Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bockonia:
Tage des Lichts von Megan Hunter
Sechs Sequenzen aus einem langen Leben und sie erzählen so viel
Sechs Tage, eine kurze Zeit, wenn man auf ein langes Leben zurückblickt, doch hier erzählen sie so viel. Die 19-jährige Ivy, so voller Lust auf das Leben, wohin es gehen soll, weiß sie noch nicht, aber das Aufwachsen in einer Künstlerfamilie gibt ihr das Gefühl von grenzenloser Freiheit und alles ist möglich.
Doch dann kommt der Tag, der alles verändert. Ihr großer Bruder, den sie über alles liebt, stirbt bei einem Badeunfall. Der Schock, die Realität dieses Todes, machen ihr Angst und sie heiratet, mit dem tiefen Bedürfnis nach Sicherheit, einen älteren Freund und bekommt Kinder. Dann der zweite Tag des Lichts, Jahre später, eingezwängt in diese Ehe, trifft sie auf die damalige Freundin ihres Bruders und es entwickelt sich ein tiefe Beziehung. Es steht eine Entscheidung im Raum, doch es fehlt der Mut und die Verpflichtung siegt. Weitere Tage folgen und eine lange Zeit bleibt die Sehnsucht, den eigenen Bedürfnissen einen Weg zu bahnen, ohne Widerhall, bei sich selbst oder ihrem Gegenüber.
Dieses Geschichte, wir Leser begleiten sie, begleiten diesen Menschen, Ivy, berührend, verzweifelt, mutig und irgendwann doch mit der richtigen Entscheidung, wenn der Moment gegeben ist. Und es ist die poetische, leicht melancholische Sprache, die einem ihr Fühlen so nahe bringt. Man hofft, wartet, trauert mit, bis zum Ende.
Ein Erleben, das sich Zeit lässt. Und es ist besonders und ein wirkliches Leseerlebnis.
Rezensionen von Shilo:
Sehnsucht nach Neubeginn von Elisa Rimpach
Zwischen Verlust und Neubeginn
Im Verlauf der Geschichte rücken die beiden Geschwister immer stärker ins Zentrum. Hilde wirkt stark und verletzlich zugleich. Der Wunsch nach einem Neuanfang ist spürbar, doch er verlangt viel Kraft. Die Rückkehr nach München fühlt sich nicht wie ein Heimkommen an, sondern wie ein neuer Prüfstein.
Die Sorgen um Arbeit und Familie wiegen schwer, und die Zweifel begleiten sie auf jedem Schritt.
Hermann steht vor einer Reihe von Verlusten, die ihn fast aus der Bahn werfen. Die Verantwortung für seine Tochter lastet spürbar auf ihm, und jede Entscheidung fällt schwer. Die Mischung aus Musik, persönlichen Rückschlägen und familiärer Pflicht wird glaubwürdig erzählt und berührt leise.
Die späten zwanziger Jahre sind in jedem Kapitel spürbar. Wirtschaftliche Not und politische Spannungen bilden einen Schatten, der die Entscheidungen der Figuren noch deutlicher macht. Doch die Geschichte bleibt nah an den Menschen, an ihren Ängsten, ihren kleinen Erfolgen und dem Mut, weiterzugehen.
Dieser siebte Band der großen München-Saga zeigt die Stärke von Zusammenhalt, Hoffnung und Mut in schwierigen Zeiten.
Beim Lesen entsteht ein leiser Eindruck von Verbundenheit. Es sind die kleinen Entscheidungen und stillen Opfer, die die Geschichte tragen. Alles wirkt authentisch und bleibt im Kopf, ohne dass große Gesten nötig sind. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Paul Kretzschmar:
TINTE und SCHWERT – Verwandlung (Band 1) von Matthias Soeder
Jacob Wolffen und die göttliche Rache
Mit "Tinte und Schwert - Verwandlung" dem 1. Teil einer historischen Trilogie über den 30-jährigen Krieg, hat der Autor Matthias Soeder ein Meisterwerk geschaffen, dass den Leser mitten in das grausame Geschehen jener Zeit führt. Hochspannend und mit viel Detailliebe gelingt es ihm, historische Realität und fesselnde Fiction authentisch zu verbinden.
