Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PMelittaM:
Der Schlächter der Anderson-Station von James Corey
Sehr empfehlenswerte Kurzgeschichte aus dem Expanse-Universum
Die Kurzgeschichte aus dem Expanse-Universum erzählt die Geschichte des Colonel Frederick Lucius Johnson, der als Schlächter der Anderson-Station bekannt wurde. Doch wie war es wirklich und wie wurde er zu dem Fred Johnson, den die Crew der Rozinante bereits im ersten Band trifft?
Die Kurzgeschichte soll zwischen Band 1 und Band 2 gelesen werden, und so habe ich es auch gemacht.
Es macht Sinn, wenn man Fred Johnson bereits kennt, und sich wahrscheinlich gefragt hat, wie er zu diesem nicht gerade netten Zusatznamen kam. Hier wird Fred Johnson nun ein gutes Stück greifbarer, und ich bin gespannt darauf, ihn in der Reihe wiederzutreffen.
Diese erste Kurzgeschichte zur Reihe macht diese ein wenig runder, und sollte, wie bereits erwähnt nach dem ersten Band gelesen werden.
Rezensionen von LeserinLu :
Der letzte Sommer der Tauben von Abbas Khider
Kontraste
Der Roman „Der letzte Sommer der Tauben“ von einem meiner Lieblingsautoren Abbas Khider hat mich nicht enttäuscht. Er verbindet die politische Realität einer Autokratie mit einer persönlichen, kindlichen Perspektive.
Im Mittelpunkt steht der vierzehnjährige Noah, der sich hingebungsvoll um seinen Taubenschlag kümmert.
Doch der Sommer bringt tiefgreifende Veränderungen: Neue Regeln des Kalifats unterdrücken Meinungsfreiheit und Gleichstellung und plötzlich verändern sich auch die Menschen um ihn herum. Schritt für Schritt zerbricht Noahs vertrautes Umfeld und selbst Noahs Tauben geraten in Gefahr. Dadurch wird auch sichtbar, wie unterschiedlich Menschen in autoritären Systemen reagieren: Manche machen allzu gerne mit, andere versuchen, an anderen Werten festzuhalten und so zu handeln. Die Tauben werden für Noah zu mehr als nur einem Hobby: Sie stehen für Freiheit, Gleichheit und Orientierung.
Besonders gefallen hat mir der Kontrast zwischen Noahs kindlicher, friedfertiger Wahrnehmung und der brutalen Realität der Autokratie, die ihn umgibt. Khider erzählt diese Perspektive in klarer, einfühlsamer Sprache. Gerade die Balance zwischen Leichtigkeit und Schwere hat mir sehr gefallen. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die gute Bücher mögen!
Rezensionen von lectrice:
We Who Will Die von Stacia Stark
Vampire und Gladiatoren
Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut und schon das Cover ist der totale Hingucker und macht so viel Lust auf das Buch. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Aber ich warne euch: wenn ihr mit dem Buch beginnt, dann solltet ihr Lesezeit einplanen, denn es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen, wenn ihr es erst einmal begonnen habt.
Um ihren Bruder zu heilen, geht die Protagonistin Arvelle einen Pakt mit einem Vampir ein. Ein gefährlicher Auftrag, denn sie soll den Imperator töten. Allerdings muss sie, um in Reichweite des Imperators zu kommen, in der Arena kämpfen und natürlich gewinnen. Und so gelingt die Kombination von Vampiren und Gladiatoren.
Der männliche Gegenpart ist Tiernon, ein Jugendfreund von Arvelle, der ihr allerdings das Herz gebrochen hatte. In Rückblicken erfahren wir mehr.
Für mich stand die Liebesgeschichte allerdings nicht so im Fokus, mehr die Fantasy, das Worldbuilding und die Action.
Für mich war es nicht das erste Buch von Stacia Stark und so habe ich erwartet, dass sich die Geschichte erst "warm laufen" muss und so war es dann auch. Ich war schnell mitten im Geschehen und nun erwarte ich ganz gespannt die Fortsetzung.
Rezensionen von Odina:
Die Tote von Nazaré von Miguel Silva
Solider Küstenkrimi
Der Krimi "Die Tote von Nazaré“ wurde von Miguel Silva verfasst und erschien am 11. Februar 2026 im Aufbau Verlag. Das Buch umfasst 320 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um Maren Berger, die sich nach einem traumatischen Erlebnis im portugiesischen Nazaré erholen will.
Am Strand entdeckt sie eine tote Frau, doch die Leiche verschwindet spurlos. Inspektor Ferreira unterstützt sie, als kurz darauf eine zweite Leiche gefunden wird. Der Schreibstil des Romans ist angenehm und flüssig, die Kapitel haben eine passende Länge. Allerdings fehlt es der Geschichte an Tiefe und Atmosphäre um echte Spannung aufzubauen. Die Handlung bleibt recht vorhersehbar, große Überraschungen oder Wendungen sucht man vergeblich. Auch die Charaktere sind klar und übersichtlich gestaltet. Die Hauptfigur Maren Berger bleibt jedoch blass, sodass keine wirkliche Bindung entsteht. Insgesamt wirken die Figuren eher oberflächlich und erhalten wenig Tiefe. Der Roman bietet solide Unterhaltung für zwischendurch, bleibt aber insgesamt hinter den Erwartungen zurück.
