Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Piet1990:
Alma von Federica Manzon
Zwischen Herkunft und Selbstbestimmung
„Alma“ ist ein historisch geprägter, generationenübergreifender Roman mit einer starken weiblichen Hauptfigur. Im Mittelpunkt stehen Identität, familiäre Prägung und die Frage, wie sehr unsere Herkunft unser Leben beeinflusst.
Besonders gelungen fand ich die atmosphärische Dichte. Die Schauplätze sind detailreich und bildhaft beschrieben, wodurch die unterschiedlichen Zeitebenen lebendig werden.
Die Geschichte nimmt sich bewusst Zeit für Figuren und Entwicklungen, was stellenweise entschleunigt wirkt, aber gut zur ruhigen Erzählweise passt.
Einige Passagen hätten etwas straffer sein können, dennoch überzeugt der Roman insgesamt durch seine Tiefe und sein feines Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen.
Fazit:
Ein ruhiger, stimmungsvoller Roman über Familie, Vergangenheit und Selbstfindung. Ideal für Leser:innen, die detailreiche, nachdenkliche Geschichten schätzen.
Rezensionen von verhei:
Vino, Mord und Bella Italia! Folge 8: Unheilige Geschäfte von Christian Homma; Elisabeth Frank
Ist denn nichts heilig? Ein toter Pater in der Kirche
Auch im achten Band der Cozy Crime Reihe um den wunderschönen Ort Fontenaia in der Toskana wird es turbulent.
Ein Pater aus dem Vatikan besucht Fonteneia um Kunstschätze der Kirche zu katalogisieren. Mit seinem Charme versucht er den Ort zu bezaubern. Doch dann wird es turbulent. Don Benedetti der Pfarrer des Ortes wird von Tameo und seinem Hund Peppo gefunden – er wurde niedergeschlagen.
Dann findet man auch noch den Pater aus dem Vatikan ermordet gefunden und ein Kunstwerk aus der Kirche scheint verschwunden zu sein. Auch privat wird es für Anna etwas turbulenter als bisher, ist doch ihre Mutter Paola endlich einmal wieder zu Besuch.
Für alle Kenner der Serie sei gesagt – auch dieser Band ist es wieder als wäre man bei alten Freunden zu Besuch. Man ist rasch drinnen in der Geschichte und trifft alte Bekannte wieder. Eben wie ein Urlaub bei Freunden, in der Toskana, die wir nun in einem Herbstsetting erleben dürfen. Annas Privatleben wird dieses Mal zum großen Nebenthema.
Wie immer kommt man leichtfüßig durchs Buch – Beschreibungen des Alltags in Fontenaia wechseln sich mit kriminalistischen Ermittlungen. Die Charaktere des Buches tragen das Werk und es ist besonders schön ihre Entwicklung mitzuerleben – allen voran bei Comissario Vico, der nun vollkommen im kleinen Ort angekommen zu sein scheint. Auch an der kriminalistischen Front wird es nicht langweilig – bringt die doch auch hier so manche unerwartete Wendung und Höhepunkt hervor.
Für alle die diese Serie noch nicht kennen, kann ich nur sagen, probiert die Serie aus – es ist jedes Mal wie ein Kurzurlaub. Eine schöne Auszeit aus dem Alltag und die Charaktere und der Charme wachsen einem ans Herz. Und ja eigentlich kann man mit jedem Band beginnen. Man darf sich auf eine Mischung von Humor, etwas Crime und viel Urlaubsstimmung freuen.
Rezensionen von inya:
Aliya und der Laden der Zweiten Chance (Die Schule der Zeitreisenden 3) von Laila Rifaat
sehr spannend
Das Cover des Buches hat mich direkt angesprochen. Es ist kunstvoll gestaltet und man wird direkt in eine andere Welt mitgenommen, auch wenn man noch nicht genau weiß in welche Welt. Dieses
Buch ist das dritte einer Reihe, jedoch kannte ich die Vorgängerbücher nicht. Trotzdem konnten wir uns sehr schnell in dieses Buch einlesen und es hat nichts ausgemacht dass wir die Bücher vorher nicht kannten.
