Kunden em pfehlungen
Rezensionen von marcialoup:
Die Riesinnen von Hannah Häffner
groß-artig
Auf dieses Buch muss man sich einlassen und wirklich gute Zeit finden, um sich in der Welt, in der Liese(lotte) lebt, zurechtzufinden.
Ein dörfliches Leben, in der Natur des Schwarzwaldes umgibt die erste Riesin Liese, zu groß gewachsen und dünn ist sie..., beschreibt ihren Werdegang als Mutter und gleichzeitig der zweiten Riesin Cora, Liese's Tochter, sowie später deren Tochter Eva, ebenfalls Riesin.
Die Frauen sind also alle drei außergewöhnlich groß, was schon mal ein Punkt zum Auffallen im Dorf ist, und ihnen für immer anhaftet.
Schicksalsjahre nehmen ihren Lauf und verbinden die drei
Riesinnen um mehr als nur ihr Familienband. Die Suche und Abwendung von Heimat ist bei allen drei Frauen auf unterschiedliche Weise spürbar und doch haben sie mehr oder weniger ihr Zuhause... im Dorf.
Sie sind trotz aller Widrigkeiten starke Persönlichkeiten, auch wenn sie nicht immer erreicht haben was sie wollten.
Die Sprache der Autorin ist perfekt in diese beinahe hinterwäldlerische Abgeschiedenheit hineingeflossen. Sie ziert verblüffend schöne, fast poetische Satzgefüge, die man gern liest, eingearbeitet in die dörfliche Sprache, die auch ein Zeitgefühl für diesen Roman schafft und gleichzeitig Bilder zum Greifen nah entstehen lässt.
Hannah Häffner hat damit ein außergewöhnliches Buch geschaffen!
Es wird aber nicht jeden Geschmack treffen, mein Geschmack ist es eigentlich auch nicht...
Das Cover gefällt mir sehr gut, auffallend das Blatt in der Farbe blau woraus ein Blick verborgen schaut.
Rezensionen von marcialoup:
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen von Lisa Ridzén
Verschiebung von Wichtigkeiten im Alter
Bo ist 89 und er nimmt uns mit in sein aktuelles Leben, Zuahuse, mit seinem Hund Sixten, der ihm alles bedeutet - ALLES!
Doch sein Sohn Hans will ihm Sixten wegnehmen, weil seiner Ansicht nach Bo nicht mehr in der Lage sei, sich um den Hund ausreichend zu kümmern. Auch andere Unstimmigkeiten zwischen Bo und Hans belasten Bo.
Hans' Ungeduld im Umgang mit der Situation des Kümmerns ist spürbar.
Bo's Frau ist schon länger nicht mehr da, nachdem die Demenz sie ergriffen hat... Die Besuche im Demenzzentrum nehmen Bo immer sehr mit, denn die äußere Hülle seiner Frau Fredrika zu sehen, ist schmerzlich, weil ihr Inneres Bo und die Familie nicht erkennt und nicht mehr erreicht.
Bo ist aber innerlich stark mit ihr verbunden und Erinnerungen begleiten seinen Alltag, der von freundlichen Pflegekräften bunter gestaltet wird.
Sein Nachbar und Freund Ture ist ebenfalls ein steter Begleiter.
Das Buch liest sich gemächlich. Der Langsamkeit des Alterns angepasst, wird man in die Schwere und gleichzeitig beinahe schwerelose Gelassenheit eines fast 90jährigen gezogen. Man versteht, dass manche Dinge eine andere Wichtigkeit erhalten und Kleinigkeiten im Alltag unwichtig werden, die aber zum Beispiel seinen Sohn Hans im Umgang stören oder selbst die Pflegekräfte, weil es nicht der Norm entspricht.
Warum nicht kann Bo nachts einen Brief an seine Frau in den nahegelegenen Briefkasten bringen, ohne dass die Pflegekraft gleich vehement eingreift und ihn als verwirrt bezeichnet?
Wenn wir, die mitten im Leben stehen, dies tun würden, keiner würde uns fragen oder es verbieten, ist doch unsere Sache, ob wir nachts an den Briefkasten gehen!
Die von den Pflegekräften geleisteten Einträge in deren Pflichtheft über den Pflegezustand geben Auskunft über die Einschätzung Dritter zu Bo - quasi von außen betrachtet.
Losgelöst betrachtet erscheint der Ablauf der Pflege als System, in das Menschen hineingequetscht werden. Es geht ja nicht ohne Struktur, aber ein Mensch, egal wie alt, ist nicht einfach nur Struktur.
