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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von askyfullofpages:

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Liebe ist niemals normal von Thomas Brezina

Liebe ist schnell geschrieben, aber schwer gefunden

„Liebe ist niemals normal“ von Thomas Brezina erzählt mit viel Wärme und Ehrlichkeit von den vielen Formen der Liebe. Liebe ist omipräsent in Familien, Freundschaften und Beziehungen. Im Mittelpunkt steht ein junger Erwachsener, der zu sich und seiner Homosexualität steht, während seine Familie sehr unterschiedlich darauf reagiert.

Von totalem Angenommensein, über Überforderung und Ablehnung ist alles dabei.

Besonders eindrücklich fand ich das Umfeld aus Freundschaft und Wahlfamilie. Eine bunt zusammengewürfelte WG voller interessanter, offenen Menschen, in der Identität, Beziehungsformen und Lebensentwürfe selbstverständlich nebeneinander existieren.

So zeigt das Buch, wie unterschiedlich Menschen lieben und leben können und wie schwierig, aber auch befreiend es sein kann, wenn man für sich den geeigneten Platz im Leben gefunden hat.

Besonders berührt hat mich, wie selbstverständlich die Geschichte vermittelt, dass jede Form der Liebe die eigenen Konflikte mit sich bringt und man eigene Wege gehen muss, um glücklich zu werden.

Ein äußerst unterhaltsames und zugleich nachdenkliches Buch über Akzeptanz, Zugehörigkeit und die Erkenntnis, dass in der Liebe eigentlich niemand „normal“ ist.

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Liebe ist niemals normal

Rezensionen von Krani:

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Schwarzer September von Sandro Veronesi

Reizlos

Gigio erzählt die Geschichte des Sommers, als er zwölf Jahre alt war, und an dessen Ende seine Familie für immer zerstört wurde. Er ist ein Einzelgänger, der sich für Sport interessiert und sich mit allen möglichen Disziplinen gut auskennt. Selber betreibt er aber keinen Sport. Er begeistert sich für die Olympischen Spiele 1972 und für Sammelbildchen, und er verliebt sich zum ersten Mal.

Der Stil ist flüssig und gut zu lesen. Das braucht es auch, denn die Geschichte selbst ist reizlos. Obwohl gesagt wird, dass noch etwas Schlimmes kommt, wird in keiner Weise Spannung aufgebaut. Es ist ein ganz normaler Sommer, das Geschehen plätschert vor sich hin. Die Geschichte funktioniert auch nicht als Coming-of-Age-Story, denn der Protagonist erlebt keine Entwicklung, höchstens eine leichte Irritation, die ein Entwicklung roch sich ziehen könnte. Er ist ein ganz normaler Junge kurz vor der Pubertät, dem bis zur Katastrophe nichts Ungewöhnliches widerfährt.
Auch als diese endlich da ist, kommt die Geschichte immer noch nicht in Gang. Im Gegenteil: Sie endet. Das ist etwas enttäuschend.

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Schwarzer September

Rezensionen von tonton:

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We Who Will Die von Stacia Stark

Detailreiches Worldbuiding, spannende Handlung, kompetente Heldin

"We who will die" ist der erste Band der "Empire of Blood"-Reihe. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen.
Die Mischung aus Vampiren und Gladiatoren finde ich originell und interessant.
Die Handlung braucht zu Beginn ein paar Kapitel, um wirklich Fahrt auf zu nehmen, wird aber dann richtig spannend.

Der Schreibstil ist lebendig und flüssig, ohne sprachliche Verzierungen oder überflüssige Beschreibungen.
Das Worldbuiding ist sehr gelungen. Die Atmosphäre ist düster und dystopisch, die Welt bildhaft und detailreich beschreiben. Die Geschichte wird so erzählt, dass es sich tatsächlich anfühlt, als würden Leute wirklich in dieser Welt leben. Man spürt die Hilflosigkeit und Elend der Einwohner, die unter der Herrschaft der Vampire leiden. Es gibt auch zahlreiche gut ausgearbeitete Nebenfiguren, die für zusätzliche Tiefe sorgen.
Die Protagonistin gefällt mir besonders gut. Sie unterscheidet sich von der typischen Fantasy-Heldin: Sie ist zwar stark und fähig, aber nicht mehr ganz in ihren besten Jahren, auch wenn sie noch jung ist.
Mir gefällt es, dass die Liebesgeschichte eher im Hintergrund bleibt und der Fokus auf der Handlung liegt.

