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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anndlich:

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Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab von Kristina Ohlsson

1000 Tage

Alva hat sich ein Ziel gesetzt, sie möchte den Tod ihres Vaters innerhalb von 1000 Tagen auflösen. Die magische Grenze rückt immer näher und Alva ist ihrem Ziel scheinbar noch kein Stückchen nähergekommen als seltsame Ereignisse Hovenäset überschatten. Denn plötzlich kreuzen ein seltsames Mädchen und ihre stumme Mutter ständig Alvas Weg und dann ist da noch die schwarze Katze mit der weißen Pfote, die sich ganz seltsam verhält.

Dann lässt eine Notiz ihres Vaters in der neugekauften Strandhütte Alva aufhorchen…

Sternengrab von Kristina Ohlsson ist der zweite Band der Gänsehaut in Hovenäset Reihe für Kinder ab 11 Jahren, die ihre Angstlust gerne herausfordern. Die Teile bauen nicht aufeinander auf, sodass Sternengrab auch ohne Vorwissen gelesen werden kann. Im Gegensatz zum ersten Band empfanden wir die ersten 2/3 des Buchs jedoch weniger düster, über Alva und ihre Familie liegt zwar ein Band der Trauer, das durchaus für eine triste Atmosphäre gesorgt hat, jedoch fehlte das Gefühl der Anspannung, dass jeden Moment etwas außergewöhnliches passieren könnte. Das nimmt im letzten Drittel dann jedoch ordentlich zu und die einzelnen Szenen wirken teilweise noch gruseliger als in Band 1, weswegen auch Sternengrab nur für jene Kinder etwas ist, die sich gerne gruseln.

Insgesamt war das Muster jedoch dem ersten Band sehr ähnlich, was gewisse Teile des Buchs etwas langweilig erschienen ließen. Mir als Erwachsene haben auch die einzelnen Stilelemente (Brief und Zeitungsbericht) nicht sehr gut gefallen, weil sie nicht besonders authentisch wirkten. Doch dadurch ist das Buch durchweg gut für Kinder zu lesen, da durchgehend kurze und einfache Sätze die Geschichte gut lesbar machen. Das Ende hat mir hingegen deutlich besser gefallen als in Band 1, denn Sternengrab endet für Leser:innen mit einem guten Gefühl.

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Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab

Rezensionen von Anndlich:

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Mo & Moritz von Julya Rabinowich

MoMos

Mo & Moritz von Julya Rabinowich ist ein (Jugend-)Roman, der mich wie kaum ein Buch in einen absoluten Zwiespalt versetzt. Einerseits ist hier die sprachliche Ebene, die schön poetisch, aber leicht daherkommt und ein tolles Leseerlebnis beschert. Manchmal kommt das Gefühl, dass dieser Schreibstil, der auch die Gedankenwelt Mos präsentiert, nicht authentisch wirkt, nicht wie Mo.

Nicht weil Mo ein Moslem ist, sondern weil er sich selbst als ‚Nicht-Leser‘ bezeichnet und die Sprachvielfalt, die erweckten Bilder, das genaue Gegenteil hervorrufen. Doch das konnte ich gut abschütteln, weil mich der Schreibstil wirklich durch die Geschichte tragen konnte.

Dann ist da Mos Familie. Queere Beziehungen haben (leider) häufig ihre Probleme, dass Mos Familie nun aber komplett dem Vorurteil entspricht, kommt dem natürlich noch weniger zu Gute und genau hier sitzt mein ganz großes Problem: es werden wirklich alle Vorurteile ausgeschöpft. Mos Vater, dessen Erscheinungsbild eher als bedrohlich dargestellt wird, der kein Deutsch spricht und dennoch einen Aufstand in der Schule macht. Mos Bruder Faris, der nicht nur aggressive Verhaltensweisen an den Tag legt und unter den Geschwistern für Krawall sorgt, sondern auch Anschläge organisiert und Eltern, die dennoch eher zu ihm, als zu den anderen Geschwistern halten. In einer Welt, die leider sehr geprägt von diesen Vorurteilen ist, hätte ich mir etwas weniger davon gewünscht, denn Mo & Moritz müssen laut Klappentext ‚Vorurteile‘ überwinden, dass aber sehr viele auf Mos Familie zutreffen, hilft der Geschichte für meinen Geschmack absolut nicht.

