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Rezensionen von nessabo:

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A Monsoon Rising von Thea Guanzon

Für mich leider noch einmal schwächer als Teil 1

Auch hier wieder der Disclaimer: Ich bin keine erfahrene Fantasy-Leserin. Die Reihe empfinde ich schon als etwas komplexer und habe auch für den zweiten Teil wieder so 100 Seiten gebraucht, um mich einzufinden. Die Reihe am Stück zu lesen wäre sicherlich von Vorteil, aber ich wollte natürlich auch nicht so lange warten.

:D
Eine kurze Zusammenfassung zu Beginn wäre hier echt gut gewesen.

Bereits im Auftakt der Trilogie habe ich die Figurenzeichnung und -dynamik im Vergleich zur wirklich detaillierten, fantasievollen Welt bemängelt. Jetzt im Nachfolger habe ich eine ähnliche Kritik, lediglich umgekehrt. Der Fokus liegt deutlich mehr auf der Beziehung zwischen Talasyn und Alaric, dafür fällt der Ausbau der Welt meiner Meinung nach deutlich hinten runter.

Das finde ich schade, weil die Beziehungsdynamik für mein Empfinden etwas zu zäh, repetitiv und von Klischees geprägt war, als dass sie die Reduzierung magischer Elemente hätte aufwiegen können. Keine Ahnung, ob das nun an der Übersetzung oder dem Originaltext liegt, aber „Mädchen“ als Bezeichnung für eine erwachsene Frau, die zudem ihre Position als Thronfolgerin beansprucht hat, will ich einfach nicht mehr lesen! Keine weibliche Figur würde ihren Ehemann wohl je „Junge“ nennen…

Und auch sonst nerven mich die Klischees. Einerseits fand ich es charmant, dass die Sexualität der beiden von Unerfahrenheit geprägt ist, andererseits lief es mir dafür dann doch wieder zu rund ab. Wenn das schon Thema ist, hätte es für mich auch noch authentischer sein können. Beschreibungen der guten Bestückung des Protagonisten kann ich ehrlicherweise auch einfach nicht mehr hören - erst recht nicht als begeisterte Einschätzung der elfenhaften, zarten Protagonistin!! Naja, und dazu, dass die weibliche Hauptfigur gleichermaßen feminin-zart wie übermenschlich stark ist, muss ich wohl auch nichts mehr sagen..

Grundsätzlich finde ich die Welt immer noch toll und umso trauriger war ich, dass sie so wenig weiter ausgebaut wurde. Eigentlich dreht sich alles um die zentrale Rettung der Welt, ansonsten passiert (außer etlichen Andeutungen auf den drohenden Verrat) nicht wirklich etwas. Stattdessen besetzt der Romance-Teil das Zentrum der Handlung und auch, wenn ich nicht komplett abgeneigt bin und die spicy Szenen nicht total schlecht fand, hat sich das für mich über weite Strecken zäh angefühlt.

Ich bleibe der Reihe treu - wegen des miesen Cliffhangers, aber auch weil ich hoffe, dass der zweite Band jetzt einfach der ungnädige Mittelteil mit Schwächen war und das Finale noch einmal stärker anschließen kann. Aber ich kann nicht wirklich in der Bewertung aufrunden - dafür hat sich für mich im Plot zu wenig getan. Außerdem habe ich die politische Komponente zwischen den Zeilen, die mir in Teil 1 positiv aufgefallen ist, sehr vermisst.

3,5 Sterne

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A Monsoon Rising

Rezensionen von Amena25:

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Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten von Anna Schneider

Weniger wäre mehr


In der Grenzregion Karwendel herrscht Katstrophenalarm. In Folge heftiger Unwetter gibt es schlimme Überschwemmungen und zahlreiche vermisste Personen.
Oberkommissarin Alexa Jahn und ihr Team sind bis zur Erschöpfung im Einsatz. Chefinspektor Bernhard Krammer auf der österreichischen Seite macht sich große Sorgen um seine Tochter Alexa.

