Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Liselottchen:
Das Glück weht vom Meer von Lotta Larsson
Neubeginn für zwei gestrandete Seelen
Nach ihrer geplatzten Hochzeit nimmt sich Anna eine Auszeit in einer Ferienhütte am dänischen Meer. Dort trifft sie auf Mikkel, der nach langem Aufenthalt im Ausland heimgekehrt ist und ebenfalls an alten Wunden zu tragen hat.
Es ist ein Roman der leisen Töne. Die Protagonisten sind seelisch verwundet und der ruhige beschauliche Ort, in dem jeder jeden kennt, tut beiden gut.
Mikkel, der schwer an Erlebnissen seiner Vergangenheit trägt, lernt langsam, damit umzugehen. Auch Anna findet Abstand. Der Schreibstil der Autorin ist blumig bildhaft und ich konnte so fast Teil des kleinen Ortes werden. Die Landschaft, die positiven Dorfbewohner/innen sowie das besondere Flair der kulinarischen Spezialitäten werden hier sehr nahegebracht. Ein Buch, das sämtliche Sinne anspricht und das man wirklich von Seite zu Seite genießen kann, mit versteckten Lebensweisheiten, liebenswerten Nebencharakteren und Weichenstellung für einen kompletten Neubeginn.
Mein Fazit: Ein bezauberndes Wohlfühlbuch, das sich flüssig lesen lässt und mich gut unterhalten hat. Zu empfehlen für alle, die nicht unbedingt immer Hektik und nervenaufreibende Szenen brauchen, sondern sich einfach in eine Geschichte fallen lassen möchten.
Rezensionen von rewareni:
Tatort Marktamt von Reinhardt Badegruber; Eva Holzmair; Raoul Biltgen; Beatrix Kramlovsky; Lisa Lercher; Andreas P. Pittler; Andreas Gruber; Christian Klinger; Gerhard Loibelsberger; Sabine Naber; Theresa Prammer; Stefan Slupetzky
Kulinarische Mordgeschichten
In der Anthologie ,, Tatort Marktamt“ findet man 13 Kriminalgeschichten aus Wien, wo fleißig gemordet und betrogen wird. Dabei sind entweder die Lebensmittelinspektoren die Täter oder die Opfer. Auf humorvolle und meist witzige Art und Weise haben sich 13 Autoren an dieses Thema herangewagt und somit ist eine bunte Mischung heraus gekommen, wo es nicht nur fiktive Geschichten gibt, sondern auch solche mit wahren Begebenheiten.
Jede Geschichte hat ihren eigenen Scharm, wo man mehr als einmal schmunzeln muss ob der besonderen Einfälle wie man jemanden geschickt verschwinden lassen kann. So manche unerwartete Wendung und Überraschungen der besonderen Art, machen die Geschichten zu einem kulinarischen Lesevergnügen. Am Ende findet man noch eine Vita aller 13 Autoren.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Am Horizont eine Insel von Daniel Bielenstein
Starke Emotionen an der Nordsee
Hier habe ich mich auf Anhieb in den Klappentext verliebt und mich sehr aufs Lesen gefreut :
Daniel Bielenstein versteht es perfekt, leise Töne in unheimlich starke Emotionen zu verwandeln und so ist man bereits nach ein paar wenigen Seiten mitten im Geschehen.
Rike und Jan – das ist eine so große Liebe, die gezeichnet ist vom jährlichen Sammeln von Inseln, weil Rike meint, Inseln können heilen.
Bis Rike stirbt. Ein Jahr nach ihrem Tod macht sich Jan auf und wagt sich wieder an die Nordsee und trifft dort auch Maren, die ihre eigene Geschichte mitbringt.
Sehr gefühlvoll und authentisch hat Daniel Bielenstein hier einen Roman geschrieben, der mich emotional gepackt hat. Mut machend und feinfühlig erzählt er vom Mut, weiter zu gehen, auch wenn das Herz traurig und schwer ist.
Seine Figuren und deren persönlichen Umstände hat der Autor sehr bildlich beschrieben und ich konnte beim Lesen eine unheimlich starke Bindung und viel Gefühl für die jeweiligen Lebensgeschichten entwickeln – das hat mir sehr gefallen und es hat den Roman sehr authentisch gemacht.
