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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Phija:

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Half His Age von Jennette McCurdy

Wann bin ich es wert, geliebt zu werden?

Keine Bedürfnisse äußern. Ja, darauf achten, nicht zu viel zu sein und erst recht nicht kompliziert. Sonst wird dich niemand lieben. Das denkt zumindest die siebzehnjährige Waldo in "Half His Age". Zugegeben, in dem Denken habe ich gerade mein jüngeres Ich absolut wiedererkannt. Und manchmal, da ertappe ich mich noch heute bei solchen Gedanken.

Aber machen Bedürfnisse und echte Gefühle einen Menschen nicht eigentlich attraktiv?

Waldo verguckt sich gleich in der ersten Stunde in ihren Lehrer Mr. Korgy. Viel zu alt und unerreichbar. Aber in ihren Augen ist er etwas Besonderes Und so kann sie nicht anders, als dafür zu sorgen, dass er sie wahrnimmt. Der Roman ist jedoch etwas ganz anderes als eine sensationsgeile Schüler-Lehrer-Romance. Hier geht es viel tiefer: Female Rage, Konsum, Macht (-missbrauch), Sexualität, Familie, Klassenunterschiede. Eine ganze Bandbreite an Themen, die alle würdig behandelt werden.

Die Sprache des Buchs ist ziemlich derb und direkt. Dies muss man tatsächlich einfach mögen, sonst wird man mit der Geschichte nicht warm werden. Wenn man es mag - so wie ich - wird man sehr schnell süchtig nach diesem Buch. Ich konnte es tatsächlich kaum aus der Hand legen, auch wenn die Handlung eher ohne krasse Höhepunkte daher kommt. Waldo war für mich jedoch ein so sympathischer Charakter, dass ich einfach wissen musste, was mit ihr geschieht bzw. wie sie sich entscheiden wird, wann sie endlich merkt, was sie wirklich braucht. Das Buch hat dazu sehr kurze Kapitel, was ich einfach auch absolut liebe! Letztendlich hatte ich das Buch in gerade so 24 h einfach verschlungen.

Tatsächlich hatte ich danach ein unglaubliches Bedürfnis über das gelesene zu sprechen und das schafft selten eine Geschichte. Ich würde fast sagen, irgendwas in mir hat das Buch geheilt. Da sind so viele Sätze drin, die ich mir markieren wollte, es aber nicht konnte, weil ich keinen Textmarker hatte. Deswegen, aber auch weil diese Geschichte etwas mit mir gemacht hat, was für mich noch nicht ganz greifbares mit mir gemacht hat, ist das für mich ein Buch was ich auf jeden Fall noch mal lesen will.

Wer feministische Romane mag, wird mit dem Buch auf jeden Fall nichts falsch machen. Ich habe einfach selten ein Buch gelesen, was den aktuellen Zeitgeist so auf den Punkt getroffen hat, weshalb ich nur sagen kann lest es!

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Half His Age

Rezensionen von gabiliest:

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Berchtesgaden von Carolin Otto

Verdrängte Schuld

In ihrem ersten Roman, “Berchtesgaden”, hat sich die bekannte Drehbuchautorin Carolin Otto der unmittelbaren Nachkriegszeit angenommen. Der Krieg ist zu Ende, das Führer- Hauptquartier auf dem Obersalzberg verwaist, die amerikanischen Besatzer übernehmen die Macht. Auf dem ausdrucksstarken Cover findet sich das gut gewählte Sujet einer jungen Frau in der Kleidung der damaligen Zeit.

