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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lili-Marie:

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The Iced Caramel Coffee Agreement von Kyra Groh

Zurück in Lower Whilby

Auf Eleanores Geschichte habe ich mich schon sehr gefreut. Ihre hilfsbereite aber schüchterne Art hat mich sehr neugierig auf sie gemacht, zumal schon angedeutet wurde wer ihr Love Interest ist. Zurück nach Lower Whilby zu kommen war zudem wieder toll und hat sich gleich heimisch angefühlt.

Der Schreibstil von Kyra Groh ist flüssig und es macht einfach Spaß, da man sofort in die Geschichte eintauchen kann.

Auch die Beschreibungen des kleinen Städtchens und dessen Bewohner haben mir hier wieder sehr gut gefallen. Auch die Charaktere aus Band eins wiederzusehen hat mich gefreut.

Eleanore ist eine sehr ruhige Person, die aber zu jederzeit fröhlich ist. Zumindest scheint es nach Außen hin so. In ihrem Inneren kämpft sie mit Versagensängsten und fühlt sich oft nicht gut genug. Dennoch versucht sie immer das Positive in den Situationen zu sehen. Und dann taucht Dex auf. Mit ihm kann sie genauso sein wie sie ist ohne jemandem etwas vorspielen zu müssen. Ein wenig haben wir schon in Band eins über ihn erfahren und hier lernen wir ihn erst richtig kennen. Er hat viele Ups und Downs hinter sich und versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Das scheint ihm mit Eleanore auch gut zu gelingen. Natürlich darf ein bisschen Drama nicht fehlen aber in der richtigen Dosis hat es dem Buch sehr gut getan. Zusammen haben mir die beiden sehr gut gefallen und ich mochte ihre Gespräche miteinander unheimlich gerne.

Mir hat dieses Buch sogar besser gefallen als der Vorgänger. Nun freue ich mich schon auf den nächsten Band und darauf nach Lower Whilby zurückzukehren.

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The Iced Caramel Coffee Agreement

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

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Und ich werde dich nie wieder Papa nennen von Caroline Darian

Unfassbar ehrlich

Nachdem ich das Buch von Gisele Pelicot „Eine Hymne an das Leben“ als Hörbuch gehört hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie Caroline Darian, die Tochter, die Situation um ihren Vater Dominique Pelicot, der seine Frau jahrelang mit medikamentösen Substanzen betäubt und vergewaltigt und fremden Männern zugeführt hat, erlebt hat.

Da die meisten den Fall, der hier in den letzten Jahren wirklich dauerhaft in der Presse war, kennen, führe ich die Taten von Dominique Pelicot nicht noch einmal aus – dieses Lesefazit berichtet über die Menschen, die es betrifft : die Opfer.
Caroline Darian wächst in liebevoller Umgebung auf, hat ein tolles Verhältnis zu ihren Eltern, die sich als Oma und Opa auch wundervoll um ihren kleinen Sohn kümmern und wird von dem Tsunami der Taten ihres Vaters überrollt. Am Anfang stehen Ungläubigkeit, Fassungslosigkeit und Sprachlosigkeit.
Sie berichtet, wie sie immer mehr in den Annahme-Prozess gekommen ist, was es mit ihr gemacht hat, das Kind des Opfers und des Täters zu sein und wie sie zu ihrer Kraft findet, mittlerweile mit ihrer Mutter zusammen zu kämpfen.
Ein kraftvolles und emotionales Buch, das zeigt, das Caroline sich mehr als einmal wieder an die Oberfläche ihres Lebens kämpfen muss, um mit diesem „neuen Leben“ zu leben.
Eine starke und kraftvolle Frau, die mich sehr beeindruckt hat und die in ihrem Buch aufzeigt, dass man nie den Mut und den Glauben ans weitergehen verlieren darf und der ich von Herzen alles Glück der Welt wünsche. Dieses Buch berührt, rüttelt auf und lässt mich vor allem mit dem Gedanken zurück, den ihre Mutter ins Leben gerufen hat : Die Scham muss die Seite wechseln !
Eine ganz große Empfehlung für dieses Buch !

Dieses Buch ist am 16. Januar 2025 beim KiWi Verlag erschienen.

