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Rezensionen von Tara:

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Mathilde und Marie von Torsten Woywod

Entschleunigend & eine Hommage an das Leben

"Mathilde und Marie" ist der Debütroman des Autors Torsten Woywod.

Mitten in den Bergen, umgeben von wundervoller Natur liegt das Bücherdorf Redu in den Ardennen von Belgien. Redu hat gerade einmal 390 Einwohner, 13 Buchhandlungen und das Internet steht den Bewohner täglich nur eine Stunde zur Verfügung.

Hierhin verschlägt es die 25-jährige Studentin Marie als sie total ausgebrannt und unglücklich aus der hektischen Großstadt Paris fliehen will. Im Zug trifft sie auf die Isländerin Jónína, die sie dorthin einlädt. Jónína hat ein sehr feines Gespür für Menschen und die beiden freunden sich an.
Neben Marie und Jónína gibt es nur wenige weitere Charakter, wie die verbitterte Witwe Mathilde und den Bäcker Thomas. Diese werden so gelungen beschrieben, dass ich direkt das Gefühl hatte sie zu kennen.

Die Handlung ist sehr ruhig und viel entscheidender als diese sind die Botschaften, die zwischen den Zeilen stecken. Durch detaillierte Beschreibungen der Natur und der Landschaft hatte ich diese direkt vor Augen und hatte das Gefühl direkt in Redu zu sein und die Einwohner – samt liebenswerter Hündin Anneliese – kennenzulernen.
Ich habe gespürt, wie Marie in Redu an- und zur Ruhe kommt. Genauso bin ich beim Lesen zur Ruhe gekommen, es hatte auf mich eine sehr entschleunigende Wirkung.
Es geht um Achtsamkeit, Freundschaft, Liebe, Geheimnisse und vieles mehr - alles zeitlose, wichtige Themen, die zum Nachdenken anregen und mich auch nach Beendigung des Buches beschäftigen.

Für mich war es ein richtiger Wohlfühlroman, mit bedeutungsvollen Botschaften und liebenswerten Charakteren, deren Entwicklung ich gerne verfolgt habe. Es ist ein leises aber bedeutsames Buch mit einer angenehmen Atmosphäre.

Mit einem treffenden Vor- und Nachwort rahmt Torsten Woywod seinen Roman gelungen ein.
Ich kann diese Reise nach Redu jedem empfehlen, der einmal durchatmen möchte.

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Mathilde und Marie

Rezensionen von verhei:

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Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten von Anna Schneider

Spannung in der Unwetterkatastrophe

In der Grenzregion Karwendel geht ein heftiges Unwetter nieder – so stark, dass Bäche über die Ufer treten und etliche Vermisste gemeldet werden. Minütlich werden die Meldungen mehr und die Polizei in beiden Ländern ist gefordert. Während Alexa Jahn auf der deutschen Seite voll gefordert ist, ist Chefinspektor Bernhard Krammer in Österreich nach einer Verletzung noch nicht voll dienstfähig.

Schließlich wird in einer Schlucht ein Toter entdeckt. Doch es ist nicht ein Opfer des Unwetters, sondern wurde ermordet.

Auch wenn dies bereits der sechste Band einer Reihe um das Ermittlerduo Jahn und Krammer ist, lässt er sich auch gut ohne Vorkenntnisse lesen.

Die Sprache ist wie für Anna Schneider typisch flüssig, detailreich lebhaft. Man bekommt im Unwetter richtig gehende Beklemmungen und bekommt die Gefährlichkeit gut transportiert. Der Spannungsbogen baut sich langsam und sukzessive auf, von einem Prolog der einen passenden Vorgeschmack liefert, landet man in einer Region, in der das Unwetter immer größeren Schaden anrichtet. Stündlich steigt die Gefahr und diese wird auch transportiert. Die Spannung durch den Fund der Leiche tritt erst spät auf, ab Mitte des Buches. Allgemein werden einige Einzelfälle präsentiert und man rätselt als Leser über die Zusammenhänge. So wie auch bei den immer wieder eingestreuten Briefen einer Mutter. Die Ermittlungen bzw. die Auflösung war für mich zwar logisch, allerdings auch etwas abrupt.