Nicht nur wegen der Unwettergefahr, sondern auch, weil ihr Nachbar ihr für Krammers Geschmack etwas zu sehr auf die Pelle rückt und in seinen Augen zu viel Dreck am Stecken hat. Doch er möchte natürlich seine Tochter, mit der er erst seit kurzem Kontakt hat, nicht bevormunden.
Während Bernhard Krammer und seine Kollegin Roza ein paar Jugendliche suchen, die sich unvernünftiger Weise auf eine Hüttentour begeben haben, nun aber unerreichbar sind, findet Alexa im Karwendelgebiet in einer Schlucht einen Toten. Bald stellen die Einsatzkräfte fest, dass der Mann nicht ertrunken ist, sondern getötet wurde. Dazu kommen weitere merkwürdige Hinweise wie ein leerstehendes, völlig vermülltes Haus, frische barfüßige Abdrücke im Matsch, ein umgekippter Traktor und ein fahrerloser Jeep. Alexa Jahn nimmt die Ermittlungen auf und gerät dabei mitten in eine abgrundtief böse Geschichte.
Wie immer in den Grenzfall-Geschichten spielt die Natur eine herausragende Rolle. Dieses Mal eben die wilde, unbezähmbare Seite der Natur, der der Mensch ziemlich hilflos ausgeliefert ist. Dies wird auch sehr ausführlich, für meinen Geschmack teilweise zu ausführlich geschildert. Die Handlungsstränge auf beiden Seiten der Grenze werden geschickt miteinander verwoben, was auch Vater und Tochter zusammenführt. Allerdings war mir dieses Mal die Mischung aus Missbrauch, Vergewaltigung, Stalking usw. etwas zu viel. Hier wäre in meinen Augen weniger mehr gewesen.

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Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten

Rezensionen von Gavroche:

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The Ordeals The Ordeals von Rachel Greenlaw

Killmarth Academy

Sophia wächst bei ihrem Onkel auf, den sie den Sammler nennt. Sie ist magisch an ihn gebunden und muss Aufträge für ihn erfüllen. Sobald sie sich weiter weg von ihm entfernt, bekommt sie starke Schmerzen, da sich das magische Armband dann immer weiter zuzieht.
Darum möchte sie unbedingt auf die Killmarth Academy.

Denn in dieser Academy werden alle magischen Bünde aufgelöst und so kann sie sich befreien.
In einem Pub trifft sie auf Alden, den sie aushorcht und so den Ort der Aufnahmeprüfung erfährt. Doch diese Aufnahme ist erst der Beginn, denn an der Killmarth Academy, die auf einer Gezeiteninsel liegt, fängt es erst so richtig an. Sie und die anderen müssen vier Ordeals bestehen und die Zahl der Bewerber wird dabei immer weiter reduziert.
Doch hinter den Ordeals steckt viel mehr als gedacht und auch Sophias Vergangenheit birgt Geheimnisse.
Mir hat die Geschichte gut gefallen. Sophia schließt Freundschaften und auch die Beziehung zu Alden wächst langsam und es geht immer wieder um Vertrauen und Freundschaften.
Das Ende stellt dann noch einmal alles auf den Kopf und die Karten werden neu gemischt. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie es weitergeht.
Sarah Dorsel hat dieses spannende Hörbuch toll gelesen und mir schöne Hörstunden geschenkt.

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The Ordeals The Ordeals

Rezensionen von Philiene :

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Die Erfinderin der Freiheit von Elke Becker

Vier besondere Frauen

Sport im engen Korsett? Heute unvorstellbar doch 1908 war das Korsett noch allgegenwärtig. Christine arbeitet in einem Sanatorium und hier fallen die Frauen reihenweise in Ohnmacht und das wiederum bringt sie auf eine geniale Idee. Sie erfindet den Büstenhalter.

Der Roman erzählt von Christine und ihren Freundinnen, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts in Dresden leben.

Nicht nur Christine hat bahnbrechende Ideen, auch ihre Freundin Amalie macht eine nützliche Erfindung, von der wir noch heute profitieren.

Aber das ist längst nicht alles was diesen Roman zu etwas ganz Besonderen macht. Neben Christine uns Amalie gibt es auch noch Lotta und Julia. Die vier Freundinnen sind ganz unterschiedliche Frauen, die alle ihre eigenen Sorgen und ihre eigenen Träume haben. Jede für sich habe ich in mein Herz geschlossen und es hat mir Spaß gemacht ein wenig Zeit mit ihnen zu verbringen.