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Und ich werde dich nie wieder Papa nennen

Rezensionen von Annaja:

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Penny - Rettet den Ponyhof von Thomas Brezina

Ponys in großer Gefahr

Thomas Brezina schrieb hier in seiner guten und bewährten Art wieder einen tollen, sehr aufregenden Kinderroman.

Kinder, Jugendliche, Hunde und Pferde stehen hier im Mittelpunkt des Geschehens.

Die junge Protagonistin Penny verspürt ein seltsames Gefühl, denn am Ponyhof Peringer, den das junge Mädchen gern und oft mit ihrem Pferd besucht, ist einiges im Argen.

Den Ponys, die am Hof leben, geht es plötzlich allen sehr schlecht dort. Zum Glück ist Pennys Vater Tierarzt und schnell zur Stelle, er kann die Tiere gerade noch retten. Doch über die Ursache der Beschwerden wird noch gerätselt und bei dem Vorfall soll es leider auch nicht bleiben. Die Ereignisse überstürzen sich. Das kluge und engagierte Mädchen deckt mit Hilfe ihrer Freunde und Geschwister, aber auch mit den Hunden der Familie auf ihrer Seite, mit ganz viel Herz und Verstand ein schreckliches Geheimnis auf.

Brezina zeigt durch seine Geschichten auch sein gutes Einfühlungsvermögen für Tiere. Jede, seiner neuen Lektüren sind ein Erlebnis für sich und erfreuen nicht nur Kinderherzen. Die Botschaft lautet, dass Mut und Entschlossenheit oft auch Leben retten kann.

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Penny - Rettet den Ponyhof

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Die Schneiderei in der Fliedergasse - Neue Hoffnung von Katharina Oswald

Eine gelungene Fortsetzung

In der Fortsetzung der Geschichte der Schneiderei in der Fliedergasse dürfen die Zwillinge Susanne und Leonhard endlich ihren Berufungen nachgehen. Susanne studiert Jus und Leonhard arbeitet sich in der mütterlichen Schneiderei bestens ein und entwirft Kostüme für das Theater. Es könnte alles so schön sein, wenn nicht, das liebe Geld für die von der Stadt vorgeschriebene Renovierung des Wohn- und Geschäftshauses in der Fliedergasse fehlen würde.

Die Geschwister und ihr Freundeskreis sind kreativ in der legalen Beschaffung von Geldmitteln. Doch es reicht nicht. Also beschließen sie, ihren bislang unbekannten leiblichen Vater Henri um Hilfe zu bitten und fahren nach Straßbourg. Dort angekommen, erwartet sie eine herbe Enttäuschung: Sie erfahren, dass er bereits verheiratet war (und es immer noch ist) sowie zwei Kinder hat, als er mit ihrer Mutter eine Liebschaft eingegangen ist. Die Empörung bei den Geschwistern und der Ehefrau ist riesengroß. Also reisen sie desillusioniert ab.

Ob sich die Geschichte zu einem, für alle Beteiligten guten Ende entwickelt, verrate ich hier nicht. Das müsst ihr schon selbst lesen.

Meine Meinung:

Hinter dem Namen Katharina Oswald verbergen sich die beiden Autorinnen Andrea Bottlinger und Claudia Hornung, eine stimmige Fortsetzung geschrieben haben, die einen sehr guten Eindruck der 1970er-Jahre vermittelt. Alte Rollenbilder brechen langsam auf, politische Themen wie die studentischen Proteste der sogenannten 68er-Bewegung gegen das noch immer in den Köpfen vieler Menschen vorherrschende (rechte) Gedankengut. Während in den Großstädten Straßenschlachten für Angst sorgen, ist in Tübingen alles ein wenig kleiner, gemäßigter. Trotzdem haben die Auseinandersetzungen auch für Susanne und Leonhard Auswirkungen.

Dieser Roman, der eine fiktive Familiengeschichte erzählt, die sich so oder so ähnlich abgespielt haben könnte, flicht auch reale Personen wie Leonard Cohen (durch sein Lied „Suzanne“) oder Rosa Parks und Emma Goldmann als Porträts ein. Eine nette Idee und zugleich eine Hommage stellvertretend für alle, die am Aufbruch in die neuen Zeiten, Anteil haben.

Natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen sowie das Thema Homosexualität, die durch §175 nach wie vor unter Strafe steht.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem zweiten Teil der Familiensaga 4 Sterne, empfehle aber auch den ersten Teil zu lesen.