Viele Emotionen hat dieses Buch in mir hervorgerufen und ich mag die Geschichte sehr – schon die Idee, Inseln zu sammeln, hat mir sehr gefallen – und möchte eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen !
Rezensionen von Shilo:
Die Apotheke der Hoffnung von Amanda Barratt
Ein tief bewegender Roman
Manchmal fällt das Lesen schwer, nicht wegen der Sprache, sondern wegen dessen, was erzählt wird. Die Geschichte führt mitten hinein in eine Zeit, in der Menschlichkeit kaum noch Platz hatte. Die Darstellung bleibt nah an den Figuren und zeigt die Grausamkeit offen.
Erzählt wird aus der Sicht von Zosia Lewandowska und der jungen Jüdin Hania Silberman.
Beide erleben zunächst denselben Ort, dieselbe Bedrohung, und doch fühlt sich ihr Alltag grundverschieden an. Zosia arbeitet in der Apotheke und bewegt sich zwischen Anpassung und stillem Widerstand. Hania lebt mit ständiger Angst vor Entdeckung, Hunger und Verlust. Die Apotheke im Krakauer Ghetto wird zu einem Ort, an dem Hilfe möglich ist, obwohl sie jederzeit lebensgefährlich ist. Viele der geschilderten Ereignisse beruhen auf wahren Begebenheiten, was der Handlung zusätzliches Gewicht verleiht.
Die wechselnden Blickwinkel von Zosia und Hania geben der Geschichte Tiefe, ohne sie kompliziert zu machen. Beide Frauen erleben anfangs dasselbe Umfeld, aber auf sehr unterschiedliche Weise. Diese Nähe zu beiden macht das Geschehen greifbar.
Der Roman zeigt auch die stillen Augenblicke. Hilfe passiert oft heimlich und ohne Aufsehen. Entscheidungen werden unter großer Angst getroffen, weil jede falsche Bewegung gefährlich ist. Diese Anspannung zieht sich durch die Geschichte von Anfang bis Ende.
Die Geschichte bleibt lange im Kopf, weil sie zeigt, wie Menschen unter schrecklichen Bedingungen handeln und helfen können. Das Lesen ist oft schwer, manchmal kaum auszuhalten. Nichts wird beschönigt, alles wirkt ehrlich.
Die Figuren tun das, was ihnen möglich ist, ohne große Heldentaten. Dadurch wirken ihre Entscheidungen glaubwürdig. Die Sichtweisen von Zosia und Hania machen das Geschehen nahbar und verständlich. Viele Ereignisse haben sich tatsächlich so zugetragen, und das verstärkt die Wirkung. Die Geschichte fordert Aufmerksamkeit, bleibt aber ruhig erzählt und wirkt lange nach.
Mein Fazit:
Dieser Roman ist eindringlich, ehrlich und bewegend. Wer sich auf die Geschichte einlässt, erlebt eine Zeit voller Angst und Mut, Grausamkeit und Menschlichkeit. Die Figuren handeln glaubwürdig, die Ereignisse sind nah am Leben.
Ein wichtiges Buch, das zum Nachdenken anregt. Nicht für zartbesaitete Leser, denn die Grausamkeit der Geschehnisse ist schwer zu ertragen. 5 Sterne.
Rezensionen von LeserinLu :
Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman
Düster
Die düstere Atmosphäre im Roman „Ich, die ich Männer nicht kannte“ von Jacqueline Harpman hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Es geht um vierzig Frauen, die unter der Erde gefangen gehalten und von Wärtern werden. Eines Tages verschwinden die Wärter und die Frauen müssen sich inmitten einer öden Landschaft ein neues Leben aufbauen.
Erzählt wird alles aus der Sicht der Jüngsten der Gruppe, die schon als kleines Kind im Gefängnis aufgewachsen ist und keine Erinnerung an ihr vorheriges Leben hat.
Besonders gefallen hat mir die Sogwirkung des Romans. Da viel im Unklaren bleibt, wollte ich immer weiterlesen, um zu erfahren, was es mit der Situation der Frauen auf sich hat. Die Übersetzung von Luca Homburg ist dabei sehr gelungen und transportiert die kühle, präzise Sprache.