Denn die Liebe zwischen Mo & Moritz hat genug eigene Probleme, die in der Geschichte deutlich tiefgründiger erarbeitet hätten werden können. So hatte ich das Gefühl, dass die Annäherung der beiden nur ein Nebenstrang der Familienprobleme darstellt und die zu überwindenden Vorurteile ihrer queeren Beziehung gar nicht im Fokus standen, sondern eher das sich-lösen von toxischen Familienverhältnissen, was durchaus ein wichtiges Thema darstellt, aber so gar nicht das war, was ich von dieser Geschichte erwartet hatte.

Neben der Sprache gab es aber zwei Charaktere, die mir während des Lesens wirklich eine pure Freude bereitet haben. Das wären Mos kleine Schwester Maryam, die unglaubliches Feingefühl und eine Reife besitzt, von der sich manch Familienmitglieder etwas abschauen können. Gleichzeitig mochte ich auch die Thematik, die ihre Figur aufgeworfen hat, denn die (leider vorhandene) Wichtigkeit des eigenen Namens wird manchmal unterschätzt. Und dann noch die ‚blaue Fee‘, die einem mitgibt, dass man zwar ein gutes, aber kein erfülltes Leben hat, wenn man nicht auf sich selbst hört.

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Mo & Moritz

Rezensionen von Andrée Feyertag:

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Im ersten Licht von Norbert Gstrein

Lemberg ist gefallen

"Wir wissen, was wir verloren haben." So beginnt der Roman , der durch sein aktuelles Thema die Leserin gefangen hält. Leben wir derzeit im Schatten von kriegerischen Auseinandersetzungen und wissen nicht, was wir verlieren werden? Durch die Erzählung des Lebens von Adrian wird man durch ein ganzes Leben geführt, das mit Verlusten, Liebe und Fragen konfrontiert wird.

Sehr spannend erzählt.

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Im ersten Licht

Rezensionen von ReiShimura:

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National Geographic Kids - Die tollsten Tierbabys aus aller Welt von Maya Myers

Ein Bilderabenteuer für kleine Entdecker

National Geographic ist wohl sehr vielen Menschen ein Begriff und die meisten denken wahrscheinlich vor allem an spektakuläre Dokumentationen für Erwachsene und eindrucksvolle Bilder. Deutlich weniger Menschen wissen wahrscheinlich, dass es auch eine Kinderbuch-Reihe von National Geographic gibt, und diese steht in ihrer Wirkung den Erwachsenen Bildbänden in nichts nach.

Der erste Eindruck des Buches war bereits positiv. Das Format hat eine angenehme Größe und der Einband des Buches ist robust gestaltet. Sowohl die Haptik als auch die Optik waren äußerst ansprechend. Der kleine Leser, mit dem ich das Buch zusammengelesen habe, ist mit knapp drei Jahren noch ein wenig jünger als die Altersempfehlung des Ravensburger Verlages. Dieser gibt eine Empfehlung von ab vier Jahren.

Die Seiten sind im Vergleich zu anderen Kinderbüchern ein wenig dünner, bei kleineren Kindern, die noch keine ausgeprägte Feinmotorik haben, könnte dies zu Problemen und zerstörten Seiten führen. Für den kleinen Leser stellten die Seiten aber kein Problem dar und er begann bereits selbstständig durch die Seiten zu blättern.

Das Hauptaugenmerk des Buches liegt, wie bei einem National Geographic Buch nicht anders zu erwarten, bei den Fotografien. Die großflächigen, gestochen scharfen und eindrucksvollen Bilder sind auf jeden Fall ein absolutes Highlight. Der kleine Leser hatte bereits viel Freude mit dem Buch, indem er sich nur die Bilder angesehen hat, die kurzen informativen Texte waren dann aber noch ein zusätzlicher Pluspunkt.