Wie auch in den Vorgängerbänden ist auch hier das Ermittlungsduo sehr charmant und authentisch. Alexa Jahn kämpft von Beginn an mit der Anzahl an Anrufen und Problemen. Man merkt die innere Zerrissenheit und Verzweiflung nicht ausreichend Hilfe zur Verfügung stellen zu können. Bernhard Krammer, Alexas Vater, durchleuchtet Alexas neuen Partner und zeigt damit seine fürsorgliche Seite. Aber auch er bekommt auf der österreichischen Seite bald mit einer Gruppe junger Abiturenten in Not zu tun.

Für mich ein würdiger sechster Band der Reihe, der für mich allerdings vor allem durch die detaillierte atmosphärische Schilderung des Unwetters getragen wird.

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Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten

Rezensionen von Lesemaus:

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Restsommer von Kea von Garnier

Authentisch und ruhig

Im Mittelpunkt steht Dominik, ein pflichtbewusster, zweifelnder und emotional unter Druck stehender junger Mann. Dominik steht an der Schwelle zwischen dem vorgezeichneten Leben – dem Familienbetrieb, dem Dorf sowie den traditionellen Werten und Erwartungen des Vaters – und der Frage, wer er selbst sein möchte.

Der Fokus liegt hier nicht auf Spannung und Drama, sondern auf den Gefühlen, dem Miteinander und den Zwischentönen.
Das Thema ist nicht neu, aber das Setting und der Schreibstil haben mich gleich angesprochen. Es ist ein ernstes Thema, aber der Stil ist leicht, ruhig und auch humorvoll. Durch die Ich-Perspektive kann man seine Gedanken gut nachempfinden. Es ist ein authentischer, ruhiger und einfühlsamer Roman über das Erwachsenwerden, die erste (queere) Liebe und die Identitätssuche ab ca. 14 Jahren – und auch für Erwachsene lesenswert.

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Restsommer

Rezensionen von Lesemaus:

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Erde 13 - Aufbruch ins Ungewisse (Erde 13, Bd. 1) von Andreas Langer

Spannender Auftakt einer neuen Science-Fiction-Reihe

Das Buch Schneekinder des Autors hat uns richtig beeindruckt und ist uns sehr im Gedächtnis geblieben. Daher waren wir sehr gespannt auf diesen Auftakt einer Science-Fiction-Reihe für Kinder.

Da die Erde durch Überbevölkerung und Umweltzerstörung unbewohnbar geworden ist, werden Expeditionen zu neuen Planeten gestartet.

Nur wenige ausgewählte Menschen dürfen mitfliegen, darunter Wissenschaftler*innen und wohlhabende Personen. Levi und Gwendolin reisen jeweils mit einem Elternteil zum Planeten Erde 13. Nach 92 Jahren im Kälteschlaf kommt es bei der Landung zu einer Bruchlandung, bei der die Passagiere voneinander getrennt werden. Die beiden elfjährigen Kinder stranden gemeinsam auf dem fremden Planeten und machen sich auf die Suche nach den anderen Überlebenden und einer Raumfähre mit lebenswichtigen Vorräten.

Erde 13 ist eine fremde, faszinierende und zugleich beängstigende Welt. Durch die sehr bildliche und detailreiche Schreibweise kann man sich alles gut vorstellen. Das Erzähltempo ist hoch und man ist schnell gefesselt.
Levi und Gwendolin gefallen uns als Protagonisten sehr gut. Sie müssen Mut beweisen, Verantwortung übernehmen und über sich hinauswachsen.
Neben den vielen Abenteuern spielen Freundschaft, Zusammenhalt, Klimaschutz und Teamwork eine große Rolle.

