Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Shilo:
Das schönste aller Leben von Betty Boras
Nah an den Menschen, stark erzählt
Die Geschichte liest sich ruhig. Sie bleibt bei den Menschen und macht kein Aufheben. Manche Stellen sind schwer, andere still und fast unscheinbar. Gerade diese Momente bleiben im Kopf. Nicht alles wird erklärt. Manche Situationen muss man aushalten. Das wirkt echt und nicht ausgedacht.
Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen aus sehr unterschiedlichen Zeiten.
Die eine flieht mit ihrer Familie nach Deutschland und lernt früh, sich anzupassen und stark zu sein. Später bringt ein Unglück mit ihrer kleinen Tochter vieles ins Wanken. Schuld und Zweifel bleiben. Die andere lebt im 18. Jahrhundert und erlebt, wie gefährlich es sein kann, begehrt zu werden. Ihr Leben wird von fremden Regeln bestimmt, die keinen Platz für Mitgefühl lassen.
Beide Frauen sind mit dem Banat verbunden. Dieser Ort ist mehr als nur eine Landschaft. Er wirkt wie eine Erinnerung, die bleibt und weitergegeben wird. Schmerz und Schönheit liegen nah beieinander. Diese Verbindung macht die Geschichte rund und glaubwürdig.
Beim Lesen entsteht Nähe. Die Geschichte drängt nicht, sie lässt einen einfach mitgehen. Sie erklärt nicht alles und lässt Raum für eigene Gedanken. Situationen wirken vertraut, auch wenn die Lebensumstände anders sind. Es geht um Verantwortung, Schuldgefühle und darum, mit dem eigenen Leben klarzukommen. Kleine Momente bleiben hängen und sagen oft mehr als große Worte.
Am Ende bleibt das Gefühl, eine Geschichte gelesen zu haben, die ehrlich erzählt ist. Sie zeigt Leid, Schuld und Stärke, ohne zu werten. Die Verbindung der beiden Lebenswege über Zeit und Herkunft gibt dem Ganzen Tiefe, ohne schwer zu wirken. Das Buch bleibt nicht wegen einzelner Szenen im Gedächtnis, sondern weil es das Leben zeigt, wie es ist. Mit Verletzungen, mit Schuld und mit dem Versuch, trotzdem weiterzugehen. Genau das macht es so berührend.
5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die Geschichten mögen, die nah am Menschen sind und leise berühren. Wer Geschichten mit Tiefe, Gefühl und klarer Sprache schätzt, wird dieses Buch nicht vergessen.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Entkörpert von Christoph Gschoßmann
Mega Einstieg in den 1. von 4 Teilen
Hier möchte ich vorab anmerken, dass ich bei diesem Buch aus meine Komfort-Zone ausgerückt bin – Fantasy und Science Fiction ist nicht mein Haupt Genre und anhand des Klappentextes war ich sehr neugierig und gespannt, wie mich das Buch mitnimmt.
Was soll ich sagen….es hat gefunkt – aber ordentlich ! Schon zu Beginn bin ich unheimlich gut in die Geschichte gekommen und hatte direkt einen Bezug zu Luka, der in einer Welt lebt, in der nicht gewiss ist, in welchem Körper man am nächsten Morgen aufwacht – eine sehr spannende Vorstellung.
So bin ich dann auch von Seite zu Seite geflogen und ganz ehrlich : der Spannungsbogen, den Christoph Gschoßmann hier über das ganze Buch hinweg aufrecht erhält, ist kaum auszuhalten.
Lebendig und bildhaft ist der Schreibstil des Autors, so dass ich beim Lesen ganz klare Bilder in meinem „Kopfkino“ hatte, was das Lesen zu einem wahren Vergnügen gemacht hat.
Wer auf der Suche nach Spannung, dem Eintauchen in eine fesselnde Welt und absolutem Lesegenuss ist, der kommt hier total auf seine Kosten. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir !
Rezensionen von begine:
Schwarzer September von Sandro Veronesi
Von Italien nach England
Schwarzer September,ist der dritte Roman, den ich von dem italienischen Schriftsteller Sandro Veronesi gelesen habe. Es ist wieder ein gelungenes Werk.