Das Buch rüttelt auf und lenkt unseren Blick in ein Leben, das wir eines Tages erreichen (können), aber wollen wir unsere Selbständgkeit abgeben bloß weil wir ur-alt sind?
So vieles ändert sich mit dem Alter/n, was auch eigener Akzeptanz bedarf, doch es scheint, als seien Veränderungen Fehltritte, die "behandelt" werden müssen. Entwürdigende Momente der Inkontinenz, Einsamkeit, Kraftverlust, Hilfsbedürftigkeit, Unverständnis...
Die gemächliche Erzählung verwandelt sich in eine Zärtliche und Traurige und regt dabei zum Nachdenken an im Umgang mit pflegebedürftiger und/oder ü80 Generation. Man sollte vielmehr ihren Geschichten zuhören, Erfahrungen von unschätzbarem Wert können Jüngeren Kraft und sicher noch viel mehr geben.
Ich lerne in diesem Buch eine andere Betrachtungsweise, auch auf die Dinge, die meine pflegebedürftige Mutter betreffen ob der Wichtigkeit zu unterscheiden.
Bo's Geschichte ist so zart und zerbrechlich, sie ist still und laut gleichermaßen und so wichtig, dass sie geschrieben wurde!
Ich wünsche mir, dass dieses Buch etwas verändert in der Gesellschaft, sodass man Pflegebedürftigen mit einem ausgewogenen Respekt begegnet, der eigenen Willen zulässt und ihnen irgendwie ganz viel Zeit schenkt!
Dieses Buch hallt lange nach, man sitzt in der Küche mit Bo, und ich bin ziemlich froh, dass die Pflegekraft Ingrid so oft bei Bo ist!
Rezensionen von Lesemaus:
Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine von Markus Heitz
Spannende Fortsetzung mit kleinen Schwächen
Jaaa, endlich ging es weiter. Den ersten Band fanden wir fesselnd und bildgewaltig, und der zweite Band geht genauso abenteuerlich und rasant weiter. Er knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Auch das Cover ist wieder ein absoluter Hingucker geworden.
Irida und die „Furchtlosen“ setzen ihren Kampf gegen die Trolle fort, die die Anderswelt bedrohen.
Auf der Suche nach Antworten stoßen sie auf alte Ruinen und vergessene Legenden, während die Gefahr immer größer wird. Die Schauplätze sind bildhaft beschrieben, die Stimmung ist mystisch, teils unheimlich, aber auch humorvoll. Die Handlung ist größtenteils rund.
Irida wächst weiter als Heldin und bleibt dabei glaubwürdig. Die Nebenfiguren könnten gern etwas tiefer ausgearbeitet sein. Der Schreibstil ist flüssig und altersgerecht.
Ein passendes und spannendes Buch für die ganze Familie – auch für die Omi – und sehr gut geeignet für junge Fantasyfans ab etwa 10/11 Jahren.
Rezensionen von Shilo:
Villa Rivolta von Daniel Speck
Zwischen Dolce Vita und Veränderungen
Alles beginnt in einer Villa bei Mailand. Zwei Kinder wachsen dort nebeneinander auf und versprechen sich, einander nicht zu verlieren. Es ist eine ruhige Zeit, von der man ahnt, dass sie nicht so bleiben kann.
Die Nähe der Kindheit verändert sich mit den Jahren. Piero, der Sohn eines wohlhabenden Automobilunternehmers, und Valeria, die Tochter der Hausangestellten, bleiben eng verbunden, auch als sich ihre Wege ändern.
Familiengeheimnisse und neue Gefühle bringen Herausforderungen, besonders als Valeria sich in Flavio verliebt. Herkunft, Familie und Erwartungen prägen die Handlungen der Protagonisten. Die Liebe wird nicht romantisch verklärt, sondern zeigt, wie sie das Leben beeinflusst und nicht immer zusammenführt.
Die Geschichte erzählt von Nähe und Verlust. Sie zeigt, wie Lebenswege auseinandergehen können, selbst wenn eine tiefe Verbindung bleibt. Die ruhige Erzählweise macht alles glaubwürdig. Nichts wirkt übertrieben, vieles bleibt offen, und die Figuren wirken echt. Man kann gut nachvollziehen, was sie fühlen.
Am Ende bleibt ein warmes Gefühl. Die Figuren wirken lange nach, und die Geschichte entfaltet ihre Wirkung ruhig und sanft.