Der Schauplatz des Romans ist Berchtesgaden im südöstlichen Zipfel Oberbayerns. Zwei junge Mädchen, Sophie und Magda, bestaunen das verlassene Haus von Albert Speer, Hitlers Architekten. So viel Wohlstand! Nach einigem Zögern beschließen die Mädchen zu plündern, wie so viele andere auch. Als Sophies geliebter Bruder Max das Beutegut sieht, wirft er der Familie Verrat vor, denn Max ist überzeugter Nationalsozialist und Mitglied der SS. Spät wird Sophie mit den ungeheuerlichen Verbrechen der SS konfrontiert werden, die begangenen abscheulichen Untaten werden von Max lapidar damit gerechtfertigt, dass Krieg war und töten sein Geschäft. Seine Schilderungen werden das, was Sophie bereits als Schreibkraft beim amerikanischen Military Government erfahren hat, an Gräuel weit übertreffen. Max schreckt auch nicht davor zurück, Magda, die ihn bis zur Besessenheit liebt, auszunutzen.

Der Autorin ist es gelungen, ein detailliert recherchiertes Geschichtspanorama darzustellen, ein umfangreiches Quellenverzeichnis findet sich am Ende des Buches. In ihrem Nachwort betont Carolin Otto, dass viele ihrer Charaktere historisch belegt sind, so Dr. Kriss, von den Nazis zum Tode verurteilt, der unter amerikanischer Besatzung Bürgermeister von Berchtesgaden wurde. Mehrere historische Kriegsfotografinnen dienten als Vorbild für die Figur die amerikanischen Reporterin Meg, die erschütternde Bilder macht und in ihr Heimatland sendet, jedoch auch an Raubkunst Interesse hat.

Das Buch beschreibt, wie leicht Schuld verdrängt wird, wie sehr sich die Menschen nach dem Krieg die Normalität zurückwünschten. Sophie ist das Beispiel einer jungen Frau, die sich lange nicht mit dem Kriegsgeschehen auseinander gesetzt hat und die hoffnungsvoll und anfänglich auch naiv in die Zukunft blickt. Sie verliebt sich in den schwarzen GI Sam, der lieber als Sieger in Deutschland bleibt, als die Rassendiskriminierung in Amerika zu erleben. Dennoch verstößt die Beziehung gegen das Fraternisierungsverbot.

Der Halbjude Frank Rosenberg, aus Deutschland geflohen und nun als Besatzer zurückgekehrt, ist für die Verhöre der ehemaligen Nationalsozialisten zuständig. Nur wenige bekennen sich schuldig, die meisten Menschen berufen sich auf Befehlsnotstand. So wie fast alle Familien hat auch Frank eine Tote zu betrauern, allerdings hofft er, dass seine Nichte noch am Leben ist.

Auch die weiteren handelnden Personen sind lebensnah beschrieben. Magda ist mit Mutter und Tante vor den Russen geflohen; Ali, eine Schauspielerin, hat ein Verhältnis und ein Kind mit einem ranghohen deutschen Soldaten; Dr. Kriss versucht, das Leben für die Einwohner von Berchtesgaden zu verbessern.

So findet sich in den parallel laufenden, jedoch auch miteinander verwobenen Handlungssträngen des Buches die Schilderung der damaligen Lebensrealität, die Täter und Opfer, Mitläufer und weiterhin überzeugte Nationalsozialisten zusammenbringt.

Der Schreibstil von Carolin Otto ist beobachtend, erzählend, fast plakativ. Die Stofffülle des Buches und die Vielzahl der handelnden Personen bewirkt jedoch auch, dass die Lesenden zwar einen guten Überblick über die Nachkriegszeit in diesem Lieblingsort des Führers erhalten, allerdings gibt es nur einige Szenen, die tatsächlich berühren. Dennoch ist es die Intention des Romans, aufzuzeigen, wie leicht Unrecht verdrängt wird und wie schwierig die Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse auch heute noch ist. Leider bleiben im Roman viele Handlungsfäden unverknüpft, hier wäre ein zweiter Band wünschenswert.

Carolin Otto hat mit “Berchtesgaden” ein ausgezeichnet recherchiertes Buch geschrieben, das als Plädoyer für die Demokratie verstanden werden soll und das Geschehnisse wieder ins Gedächtnis ruft, über die zu schweigen unerträglich wäre.