Er lässt uns in die Gedankenwelt und Erlebnisse des zwölfjährige Gigio. Seine Eltern und seine Er lebt mit Schwester leben im Sommer an der Ligurischen Küste.
Seine Mutter ist Engländerin und er kann fließend englisch reden.
Gigio beobachtet seinen Körper, die Freunde sind schon weiter entwickelt.
Um viel von der Familie und Allem zu erfahren, belauchscht er seine Eltern. Er bekommt mehr mit, als die denken.
Die Mutter seiner dreizehnjährigen Freundin stammt aus Äthiopien. Als der Vater ermordet wird, ist die Mutter gleich verdächtig. Am Strand wird gleich vier getratscht.
Die Ehe von Gigios Eltern scheitert und die Mutter entführt die Kinder zu ihrer Familie in England.
Jetzt erzählt der Autor aus seinem Erwachsenen Leben, von seinen Kinder und von seiner Schwester.
Der Schreibstil fesselt und ich empfehle den Roman gerne weiter.
Rezensionen von MarcoL:
Kleine Schwächen von Megan Nolan
Intensive Gesellschaftsstudie, Ausgrenzung, Sensationslüsternheit. Wunderbar erzählt.
Irland, Ende der Siebzigerjahre. Carmel, noch kaum eine Frau und auch kein Kind mehr, wird schwanger. Sie verdrängt es, denkt einfach nicht daran. Und wenn man nicht mehr daran dankt, dann ist es auch nicht geschehen. Doch eines Tages wird es unausweichlich, aber Carmel schweigt. Ihre Mutter Rose sieht im bigotten Irland keine Möglichkeit, noch etwas zu tun, und reist mit Carmel kurzerhand nach London.
In der Abtreibungsklinik wird aber nur bestätigt, was alle schon wissen: es ist zu spät. Rose beschließt, ihre Heimat in Irland aufzugeben, denn dort zeigen nur alle mit dem Finger auf sie. Sie nehmen in London eine Wohnung, lässt ihren Mann John Green und dessen Sohn aus erster Ehe, Richard, nachkommen. Sie versuchen, aus ihrer Situation das Beste zu machen.
Carmel ist überlastet, kümmert sich nicht um ihre Tochter Lucy. Das übernimmt Rose, während sich John um seine eigenen Dinge kümmert und Richard total dem Alkohol verfallen ist. Irgendwie vegetieren sie alle am Rande der Gesellschaft.
Rose stirbt unerwartet, und nun muss Carmel wohl … aber es ist schwer. Als Mia, eine Schulkameradin aus besseren Kreisen der mittlerweile zehnjährigen Lucy, verschwindet und kurze Zeit darauf tot aufgefunden wird, ist es allen klar. Das kann nur Lucy gewesen sein, denn die beiden wurden kurz vor dem Unglück noch zusammen gesehen. Die versteckt sich aber in ihrer eigenen Welt, spricht nicht. Lucy kommt kurzerhand in Gewahrsam, und die Presse wittert DIE Sensation.
Journalist Tom setzt alles daran, die Exklusivstory zu bekommen. Die Familie wird vom Mob abgeschottet, in ein Hotel mit allen Annehmlichkeiten verfrachtet. Inklusiv All-you-can-drink für John und Richard. Es werden sogar Reporter in Irland beauftragt …
Nolan zeichnet mit diesem Roman sehr starke Bilder. In einer nüchternen, beinahe teilnahmslosen Sprache werden wir Beobachter einer Familie, die immer Rand stehen wird, auch wenn sie sich manchmal bemühen, ihren Status zu verändern. Tom ist ein Paradebeispiel an einer überzogenen Charakterdarstellung.