Elke Becker verbindet in ihrem Roman historisches mit Frauenpower. Sie erzählt von Erfindungen die das Leben verändern und von Freundschaft. Und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Stimmungsvoll fängt sie die Zeit ein und erzählt gleichzeitig von Sorgen und Nöten die es auch heute noch gibt.

Ein großartiger Roman über vier großartige Frauen.

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Die Erfinderin der Freiheit

Rezensionen von Gute_Laune:

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Das Signal,1 Audio-CD, 1 MP3 von Ursula Poznanski

Fünf tote Geier fressen 24 Katzen im Mondschein

Viola Decker hat keine Ahnung, warum sie eigentlich in den alten Weinkeller wollte, der dann eingebrochen ist, wodurch sie ein Bein verloren hat. Ihr Mann Adam kümmert sich sehr um sie. Den Umbau des alten Hauses lässt er aber schleifen. Ottilia, die Pflegerin, die Adam eingestellt hat, ist schon eher eine Wächterin und Vio fühlt sich entmündigt, eingesperrt, eher gebremst als gefördert.

Besuch wird möglichst nur nach Voranmeldung hereingelassen, die Krücken werden außer Vios Reichweite gelegt. Da kommt Vio auf die Idee, mit winzigen GPS-Trackern Gegenstände zu überwachen. Und bald auch Adam. Dass so einiges nicht stimmt, wird dadurch bald bestätigt.

Tessa Mittelstedt vermittelt mit ihrer Art, die Story einzulesen, die perfekte Atmosphäre. Nicht nur das, was in Vio aufgrund des Unfalls und des Verlustes des Beines vor sich geht, auch wie das, wie sich Adam und Ottilia verhalten, empfindet man quasi selbst nach. Man kommt, wie Vio, kaum weiter, obwohl es immer mehr seltsame Puzzleteilchen gibt. Die Erkenntnis ist immer gerade so eben außer Reichweite.

Benno ist für mich eine wunderbare Figur. Ich kann mich tatsächlich nicht daran erinnern, dass jemand mit dem Down-Syndrom in einem Krimi, Thriller oder Roman dabei war. Hier wurde das sehr einfühlsam und unverklärt eingebaut.

Die Story scheint harmlos und ein wenig langweilig daherzukommen, doch gibt es von Anfang an Hinweise darauf, dass das dicke Ende nachkommen wird. Vios Ahnungen stimmen nicht immer genau so, wie sie sie empfindet, doch was zutrifft, übertrifft dann ihre Vermutungen immer um Längen. So wird auch der Leser bzw. Hörer immer wieder auf falsche Spuren geführt, auch wenn dazwischen auch richtige auftauchen.

Die Auflösung hält eine Überraschung bereit, die so einigen nicht gefallen wird, meinen Gerechtigkeitswunsch aber sehr zufriedenstellt. Dies ist mein erstes Buch der Autorin gewesen, aber ich werde mir den Namen definitiv merken. Ich wurde richtig gut unterhalten. Fünf Sterne!

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Das Signal,1 Audio-CD, 1 MP3

Rezensionen von ekiam:

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Eine Oma für alle Fälle von Christian Wichmann

Ungewöhnliche Freundschaft mit Herz und Humor

Edgar, ein achtjähriger Junge, der während seiner Ferien allein zu Hause ist, freundet sich schnell mit der neuen Nachbarin, Frau Koschitz, an. Beide sind auf sympathische Weise schrullig und dabei absolut gegensätzlich. Hier wirkt es ein wenig wie eine verkehrte Welt: Edgar ist für sein Alter übermäßig vernünftig, trägt täglich Krawatte, ernährt sich gesund und ist ziemlich ängstlich.

Frau Koschitz dagegen kennt keine Angst, ist laut, farbenfroh und macht sich gern einen Salat aus Gummibärchen.

Die beiden verbringen viel Zeit miteinander, und durch Frau Koschitz wird Edgar wieder mehr zum Kind. Außerdem bekommt er endlich eine Oma, wie er sie sich immer gewünscht hat: einen Superkumpel, mit dem man tolle „Premium-Sachen“ erleben kann.

Eine Oma für alle Fälle ist ein humorvolles Buch über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen zwei Generationen. Auf warmherzige Weise wird Kindern vermittelt, dass Anderssein in Ordnung ist und Freundschaft trotz aller Gegensätze möglich sein kann.