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Berchtesgaden

Rezensionen von Lies_ein_Buch:

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Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine von Markus Heitz

Wieder sehr abenteuerlich und ein bisschen schräg

Ich bin irgendwie dieses Mal nicht so richtig in einen guten Lesefluss reingekommen. Kann aber auch nicht genau festmachen, woran es lag. Der Erzählstil ist genau wie im ersten Band sehr temporeich mit vielen schnellen Perspektivwechseln.

Die Geschichte setzt dort an wo das erste Buch endete. Durch die vielen Handlungsstränge und Geschichtenteile ist es manchmal etwas unübersichtlich und ich wäre manchmal gerne länger an Stück in einer Storyline verblieben.

Es hat zwar geholfen, dass die Figuren anfangs nochmal zusammengefasst wurden, bin trotzdem zwischendurch mal raus gewesen.

Die Geschichte ist wieder super abenteuerlich, voller übernatürlicher Wesen und alter Geheimnisse.
Ich fand vor allem die Storyline rund um die Teufel des Klosterbergs richtig spannend. Und die norwegischen Märchen ist einfach auch ein supernetter Gimmick, auch wenn sie so ein bisschen den Lesefluss stören.

Die Storyline rund um dir entführten Kinder wars dagegen eher nicht so für. Einfach auch, weil ich da die Lösung zum Ende auch irgendwie nicht so ganz stimmig und glaubwürdig finde. Aber ok, kannst halt Main Characters wie Irida auch nicht aus der Handlung kegeln, weil jemand anders eigentlich ihren Platz einnehmen müsste. Trotzdem war das so ein bisschen ernüchternd.

Das neue Rätsel, was hier schon angeteasert wird, hört sich dagegen wieder ganz cool an.

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Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine

Rezensionen von HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer:

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Im ersten Licht von Norbert Gstrein

Düsternis und Licht

Ein Buch über das Leben eines Professors für Geschichte, hat auf beeindruckende Weise mein Puzzle über die beiden Weltkriege, die über unser Land und unsere Familien hinweggefegt sind, erweitert und vergrößert.
Der Autor Norbert Gstrein, 1961 in Tirol geboren, hat wohl auch Großeltern und Eltern in der Sprachlosigkeit der Kriegstraumata erlebt.

Mit seinem Spannungsbogen von der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und der "Kaisertreue", über die düstere Zeit des Nationalsozialismus bis hin zur Diskussion über unseren ehemaligen Bundespräsidenten mit fragwürdigem Kriegshintergrund, erschließt uns Norbert Gstein ungemein feinfühlig und zart die Geschehnisse durch fast ein Jahrhundert. Er macht die Geschichte unseres Landes dadurch für uns Nachgeborene "be-greif-barer" und gibt dem unfassbaren Leid unserer Vorgenerationen Sprache, Gesichter - auch entstellte - und erweitert den Blickwinkel auf die unterschiedlich erlebten Realitäten.

Das Buch sensibilisiert für die fragile Kostbarkeit des Friedens und ist dadurch durchaus lichtvoll. Unbedingte Leseempfehlung!

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Im ersten Licht

Rezensionen von C. P.:

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Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine von Markus Heitz

Furchtlos gegen alte und neue Feinde

Die Aussenseiter-Clique rund um Irida macht ihrem Namen alle Ehre: Mutig verfolgen die Furchtlosen auch im zweiten Band des fantastischen Abenteuers ihr Ziel, die Anderswelt vor dem Angriff der bösen Trolle zu schützen. Dabei entdecken sie neue historische Geheimnisse, müssen gegen magische Feinde bestehen, sich mit Gegnern verbünden und allen Mut zusammennehmen, um die Menschen zu retten, an deren Stelle die Troll-Wechselbälger einst getreten sind.

