Kunden em pfehlungen
Rezensionen von woolbooksandcoffee:
Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 81 - Der Kran von Andrea Erne
Perfekt
Wie (fast) alle Titel dieser Reihe lieben wir auch diesen Teil sehr: toll gestaltete Seiten mit viel Text zum Staunen und Lernen. Für meinen 2 1/2 jährigen Sohn sowohl thematisch als auch inhaltlich der absolute Kracher! Baustellen jeder Art sind gerade ohnehin der Renner, hier lernen wir beide dazu.
Jede Seite lädt zum Entdecken ein und das Buch hat uns wirklich schon so einige Stunden auf der Couch begleitet. Was wir an der Reihe lieben ist, dass nicht nur die Kleinen was lernen können, sondern die Bücher, sofern das bei Kinderbüchern eben geht, auch für Erwachsene immer wieder etwas wissenswertes bereithalten. So schaue ich auch als Vorleserin immer wieder gerne in das Buch hinein. Absolut altersgerecht gestaltet und mit vielen tollen Klappen, die zum Entdecken einladen. Auch das Suchspiel am Ende kommt hier immer wieder gut an. Ein rundum tolles Kinderbuch!
Rezensionen von woolbooksandcoffee:
Sachen suchen: Besuch im Zoo von Susanne Gernhäuser
Super
Die Sachen suchen Reihe kommt bei meinem Sohn schon immer sehr gut an, da ist auch dieses Buch keine Ausnahme! Ich muss ehrlich sagen, dass die Reihe für mich als Erwachsene nicht zu meinen Favoriten gehört, aber wichtig ist ja, wie die Bücher den Kleinen gefallen. Das Buch ist altersgerecht gestaltet und bekannt schön illustriert, auf jeder Seite gibt es viel zu entdecken.
Ich persönlich finde das Zoo-Thema nicht mehr so zeitgemäß und hätte mich eher über Tiere in freier Wildbahn gefreut, aber natürlich ist Zoo nach wie vor ein Dauerrenner bei den Kindern. Die Suchspiele sind recht einfach und auf manchen Seiten hätte ich mir etwas mehr zu suchen gewünscht, aber insgesamt beschäftigt und das Bucht nun schon einige Wochen fast täglich für einige Zeit. Mein Sohn greift immer wieder nach dem Buch und das ist ein klares Zeichen dafür, dass es ihm gut gefällt!
Rezensionen von yellowdog:
Sommer 24 von Navid Kermani
Ein Buch von Relevanz
Navid Kermanis neues Buch ist eine Art privates erzählendes Essay, dass die Zeit Sommer 2024 beleuchtet. Im Mittelpunkt der Freitod eines Freundes, die Flüchtlingspolitik mit all seiner Unmenschlichkeit und die Arbeit an einer Rede über Thomas Mann. Fast hat es etwas tagebuchartiges, auch erstaunlich emotional.
Und es geht nicht nur um 2024. Auch Allgemeingültiges wird thematisiert.
Ein Reiz des Buches ist, die ganzen Themen zusammen zu bekommen, da die Zusammenhänge nicht so offensichtlich sind.
Rezensionen von Shilo:
Das Versprechen von Cornwall von Karin Lindberg
Zwei Zeiten, ein verborgenes Geheimnis
Die Handlung der Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart stößt Samantha auf dem Dachboden ihrer Tante in Cornwall auf einen alten Verlobungsring und damit auf Fragen, die lange verborgen waren. Begegnungen und Gespräche im Ort öffnen nach und nach den Blick auf eine Vergangenheit, die nicht abgeschlossen ist.
Cornwall ist dabei mehr als nur Kulisse. Die Weite der Landschaft und die zurückhaltende Stimmung prägen die Geschichte spürbar.
Vor allem die historische Ebene entwickelt eine spürbare Sogwirkung. Die Abschnitte im Jahr 1937 wirken dichter und emotionaler. Elsies Leben als junge Frau ohne familiären Halt, ihre Arbeit und die Hoffnung auf ein anderes Schicksal sind ruhig und glaubwürdig erzählt. Die politischen Spannungen vor dem Zweiten Weltkrieg verleihen diesem Teil zusätzliches Gewicht, ohne die Handlung zu überfrachten. Entscheidungen bekommen hier Gewicht und bleiben nicht folgenlos.