Die einzelnen Kapitel erzählen jeweils eine abgeschlossene Geschichte und eignen sich perfekt zum Vorlesen. Der Schreibstil ist altersgerecht, geprägt von einfach formulierten, kurzen Sätzen und einer lebendigen Sprache. Immer wieder lockern farbenfrohe Illustrationen den Text auf und ergänzen die Geschichte anschaulich.

Etwas gestört hat mich während des Lesens jedoch, dass Edgar Frau Koschitz zunächst ohne das Wissen seiner Eltern trifft. Er weiß eigentlich, dass er nicht zu Fremden in die Wohnung gehen soll, tut es aber tagelang trotzdem. Erst gegen Ende der Geschichte erzählt er seinen Eltern von seiner neuen Freundin. Diese lernen Frau Koschitz schließlich kennen, nachdem sie zunächst ziemlich wütend sind. Hier hätte ich mir eine andere Lösung gewünscht – insbesondere einen früheren Zeitpunkt, um dieses Thema aufzugreifen und aufzulösen.

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Eine Oma für alle Fälle

Rezensionen von Lesebegeisterte:

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Sturmmeer von Stina Westerkamp

„Auf einem Segelboot gefangen“


Ella ist frisch verliebt in Jan. Die Beiden machen einen Ausflug mit einem Segelboot. Ein Picknick an Deck mit ihrem neuen Freund, wie romantisch, Ella ist begeistert. Doch dann erwacht Ella nach einem Schäferstündchen alleine auf dem Segelboot. Von Jan fehlt jede Spur! Auch ihre lebensnotwendigen Medikamente sind unauffindbar.

Eine Horrorvorstellung für einen selbst auch.
Kurze Zeit später stellt sich heraus, dass sie entführt wurde und der Erpresser/Jan von Ellas Vater sehr viel Geld fordert. Ella ist verzweifelt, wie konnte sie sich in Jan so täuschen? Jan hat das Segelboot ferngesteuert, Ella kann nichts machen. Plötzlich ist er ganz anders zu ihr. Er hat Kameras an Bord installiert und kommuniziert mit Ella. Dann zieht auch noch ein Unwetter auf, wird ihr Vater das Geld rechtzeitig aufbringen? Und welches dunkle Geheimnis hat Ellas Vater?
Abwechselnd wird aus der Sicht von verschiedenen Personen berichtet. Da wäre Ella, Jan, Ellas Vater Gregor, Ellas Schwester Vicky und Leander. Alles hängt irgendwie zusammen und man erfährt nur tröpfchenweise was Gregors Geheimnis ist und warum schließlich Ella entführt wurde und wie die anderen Personen alle mit drinhängen.
Fazit: Spannender Thriller, der an manchen Stellen auch kürzer ausfallen hätte können. Es fließt kein Blut, für Fans die solch einen Thriller suchen, bestens geeignet. Ich war von dem ersten Buch der Autorin „Nachtflut“ sehr begeistert, dieser Thriller war halt anders. Aber das ist wie so oft einfach nur Geschmackssache.

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Sturmmeer

Rezensionen von Sonne89:

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Flut aus schwarzem Stahl von Anthony Ryan

Überzeugend

„Flut aus schwarzem Stahl“ entführt uns in eine Fantasywelt, die stark an die nordischen Wikinger erinnert. Das Buch ist der Auftakt zu einer neuen Fantasy-Reihe.
Trotz (oder gerade durch) das sehr umfangreiche vielseitige Buch wird man richtig in die Welt und die vielschichtigen Charaktere eingesogen.

Es wird im Wechsel aus Sicht der vier Hauptprotagonisten erzählt. Das Buch wird dadurch nicht langweilig, man bekommt immer wieder eine neue Perspektive auf die Handlung und auch die Spannung kommt nicht zu kurz.
Ich kann zwar verstehen, dass der raue Ton im Buch nicht für jeden geeignet ist. Manche Szenen werden schon sehr brutal beschrieben – allerdings ging es früher bei den Wikingern auch sehr rau zu. Das muss man aber schon auch lesen mögen.
Mir hat der Aufbau der Charaktere besonders gut gefallen, eigentlich ist für jeden etwas dabei und alle wirken authentisch und haben ihre Rolle, ob sympathisch oder nicht.
Der Schreibstil ist manchmal etwas ausufernd, trägt aber auch dazu bei, dass man sich gut in die Welt hinein versetzen kann und hatte immer einen guten Flow.