Diesmal entdecken sie zunächst weitere Geheimnisse vor Ort, die es in sich haben, bevor es in die Ferne geht. Gleichzeitig werden die getarnten Trolle, denen ihre Schulkameradin Linnea sich angeschlossen hat, immer skrupelloser.
Der zweite Band zieht im Vergleich zum ersten nochmal gewaltig an Spannung an. Die historischen Sagen und Details, welche diesmal relevant werden, haben es ziemlich in sich. Neben dem Zusammenhalt der Clique kann auch Linnea als Charakter sehr überzeugen. Zwar stellt sie die Ziele der bösen Trolle infrage, doch kann Irida ihr wirklich vertrauen, wenn es darauf ankommt?
Für eine gewaltige Überraschung sorgt im Laufe des Romans ein gewisses Kaninchen, dessen Hintergründe ebenso geklärt werden wie die Szenen mit den Feen. Da die Handlung inhaltlich an den ersten Band anschließt, sollte dieser zum besseren Verständnis bekannt sein.
Spannende Abenteuer, historische Geheimnisse, skrupellose Gegner, Zusammenhalt unter Freunden und eine magische Rettungsaktion in Norwegen konnten mich diesmal restlos überzeugen.

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Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine

Rezensionen von kuhasi:

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Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam von Annabel French

Echt schön blumig

Nachdem ich selber noch nie in Amsterdam war kann ich zu den Sehenswürdigkeiten, die im Roman erwähnt werden, nichts beisteuern aber es hat meinen Erwartungen entsprochen. Die Liebegeschichte sowohl an das Leben als auch an die Menschen ist sehr nett und kurzweilig zu lesen und hat mich gut unterhalten.

Rosie ist Optimistin, hat aber immer noch nicht ihren Job des Lebens gefunden. Immer wieder kommen ihr spontan interessante Ideen und meistens landet sie dann dabei im Chaos. London ist ihr zu trüb und hektisch und spontan beschließt sie, in die botanischen Fußstapfen ihrer Mutter zu treten und als Floristin in Amsterdam neu anzufangen. Sie mietet sich in einem Hausboot ein und lernt schon in den ersten Tagen ihren mürrischen Nachbarn Max kennen. Rosie mietet sich einen Ministand am berühmten Blumenmarkt und legt los mit ihren Ideen.
Auch Max kommt sie schön langsam näher, auch wenn der durch die vorherige Beziehung etwas zurückhaltend ist.
Schön langsam entwickelt sich alles nach Plan, da kommt Rosies Vermieter mit schlechten Nachrichten. Dringende Renovierungsarbeiten am Boot sind fällig und die kann sich keiner der beiden leisten. Kurz bevor sie aufgibt kommt unserer Protagonisten aber eine Idee, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte.
In der Geschichte geht e auch um Zusammenhalt und Freundschaft und der fröhliche Charakter von der Hauptdarstellerin entspricht auch ganz meinem Naturell, daher hat mir der Roman außerordentlich gefallen und ich freue mich schon auf die anderen Bücher dieser Reihe. Nur das Ende war mir etwas gar zu kitschig, aber so ist das halt bei dieser Art von Literatur manchmal.

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Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam

Rezensionen von C. P.:

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Firewatch von Colin Hadler

Fesselnde Romantic Suspense

Würdest du den Mörder deines besten Freundes daten? Das ist zumindest Robins Plan, um ihm ein Geständnis zu entlocken. Vor einem Jahr verschwand Aaron spurlos während seines Sommerjobs, und Kian war der einzige, der damals in Reichweite war. Also muss Kian der Mörder sein, ganz klar.

Spinnst du?? Das ist ein Selbstmordkommando!

Haley, Robins beste Freundin, ist gegen Robins Pläne, doch er lässt sich nicht davon abbringen.