Glatt, ohne Skrupel, ohne Menschlichkeit spiegelt er das wider, was die Gesellschaft mit Außenseitern zu tun pflegt und steht sinnbildlich für die Sensationsgeilheit der Gesellschaft und vieler Medien, denen Schlagzeilen wichtiger sind als Inhalte. Was machen wir mit gebrochenen Menschen? Was machen Männer mit Frauen wie Carmel, die schön sind, aber das Leben unnahbar, verbittert gemacht hat? Was machen gesellschaftlich bessergestellte Menschen, wenn ihre behüteten Kinder mit jenen aus der armen Bevölkerungsschicht zusammenkommen? Und was macht die Gesellschaft, auf wenn wird als erstes gezeigt, wenn was passiert?
Ganz große Leseempfehlung für diesen Pageturner und gut dargestellte Gesellschaftsstudie.
Rezensionen von Gute_Laune:
Ungelöst - Die erste Zeugin von Arno Strobel
Start einer neuen Reihe, aber doch auch Fortsetzung einer anderen Reihe
Luisa Menkhoff hat ein eidetisches Gedächtnis. Ein Flugblatt löst die Erinnerungen an ihre Entführung in ihrer Kindheit aus. Sie wendet sich an die Münchner Polizei. Hauptkommissar Ramin Brunner holt sie in seine Cold-Case-Einheit. Beide erkennen zu spät, dass sie etwas übersehen haben.
Dies ist einer jener Thriller, die für meinen Geschmack zu ambitioniert angelegt sind und dadurch auf gewisse Weise unbequem sind.
Die Spannung ist da, aber nicht auf die Weise, wie ich es mag. Es ist, als wäre zu viel gefeilt worden, zu viel zu kantig und zu akkurat. Auch wenn ich die Ermittler mit Macke langsam satt bin, ist Ramin Brunner zu normal geraten. Seine Familiengeschichte ist zwar mit eingewebt, trägt für mich jedoch nicht dazu bei, besonders beeindruckt oder emotional eingebunden zu sein.
Anders bei Luisa. Man muss sie mögen, man muss sie einfach beschützen wollen, Mitgefühl für sie haben. Umso härter treffen dann die Wendungen und Twists in der Story. Dennoch ist mir das insgesamt zu schwülstig, zu sehr nach einem Strickmuster gearbeitet. Vor allem aber ist die Auflösung etwas arg weit hergeholt und nicht sehr realitätsnah. Das mag ich so dann doch nicht.
Ich habe erst nach dem Hören des von Dietmar Wunder in gewohnter Weise eingesprochenen Hörbuchs erfahren, dass dies zwar der Auftakt einer Reihe ist, es aber im Grunde einen Vorgängerband gibt. Möglicherweise hätte mich das vom Hören abgehalten, hätte ich es vorher gewusst. Und möglicherweise hätte mir dieser Thriller besser gefallen, hätte ich den Vorgänger gelesen oder gehört. So jedoch bin ich weder begeistert noch enttäuscht. Ich hatte halt eine mehr oder weniger fesselnde Unterhaltung und bin schon wieder dabei, die Story unter Ferner liefen abzuhaken und zu vergessen. Schade eigentlich. Aber deshalb eben von mir drei Sterne.
Rezensionen von Marw76:
Die verborgenen Bilder von Maja Ilisch
Lehrreiches Buch für ältere Kinder und/ oder Erwachsene
Friekes Welt bricht in einem Augenblick am Frühstückstisch in tausend Scherben! Ihre Eltern erklären sie würden sich trennen, da ihr Vater mit seinem neuen Freund zusammen ziehen möchte. Und dann wird Frieke auch noch aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und in ein Haus ziehen das schon vor über 100 Jahren gebaut wurde!
In der neuen Wohnung kommen unter den Tapeten alte Zeichnungen zum Vorschein und wenn Frieke diese Bilder berührt, kann sie in die Vergangenheit reisen! Dort trifft sie auf Ilsabeth die im Jahr 1928 in dieser Wohnung mit ihrer Familie lebt.
Immer öfter reist Frieke in die Vergangenheit zu der Familie bis sie eines Nachmittags beim Tee ein ganz anderes Bild dieser Menschen kennen lernt...
