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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Mit anderen Augen von Tara Jane

Hat mich nicht so richtig erreicht

Dieses Buch klang von der Beschreibung her so spannend: eine Parabel auf das "Unsichtbar-Werden" von Frauen irgendwann in den Wechseljahren, von dem mir schon so oft berichtet worden ist. Wie unangenehm es sei, auf einmal speziell von Männern, aber auch sonst in der Welt, kaum mehr wahrgenommen zu werden, weniger berufliche Chancen zu haben, übergangen zu werden.

Jane Tara treibt diesen Gedanken auf die Spitze: ihre Romanheldin Tilda, Anfang 50, Mutter zweier erwachsen werdender Mädchen, wird tatsächlich unsichtbar: beginnend mit einem Ohr oder einem Finger sind immer mehr Körperteile nicht mehr optisch wahrnehmbar, auch wenn sie sie immer noch spüren und verwenden kann. Sie sucht Rat bei ihrer Gynäkologin, mit der sie gleichzeitig auch eine freundschaftliche Verbindung hat und diese berichtet, dass es tatsächlich schon einige Betroffene gäbe, aber zu dem Thema, wie bei vielen speziell Frauen betreffenden Gesundheitsthemen, wenig geforscht werde, weil wenig Mittel dafür zur Verfügung ständen.

Diese Kurzbeschreibung der ersten Kapitel zeigt schon: hier geht es in vielerlei Hinsicht um starke Gesellschaftskritik und was das angeht, hat mir das Buch auch sehr gut gefallen und vermittelt es wichtig Botschaften und macht diese sichtbar.

Geschrieben ist es auf eine leicht-locker-humorvolle Art, die sich angenehm liest. Dennoch bin ich emotional mit Tilda und auch den anderen Figuren im Roman nicht so richtig warm geworden, sie hatten für mich nicht die charakterliche Tiefe, die ich an Romanfiguren sehr schätze. Auch hat das Buch bei mir keinen Lesesog ausgelöst, sodass ich immer gespannt gewesen wäre, weiterzulesen.

Insgesamt vergebe ich also mittelmäßige drei Sterne für ein Buch mit einer tollen Idee und einer Umsetzung mit Stärken und Schwächen.

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Mit anderen Augen

Rezensionen von cosmea:

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The Artist von Lucy Steeds

Folge dem Licht

In Lucy Steeds Debütroman “The Artist“ bittet der junge Journalist Joseph Adelaide im Jahr 1920 den seit vielen Jahren zurückgezogen in einem alten Haus in der Nähe von Saint-Auguste in der Provence lebenden berühmten Maler Edouard Tartuffe um ein Interview und erhält die Erlaubnis zu einem Besuch.

Vor Ort erlebt er einige Überraschungen. Der Maler, der sich Tata nennen lässt, duldet ihn nur im Haus, wenn er ihm Modell sitzt, beantwortet jedoch keine Fragen. Die zweite Überraschung ist Sylvette genannt Ettie, die junge Nichte des Malers, die alle Pflichten einer Haushälterin erfüllt. Edouard hatte seine von einem verheirateten Mann schwangere Schwester bei sich aufgenommen und die Nichte allein aufgezogen, nachdem seine Schwester ihn wegen eines neuen Partners verlassen hatte. Tatsächlich verhält sich der Onkel jedoch nicht wie ein Ersatzvater, sondern erlaubt Sylvette kein selbstbestimmtes Leben, schon gar nicht, dass sie auch malt und eine künstlerische Karriere anstrebt. Er verhält sich wie ein Tyrann und zerstört gern mal, was Ettie liebt. Im Lauf seines mehr als dreimonatigen Aufenthalts bekommt Joseph Einblick in Edouards künstlerisches Schaffen und schreibt Artikel für seine Zeitung “The Inkling“ auch ohne ein einziges Interview. Außerdem erfährt er Etties Lebensgeschichte und ihr streng vor Tata gehütetes Geheimnis, und die beiden jungen Leute kommen sich näher.
Der Roman führt den Leser sprachgewaltig an die Welt der Malerei heran, lässt die entstehenden Gemälde mit den Mitteln der Sprache lebendig werden. Sehr eindrucksvoll beschreibt er den für Frauen damals generell schwierigen Weg zu einem selbstbestimmten Leben und zur Verwirklichung der eigenen Ambitionen. Ich habe den Roman sehr gern gelesen. Er ist allerdings ziemlich handlungsarm, weil die stimmungsvollen Ausführungen über die Entstehung von Kunstwerken doch einen sehr breiten Raum einnehmen. Ein Spannungsaufbau wird auch dadurch weitgehend verhindert, dass der im Jahr 1957 angesiedelte Prolog das zentrale Geheimnis um Ettie enthüllt. Dennoch ist dieses Buch schon wegen seiner poetischen Sprache und dem Einblick in künstlerisches Schaffen sehr empfehlenswert.