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Die Schneiderei in der Fliedergasse - Neue Hoffnung

Rezensionen von liesmal:

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Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo

Jeder hat seine Baustellen

Nach dem Titel „Einatmen Ausatmen“ und dem Anfang der Geschichte hatte ich die Befürchtung, dass das Thema „Therapie“ den größten Raum des Buches einnehmen könnte, wobei die Lesenden therapeutisch gleich mit einbezogen würden.

Bald entwickelt sich alles um Marlene, die auf Anraten ihres Chefs ein Achtsamkeitstraining bei dem Seelenflüsterer Alex Grow absolvieren sollte, zu einer turbulenten und herzerfrischenden Geschichte, in der es viel zum Lachen gibt, die aber auch einen gewissen Tiefgang hat.

Die Geschichten herum um ein verletztes Wildschwein, einen schüchternen Hausmeister und ein dreizehnjähriges Mädchen, die in der Buchbeschreibung genannt werden, haben für gute Unterhaltung gesorgt und auch meine anfänglichen Befürchtungen vertrieben. Auf eine gewisse Weise fühlte ich mich zwar „therapeutisch“ trotzdem persönlich angesprochen, aber das passte gut.

Am Ende gebe ich gern eine Leseempfehlung für dieses Wohlfühl-Buch.

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Einatmen. Ausatmen.

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Die Zerstörung des Nahen Ostens von Rainer Hermann

Eine klare Leseempfehlung!

Israels längster Krieg und die Zukunft des Nahen Ostens

Inhalt (übernommen):

„Der Nahe Osten vor einer neuen Ära der Gewalt. Israel setzt auf militärische Dominanz. Israel wie der Hamas nutzen Krieg mehr als ein Frieden. Netanjahu wird von biblischen Zionisten getrieben, Trump von christlichen Evangelikalen.

. Umfassend schildert Rainer Hermann die Fronten und zeigt, wie die Region eine friedliche Zukunft finden kann. Die Golfaraber befürworten einen wirtschaftlich verbundenen Nahen Osten, dessen Wohlstand den Weg zum Frieden ebnet.

Der Vulkan des Palästinakonflikts schien erloschen, als er am 7. Oktober 2023 mit einer zerstörerischen Wucht wieder ausbrach, die im Nahen Osten alles in Frage stellt. Israel führt seither den längsten Krieg seiner Geschichte und greift auch arabische Staaten an. Scharfsinnig analysiert Rainer Hermann die neue geopolitische Lage und die wachsende Isolation Israels. Er zeigt, wie sich eine neue antiisraelische Achse formiert, wie Iran für weitere Kriege aufrüstet und warum die Region vor einem sich ausweitenden Flächenbrand steht. Zugleich entwirft er Perspektiven für eine mögliche Neuordnung des Nahen Ostens – jenseits von Gewalt und Konfrontation. Die Golfaraber setzen sich für einen ökonomisch vereinten Nahen Osten ein, der über Wohlstand zu Frieden führt. Doch die Politik Israels und der USA wie auch der Terror der Hamas werden von religiösen Phantasien befeuert. Ein hochaktuelles Buch zur brisantesten Konfliktzone der Welt.“

Meine Meinung:

Seit nunmehr 5 Wochen führen die USA Krieg gegen den Iran, weshalb die Spekulationen im Kapitel „Kein Verlass auf Irans Verbündete“, ob Iran (See)Straße von Hormus sperren wird, überholt sind.

Dennoch kann ich dieses Buch nur ausdrücklich empfehlen, denn Autor Rainer Hermann gelingt es, die komplexe Lage der gesamten Region sehr gut darzustellen. Dazu muss er natürlich weit in der Vergangenheit zurückgehen und auch die Bibel zitieren, aus der sowohl Juden als auch Muslime ihren Anspruch auf Palästina begründen. Als dritte Kraft mischt das Christentum mit, Stichwort Jerusalem. Dennoch sind es, neben diesen religiösen (?) Themen, wirtschaftliche Interessen, die diese Konflikte am Köcheln halten, bis sie sich zu einem Flächenbrand ausbreiten. Die Frage ist, wie lange werden es sich die Golfstaaten gefallen lassen, dass ihre Interessen beeinträchtigt werden? Wann werden sie eingreifen?

