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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Martje:

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Happy Head von Josh Silver

Sehr spannendes Buch!

In dem Buch „Happy Head“ von Josh Silver geht es um Seb, einem 17jährigen Jungen, der einen Platz in dem neuen Projekt HappyHead bekommt. Dies ist ein Projekt für die Mentale Gesundheit von Jugendlichen, so scheint es auf jeden Fall auf den ersten Blick. Jeden Tag warten neue Herausforderungen auf über 100 Jugendliche, die sie dazu bringen sollen, über sich herauszuwachsen und ihren Charakter zu zeigen! Oder steckt noch etwas anders dahinter? Seb fängt an, die ganzen immer merkwürdiger werden Challenges zu hinterfragen, als er Finn kennenlernt, der ihm viele auffällige Dinge erzählt.

Was steckt hinter dem Projekt wirklich? Und gibt es ein Entkommen? Was wird aus Finn und Seb?

Ich fand das Buch sehr, sehr spannend und habe es in zwei Tagen verschlungen. Bis auf die letzte Seite spannend. Das Cover spricht einen auch sofort an, da es so abstrakt gestaltet ist. Ich würde es sofort weiterempfehlen!

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Happy Head

Rezensionen von Amena25:

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Minnesota von Jo Nesbø

Über Helden und Antihelden


Minnesota, 2016: Ermittler Bob Oz ist seit dem Unfalltod seiner dreijährigen Tochter nicht mehr er selbst. Seine Ehe zerbricht, Kollegen und Freunde ziehen sich zurück, er verfällt mehr und mehr dem Alkohol. Nur die Arbeit als Polizist hält ihn noch auf den Beinen. Als ein Waffenhändler angeschossen wird und die Spuren auf Lobo, einen seit Jahren untergetauchten Killer, hinweisen, verbeißt Bob Oz in den Fall, obwohl er suspendiert wurde.

Der Täter führt offenbar einen Rachefeldzug gegen Drogenbosse, Unterstützer der Waffenlobby usw., doch wie passen diese Taten zu Lobo? Er hinterlässt immer wieder irreführende Spuren, trickst Kameras und die Polizei immer wieder geschickt aus. Als es Hinweise darauf gibt, dass der Täter einen Anschlag auf den Bürgermeister plant, eskaliert die Situation…..
Zu Beginn tat ich mich etwas schwer, sowohl mit dem Ermittler Bob Oz, der mehr als unsympathisch geschildert wird, als auch mit der Handlung, die durch sehr lange Gesprächspassagen nicht so recht in Gang zu kommen schien. Doch allmählich verknüpften sich die Handlungsfäden zu einem komplexen und dadurch immer spannender werdenden Ganzen. Details, die zu Beginn für mich zunächst nebensächlich und langatmig wirkten, wie z.B. die Gespräche bei dem Taxidermisten über das Ausstopfen von Tieren, bekamen allmählich einen tieferen Sinn, sodass ein schlüssiger Handlungszusammenhang entstand. Selbst der Antiheld Bob Oz wächst einem mit der Zeit ans Herz!
David Nathan liest mit ausdrucksstarker und angenehmer Stimme.

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Minnesota

Rezensionen von carola1475:

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Fünf Fremde von Romy Fölck

Sehr spannend, aber die Auflösung enttäuscht

Fünf Fremde reisen im Oktober mit der Fähre nach Neuwerk, vier von ihnen kennen die Insel in der Nordsee und sie haben das dramatische Verschwinden eines Jugendlichen vor 30 Jahren mit erlebt. Es ist immer noch ungeklärt, was genau damals passiert ist, als Isa erst nach Tagen wieder auftauchte und Janosch verschwunden blieb.

Erzählt wird in der Gegenwart aus den wechselnden Perspektiven der fünf Protagonisten, zusätzlich schildert Isa die Woche im Schullandheim im Sommer 1995.
Wieso treffen die Charaktere gerade jetzt aufeinander, ist das Zufall? Die Geschichte entwickelt sich spannend, Informationen bekomme ich in kleinen Häppchen durch Erinnerungen und Gedanken der Hauptfiguren, doch ich habe immer mehr Fragen. Bis zu etwa Zweidritteln des Buchs ist der Spannungsaufbau sehr gelungen.