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The Artist

Rezensionen von Ulgu1978:

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Meeresdunkel von Till Raether

Blutige Ferien


Zwei Familien treffen wegen einer Doppelbuchung in einem Ferienhaus auf Mallorca aufeinander und beschließen, gemeinsam eine Woche Urlaub dort zu verbringen. Anfangs scheint sich alles zu fügen, obwohl sich das Ferienhaus in einem desolaten Zustand befindet. Aber mit der Zeit wird klar, dass die Partnerschaften langsam bröckeln.

Die Zwillinge Esmé und Finn freunden sich mit Juri und Mathilde an und verbringen die Zeit miteinander.
Teil eins des Buches beschreibt die ersten gemeinsamen Ferientage, in denen schon leichte Spannungen aufkommen, die von Henrikes Bruder Freddy gekonnt überspielt werden. Als ein Mord passiert, kommen Dinge aus der Vergangenheit zutage, die einige von ihnen gerne in der Versenkung gelassen hätten.
Auch wenn das Buch erst spät zu einem Thriller wird, fand ich es spannend zu lesen, wie die beiden Familien versuchen, aus dieser ungewöhnlichen Situation das Beste zu machen. Interessant ist auch die Erzählung aus verschiedenen Sichtweisen.
Besonders sympathisch finde ich Freddy, der sich immer zum richtigen Zeitpunkt um das leibliche Wohl kümmert und damit aufkommende Spannungen entschärft. Und auf jeden Fall ist noch Juris Mathilde mit ihren Bemerkungen erwähnenswert, die erstaunlicherweise von Esmé und Finn "akzeptiert" wird.
Obwohl ich die Ereignisse aus der Vergangenheit etwas konstruiert fand, hat mich der Roman gut unterhalten.

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Meeresdunkel

Rezensionen von Ameland:

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DUMONT direkt Reiseführer Amsterdam von Susanne Völler

Amsterdam ist immer eine Reise wert

Zur Einführung gibt es einige allgemeinen Infos, Fakten und Zahlen zu der niederländischen Metropole bevor wir auf 15 unterschiedlichen Wegen ins Innere vordringen. So verschieden wie die Bevölkerung mit 180 unterschiedlichen Nationen, so unterschiedliche sind die Orte an die uns Susanne Völler führt.

Die Diversität der Bevölkerung macht sich überall bemerkbar.

Eine Grachten-Rundfahrt darf da ebenso wenig fehlen wie der Besuch des Museumsplein. Es geht aber auch in die grüne Lunge Amsterdams, das Rotlichtviertel, die Shopping-Area und noch vieles mehr. Bei jedem Ausflug gibt es interessante Informationen zu allen möglichen Themen neben Öffnungszeiten und Einkehrmöglichkeiten. So erfahre ich warum bei Bauten der Amsterdamer School die kleinen Fenster so weit oben angebracht wurden und die Küchen so klein waren. Ich höre und lese zum ersten Mal von Probierstuben, in denen der Rest aus einer Flasche, der kein ganzes Glas mehr ergibt, nicht berechnet wird.

Zusätzlich werden am Ende noch Restaurants mit Anschrift, Öffnungszeiten, Preisniveau und Angebot aufgeführt, ebenso weitere Shopping-Möglichkeiten. Nicht unwichtig sind die genannten Übernachtungsmöglichkeiten, denn nach einem langen Tag möchte man gerne die müden Füße hochlegen. Für diejenigen, die immer noch fit sind und sich in das Nachtleben stürzen möchten, finden sich auch einige Vorschläge.