Wird es genügen, wenn Trump und Netanjahu von der politischen Weltbühne verschwinden, um eine politische Lösung zu finden? Derzeit sieht es leider nicht danach aus. Zwar formieren sich sowohl in den USA als auch in Israel Widerstand gegen ihre Staatsoberhäupter, doch bis diese abgewählt werden, wird der Nahe Osten noch mehr Zerstörung erleiden und im Chaos versinken.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem fundierten Sachbuch zu einer hochkomplexen Gemengelage, die Auswirkungen auf die ganze Welt und besonders Europa hat, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Die Zerstörung des Nahen Ostens

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Die dunkle Seite der Schokolade von Dina Casparis

Süße Versuchung oder beinhartes Geschäft?

Serafine Montalin tritt ihren neuen Job beim renommierten Schokoladenkonzern CacaoBest mit gemischten Gefühlen an. Zum einen hat sie die besten Voraussetzungen dafür, hinter die Kulissen von der Produktion von Schokolade zu blicken, weil sie ein Ausbildung zur Lebensmittelchemikerin und Juristin absolviert hat, und zum anderen will sie die mysteriösen Umstände des Unfalltods ihres Vaters in Erfahrung bringen.

Recht bald erkennt sie, dass hinter der ach so sauberen Fassade von CacaoBest einige unschöne dunkle Flecken lauern, die auch weitere Fragen, die Vergangenheit ihrer Familie betreffen, aufwerfen.

„An Edith Novak ist so vieles unecht, dass man weder ihr Alter noch ihre Absichten einschätzen kann.“ S. 49

Welche Rolle spielt Josef Pichler, der einstigen rechten Hand ihres Vaters, und nunmehriger, beinahe unverzichtbarer Mitarbeiter bei CacaoBest? Hat er etwas mit dem Tod von Serafines Vater zu tun? Und was haben Matthis von Vilan und seine herrische Mutter, die Eigentümer der kleinen, aber feinen Schokoladenfabrik Grison, mit CacaoBest zu schaffen? Serafine schwant Übles, denn Hermine von Vilan hasst die Familie Montalin mit jeder Faser ihres Körpers.

Meine Meinung:

Als eifrige Besucherin von Führungen in Schokolademanufakturen in Hamburg, Brüssel, Brügge und Gent, sowie Leserin einschlägiger Lektüre (Lindt & Sprüngli), bin ich mit dem Fachvokabular sowie den Herstellungsprozessen bestens vertraut. Ich kann mich daher uneingeschränkt den Machenschaften der beiden Firmen widmen. Denn dass auch bei CacaoBest in Wirklichkeit nicht alles sooo sauber abläuft, wie auf dem Papier steht, wird klar, wenn immer wieder der Hinweis auf die Ethik-Regeln und das Saubermann/frau-Image kommt. Wäre alle Vorgänge wirklich so einwandfrei, müsste nicht dauernd daraufhin gewiesen werden. Das erinnerst stark an Politiker, die das Wort „ehrlich“ und seine Abarten, in ihren Reden gefühlt in jedem zweiten Satz verwenden.

Die Verflechtung von Serafines Familie mit der von Matthis‘ nimmt einigen Raum ein. Erst nach und nach werden die alten Verstrickungen offenbart. Wir Leser erfahren dabei einiges, ohne wie Serafine, körperlicher Gewalt ausgesetzt zu sein.

Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Nicht alle spielen mit offenen Karten. Neben Hermine ist Josef Pichler ein besonders ekeliges Exemplar. Er ist Frauen, im allgemeinen und Serafine im Besonderen, gegenüber, nicht nur in Worten übergriffig. Dass er sie ausnahmlos duzt, ist eine Grenzverletzung, die ich an Serafines Stelle nicht akzeptieren würde. Auch Edith Novak ist ein echtes Herzerl, wie man aus diesem Statement zum vermeintlichen Unfalltod von Emil Montalin ableiten kann:

„Für Sie [also Serafine] ist es ein emotionaler Verlust, für mich ein wirtschaftlicher.“

Schmunzeln musste ich über die KKPs, die Kakao-Kommunikations-Prinzessinnen, die kichernd in High Heels und pinkgewandet durch die Gänge stöckeln.