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We Who Will Die

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Sommer 24 von Dr. Navid Kermani

Mensch sein in dieser Zeit

Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört, gesprochen von Jens Harzer, also nicht vom Autor selbst. Am Anfang musste ich mich an die Stimme und Vorleseweise erst ein bisschen gewöhnen, wirkte sie für mich doch ziemlich melancholisch und ernst. Doch je länger ich zuhörte und mich mit dem Inhalt des Buches befasste, umso passender fand ich diesen Sprecher für genau dieses Buch.

Denn es geht um sehr ernste Themen. Um die Verfassung der Welt im Sommer 2024, und das persönliche Leben und die Freundschaften, Begegnungen, Beziehungen, Herausforderungen und Konflikte des Schriftstellers Navid Kermani, die in diesen Rahmen eingebettet sind. Es ist kein Roman, sondern eher eine persönliche Reflexion, und doch sehr spannend erzählt.

Es geht um eine Zeit, die geprägt ist vom Ukraine-Krieg und vom Überfall auf Israel und dem darauffolgenden Gaza-Krieg, dem Wiedererstarken autoritärer Kräfte in vielen Bereichen der Welt, aber gleichzeitig auch von den Nachwirkungen der Pandemie, von der MeToo-Bewegung, von dem Kampf um Freiheit in Iran, von dem amerikanischen Wahlkampf und von vielem mehr.

Einen großen Teil des Buches nimmt der innere Nachruf von Navid Kermani auf seinen verstorbenen Freund Rudolf ein. Rudolf war der in Deutschland lebende Sohn zweier jüdischer Holocaust-Überlebender und hat sich ein Leben lang an diesem Schicksal abgearbeitet. Nach dem 7. Oktober 2023 verhärtete sich seine Position zum Gaza-Krieg, darüber kam es zur Entfremdung der beiden Freunde, und zu einem letzten Treffen am Abend vor Rudolfs Freitod wegen schwerer Erkrankung. Differenziert denkt Navid Kermani über die Freundschaft und das Leben des Freundes nach, über das, was diesen geprägt hat, versucht, sich in diesen einzufühlen und bezieht doch auch eindeutig Stellung in Bezug auf das Leid der Menschen in Gaza.

Sein Werk werde stark von den Geschichten der Menschen geprägt, von dem, was ihm erzählt werde und davon, dass er einfühlsam zuhöre, so führt es der Autor aus. Doch mindestens einmal hat ihn dieses Thema auch in ein großes Dilemma geführt: vor 25 Jahren begegnete er in einer Kneipe der jungen Frau "Julia", die beiden tranken miteinander, nahmen auch Drogen, und sie erzählte ihm von der Vergewaltigung, die sie vor kurzem überlebt hatte - nicht wissend, dass er ein Schriftsteller sei und ihre Geschichte, verfremdet, aber doch ohne ihre Zustimmung, in einem seiner Romane verwenden würde.

Für diese Geschichte bekam der Autor erst einmal viel Lob, denn sie sei so überraschend authentisch erzählt, und das von einem Mann, doch viele Jahre später kam sie auch "Julia" unter, sie fühlte sich erkannt, und, wie sie in einem Brief an ihn schrieb, wie ein zweites Mal vergewaltigt.