Sehr hilfreich sind neben dem enthaltenen Cityplan auch die diversen Internetadressen sowie allgemeine Hinweise z. B. zur Anreise, Parksituation oder dem Öffentlichen Nahverkehr.

Da eine Tante von mir im Randgebiet von Amsterdam wohnt, waren wir schon öfter in der Stadt und ich war neugierig, ob mir der Dumont-Reiseführer etwas Neues bieten kann. Er konnte, denn ich habe neue Informationen zu bekannten Orten bekommen und von einigen für mich neue Ecken erfahren. Das Büchlein wird bei unserem nächsten Verwandtenbesuch auf jeden Fall im Reisegepäck einen Platz haben.

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DUMONT direkt Reiseführer Amsterdam

Rezensionen von Reiseweise:

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Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling

Gut wie immer

Dieses Buch - oder Hörbuch, wer es von Marc-Uwe Kling selbst vorgelesen hören will - ist für Fans des Känguruhs und der allgemeinen Kleinkunst einfach gut wie immer. Die Charaktere sind bekannt und unterhaltsam wie immer, das Geplänkel und die Running Gags zwischen Beuteltier und Kleinkünstler sind gut wie immer, und die Sprache ist gut wie immer.

Inzwischen wird jeder wissen, ob man das mag oder nicht - und für Fans ist es genau das richtige Buch / Hörbuch. Man fühlt sich wie immer bestätigt in seinen eigenen Ansichten und freut sich, dass das mal endlich jemand so eloquent mitteilt und lacht über die neuesten Ideen - endlich eine gute Begründung, warum der zweite Todesstern bei Star Wars gebaut wurde!
Insgesamt also eine gute Ergänzung für die bekannte Reihe und nicht nur ein Abklatsch der alten Ideen, das ist erfreulich und unterhaltsam.

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Die Känguru-Rebellion

Rezensionen von katis zettelchen:

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Das letzte Buch von Marceau Miller von Marceau Miller

Spannend, aber nicht immer logisch und nachvollziehbar

Ein Roman ohne Autor? Ein Buch im Buch? Mehrere Erzählstimmen? Das hat mich neugierig gemacht. Der Plot ist gut – ein erfolgreicher Autor verunglückt wenige Tage nach der Veröffentlichung seines neuesten Buches tödlich beim Freiklettern. Als Leser wissen wir von Anfang an, dass dort am Felsen noch jemand war (kein Spoiler, ist wirklich gleich am Anfang) – und damit wissen wir ein bisschen mehr als die Ich-Erzählerin, seine Frau.

Das Buch im Buch gibt es, aber nicht so, dass man den Autoren bzw. die Autorin auf dem Buchdeckel weglassen müsste, das ist hier für mich eher Marketingtrick. Im Französischen ist der Titel etwas anders, „Le roman de Marceau Miller“, das würde wörtlich übersetzt im Hinblick auf den Inhalt für mich besser funktionieren. Aber egal, es geht ja um die Geschichte zwischen den Deckeln. Es ist eine rasante Geschichte, die einem schneller vorkommt, als die Zeit im Roman vergeht, am Ende sind es mehrere Wochen. Plottwists, Szenenwechsel, Personal, alles gut angelegt, doch mir agiert die Protagonistin unausgewogen rational und irrational, ihre plötzlichen Wutausbrüche finde ich unnötig und störend. Ihre Beziehung zu den anderen Figuren, ihren Freunden und ihren Kindern und im Rückblick zu ihrem Mann, bleibt merkwürdig distanziert, ich kann sie nicht wirklich greifen. Darum sind einige Geschehnisse für mich unlogisch oder konstruiert. Leider ist mein Französisch nicht gut genug, um den Roman im Original zu lesen, vielleicht liegt es manchmal an der Wortwahl. Insgesamt ein spannender Krimi, der sehr gute Anlagen hat, aber leider insgesamt für mich nicht rund ist.

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Das letzte Buch von Marceau Miller

Rezensionen von LeserinLu :

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Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson

Langweilig

Der Roman „Die Reise ans Ende der Geschichte“ von Kristof Magnusson spielt in einer Zeit des Umbruchs: Anfang der 1990er-Jahre, als nach dem Ende des Kalten Krieges vieles möglich schien. Die Ausgangsidee hat mich sofort angesprochen. Gerade die Kombination aus politischem Hintergrund, absurden Verwicklungen und eigenwilligen Charakteren verspricht viel.