Der Priesteranwärter Jacob Wollfen, muss die Ermordung seiner ganzen Familie durch gnadenlose Söldner erleben und wird in die Armee gezwungen. Er leistet Gott gegenüber ein unerschütterliches Rachegelübde an den sadistischen Mördern. Dafür muss er seine friedfertige Seele abstreifen und den Weg der Todsünden beschreiten.
Nur mit Hilfe der Heilerin Anna Dillenberger kann er sein inneres Dilemma besiegen und zum Racheengel reifen.
Ungeschönt werden die Schrecken des Krieges in bildhaften Schlachtszenen vermittelt, die mitunter für sensible Leser verstörend sein könnten.
Mich hat die packende Handlung, der man nur atemlos folgen konnte, begeistert zurückgelassen und lässt mich der Fortsetzung entgegenfiebern.
Eine unbedingte Leseempfehlung ist selbstverständlich!
Rezensionen von Ryria:
Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso
Leben in Erinnerungen
Eine Bibliothek der Erinnerungen und zwei Mädchen, die zu unterschiedlichen Zeiten dort zu Zeithütern werden. Diese entscheiden, welche Erinnerungen im Gedächtnis der Menschheit bestehen bleiben, eine ebenso faszinierende wie gefährliche Fähigkeit. Was folgt ist ein schöner Mix aus Ausflügen in vergangene Epochen, viel Fantasie und Emotionen, Politik und Spionage und zuletzt auch ein wenig Liebe.
Für mich lag die Stärke dieses Buches hauptsächlich in seiner Grundidee sowie der geschaffenen Atmosphäre. Es wird alles eher ruhig erzählt ohne "klassische" Spannung, mit einem leicht poetischen Schreibstil. Man kann gut in diese Welt der Erinnerungen und Bücher eintauchen, verliert dabei aber auch nie den Bezug zu der Realität und den uns bekannten historischen Ereignissen.
Dies führt jedoch auch dazu, dass manche Passagen dann doch etwas langsam erscheinen, dies hat mich jedoch nicht übermäßig gestört.
Das Grundkonzept war schön umgesetzt, allerdings war nicht immer alles sehr eindeutig, besonders hinsichtlich der magischen Elemente. Dies war vor allem zu Beginn des Buches manchmal noch etwas verwirrend und beim Lesen ging es mehr um die hervorgerufene Stimmung als um das komplette Verstehen.
Dafür hat die Geschichte gut zum Nachdenken angeregt, man konnte immer wieder mal innehalten und die Worte auf sich wirken lassen.
Eine schöne und interessante Geschichte, der jedoch noch das gewisse Etwas fehlt.
Rezensionen von clematis:
Ein Sommer mit Goethe von Gustav Seibt
50 Mal Goethe
In 50 kurzen Episoden stellt der Historiker und Literaturkritiker Gustav Seibt den bekannten Weimarer Dichter Johann Wolfgang von Goethe und sein Werk vor. In abwechslungsreichen Essays zu höchst unterschiedlichen Themen kommen sowohl Goethe selbst als auch seine Wegbegleiter zu Wort, Gustav Seibt erläutert die Originaltexte auf anschauliche Weise.
Vielfältige Themenbereiche stehen in diesem übersichtlich gegliederten Büchlein zur Wahl, die für Goethe selbst charakteristische Kürze und gleichzeitig hohe Aussagekraft spiegelt sich in den einzelnen Kapiteln perfekt wider. Durch die variablen Textformen – Erzählungen, Biografisches, Balladen, Dramen – streifen wir das gesamte Werk des Dichters auf spielerische Weise und bekommen einen interessanten Ein- und Überblick über Goethes beeindruckendes Schaffen. Der Künstler, welcher selbst überaus diszipliniert gearbeitet und gelebt hat, begibt sich im Alter von sechzehn Jahren zum Studieren nach Leipzig, beschäftigt sich mit der Götterwelt ebenso wie mit der aktuellen Herrenmode. Auf seine beeindruckende Italienreise begleiten wir ihn bevor wir über Napoleon und Despotismus nachsinnen, Natur und menschliches Glück sind weitere Teile der spannenden Betrachtungen in diesem lehrreichen Sommer. Ausgewählte Bilder - von der Titelseite weg – illustrieren das Gesagte auf harmonische Weise und ergeben einen vorzüglichen Gesamteindruck. „Gedichte sind gemalte Fensterscheiben.“ [kindle, Pos. 2987] Ähnlich verhält es sich mit Gustav Seibts Text und Bildkomposition, gemeinsam erstrahlen sie in hellem Glanz.