Die Gefühlswelt von Frieke nach der Trennung der Eltern wird wirklich ganz fantastisch und nachvollziebar beschrieben! Man erlebt die Einsamkeit, die Wut und die Verzweiflung ganz nach mit dem jungen Mädchen mit und alles wird sehr authentisch beschrieben!
Ausserdem lernen vorallem Kinder einiges über die Zeit der späten 20er Jahre kennen, die ersten Kinos und wie es sich in einer so großen Familie lebt, aber auch die Schatten der Zeit.
Deshalb ist das Buch auch eher etwas für ältere Kinder und Erwachsene Leser, da die düstere Zeit sehr eindrücklich eingefangen wird.
Die Geschichte ist die ganze Zeit über spannend und interessant erzählt, nur das Ende finde ich dann ein bisschen zu schnell erzählt und die Wandlung von Frieke kommt zu plötzlich in meinen Augen. Hier hätten ein paar Seiten noch gut getan.
Insgesamt ein tolles Buch über den Verlust einer heilen Familie und wie etwas neues darauf entstehen kann. Und sehr lehrreich lernen Kinder etwas über die späten 20er Jahre kennen.
Rezensionen von saskia13120:
Animox Origins 2. Der Stich der Wespe von Aimée Carter
Schöne Geschichte mit viel liegen gebliebenen Potential
"Animox Origins - Der Stich der Wespe" ist der zweite Teil der Animox Origins Reihe und erzählt die Geschichte der jungen Ariana Webster, die zukünftige schwarze Witwenkönigin des Insekten- und Arachnidenreiches.
Die Geschichte ist in meinen Augen gut gelungen, kann aber nicht mit dem ersten Teil mithalten und füllt ihr Potenzial nicht aus.
Ariane lebt gemeinsam mit vielen anderen Kindern in der "Höhle", wo sie und die anderen zu Spionen für ihr Reich ausgebildet werden. Hierzu werden sie bereits mit drei Jahren aus ihren Familien genommen und kennen ihre eigenen Eltern oft nur noch aus Erzählungen des Spionagemeisters. Alle sollen möglichst anonym bleiben und die Schüler kennen untereinander nichtmal ihre vollen Namen. Das ganze wird als eine große Familie dargestellt weil man ja nichts anderes kenne, für mich hörte sich das das Konzept aber nicht nach einer Kindheit an, die ich mir wünschen würde.
Besonders darunter leiden muss Ariana da sie nicht nur ihre Herkunft als Schwarze Witwenprinzessin verheimlichen muss sondern auch unter den Schülern auf keinen Fall Aufmerksamkeit erregen soll und so ihre eigentlich großartigen Leistungen verstecken und eine durchschnittliche Schülerin mimen muss. Ich habe teilweise wirklich mit Ariana mitgelitten weil ich voll verstehen konnte dass sie einfach mal ihr Potenzial ausschöpfen wollte und gerade seitens des Spionagemeisters wie alle anderen behandelt werden wollte.
Ansonsten ist Ariana ein wirklich gelungener Charakter, sie hat das Herz am rechten Fleck und einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Ihre Gefühle und Entscheidungen wirken authentisch und nachvollziehbar.
Was mir in diesem Buch zu kurz kam war das animagieren. Zwar wird früher oder später bei jedem einmal angesprochen in was für ein Tier er sich verwandeln soll, die Animox gestalten und die Verwandlung in diese waren aber deutlich weniger Thema als im ersten Teil.
Ansonsten fand ich die Handlung an sich sehr gelungen, nur hatte ich eben das Gefühl dass wenn man den Animox Teil weggelassen hätte sich die Geschichte nicht wirklich verändert hätte was ich sehr schade finde.
Für Fans des Animox Universums ist dieses Buch aber auf jeden Fall wieder ein Must Have und diese werden bestimmt auch auf ihre Kosten kommen!
Rezensionen von begine:
Das schönste aller Leben von Betty Boras
Selbstvorwürfe
Betty Boras Debüt, Das schönste aller Leben, besticht durch den guten Ton.
Die Protagonistin Vio kommt genau wie die Autorin als Kind von Rumänien nach Deutschland.