Romy Fölck Schreibstil ist gut zu lesen und ihr gelingt es, die Nordsee-Insel, ihre Natur und das im Herbst auch mal bedrohlich wirkende Wetter atmosphärisch zu beschreiben. Auch interessante geschichtliche Details und regionale Gegebenheiten erwähnt die Autorin. Weniger gut hat mir ihre Figurenzeichnung gefallen. Zu Beginn werden die Hintergründe der einzelnen Charaktere sehr ausführlich geschildert und existierende Beziehungen offen gelegt, aber empfundene oder ausgedrückte Emotionen habe ich bei den Protagonisten vermisst, Nähe hat sich in keinem Fall entwickelt. Mehr als einmal dachte ich 'show, don't tell' in Richtung der Autorin, die ich für ihre Elbmarsch-Krimis um Frida Paulsen sehr schätze.

'Fünf Fremde' ist lange spannend und temporeich und die Auflösung hat mich überrascht, aber Logikfehler, vielleicht um des dramatischen Effekts willen eingebaute, im Verlauf nicht aufgeklärte Details und am Ende offene Fragen haben mein Lesevergnügen doch beeinträchtigt.

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Fünf Fremde

Rezensionen von PMelittaM:

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König Ludwig und der verschwundene Mops von Kirsten Kaiser

Unterhaltsam und amüsant

Dieses Mal erwischt es König Ludwig II von Bayern besonders schlimm, sein Mops Sigi wird entführt und Ludwig damit erpresst. Ludwig ist wütend, traurig und absolut entschlossen. sich Sigi wiederzuholen und den Entführer leiden zu lassen.

Ludwigs Cousine, Herzogin Sophie, hat ganz andere Probleme, sie soll heiraten.

Dazu hat sie zwar keine Lust, aber ihre Eltern haben sich schon einen passenden Schwiegersohn ausgesucht.

Der dritte Band der Reihe ist wieder sehr humorvoll, vor allem Ludwig lässt sich wieder allerhand einfallen, unter anderem ist er incognito als Pralinenverkäufer unterwegs, um einen Briefkasten zu beobachten. Dass das zu witzigen Szenen führt, kann man sich vorstellen. Gerade gegen Ende, als der Entführer gestellt werden soll, kommt es zu regelrecht slapstickartigen Szenen. Mir macht diese Reihe nach wie vor Spaß, auch wenn ich immer das reale Schicksal Ludwigs und Sophies im Hinterkopf habe.

Die Auflösung passt, als Leser:in kann man zwar nicht unbedingt mitraten, das ist aber nicht weiter schlimm, denn der Kriminalfall ist zwar immer präsent, tritt aber doch ziemlich in den Hintergrund, bei all den wahnwitzigen Ideen und Vorstellungen Ludwigs, die oft auch seine Bediensteten fast in den Wahnsinn treiben. Sophie ist der ruhigere Pol, der Ludwig auch einmal bremst, beide zusammen ein wirklich originelles Ermittlerteam.

Dieser dritte Band ist wieder unterhaltsam und humorvoll, wenn auch nicht unbedingt historisch korrekt. Wessen Krimi auch mal humorvoll und der Ermittler ein gekröntes Haupt sein darf, sollte zugreifen.

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König Ludwig und der verschwundene Mops

Rezensionen von ekiam:

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Hab ich dir heute schon gesagt? von Romy Pohl

Ein Bilderbuch, das Kinder stark macht

Von Beginn seines Lebens an hört der kleine Junge eine Stimme, die ihm sagt, dass er geliebt wird und gut ist, wie er ist, und immer ist sein treuer Bär an seiner Seite. Als er älter wird, kommen weitere Stimmen hinzu, die ihm das Gegenteil einflüstern. Doch der Bär erinnert ihn behutsam an das, was die erste Stimme ihm von Anfang an mitgegeben hat.

Diese Geschichte vermittelt Kindern eine unglaublich wichtige Botschaft: Sie sind richtig, genauso wie sie sind, und sie werden bedingungslos geliebt. Das Buch stärkt auf sensible Weise Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.