Egal, ob man Goethe schon gelesen hat oder als vollkommener Neuling auf diese eloquent verfasste Reise mit dem Weimarer Dichter stößt, die Lektüre ist höchst vergnüglich und eignet sich besonders, jeden Tag ein Stückchen davon zu genießen – 50 Tage – 50 Mal Goethe – einem spannenden Sommer steht nichts im Wege!
Rezensionen von Pusteblümchen:
Lesen. Schreiben. Ein Plädoyer für ein besseres Miteinander. von Bob Blume
Die Kraft der Worte richtig nutzen
In dem Buch geht es um Verständnis und Verstehen, dafür müssen wir schreiben und lesen können. Beides bezeichnet der Autor als Superkraft und das erscheint mir absolut treffend.
Für ein verständnisvolles und gutes Miteinander ist nichts wichtiger als Kommunikation.
Lesen bedeutet andere Meinungen wahrzunehmen, sich in andere hineinzuversetzen, zu reflektieren und sich auszutauschen.
Dabei eröffnet das gemeinsame Lesen oftmals noch mehr neue Perspektiven.
Es geht um Kommunikation, Austausch und Verständnis. Das alles ist möglich, wenn wir lesen, schreiben und sprechen, wobei nicht jedes Gespräch zum Austausch führt. Diesen Gedanken fand ich sehr treffend und werde in Zukunft echte Gesprächspartner wieder bewusster wahrnehmen und mehr schätzen.
Das Buch ist dünn, viel mehr ist es ein Büchlein, aber sehr gehaltvoll und ich kann nur empfehlen es zu lesen, um in Zukunft noch bewusster die hier genannten Superkräfte einzusetzen und wahrzunehmen.
Rezensionen von qq:
Emilia Blumenherz, Band 1 - Das geheime Pflanzeninternat von Usch Luhn
Zauberhaftes Kinderbuch
Zauberhaftes Kinderbuch
Die Geschichte ist gut verständlich und ideal für Kinder ab etwa 8 Jahren. Die Kapitel sind überschaubar, sodass einer angenehmer Lesefluss entsteht. Es ist eine tolle Balance zwischen Spannung und Fantasie. Meine Tochter konnte sich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren.
Die enthaltenen Illustrationen ergänzen die Geschichte. Das Cover ist sehr farbenfroh und mit vielen dekorativen Details gestaltet.
Rezensionen von ekiam:
Was fehlt dir, kleiner Roboter? von Przemyslaw Wechterowicz
Zuhören statt Vermuten – Eine Geschichte über Trost und Mitgefühl
Der kleine Roboter vermisst seine Lieblingsschraube. Die Tiere suchen sie gemeinsam mit ihm und überlegen, wie sie ihn aufmuntern können. Doch ihre Ideen setzen sie nicht um, weil sie glauben, dass Roboter solche Dinge nicht tun. Schließlich trifft der kleine Roboter völlig verzweifelt auf den Biber, der ihm eine neue Schraube schnitzt und ihn mit all den Dingen aufmuntert, die sich die anderen Tiere nicht getraut haben zu tun.
Die Zweiteilung der Illustrationen in komplexe, detailreiche Bilder und bewusst kindlich gehaltene Zeichnungen unterstreicht den Unterschied zwischen der Realität und den Vorstellungen der Tiere.