Ein bisschen hat mich der Roman an „Die Wand“ von Marlen Haushofer erinnert, da auch hier Isolation, weibliche Perspektiven und ein Leben jenseits der bekannten Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Allerdings ist bei Haushofer aus meiner Sicht die feministische Dimension noch stärker ausgeprägt. Das Ende des Romans hat mich zwiespältig zurückgelassen. Insgesamt ist „Ich, die ich Männer nicht kannte“ damit eine sehr düstere und durchaus deprimierende Dystopie, die weniger Antworten liefert als Fragen stellt.
Rezensionen von gabiliest:
Körperquatsch mit Soße von Johanna Klement
Dein Körper, das unbekannte Wesen
Hast du auch schon einmal gehört, dass die Erwachsenen gesagt haben, du sollst nicht so viel fernsehen? Davon bekommst du eckige Augen! Oder hat Oma mal gemeint, wenn du zu viel Kuchen isst, wirst du platzen? Das glaubst du nicht? Damit hast du natürlich recht, ist alles Quatsch! Und um das den Erwachsenen zu verklickern, gibt`s jetzt Hilfe.
Wenn du das Buch “Körperquatsch mit Soße” in der Buchhandlung siehst, greif zu und lies es, denn dann weißt du, was an solchen Behauptungen dran ist und kannst das auch der älteren Generation sagen.
Schluss mit Körpermythen, die wir Erwachsenen vielleicht schon von unseren Eltern oder Großeltern übernommen haben. Die Ärztin Johanna Klement hat sich nun in kurzen und sehr kurzweiligen Kapiteln mit diesen Überlieferungen und vermeintlichen Weisheiten auseinandergesetzt. Daraus wurde ein unterhaltsames Buch mit witzig pointierten Texten und frechen phantasievollen Illustrationen von Tine Schulz. Schon das gelungene Hardcover dieses hochwertig ausgestatteten und durch seine Größe überzeugenden Buches zeigt, dass manches, was Kinder so hören, zwar bei einem Ohr rein- und beim anderen wieder rausgeht, trotzdem können solche Behauptungen auch Angst machen. Verklebt Kaugummi tatsächlich den Magen, wenn wir ihn schlucken oder wächst gar in unserem Bauch ein Apfelbaum, weil wir den Apfel mit Putz und Stängel gegessen haben? Nein, natürlich nicht!
Die Autorin gibt zu jedem dieser Körpermythen kurze und humorvolle, auch für Kinder gut verständliche, aber wissenschaftlich fundierte Erklärungen. Außerdem fordert sie die Kinder auf, sich selbst als Mythendetektive ein Bild über den Wahrheitsgehalt der im Buch beschriebenen Aussagen zu machen. Am Ende des Buches gibt es dafür ein Quellenverzeichnis. Die Gliederung des Buches folgt einem klaren Körperschema, sie beginnt beim Kopf und endet bei den Füßen. Alle Texte sprechen die Kinder direkt an und fordern sie auch zum Mitmachen auf, denn es gibt unterschiedliche Rätsel und Mitmachelemente. Dieses Buch ist ein Bilder-, Mitmach-, Vorlese- und Lesebuch und ein Spaß für die ganze Familie! Und natürlich auch ein Sachbuch, das unterhaltsam und ohne erhobenen Zeigefinger unseren Körper, das unbekannte Wesen, zu verstehen hilft.
Durch die verschiedenen, kreativen Schriftarten und die zahlreichen phantasievollen Bilder freuen sich sicher auch Lesemuffel über dieses Buch. Ich habe es mit meinen zwei Enkelinnen gelesen, wir fanden es lustig und lehrreich. Wir können “Körperquatsch mit Soße” daher wirklich empfehlen, denn in diesem Buch steht garantiert kein Quatsch.
Rezensionen von Leserin:
Hedley Mill - Wohin der Weg dich führt von Sophie Oliver
Ein Traum wird wahr
Der Auftakt der neuen Familiensaga startet mit einem sehr unterhaltsamen ersten Band.
Es macht Spaß Laura zu begleiten und ihr über die Schulter zu schauen, wie sie der alte Weberei ihrer Vorfahren zu neuem Glanz verhilft.
Der Handlungsort, die wilde raue Natur Northumberlands, fließt in ihre Arbeit ein und schafft eine sehr schöne Atmosphäre.
Es war sehr interessant zu erfahren, welche Inspiration sie für die Herstellung der Stoffe bildet.
Man kann direkt in diese Geschichte eintauchen, aufregende, emotionale und schöne Momente erleben.