Die empathische und wertschätzende Grundstimmung wird durch farbenfrohe, teils fantasievolle Illustrationen wunderbar unterstrichen und getragen. Die einfühlsamen Texte sind in Länge und Sprache altersgerecht gestaltet und beziehen die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer aktiv mit ein.

Ein wunderschönes Bilderbuch, das Eltern und Kindern eindrücklich vor Augen führt, wie viel Gewicht Worte, positive wie negative, haben und wie wichtig es ist, den Selbstwert von Kindern frühzeitig zu stärken.

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Hab ich dir heute schon gesagt?

Rezensionen von LeserinLu :

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Alma von Federica Manzon

Komplex

Der Roman „Alma“ führt nach Triest, eine Stadt an der Schnittstelle zwischen Ost- und Westeuropa, die hier nicht nur Kulisse, sondern ein zentraler Raum für Identitäts- und Zugehörigkeitsfragen ist. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma dorthin zurück, begegnet ihrer Jugendliebe Vili wieder und setzt sich zugleich mit ihrer Familiengeschichte auseinander, die sowohl durch die Habsburger Vergangenheit der Großeltern als auch durch die Arbeit des Vaters für den Diktator Tito geprägt war.

Besonders gefallen haben mir Sprache und Stimmung des Romans. Der Text ist ruhig, oft leicht melancholisch und nimmt sich Zeit für Orte, Erinnerungen und Gedanken. Dadurch entsteht eine geheimnisvolle Atmosphäre, die neugierig macht und zum Mitdenken anregt. Gerade zu Beginn musste ich mich etwas einlesen, weil vieles nur angedeutet wird – etwa die Frage, warum Almas Vater in Italien lebt und zugleich Verbindungen nach Jugoslawien und zu Tito hat. Diese historische Dimension fand ich zunächst sehr spannend. Im Verlauf wurde mir der geschichtliche Hintergrund allerdings stellenweise etwas zu anspruchsvoll. Ich habe einiges über die Balkankriege nachgelesen, um Zusammenhänge besser zu verstehen und hätte mir hier ein erklärendes Nachwort gewünscht. Gerade weil im Roman auch Fotografien eingebunden sind, die eng mit der Handlung verknüpft wirken, wäre es außerdem interessant gewesen zu erfahren, wie viel autobiografisch oder autofiktional angelegt ist.

Trotz dieser kleinen Hürden ist „Alma“ ein atmosphärisch dichter Roman, der vor allem durch seine Sprache und sein Nachdenken über die Bedeutung von Raum und Grenzen überzeugt. Wer sich für Familiengeschichten interessiert, die eng mit europäischer Zeitgeschichte verwoben sind, und bereit ist, sich auf Andeutungen einzulassen, wird hier eine spannende Lektüre finden.

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Alma

Rezensionen von Shilo:

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Das Glück kommt oft im Doppelpack von Karen Witemeyer

Eine bewegende Geschichte

Der Alltag einer jungen Frau in Toronto 1837 wird von Anfang an klar und glaubwürdig beschrieben. Die Arbeit als Wäscherin ist hart und verlangt viel Aufmerksamkeit. Eigene Gedanken haben wenig Platz, und wer nicht still arbeitet, gerät schnell in Schwierigkeiten. Die ständige Sorge um das Nötigste wird deutlich und macht das Leben der Figuren greifbar.