Dieser Brief erreicht den Autor aus einer psychiatrischen Klinik, in der sich die Frau zu diesem Zeitpunkt befindet. Der Autor fühlt sich erschüttert und angegriffen, kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie "Julia" seine Geschichte über sie mit einem physischen Übergriff gleichsetzen könne, hat Angst vor Verleumdung und Konsequenzen für seine schriftstellerische Karriere, will wissen, ob ihm diesbezüglich juristisch etwas droht, und sucht "Julia" in der Klinik auf. Diesen Teil habe ich als ambivalent empfunden und aus weiblicher Sicht lange nicht verstehen können, wie diesem sonst durchaus einfühlsamen Mann erst so spät, und nach einem Gespräch mit einer weiteren Frau, dämmert, wie übergriffig sein Verhalten gegenüber einem Vergewaltigungsopfer war. Hier zeigt sich der Autor also nicht nur als Sympathieträger, doch genau das macht ihn mir wiederum sympathisch, denn es ist ehrlich, echt und reflektiert, und im Laufe der Geschichte wird klar, dass er schon ernsthaft verstehen und mitfühlen möchte.

Das macht überhaupt für mich die herausragende Qualität dieses Buches aus: wie sich der Autor darin als ganzer Mensch mit all seinen Facetten zeigt: mit seiner Persönlichkeit, seinen Eitelkeiten und Verwundbarkeiten, auch mit seiner eigenen Geschichte als Sohn persischer Migranten (auch deren Nähe zu Ayatollah Khomeini ist ein Thema, das er beleuchtet und kritisch hinterfragt). Diese Ehrlichkeit, sich so offen als Mensch in der Öffentlichkeit zu zeigen, nötigt mir tiefen Respekt ab, denn das erfordert sicher viel Mut.

Entstanden ist dadurch ein sehr intelligentes, kritisch hinterfragendes und zu vielfältigenden Themen der aktuellen Zeit, von denen ich in dieser Rezension nur ein paar exemplarisch erwähnt habe, zum Nachdenken anregendes Buch, das ich allen an Politik, Geschichte, Psychologie und Zeitgeschehen interessierten Menschen nur wärmstens empfehlen kann, auch in der Hörbuchausgabe des Argon Verlags. Viele der darin geäußerten klugen Gedanken werden mich sicherlich noch länger begleiten.

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Sommer 24

Rezensionen von yellowdog:

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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve

Eine Einordnung

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve ist ein ruhiges Buch, dass eine Frau nach dem Tod ihres Mannes zeigt. Man ist dicht an ihren Gedanken.
Immer wieder sind Erinnerungen an ihre lange gemeinsame Zeit eingebunden. Vom ersten Kennenlernen, heiraten, Kinder bis zur Erkrankung und Pflege des Mannes.

Auch ein Jahr nach dem Tod hat die Erzählerin noch nicht mit dem Ereignis abgeschlossen.
Sprachlich bin ich nicht überzeugt, aber Stimmungen werden erzeugt. Es ist ein soziologischre Ansatz zum Thema Verlust und Verarbeitung.

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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen

Rezensionen von Tara:

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DUMONTs Unnützes Reisewissen Deutschland von Juliane Schader; Jens Bey

Unterhaltsam & amüsant

„Unnützes Reisewissen Deutschland - Über 100 kuriose Fakten und Geschichten“ ist ein aufschlussreicher Reisebegleiter von den Autoren Juliane Schader und Jens Bey.

Es gibt unzählige Reiseführer, in denen man reichlich Wissen über Land und Leute nachlesen kann. Auch in diesem Buch erfährt man viel über das Land, aber es ist kein klassischer Reiseführer.

Statt Informationen über Sehenswürdigkeiten und Vorschläge für Ausflugsziele gibt es Einsichten in die Mythen, die sich hartnäckig halten, ganz viel unnützes Wissen zum Angeben, kuriose Zahlen und Fakten.

Mich hat das Buch ganz wunderbar unterhalten. Ich habe gestaunt, gelacht und auch ungläubig weitere Nachforschungen angestellt. So unnütz wie der Titel vorgibt, ist es also gar nicht.