Es gibt noch einiges zu entdecken, daher sind wir gespannt auf die Fortsetzung.
Insgesamt ist das Buch ein spannender, atmosphärischer Auftakt einer Science-Fiction-Reihe ab etwa 10 Jahren, aber auch für Erwachsene noch interessant.

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Erde 13 - Aufbruch ins Ungewisse (Erde 13, Bd. 1)

Rezensionen von PMelittaM:

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Kreuzweg der Raben von Andrzej Sapkowski

Ein Prequel zur Hexersaga

Der achtzehnjährige Hexer Geralt hat seine Ausbildung in Kaer Morhen abgeschlossen und ist das erste Mal unterwegs, um Aufträge zu erfüllen und Monster zu bekämpfen. Doch gleich zu Beginn meint er es zu gut, und wird verhaftet. Ein älterer Hexer, Preston Holt, rettet ihn vor der Hinrichtung und unterbreitet ihm ein Angebot.

Ich bin ein großer Fan der Romane und Kurzgeschichten um Geralt von Riva, vor allem auch wegen des unnachahmlichen Schreibstils seines Schöpfers, Andrzej Sapkowski. Natürlich kenne ich auch die Verfilmungen und Games.

Erstaunlicherweise hatte ich trotzdem zunächst etwas Probleme, in den Roman zu kommen, das legte sich aber zum Glück schnell wieder. Genau sagen, woran es lag, kann ich nicht, vielleicht hatte ich einfach Probleme mit dem jungen und noch eher unerfahrenen Geralt. Andererseits schien auch der Autor einen Moment zu benötigen, um seinen gewohnten Schreibstil wieder zu finden.

Die Erzählung besteht aus verschiedenen Erlebnissen, die locker miteinander verbunden sind, am Ende wird aber klar, dass es durchaus einen Erzählbogen gibt. Da Geralt noch so jung ist, fehlen viele der bekannten und beliebten Charaktere, die man aus den anderen Werken kennt, kein Rittersporn, keine Yennefer, an Ciri ist sowieso nicht zu denken. Aber ganz ohne ein bekanntes Gesicht geht es auch nicht, so tritt die Priesterin Nenneke auf. Aber auch die Charaktere, die man hier kennen lernt, sind interessant, mir gefiel vor allem die patente Zauberin Vrai Natteravn die eine wichtige Rolle spielt.

Mich hat das Prequel zur Hexersaga sehr gut unterhalten, wer Geralt von Riva mag, kann bedenkenlos zugreifen, für jene, die ihn noch nicht kennen, könnte es ein guter Einstieg sein.

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Kreuzweg der Raben

Rezensionen von Bibibabby:

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Herwig und Elsie - Wo ist der große Zauberer? von Ute Krause

Eine einfühlsame, lustige und abenteuerliche Geschichte über Freundschaft und Mut.

Uns hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es ist eine schön illustrierte Geschichte voller Magie und Freundschaft, über das Heranwachsen und den Mut, sich in die Welt hinauszuwagen.
Die Handlung: Eines Morgens merkt der kleine Hase Herwig, dass sein Zauberer Hokus van Pokus verschwunden ist. Als Herwig den Abschiedsbrief von Hokus liest, versteht er nicht, dass der Zauberer verstorben ist.

Stattdessen ist er entsetzt und fest entschlossen, ihn wiederzufinden. Nachdem ein Zauber schiefgeht und er einen Elefanten herbeizaubert, begeben sich die beiden gemeinsam auf der Suche nach dem Zauberer.
Der Schreibstil ist bildhaft, einfühlsam und witzig. Die Angst des Hasen, als plötzlich ein Ungeheuer im Wohnzimmer erscheint, ist auch für Kinder deutlich spürbar... gleichzeitig aber auch lustig, da die Leser natürlich wissen, dass es sich nur um einen Elefanten handelt.
Die Geschichte ist spannend und abenteuerlich. Es zeugt von dem Können des Autors, dass sich selbst einen Ausflug in die Stadt und zurück wie ein großes Abenteuer anfühlt.
Der Tod des Zauberers wird nur indirekt erklärt: Der Zauberer ist "fort, dort, wo für immer Frieden herrscht", "im Himmel für Zauberer". Eventuell brauchen jüngere Kinder eine zusätzliche Erklärung. Ich finde es eigentlich gut, dass dies dem Vorleser überlassen ist.
Fazit: Eine einfühlsame, lustige und abenteuerliche Geschichte.