Und tatsächlich entdeckt Robin nicht nur verdächtige Geheimnisse an Kian, sondern auch sein Herz an ihn. So war das nicht geplant!
Die Kombination aus Thriller und knisternder Romantik ist Colin Hadler überzeugend gelungen. Schon Aarons Ferienjob, die sogenannte Firewatch, wird in Rückblenden packend beschrieben, auch wenn der Job selbst eher langweilig klingen mag: Den ganzen Tag allein in einem Turm im Wald hocken, um Waldbrände zu vermeiden? Nunja, Aaron ließ zumindest nichts anbrennen.
Neben der gelungenen Thrillerhandlung, die mit einigen Überraschungen aufwartet, hat mir insbesondere die Darstellung von Robins Charakter sehr gefallen. Als Ich-Erzähler bietet er Einblicke in seine Emotionen, und die fahren Achterbahn, wenn er sich nicht mehr sicher ist, ob er auf sein Hirn, sein Herz oder seine beste Freundin hören soll.
Auch meinen Emotionen hat Colin Hadler eine Fahrt in der Achterbahn bescheren können. Begeistert habe ich mitgerätselt, mitgefiebert und die wildesten Spekulationen aufgestellt, nur um diese irgendwann wieder wie einen Jenga-Turm zum Einsturz zu bringen. Die Kombination mit Romance (ja, es gibt auch ein paar heiße Szenen) lässt den Thriller an keiner Stelle in die Kitsch-Kiste rutschen, vielmehr macht es die Handlung emotional nur umso packender.
Leute: Lest. Das. Buch! Ihr werdet es nicht bereuen.

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Firewatch

Rezensionen von youngreaders:

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Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton

Tolles Jugendbuch

Zunächst einmal möchte ich auf das wunderschöne Buchcover aufmerksam machen - es zeigt einfach direkt, in welcher Zeit es spielt, die Farbwahl, der tolle Farbschnitt, es ist alles einfach rundum passend.
Jessie Burton hat einen sehr schönen Erzählstil - das Buch lässt sich gut in einem Rutsch lesen, aber man kann auch Pausen einlegen, obwohl man eigentlich schon mitfiebert und immer wissen möchte, wie es weitergeht.

Bo ist ein tolles Mädchen, eine Schlammschwalbe, ein Flussmädchen, immer auf der Suche nach einem Schatz am Themseufer.
In dem Buch geht es aber nicht nur um Bo und ihre Suche nach der zweiten magischen Münze, es berichtet auch davon, wie ihr Bruder in den Krieg nach Frankreich ziehen muss, es geht auch um Armut in dem Viertel, in dem Bo mit ihrer Mutter und ihrem Bruder lebt (bevor dieser eingezogen wird) - ohne ihren Vater der verstorben ist, um Freundschaft (mit dem asthmakranken Nachbarsjunge Eddie), aber eben vor allem um Bo und Billy (den Jungen vom anderen Themseufer) und ihre Suche nach den Hintergründen, nach den Münzen, nach der Wahrheit.
Ein ganz tolles Jugendbuch - spannend und wunderschön geschrieben!

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Die Jagd nach den magischen Münzen

Rezensionen von Philiene :

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Die Papierschöpferin von Anna Thaler

Tiefe Einblicke

Die Papierschöpferin ist ein spannender Roman rund um das Thema der Papierherstellung. Im Vordergrund steht die junge Sophia, die sich nach dem Tod ihres Vaters nicht nur um die jüngeren Geschwister, sondern auch um die Paniermehl ihres Vaters kümmern muss. Nicht genug das sie mit dem Verlust ihres Vaters klar kommen muss, sie muss sich auch gegen die anderen Bewohner ihres Dorfes durchsetzen.

Einzig der Mönch Sebastiano steht ihr bei. Mit ihm und dessen Notizen will sie ihre Mühle retten. Von ihrem Heimatdorf in Südtirol beginnt sie eine aufregende und gefährliche Reise sie sie nach Augsburg und Venedig führt.