In einem zweiten Strang wird Theresias Leben im 18. Jahrhundert im Banat, Rumänien beschrieben.Da ist Schönheit gefährlich.
Ich weiß nicht, ob diese Geschichte in den Roman so richtig zusammenpassen.
Das hatte ich dann intensiver als eigenen Roman lieber gelesen.
Gut beide Frauen kommen aus der gleichen Gegend, aber das ist auch alles.
Vios Geschichte ist gut geschildert.
Ihre Depressionen nach dem Unfall ihrer kleinen Tochter kann ich gut nach empfinden. Da kommt man ja nicht raus, die Brandwunden erinnern immer wider.
Ich habe mit Vio mitgelitten.
Der Roman ist gut umgesetzt und worden die Sprache ist ruhig und passend. Es ist eine lesenswerte Geschichte.
Rezensionen von Anjulia :
Unser Haus mit Rutsche von Safia Al Bagdadi
Kein Apartment in New York
In "Unser Haus mit Rutsche" erzählt Safia Al Bagdadi über die Kindheit und Jugend von Layla, die mit ihrer französischen Mutter und ihrem irakischen Vater in Saarbrücken aufwächst, sich aber in keiner der Kulturen wiederfindet. Laylas Mutter wirkt eher kühl und elegant. Das Verhältnis zu den wohlhabenden französischen Großeltern ist schwierig, was auch bei dem ein oder anderen Besuch im Elsass deutlich wird.
Babe ist zunächst ein herzlicher Vater, mit großen beruflichen Plänen und Träumen. Statt des versprochenen Apartements in New York oder dem Haus mit Wasserrutschen am Tigris, bleibt es aber bei der Wohnung in Saarbrücken und Besuchen im Fechinger Schwimmbad. Ein besonderes Erlebnis ist die Reise der Familie zur Großmutter in den Irak. Spätestens der Ausbruch des zweiten Golfkriegs lässt sämtliche Geschäftsideen des Vaters platzen, verändert diesen und lässt eine zerbrochene Familie zurück, in der die Eltern die Kinder zu früh verlassen. Laylas Rückblick in die Kindheit und Jugend endet mit einem letzten Versöhnungsversuch der Eltern in Paris. Einem Nachmittag, an dem es fast so scheint, als könnte alles wieder gut werden. Mich hätte interessiert, was danach noch geschehen ist. So fühlt sich das Buch für mich leider nicht ganz vollständig an. Der Schreibstil des Buches ist angenehm und leicht zu lesen. Die Autorin schafft es dabei, dass die Geschichte nicht zu ernst und schwer wird. Die Ich-Perspektive aus der Laylas Geschichte erzählt wird, passt sehr gut. Ich konnte eine gute Verbindung zur Figur aufbauen. Aufgrund des Lebenslauf der Autorin gehe ich davon aus, dass hier auch eigene Kindheitserlebnisse eingebracht wurden
Fazit: Ein Buch über eine ungewöhnliche Familie, das mir gut gefallen hat.
Rezensionen von yellowdog:
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Adrian Reiter
Dieser Roman zeigt das vergangene Jahrhundert anhand eines Mannes, der 1901 geboren wurde. Adrian Reiter, ein Mann, der nicht agiert, sondern beobachtet. Mehrere Begegnungen prägen sein Leben. Es sind Menschen, die vom Krieg zerrüttet und beschädigt sind. Das gilt für den ersten wie für den zweiten Weltkrieg.
Das Buch ist teilweise bedrückend und ich habe lange gebraucht hineinzukommen. Dabei erzählt Norbert Gstrein von Anfang an präzise und mit Intensität.
Aber der Protagonist ist so zurückhaltend und passiv. Erst im dritten und letzten Teil des Buches habe ich das Gefühl endlich angekommen zu sein, als Adrian beginnt sich zu öffnen.
Das Buch ist nicht einfach, aber von Bedeutung, da es zeigt, wie Krieg das Leben der Menschen nachhaltig beeinflusst.