Was fehlt dir, kleiner Roboter? ist eine einfühlsame Geschichte über Trost, Hilfe und den Umgang mit Gefühlen. Sie vermittelt, dass Traurigkeit ernst genommen werden darf, aber auch, dass es verschiedene Wege gibt, mit ihr umzugehen und anderen beizustehen. Dabei wird deutlich, dass wir oft zu wissen glauben, was unser Gegenüber braucht; unsere Annahmen jedoch häufig falsch sind und wir dadurch möglicherweise genau die Hilfe vorenthalten, die ein anderer Mensch benötigt.
Hören wir jedoch genau zu, können wir dem anderen vielleicht genau das geben, wonach er sich gerade sehnt.
Rezensionen von qq:
Alma von Federica Manzon
die Wahrheit
die Wahrheit
Federica Manzon hat mit "Alma" ein interessantes Buch über Herkunft, Identität, Wahrheit und Vergangenheit geschrieben. Die Autorin verbindet in diesem Roman eine persönliche Geschichte mit historischen und gesellschaftlichen Spannungen.
Alma, die Namensgeberin für das Buch ist auch die Protagonistin - eine junge Frau, die sich mit ihrer familiären Vergangenheit auseinandersetzen muss.
Die Spurensuche führt sie an emotionale Grenzen. Die Suche nach Identität wird dabei zu einer Reise durch Geschichte und Gegenwart. Wo ist Heimat, wenn Grenzen sich verschieben – politisch wie biografisch?
Alma ist kein lauter Roman, sondern ein stilles, nachdenkliches Werk, das seine Wirkung langsam entfaltet. Somit definitiv kein Buch für zwischendurch.
Von mir gibt es eine Weiterempfehlung - das Buch konnte mich berühren.
Rezensionen von Ryria:
Heir of Illusion von Madeline Taylor
Durch Illusionen verborgen
Ivy ist eine talentierte Assassine und verfügt dazu noch über ganz besondere Illusionsmagie - und doch kann sie dem König nicht entkommen. Schuld daran ist ein Halsring, den niemand außer dem König entfernen kann. Ein gestohlenes Schwert verspricht Erlösung, doch auch Seelenfänger Thorne sucht danach.
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Zunächst muss ich die Gestaltung des Buches loben: Der Farbschnitt passt gut zum (ansonsten eher generischen) Cover, dazu gibt es eine farbige Karte sowie einige hübsche Illustrationen. Ein Personenregister wäre besonders am Anfang jedoch noch ganz nützlich gewesen, da man doch so einige Charaktere kennenlernt.
Die Welt und ihre verschiedenen Systeme fand ich von Anfang an echt interessant und spannend: Es gibt Götter, Göttererben, verschiedene Inseln mit unterschiedlicher Magie, dabei noch Unterarten der Magie, verzauberte Gegenstände... noch mehr Infos hierzu wären toll gewesen, hätten eventuell aber auch zu viel verraten, daher bekommen wir hierzu vermutlich im nächsten Band noch tiefere Einblicke.
Von Beginn an kann man auch gut miträtseln, es gibt viele offene Fragen und dann ist doch alles anders, als man denkt. Ich wurde schon lange nicht mehr von einem Buch so in die Irre geführt und überrascht, inklusive fiesem Cliffhanger.
In diesem ersten Band werden die Grundsteine für die folgende Handlung gelegt: Man lernt die Charaktere und die Welt kennen, lüftet schon einige Geheimnisse und trotzdem wird es nicht langweilig. Sehr spannende Szenen wechseln sich mit eher ruhigeren Momenten ab, Charaktere und ihre Beziehungen werden gleichzeitig mit der Handlung weiterentwickelt.
Ivy als Protagonistin mochte ich sehr, sie lässt sich nicht unterkriegen, hat aber auch ihre schwachen Momente, was zu schönen Interaktionen mit Thorne führt. Die Wortgefechte zwischen den Beiden waren immer amüsant zu lesen und man merkte richtig, dass da die Chemie stimmt.
Aber auch die Beziehungen zu den Nebencharakteren kamen nicht zu kurz, einige davon sind mir schon ein wenig ans Herz gewachsen.
Ein toller erster Band, ich kann die Fortsetzung kaum erwarten!