Der Aufbau des Buches ist sehr strukturiert und geordnet. So stellt jedes Kapitel Tierbabys eines gewissen Lebensraumes dar: Grasland, Wasser, Berge und Wüste, Wald und Polargebiete. Jedem Tier bzw. Tierbaby ist mindestens eine Doppelseite gewidmet. Auch hier ist der Aufbau immer derselbe. Neben den eindrucksvollen Fotos gibt es einen kurzen informativen Text, ein Faktenkästchen mit den wichtigsten Informationen und ein Feld mit Zusatzinformationen.
Besonders gut haben mir die verschiedenen interaktiven Fragen gefallen, mit Hilfe derer man das Kind aktiver in den Vorleseprozess einbauen kann. Die Fragen greifen dabei immer einen Aspekt des gerade vorgestellten Tierbabys auf und verbinden es mit dem Menschenkind, welches das Buch ansieht. Beim Känguru lautet die Frage zum Beispiel: "Was trägst du gerne in deinen Taschen?".

Für den kleinen Leser und mich war es das erste National Geographic Kids Buch, aber es wird definitiv nicht das letzte Bleiben. Die Mischung aus fantastischen, berührenden und einzigartigen Bildern in Kombination mit kurzen, informativen Texten hat sowohl dem kleinen Leser als auch mir sehr gut gefallen. Dieses Buch ist perfekt für alle kleinen und größeren Entdecker, die in die Welt der Tierbabys eintauchen wollen.

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National Geographic Kids - Die tollsten Tierbabys aus aller Welt

Rezensionen von HEYN Leserunde, Ewa Wiercinska :

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Im ersten Licht von Norbert Gstrein

Exzellentes Buch

Es fällt mir schwer, meine Begeisterung für dieses inhaltlich fordernde Buch in Worte zu fassen.
Norbert Gstrein ist ein Meister des eleganten Stils. Für ihn ist Sprache die „Kleidung der Gedanken“. Er verleiht den Fakten (1914-1917, 1939-1945) ein emotionales Fundament, das sie im Gedächtnis haften lässt.

Besonders fesselnd finde ich seine verführerischen Sätze, in die er beinahe unmerklich Ungeheuerlichkeiten einwebt.

Die Hauptfigur Adrian ist fasziniert vom Denken der „Führer im Weltkrieg“ und vergisst dabei, dass er selbst nur (Seite 261) ein „armer Herr Professor ist, der Soldaten für Mörder hält und sich trotzdem von ihnen angezogen fühlt. Nie ein Kind gehabt, über fünfzig Jahre alt, mutterseelenallein und ohne Sinn in der Welt. Nie einen Sohn! Nie im Krieg gewesen und ein ganzes Leben lang nur ein armer, armer Herr Professor, der alles bloß aus seinen Büchern kennt!“

Wie ein KI-Mensch analysiert er Unmengen an Kriegsdaten, ohne sie selbst zu empfinden. Bedrohlich. Erst als Adrian sechzig Jahre alt wird, sagt er zum ersten Mal: Ich schäme mich, dass ich…
Fazit: Ein Buch für kommende Generationen. Literatur kann uns zu besseren Menschen machen – denn: „Mit einem Buch in der Hand kann man nicht schießen“.

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Im ersten Licht

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Stürmische Klippe von Sabine Weiß

Fesselnd bis zur letzten Seite

Dieser 10. Fall für Liv Lammers fordert der sympathischen Ermittlerin so einiges ab. Statt sich mit ihrem Verlobten, dem Kieler Rechtsmediziner Sebastian Gerlich über die gemeinsame Zukunft zu beraten, verbringt sie ihren freien Tag mit ihrer Chefin Hilke Hasselbrecht auf der Geburtstagsfeier von Armgart Zabrowski, einer Politikerin mit großen Plänen für sich und Sylt, in einer Villa in Rantum.