Tatsächlich sind die Figuren auch interessant angelegt: ein etwas naiver Dichter, der unvermittelt in größere Zusammenhänge gerät, und ein Agent, der zwischen Vergangenheit und Neuanfang feststeckt. Auch der Ton ist stellenweise humorvoll und leicht ironisch. Trotzdem konnte mich der Roman insgesamt nicht überzeugen. Über weite Strecken habe ich die Handlung als überraschend ereignisarm empfunden. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte ihr eigenes Potenzial nicht ausschöpft. Gerade die eigentlich absurden oder komischen Elemente werden für meinen Geschmack nicht weit genug getrieben.

Das führte bei mir dazu, dass ich beim Lesen oft den Faden verloren habe – nicht, weil die Handlung besonders komplex wäre, sondern weil sie mich emotional nicht genug gebunden hat. Teilweise musste ich Seiten sogar noch einmal lesen, weil ich gedanklich abgeschweift bin. Schade!

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Die Reise ans Ende der Geschichte

Rezensionen von Katzenmicha:

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Meeresdunkel von Till Raether

Spannender Psychothriller

Zwei Familien, haben ein Ferienhaus gebucht ,eine alte Villa auf einer steilen Klippe zurgleichen Zeit gemietet. Am Anfang sieht es nach Zufall aus,das beide Familien zur gleichen Zeit die alte Finka gemietet haben,um die sich düstere Geheimnisse ranken.Dort treffen sich Hans und Marie mit ihren 14‑jährigen Zwillingen Esme und Finn auf Henrike und Samuel.

Diese haben ihren achtjährigen Sohn Juri dabei und Freddy, Henrikes frisch geschiedenem Bruder.Das erzwungene Zusammenleben verläuft überraschend gut. Auch die Kinder verstehen sich , doch wobei Juri ein auffällig irritierendes Verhalten zeigt.Noch ahnen sie nicht, das sie eine Leiche finden.Und ein Unwetter aufzieht und das friedliche Urlaubsparadies in ein gruseliges Inferno verwandelt….

Der Autor Till Raether hat einen fließenden und spannenden Schreibstill.Er beschreibt anfangs noch ein friedliches Bild der Ferieninsel mit Marktstimmung und herrlichem Ausblick auf das blaue Meer.Dann aber kippt die Stimmung zwischen den Familien und ein Sturmtief über der Ferieninsel verstärkt gleichzeitig die bedrohliche Atmosphäre.Das Cover ist super schön mit dem Sonnenuntergang der zur anfangs Idylle super schön passt.Die Charaktere sind unterschiedlichund spannend-sehr gerne 4 Sterne.

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Meeresdunkel

Rezensionen von Lerchie:

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Die Löwenmutter von Hera Lind

Eine schwierige Familie

In München im Jahr 1985 lernt Claudia Baumgartner den Flötisten Florian Moser kennen und verliebt sich in ihn. Sie bekommen Fünflinge, die als Frühchen geboren werden. Zwei der Babys sterben nach wenigen Monaten und Claudia kämpft wie eine Löwin, um Ihrer Familie das richtige Zuhause zu bieten.

Es kommt noch eine weitere Tochter zur Welt und Claudia nimmt auch noch ein Pflegekind auf. Doch ihr Mann, Florian wird, aufgrund seiner bipolaren Störung, zunehmend aggressiv. Er hat Affären und zwingt Claudia mehrmals umzuziehen. Im Umzugsunternehmer Didi findet Claudia einen Freund, und später einen verlässlichen neuen Partner, als sie endlich bereit ist, sich von Florian zu trennen. Er schenkt Claudia eine späte Heimat, denn er kauft das Haus in Bergheim, in dem sie sich einst am wohlsten fühlte.