So wird klar, warum die Anstellung zwar Sicherheit gibt, aber auch ihren Preis hat. Die Mühen und kleinen Erfolge im Alltag treten gut hervor, man fühlt, wie anstrengend und gleichzeitig wichtig jede Aufgabe ist.
Mit Evie kommt Wärme in die Geschichte. Das Kind sucht Nähe, und die junge Frau gibt sie gern. Sie vertrauen sich und mögen sich, auch wenn das Leben schwer ist. Die ruhigen Augenblicke zwischen ihnen zeigen, wie wichtig Aufmerksamkeit und Zuwendung sein können. Probleme entstehen auf natürliche Weise, weil die Protagonisten versuchen, das Richtige zu tun, und man merkt, wie schwierig es ist, dabei auf sich selbst zu achten.
Evies Vater sorgt ernsthaft für seine Tochter. Seine Unsicherheit und die Verantwortung, die er trägt, machen ihn nahbar und menschlich. Als Evie krank wird, wird alles ernster, und die Entscheidungen der Figuren haben große Folgen. Dabei zeigt sich, wie eng die Schicksale der Menschen miteinander verbunden sind, auch wenn sie aus ganz unterschiedlichen Welten stammen.
Die Stadt ist unruhig, politische Konflikte machen das Leben unsicher. Die Figuren müssen vorsichtig sein, weil sich schon kleine Handlungen schnell auswirken können. Das Umfeld zeigt, wie leicht ein stabiles Leben ins Wanken geraten kann. Diese Spannung ist ruhig, aber deutlich fühlbar, und macht die Geschichte glaubwürdig.
Am Ende bleibt ein gutes Gefühl. Zusammenhalt, kleine Momente der Freude und Mut stehen im Vordergrund. Die Figuren bleiben lange im Gedächtnis. Die Geschichte berührt auf zurückhaltende Weise und vermittelt, dass selbst in schwierigen Zeiten Nähe und Vertrauen möglich sind.
5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die Geschichten über Mut, Zusammenhalt und leise Wärme mögen.

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Das Glück kommt oft im Doppelpack

Rezensionen von Ruth:

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Tage des Lichts von Megan Hunter

Nicht die Zielgruppe

Beim Rückblick auf das Leben ihrer Protagonistin greift die Autorin sechs Tage heraus, die immer um die Osterzeit herum spielen..
Die Geschichte nimmt ihren Ausgang am Ostersonntag 1938. Die neunzehnjährige Ivy verbringt den Tag mit ihrer Großfamilie auf deren Landsitz Cressingdon, „ dem unchristlichsten Haus in ganz England“.