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Herwig und Elsie - Wo ist der große Zauberer?

Rezensionen von verhei:

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TINTE und SCHWERT – Verwandlung (Band 1) von Matthias Soeder

Die Rache eines gefangenen Bauern im Dreißig Jährigen Krieg

Im Bachthal, einem kleinen Ort im Umfeld zu Würzburg, wächst Jacob als katholischer Bauernsohn auf. Durch Förderung des örtlichen Pfarrers lernt er lesen und schreiben, und soll eine Ausbildung zum Priester beginnen. Doch im letzten Sommer vor Beginn, wird Jacob im Zuge eines Überfalls verschleppt und Teil eines Söldnertrupps, der nach Böhmen unterwegs ist.

Heinrich von Hohenfels ist der skrupellose Kommandant dieses Trupps der sich als Söldner General Mansfeld anschließen möchte. Auch in seiner Zeit als Schanzknecht bei der Belagerung der Stadt Pilsen schwört Jacob Rache an seinen Angreifern und Mördern seiner Familie. Eine schwierige Aufgabe mit vielen Hindernissen.

Der Autor erzählt die Geschichte im Großen und Ganzen aus drei Blickwinkeln – man folgt Jacob, Heinrich von Hohenfels und General Mansfeld auf ihren Erlebnissen um die Zeit Belagerung der Stadt Pilsen. Während Mansfeld und Heinrich von Hohenfels ihrem Charakter grundsätzlich sehr treu bleiben und beständig handeln, wenn auch nicht sehr sympathisch, macht Jacob die größte Entwicklung durch. Von einem unscheinbaren, aber talentierten Bauernjungen, der von anderen Burschen drangsaliert wird, gewinnt er Kraft durch den Wunsch Rache auszuüben. Ist er von seinen Erfahrungen, dem Glauben und seiner Herkunft geprägt, erfährt er auch auf Grund des Dienstes als Schanzknechts und der rauen Realität des Krieges eine Verwandlung. Seine bisherigen Glaubenssätze und Moralvorstellungen kommen in Wanken. All das sehr glaubwürdig.

Natürlich ist die Geschichte um Jacob erfunden, jedoch ist diese glaubwürdig in ein geschichtliches Netz eingebunden. Beschreibung der Zeit und der Situation im Lager sind detailliert und dürften auf Grund gründlicher Recherche des Autors so gut fundiert sein, wie sie scheinen. Auch werden manche Situationen exemplarisch für so viele Einzelschicksale sein.

Generell wird die Geschichte sehr dicht und atmosphärisch erzählt. Die Sprache ist der Zeit und den handelnden Personen angepasst. Die eher kurzen und nicht zu komplexen Satzkonstruktionen erlauben eine gute Lesbarkeit und sorgen auch für gewisses Tempo. Nichts wird beschönigt und so wird der Leser auch mit Brutalität im Krieg und im Rundherum konfrontiert.

Etwas kompliziert war es für mich, da ich wenig Ahnung vom militärischen Hintergrund hatte. Grundsätzlich war dies allerdings nicht hinderlich für den Lesefluss und man lernt dadurch ja auch. Auch die Zahl an Personen, vor allem Militärs und Befehlshabern, ist doch groß und sorgte ab und an für Verwirrung bei mir. Eine Orientierungshilfe bietet hier die Liste an historischen Personen im Anhang.