5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die eine einfache und schöne Geschichte über Freundschaft, Liebe und Familie in Italien mögen.
Rezensionen von Katzenmicha:
Schwarze Schuld von Angela Lautenschläger
Eine mal andere Ermittlerin
Lena Becker aus Hamburg kommt nach Jork ins Alten Land, um dort die Nachfolge des tödlich verunglückten Bezirksschornsteinfegers anzutreten.Das Hans Moll der bisherige Bezirksschornsteinfeger, aber einfach so vom Dach gestürzt ist und sofort tot war-will und kann sie nicht glauben.Zu mal der Besitzer des Hauses Richard von Kiesow ,die Kellertreppe runterstürzte und auch tot ist.
Lena findet das ein wenig zuviel Zufall und geht der Sache nach.Sie lernt den Bürgermeister von Jork kennen, Hajo von Kiesow, ein Neffe des Verunglückten und jetzt Erbe des Hauses.Kevin Timmermann derPolizeiobermeister von Jork ist auch ihre Meinung,das mit den beiden Todesfällen was nicht stimmt und hat mit Ermittlungen angefangen.Der Bürgermeister Hajo von Kiesow würde gerne ein geplantes Neubaugebiet umsetzen. Aber er bekommt Druck von Baugesellschaften, aber auch von Umweltschützern und Vereinigungen, die um die Apfelplantagen bangen.Makler Klaas Stamer verliert bei dem Haus von Richard von Kiesow seinen Autoschlüssel,und Lena findet in den Büschen einen Ring. Könnte das eine Spur sein,das es Jemanden gibt der bei den Todesfällen nachgeholfen hat?Lena kann es nicht lassen und fängt an zu ermitteln……
Die Autorin Angela Lautenschläger hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Bildhaft nimmt sie den Leser mit nach Jork,einem idyllischem Ort im Alten Land.Humor und Spannung wechseln sich ab,es hat viel Freude gemacht zu lesen.Sehr gerne 5 Sterne und ich bin auf den 2. Band der Reihe schon sehr gespannt.
Rezensionen von peedee:
Prost, auf die Fischer von Friedrich Kalpenstein
Wiederum eine wahre Freud‘
Kommissar Tischler, Band 12: Der Betriebsausflug der Brunngrieser Dienststelle endet abrupt, als am Frillensee eine Leiche gefunden wird. Der Tote: Harald Lorenz, ein Fischer. Hauptkommissar Constantin Tischler und Polizeihauptmeister Felix Fink erfahren kurzum, dass der Tote bei den anderen Berufskollegen gar nicht gern gesehen war.
Haben sie etwas mit dem Mordfall zu tun? Denn dass es Mord ist, ist klar, denn der Verblichene hat sich wohl nicht selbst in ein Fischernetz eingewickelt…
Erster Eindruck: Resi auf dem Cover = gutes Cover (das ist die Erfolgsformel)!
Dies ist Band 12 einer Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (es ist jedoch schöner, das Team von Anfang an zu begleiten).
Hach, es war schön, wieder in Brunngries zu sein, und dann erst noch auf einem Betriebsausflug! Ich konnte mir die Truppe unter der Führung von Luise sehr gut vorstellen: Die jammernden Männer mit Riesenrucksäcken beladen, worin sich von Fleischpflanzerl bis zum richtigen Geschirr alles befindet. Kaum unterwegs findet Luise eine Leiche! Wow! Und einer der Truppe meinte schon, dass Luise das alles inszeniert habe. Witziger Gedanke, aber nein, da hört der Spass doch auf. Das Duo Constantin Tischler und Felix Fink geht gemäss bewährter T-U-F-Methode vor (Polizeioberrat Schwenk kennt diese Methode ja nur zu gut).
Wer war Harald Lorenz? Wieso lag er im Frillensee, wo er aber nicht zu Tode kam? Weshalb gibt es Informationslücken zu seiner Vergangenheit? Und wieso sind die anderen Fischer so schlecht auf Lorenz zu sprechen? Ist es nur der Konkurrenzgedanke? Die Anzahl der Verdächtigen nimmt proportional zu den Fragen zu. Die Ermittlungen geben Einblicke in die Fischereibetriebe und einen Reiterhof.