Rezensionen von Gavroche:
Das Oleander-Schwert (Die brennenden Reiche 2) von Tasha Suri
Gelungener zweiter Teil
Schon der erste Band hat mir so gut gefallen und somit bin ich auch vom ersten Moment wieder komplett in diese Geschichte eingetaucht.
Das Cover ist auch wieder wunderschön und so passend, dass es die Fantasie anregt.
Spannend geht es in diesem zweiten Band weiter, der keine Längen aufweist.
Die komplexe Geschichte fordert allerdings aufmerksames Lesen.
Einige Fragen aus dem ersten Teil werden hier geklärt, dafür tauchen weitere auf.
Eine tolle Mischung aus innovativer Fantasy, Action und Emotionen.
Sowohl Malini als auch Priya entwickeln sich hier gut weiter.
Wer Lust auf Fantasy mit Anspruch hat und in eine faszinierende Welt eintauchen möchte, dem lege ich diese Reihe ans Herz - und ich freue mich nun auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Gavroche:
Betreutes Morden von Fergus Craig
Serienmörderin im Ruhestand
Sheldon Oaks, ein edles Seniorenheim in Hampstead Heath, London. Für Carol beginnt hier ein ganz neues Leben. Sie zieht nur mit einem Rollkoffer ein, denn mehr besitzt sie nicht mehr, nachdem sie über 30 Jahren im Gefängnis gesessen hat und ihre Strafe als Serienmörderin verbüßt hat. Aber das gehört jetzt der Vergangenheit an; sie ist im Ruhestand und möchte das Leben in vollen Zügen genießen.
Solange sie unerkannt bleibt, ist das auch kein Problem. Sie schließt sich der Backgruppe an und genießt die Ausblick von ihrem Balkon. Leider fällt von oben vom Dach ein Mensch an ihr vorbei und als er unten aufkommt, ist er tot. Natürlich wird Carol verdächtigt und deshalb muss sie sich darum kümmern, den Mord aufzuklären.
Bissiger, schwarzer, britischer Humor, natürlich übertrieben, aber herrlich komisch. Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven und es bleibt bis zum Schluss ein Rätselraten. Es gibt auch einen Verweis auf Richard Osman und dass es sich hier eben nicht um so etwas wie den Donnerstagsmordclub handelt, denn in Sheld0n Oaks sind erstaunlich viele ehemalige Polizistin, Pathologen etc. Ein Krimi, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt.
Mir hat die Lektüre viel Spaß gemacht und die Seiten sind nur so geflogen.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Moosland von Katrin Zipse
Berührende Geschichte
In ihrem Debütroman "Moosland" erzählt Katrin Zipse die Geschichte der jungen Elsa, die 1949 gemeinsam mit ihrer Freundin Gerda als eine von knapp 300 Frauen nach Island gekommen ist. Die beiden sind einem Aufruf der Isländischen Bauernpartei gefolgt, um für die Dauer eines Jahres auf isländischen Bauernhöfen zu arbeiten.
Viele junge Leute sind in die Städte abgewandert, und die Bauern hoffen nicht nur auf Arbeitskräfte, sondern auch auf Heiratskandidatinnen.
Elsa ist total erschöpft von ihrer langen Reise, als sie mit nur einem Rucksack als Gepäck vom Knecht der Bauernfamilie an der Küste abgeholt wird. Der Bauernhof liegt abseits, der Weg dorthin ist nur mühsam zu bewältigen. Die junge Frau wird von nun an bei einer Familie leben und arbeiten, die aus dem Bauern Jón, seiner Frau Ingibjörg und den beiden Söhnen Ólafur und Skúli besteht. Die Eingewöhnung fällt ihr sehr schwer, die Verständigung ist ein großes Problem, da Elsa nach erlittenen Kriegstraumata nicht mehr spricht und die isländische Sprache nicht versteht.
Wir begleiten Elsa für die Dauer eines Jahres und erleben ihren harten Alltag mit den vielen Pflichten im Haushalt, auf dem Hof und den Feldern. Sie ist in tiefer Trauer um ihre Familie und ihre beste Freundin Sola, und doch gelingt es ihr nach und nach, ihren Platz in der Familie zu finden. Viel Unterstützung findet sie in dem Knecht Halldór, der ihr die fremde Sprache nahezubringen versucht.
"Moosland" hat mir sehr gut gefallen, ich mochte die ruhige Erzählweise und die schöne Sprache der Autorin. Die Charaktere sind authentisch und mit viel Empathie gezeichnet, ich konnte mich sehr gut in Elsas Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzen und ihren Kummer nachempfinden. Die Geschichte, in der es neben Heimat, Verlust und Neuanfang auch um ein Familiengeheimnis und einen Bruderzwist geht, hat mich bis zu ihrem stimmigen Ende gefesselt und tief berührt.
