte ist. Ich finde es etwas anders, weil die Sache mit der Urne dazukommt und Hanna deswegen nach Italien muss. Schöner Einfall!
Was ich auch toll gemacht finde ist, man liest einiges, wie die Menschen in einem Dorf und natürlich der Familie zusammen halten und irgendwie jeder will Fabrizio helfen. Ich denke, das wäre nicht in jedem Land so. Keine Ahnung, ob das der Grund war, wieso die Liebesgeschichte in Italien spielt. Aber mir gefällt es.
Klar gibt es in jeder Geschichte einen ?Bösewicht?, in diesem Fall ist es Marco, der Bruder von Fabrizio, der zu Beginn etwas neidisch ist, weil er nicht als Erbe eingesetzt wird. Er ist der Typ, der nur Geld sieht und deswegen auch hofft, dass Fabrizio nicht heiratet. Diese Sache versucht er auch zu behindern, es gelingt im aber Gott sei Dank nicht.
Lieblingsperson für mich war in dieser Geschichte Hanna, irgendwie ist sie in Berlin nicht zu Hause angekommen (nicht wirklich glücklich), arbeitet nur und hat eigentlich keinen Freundeskreis. Schön fand ich wie sie sich gewandelt hat und dann in Italien Freunde gefunden hat.
Mir hat diese Geschichte gut gefallen, ich finde das Buch ist eine sehr nette Unterhaltung. Das Ende war für mich absehbar, aber ich finde das okay. Man erwartet sich das ja bei einer Liebesgeschichte.
Ich finde man kommt gut in den Lesefluss, weil die Autorin ein sehr flüssigen Schreibstil hat.
Das Cover finde ich toll, mit den Aprikosen auf blauem Hintergrund.
Den Rezeptteil muss ich schauen, ob ich da noch was finde, da ich nicht der große Koch bin.;) In Versuchung kommt man aber schon, weil auch ich gerne neue Sachen ausprobiere.
Rezensionen von Sterny:
Hinten sind Rezepte drin von Bauerfeind Katrin
Leider nur selten wirklich lustig
Wir kennen das doch alle ? Männer und Frauen sind manchmal etwas neben der Spur, wenn es um zwischenmenschliche Begebenheiten geht. Der Alltag bietet dabei eine Aneinanderreihung von Klischees, die von vielen Seiten kommentarlos bedient werden. Männer stehen auf Autos, Frauen auf Schuhe, sie liebt den Gang zum Friseur, er den Fußball-Fernsehabend mit seinen Kumpels.
Dieses Buch verspricht ?Geschichten, die Männern nie passieren würden? und nimmt uns mit auf eine Reise durch die Welt von Katrin Bauerfeind.
?Hinten sind Rezepte drin? bietet eine Ansammlung verschiedener Alltagsgeschichten, ?Fakten?-Listen und zusammengesponnene Gebrauchsanweisungen für Gegenstände des täglichen Lebens. Da wird eine (wirklich) fröhliche Frauenreligion gegründet, denn nach der richtigen Schlussfolgerung, dass Menschen doch an alles glauben (siehe Scientology), wäre eine Frauenreligion schon lange überfällig. Später lernen wir das ?Märchen von der Höflichkeit? kennen und nicken wissend mit dem Kopf. Außerdem redet Frau Bauerfeind noch über die Anerziehung von Angst bei Mädchen in den jüngsten Jahren und über die verschiedenen Arten des Lachens von Frauen ? das ?Teenie-Kichern?, der ?Verlegenheitslacher? oder doch das ?Echte Lachen?.
Insgesamt klingt alles ganz lustig, zum Schmunzeln geeignet und manches auch wahr. Leider ist es nicht so einfach, denn vieles war mir persönlich einfach viel zu platt, hundertfach widergekäut und damit gar nicht lustig.
Vielleicht hätte es geholfen das Buch nicht beinahe komplett am Stück zu lesen. Hier mal eine kleine Geschichte, da mal eine kurze Anekdote und zwischendurch ein anderes Lesevergnügen genießen.
Sicher ?muss? man alles mit einem Augenzwinkern sehen, doch was sucht dieses Buch dann bei den Ratgebern? Ich habe es nicht als Ratgeber gekauft und mich gewundert es dort eingeordnet zu finden. Letztendlich würde ich es als leidlich gutes humorvolles Buch sehen, was zu oft über das Ziel hinausschießt.
Fazit:
Eher eine Aneinanderreihung von Familien-und Alltagsgeschichten, gespickt mit vielen Klischees rund um Männer und Frauen, die leider allzu oft in platte Anekdoten gepackt werden.
Rezensionen von Eva:
The Revenant Der Rückkehrer Roman zum Film. 05.01.2016. von Punke Michael
Sehr faszinierend!
Ich musste das Buch lesen und zwar wegen dem Film. Ich bin da ja ehrlich, den Film habe ich jetzt noch nicht gesehen, aber ich mache es immer so, zuerst Buch, dann Film.