Dieses Buch handelt von einem Mädchen Aliya welches mit Ihren Freunden zwischen verschiedenen Zeiten reisen kann? In diesem Buch möchte Sie an einem fliegenden Teppichrennen mitmachen. Und macht sich dafür mit ihren Freunden auf den Weg. Doch auf diesem Weg verliert sie ihre Freunde und muss diese natürlich nun suchen. Das Buch ist ein echtes spannendes Abenteuer welches uns direkt mitnimmt und in einer ganz andere Welt mitnimmt. Ein Klasse Buch für die ganze Familie.
Rezensionen von inya:
Love and be loved von Cleo Wade
schön aber nicht mehr
Mich haben direkt die Kunstvolle Gestaltung des Buches und die Bilder angesprochen. Ich liebe persönlich Kunstbücher und kunstvoll gestaltete Bücher und war deshalb sehr auf dieses Buch gespannt. Der Inhalt des Buches sind Wünsche, von der Autorin für ihre 2 Töchter und im großen und Ganzen finde ich den lnhalt auch schön.
Aber leider ist mir der Inhalt nicht tiefgründig genug und somit sind es salopp gesagt
nur Wünsche wie auf einer Grusskarte oder die man zu einem Geburtstag schreibt. Trotzdem ist das Buch sehr schön gestaltet und ich liebe es darin zu blättern und mir die Bilder anzuschauen und die Texte sind aus sehr schön gestaltet. In der Schriftart.
An für sich ist es ein sehr schönes Buch, aber man hätte noch mehr in die Tiefe gehen können und Inhalt vermitteln können. Nur zum blättern ist der Preis dann vielleicht auch ein bisschen zu viel.
Rezensionen von brauneye29:
Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson
Nicht so meins
Zum Inhalt:
Anfang der neunziger Jahre steht die Welt vor einem hoffnungsvollem Neuanfang. Während Jakob Dreiser als junger Dichter gefeiert wird, muss Dieter Germeshausen als Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent untertauchen. Und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt wo er verliebt ist. Er braucht einen Plan und um ihn umzusetzen benötigt er Jakob Dreiser als perfekte Tarnung.
Meine Meinung:
Ich habe irgendwann völlig den Bezug zur Story verloren, spätestens als die Story nach Kasachstan wechselte, war ich irgendwie raus. Lag aber vermutlich auch daran, dass ich etwas völlig anderes vom Buch erwartet hatte. Ich hatte eher trotz der Friedensbemühungen in den neunziger Jahren und des Klappentextes einen spannenden Agentenroman erwartet, aber irgendwie war das Buch so völlig anders und hat mich irgendwie nicht eingefangen. Dennoch fand ich Teile des Buches nicht schlecht. Gerade Jakob fand ich als Figur nicht schlecht.
Fazit:
Nicht so meins
Rezensionen von Eternal-Hope:
Hätt ich ein Kind von Lea Streisand
Empfehlenswerter Roman zum Thema Eltern-Werden durch Adoption
In "Hätt' ich ein Kind", dem neuen Roman von Lea Streisand, geht es um Kathi, 35 Jahre alt, die seit mehreren Jahren mit David zusammenlebt und sich sehnlichst mit ihm ein Kind wünscht. Doch auf biologischem Weg ist es aussichtslos, die Frauenärztin verkündet ihr die niederschmetternde Diagnose vorzeitiger Wechseljahre und dass es mit ihren eigenen Eizellen nichts mehr werden würde.
Niedergeschlagen begibt sich das Paar auf den langen Weg hin zur Adoption.
Sehr gut gefallen hat mir, dass der steinige und nur manchmal mit Erfolg verbundene Weg der Adoption sehr realistisch dargestellt wird: schon, um als Adoptionswerber in Betracht zu kommen, muss eine aufwendige Prozedur auf sich genommen werden, und darauf folgt erst einmal eine jahrelange Wartezeit in Ungewissheit, ob es jemals klappen könnte mit der Vermittlung eines Adoptivkindes. Denn es gibt nicht viele davon und es werden Eltern für Kinder gesucht, nicht umgekehrt.
In dem Buch begleiten wir das sympathische Paar auf diesem Weg. Toll ist, wie Kathi sich trotz des eigenen Unglücks mit ihrer besten Freundin über deren Schwangerschaft freuen kann und sie liebevoll dabei begleitet. Überhaupt waren es sehr sympathische, freundliche und reflektierte Charaktere, deren Schicksal ich sehr gerne in diesem unterhaltsamen und leicht zu lesenden, gleichzeitig aber realistisch dargestellten Buch miterlebt habe.
