Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sumsi:
Backen. Feiern. Genießen von Celina Hruschka
Tolle Rezepte nicht nur für Feiern
Celina Hruschka hat hier ein sehr schönes Kochbuch geschaffen. Die Aufmachung und Haptik ist sehr hochwertig und die Rezepte sind kreativ und bringen Abwechslung in den Koch- und Backalltag. Sehr schöne Fotos machen Lust aufs Probieren.
Alle Rezepte die ich bisher ausprobiert habe, haben gut funktioniert und waren sehr gut nachvollziehbar.
Auch Anfänger finden sich mit den ausführlichen Beschreibungen gut zurecht.
Rezensionen von Paul Kretzschmar:
Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict
Der Grimm-Ripper
Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da bereits das tolle Cover mit der erhabenen blutroten Schrift und den Dornenranken an den Seiten ein echter Hingucker war, und auch die Leseprobe spannende Unterhaltung versprach.
Bis zur Handlungsmitte konnte die Autorin dieses Versprechen auch erfüllen.
Dann jedoch wurde der Plot zunehmend abstruser und verwirrender. Der Märchenthriller wandelte sich zur unheimlich, übersinnlichen Fantasy-Story.
Durch unglaubwürdige Wendungen, Zeitsprünge und Perspektiven war immer schwerer ersichtlich, was real und was sich nur im Kopf abspielt.
Zähne, Zahnfee und Pilzfrau waren einfach nur skurrile Handlungsstränge, die mit dem erwarteten Thriller nichts zu tun hatten.
Sehr schade, da hier viel Potenzial, aus dieser genialen Idee verschenkt wurde.
So blieb es für mich bei einem teilweise zwar spannenden, aber das Genre verfehltem Werk, das deutlich hinter meinen Erwartungen zurückblieb.
Kurze Kapitel und angenehm lesbarer Schreibstil reichten nicht, um über Mittelmaß hinauszukommen, deshalb nur 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.
Rezensionen von Reiseweise:
Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman
Beklemmend
Der dystopische Roman von Jacqueline Harpman liegt nun in neuer Übersetzung und mit neuem Cover (und Titel) auf Deutsch vor, nachdem er bei BookTok und in der Online-Community international sehr erfolgreich war. Die Geschichte selbst ist schnell umrissen: In einem Keller werden vierzig Frauen von anonymen Wärtern festgehalten, bis diese plötzlich eines Tages verschwinden und die Frauen den Kerker verlassen können - und sich in einer einsamen Einöde zurechtfinden müssen.
Ich-Erzählerin und Protagonistin ist die namenlose „Kleine“, die als Einzige noch ein Teenager ist und das Leben vor dem Keller nicht kennt.
Die Geschichte ist eine typische Dystopie wie aus dem Lehrbuch - Anklänge an die heutige Zeit, unklares zeitliches Setting in der Zukunft, Vertrautes, mit dem gebrochen wird. Die Atmosphäre ist beklemmend, einsam und düster und man liest die ganze Zeit weiter, um endlich eine Antwort auf die vielen Fragen zu erhalten - befinden sich die Frauen überhaupt auf der Erde? Wer hat sie eingesperrt und warum? Wo sind alle anderen? Das Ende lässt einen ratlos zurück. Die Autorin hat auf jeden Fall den Mut aufgebracht, den Leser mit sehr vielen offenen Fragen unbefriedigt zurückzulassen. Oder es ist alles eine Metapher, die sich nicht ganz erschließt…
Rezensionen von LeserinLu :
Ich möchte zurückgehen in der Zeit von Judith Hermann
Leerstellen
Mit „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ legt Judith Hermann ein Sachbuch vor, das sich jeder einfachen Einordnung entzieht. Es ist keine historische Aufarbeitung im klassischen Sinn, sondern eher ein offenes Nachdenken über Erinnerung, Schweigen und familiäre Leerstellen. Gerade diese Form hat mich sowohl inhaltlich als auch sprachlich sehr angesprochen.
Ausgangspunkt ist das Nachdenken über Hermanns Großvater, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war, wo zahlreiche Jüdinnen und Juden ermordet wurden. Lange Zeit wurde diese Vergangenheit innerhalb der Familie verdrängt oder verleugnet, auch heute noch von Hermanns Mutter und Schwester. Hermann fährt u.a. nach Polen, kann aber nichts abschließend klären oder erklären. Stattdessen legt sie offen, was sich erzählen lässt und was nicht.