Und ich finde das Buch grandios. Wir lernen hier Hugh Glass kennen, der mit einer Gruppe Männer auf eine Wanderung geht, weil die in ein anderes Fort wollen.
Diese Wanderung wird von der Fur Company finanziert und sie müssen Felle holen, weil es bei einer vorherigen Wanderung große Ausfälle gegeben hat. Als sie schon ziemlich weit im Indianergebiet sind, wird Glass von einem Grizzly angefallen und wirklich schlimm verletzt. Zuerst wollen sie ihn mitnehmen, aber da es zu aufwendig ist und Glass wirklich in einem sehr schlechten Zustand ist, wird er mit zwei Männern zurückgelassen. Die beiden Männer denken, aber nur an sich und so lassen sie Glass halbtot zurück und nehmen ihm alles weg. So ist Glass nun ohne Messer, Gewehr,? ganz alleine in der Wildnis, da aber ein Überlebenswillen sehr groß ist, schleppt er sich zurück ins Fort?.
Die Geschichte ist ja der Wahnsinn, sie beruht auf einer wahren Begebenheit und man sich das wirklich schwer vorstellen.
Ich musste während des Lesens wirklich einige Male schwer schlucken, weil mir Glass so leid getan hatte. Wenn man über das Überleben liest und was er alles machen musste, dass er nur annährend eine Chance hat. Brutal.
Mir hat die Szene sehr gut gefallen, wie er von den Indianern gerettet wird und ihm die Maden aus den Wunden entfernt wird. Zuerst denkt er da kommt der Feind, aber der Medizinmann hilft ihm, wirklich schön.
Der Gedanke der Rache kann ich auch verstehen, ich denke, ich hätte solche Gedanken auch, wenn man so alleine zurückgelassen wird und einem alles genommen wird, was man noch hat. Auch Geräte, die einem vielleicht helfen könnten, in einer wirklich zu Beginn ausweglosen Situation.
Der Schreibstil des Autors finde ich sehr spannend und detailreich, da denke ich, hat der Autor sehr gut recherchiert. Auch wie die Indianergruppen unterschiedlich zueinander stehen, kommt in der Geschichte gut raus.
Was für mich auch sehr faszinierend ist, zu Lesen, wie ein Durchhaltewille einen stark macht, dass kann man sich gar nicht so vorstellen und von daher finde ich das Buch sehr lebensecht.
Rezensionen von yesterday:
Sturm über dem Meer von Wilken Constanze
Nervenkitzel an der walisischen Küste
?Roman? steht auf diesem tollen Buch und das ist einerseits gut gewählt, aber andererseits verschweigt es ein bisschen, wie gut und packend der Inhalt ist. Im Detail: In den erzählerischen Part, in dem der Leser viel über Wales, seine Geschichte, seine Bewohner und wahre sowie fiktionale Vergangenheit erfährt, fließen sehr stimmig noch eine Krimigeschichte (die sich fast zum Thriller auswächst) und eine Lovestory mit ein.
Im Wesentlichen wechseln sich dabei zwei Handlungsstränge ab: Der von Sam Goodwin, die in der Gegenwart als Archäologin bedeutsame Funde an der walisischen Küste beim kleinen Ort Borth untersucht und der, in dem der Leser gut 60 Jahre in die Vergangenheit dieses Ortes reist und dabei Sams Großmutter Gwen als junge Frau und all ihre Bekannten, Freunde und ihren Mann kennenlernt.
Diesen Mann, Arthur, Sams Großvater, gibt es nur in diesen Abschnitten, ist er doch sechs Jahre nach der Hochzeit gestorben. Für Gwen und ihre drei Kinder zumindest, auch wenn die Umstände nie geklärt wurden und seine Leiche nie ? im wahrsten Sinn des Wortes ? auftauchte. Als Fischer, der er war, wurde angenommen, er sei auf stürmischer See ertrunken.
Behutsam enthüllt die Autorin durch Sams Arbeit und ihre Umtriebigkeit im Ort, was damals geschah und lässt Sam, die durch ihr plötzliches Auftauchen vieles im Ort durcheinanderbringt (so auch den kauzigen, aber sehr sympathischen Werftbesitzer Luke), in der Gegenwart langsam die Ereignisse von damals entrollen und die Puzzleteile der finsteren Geschichte, die Borth birgt, zusammensetzen. Wie im wahren Leben sind aber nicht alle damit glücklich und es kommt zu einigen Zwischenfällen.
So vielfältig die Leute eines Dorfes auch sein können, Constanze Wilken hat es geschafft, nahezu alle Facetten an Zwischenmenschlichem und unterschiedlichen Persönlichkeiten in die wenigen Bewohner von Borth und Umgebung zu legen, die es gibt. Nicht nur die Charaktere sind in sich stimmig (wenn man auch nicht alle ihre Überzeugungen teilen muss), auch die Landschaftsbeschreibungen und die geschichtlichen Exkurse zeugen davon, dass sich die Autorin einerseits in Wales selbst gut auskennt und auch vor umfangreicher Recherche nicht zurückschreckt.