Ich hatte nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch meinen Spaß. Die Seiten sind mit vielen passenden Illustrationen abwechslungsreich gestaltet.

Egal ob man in Deutschland lebt oder als Tourist hierhin kommt, erst mit diesem Wissen kennt man unser Land so richtig. Ich habe ausgesprochen gerne in dem Buch gelesen und versucht mir so viel wie möglich zu merken, um es bei passender Gelegenheit anbringen zu können.

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DUMONTs Unnützes Reisewissen Deutschland

Rezensionen von Ameland:

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Die Inselschwestern - Meerwasserherzen von Nina Mazur

Der schwere Weg zurück ins Leben

Marina hat ihren Mann vor rund 4 Jahren sehr jung durch einen Unfalltod verloren. Seitdem funktioniert sie nur noch und bringt einen Tag nach dem anderen hinter sich. Ihr Leben ist geprägt von Verlustängsten, was sich besonders auf ihre inzwischen siebenjährige Tochter auswirkt.

Ein Roman voller Emotionen, der mich hin und wieder auch zu Tränen gerührt hat.

Die Geschichte zeigt, dass Trauer seine Zeit braucht, aber dass es auch wichtig ist liebende und liebevolle Menschen an seiner Seite zu haben. Hin und wieder braucht es auch jemanden, der einem die Augen öffnet. Zum Glück gibt es an Marinas Seite solche Menschen. Es war schön zu sehen wie Mariana sich nach und nach ein lebenswertes Leben zurückerobert.

Nina Mazur lässt Marina ihre Geschichte selbst erzählen. Ihre Gedanken und Gefühle erklären ihre Handlungsweise und ließen mich die Dämonen erkennen, die sie fest im Griff haben. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen.

Insgesamt hat mir das Buch aber ganz gut gefallen, auch wenn ich mir etwas mehr Leichtigkeit und weniger Schwermut, Probleme und Dramen gewünscht hätte.

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Die Inselschwestern - Meerwasserherzen

Rezensionen von Claudia H.:

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Mehr als nur ein dunkles Geheimnis von Lee Winter

Liebenswerte Aktivistin trifft auf knallharte Eiskönigin – ein Genuss

Worum es geht:

Eden kann es kaum glauben. Sie erhält die Gelegenheit sich an einer machtbesessenen Frau zu rächen, mit der sie sich vor ein paar Jahren als Aktivistin angelegt hatte. Und sie wird dafür auch noch bezahlt. Es könnte kaum besser laufen für sie. Allerdings muss sie sich dafür in die Höhle der Löwin begeben und sich ihrer Vergangenheit stellen.

Und dann ist da auch noch die attraktive und eiskalte CEO der Firma, die Eden angeheuert hat. Jeden Abend muss sie Michelle Hastings Rede und Antwort stehen. Dabei macht es Eden riesigen Spaß die Eiskönigin aus ihrer Komfortzone zu locken.

Mein Fazit:

Ich habe mich riesig darüber gefreut, einen neuen Roman mit einer tollen Eiskönigin von Lee Winter in den Händen zu halten. Bis mir dann klar wurde, welches Schätzchen ich da vor mir hatte. Hier geht es um die Firma Fixer und um Michelle Hastings, die Michelle, die Catherine Ayers in Das Geheimnis der roten Akten hintergangen hat. Nun lernen wir Michelle endlich richtig kennen, wobei es nicht notwendig ist, den Roman vorab gelesen zu haben. Lee Winter hat wirklich ein Händchen dafür, eiskalte und raffinierte Frauen zu erschaffen. Für mich war das Buch ein Genuss, vor allem das Geplänkel zwischen Michelle und Eden. Ich freue mich schon riesig auf den 2. Teil der Reihe, wobei der erste Teil nicht mit einem Cliffhanger endet.

Von mir gibt es für alle Fans von Storys mit Eisköniginnen eine klare Leseempfehlung und ich vergebe sehr gerne 5 Sterne.