Als Leserin konnte ich diesem Denkprozess sehr gut folgen, gerade weil Hermann nicht versucht, Lücken zu füllen, wo keine verlässlichen Antworten existieren. Besonders gefallen hat mir aber die Sprache. Sie ist klar, ruhig und variantenreich. „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ ist damit ein stilles, nachdenkliches Buch, das nicht belehrt, sondern zum Mitdenken einlädt, um sich auch dem Verdrängten und Verschwiegenen zu nähern.
Rezensionen von jori1020:
Ich möchte zurückgehen in der Zeit von Judith Hermann
Nicht mein Fall...
Es ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe – und leider konnte ich damit nicht viel anfangen. Der Klappentext klang zunächst vielversprechend: Die Erzählerin setzt sich mit der dunklen Vergangenheit ihrer Familie auseinander, recherchiert über ihren Großvater, der Mitglied der SS war und im polnischen Radom stationiert war, und geht der Frage nach, wie diese Geschichte bis heute in die Gegenwart der Familie hineinwirkt.
In der Umsetzung bleibt dieser Ansatz für mich jedoch zu vage. Die Erzählerin findet nur wenige konkrete Informationen über die Aktivitäten ihres Großvaters, und die dadurch entstehenden Leerstellen sowie die Sprachlosigkeit innerhalb der Familie werden vor allem mit Beobachtungen aus der Gegenwart gefüllt. Über viele Seiten hinweg werden etwa Lektüren während der Recherche beschrieben oder Spaziergänge durch Radom oder Neapel geschildert. Diese Passagen wirkten auf mich zunehmend beliebig und führten nicht wirklich tiefer in das zentrale Thema hinein.
Sprachlich ist das Buch ohne Frage gut geschrieben – Judith Hermann beherrscht ihr Handwerk und den Umgang mit Sprache. Die angepriesenen und oft gelobten Zwischen- und Untertöne haben mich jedoch nicht erreicht oder blieben mir verschlossen. Insgesamt empfand ich das Buch als wenig fesselnd und inhaltlich zu diffus. Für mich blieb es daher leider eine eher enttäuschende Lektüre, die mich emotional nicht erreichen konnte.
Rezensionen von Lillyliebtthriller:
One Perfect Couple von Ruth Ware
Love Island trifft Lost
Endlich bringt jemand etwas Farbe in die düstere Welt der Thriller und das gleich mit so einen wunderschönen Farbenpracht.
Ich habe "das Chalet" und "Wie tief ist deine Schuld" von #ruthware geliebt und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen und es könnte mit den Zweien leider nicht mithalten.
Ich mochte die Charaktere sehr und die starke Gruppendynamik der Frauen fand ich schön mit anzusehen und bei der einen oder anderen Figur habe ich mich auch gründlich getäuscht. Auch das das Thema Gewalt an Frauen hier nicht totgeschlagen wird, finde ich gut.
Das "Love Island trifft Lost" fand ich zwar mega spannend, aber mir fehlte bei der Geschichte einfach das Tüpfelchen auf dem I.
Die Dramatik und die Emotionen haben es zu einem guten Spannendsroman gemacht, aber für einen atemberaubenden Thriller wurde es mir nach der Zeit zu vorhersehbar und das hat auch die Wendung am Schluss nicht mehr richtig rum gerissen.
Ich bin trotzdem noch ein großer Ware Fan und will auch unbedingt ihre anderen Bücher noch lesen.
Fazit: Nicht so gut wie ihre bisherigen Werke, aber ein emotionaler Spannungsroman mit einem interessanten Gedankenspiel.
Rezensionen von Lillyliebtthriller:
Die Toten von nebenan von Olivia Monti
Eine tiefgründige und ermutigende Geschichte.
Bei diesem Buch habe ich mich ein bisschen so gefühlt, als wäre ich bei einem Seniorenausflug dabei, das nicht nur daher kommt, dass die Figuren etwas älter sind, sondern auch, weil ich sie fast ausschließlich per Nachname kenne.
Am Anfang kam ich mit den neidischen und boshaften Charakteren nicht so wirklich zurecht, aber als ich verstanden habe, warum sie so reagieren konnte ich mich mit ihnen anfreunden.
Durch die ganze Geschichte hinweg, habe ich eine unterschwellige Spannung gespürt, die zum Schluss hin intensiver wird. Die sehr kurzen Kapitel haben mich immer wieder zum Weiterlesen animiert und durch die kleinen Twist blieb es immer interessant.