Obwohl Zabrowski beinahe Opfer eines Mordanschlags wird, will sie keinen offiziellen Personenschutz. Ihre Freundin Hasselbrecht soll inkognito den Drahtzieher ermitteln. Der Kreis der Verdächtigen ist groß, ist doch die Politikerin für ihre rücksichtslose Agenda bekannt und berücksichtigt. So negiert sie den aufziehenden Orkan, der das Anwesen von der Außenwelt abschneidet: Gäste, Personal sowie die beiden Polizistinnen sind nun auf sich selbst zurückgeworfen. Die Stimmung ist miserabel und als man dann eine junge Frau tot in Zabrowskis persönlichen Räumen findet, droht die Lage zu eskalieren. Wer hat Katrin die abgebrochene Sektflasche in den Hals gerammt?

Doch damit nicht genug, wird Sebastian Gerlich des versuchten Mordes an einer Frau verdächtigt und verhaftet. Statt Beweise für seine Unschuld suchen zu können, sitzt Liv Lammers auf Rantum fest.

Meine Meinung:

Wow, was für ein Schlamassel! Der Spannungsbogen dieses 10. Krimis rund um Liv Lammers ist wie gewohnt sehr hoch. Sabine Weiß lässt ihre Leserschaft gleich um zwei Personen zittern: Liv und Sebastian.

Was Hilke Hasselbrecht hier reitet, ihre Reputation für eine höchst zwielichtige Freundin (?) aufs Spiel zu setzen? Das Versprechen eine höhere Position zu erhalten?

Und wird Sebastian in dieses Netz an Intrigen verwickelt, um Liv zu schaden? Cui bono? Wem nützt das? Oder ist die ganze Aktion, die Sebastian schwer traumatisiert, „nur“ die Folge einer gekränkten Eitelkeit? Und welche Rolle spielen Sebastians Mitarbeiter in dieser Causa? Ich hoffe, wir werden darüber im nächsten Band in Kenntnis gesetzt werden. Zudem sollte die Hasselbrecht als Chefin abgelöst werden.

Wie immer lässt uns Sabine Weiß tief in menschliche Abgründe schauen. Diesmal erfüllen sowohl Armgart Zabrowski als auch der Drahtzieher rund um Sebastians Verhaftung diesen Part ausgezeichnet. Die Gier nach Macht und Geld sowie die Skrupellosigkeit mit der einzelne ihre Ziele verfolgen, ohne Rücksicht auf Menschen oder Umwelt zu nehmen, ist erschreckend.

Wie es weitergehen wird? Ich bin schon auf den 11. Fall neugierig.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem 10. Fall für Liv Lammers 5 Sterne und warte mit ein wenig Ungeduld auf den nächsten Band.

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Stürmische Klippe

Rezensionen von Sheilo:

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Kings of Cypress Pointe - Tangled Lies von Rachel Jonas und Nikki Thorne

Mein neuer Lieblingsband

Lexi gerät immer wieder in Schwierigkeiten, doch mit dieser Entwicklung hat auch sie nicht gerechnet. Plötzlich findet sie sich in einer Fake-Beziehung mit Sterling wieder, einen der bekannten Golden-Drillinge. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto näher kommen sie sich und ahnen dabei gar nicht, dass gerade das gefährlich werden könnte.

"Kings of Cypress Pointe - Tangled Lies" ist der zweite Band der Spin-Off-Trilogie zur Kings-off-Cypress-Pointe-Reihe von Rachel Jonas und nunmehr mein Favorit der Bücher rund um die Golden Boys. Das Trope Fake-Dating ist natürlich sehr präsent und die Emotionen im Buch sind für den Lesenden absolut greifbar. Lexi wurde trotz ihres jungen Alters nicht nur einmal das Herz gebrochen und Sterling trägt einen entscheidenden Anteil daran. Die Rückblicke in die Vergangenheit der beiden Protagonisten mag ich wirklich sehr und vor allem der eifersüchtige Sterling ist ein echtes Highlight. Trotz dessen, dass Sterling und auch Lexi für die Kenner der Reihe keine Unbekannten sind, kommt so manches interessantes Detail ans Licht und man lernt ganz neue Seiten an ihnen kennen. Natürlich darf auch diesmal Pandora nicht fehlen, der einfach nichts in der Stadt zu entgehen scheint und so kocht auch diesmal kräftig die Gerüchteküche.