Man feiert gemeinsam Ostern und erwartet den Besuch von Frances, der Verlobten von Joseph, dem Sohn des Hauses. Doch am Ende des Tages wird nichts mehr sein wie zuvor. Ein tragisches Unglück wird alles verändern.
Der Roman verfolgt nun das Leben von Ivy chronologisch über sechs Jahrzehnte, immer anhand einzelner Schlüsselmomente.
So erleben wir Ivy zunächst als eine junge Frau, die noch nicht weiß, wohin sie die Zukunft führen wird. Schon in ihrer Kindheit haben alle erwartet, dass sie so außergewöhnlich sei wie die anderen Familienmitglieder, allesamt erfolgreiche und berühmte Maler und Schriftsteller. Doch leider erweist Ivy sich als völlig talentlos. Auch steht sie immer im Schatten ihres zwei Jahre älteren Bruders John, dem „Goldjungen“.
Aber dessen Ertrinken nach einem gemeinsamen Bad im Fluss macht aus Ivy eine ewig Suchende. Jenes Licht, das ihr dabei erschien und das sie blind machte für Josephs Verschwinden, steht dafür sinnbildlich. Der Titel des Romans weist schon explizit darauf hin. Ebenso das vorangestellte Zitat aus dem Johannesevangelium: „ Es leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können.“
Obwohl Ivy auf einer spirituellen Suche ist, lässt sie sich erst einmal treiben. Sie heiratet Bear, einen 25 Jahre älteren Freund der Familie, bekommt zwei Töchter mit ihm. Als sie sechs Jahre später, im April 1944 Frances wieder trifft, beginnen die beiden Frauen eine Liebesbeziehung. Frances ist für Ivy die Antwort auf alle Fragen. Die glückliche Zeit endet, weil Frances sich für ihren Mann entscheidet. Auch dann noch, als sich die beiden Frauen Jahre später wieder begegnen, Ivy ist mittlerweile Witwe. Daraufhin sucht Ivy ihr Seelenheil im Kloster und es sollen weitere Jahre vergehen, bis die beiden Frauen zusammenfinden.
Das ist die äußere Handlung und das hört sich zunächst vielversprechend an. Doch leider hat mich der Roman bereits nach dem Auftaktkapitel verloren. Obwohl wir alles aus Ivys Perspektive sehen, blieb mir die Figur völlig fremd, ihr Denken und Handeln nicht nachvollziehbar. Es dreht sich alles um Ivys inneres Befinden, ihr Suchen nach dem Göttlichen. Dabei geht sie völlig egozentrisch durch die Welt. Mit gelebtem Christentum hat das wenig zu tun. Ihr Mann, ihre Kinder, Randfiguren in ihrem Universum. „ Eine Frau mit ihren Sprösslingen zu sein, war keine Kategorie, die für Ivy gemacht zu sein schien.“
Die historischen Umstände werden nur am Rande gestreift, die Zumutungen des Krieges, die gesellschaftlichen Veränderungen in den 1960er Jahren, alles nur Staffage, Kulisse. Dabei hätte gerade das mich interessiert, ein Frauenleben durch ein Jahrhundert hin zu begleiten. Aber dazu hätte ich ein anderes Buch lesen müssen.
Der Autorin geht es um spirituelle Erfahrungen, der Suche nach Transzendenz. Dazu bemüht sie eine Unmenge an Symbolen, wie das schon erwähnte Licht, das beständig beschworen wird, spielt mit dem Mythos von Ostern und manchem mehr.
Auch die sprachliche Umsetzung machte mir zu schaffen. So finden sich im Roman wunderschöne poetische Passagen, voller Atmosphäre und Gefühl. Dem gegenüber stehen völlig verunglückte Bilder und kryptische Aussagen.
Die Struktur des Romans ist wohldurchdacht, die Beschränkung auf einzelne Tage vielversprechend. Trotzdem müssen die Leerstellen dazwischen verständlich gefüllt, Brüche und unerwartete Wendungen plausibel werden. So wird z.B. der Lesende völlig überrascht von Ivys Entschluss ins Kloster zu gehen.
Wie die Autorin in ihrer Nachbemerkung schreibt, ließ sie sich von der legendären Bloomsbury Group um Virginia Woolf und ihre Schwester Vanessa Bell inspirieren. Die Gruppe war bekannt für ihre Ablehnung viktorianischer Moralbegriffe, ihre pazifistische Gesinnung und ihren offenen Umgang mit Sexualität. Diese Gruppe ist Vorbild für Ivys Großfamilie. Und Ivy selbst basiert lose auf Vanessa Bells Tochter Angelica, die einen wesentlich älteren Freund der Familie und ehemaligen Liebhaber ihres Vaters heiratete. Das aber nur am Rande.
Fazit: Für Leser, die sich im Esoterischen zuhause fühlen, mag die Lektüre von „Tage des Lichts“ ein Gewinn sein. Ich bin nicht die richtige Zielgruppe.

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Tage des Lichts

Rezensionen von wolkenbücherwelt:

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Tale of Sun and Night 1: Tale of Sun and Night von Magdalena Gammel

Zwischen Traum, Schatten und der Wahrheit

„Ich hatte Heimweh, nach einem Ort, an den ich mich nicht erinnern konnte.“
… und den ich als Leserin gerade erst kennenlernen durfte.

Ich bin berauscht, fasziniert und verzaubert - nicht nur von dem Traumstaub, den man zwischen all den schönen Wörtern schweben spürt, sondern erst recht von dem Worldbuilding, den Charakteren, der Atmosphäre, der ganzen Geschichte!

Mich hat das Buch so überrascht.

Die Kurzbeschreibung hatte mein Interesse längst geweckt - denn so gut, wie es klang, erhoffte ich mir einiges, wünschte ich mir alles.. Doch ich wollte diese Hoffnung nicht zu groß werden lassen, nicht so laut, dass sie mir die Geschichte vorwegnehmen würde. Ich wollte unvoreingenommen lesen, ohne meine eigenen Vorstellungen über alles zu legen. Und dann, ja dann, wurde ich aber so positiv überrascht!
Bitte, Magdalena Gammel - was hast du hier für eine zauberschöne Geschichte für uns gewoben?! Ich war so gefangen in deinem „Erzähl-Mandala“, das du großzügig über uns ausgebreitet hast, dass ich mich als Teil der Gruppe fühlte. Mit Lio, Izan, Bria, Kasmar und Haze saß ich am Lagerfeuer, war ebenfalls zu „Pferd“ unterwegs, stellte mich dem Training und machte beim herzlichen Geplänkel mit, habe Anjul jedes Mal aufs Neue bewundert und wünsche mir nun, ja ehrlich, ebenfalls einen sarkastischen Nyxan an meiner Seite.