Laura reisst einen mit ihrerm Eifer, ihrer Lebensfreude und ihrem Optimismus mit. Ihre Leidenschaft für ihre Arbeit ist jederzeit spürbar.
Die verschiedenen anderen Charakter fügen sich gut ins Geschehen ein und sorgen für Abwechslung.
Es ist ein eher ruhiger Roman, in demdefinitiv keine Langeweile aufkommt, der mir sehr gut gefallen hat! Besonders gefallen haben mir die kurzen Zitate am Anfang jeden Kapiels.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen!
Rezensionen von Philiene :
Illumination für Franz Joseph von Wolfgang Weinlechner
Wien 1908
Wien 1908 es brodelt im Untergrund der Donaumonarchie. Kaiser Franz Josef steht vor seinem sechziger Thron Jubiläum, doch im Verborgene wird ein Attentat geplant. Die Jornalistin Emilia ist der Verschwörung auf der Spur ....
Die Illustrationen ist ein spannender Roman, der ziemlich deutlich zeigt wie es im Jahr 1908 in Wien und Österreich zuging.
Er zeigt sehr deutlich die großen Unterschiede unter denen die Menschen lebten, die immer größer werdende Unzufriedenheit der Völker die unter Österreichs Herrschaft standen, die Standesunterschiede. Politisch und historisch sehr interessant und gut recherchiert.
Aber auch die Geschichte hat mir gut gefallen, vor allem Emilias Recherchen bei den Köchinnen und Fienstbotwn haben mir sehr gefallen. Und auch die Geschichte rund um Ferdinand war sehr gut erzählt. Fiktion und historische Fakten waren zu einem sehr gutem und spannenden Roman zusammengefasst.
Rezensionen von trebor:
Gemüsepower von Lucia Schauerhammer
Mit Gemüse durchs ganze Jahr
In ihrem Buch "Gemüsepower - Ernte so viel du kannst - jede Menge Gemüse auf kleiner Fläche" erklärt uns Lucia Schauerhammer, welche Aufgaben im Verlauf des Jahres für den Garten oder im Garten anstehen. Dabei geht sie Monat für Monat vor und erklärt jeden Schritt auf anschauliche Weise mittels kleinen Texten, To-do-Listen, Tabellen und Fotos.
Die Autorin verfügt über fundiertes Wissen, welches sie auch in ihren ausführlichen Textbeschreibungen teilen möchte. Durch die reiche Fülle an Informationen könnten sich Garten-Neulinge möglicherweise überfordert fühlen. Deshalb sehe ich die Zielgruppe für dieses Buch eher bei denjenigen Gartenliebhaberinnen, die bereits ein wenig Erfahrung mitbringen und eine Selbstversorgung mit eigenem Gemüse rund ums Jahr anstreben.
So eignet sich das Buch prima als Nachschlagewerk zur Kompostherstellung, zur Entdeckung neuer Gemüsesorten, zu den unterschiedlichen Beikräutern, zu Gartenwerkzeugen, zur Kombination von Gemüsearten, zur natürlichen Schädlingsbekämpfung, zur Hühnerhaltung und vieles mehr.
Rezensionen von Philiene :
Flut aus schwarzem Stahl von Anthony Ryan
Gelungener Auftakt
Flut aus schwarzem Stahl ist der Beginn einer neuen Dark Fantasy Reihe. Ich muss gestehen das ich von Anthony Ryan noch nichts gelesen habe, nachdem ich dieses Buch gelesen habe, musste ich sagen das das unbedingt nachgeholt werden muss.
Der Roman spielt in der fiktiven Welt Ascarlia und wir werden von vier verschiedenen Charakteren mit in ihre Welt genommenen.
Im Wechsel wird so eine komplexe Geschichte erzählt. Obwohl immer wieder zwischen den Charakteren gewechselt wird hatte ich keine Probleme der Geschichte zu folgen. Im Gegenteil. Durch die Perspektivenwechsel bin ich ganz tief in die Geschichte eingetaucht und habe die Welt kennengelernt.
Sicher muss man sich darüber klar sein, das das hier Dark Fantasy ist und es teilweise recht brutal zu geht. Es passt aber hier zur Story und gehört für mich auch dazu.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, war mitreißend und fesselnd. Die Charaktere sehr gut ausgearbeitet und haben mir ein tolles Abenteuer beschert.
Für mich ein sehr gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht.