Ich kann das Buch allen, die sich eine gute Unterhaltung mit durchaus so einigen tiefsinnigen Gedanken zum Thema Wahlverwandtschaft und Elternschaft wünschen, aber auch allen, die sich für das Thema Adoption interessieren, sehr empfehlen - es hat mein Herz berührt.
Rezensionen von Anjulia :
Starfish von Lisa Fipps
Raum beanspruchen, sich selbst akzeptieren
Ellies Leben wird von ihrem Gewicht bestimmt. In der Schule wird sie deswegen gemobbt und auch in ihrer Familie nicht vollständig akzeptiert. Ihre Mutter legt ihr Diäten auf, kontrolliert jedes Essen. Selbst erfundene Dicke-Mädchen-Regeln sollen ihr Leben einfacher machen. Nur im Pool kann sie sich leicht und schwerelos fühlen, wie ein Seestern.
Starfish von Lisa Fipps ist ein Buch für mehr Selbstakzeptanz und Body-positivity. Das Buch hat kurze, aber kraftvoll, eindringliche Kapitel und ist in Versform geschrieben. Die elfjährige Ellie, die hier von ihrem Alltag erzählt, lernt im Laufe des Buches, dass sie trotz ihrer überschüssigen Kilos schön ist. Statt sich zu verstecken, nimmt sie Raum ein, findet eine neue Freundin und wehrt sich gegen ihre Mobber. Auch zu hause beginnt sie sich durchzusetzen. Vor allem ihre Mutter verhält sich toxisch. Man hat das Gefühl, dass sie Ellie nur auf ihr Gewicht reduziert. Diäten, Verbote und Strafen sollen ihre Tochter schlank und dann glücklich machen. Manches wirkt für mich leider etwas überzogen, beispielsweise die geplante Magenverkleinerung oder der gebuchte zweite Sitzplatz im Flugzeug. Ellies Geschichte hat mich berührt. Sie leidet, lernt aber zu sich selbst zu stehen. Insgesamt ein gutes Buch zu einem wichtigen Thema.
Rezensionen von Annaja:
Nadja und Elias feiern Pessach von Eva Lezzi; Anna Maria Praßler
Jüdische Feste
Die Geschichte erzählt von den Freunden Nadja, einem jüdisches Mädchen und ihrem Freund Elias, der Katholik ist.
Elias wird von seiner Freundin zum Pessach Fest eingeladen. Dort erfährt er viel Wissenswertes über jüdische Bräuche und Feste, über spezielle Speisen und Spiele sowie Lesungen und Lieder.
Im letzten Teil des Buches werden ganz speziell verschiedenste Begriffe aus dem Judentum beschrieben, das erleichtert hier die Erklärungen, die wir den Jüngsten somit gut übermitteln können. Generell ist die Lektüre kindgerecht und mit liebevollen Botschaften verfasst, es wurde zudem liebevoll, lebhaft und bunt illustriert.
Ich kann die Lektüre gern weiterempfehlen, sie ist lehrreich, nicht nur für Kinder.
Rezensionen von ReiShimura:
Inspector Chopra und der Juwelenraub von Vaseem Khan
Charmant, aber nicht unvergesslich
Kriminalromane schaffen es in unregelmäßigen Abständen auf meine Leseliste. Wobei ich hierbei außergewöhnliche Ermittler, Handlungsorte am asiatischen Kontinent und eine möglichst unblutige Handlung bevorzuge. Dieser Roman hat alle meine Kriterien erfüllt und ich habe mich gut unterhalten gefühlt, wenn ich auch nicht restlos begeistert bin.
Erst im Laufe des Buches habe ich festgestellt, dass es sich hierbei um den zweiten Teil einer Krimiserie handelt. Dies hat dem Lesegenuss aber nur bedingt getrübt. Autor Vaseem Khan geht an mehreren Stellen des Buches auf die Handlung des ersten Buches ein, so dass man dieses hier auch ohne die Vorkenntnisse lesen kann. Empfehlenswert ist aber wie immer, die Bücher in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen.