Auch bin ich hin- und hergerissen, welcher Weg der richtige ist und welche Seite gut oder böse sein soll - oder sind beide Wege vielleicht „einfach nur“ grau? Dunkelgrau, Hellgrau..? Einfach beide Wege mit so unterschiedlichen Farbabstufungen, immer mal heller, immer mal dunkler - aber jeder mit ihrer eigenen (selbsterklärten) Daseinsberechtigung?

An manchen Stellen war das Gefühl von „zu viel“ Beschreibung präsent, doch, wenn man sich aber fallen lässt und dem wirklich großartigen Schreibstil erliegt, wirkt alles einfach genau richtig. Der bildhafte Stil trägt die Geschichte mit der passenden Intensität an die richtigen Orte. Er passt, weil alles von Magie durchzogen ist - die Welt, die Magdalena Gammel geschaffen hat, funktioniert genau so und bringt all das glaubhaft rüber. Das gesamte Buch funktioniert genau so - von der Gestaltung, den Illustrationen, Karte, Farbschnitt und Glossar bis hin zu Wörtern, Orten, Kreaturen, Wesen und Charakteren - Alles hält für mich eine wunderschöne Balance - sodass dieses „zu viel“ sich am Ende genau richtig anfühlt.

Die Amnesie von Lio, die uns Stück für Stück durch die Geschichte führt, ihre glaubwürdige Entwicklung, die Dynamik zwischen den einzelnen Figuren, das Machtspiel der unterschiedlichen Parteien, der sich stetig steigernde Spannungsbogen, die Intrigen, das Geheimnisvolle - und Izan, der mehr ist und mehr handeln muss, auch wenn es vielleicht nicht das vermeintlich Richtige ist, sondern das Richtige in diesem Moment. Das Richtige für die Sache. Das Richtige für Alle und Alles..?

Für mich ist die Welt, die Magdalena Gammel geschaffen hat, nicht nur ein Lesehighlight, sondern ein echtes Fantasy-Erlebnis: ein frisches Setting, ein starkes Magiesystem, überzeugende Charaktere, und Wesen, die man fürchten sollte. Und sie lässt mich nicht nur mit großer Vorfreude auf Band 2 zurück, sondern auch mit der Frage:
Stecken wir vielleicht in einer Traumsequenz fest; und wenn ja - wem gehört sie?

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Tale of Sun and Night 1: Tale of Sun and Night

Rezensionen von Katrin:

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Starfish von Lisa Fipps

Eine starke Geschichte zum Nachdenken

Cover und Titel passen zusammen wie "die Faust aufs Auge". Das Buch kommt in Hardcoverausführung, was ich persönlich immer als sehr hochwertig empfinde. Die nur halb befüllten Seiten waren anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber sie unterstreichen die doch eher kurzen Sätze und sehr schnelle Geschichte sehr gut.

Story:
Ellie ist ein, wie sie sagt dickes Mädchen. Sie wird gemobbt und seit der frühen Kindheit nurmehr mit "Platschi" angesprochen, da sie sehr gerne Zeit im Wasser verbringt. Sie lebt nach ihren eigenen "Dicke-Mädchen-Regeln".

Das Mobbing hört nur leider nicht in der Schule auf, denn ihr größter "Feind" ist die eigene Mutter und ihre Geschwister.
Sie fühlt sich nicht geliebt. Ihre Mutter schleift sie von einem Arzt zum anderen. Doch gefühlt bringt alles nichts. Nur immer mehr Selbsthass.
Eine Therapeutin schafft es, ihr etwas mehr Mut und ein bisschen Selbstbewusstsein beizubringen und Ellie wehrt sich endlich.

Fazit:
Ich fand das Buch sehr sehr emotional. Da ich selbst auch immer mollig und von Mobbing betroffen war, konnte ich viele Seiten quasi spüren.
Für mich ist dieses Buch eine absolute Leseempfehlung, für jung und alt.
Es sollte jeder einmal gelesen haben, denn es regt definitiv zum Nachdenken an.

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Starfish