Ich nehme viel Positives von diesem Roman mit, besonders, dass einen Eigenschaften wie Neid, Gier und Hass von innen heraus hässlich machen, aber das man durch Mitgefühl und Liebe wieder schön werden kann und es nur eine Sache der Einstellung ist, wie man sein möchte.
Für mich hat auch die Vorstellung es etwas tröstliches, dass meine geliebten verstorben Verwandten in meiner Nähe sein könnten und ich sie vielleicht irgendwann wieder sehe.
Fazit: Eine tiefgründige und ermutigende Geschichte, die ich vor allem der älteren Generation ans Herz legen möchte, aber auch die Jüngeren können viel von diesem Buch lernen.
Rezensionen von Philiene :
Einstein im Bade von Daniel Mellem
Einstein
Einstein im Bade ist aus Sicht eines Hoteldirektors geschrieben, dessen Hotel im Schatten der großen Häuser in Bad Nauheim steht. Das mag am Namen liegen, der nicht gerade ein Grandhotel verspricht, oder auch daran das andere Häuser glamourösen sind. Nun gibt es aber eine Woche in der berühmte Wissenschaftler wie Einstein bei ihm zu Gast sind und von dieser Woche erzählt er uns.
Mit viel Humor berichtet er von den Eigenheiten seiner Gäste und gleichzeitig auch von der Geschichte seines Hauses. Die Sprache des Romans ist humorvoll und obwohl es keine spannende Geschichte gibt, schafft es der Autor uns mitzureißen, denn seine großartigen Figuren sprechen für sich selbst und machen dieses Buch zu einem reinen Lesevergnügen.
Ein wunderbarer Ausflug in die Welt von vor einhundert Jahren.
Rezensionen von Cornelia:
Illusion - A Lie Worth Believing von Janine Ukena
Zieht mich magisch in den Bann
Stella legt einen Aufstieg hin, from zero to hero. Aber um welchen Preis? Sie weiß nicht worauf sie sich einlässt, immer mehr Fragen stellen sich ihr. Levin gibt nur nach und nach Informationen preis, gleichzeitig verzaubert er Stella. Im Zentrum des Geschehens steht die faszinierende Zaubershow Illusion, aber was brodelt im Hintergrund? Die Spannung wird immer mehr aufgebaut, die Anziehung der beiden ist greifbar.
Die Schreibweise ist flüssig und so mitreißend, dass ich mich mitten im Geschehen fühle. Die Autorin erzeugt eine magische Atmosphäre, gleich nach ein paar Seiten zieht mich das Buch in seinen Bann. Die Stimmung lebt zudem von Las Vegas, die Stadt, in der alles größer und glänzender ist, wo Tag und Nacht verschwimmen. Die Stadt, in der Stella alles verloren hat.
Illusion empfehle ich sehr gern weiter. Das große Finale finde ich gelungen, aber da der erste Band mit einem Cliffhanger endet möchte ich unbedingt den zweiten Bad der Dilogie lesen.
Rezensionen von Lillyliebtthriller:
Das Spiel des Kaspar von Benjamin Leeway
Dunkelheit, Intrige, Chaos und Enthüllung
Ich habe mich am Anfang gefragt - was kann in einem Bürokomplex einer Spielefirma schon entsetzliches passieren und ich kann euch sagen: ALLES.
Wie der Titel schon sagt geht es hauptsächlich um Kaspar, er selbst ist ein überheblicher Stratege, mit undurchschaubaren Charakter und ein Meister der Manipulation und Täuschung.
Mit den Begriffen wie "Leoni Neri" und "Pedina" habe ich mir zunächst schwer getan, weil ich nicht wusste was sie bedeuten, aber in Laufe der Geschichte erfährt man es hautnah.
Der flüssige Schreibstil von Leeway mit kurzen aber wirkungsvollen Sätzen, lassen sich sehr gut lesen und passen zum Buch.
Der ständige Wechsel des Schauplatzes, sei es das Büro, das Studio oder die Reportagen eines Nachrichtensenders, machen das Buch einzigartig und abwechslungsreich.
Die Begriffe wie Dunkelheit, Intrige, Chaos und Enthüllung sind nicht nur die Hauptüberschriften, sondern sie bekommen durch diesen #Thriller nochmal eine stärkere Bedeutung.
Fazit: Ein undurchschaubaren und faszinierender #psychothriller , der mir die Augen geöffnet hat und mir die harte Welt der Spielebranche näher gebracht hat.