Hartgesottene Krimifans werden mit diesem Buch wahrscheinlich eher weniger Freude haben. Dies liegt vor allem daran, dass an vielen Stellen der eigentliche Kriminalfall eher in den Hintergrund rückt und andere Dinge eine größere Rolle spielen. Liebhaber von tierischen Cosy Crime Romanen kommen hier aber definitiv auf ihre Kosten. Der kleine Elefantenbulle Ganesha spielt eine tragende Rolle und wird, wie es oft in dieser Art von Roman ist, ein wenig vermenschlicht. Kritiker mögen den Punkt eventuell ein wenig überbewerten.
Der Roman besticht auf jeden Fall durch seine eindrucksvollen Beschreibungen von Mumbai, dem interessanten Einblick in die indische Kultur und das Essen und durch seinen humorvollen Ton. An manchen Stellen kommt der Witz für meinen Geschmack ein wenig zu platt daher, im Großen und Ganzen war es aber eine sehr unterhaltsame Geschichte.
An manchen Stellen, gerade was die Nebencharaktere betrifft, hätte ich gerne tiefergehende Beschreibungen gehabt. An anderer Stelle waren mir manche ausufernden Erklärungen ein wenig zu langatmig. Über gewisse Dinge kann ich hinwegsehen, da es sich um einen Teil einer Reihe handelt und mir bewusst ist, dass sich vieles über die Romane hinweg aufbaut und auflöst.
Alles in allem war dies wie erwähnt ein netter Roman für zwischendurch, der bei mir aber wenig Eindruck hinterlassen hat. Ganz salopp formuliert kann man sagen, dass man dieses Buch durchaus lesen kann, aber auch nichts verpasst, wenn man es sein lässt.
Rezensionen von verhei:
Der unsichtbare Elefant von Max A. Edelmann
ein Roman mit einer tieferen Botschaft als zuerst gedacht
In einer renommierten Anwaltskanzlei in Düsseldorf stürzt Thomas Siebenmorgen in den Tod auf ein wertvolles Kunstwerk. Maria, eine Kollegin, beobachtet die Szene und ist sich sicher, dass Thomas es sich mit dem Selbstmord anders überlegt hat, da er wieder auf das Geländer greift. Doch was hat den Anwalt zu generell dazu getrieben.
Viktor kommt als Mitarbeiter der Krisenintervention und betreut nun Maria und dann Thomas Eltern. Parallel dazu wird auch ein Anwalt der Kanzlei mit Untersuchungen beauftragt.
In kurzen Kapiteln wird aus wechselnden Blickwinkeln die Geschichte aufgerollt. Präzise ist der Roman in große Abschnitte unterteilt – Causa, Instruktion und Conclusio, passend zu einem Setting im Rechtsmilieu.
Einerseits wird in der in der Anwaltskanzlei ermittelt und andererseits begleitet man verschiedene Personen im Umgang mit der Trauer um den Tod von Thomas. Warum hat der Anwalt daran gedacht sich umzubringen und wer trägt die Schuld an diesem Unglück. Es zeigt sich, dass die glamouröse Anwaltskanzlei doch auch so einige Abgründe hat. Wie man vielleicht vermuten mag, herrscht großer Konkurrenzkampf und auch ein hohes Arbeitspensum.
Doch auch im Familienleben herrscht nicht nur eitel Wonne wie es die adrette Kleinstadtidylle vermuten lässt. Überall zeigt sich ein unsichtbarer Elefant im Raum, wie die Redewendung die gleichzeitig Buchtitel ist, so schön formuliert. Etwas über das nicht gesprochen wird, das aber dennoch für alle greifbar ist – nämlich die Auswirkung der Familiengeschichte auf nachfolgende Generationen. Speziell Handlungen und Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg prägen hier die Generation um Thomas, auch wenn diese Generation nicht alles direkt erzählt bekommen hat.
Sehr gelungen fand ich auch, wie der Autor es versteht die verschiedensten Personen wie Trauerbegleiter, Kollegin, den Aufklärer aus der Anwaltskanzlei und so etliche Schulkollegen von Thomas in Handlungssträngen miteinander zu verknüpfen. Die Geschichte zieht immer weitere Kreise. Man nimmt die Charaktere sehr authentisch wahr und merkt wie berührt sie von der Geschichte des toten Anwalts sind und wie sehr sie über ihr eigenes Leben nachdenken.
Ein Roman, der sich grundsätzlich leicht liest, allerdings viel mehr transportiert als man zu Beginn denkt.