Die Gegenwartsebene ergänzt die Geschichte sinnvoll, auch wenn sie weniger Tiefe erreicht. Sie verbindet die offenen Fragen mit der Vergangenheit und sorgt für einen runden Rahmen. Manche Figuren wirken klarer, stören den Lesefluss jedoch nicht.
Die Geschichte überzeugt vor allem durch die historische Ebene und die stimmige Atmosphäre. Ruhig erzählt, entfaltet sie Spannung auf leise Weise und lässt die Entscheidungen der Figuren wirken.
5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Odina:
Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict
Märchenhaft düster
Der Thriller „Böser, böser Wolf" wurde von Alexandra Benedict verfasst und erschien am 14. Februar 2026 im Tropen Verlag. Das Buch umfasst 368 Seiten und das Cover ist düster und gruselig gestaltet. In der Geschichte geht es um die Autorin Katie, die von einem maskierten Mann entführt wird.
Er zwingt sie, tödliche Märchen zu schreiben, die er dann wahr macht. Während Detective Lyla Rondell ermittelt, entdeckt sie eine Verbindung zu ihrer eigenen Vergangenheit. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und sie schafft es, eine dichte, düstere und emotionale Atmosphäre zu erzeugen, die das Geschehen eindringlich vermittelt. Die Handlung ist spannend und voller überraschender Wendungen, sodass ich bis zum Schluss mitgefiebert habe. Die Figuren sind klar und übersichtlich gestaltet. Besonders Katie als Hauptfigur ist vielschichtig und sympathisch dargestellt. Ihre kreativen Neuinterpretationen der Märchen und ihr Überlebenswille machen sie zur zentralen Bezugsperson. Insgesamt ist das Buch ein guter Thriller mit psychologischer Tiefe.
Rezensionen von Harakiri:
Schlangengrube von Anna Jansson
Die Pflegekraft
Bark möchte eigentlich einen geruhsamen Nachmittag mit einer Freundin erleben, als er zu einem neuen Fall gerufen wird. In einem abgebrannten Kino wird eine Leiche gefunden. Ist es der vor 38 Jahren verschwundene Matthias? Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und bei einem Empfang sterben einige der Gäste.
Kein einfacher Fall für Kommissar Bark und sein Team. Und dann sind da noch die privaten Probleme und seine Affäre mit Mia. Die Idee mit dem Anschlag und wie er ausgeführt wurde, finde ich genial. Und durch die Kapitel „Die Pflegekraft“ in das Hirn des Täters/der Täterin einzutauchen und seine/ihre Motivation und Gedanken zu verstehen, war großes Kino.
Zwischendurch hat das Buch ein paar kleinere Längen, weil es so auf der Stelle tritt, aber das wird durch das furiose Finale wieder wettgemacht. Wechselnde Sichtweisen in den Kapiteln sorgen für zusätzliche Spannung.
Ich mag auch das ausgewogene Verhältnis von Privatleben und Fall sehr gerne. Jansson gibt ihren Charakteren Leben, macht sie nahbar und zugänglich und das ist so besonders an den Benthien-Krimis. Mittlerweile 6 gibt es und ich habe alle sehr gerne gelesen und freue mich jedes Mal auf den nächsten Band. Man kann diese Krimis unabhängig voneinander lesen, jeder Fall ist abgeschlossen, aber mehr Spaß macht es, sie hintereinander zu lesen. „Schlangengrube“ endet mit einem kleinen Cliffhanger, denn Mia hat noch einiges zu verbergen – und auf die Auflösung (vielleicht im nächsten Band) bin ich schon sehr gespannt.
Fazit: Lebendige Charaktere, ein Fall, der es in sich hat und so noch nie da war und eine tolle Schreibweise zeichnen den neuen Krimi von Anna Jansson aus.
Rezensionen von LeserinLu :
Hundertsiebenundachtzig Tage von Ludovic Lecomte
Intensiv
Der Jugendroman „Hundertsiebenundachzig Tage“ hat mich vor allem durch sein sensibles Thema und seine ungewöhnliche Form überzeugt. Im Mittelpunkt steht ein jugendlicher Ich-Erzähler, der seine Wohnung nicht mehr verlassen kann. Eltern, Freunde und Therapeutin warten darauf, dass er den Schritt zurück in ein „normales“ Leben schafft, doch für ihn ist nicht einmal klar, was genau seine Angst ausgelöst hat.