Über die Zuordnung in das Genre Kriminalroman ließe sich streiten. Für mich passt die Gewichtung zwischen Krimi und Serafines Nachforschungen zu ihrer Familiengeschichte ganz gut. Geschickt streut Dina Casparis Informationen zu Bestechung und Ausbeutung in den Anbaugebieten der Kakaobohnen in diesen Roman ein, die ja laut Edith Novak nur bei den anderen Firmen existieren.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Mix aus Krimi, Familiengeschichte und Einblick in die Herstellung von Schokolade 4 Sterne.

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Die dunkle Seite der Schokolade

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Donaumelodien - Wiener Verschwörung von Bastian Zach

Hier ist wenig, wie es scheint

Ganz Wien rüstet sich 1879 zur Silberhochzeit des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth, die mit einem pompösen Festzug über die Ringstraße gefeiert werden soll. Ganz Wien? Nein, denn solche Lustbarkeiten mit Menschenmassen rufen immer wieder Verschwörer und Attentäter auf den Plan, die den Trubel ausnützen, ihre sinistren Vorhaben in die Tat umzusetzen wollen und fordert andererseits die Polizei, die eben jenes bereits im Ansatz verhindern soll.

Als ein abgetrennter Kopf mit einer Botschaft auf Latein im Polizeipräsidium abgegeben wird, wirkt der Wiener Polizeipräsident Wilhelm Marx von Marxberg hochgradig nervös. Er beauftragt Geisterfotograf Hieronymus Holstein, der nun ganz offiziell als Privatermittler arbeitet, abermals mit den Ermittlungen. Marx scheint niemandem im Präsidium trauen zu können. Wie recht er damit hat, zeigen die weiteren Ereignisse.

Gleichzeitig zu den Ermittlungen bekommt Hieronymus‘ Wohngemeinschaft Zuwachs von einem sympathischen Schaustellerpaar und Anezkas Tochter lernt die schwere Arbeit in einer der zahlreichen Spinnereien kennen.

Meine Meinung:

In seinem 5. Krimi gerät ausnahmsweise nicht Hieronymus Holstein unter Mordverdacht sondern ausgerechnet der Polizeipräsident wird eines Komplotts gegen den Kaiser verdächtigt. Wilhelm Marx von Marxberg (1815-1897), der seinem Namensvetter Karl, 1874 oder 1875 während eines Aufenthalts in Karlsbad begegnet ist, ist eine historische Figur, die bereits in historischen Krimis anderer Autoren Eingang gefunden hat. Marx von Marxberg ist eine interessante Persönlichkeit, deren Erfolge zahlreiche Neider auf den Plan ruft. Seine glänzende Karriere endet mit dem verheerenden Brand des Ringtheaters, der offiziellen Angaben nach 384 Todesopfer (Schätzungen sprechen von an die 1.000 Tote) forderte. Marx werden Nachlässigkeiten bei der Sicherheitsüberprüfung des Theaters vorgeworfen, weshalb er 1882 um Pensionierung ansucht. Ich denke, diese Katastrophe lässt sich Bastian Zach nicht entgehen, um weitere Krimi zu schreiben.

Doch zurück zu diesem Krimi. Holsteins Nachforschungen führen in das Revolutionsjahr 1848, in dem Arbeiter, Studenten und vor allem Frauen mehrmals auf die Barrikaden gingen, um gegen das System Metternich sowie die Arbeitsbedingungen und willkürliche Lohnkürzungen in den Fabriken zu protestieren. Während der Aufstände von März, August und Oktober sind bei den Kämpfen mindestens 2.000 Revolutionäre, darunter zahlreiche Frauen getötet worden (siehe Praterschlacht). Anschließend wurden namhafte Vertreter der Revolution wie Robert Blum, Alfred Julius Becher oder Hermann Jellinek hingerichtet. Diese Ermittlungen bescheren mir auch ein Wiedersehen mit der Frauenrechtlerin Karoline von Perin (1806-1888). Ja, so mag ich das! Historische Krimis, in denen reale Persönlichkeiten auftreten dürfen.