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Mehr als nur ein dunkles Geheimnis

Rezensionen von Rinoa:

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The Woman in Suite 11 von Ruth Ware

Lo Blacklock ist zurück

Ich bin ein großer Fan von Ruth Wares Büchern und habe vor Jahren bereits "The Woman in Cabin 10" gelesen. Daher war der Nachfolgeband für mich fast schon ein Muss.
Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich vom Vorgänger kaum noch etwas wusste. Es ist meines Erachtens also überhaupt nicht schlimm, wenn man ihn nicht gelesen hat, denn es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Es gibt zwar einige Andeutungen zu den früheren Geschehnissen, man wird aber auch nicht unbedingt gespoilert, sollte man die vorherige Geschichte später noch lesen wollen.

Erzählt wird aus Sicht von Lo Blacklock in Ich-Form, weshalb ich vor allem am Anfang nie so genau wusste, wie zuverlässig sie ist. Man bekommt viel über ihre Gedanken und ihr Innenleben mit, aber ihre Beobachtungen sind natürlich sehr subjektiv gefärbt und die Frage ist, ob sie mit allem immer richtig liegt. Ich war jedenfalls gleich drin in Los Leben und der sehr angenehm zu lesende Schreibstil der Autorin tat sein Übriges.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass ich mir nicht sicher bin, ob es dieses Buch wirklich gebraucht hat. Ich fand die Geschichte ab einem gewissen Punkt doch recht vorhersehbar bzw. war mir recht schnell klar, wohin die Reise gehen würde. Dadurch verpuffte die Spannung am Ende so ein wenig, ich hatte dann doch mit einem etwas größeren Showdown gerechnet.

Vielleicht war die Autorin ja noch nicht ganz fertig mit Lo oder wollte unbedingt an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Für meinen Geschmack ist das nicht ganz gelungen.

Damit will ich das Buch aber gar nicht schlechtreden. Es war trotzdem unterhaltsam und hat mir spannende Lesestunden beschert. Zum ganz großen Coup hat es für mich aber nicht gereicht.

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The Woman in Suite 11

Rezensionen von Rinoa:

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Eisnebel von Kate Alice Marshall

Spannende Vergangenheitsbewältigung

Closed-Setting-Thriller sind mittlerweile ja nichts Seltenes, wenn auch die Rahmenbedingungen immer ein wenig variieren. Dass es dann auch noch eine Protagonistin gibt, die in ihrer Vergangenheit Schlimmes, teilweise Verdrängtes erlebt hat, das nun langsam an die Oberfläche kommt, kennt man als Thriller-Leser auch.

Das soll jetzt gar nicht negativ klingen, denn natürlich sind gerade auch in diesem Genre die Möglichkeiten und Grundideen nicht unbedingt unerschöpflich.

„Eisnebel“ konnte für mich auf jeden Fall mit dem Schreibstil der Autorin punkten und dass es von Anfang an wirklich spannend war. Außerdem fand ich Theo und auch Connor sehr sympathisch und habe ihnen insgeheim die Daumen gedrückt, dass alles gut für sie ausgeht.
Auch das Setting, die schneebedeckten Wälder mit den verschiedenen kleinen Hütten und die Abgeschiedenheit werden toll beschrieben und ich konnte mir alles bildhaft vorstellen.

Nach und nach tut sich Theos Vergangenheit und deren Wirkung bis in die Gegenwart vor ihr und den Lesern auf, wenn es natürlich auch einige falsche Fährten gibt. Wie die Geschichte hier aufgerollt wird, hat mir wirklich gut gefallen. Am Ende war es mir dann aber fast ein wenig zu viel des Guten und sehr actionreich, dafür saß aber jedes Puzzleteil und die Auflösung war durchaus stimmig.

Zur vollen Punktzahl hat mir zwar irgendetwas gefehlt, das ich nicht so recht benennen kann, der letzte Funke wollte wohl einfach nicht überspringen. Trotzdem kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, es war spannend, rasant und unterhaltsam.

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Eisnebel