Anna Thaler hat es geschafft mich sowohl in die Welt des ins fünfzehnte Jahrhundert, als auch in die Welt der Papier Herstellung zu führen. Die Geschichte ist gleichzeitig spannend und atmosphärisch. Die Geschichte von Sophia, ist die einer jungen Frau, die in schweren Zeiten Stärke zeigt, die für das Erbe ihres Vaters kämpft. Gleichzeitig schafft die Autorin es einen facettenreichen Einblick in das Leben der damaligen Zeit zu schaffen. Ihre Liebe zu Südtirol ist wieder einmal spürbar.

Ein sehr gelungener historischer Roman.

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Die Papierschöpferin

Rezensionen von C. P.:

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Kleopatra von Saara El-Arifi

Fiktive Biographie mit Romantasy-Anklang

Auf das Buch hatte ich mich so gefreut. Ich mag die Möglichkeit, historische Persönlichkeiten über eine fiktive Biographie kennenzulernen. Frühere Berichte über Kleopatra sind überwiegend von privilegierten Männern der feindlichen Seite verfasst, entsprechend hoch waren meine Erwartungen, die Frau mal aus nicht-mysogyner Perspektive dargestellt zu bekommen.

Männern fällt es nunmal schwer, in mir die begnadete Heerführerin zu sehen; es war einfacher über meine Schönheit zu schreiben, als über meinen Intellekt. (Zitat S. 384)

Es wäre so schön gewesen, hätte die Autorin sich die Mühe gegeben, nicht genau den Fehler zu begehen, den sie in ihrem Roman anprangert. Sie lässt Kleopatra retrospektiv ihr Leben erzählen von dem Beginn ihrer Krönung zur Pharaonin, was stilistisch zunächst unterhaltsam zu lesen ist. Was ich jedoch im gesamten Buch vermisse ist das Bild der beeindruckenden Regentin, der Führerin eines Landes, ihre wirtschaftspolitischen Leistungen. Der Aufbau ihres Regentenstabes. Stattdessen das Bild einer Frau, die auf Intrigen hereinfällt, sich nach ihrem Geliebten sehnt und ihren Kindern beim Spielen zuschaut. Zwar sind ihre (fiktiven?) geheimen Ausflüge unters Volk, um Kranke zu heilen, ganz interessant zu lesen. Doch ihre wirklichen Leistungen als Regentin kommen hier kaum zum tragen, obwohl diese doch einen erheblichen Part der Person ausmachen. Ich bekam das Bild einer Regentin, die Unmengen an Zeit für Ausflüge und Träumereien zu haben scheint. Ihre Bildung wird höchstens mal nebenbei erwähnt. Dafür stürzte sich die Autorin mit Begeisterung wiederholt in ausgiebige Beschreibungen von Kleopatras Outfits, Frisuren und Schmuck, wie es in Romantasy oftmals schwerpunktmäßig thematisiert wird. Dadurch hat das Buch vermehrt einen Romantasy-Charakter erhalten, die einst mächstigste Frau der Welt wird regelrecht verkitscht. Zudem kommt im Buch ein wirklich unnötiger Übersetzungsfehler vor, der vermeidbar gewesen wäre. Der lateinische Ausspruch ALEA IACTA EST (Der Würfel ist gefallen) wird auf S. 193 falsch mit der Übersetzung zu ALEAE IACTAE SUNT (Die Würfel sind gefallen) übersetzt. Jeder Asterix-Fan hätte das besser hinbekommen!
Wer eine fiktive Biographie lesen will, welcher der einst mächstigsten Regentin auch in Bezug auf ihre wirtschaftspolitischen und rechtssprechenden Leistungen gerecht wird, wird enttäuscht sein. Wen eine romantisch-verklärte Darstellung mit Romantasy-Einschlag nicht stört wird sich gut unterhalten fühlen.

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Kleopatra