Ich fand die intensive Beschreibung der Landschaft mit ihrer Kargheit und der rauen Natur sowie des extremen Klimas, das seinen Bewohnern so viel abverlangt, faszinierend. Entbehrungen und harte Arbeit gehören für die Menschen auf den Höfen zum normalen Leben, in den wenigen Sommermonaten arbeiten sie fast rund um die Uhr, um für die langen und eisigen Wintermonate genügend Vorräte für Mensch und Tier anzulegen. Katrin Zipse bringt dem Leser den täglichen Überlebenskampf der Bauern überzeugend nahe und vermittelt ein beeindruckendes Bild der damaligen isländischen Verhältnisse.
Absolute Leseempfehlung für diesen großartigen Roman!
Rezensionen von Gavroche:
Die Tote von Nazaré von Miguel Silva
Neue Reihe
Die Kommissarin der Kölner Polizei Maren Berger wurde bei einem Banküberfall angeschossen und hat nur knapp überlebt. Allerdings leidet sie immer noch an einer partiellen Amnesie. Das erste, woran sie nach dem Koma dachte, war eine große Welle und so fliegt sie nach Portugal, nach Nazaré, wo ihre Freundin sich mit einem Reiterhof niedergelassen hat.
Sie möchte einfach Abstand haben, auch zu ihrem Freund Peer, von dem sie sich zunehmend entfremdet. Doch dann findet sie an ihrem ersten Morgen eine Leiche neben der berühmten Surferstatue mit dem Hirschkopf. Ihr Handy liegt in der Pension und bis die Polizei kommt, ist die Leiche der Frau verschwunden.
Als kurz darauf noch ein Kollege von ihr ausgerechnet in Nazaré tot aufgefunden wird, beginnt Maren zu ermitteln und trifft dabei auf João Ferreira, dem Kommissar aus Leiria, der mal in Köln studiert hat und gut deutsch spricht.
Es wird immer klarer, dass die Todesfälle mit Maren in einem Zusammenhang stehen, aber welche Verbindung gibt es? Wenn sie sich doch nur erinnern könnte...
Eine wunderbare neue Krimireihe, mit ganz viel Flair und Portugal-Stimmung. Passend spielt der Krimi auch Ende Januar. Maren und João werden differenziert dargestellt und auch der Fall hat es in sich. Ich hoffe, die Reihe wird bald weiter geführt.
Rezensionen von Ameland:
Schattenmädchen von Frida Skybäck
Nicht so spannend wie die vorherigen Bände
Dies ist Frida Skybäcks dritter Krimi mit den Ermittlern Fredrika Storm und Henry Calment. Da ich die ersten beiden Bände nahezu verschlungen habe, war ich sehr gespannt wie mir Schattenmädchen gefallen würde.
Leider hat mich diese Fortsetzung enttäuscht. Die Grundidee finde ich gar nicht mal so schlecht, aber es hat ziemlich lange gedauert bis der Fall fahrt aufnimmt.
Wahrscheinlich ist es ziemlich realistisch, dass Ermittler lange im Dunkeln tappen, weil es kaum oder gar keine handfesten Beweise gibt. Daher fand ich gerade Fredrikas Herangehensweise ziemlich unprofessionell. Sie hat sich ziemlich früh ohne verwertbare Beweise auf einen Verdächtigen eingeschossen, ohne andere Optionen zu prüfen.
Grundsätzlich mag ich es, wenn auch das Privatleben der Ermittler eine Rolle spielt, denn sie sind schließlich nicht nur Kommissare, sondern auch Menschen. Hier wurde es mir aber wirklich zu viel. Den Problemen von Fredrika und Henry wurde zu viel Raum gegeben. Die Ausflüge auf den elterlichen Hof von Fredrika und das Wolfthema hatten keinerlei Relevanz, haben mich aber aus der Geschichte gerissen.
Obwohl das Ende mich wirklich überraschen konnte, gibt es von mir dieses Mal nur drei Sterne.
Rezensionen von qq:
Zugwind von Iryna Fingerova
hat mich tief berührt
hat mich tief berührt
"Zugwind" von Autorin Iryna Fingerova ist ein sehr eindringliches und tiefgreifendes Buch, welches mich vollkommen eingenommen hat beim Lesen. Der Titel ist absolut passend gewählt für das Buch, so auch das Cover.
Identität, Verlust, Entfremdung und dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit werden in diesem Roman thematisiert.
Auf eine sehr ehrliche, emotionale und warme Art und Weise werden diese Themen angesprochen, und dadurch berühren sie einem gleich noch mehr.
Mira Zehmann, Hausärztin in Deutschland ist die Protagonistin - eine Frau und Mutter, die einst Odessa verlassen hat. Der Kriegsbeginn in der Ukraine hat dann Spuren bei ihr hinterlassen. Sie ist zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen innerem Rückzug und äußerem Druck gefangen.
Von mir gibt es eine Empfehlung - der Schreibstil macht dieses Buch zu etwas ganz besonderem - sehr ergreifend.