Das Buch hat sich wie immer flüssig lesen lassen, war temporeich, spannend und zugleich witzig (einmal mehr hat sich gezeigt, dass sich das deftige Essen im KRAUSE den Polizisten nicht auf deren Hüften niederschlägt, denn sie sind körperlich prima in Form!). Ich freue mich, ein weiteres Mal die volle Punktzahl zu vergeben und darauf, dass es mit Band 13 („Prost, auf die Sportler“) schon bald weitergeht.
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
No Way Home von T.C. Boyle
Ausweglos ...
Terrence, Arzt in Ausbildung in L. A., erfährt vom Tod seiner Mutter und macht sich auf den Weg nach Hause, einer Kleinstadt an einem Stausee in Nevada. Kaum angekommen lernt er dort Bethany kennen, eine attraktive junge Frau, die sich erst kürzlich von Jesse getrennt hat. Beth hat kein Geld, keine Bleibe, Terrence braucht jemanden vor Ort für Hund und Haus und Behördenwege, sodass er sich nach anfänglichem Zögern auf dieses Arrangement und auf eine Beziehung einlässt.
Jesse ist trotz Trennung nach wie vor überzeugt, dass Bethany zu ihm gehört, und es entspannt sich ein turbulenter von Gewalt und Betrug und heftigster Konkurrenz geprägter Kampf der drei Protagonisten um Nähe und Distanz im Spektrum Autonomie versus Bindung, Einsamkeit versus Zweisamkeit. Destruktive, kollusive Beziehungsmuster, von Boyle jeweils aus den drei verschiedenen Erzählperspektiven dargestellt. Ein erstes Stilmittel, ein zweites: ein geschickter Spannungsaufbau, verschärft durch den Wechsel in Nebenschauplätze und Auslassungen.
Boyle gibt nicht nur einen Einblick in toxische Beziehungsmuster sondern auch in Einstellungen und Lebensgestaltung junger Amerikaner aus der Mittelschicht, materialistisch, oberflächlich, kultur- und perspektivenlos. Keine Introspektion, keine Selbstreflexion. Und so bleibt es bis zum Schluss, die Wiederkehr des Befürchteten, die nächste Eskalation sind vorprogrammiert. Es gibt scheinbar keinen Ausweg, keine Entwicklung, zuletzt bleibt ein Gefühl von Resignation. Sogar der Stausee trocknet aus.
Rezensionen von Meli:
A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1 von Sophie Jordan
Das Abenteuer des Prügelmädchens beginnt
Tamsyn ist das königliche Prügelmädchen: wenn die Prinzessinnen sich nicht benehmen, dann wird Tamsyn dafür bestraft. Als der Krieger Fell die Hand einer Prinzessin fordert, wird wieder das Prügelmädchen gezwungen ihren Platz einzunehmen und sich unbekannten Gefahren zu stellen.
Tamsyn hat eine Sicht auf ihr eigenes Schicksal, die ich zwar verstehen konnte, aber ich fand es eher traurig und frustrierend, wie sehr sie die Prinzessinnen liebt, für deren Fehler immer sie selbst bestraft wird, und auch ihr Vertrauen in die Königsfamilie konnte ich nicht ganz nachvollziehen.
Sie ist es so sehr gewohnt, sich für andere aufzuopfern, dass es für sie zu einer Normalität geworden ist, die sie kaum noch hinterfragt.
Fell möchte eine Prinzessin heiraten, um sich damit eine einflussreichere Position zu sichern, damit er den Menschen in den Grenzlanden besser helfen kann, aber Tamsyn entspricht nicht ganz seinen Erwartungen und Bedürfnissen. Also hat Tamsyn Angst vor dem gefährlichen Krieger, während Fell von Tamsyn enttäuscht ist, trotzdem spüren sie von Anfang an eine magische Verbindung, die sie nicht erklären können. Abgesehen von den Umständen fand ich ihre Liebesgeschichte ganz nett, aber es war auch eine Mischung aus “zu schnell” und “nicht genug” für mich, weil die Protagonisten kaum Zeit haben, sich kennenzulernen.
Obwohl ich mich nie gelangweilt habe und sehr gut durch das Buch kam, fand ich schon, dass gar nicht so viel passiert ist. Die Geschichte lässt sich wirklich viel Zeit, um die Gefühle der Charaktere zu erklären, aber sie machen auch nur langsame Fortschritte. Es gab eine Szene, die mir zu obszön war, ansonsten hat mir die Story schon ganz gut gefallen, auch wenn ich zum Ende hin fand, dass die Handlung etwas oberflächlicher wurde und es nicht genug Konsequenzen gab.