Insgesamt hat mir hat das Buch sehr gut gefallen.

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Flut aus schwarzem Stahl

Rezensionen von Shilo:

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Die Begine und das dunkle Geheimnis von Silvia Stolzenburg

Gerüchte und Angst in den Gassen von Ulm

Ulm im Jahr 1416 wirkt lebendig, doch hinter den Häusern lauern Gerüchte und Geheimnisse. Niemand ist sicher vor Verdacht und Misstrauen.
Im Mittelpunkt steht Anna Ehinger, eine ehemalige Begine, die über viel Wissen verfügt und genau deshalb unter Beobachtung steht. Nach dem Tod einer reichen Kaufmannswitwe gerät ihr Wissen über Kräuter und Arzneien schnell in Verruf.

Auch wenn der Rat der Stadt ihr glaubt, bleibt die Stimmung angespannt.
Als weitere Morde geschehen und die junge Novizin Luzia verschwindet, verändert sich die Lage deutlich. Die Angst wächst, und viele Menschen suchen nach einfachen Erklärungen. Gerüchte über Dämonen und dunkle Mächte prägen die Stimmung in der Stadt.
Die Geschichte entwickelt sich ruhig und ohne Hast. Ereignisse folgen logisch aufeinander. Die Suche nach der Wahrheit ist anstrengend und nicht ungefährlich.
Die Atmosphäre bleibt dicht und spürbar. Enge Gassen, leise Gespräche und viel Unsicherheit prägen das Bild der Stadt. Gewalt wird zurückhaltend dargestellt und fügt sich unauffällig in die Handlung ein. So entsteht eine ernsthafte und glaubwürdige Grundstimmung.
Am Ende stehen weniger die Verbrechen im Vordergrund als die Menschen und ihre Ängste. Misstrauen, Gerüchte und alte Vorstellungen beeinflussen viele Entscheidungen. Eine stimmige Geschichte, die ohne große Effekte auskommt und lange nachwirkt. Dafür vergebe ich vier Sterne und eine Leseempfehlung.

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Die Begine und das dunkle Geheimnis

Rezensionen von Mabla59 :

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Ungelöst – Die erste Zeugin von Arno Strobel

Alte Bekannte in einer neuen Reihe

Wenn Arno Strobel ein neues Buch herausbringt ist das sehr gut. Wenn es dann auch noch der Auftakt zu einer neuen Reihe ist, noch besser.
Mit "Ungelöst - Die erste Zeugin" lässt er neues Team an den Start. Den Hauptkommissar Ramin Brunner und Medizinstudentin Luisa Menkhoff.
Fans von Arno Strobel horchen bei diesem Namen doch gleich mal auf.

Der inzwischen verstorbene Bernd Menkhoff, Vater von Luisa, war ein Kommissar in einem der älteren Werke von Strobel, nämlich in "Das Wesen".
Hier finden sich auch die Parallelen zu "Ungelöst".
Und auch Strobels "Mörderfinder" Max Bischoff war ein Kollege von eben jenem Bernd Menkhoff.
Toll, wie Strobel das alles aufeinander aufbaut!
Aber zurück zum aktuellen Buch. Kommissar Brunner muss einen Fall aufklären und benötigt dabei die Hilfe von Luisa, die als Kind selbst entführt wurde.
Luisa verfügt über ein eidetisches Gedächtnis und kann sich an jedes Detail ihrer Entführung erinnern. Diesen Begriff mußte ich auch erst einmal googeln
Strobel schreibt wie gewohnt flüssig und mit Kapiteln, die mit Cliffhangern enden.
Dadurch wird man quasi durch die Handlung getrieben.
Bis hin zum Ende haben mich die Wendungen immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt.
Ein gelungener Auftakt, den man ohne Vorkenntnisse lesen kann,. Aber ich lege jedem Fan, und wer sich die Zeit nehmen möchte, ans Herz, zuvor "Das Wesen" zu lesen.

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Ungelöst – Die erste Zeugin