Die Autorin schafft es in diesem Band sehr gut, ernste Themen in die Handlung einzubauen, auf die ich nicht näher eingehen möchte, um Spoiler zu vermeiden. Alles fügt sich dabei zu einem großen Puzzle zusammen und man versteht so manche Verhaltensweise dadurch umso besser.

Neben den beiden Protagonisten habe ich beim Lesen vor allem Benny, den Stiefvater von Lexi, ins Herz geschlossen. Er hat das Herz wirklich am rechten Fleck und so einen Dad können wir uns alle nur wünschen. Außerdem ist die restliche Golden Crew ebenfalls wieder mit dabei und es gibt hier und da ein paar Hinweise auf den letzten Band der Reihe, welcher sich um Ricky drehen wird.

Für alle Fans der Reihe ist "Tangled Lies" einfach ein Must-Read und ich selbst kann es kaum erwarten, dass der letzte Band erscheinen wird.

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Kings of Cypress Pointe - Tangled Lies

Rezensionen von Julchentim:

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Nightweaver von R. M. Gray

Zwischen Piraten, Magie und verbotenen Gefühlen

Nightweaver hat mich direkt im ersten Kapitel gepackt. Der Einstieg auf einem Piratenschiff ist intensiv und zieht einen sofort in die Geschichte. Genau das liebe ich. Ich wollte Meer, Kämpfe und dieses raue Piratengefühl, und das bekomme ich am Anfang auch.

Danach verlagert sich vieles an Land.

Das hat mich kurz überrascht, weil ich mit mehr Seefahrerleben gerechnet hatte. Trotzdem wurde es nicht langweilig. Die politische Spannung zwischen Menschen und Nightweavern, die Geheimnisse und die vielen Enthüllungen haben mich bei der Stange gehalten. Vor allem im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse. Da konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Aster mochte ich insgesamt sehr. Sie ist 17, impulsiv, stolz, manchmal anstrengend. Aber genau das macht sie glaubwürdig. Ihre enge Bindung zur Familie hat mir besonders gefallen. Das gibt der Geschichte Herz. Die Romance ist langsam aufgebaut, eher zart als dramatisch, und lebt von Blicken, Nähe und inneren Konflikten. Ich war komplett investiert. Und ja, ich stelle mir auch Fragen, in welche Richtung sich das noch entwickelt.

Das Magiesystem mit den Nightweavern fand ich interessant, auch wenn ich an manchen Stellen kurz überlegen musste. Es passiert viel, es gibt viele Namen und Hintergründe. Man muss wirklich aufmerksam lesen. Manche Twists habe ich kommen sehen, andere haben mich kalt erwischt.

Für mich sind es solide vier Sterne. Nicht perfekt im Tempo, aber mit einem starken Ende, viel Gefühl und genug offenen Fragen, damit ich unbedingt Band zwei lesen will.

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Nightweaver

Rezensionen von Lilli33:

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Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross

Lesenswert, wenn auch mit Luft nach oben

Lesenswert, wenn auch mit Luft nach oben

„Hazel sagt Nein“ ist der Debütroman von Jessica Berger Gross, die wie Hazel in New York aufgewachsen und dann nach Maine gezogen ist. Auch weitere einzelne Aspekte ihres eigenen Lebens hat sie in diesem Buch verarbeitet. Es ist aber bei Weitem kein autobiografischer Roman.