Der Roman begleitet ihn in dem sehr engen Zeitraum der letzten Minuten, bevor er entscheidet, ob er wieder hinausgehen wird. Diese Situation wird collagenartig z.B. durch inneren Monolog, Chatverläufe, Gedankenstrom und Rückblicke auf seine Krankengeschichte dargestellt. Dabei passt sich die Form stark dem jeweiligen Inhalt an: Manche Passagen sind in Versen geschrieben, andere ohne Satzzeichen oder Groß- u. Kleinschreibung. Das kann für jugendliche Leser:innen zunächst ungewohnt sein, ergibt aber schnell Sinn, weil sie den Gefühlszustand des Erzählers widerspiegelt, weshalb gerade die Form des Romans mir gut gefallen hat. Der knappe Umfang des Romans macht ihn zusammen mit der Form einerseits sehr intensiv, andererseits ist das sicher motivierend für viele jugendliche Leser:innen.
Besonders gelungen finde ich auch, dass das Buch keine schnellen Erklärungen liefert. Stattdessen zeigt es, wie komplex Angst, Rückzug und mögliche Depressionen sein können und wie schwer es ist, sie von außen zu beurteilen. Einzig die Beziehung der Figuren untereinander hätte für mich noch näher beleuchtet werden können, um die Angst des Erzählers eventuell noch besser zu erklären. Das Thema habe ich aber so noch nie in einem Jugendbuch verarbeitet gelesen. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei Jugendlichen auf großes Interesse stößt, weil der Roman ernst nimmt, wie überwältigend psychische Belastungen sein können, ohne dabei belehrend zu wirken.
Rezensionen von Shilo:
Die Hoffnung, die uns trägt von Kerstin Lange
Zwischen Verlust und vorsichtiger Liebe
Lissabon im Jahr 1961 ist kein Ort der Leichtigkeit. Zwischen Trauer, Armut und stiller Hoffnung beginnt der Weg einer jungen Frau, die lernen muss, Verantwortung zu tragen, obwohl sie selbst Halt sucht.
Nach dem Tod ihres kleinen Bruders verändert sich für Amália alles. Der Vater verschwindet aus ihrem Leben, die Mutter wird krank, und plötzlich liegt viel mehr auf ihren Schultern, als sie tragen sollte.
Amália versucht, Ordnung in ihr Leben zu bringen und einen Weg aus der Not zu finden. Die Arbeit im Café Saudade wird zu einem wichtigen Anker. Dort begegnet sie dem Studenten Marcelo. Zwischen den beiden entwickeln sich Gefühle, die zwar mit der Zeit wachsen, jedoch von Anfang an unter Spannung stehen. Seine Arbeit im Widerstand ist ihm wichtiger als alles andere und beeinflusst sein Denken und Handeln. Die politische Lage spielt dabei immer mit hinein und wirkt sich auf das Leben und die Beziehungen der Figuren aus.
Besonders eindrücklich ist das Zusammenspiel von privaten Wünschen und den Umständen der Zeit. Amália sehnt sich nach Sicherheit und einem einfachen Leben, doch die Realität ist geprägt von Unsicherheit, Angst und leisen Formen des Widerstands. Der Roman zeigt diese inneren Konflikte ruhig und ohne Überzeichnung.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Handlung entwickelt sich ruhig, bleibt dabei aber durchgehend interessant und spannend. Man folgt Amália gern durch ihren Alltag und ihre Gedanken, ohne dass es anstrengend oder gar langweilig wird.
Am Ende bleibt ein ruhiger Eindruck. Die Geschichte erzählt von Liebe und Verlust und davon, wie schwer es sein kann, seinen eigenen Weg zu gehen. Ohne große Worte zeigt der Roman, was Hoffnung bedeuten kann, selbst in einer Zeit voller Angst und Unsicherheit.
Für Leser, die ruhige, gut erzählte Geschichten über Liebe, Verlust und innere Stärke mögen, ist dieses Buch ein echtes Highlight. 5 wohlverdiente Sterne.
Rezensionen von clematis:
Die Hoffnung, die uns trägt von Kerstin Lange
Portugal im Widerstand
Im Jahre 1961 stirbt der zehnjährige Pedro, die ärmlichen Wohnverhältnisse, die feuchten Mauern, der unstillbare Husten setzen seinem kurzen Leben ein stilles Ende. Weder Mutter noch Vater kommen mit dem schweren Schicksalsschlag zurecht, lediglich die ältere Schwester Amália erkennt, dass sie einfach weiterleben und weiterkämpfen muss, um nicht ebenfalls zu zerbrechen.