Meine Meinung
Das Buch ließ sich ja leicht und flüssig lesen, keine Unklarheiten im Text störten den Lesefluss. Auch war ich schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch in die Protagnisten hineinversetzen. Im Anhang schreibt die Autorin, dass der erste Teil des Buches schon länger bei ihr in der Schulblade lag, sie sich nicht entschließen konnte, es zu schreiben. Als sie jedoch den zweiten Teil erhielt, gab ihr das den nötigen Schub. Ich kann das nachvollziehen, denn der erste Teil liest sich eben wie ein Liebesroman mit Eheschwierigkeiten, die vermutlich fast jeder mal hat. Sicher bekommt nicht jede Mutter Fünflinge und muss um sie fürchten. Das war ab er auch der einzige Spannungspunkt in diesem Teil. Der zweite Teil machte das zwar nicht ganz wett, wertete das Buch jedoch einigermaßen auf. Denn hier passiert eben einiges. Was ich nicht verstehe ist, dass sie ihren Mann nicht schon viel früher verlassen hatte. Allerspätestens als er sie zwang, von Bergheim wegzuziehen, denn das war schon allerhand, überhaupt auch den Kindern gegenüber. Das war für mich ein Knackpunkt, denn ich hätte ihm schon früher den Laufpass gegeben. Biopolare Störung hin oder her, wenn jemand nicht gewillt ist, seine Krankheit zu bekämpfen, und das war Florian mit Sicherheit nicht, dann hat er als Ehemann nichts verloren, und auch nicht als Vater. Ich hätte den schon viel früher verlassen und kann nicht verstehen, warum sie es so lange mit ihm ausgehalten hat. Bei jeden Ausraster Florians habe ich gedacht, Claudia gib dem doch endlich einen Tritt in den Hintern! Er hat seine Versprechen nie lange gehalten! Aber ich weiß, dass es solche Frauen gibt, die bei ihren Männern bleiben, obwohl sie halb totgeschlagen werden. Das Buch war ab der zweiten Hälfte wenigstens etwas spannender und hat mich auch gegen Ende wirklich gefesselt. Jedoch reicht es bei weitem nicht an die letzten Bücher, die ich von dieser Autorin gelesen habe, heran. Daher zwar eine Leseempfehlung sowie aber nur dreieinhalb Sterne und da Halbe nicht überall gehen kann ich leider nur drei Sterne geben.

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Die Löwenmutter

Rezensionen von Tintenteufel:

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Spiele & Rituale für euren Alltag von Nicola Schmidt; Martin Verg

Spielerisch den Alltag bewältigen

Nicola Schmidt widmet sich in ihrem Buch den vielen kleinen Situationen im Alltag, in denen es nicht rund läuft, weil Langeweile aufkommt, Protest gegen die tagtäglichen Notwendigkeiten aufkeimt oder einfach mal eine schnelle Spielidee fehlt.
Anfangs begrüßen zwei getrennte Vorworte sowohl die Kinder als auch die Eltern bzw erwachsenen Begleiter und dann geht es auch schon los mit 9 verschiedenen Kapiteln, mal für draußen und mal für drinnen, mal für den Zusammenhalt und mal für die Selbstwahrnehmung und manchmal auch einfach für Spaß und gute Laune.

Es ist wirklich für jeden etwas dabei. Die Anordnung der Kapitel finde ich persönlich etwas chaotisch und nicht ganz stringent, aber die Themen Teambildung, Umgang mit Gefühlen und aktives Zuhören sind auf jeden Fall wesentliche Themen in jeder Familie. Ritualisierte Spiele für Körperpflege, gemeinsame Mahlzeiten und Aufenthalte draußen ergänzen diese praktisch.
Die Qualität der Vorschläge ist unterschiedlich. Manches ist wirklich mal eine ganz neue Idee, sich einer familiären Situation zu nähern, anders ist hinlänglich bekannt und eigentlich nicht erwähnenswert. Erfrischend ist aber durchgehend die positiv-motivierende Präsentation sowie die pädagogischen Erklärungen in den kleinen Textfeldern am unteren Rand der Seite. Hier werden wir Erwachsene immer wieder daran erinnert, dass Kinder eben nicht einfach kleine Erwachsene sind, sondern eine Situation oft ganz anders wahrnehmen und daher anders reagieren als von uns erwartet. Dies können wir uns gar nicht oft genug in Erinnerung rufen, und so ist manche verrückte Idee aus diesem Buch auf jeden Fall einen Versuch wert. Ich bin gespannt, wie unseren Enkeln das gemeinsam erwürfelte Essen schmecken wird!

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Spiele & Rituale für euren Alltag