Allerdings sind Bastian Zach gleich zwei gravierende Fehler passiert, die zwar mit der direkten Handlung nicht zu tun haben, aber mich sehr ärgern und daher den 5 Stern kosten: (siehe Kapitel LXII/eBook S. 278)

„Die Monarchie wäre zwar kurzzeitig erschüttert, aber wenn Erzherzog Franz Ferdinand erst den Thron besteigt, würde er rigoros gegen alle jene vorgehen, denen man die Mitschuld am Tod seines Vaters in die Schuhe schieben könnte. Sozialisten, Demokraten, Verfechtern der Rechte der Arbeiter und der Frauen. Allen jenen, die dem Machterhalt des Adels, der Großindustriellen und der Bourgeoisie entgegen stehen.“

Hier muss es Kronprinz Rudolf heißen, denn der lebt 1879 noch. Er wird 1889 nach dem Mord an Mary Vetsera Selbstmord begehen. Daher ist von einer Thronfolge des Erzherzogs Franz Ferdinand (1863-1914) noch lange keine Rede. Zudem ist Franz Joseph der Onkel von Franz Ferdinand und nicht der Vater. Franz Ferdinands Vater ist Erzherzog Carl Ludwig von Österreich (1833-1896) , Franz Josephs Bruder.

Die Charaktere sind lebendig und manche, wie Anezka haben schrullige Angewohnheiten. Sie spricht von sich immer in der dritten Person. Schmunzeln musste ich über Louise von Marxberg, die wie es scheint, in dieser Ehe den Ton angibt. Der Schreibstil ist dem 19. Jahrhundert angepasst. So wird Hieronymus vom Polizeipräsidenten „geerzt“, auch wenn er ihm persönlich gegenübersteht. Veraltete Ausdrücke sowie Bezeichnungen im Wiener Dialekt werden in Fußnoten erklärt.

Fazit:

Wer historische Krimis liebt, wird auf seine Kosten kommen. Ich wünsche mir ein bisschen mehr Sorgfalt bei den historischen Details, denn der oben beschriebene Lapsus ist nicht der erste in dieser Reihe. Wie oben erwähnt, kostet dieser den 5. Stern, also 4 Sterne.

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Donaumelodien - Wiener Verschwörung

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Swinging Cologne von Stefan Winges

Eine Leseempfehlung

Swinging Colognes ist ein Krimi, der uns in das Jahr 1969 nach Köln führt. Es ist die Zeit der Studentenunruhen, von Mini-Rock, Hot Pants, Disco und Drogen. Die älter Generation hält von den „Gammlern“ nichts und so manche davon wünschen sich mal lauter oder leiser die frühere Ordnung herbei.

Standardsatz „früher hätte es das nicht gegeben“. Ja eh! Und ja, man hat, der guten alten Zeiten wegen, wieder eine Bürgerwehr aufgestellt, die sich um diese Langhaarigen kümmern soll.

Holger Paffrath, Inspektor bei der Kölner Polizei, bittet Chrissy van Larken, eine leicht gelangweilte Studentin um Hilfe. Astrid, eine junge Frau wird vermisst. Chrissy, immer auf der Suche nach Abwechslung im Leben, beginnt mit den Recherchen in einer der zahlreichen Discos. Dabei stößt bald auf eine Gruppe Motorradfahrer mit denen nicht gut Kirschen essen ist, sowie auf einen Schwarzen mit langem weißen Haar, der sie fasziniert.

Wenig später ist Gisela, eine weitere junge Frau verschwunden. Während Astrid wieder auftaucht, findet man Giselas Leiche. Gestorben an einer Überdosis Heroin. Als sich herausstellt, dass Gisela Linkshänderin war, aber die Einstichstelle sich am linken Arm befindet, recherchiert Holger auch im Drogenmilieu. Er findet mehrere vermisste Frauen, die in ihrem Aussehen Gisela und Astrid ähneln, und glaubt ein Muster zu erkennen.

Martin, Giselas Bruder, heftet sich auf Chrissys Spuren, um herauszufinden, was geschehen ist, denn er glaubt nicht, dass seine Schwester drogensüchtig war. Als leidenschaftlicher Fotograf schleicht er in der Nacht rund um die Disco und macht Fotos von den Anwesenden. Auch die Motorradfahrer sind zu sehen und jemand, der nicht gesehen werden will, sowie ein fetter Mercedes, der noch eine Rolle spielen wird.

Dann brennt die Gartenlaube von Martins Eltern, in dem er sein Fotolabor untergebracht hat. Nun müssen die Eltern den Tod ihres zweiten Kindes verkraften. Zuvor hat Martin die Fotos und die Negative an Chrissy geschickt.