So hilft die Siebzehnjährige am Obststand aus und kellnert in einem kleinen Café, um ihr Auskommen zu bestreiten und lernt dabei eine Gruppe eifriger Studenten kennen. Dass diese politisch aktiv sind und gegen das Regime von Salazar auftreten, erfährt sie erst, als sie schon Gefühle hegt für Marcelo.
In einem bestens recherchierten Rahmen historischer Ereignisse spielt diese unglaublich real erscheinende Geschichte von Amália im schönen Lissabon. Aber so schön, wie wir es heute kennen, ist es in den 1960er-Jahren wohl doch nicht gewesen. Kolonialpolitik, Bürgerkrieg, Unterdrückung und auffällige Standesunterschiede rufen breite Studentenbewegungen auf den Plan, unter den jungen Menschen wird der Ruf nach Freiheit und Selbstbestimmung immer lauter. Amália, die selbst nur eine lückenhafte Schulbildung erfahren hat, schließt sich bald dem Widerstand an, ihr Privatleben vermischt sich auf unwiederbringliche Weise mit der Politik. Mutige Figuren treffen aufeinander, die Furcht vor Verfolgern steckt stets im Nacken, das Bangen um Wohnraum und Lohn ist immerwährend präsent. Geschickt und pragmatisch fängt Kerstin Lange die Atmosphäre der damaligen Zeit ein und verliert sich nicht in Gefühlsduseleien. Am Ende streift unser Weg dann noch den der Österreicherin Reni und schließt so die erwartete Verbindung zum Vorgängerband „Die Sehnsucht, die bleibt“. Besonders jetzt werden die Emotionen spürbar, der Eindruck dieses ruhigen Romans wird noch länger bleiben.
Eine gelungene Fortsetzung vor dem Hintergrund portugiesischer Zeitgeschichte. Sehr gerne empfehle ich dieses Buch an jene Leser weiter, die einen glaubwürdigen Roman suchen, welcher zarte Liebensbande mit historischen Gegebenheiten verknüpft.
Rezensionen von clematis:
Das Versprechen von Cornwall von Karin Lindberg
Samantha und Elsie
Aufgrund beruflicher Unannehmlichkeiten in London, versucht Samantha bei ihrer Tante in Cornwall den Kopf freizubekommen. Aber anstatt dort die ruhige Küstenlandschaft zu genießen, forscht sie nach, woher der unbekannte Verlobungsring am Dachboden des alten Hauses stammen könnte und lernt obendrein noch zwei interessante junge Männer kennen.
Spannende Szenen rund um Digitalforensikerin Samantha Fisher ziehen des Lesers Aufmerksamkeit sofort auf sich. Bestens ins Geschehen verwoben wird alsbald Elsie Hatchetts Geschichte aus den Jahren 1937/38, wodurch die Spannung gleich noch weiter angefacht wird. Auf berührende Art und Weise fängt Karin Lindberg das mutige Leben der kleinen Sekretärin bei der Londoner Times ein und zeigt – im Kontext von Politik und gesellschaftlichen Konventionen – wie rasch kleine Entscheidungen große Veränderungen nach sich ziehen können. Sowohl der Handlungsstrang in der Gegenwart als auch jener in der Vergangenheit präsentieren sorgfältig und realistisch gezeichnete Charaktere, die Atmosphäre im alten London ist ebenso gut eingefangen wie im malerischen Cornwall, wo es aber auch nicht ganz ohne Ränke und Intrigen zugeht. Nicht nur Sam und Elsie wachsen einem schnell ans Herz, auch die anderen Figuren (bis auf einige wenige Widerlinge, die halt nicht wegzudenken sind) wachsen über ihre (Neben)Rollen hinaus und bereichern das Geschehen auf angenehme Weise und schließlich sorgt auch noch der braun-weiße Springer Spaniel Drift für unterhaltsame Momente.
Auf den konkreten Inhalt kann ich gar nicht genauer eingehen ohne interessante Details zu verraten, es geht aber um nicht standesgemäße Verbindungen, um Ungleichheiten und Gegensätze, die einander anziehen, so viel sei gesagt. Lindbergs Schreibstil ist gewohnt bildreich und flüssig, sodass man von der ersten bis zur letzten Seite völlig abtauchen kann in eine wunderbare Geschichte, die mich auch diesmal wieder sehr berührt hat.
Eine wunderbare Reise zwischen zwei Zeitebenen, welche bestens recherchierte historische Fakten mit fiktiven Romanelementen verknüpft. Leseempfehlung!