Das Buch ist definitiv zu empfehlen, wenn man einen historischen Roman dieser Zeit sucht, der nichts geschönt, sondern realistisch darstellt. Spannend ist er auch, weil es erst der Auftakt einer Serie ist.

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TINTE und SCHWERT – Verwandlung (Band 1)

Rezensionen von Sumsi:

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Backen. Feiern. Genießen von Celina Hruschka

Tolle Rezepte nicht nur für Feiern

Celina Hruschka hat hier ein sehr schönes Kochbuch geschaffen. Die Aufmachung und Haptik ist sehr hochwertig und die Rezepte sind kreativ und bringen Abwechslung in den Koch- und Backalltag. Sehr schöne Fotos machen Lust aufs Probieren.
Alle Rezepte die ich bisher ausprobiert habe, haben gut funktioniert und waren sehr gut nachvollziehbar.

Auch Anfänger finden sich mit den ausführlichen Beschreibungen gut zurecht.

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Backen. Feiern. Genießen

Rezensionen von Paul Kretzschmar:

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Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict

Der Grimm-Ripper

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da bereits das tolle Cover mit der erhabenen blutroten Schrift und den Dornenranken an den Seiten ein echter Hingucker war, und auch die Leseprobe spannende Unterhaltung versprach.

Bis zur Handlungsmitte konnte die Autorin dieses Versprechen auch erfüllen.

Dann jedoch wurde der Plot zunehmend abstruser und verwirrender. Der Märchenthriller wandelte sich zur unheimlich, übersinnlichen Fantasy-Story.
Durch unglaubwürdige Wendungen, Zeitsprünge und Perspektiven war immer schwerer ersichtlich, was real und was sich nur im Kopf abspielt.
Zähne, Zahnfee und Pilzfrau waren einfach nur skurrile Handlungsstränge, die mit dem erwarteten Thriller nichts zu tun hatten.
Sehr schade, da hier viel Potenzial, aus dieser genialen Idee verschenkt wurde.
So blieb es für mich bei einem teilweise zwar spannenden, aber das Genre verfehltem Werk, das deutlich hinter meinen Erwartungen zurückblieb.
Kurze Kapitel und angenehm lesbarer Schreibstil reichten nicht, um über Mittelmaß hinauszukommen, deshalb nur 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.

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Böser, böser Wolf

Rezensionen von Reiseweise:

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Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman

Beklemmend

Der dystopische Roman von Jacqueline Harpman liegt nun in neuer Übersetzung und mit neuem Cover (und Titel) auf Deutsch vor, nachdem er bei BookTok und in der Online-Community international sehr erfolgreich war. Die Geschichte selbst ist schnell umrissen: In einem Keller werden vierzig Frauen von anonymen Wärtern festgehalten, bis diese plötzlich eines Tages verschwinden und die Frauen den Kerker verlassen können - und sich in einer einsamen Einöde zurechtfinden müssen.

Ich-Erzählerin und Protagonistin ist die namenlose „Kleine“, die als Einzige noch ein Teenager ist und das Leben vor dem Keller nicht kennt.

Die Geschichte ist eine typische Dystopie wie aus dem Lehrbuch - Anklänge an die heutige Zeit, unklares zeitliches Setting in der Zukunft, Vertrautes, mit dem gebrochen wird. Die Atmosphäre ist beklemmend, einsam und düster und man liest die ganze Zeit weiter, um endlich eine Antwort auf die vielen Fragen zu erhalten - befinden sich die Frauen überhaupt auf der Erde? Wer hat sie eingesperrt und warum? Wo sind alle anderen? Das Ende lässt einen ratlos zurück. Die Autorin hat auf jeden Fall den Mut aufgebracht, den Leser mit sehr vielen offenen Fragen unbefriedigt zurückzulassen. Oder es ist alles eine Metapher, die sich nicht ganz erschließt…

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Ich, die ich Männer nicht kannte