Der Anfang des Romans gefiel mir ausnehmend gut. Hazel wird an ihrem ersten Tag an der neuen Senior High School ins Büro des Direktors Richard White beordert, wo dieser ihr mitteilt, dass er jedes Jahr mit einer seiner Schülerinnen Sex und für das aktuelle Jahr Hazel ausgewählt hat. Wie vor den Kopf gestoßen, sagt Hazel das einzig Richtige: Nein! Damit will sie es eigentlich bewenden lassen, doch die Szene lässt sie in Gedanken nicht los, und so vertraut sie sich ihrer Mutter Claire an. Diese ist entsetzt und telefoniert sofort mit Hazels Vater Gus. Der kleine Bruder Wolf bekommt sowieso immer alles mit. Und so kommt die Lawine ins Rollen. Die Sache wird publik gemacht. Für Familie Greenberg Blum beginnt eine Zeit der Anfeindungen, denn White streitet alles ab und schiebt den Schwarzen Peter Hazel zu. Da er ein angesehenes Gemeindemitglied ist, sind viele der Bewohner auf seiner Seite.

Jessica Berger Gross erzählt diese unfassbare Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Alle Familienmitglieder kommen fast gleichermaßen zu Wort und wir dürfen miterleben, wie das Geschehen ihre jeweilige kleine Welt beeinträchtigt.

Die einzelnen Charaktere gefielen mir recht gut. Sie sind alle ungewöhnlich, haben ihre Ecken und Kanten, aber auch ganz viele liebenswürdige Seiten. Auf eine gewisse Weise mochte ich jede der Figuren sehr gerne, wobei die Szenen mit Wolf regelmäßig am witzigsten waren. Dieser Witz war auch sehr positiv, sonst wäre die Story zu negativ ausgefallen. Dabei ist der Autorin die Gratwanderung zwischen Ernsthaftigkeit und Witz gut gelungen.

Der Schreibstil war leider nicht so ganz nach meinem Geschmack. Ich empfand ihn mit seinen relativ kurzen Sätzen als zu einfach. Ein paar mehr Emotionen hätte ich mir auch gewünscht. Gerade Hazel als die Hauptbetroffene erschien mir oft zu abgeklärt.

Trotzdem fand ich diesen Roman absolut lesenswert, wenn auch durchaus noch Luft nach oben ist.

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Hazel sagt Nein

Rezensionen von Shilo:

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Die Papierschöpferin von Anna Thaler

Eine Geschichte, die berührt

Der Roman führt in das 15. Jahrhundert nach Norditalien, in eine Zeit, in der das Leben noch stark von harter Arbeit und eigenen Entscheidungen bestimmt wird. Eine junge Frau steht plötzlich allein da und muss Entscheidungen treffen, für die andere ein ganzes Leben Zeit haben. Von diesem Moment an entwickelt sich eine ruhige, klare Geschichte.

Sie kommt ohne große Dramatik aus und zeigt, was es heißt, Verantwortung zu tragen und Entscheidungen nicht aus dem Weg zu gehen.
Der Alltag in der Papiermühle am Gardasee wird nachvollziehbar und unaufgeregt geschildert. Die Arbeit, das Wasser, das Holz und das Papier gehören ganz selbstverständlich zur Geschichte. Das Wissen über die Papierherstellung fließt ruhig in die Handlung mit ein. Alles fühlt sich stimmig an und gibt der Handlung Tiefe.
Sofia wird als starke, aber zurückhaltende Figur gezeigt. Ihre Kraft liegt im Durchhalten und im Weitermachen, auch wenn die Widerstände wachsen. Die Konflikte entstehen aus Neid, Macht und alten Abhängigkeiten.
Auch die Liebesgeschichte bleibt im Hintergrund. Sie entwickelt sich langsam und vorsichtig und passt gut in die Zeit und die Situation der Figuren. Die Wege nach Augsburg und Venedig erweitern die Geschichte. Der aufkommende Buchdruck wird spürbar als Veränderung, die vieles in Bewegung bringt.
Der Roman lebt von seiner ruhigen Art. Stattdessen entsteht ein gleichmäßiger und angenehmer Lesefluss.
Am Ende bleibt der Eindruck eines sorgfältig erzählten historischen Romans, der Wissen, Gefühl und Handlung gut miteinander verbindet. Eine eindrucksvolle Geschichte.
Ein Buch für alle, die gern in eine andere Zeit eintauchen und dabei eine ruhige, glaubwürdige Geschichte erleben möchten. 5 Sterne.

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Die Papierschöpferin