Insgesamt hätte ich ein bisschen mehr erwartet, aber ich fand den Anfang des Abenteuers spannend, das in den Fortsetzungen hoffentlich etwas mehr an Fahrt aufnimmt.
Rezensionen von Nele33:
Dunkellicht Anelie Andersson ermittelt von Madita Winter
tolle Story
"Dunkellicht" ist der mittlerweile vierte Band um die Ermittlerin Anelie Andersson und ihrem Kollegen Sigge. Eingelesen wurde das Hörbuch exzellent von Yvonne Esins.
Als die beiden an einen Tatort gerufen werden, scheint das Szenario klar. Ein ehemaliger Kollege aus dem Drogendezernat hat zuerst seine Frau und Tochter erschossen und anschließend Suizid durch Erhängen begangen.
Schnell ist für den Staatsanwalt ein Verdächtiger gefunden, doch der beteuert unablässig seine Unschuld. Auch Anelie zweifelt mehr und mehr an dem Vorgang der Tat. Während der Ermittlungen offenbart sich den Ermittlern ein Sumpf aus Kriminalität, Korruption und menschlicher Abgründe, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Das Autorenpaar versteht wie auch in den vorherigen Bänden eine "kalte" Atmosphäre zu schaffen, die ihresgleichen sucht. Nicht nur die Landschaft, auch die handelnden Personen sind äußerst kalt und berechnend dargestellt, was der Story von der ersten Seite eine hohe Spannung verleiht. "Dunkellicht" ist ein toller skandinavischer Krimi mit einigen Wendungen und Überraschungen.
Die Sprecherin hat dazu viel beigetragen und ich kann das Hörbuch nur weiterempfehlen.
Rezensionen von carola1475:
Die Witwe von M. W. Craven
Packend, spannend, überraschend und sehr unterhaltsam
DS Washington Poe will die Gerichtsverhandlung um den verlangten Rückbau seiner Schäferhütte im Lake District National Park genießen, diesmal als Beschuldigter, nicht als Zeuge, und mit der brillanten Analytikerin Tilly Bradshaw an seiner Seite als Verteidigerin, doch unvermittelt werden beide abgerufen, um den Tod eines Hubschrauberpiloten in einem verlassenen Bordell in Carlisle aufzuklären.
Da in Carlisle ein Wirtschaftsgipfel mit hochrangigen Teilnehmern bevorsteht, sind auch der MI5 und das FBI, vertreten durch Agent Melody Lee, beteiligt. Lee hat Poe als Ermittler angefordert, weiß sie doch vom vorhergehenden Fall um den Kurator, dass Poe keine Angst hat, jemandem auf die Füße zu treten, Politik ihn nicht kümmert und er sich von niemandem aufhalten lässt, wenn er sich in eine Ermittlung verbissen hat.
M. W. Craven schreibt aus Poes Perspektive lebendig, bildhaft und mit trockenem Humor, Poes Dialoge, besonders seine Gespräche mit der bei Aufregung immer noch sozial unbeholfenen Tilly, sind oft witzig und sehr unterhaltsam. Alle Charaktere werden authentisch und vielschichtig dargestellt, ihre Motive sind psychologisch glaubhaft.
Poes Hintergrund und Tillys Entwicklung, sein abgelegenes Heim in Cumbria, seine befreundete, noch krankgeschriebene Vorgesetzte DI Flynn werden angesprochen, das rekapituliert den Stand der Dinge für Leser, die bereits Bücher der Reihe kennen und macht Neueinsteiger neugierig auf die Vorgängerbände.
Die unerschütterliche Freundschaft und grandiose Zusammenarbeit von Poe und Bradshaw hat mir viel Spaß gemacht, Tilly gleicht Poes fehlendes technisches Wissen aus und beschafft Informationen schnell und fraglos, er kann sich hundertprozentig auf sie verlassen. Und Poe stärkt Tillys soziale Kompetenz und ihr Selbstvertrauen.
Ich habe die spannenden Ermittlungen und ihre oft überraschenden Ergebnisse fasziniert verfolgt, Poes unerschrockene Hartnäckigkeit und Akribie bewundert, mit der er jeder noch so kleinen Spur nachgeht, obsessiv alle Fragen beantwortet haben will. Craven hat einen clever konzipierten und gut recherchierten Thriller geschrieben, der mich mit seiner Komplexität und vielen unerwarteten Wendungen gefesselt und bis zum Schluss bestens unterhalten hat.