Der Schreibstil ist locker und leicht, passt zu dem Erzählten und die Wechsel der Handlungsstränge bieten genug Kurzweil und Spannung, um das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen.
Rezensionen von mamamal3:
Sturm über dem Meer von Wilken Constanze
Sympathisch + informativ
Die Autorin erlebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen ihren absoluten Traum: Den Tausch vom Landleben zum Wohnen auf dem Wasser, auf dem eigenen Hausboot mitten in Berlin.
Der Leser bekommt einen kleinen Einblick vom Kauf, Umbau und Leben auf/im/am Boot.
Vor allem der alltägliche Stress wegen des Liegeplatzes ist beim Lesen sehr deutlich, denn leider allzuoft wird ihnen gekündigt, oder die Suche nach einem "festen Platz" bleibt erfolglos.
Hier wird leider sehr deutlich, wie schwer es ist, seinen Traum fernab des Einfamilienhauses in Deutschland zu leben, wieviele Steine selbst eine Familie in den Weg gelegt bekommt, v. a. von Behörden.
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Nichtsdestotrotz gefiel mir die Art der Autorin zu schreiben sehr, ich bin jetzt tatsächlich sehr gut informiert.
Toll finde ich auch die gesammelte Zusammenfassung hinten im Buch über die wichtigsten "Anlaufstellen" zum Kauf und für wichtige Genehmigungen.
Mir hat nur noch ein bisschen mehr das Persönliche gefehlt. Sie erzählt zwar schon so einiges, dennoch vermisste ich was, um das "Projekt Hausboot" der Familie noch mehr mitzuerleben.
Eine gewisse Distanz der Autorin war förmlich immer zu spüren- die Sachlichkeit stand etwas im Vordergrund.
Trotzdem gefällt mir das Buch sehr und bei meinem nächsten Spaziergang in Berlin am Wasser werde ich ganz bestimmt mit offenen Augen auf die Suche nach dieser sympathischen Art zu leben gehen. :-)
Rezensionen von rewa:
Die geheime Liebe der Charlotte Brontë von Janzing Jolien
Lieben und Leiden
Die Autorin Jolien Janzing nimmt in ihrem Roman ,,Die geheime Liebe der Charlotte Brontë den Leser mit auf eine einfühlsame und spannende Reise ins Jahr 1842 als sie zusammen mit ihrer Schwester Emily nach Brüssel reist, um dort im Pensionnat der Madame Heger ihre Französischkenntnisse zu verbessern.
Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen als Töchter eines englischen Predigers, ist diese Reise eine Fahrt ins Ungewisse. Charlotte möchte Sprachen lernen und Emily Klavierspielen. Der Traum der beiden wäre eine eigene Schule zu eröffnen.
Wenn man den Roman liest glaubt man, man befände sich in einer Traumwelt. Man wird von einem unbekannten Erzähler an die Hand genommen und durch die schönen Landschaften begleitet. Es ist vielleicht nicht jedermanns Sache direkt angesprochen zu werden, ähnlich einer Reisegruppe die ihrem Reiseleiter zuhört, doch gerade dieser ungewöhnliche Schreibstil hat ein gewisses Flair.
Als Monsieur Heger, der Lehrer für französische Literatur die beiden Engländerinnen kennen lernt, ist er hin und weg von den Schwestern. Besonders Charlotte hat es ihm angetan die sich ebenfalls zu ihm hingezogen fühlt. Doch als verheirateter Mann bleibt er letztendlich bei seiner Familie und die Sehnsüchte Charlottes bleiben unerfüllt. Schweren Herzens kehrt sie nach England zurück wo die Geschichte zu ihrem weltberühmten Roman Jane Eyre entsteht.
Der Roman beginnt mit wunderschönen Erzählungen und Beschreibungen der damaligen Zeit. Der Gegensatz zwischen arm und reich wird oftmals hervor gehoben und macht die Geschichte lebendig. Leider bleiben die Protogonisten farblos und handeln teilweise unglaubwürdig. Selbst wenn Charlotte noch keine Liebeserfahrungen hat, wirken ihre Schwärmereien und Gedanken oft überzogen und lächerlich. Mehr ehrliche Gefühle hätten dem Roman gut getan.
Der zweite Erzählstrang schildert die Geschichte von König Leopold, der ein 16 jähriges Mädchen zu seiner Mätresse macht. Warum die Autorin diese Geschichte dazu genommen hat, kommt leider nicht heraus. Da sie im Grunde auch in keinen Zusammenhang mit den Brontë Schwestern steht. Das Potenzial für einen schönen historischen Roman wäre vorhanden, nur fehlt einfach das gewisse Etwas.