Meine Meinung:

Dieser Krimi ist ein wenig anders als die üblichen Kriminalromane. Er ist mehr ein Sittenbild des Wirtschaftswunderlandes. Man kann sich wieder etwas leisten, die Jugend ist aufmüpfig, revoltiert gegen die Eltern und Großeltern. Vergessen sind die Entbehrungen des Krieges und die unmittelbare Not danach. Man will das Leben genießen, Zigaretten, Alkohol und Drogen, sowie über die Stränge schlagen. Peter Alexander war gestern, heute sind die Rolling Stones tonangebend. Hier hätte ich mir eine Art Playlist gewünscht.

Die Geschichte hat mir recht gut gefallen, auch wenn ich nicht ganz glauben kann, dass eine ungeschulte Zivilistin wie Chrissy Ermittlungen für die Polizei anstellen darf. Nun ja, zu Beginn war es ja nur eine kleine Bitte, in einem Lokal nach einer jungen Frau zu fragen. Chrissy findet nun in diesem Abenteuer ihre Berufung und eröffnet zu guter Letzt eine Detektei. Das ließe ebenso Raum für eine Fortsetzung, wie die herrlich undurchsichtig angelegte Figur des großen Schwarzen mit dem weißen, langem Haar. Willie, wie er sich nennt, ist angeblich Brite, oder vielleicht auch nicht. Ebenso wenig wird deutlich, ob er einer von den Guten oder den Bösen ist.

Chrissy ermittelt wie ihr großes Vorbild Emma Peel - mit Schirm, Charme, aber ohne Kanone.

Schade nur, dass die Verbrecher nicht vor den Richter gestellt werden, sondern in guter alter Tradition Selbstmord begehen oder auf der Flucht bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen. Gerechtigkeit kann den Opfern, zu denen auch die Hinterbliebenen zählen, nicht zu teil werden.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi 4 Sterne.

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Swinging Cologne

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Betreutes Morden von Fergus Craig

Mord in der Seniorenresidenz

Carol Quinn, eine verurteilte Serienmörderin, kauft sich nach Verbüßen ihrer Haftstrafe in die luxuriöse Seniorenresidenz Sheldon Oaks, deren finanzielle Situation nicht ganz so rosig ist, ein. Den anderen Heimbewohnern wird die Vergangenheit des Neuzugangs geflissentlich verschwiegen. Carol findet schnell Anschluss, doch als einer der Bewohner vom Dach stürzt, holt Carol ihre Vergangenheit ein.

Vor wenigen Tagen noch beliebtes Mitglied der Residenz, wird Carol nun von allen gemieden.

Von allen? Nein, einige wenige unterstützen sie dabei, ihre Unschuld zu beweisen

Wie Carol es schafft, statt einen Mord zu begehen und zu vertuschen, einen solchen aufzuklären, verrate ich euch nicht.

Meine Meinung:

Für die gewiefte Serienmörderin (der eine oder andere Mord ist unentdeckt geblieben), ist es nicht ganz einfach, die Seiten zu wechseln. Doch gemeinsam mit ihren Ermittlerfreunden und einer Menge schwarzem Humor gelingt es Carol, den wahren Täter zu überführen.

Skurrile Charaktere und absurden Situationen sorgen für viele unterhaltsame Momente. Gleichzeitig bleibt der Mordfall spannend genug, um das Interesse aufrechtzuerhalten, erfahren wir doch einige Details aus Carols Vergangenheit.

Wer hier eine gewisse Ähnlichkeit mit der Reihe „Donnerstagsmordclub“ sieht, liegt nicht ganz falsch. Ermittelnde Pensionisten sind aktuell im Trend, bürgen sie ja mit ihren unkonventionellen Ideen und kauzigen Eigenarten für so manche spannende Situation.
Der Autor schafft es, mit zahlreichen Wendungen seine Leserinnen und Leser bei der Stange zu halten. Einige der gelegten Spuren führen in eine Sackgasse. Ich hatte recht bald eine Idee, was auf dem Dach zu finden sein würde, zu dem der Zugang so explizit verboten ist.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi, in dem eine ehemalige Serienmörderin ermitteln muss, 4 Sterne.

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Betreutes Morden